Cold night

Sonntag, 09.09.2018

Eine sehr kalte und windige Nacht im Busch

Die Nacht war wie erwartet sehr kalt und unruhig und als die Sonne aufging, kletterte ich aus dem Zelt. Der Wind pfiff noch stärker als am Vorabend und das Camp sah ziemlich verwüstet aus. Ich packte mich in mehrere Jacken und eine Decke ein und sammelte den Müll ein der überall verteilt lag. Es war so  unglaublich kalt und leider brannte das Feuer nicht mehr. Es gab auch nicht mehr viel Holz und ich hoffte es würde noch genug sein um Frühstück zu machen. Sehr lange stand ich da und versuchte das Feuer anzubekommen. Der Wind machte es mir nicht leicht und die Streichhölzer waren fast aufgebraucht. Ich suchte mir trockenes Gras, kippte ordentlich Paraffin darauf und dann brannte es endlich langsam. Dann kamen meine beiden Gäste und ich machte Rührei. Auch den übrig geblieben Speck wärmte ich nochmal auf. Zum Glück gab es Toastbrot und ich musste kein Brot backen. Das Frühstück war sehr gut und ich genoss mein Nutellabrot das das Pärchen für mich geschmiert hatte.

Die Pfanne sauber zu machen ist ein heiden Geschäft und man muss ordentlich schrubben. Zum Glück gibt es hier sogar einen Wasserhahn. Ich versprach den beiden, dass sie warm duschen könnten und wusste nicht, dass ich dazu Feuer unter dem Boiler machen muss. So hatten die zwei nur eiskaltes Wasser und das tat mir echt leid. Das Holz reichte gerade noch fürs Frühstück und dann war das Feuer aus und nur noch Glut da.

Wir packten alles zusammen, zogen die Betten ab und ich räumte alles sauber auf. Dann fuhren wir mit dem riesigen Jeep los und machten eine Safari. Hier herrscht ja Linksverkehr und somit ist das Lenkrad rechts. Es ist ungewohnt mit links zu schalten und da ich sonst nur Automatik fahre, musste ich mich erst mal dran gewöhnen. Als wir los fuhren war es noch genau so kalt. Die Franzosen saßen mit Schal und Mütze aneinander gekuschelt auf dem offenen Jeep und auch ich fror total. Wir hatten aber wahnsinniges Glück und konnten fast alle Tiere sehen. So trafen wir auf Zebras, Giraffen, Elands, Impalas, Oryx und vieles mehr. Mit den Ferngläsern konnten wir die Tiere in Ruhe beobachten und ich machte Fotos von den beiden. Das war nochmal ein richtig cooler Abschluss dieses coolen Bushcamps.

Um halb 12 waren wir zurück an der Lodge und ich war super glücklich, dass ich alles so gut allein hin bekommen hatte. Die beiden bedankten sich total oft und meinten ich wäre ein toller Gastgeber gewesen und hätte alles so gut gemacht. Da war ich echt froh.

Um 15 Uhr waren wir im Stall, weil es um 16 Uhr mit einem Sundowner-Ritt weiter ging. Wir waren zu viert und wieder waren die Franzosen dabei. Die Pferde hatten den Weg zurück gefunden und ich hatte Pewa. Der Ritt war super und wir waren pünktlich am Sonnenuntergangsplatz. Der Sundowner war wie immer super toll und der Gin-Tonic schmeckt hier immer noch am besten.

Püntlich zum Abendessen um halb 8 waren wir zurück.

Liebe Grüße aus dem Busch
Nadine

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