A day as chaotic as Nadine – next adventure

Sonntag, 05.11.2017

Neuer Arbeitsplatz – ich komme !

04:30 Uhr: Ein schriller Alarm in meinen Ohren und ich bin alles andere als fit. Heute ist der große Tag: Ein neues Abenteuer steht an. Nun kann ich euch verraten wo es hin geht. Und zwar aufs Kreuzfahrtschiff. Als Fotografin. Für 5 Monate. Das Schiff heißt “Mein Schiff 4” und ist von TUI Cruises. Die Route verläuft über die Kanaren, Marokko und Madeira. Bei durchschnittlich 25 Grad und vielen Sonnenstunden also perfekt um dem deutschen Winter zu entfliehen. Natürlich nehme ich euch mit und lasse euch an meinem Leben an Bord dieses riesigen Dampfers Teil haben.
So nun aber wieder zum frühen Aufstehen. Pünktlich wie immer holten mich Oma und Papa um 5:15 Uhr zum Frühstücken ab. Das Hotel war so nett und erlaubte uns so früh schon was zu essen. Es gab natürlich nur eine abgespeckte Variante die aus Brötchen, Wurst und Käse bestand, aber wir hatten was im Magen.

Um 6 saßen wir nach dem Auschecken im Auto und fuhren eine Stunde zum Flughafen. Da wir noch tanken und den Mietwagen abgeben mussten, war ich erst um halb 8 am Gepäckschalter und der Flug ging um 8:40 Uhr. Zwar hatte ich am Vortag schon online eingecheckt, aber das brachte nicht viel. Es gab keinen Drop-Off um das Gepäck abzugeben und ich musste mich in der sehr langen Schlange anstellen. Um 8 sollte der Schalter zu machen und um kurz vor 8 stand ich immer noch ganz hinten. Meine Verzweiflung wuchs und via WhatsApp machte ich Papa zur Sau, dass wir zu spät los gefahren sind. Ich hatte gesagt das reicht nie. Da Oma und Papa wieder nach Deutschland flogen, waren sie an einem anderen Schalter der weiter weg war. Meine Anspannung und Ungeduld wuchs und ich war fertig mit den Nerven. Wenn ich diesen Flieger verpasse, ist das der Super-GAU. Als ich mir gerade vor nahm, mich vorzudrängeln, kam die Durchsage, dass alle die nach Madrid müssen an den Anfang der Schlange dürfen. Es dauerte nochmal ewig und ich atmete auf, als mein Koffer endlich weg war. Leider ging der Stress weiter. Mein Boarding hatte bereits 5 Min. zuvor begonnen und ich musste noch durch den ganzen Flughafen und die Sicherheitskontrolle. Ich traf mich wieder mit Oma und Papa und wir rannten. Zum Glück war wenigstens bei der Sicherheitskontrolle alles ok. Völlig im Stress verabschiedete ich mich im Rennen von Oma und Papa und rannte wie eine Verrückte durch den endlos scheinenden Flughafen von Mallorca. Memo an mich selbst: Mehr Ausdauertraining machen!
Zum Glück hatte alles Verspätung und das Boarding hatte noch nicht angefangen. Als ich dann im Flieger saß, konnte ich endlich aufatmen. Leider waren sehr dunkle Wolken am Himmel und ich ahnte schlimmes. Pünktlich zum Start  klarte der Himmel auf und ein Regenbogen kam zum Vorschein.

Die Turbulenzen wollten nicht aufhören und es wackelte wieder die ganze Zeit. Fliegen ist doof! Nach eineinhalb Stunden landeten wir in Madrid. Da konnte ich mich drei Stunden entspannen und hielt ein Schläfchen. Der zweite Flieger von „Vueling“ war pünktlich, aber das Wetter hatte sich nicht gebessert. Der Himmel wurde dunkler, die Anschnallzeichen gingen während des dreistündigen Flugs nicht aus und meine Hände waren wieder mal konstant nass. Meine Panik bessert sich wieder nicht und ich war froh, als wir Las Palmas in Gran Canaria erreichten.

Nachdem ich meinen Koffer hatte, suchte ich meinen Fahrer. In dem Gewusel traf ich einen Mann mit TUI-Crew-Schild, der aber nur eine Hannah auf seiner Liste hatte. Mein Herz rutschte mir in die Hose und er konnte weder englisch noch deutsch. Zum Glück nahm er mich trotzdem mit. Außerdem noch einen von den Philippinen und Vladimir aus der Ukraine, die ich beide gleich ausfragte. Beide sind schon viele Jahre auf dem Schiff und konnten mir meine Fragen beantworten. Erst mussten wir zur Polizei und dort ein Dokument ausfüllen und dann ging es zum Hafen.

Als wir endlich vor der „Mein Schiff 4“ standen, war ich baff. So ein riesiges Schiff. Noch nie habe ich ein Kreuzfahrtschiff aus der Nähe gesehen und nun darf ich hier die nächsten 5 Monate wohnen. 295m lang, 15 Decks, 65,95m hoch und Platz für 2506 Passagiere. Das sind Zahlen die man sich erst vorstellen kann, wenn man das mal gesehen hat. Mein Dorf hat ca. gleich viele Einwohner.

Erst ging es durch zwei Security Kontrollen die wie am Flughafen sind und dann wurden wir in den Crew-Coffeeshop gebracht. Das Gefühl als ich dieses Schiff zum ersten Mal betrat, werde ich wohl nie vergessen. Total atemberaubend! Erst musste ich ins Crew-Office um ein Foto für die Karte machen zu lassen. Dann füllten wir einen Haufen Papierkram aus und bekamen unsere Safety-Card, Namensschild, Crew-ID, einige Unterlagen und das Namenskärtchen für die Kabine.  Diese Crew-ID ist super geschickt und vereint quasi alles was man braucht: Kabinenschlüssel, Zahlungsmittel an Bord, Ausweis, Zugang um an Bord zu kommen

Aussicht vom Coffee-Shop

Dann kam meine Managerin Maike die mich freundlich empfing und mir die Kabine zeigte. Genau so wie ich sie mir vorgestellt hatte. Klein, aber alles was man braucht. Ich wohne auf Deck 1, also unter dem Wasser. Ein Fenster hat es da natürlich nicht und ich teile mir das Bad mit jemandem (Single-Share-Kabine), aber das wusste ich ja vorher. Wir haben hier wenigstens den Luxus von Einzelkabinen. Auf den älteren Schiffen teilt man sich die Kabine zu zweit, zu viert oder sogar zu sechst. Dann ging es gleich ins Büro wo Maike mir ein paar Kollegen vorstellte. So lernte ich auch gleich die Fotogalerie kennen. Maike half mir mit ein paar Eselsbrücken, dass ich mich nicht verlaufe, aber mir war gleich klar, dass ich meine Kabine und meinen Arbeitsplatz nie mehr wieder finden würde. Hier sieht alles gleich aus. Dann liefen wir zum Uniform-Store und zum Linen-Store und ich bekam meine Dienstuniform und Bettwäsche.

Nachdem mein Bett bezogen war, durfte ich auch gleich den Dienst antreten. Sonntags reisen immer die alten Gäste ab und die Neuen an und somit ist sehr viel los. Nach der Sicherheitsübung (PAX-Drill) die ich noch nicht mit machen musste, geht es ans Pooldeck auf Deck 14. Wir waren vier Fotografen und ich bekam nur kurz gesagt wo ich hin laufen muss. Dann waren die anderen verschwunden und es ging los. Da stehen hunderte Leute rum, schauen sich an wie das Schiff den Hafen verlässt und ich hab die Aufgabe diese zu fotografieren. Am Anfang fühlte ich mich leicht überfordert. Wie spricht man die Leute an? Wollen die überhaupt ein Foto? Ich lief einfach mal drauf los und fast alle Leute ließen sich von mir fotografieren. Ich war in meiner eigenen Welt und bekam nicht mal richtig mit, als wir zum Lied „große Freiheit“ von Unheilig ablegten.

Wir trafen uns, als wir alle Gäste fotografiert hatten, wieder und gingen zurück ins Büro. Alle waren mit meiner Bilderanzahl zufrieden und ich war froh, dass ich meine erste Aufgabe gemeistert hatte. Die anderen erklärten mir wie man die Bilder bearbeitet und wo man was speichert und ich fragte mich ernsthaft wie ich mir das alles merken sollte.
Es war schon nach 1 Uhr als wir fertig waren und Maike und ihr Mann Christian nahmen mich noch mit in die Crew-Bar. Da war einiges los und alle interviewten gleich „die Neue“. Nach einem Feierabendbier machte ich mich auf die Suche nach meiner Kabine die ich erwartungsgemäß nicht fand. Zum Glück sind hier alle hilfsbereit und mir half jemand meinen Schlafplatz wieder zu finden. So ließ ich mich von den Wellen in den Schlaf schaukeln. Morgen werden wir den ganzen Tag auf See sein und am Dienstagmorgen dann Marokko erreichen.

Schöne Grüße von hoher See
Nadine

Rainy Cradle Mountain

Samstag, 02.04.2016

Morgens war das Wetter noch ok und die Sonne zeigte sich.
Wir nahmen uns vor, früh aufzubrechen, was tatsächlich klappte.
Eine Stunde fuhren wir zum berühmten Cradle Mountain. Dieser liegt im Nordteil des Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalparks, erreicht eine Höhe von 1.545 m und ist wegen seiner Schönheit eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Tasmanien. Der Berg besteht aus Diabassäulen, ähnlich wie andere Berge in dieser Region. Der Berg erhebt sich über den von Gletschern geformten Seen Dove Lake, Lake Wilks und Crater Lake.
Die Besteigung des Gipfels sparten wir uns, weil das Wetter nicht mehr mit machte. Vom Parkplatz am Dove Lake nimmt der anstrengende Weg laut Wikipedia (einschl. Rückweg) 6,5 Stunden in Anspruch. Als wir auf dem Parkplatz ankamen, nieselte es, hatte nur 3 Grad (laut Wetter gefühlt -2) und ein ordentlicher Wind wehte. Ganz nach dem Motto: es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung, strackselten (Wort von den Jungs) wir los. Es gibt verschiedene kurze Wanderungen, wo es an dem schönen Dove Lake entlang geht. Die Natur war auch hier sehr imposant. Überall wuchs Moos, es gab schöne Bäume und große Pfützen die glitzerten. Unterwegs wurde der Regen viel stärker und es war sehr unangenehm. Wir liefen noch ein Stück und kehrten dann um.
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Es gab eine Hütte wo wir uns kurz unterstellten, bis der Regen nach ließ. Kristof und ich kletterten beim nächsten Wanderweg auf einen Felsen und Rasmus machte von unten Bilder. Wie immer machte Kristof nur Faxen und es gab kein normales Bild. Bei einem fiel er vor mir auf die Knie.
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Rasmus stand unten mit einer Frau und die beiden kamen zu uns. Das erste was die Frau sagte, war: Glückwunsch ! Die dachte echt, dass Kristof mir einen Heiratsantrag gemacht hätte und fragte mich, ob ich ja gesagt hätte. Meine Antwort war: Neeee, wir würden es nicht lang miteinander aushalten. Daraufhin machte sie ein total enttäuschtes Gesicht und war traurig. Bestimmt dachte die: wie kann man so einen tollen Antrag ablehnen ? Sofort danach fragte ich, ob sie ein Gruppenbild von uns machen könnte. Ich glaube das verwirrte sie nur noch mehr. Vor allem, dass es Kristof anscheinend nichts ausmachte, dass ich ablehnte.

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Wir fuhren noch zu zwei anderen Stellen vom Cradle Mountain, machten sehr kurze Wanderungen und gingen schnell wieder ins warme Auto um uns aufzuwärmen.

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Auch Wombats waren unterwegs

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Wir stoppten im Wald, wo die Jungs Holz sammelten und aufs Dach packten. Damit fuhren wir auf dem Highway.
Als wir am schönen Platz in Penguin ankamen, zeigte sich sogar die Sonne. Es war ein genialer Platz direkt am Strand und bis auf den Nachbar der Krach mit seinem Aggregat machte, waren wir allein. Wir hatten das Vorzelt aufgebaut wo wir uns zurückziehen hätten können, falls es mehr Regen gegeben hätte.
Die Jungs bauten den Grill auf, spalteten Holz mit ihrer Axt und sägten es und dann gabs wieder ein schönes Feuerchen. Natürlich durfte ein dickes Stück Fleisch für die Jungs nicht fehlen. Ich hielt mich an die Pizzabrötchen vom Vortag.

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Rasmus der genau so gern fotografiert wie ich, begleitete mich an den Strand um Bilder vom Sonnenuntergang zu machen. DSC_0142 (FILEminimizer) DSC_0081 (FILEminimizer) DSC_0103 (FILEminimizer) DSC_0104 (FILEminimizer) DSC_0110 (FILEminimizer) DSC_0122 (FILEminimizer) DSC_0125 (FILEminimizer) DSC_0136 (FILEminimizer) DSC_0141 (FILEminimizer)DSC_0128 (FILEminimizer) P1100243 (FILEminimizer) P1100242 (FILEminimizer) P1100248 (FILEminimizer)

Der Wind war total stark und es wurde viel zu kalt, als es dunkel wurde. Zum Glück hatten wir das Feuer und als es nur noch Glut gab, schauten wir im Zelt einen Film.

Liebe Grüße vom Meer
Nadine

Crocodile attack

Freitag, 19.02.2016

Schon wieder mussten wir früh raus, weil wir einen Tagesausflug gebucht hatten. Der Kleinbus mit ca. 15 anderen Leuten holte uns direkt am Hostel ab. Unser Tourguide war super lustig und total nett. Schon auf dem Weg erzählte er uns viel über die Landschaft, Cairns, über das Zuckerrohr das an der Straße wuchs und einiges mehr.
Der erste Stopp war eine Raststätte wo es „Morning-Tea“ gab. Das war Tee oder Kaffee und die berühmten Tim Tams (australischer Schokoladenkeks). Unser Guide stresste ziemlich und nach einer kurzen Pause gings schon wieder weiter.
Wir fuhren durch das kleine süße Städtchen Port Douglas und auch hier wusste unser Guide viel über Touristen, Hotels, Pubs und die Strände zu erzählen.
Den ganzen Weg ging es an der Küste entlang und der Scenic Coastal Drive ist wunderschön. Die ganze Zeit hat man das Meer im Blick. In Australien gibt es nicht viele Straßen wo das der Fall ist. Dafür waren die Straßen sehr schlecht und es hatte viele Schlaglöcher.
Das erste Ziel das wir nach zweieinhalb Stunden ansteuerten war der Alexandra Range Lookout in Walu – Wugirriga. Dort kann man den tollen Regenwald überblicken.
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Der Daintree Rainforest (http://www.daintreerainforest.com/) ist mit 1200 m² der größte Regenwald auf dem australischen Kontinent. Außerdem ist das Ökosystem das vielfältigste der Welt. Und er gehört zu den UNESO-Weltkulturerben. Und noch ein Rekord: Mit über 800 Mio. Jahren ist er dazu der Älteste der Welt.
Lange fuhren wir durch den Regenwald und der Guide erzählte uns sehr viele interessante Dinge. Fast jeden Satz übersetzte ich Sandra, die sonst nach eigenen Aussagen nur Bahnhof verstanden hätte. Manchmal dachte sie, sie habe etwas verstanden und übersetzte das stolz. Leider war das nicht immer richtig und anstatt Snake (Schlange) verstand sie schon mal sneake (schleichen), wobei der Satz gleich eine andere Bedeutung bekam.
Im Meer hat es die Box-Jelly-Fische, was sehr gefährliche Quallen sind. Man kann an keinem Strand baden, weil diese tödlich sind und man sie vorher nicht sieht. Außerdem gibt es sehr viele Krokodile, weshalb man auch in die Flüsse nicht rein soll, bzw. sich in Ufernähe aufhalten.
Mit einer mini-Fähre gings mitsamt Bus auf die andere Seite des Daintree-Rivers und die Fahrt war nur 2 min. kurz.

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Als weiteres Highlight stand eine Führung durch den Regenwald an. Auf dem Jindalba Boardwalk hatte es sehr viele riesengroße Spinnen die total genial aussahen. Manch einer hätte Angst bekommen können, aber uns machen die Krabbeltiere nichts aus. Außerdem sahen wir einige Echsen und viele Vögel. Wie schon erwähnt ist es in Cairns tropisch heiß und vorallem im Regenwald hält man es nicht aus. Wenn man da noch nicht war kann man sich auch nicht vorstellen wie einem der Schweiß überall runter läuft und auch unser Guide der wieder viel erzählte blieb nicht trocken. Jedem tropften die Schweißperlen nur so von der Nase und wir waren froh nach 45 min. wieder im klimatisierten Bus zu sitzen.

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Der nächste Stopp lag auch noch im Regenwald, aber hier war es schon deutlich angenehmer. Wir bekamen eine Lunchbox mit so viel Salat, dass ich ihn gar nicht essen konnte. Kartoffelsalat, grüner Salat und gemischter Salat in drei verschiedenen Boxen, dazu Brötchen, Käse und eine Orange. Das schmeckte total gut und wir saßen mitten im Regenwald um zu essen. Danach liefen wir einen Pfad entlang und kamen an einem total schönen Aussichtspunkt an.

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Der Guide wartete schon auf uns und das straffe Zeitprogramm ließ keine Verzögerungen zu. Unterwegs im Wald erzählte uns der Guide gerade von den großen Truthähnen, den Cassowarys. Er meinte diese wären total schwer zu sichten und sind sehr menschenscheu. Als ein Mädchen rief er solle anhalten, lachte er sie erst aus und sagte es sei ein guter Witz. Sie blieb ernst und er legte den Rückwärtsgang ein. Tatsächlich war im Busch versteckt ein überdimensionaler Cassowary. Wir hatten so viel Glück dieses Tier live zu sehen und sogar für unseren viel erfahrenen Guide war es was Besonderes.

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Wir kamen an der Teeplantage vorbei, von der wir am Morgen den Tee getrunken hatten. Dort stoppten wir leider nicht. Dafür an einer Eis-Farm, die aus eigenem Obst Eis herstellen. Für 6$ teilten wir uns einen Becher mit drei Kugeln, was sehr lecker war. Leider wurde uns nichts erklärt und die Farmerin war nicht gerade höflich.

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Für mich das Beste des Tages: Die Eco-Cruise-Tour auf dem Daintree River. In einem überdachten Boot fuhren wir am Ufer entlang und bekamen von dem Kapitän einiges über die Vegetation und Tiere erklärt. Wir wussten, dass es hier Krokodile hat und hielten fleißg Ausschau. Plötzlich bewegte sich was im Busch: Am Flussufer konnte man ein Babykrokodil erkennen. Wir fuhren näher ran und das ca. 1 m lange Kroko sprang ins Wasser. Dort konnten wir es immer noch gut sehen. Wir freuten uns total und das Kleine sah so harmlos aus. Weiter gings flussabwärts und dann das Unglaubliche: Ein riesengroßes, fettes Krokodil mit weeeeeit aufgerissenem Maul lag im Matsch am Ufer. Der Kapitän konnte es gar nicht glauben und meinte sowas hätten sie seit Monaten nicht gesehen. Er erklärte, dass sie das Maul offen haben, dass sie abkühlen weil es so heiß ist. Das Kroko war über unsere Anwesenheit nicht gerade erfreut und machte das deutlich, zumal wir lange da standen, alle Fotos machten und es sich gerade sonnte. Ganz nahe kamen wir an das Tier und das war richtig faszinierend. So einem gefährlichem Tier direkt in die Augen zu schauen, hat was Cooles. Ich freute mich, dass wir die Glücklichen waren und ein großes Krokodil sahen.

Kleines Kroko

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Großes Kroko

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Nach der 45 minütigen Tour gab’s Kaffee und Kekse und weiter gings.
Wir saßen gerade wieder im Bus als sich von der einen auf die andere Sekunde der Himmel zu zog. Es dauerte keine 5 min. als es aus Kübeln goss. Da merkte man die Regensaison auf einmal doch. Der Guide hatte Zweifel, ob wir trotzdem am Fluss schwimmen konnten, weil es auch ein bisschen donnerte.

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So schnell wie der Regen kam, ging er auch wieder und genau als wir im Mossman George Dorf (http://www.mossmangorge.com.au/) ausstiegen, war es trocken. Es kühlte nur leider nicht wirklich ab und wir schwitzten wieder. In dem Aborigini-Dorf wurden wir mit einem großen Bus zum anderen Stück des Regenwalds gebracht. Jeder durfte allein los ziehen und Sandra und ich liefen erst mal über eine sehr Wackelbrücke von wo aus man die schönen Wasserfälle sehen konnte. Danach zog es uns ins Wasser und davor wurde Entwarnung gegeben und wir durften schwimmen. Das Wasser war angenehm kalt und mit Überwindung ging es rein. Dort waren viele große Fische und es waren bestimmt mehr als im Great Barrier Reef 😉 Eine Weile plantschten wir und sogar der Guide war zum Baden gekommen.

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Ganz im Stress gings wieder zurück über einen tollen Wanderweg. Sandra und ich waren so mit Fotografieren beschäftigt, dass wir komplett die Zeit vergaßen. Der Guide meinte der Bus würde nicht warten. Wir kamen noch rechtzeitig und wurden wieder zurück zum Sammelpunkt gebracht.
Mit unserem kleinen Bus gings im Bikini wieder Richtung Cairns. Ein mal stoppten wir, weil hunderte von Kängurus auf einer Koppel saßen und ein anderes Mal, weil wir an einem schönen Aussichtspunkt (Rex Range Lookout) Halt machten. Von dort konnte man das ganze Meer überblicken.

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Nach weiteren eineinhalb Stunden und insgesamt 300 km an diesem Tag waren wir wieder am Hostel und Sandra gab dem netten Guide Trinkgeld, was er gar nicht annehmen wollte. Trinkgeld ist nämlich in Australien nicht sehr gängig. Wir hatten eine total tolle, nette Gruppe und alle verabschiedeten sich super nett.
An unserem letzten Abend gönnten wir uns ein mal im Restaurant essen zu gehen. Es war ein Fish & Chips in Cairns. Sandra bestellte einen Fischteller und ich hatte Canneloni. Dazu gabs guten Wein und wir ließen den letzten Abend in Cairns sehr gemütlich ausklingen.

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Natürlich kamen wir wieder nicht ums Souveniershopping drum rum. Trotz dem Regen am Mittag tropfte der Schweiß nur so.
Da wir am nächsten Tag wieder so früh raus mussten, wurden wir nicht alt und schliefen zeitig. Klimaanlage sei dank !

Grüße von den Krokos
Nadine

Paradise on Rottnest Island

Samstag, 13.02.2016

An diesem Samstag stand die Insel „Rottnest Island“ (http://www.rottnestisland.com/) auf dem Plan. Früh brachen wir auf um die Fähre zu erreichen.
Auf der 19km² großen Insel am Indischen Ozean, in der Nähe von Perth sind Kraftfahrzeuge verboten. Rottnest ist mit 11 Kilometern Länge und 4,5 Kilometer Breite auch gut mit dem Fahrrad zu erkunden.
Die Fähre „Rottnest-Express“ (https://www.rottnestexpress.com.au/) brachte uns in der 25 minütigen Fahrt von Fremantle zur schönen Insel. Der Preis ist mit 75$ pro Person aber echt heftig. Sandra war nicht begeistert, dass das Schiff ein bisschen schaukelte. Der Himmel war sehr dunkel und wir hofften, dass es nicht regnen würde.

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Auf Rottnest suchten wir uns einen Bäcker, kauften Baguette und Käse und tranken einen Kaffee dazu.
Für 20$ pro Person kann man ein Busticket kaufen. Der Bus fährt einmal um die Insel, der Busfahrer erzählt einiges und man kann aus- und einsteigen wo man will.
Am ersten Stopp waren wir weit und breit die Einzigen. Naja nicht ganz. Sehr viele Seelöwen lagen faul im Meer und auf Felsen. Wir saßen ewig da, beobachteten die süßen Tiere und genossen die gute Luft. Es war ein bisschen frisch, aber schön. Es gab sogar ein Fernglas, was super geschickt war. Zwei Schnorchler wagten sich an die Robben und diese beobachteten die Menschen genau. Es war total schön die Seelöwen in freier Natur so ungestört beobachten zu können.

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Das Meer an der Insel hat eine gigantische Farbe. Es hat sehr viele verschiedene Blautöne und ist kristallklar. Im Inland sind nur Büsche und Bäume und das wars. Die Natur hier ist atemberaubend.

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Der nächste Busstop war an einem Salzsee wo es bestialisch stank.

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Nebenan im Meer konnte man schnorcheln. Das Wasser war saukalt, aber mit viel Überwindung ging’s rein. Birgit machte es nichts aus, aber die Weicheier Sandra und ich froren. Leider sahen wir nicht so viele Fische und mussten richtig suchen, aber Birgit machte einige Tiere ausfindig und zeigte sie uns. So auch ein graues Tier das wir alle nicht kannten, was toll aussah.
Nach wenigen Minuten wurde es zu kalt und Sandra und ich flüchteten an Land. Dort sahen wir zwei Lizzards die gar nicht scheu waren.

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Nach einer Mittagspause gingen wir auf die Suche nach den Quokkas. Die kleinen Kurzschwanzkängurus sind das Wahrzeichen von Rottnest. Die frechen Beuteltiere sind nicht scheu und kommen her. Wir saßen auf dem Boden und warteten auf ein Quokka, dass es her kommt. Birgit meinte man müsse keine Angst haben, weil sie lieb wären. Im gleichem Moment attackierte das Kleine freche erst meinen Selfiestick, klammerte sich dann an Sandras Hand fest und biss und kratzte sie. Birgit hatte ein Baguette dabei und mit aller Kraft hielt sich das Quokka daran fest. Das war bestimmt ein total lustiger Anblick wie dieses Mini-kleine Tier uns alle drei verarscht. Wir brachen in totales Gelächter aus und Birgit redete auf das Kleine ein, dass es verschwinden solle.

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Danach suchten wir uns nur noch liebe Quokkas, die uns nicht angreifen wollten. Es wimmelt nur so von denen auf der Insel und wenn die kleinen Kulleraugen einen so lieb angucken, bekommt man weiche Knie.

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Rottnest hat 1696 sogar ihren Namen („Rattennest“) wegen dieser Tiere erhalten, da die Quokkas anfänglich für große Ratten gehalten wurden.
Zu Fuß besichtigten wir einen schönen Leuchtturm, wo man leider nicht hoch konnte.
Eine Weile saßen wir in einem Café und genossen bei traumhaftem Wetter und perfekten Temperaturen den Ausblick auf den weißem Sand und strahlend blaues Meer.

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Kleine Kapelle

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Am Steg saßen wir und warfen unser Baguette ins Meer. Das zog viele Fische an und es machte Spaß die zu beobachten. Da wir über eine Stunde auf die Fähre warten mussten, hatten wir viel Zeit dafür. Ich kletterte in einer waghalsigen Aktion unter den Steg um die Meeresbewohner mit meiner Actioncam zu filmen. Sandra musste mich hochziehen und Birgit dokumentiere alles mit ihrer Kamera.

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Die Fahrt zum Festland war nicht so angenehm. Der Seegang war sehr stark und die Farbe wich aus Birgits und Sandras Gesichtern. Sie waren beide ganz ruhig und mussten sich stark aufs Atmen konzentrieren. Die Wellen spritzen sogar über das große Schiff und dieses neigte sich stark nach beiden Seiten. So schnell werde ich zum Glück nicht seekrank, aber mir war es auch nicht unrecht als die Fahrt vorüber war.

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Weil wir ein straffes Programm hatten, gings gleich zur deutschen Metzgerei, wo wir Snacks für den Abend kauften. Diese hatte viele deutsche Produkte wie Schokolade, Marmelade, Käse und mehr.
Bei Birgit zu Hause konnten wir uns noch schnell richten und dann ging es zum Kino. Auch Chris und Sohn Cian waren dabei. Im Kings Park in Perth war eine überdimensionale Leinwand und auf der Wiese saßen die Australier auf Campingstühlen, Sitzsäcken und lagen sogar auf Betten. Jeder hatte sein Picknick dabei und das sah lustig aus. Mit seiner Größe von 400,6 Hektar zählt der Kings Park zu den größten Stadtparks weltweit und ist sogar größer als der Central Park in New York.
Wir hatten Chips, Cracker, Dips, Wurst, Käse, Gemüse, Obst und Wein dabei, das wir während dem Film genießen konnten. Der Film „Sisters“ war total lustig und auch Sandra kapierte anhand der Szenen um was es ging, obwohl sie die Sprache nicht gut verstehen konnte. Es gab viel zu lachen und auf dem großen Sitzsack den wir mitbrachten, war es echt bequem. Nachts kühlt es aber ordentlich ab in Westernaustralien. Wir hatten einige Jacken und einen Schal an und Sandra fror. Während dem Film rutschte sie näher zu mir, um Wärme zu haben. Ich dachte sie will mehr Platz und rutschte immer weiter weg 😛

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Es war schon spät als wir nach diesem langen Tag zurück kamen und wir alle fielen müde ins Bett.

Liebe Grüße von den attackierenden Quokkas
Nadine

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Life is great

Mittwoch, 20.01. – Dienstag (Morgen), 26.01.2016

Am Mittwoch war ich nochmal beim Beachvolleyball zum zuschauen dabei, was wieder total interessant war. Die Mannschaft gewann 98:34 und Sarah, eine Freundin von Steve, war diesmal auch mit. Wir unterhielten uns gut und es war ein schöner Abend.
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Ich hatte eine sehr tolle Zeit an der wunderschönen Sunshine-Coast. Mein Gastgeber Steve stellte sich als toller Typ heraus. Obwohl er so alt ist wie mein Papa war er wie ein Kumpel. Dafür, dass ich kostenlos wohnen durfte und den Essensvorrat plündern, musste ich nur ein paar Fenster und das Bad putzen und das Geschirr abwaschen. Alles nur kleine Sachen und kein Aufwand.
Steve ist ein richtig toller Gastgeber, lässt mich über das TV-Programm entscheiden, macht mit mir Ausflüge, zahlt dabei alles und ist einfach nur nett. Da könnte man ja gerade meinen, dass er irgend welche Hintergedanken pflegt, aber nein! Keine Anspielungen oder sonst was. Das war ein Sechser im Lotto für mich.
So waren wir zum Beispiel auf dem tollen, großen Sonntagsmarkt in Caloundra, sind durch schöne Wohngegenden gefahren, an die tollsten Strände und an einem Abend waren wir nochmal in Mooloolaba. Dort gab Steve eine Runde Falaffel aus welche wir am Strand genossen und danach wollte ich in ein München-Cafè. Dort war alles bayrisch dekoriert und hatte viele typischen Speisen und Getränke. Endlich gönnte ich mir mal wieder ein gutes, deutsches Bier und einen leckeren Käsekuchen. Die bayrische Besitzerin redete nett mit uns und dachte wir sind Vater und Tochter.

Außerdem frühstückten wir jeden Tag zusammen, weil ich irgendwie immer schon vor 7 wach war und einmal kochte ich Abendessen und einmal Steve.

Steve’s Frühstück – iiih

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Ein paar Mal war ich in der Bücherrei, weil Steve leider kein WLAN hat. Dort ist es total schön und ich war sportlich und bin bei über 30 Grad hingelaufen.

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An einem Abend um 9 fiel Steve ein, dass er Lust auf Eis hat. Wir fuhren dann zum MC Donalds und gönnten uns das leckere 2$ Eis. Ich genieße also meinen Urlaub in vollen Zügen 🙂
Irgendwie wird nichts tun aber irgenwann langweilig und Steve der immer arbeiten muss schlug mir vor ins Shoppingcenter zu gehen. Dieses ist gut zu Fuß zu erreichen. Da hin zu gehen war ein Fehler. Eine Frau einen Tag im Shoppingcenter – gefährlich 😀 So fand ich einige nette Sachen. Überall war Sale, weil die Sommerferien bald vorbei sind (ja richtig gelesen: hier ist Sommer)
Am Samstag gab es ein Fest in Moloolaba. Es war ein bisschen wie der Schäferlauf bei uns im Ort. Mit Fahrgeschäften, Fresständen, guter Musik und vielen Leuten. Das Highlight war ein Feuerwerk um 8. Dieses war unbeschreiblich und ging ganze 15 Minuten. So saßen wir am Strand und es sah aus als würde der ganze Himmel leuchten. Es gab außerdem eine faszinierende Lasershow gleichzeitig und man wusste gar nicht wo man hinschauen sollte. Ich hatte mich schon mittags mit dem 28 jährigen Australier Matt getroffen, mit dem ich den Tag im Shoppingcenter verbrachte. Seine Mutter die ich nicht kannte lud mich netterweise zum Abendessen ein. Sie kochte leckeres Omelette und Reis mit Gemüse und fuhr uns zum Feuerwerk. Wir bummelten noch eine Weile über den Jahrmarkt und wurden wieder von Matts Mutter abgeholt.

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Am Sonntagabend erzählte mir Steve, dass seine Nachbarn ausgezogen sind und dass er eine Idee hätte. Somit tat ich was, was ich sonst nie gemacht hätte. Wir schlichen um 8 abends an einem heißen Tag auf dieses Grundstück, weil es einen großen Pool gab. Dort war ein hohes Tor, das nicht aufging. Es sah aus als wurde dieses noch nie geöffnet. Ich fragte Steve ob es keinen anderen Eingang gäbe und er verneinte. So fing ich an über dieses Tor zu klettern. Als ich meinen Fuß auf die andere Seite vom Tor schwang, rutschte ich und fiel. Tja die kleinen Sünden. Es kam mir vor wie in Zeitlupe als ich Steve zuschrie, er solle mich auffangen. Keine Ahnung wie er das geschafft hat, aber er fing mich auf. Ich weiß nicht was passiert wäre, wenn ich mit dem Hinterkopf auf den Steinboden geknallt wäre. Nochmal sehr viel Glück gehabt.
Wir fanden Steinplatten und somit konnten wir einfach über den Zaun klettern und schafften es unverletzt auf die andere Seite.
Ich hatte total Angst, dass es Kameras gibt oder irgend jemand kommt. So hatte ich nur kurz die Füße im Wasser und suchte einen anderen Ausgang. Steve schwamm ein bisschen. Auf der anderen Seite fand ich ein Tor das total einfach zu öffnen war. Ich machte daraufhin erst mal Steve zur Sau. Damit hätte ich mir die Kletteraktion ersparen können. Für solche Abenteuer bin ich zu alt 😉
Weil mein Auto auf der Farm ziemlich dreckig geworden ist und es heiß war, stand ich bei 30 Grad da und machte mehr mich beim Putzen mit dem Schlauch nasser als Brissie. Danach glänzte sie wieder wie neu.
Ein paar Mal war ich joggen, aber es ist echt anstrengend, wenn es selbst Abends noch so warm und vorallem schwül ist. Steve geht auch laufen und so sind wir ein Mal zusammen nach Kawana Island gefahren. Dort gibt es einen total schönen Weg am Fluss entlang wo man alle Luxusvillen sieht. Dieser ist 6,5 km lang und war super zu laufen. Steve ist nicht so schnell und so war es nur ein Spaziergang.

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Unterwegs sah ich an einem Mittag eine europäische Bäckerei und hielt an. Als ich ein Schokocroissant bestellte, kam mir der Azent der Bäckerdame sehr bekannt vor. Die 50 jährige Barbara kommt auch aus Deutschland, aber lebt seit 1982 in Australien. Wir unterhielten uns total nett und zufälliger Weise kommt sie aus einem Dorf nur 40 km von mir weg. Sie schenkte mir eine Brezel und sagte ich solle mal wieder kommen um hallo zu sagen. Außerdem sagte sie, dass eine andere Deutsche „Anne“ auch in der Bäckerei arbeiten würde.
An meinem letzten Tag regnete es aus Kübeln. Eigentlich wollte ich früh nach Brisbane aufbrechen aber schlief lange. Steve lud mich zum Abschied in die Europabäckerei ein. Dort traf ich die deutsche Mitarbeiterin Anne die genau so nett war wie Barbara. Sie kommt aus Norddeutschland, aber wohnt schon über 10 Jahre hier. Nach unserem Frühstück umarmte sie mich herzlich.

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Da Steve Automechaniker ist, guckte er nach meinem Auto, machte einen kleinen Service und sagte ich habe ein sehr gutes Auto und alles wäre super. Das fand ich nett, dass er danach guckte.
Alles in allem war es eine tolle, relaxte Woche mit einigen Strandbesuchen im schönen Kawana mit einem super Gastgeber. Ich bin froh, dass ich dieses Risiko eingegangen bin zu einem fremden, allein stehenden Mann zu fahren. Wer nicht wagt…

Mein Zimmer

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WohnzimmerIMG_5086 (FILEminimizer)

Küche

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Terrasse

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Weil Steve mir alles zahlte und ich nicht viel Hausarbeit machen musste, kaufe ich seinen teuren Lieblingskaffee, Pralinen und schrieb eine Dankeskarte. Er war total überrascht und meinte das sei nicht nötig gewesen. Er ist echt bescheiden.
Steve verabschiedete sich sehr herzlich, sagte ich könne jederzeit wieder kommen und meinte er freut sich über Gesellschaft.
So machte ich mich auf nach Brisbane.

Grüße vom Strand
Nadine

haphazard, homeless and jobless

Donnerstag (Mittags), 14.01. – Dienstag, 19.01.2016

So war ich also obdachlos, arbeitslos und planlos aaaaaber glücklich ! Das ist das Gefühl das ich am Reisen total liebe. Man braucht keinen Plan. Man muss nicht wissen, was morgen ist. Man lässt sich treiben. Dabei kommen meistens die besten Sachen raus. Nun habe ich ein bisschen Geld gespart und muss mir auch ums Finanzielle erst mal keine Sorgen machen. Es ist ein totales Gefühl von Freiheit hingehen zu können wo man möchte. Keiner wartet auf einen, kein Job der einem ein begrenztes Urlaubslimit gibt, kein Hindernis, einfach nur Unbeschwertheit.
In aller Ruhe fuhr ich dann zu Lyn ins zwei Stunden entfernte Toowoomba.

Der Cro hat sein Nest in Australien (der Cro war übrigens in meiner Parallelklasse in der Berufsschule)

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Das ist Brett`s Mutter bei der ich ja an Weihnachten schon war. Diese freute sich total, dass ich sie nochmal besuchen kam. Auch ich war wieder von ihrer Herzlichkeit begeistert.
Die Enkelkinder Aria und Ryley waren da, die ich ja schon kannte. Wir spielten ein bisschen, aßen zu Abend und ich ging früh ins Bett.
Am nächsten Tag schlief ich lange und machte mich nach dem Frühstück auf zu der Mutter der beiden Kinder, Renae. Auch diese war total froh mich wieder zu sehen. Den ganzen Tag verbrachte ich bei über 30 Grad und strahlendem Sonnenschein mit meinen Füßen im Pool und relaxte.

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Außerdem hüpfte ich mit den Kindern auf dem Trampolin und spielte Spiele. Zum Abendessen durfte ich auch bleiben und es gab super leckeres gebratenes Gemüse und Nudeln. Es war schon spät als ich mich verabschiedete und Lyn hatte in der Zwischenzeit angerufen und gesagt, dass ich bei ihr schlafen solle, bis ich weiß wo ich hin will. Das fand ich sehr gut, zumal ich immer noch nicht wusste, wo ich hin sollte. Seit über zwei Wochen hatte ich mich für Fruitpicking (Obstpflücken) Jobs beworben um ein bisschen Taschengeld zu verdienen bis meine Tante kommt. Leider ist derzeit einfach nicht die richtige Saison und so blieb die Suche nach ca. 200 Bewerbungen erfolglos.
So fuhr ich wieder zu Lyn und übernachtete eine weitere Nacht dort. Am nächsten Morgen war ihre 85 jährige Mutter Esme gekommen. Zusammen gingen sie auf einen Geburtstag. Es regnete den ganzen Tag in Strömen und ich setzte keinen Fuß vor die Türe. Es hatte nur 11 Grad, ich lag im Bett und arbeitete an meinem Blog bis abends. Es ist so ein unbeschreiblicher Luxus endlich wieder WLAN, geschweige denn gutes Internet und Telefonempfang zu haben. Zwischendurch kochte ich nur kurz und kuschelte mich dann schnell wieder ins warme Bettchen.

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Um 8 saßen wir am nächsten Morgen (Sonntag) am Frühstückstisch und gingen alle drei in die Kirche. Das war die selbe wie an Weihnachten. Auch diesmal war der Gottesdienst super modern, die Liedtexte waren auf der großen Leinwand, die Band spielte sehr viele Lieder und der erst 26 jährige Pfarrer hielt eine sehr berührende Predigt über Sünden. Es wurde ein sehr schönes Video gezeigt und ich hatte die ganze Zeit über Gänsehaut. Vor dem letzten Lied bat der Pfarrer alle Leute die wollten vor zum Kreuz um die Sünden zu Gott zu bringen. Während dem schönen Lied gingen erst einige Afrikaner vor und dann auch sehr viele Australier. Sie legten sich alle die Hände auf die Schultern. Das war ein total bewegender Moment und in der Kirche blieb fast kein Auge trocken. Es war einfach unbeschreiblich berührend wie alle vor dem Kreuz standen und Fremde sich in den Armen hielten. Auch Lyn nahm mich mit vor. Als das Lied aufhörte lernte ich Wendy kennen. Diese und Lyn beteten für mich, was ebenfalls sehr emotial war. Dieses Moment werde ich so schnell nicht mehr vergessen. Man spürt einfach die Gemeinschaft in dieser Kirche, obwohl diese mit ca. 700 Besuchern jeden Sonntag sehr groß ist.
Nach der Kirche machten wir nochmal einen Abstecher zu Renae und nach dem Mittagessen brach ich auf. Lyn war total süß und gab mir Wasser und eine Lunchbox mit und wünschte mir alles Gute. Auch sie sagte, dass ich jederzeit wieder kommen und sie um Rat fragen kann – ich liebe die Aussies!
Über ein Internetportal hatte ich einen Mann gefunden, der einen sogenannten „Homestay“ anbietet. In Kuala Lumpur (Malaysia) hatte ich ja bereits Couchsurfing ausprobiert und dieses Prinzip ist das selbe. Ich war mir nicht ganz sicher, weil es bei einem allein lebenden Mann ist und ich als Frau allein bin. Am Telefon hörte er sich sehr nett an, arbeitet auch mit der Uni zusammen und hat oft Studenten da. Da das ja nichts heißen mag, gab ich sicherheitshalber meiner Freundin seine Handynummer und die Adresse und sagte sie solle die Polizei holen, falls ich mich nach zwei Stunden nicht melde.
Nach knapp drei Stunden Fahrt kam ich in „Kawana“ an der schönen Sunshine Coast an. Diese ist nicht so überlaufen wie die Bekanntere Gold Coast.
Mein Gastgeber Steve, circa mitte 40, empfing mich freundlich. Das Haus ist riesig und er sagte er arbeitet den ganzen Tag und findet es schade, wenn es immer leer steht. Er macht einen vernünftigen Eindruck. Bei einer Tasse Kaffee saßen wir auf der Terrasse und er erzählte mir von seinen Reisen. Da er selbst schon oft unterwegs war, weiß er wie teuer die Unterkünfte sind und freut sich gegen ein bisschen leichte Hausarbeit sein Haus und Essen zur Verfügung zu stellen. Es hat drei leere Zimmer und ich bekam eins davon das möbliert ist.
Wir fuhren ins nahgelegene Mooloolaba, er zeigte mir die Einkaufsstraßen, den wunderschönen Strand und lud mich auf eine Falaffel ein. Steve kannte viele Leute in dem schönen Örtchen die mir alle sagten er sei ein total cooler und netter Typ. Danach machten wir einen Abstecher zur „Kawana Island“ wo es einen schönen kleinen Strand gibt. Die Häuser sind direkt am Fluss und einige haben ein Boot mit dem sie gleich los fahren können. Sehr lustig.
Nach einer Weile vor dem TV ging ich früh ins Bett.
Am nächsten Tag war ich erst Mal im nahegelegenen Shoppingcenter einkaufen, da ich nichts mehr zu essen hatte.
Die Motivation packte mich und so machte ich mich auf zum Joggen. Der Strand ist nur eine Gehminute weg und so war das geschickt. Auf der Farm habe ich zwar Muskeln bekommen, aber die Kondition hat stark nachgelassen. Nach 5 Kilometern bei 30 Grad war ich geschafft und gönnte mir eine lange Pause im Sand, wobei ich den Surfern zuschaute.
Abends fuhr ich wieder nach Mooloolaba wo ich den schönen Sonnenuntergang am Strand genoss und durch die Geschäfte bummelte. Das ist Urlaub und ich war total glücklich und zufrieden.
Am Dienstag wachte ich erwartungsgemäß mit Muskelkater auf. Schon um 7 war ich fit und fuhr das dritte Mal nach Mooloolaba. Es war sehr viel los, total warm und die Sonne schien. Den ganzen Tag verbrachte ich da, machte einen Abstecher zum Mc Donalds wo das WLAN leider nicht ging und fuhr zurück. Steve brachte Dominos Pizza mit und wir saßen auf der Terrasse bis es dunkel wurde. Er hat jeden Dienstag Beachvolleyball und ich wollte mit.
In der Halle wo er spielt, war die Hölle los. Drinnen gab es zwei Netball-Felder und draußen zwei Beachvolleyball-Felder. Es war immer noch schön warm. Die russische Freundin von Steve’s Spielkollege war auch da und die ganze Zeit unterhielten wir uns super. Das Spiel ging 45 min. und Steve’s Mannschaft gewann. Ich hatte richtig Spaß beim Zuschauen und der Sport sieht nach viel Fun aus. Danach saßen wir alle noch ein bisschen zusammen und tranken ein Bier. Die Mannschaftskollegen waren sehr nett zu mir und es gab viel zu lachen.
Steve und ich guckten noch eine sehr interessante Dokumentation im TV. Ein Mann hatte ein Krokodil gerettet, dass Schusswunden hatte. Zwanzig Jahre trainierte er mit diesem und die beiden sind beste Freunde geworden. Er schwamm mit dem Krokodil, es kam ihn zu Hause besuchen und er war der Einzige dem das Krokodil vertraute. Sobald seine Tochter 18 wäre, würde er mit ihr und dem Tier trainieren. Krokos können nämlich über 100 Jahre alt werden. Leider starb das Krokodil dann ganz unerwartet irgendwann natürlichen Todes. Das war sehr traurig.

Grüße von der traumhaften Sunshine-Coast (Paradies)
Nadine

We have all the time in the world

Dienstag, 03.11.2015 (Melbourne-Cup day)

Der Melbourne-Cup ist das größte Pferderennen der Welt. in Australien wird es gefeiert wie z.B. ein WM Spiel bei uns. Alle sind aus dem Häuschen und jeder redet darüber. Das ganze Jahr über wird auf diesen Tag hingearbeitet und viele Leute schließen Wetten ab. Wir haben unseren Tag aber anders verbracht.

Eigentlich wollten Aylin und ich in den Freizeitpark „Dreamworld“. In einer Internetrecherche hatte Aylin die Eintrittspreise raus gesucht. Diese waren für uns ok. Ich wollte nur kurz die Adresse raus suchen und hatte mit 95$ pro Person noch mal einen ganz anderen Betrag gesehen. Dann stellte sich heraus, dass die Preise die Aylin gesehen hatte nur „ab“-Preise waren und für kleine Kinder galten. Wir hatten schon alles gepackt und waren kurz vor dem los fahren, aber diese horrenden Eintrittspreise waren uns schlichtweg viel zu viel. Als Backpacker gönnt man sich das nicht einfach so, zumal wir auf der Farm dafür 2 Tage arbeiten müssten.
Als ich gerade gemütlich am Pool saß unterhielten sich andere deutsche Backpacker über ihre Pläne. Wir schlossen uns ihnen an und in einer 50 minütigen Fahrt gings über achterbahnartige Straßen zum „Numinbah Valley“. Zuvor suchten wir aber noch mit meinem Auto das Auto der Jungs. Diese wussten nicht, dass man kostenlos am Hostel parken kann und hatten ihr Gefährt am anderen Ende der Stadt abgestellt.
In dem Nationalpark der im Regenwald lag, herrschte eine drückende Hitze. Auch der Regen änderte daran nichts. Während Dirk und ich auf dem Dach meines Auto rum kletterten um heraus zu finden, wie man die Spanngurte festzurrt, kochten die anderen Jungs sich Nudeln mit Pesto auf dem Parkplatz. Zitat von Dirk: „Also Zuhause würden jetzt alle drängeln und Stress machen und beim Reisen hat man einfach so viel Zeit, dass es nichts ausmacht zu warten.“ Recht hat er. Kommentar von einem anderen: „Zuhause würde man auch nicht einfach so eine Stunde zu einer Höhle fahren.“ Ich dachte ich wäre zu dumm um das Prinzip der Spanngurte zu verstehen, aber keiner der vielen Jungs bekam es hin.
Im Gänsemarsch gings hintereinander her durch den Regenwald über die schöne „Natural Bridge“ bis wir an der Höhle ankamen. Diese war nur klein und halb offen, sodass man sie von außen komplett sehen konnte. Die Strafe fürs baden wäre 1000$ gewesen, was unser Geldbeutel nicht her gab. Daneben war nämlich ein schöner Wasserfall, aber das ließen wir dann doch lieber.
Dank der Apps Wiki-Camps fanden wir eine tolle Badestelle, mit dem Auto nur 5 Minuten entfernt. Dort gabs ein Seil und die Jungs machten einige Stunts. Wir Mädels ließen es lieber, weil das Wasser an dieser Stelle nicht tief genug war.
Die anderen hatten keine Lust mehr, aber Aylin und ich ließen es uns an unserem letzten gemeinsamen Abend nicht nehmen nochmal feiern zu gehen. Es gab wieder ein Freigetränk und kostenlosen Eintritt in den „Beergarden“. Dort war brasilianische Nacht, aber fast nichts los. Auch die Musik war schlecht und so gingen wir sehr früh wieder heim. Danach saß ich noch mit ein paar anderen auf der Terrasse vom Hostel und quatsche noch eine Weile.

Grüße aus dem Regenwald
Nadine

 

Höhle

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Badestelle

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Grenze zu New South Wales

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Backpackeressen (vegetarische Würstchen und Dosenspaghetti)

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