Back home (emotional day)

Dienstag, 12.07.2016

Der letzte Tag. Das war mir sogar bewusst, als ich mich nach 4 Stunden Schlaf das letzte Mal aus meinem Stockbett quälte und wie immer fast die Leiter runter fiel, weil Lena unsere Handtücher dort hingehängt hatte. Lena und die anderen im Zimmer schliefen noch tief und fest und ich war neidisch. Es ist schwierig möglichst leise im dunklen Zimmer zu packen, dabei am besten nichts zu vergessen und so effizient zu packen, dass man den Rucksack noch zu bekommt. Diese Zeiten sind nun auch vorbei und bald habe ich wieder einen Kleiderschrank. Nach dem Duschen lag ich perfekt in der Zeit und hatte es tatsächlich geschafft niemanden zu wecken.
Vor dem Hostel bestellte ich mir ein Uber (privates Taxi) und beim Warten traf ich einen netten jungen Mann. Jobe ist aus Australien und da er auch zum Flughafen musste, teilten wir uns das Taxi. Die Fahrt ging eine Stunde und wir hatten viel Zeit uns zu unterhalten. Zufällig fliegt der Australier auch mit demselben Flieger wie ich. So konnten wir am Flughafen gemeinsam einchecken, aber bekamen leider keine Sitze mehr nebeneinander. Zum Glück war ich wie immer über 3 Stunden vorher da, denn Eurowings ist die reinste Chaos-Fluggesellschaft. Laut meinem Ticket bekomme ich ein Rail&Fly Ticket dazu, welches ich schon vorher im Internet erfolglos versuchte zu buchen. Am Flughafen wusste keiner Bescheid und niemand konnte mir helfen. Ich durfte vom Flughafentelefon bei Eurowings anrufen und auch dort wusste keiner wie ich an ein Ticket komme. Im Internet war der Button zur Buchung ausgegraut. Sage und schreibe eine Stunde machte ich deswegen rum und keiner konnte mir helfen. Jobe tat mir leid, aber er wollte auf mich warten. Da dies der günstigste Flug war, musste ich nach Köln fliegen und muss von da aus den ICE nach Stuttgart nehmen.
Da die Sicherheitskontrolle so lange dauerte (diese war mit Nackscanner für jeden und sehr genau), konnten wir uns im vorbei rennen ein Brötchen kaufen und joggten dann ans Gate am anderen Ende vom riesigen Flughafen. Ich hasse es mit so viel Gepäck rum zu laufen und selbst mein Handgepäck hat statt der erlaubten 7 sage und schreibe 12 kg. So bin ich also mit über 30 kg, einer Decke, einem Kissen, einem Motorradhelm, 2 Jacken und einer Kameratasche unterwegs. Jobe nahm mir netterweise was ab. Der Flieger hatte ein bisschen Verspätung und wir mussten noch warten.

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Im Flugzeug fragten Jobe und ich unsere Nachbarn, ob wir die Sitze tauschen könnten, aber leider ohne Erfolg. Er saß ganz vorne und ich in der Mitte vom Flieger. Der Anfang vom Flug war noch ok und das Wetter war schön als wir in Bangkok abhoben. Der nette Pilot Andreas Claudius gab mir gleich ein gutes Gefühl und erklärte viel. Besonders wenn man von dieser dummen Flugangst geplagt ist, fühlt man sich sicherer, wenn der Pilot viel erklärt und sich gleich freundlich durchs Mikrofon vorstellt. Leider ist der Service bei Eurowings sehr abenteuerlich. Keiner der Stewardessen wusste was sie tut und sie hatten nicht mal Wechselgeld. Was ich sehr unhöflich fand: Sie sprachen alle Leute einfach auf Deutsch an, obwohl auf dem Flug von Bangkok nach Köln natürlich auch viele Leute aus anderen Ländern dabei waren. Meiner Sitznachbarin aus England musste ich so alles übersetzen und obwohl sie die Stewardessen mehrmals darauf aufmerksam machte, redeten diese auf Deutsch weiter. Manchmal konnten sie zwischendrin auch Englisch, aber vergaßen das beim nächsten Rundgang wieder. Als das Essen kam, hatte ich Nudeln mit Bolognese vor mir. Als Vegetarier kann man das natürlich nicht essen und ich wollte nach einer Alternative fragen. Ich klingelte und musste fast 20 Min. warten, bis eine sehr unfreundliche Stewardess kam. Sie sagte sie hätte nichts anderes da und ich müsse das essen. Nach einigem hin und her fiel ihr ein, dass die Bolognese vegetarisch sei. Auf der Rückseite vom Essen stand tatsächlich in den Zutaten, dass es sich um Tofu handelte. Da muss man auch erst mal drauf kommen und nicht mal meine Sitznachbarin hat den Unterschied geschmeckt. Mein Essen war mittlerweile kalt und es war so wenig, dass ich nicht mal annähernd satt wurde. So einen großen Hunger habe ich ja nun auch nicht, aber wenn es schon mich nicht sättigt, wie soll ein großer Mann dann von diesem Essen satt werden?

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Während dem Flug hatte ich viel Zeit nachzudenken. Ich wollte keine Filme schauen und hörte nur Musik und spielte Spiele auf dem TV. Irgendwie total krass, wie schnell 498 Tage vergehen. Mir kommt es vor als wäre ich gestern in Frankfurt los geflogen. Nun verlasse ich Bangkok, wo vor fast eineinhalb Jahren meine große Reise begonnen hat. Die Erinnerungen und die Lebenserfahrung wird mir keiner nehmen können. Natürlich freue ich mich auf Zuhause und bin total aufgeregt meine Familie, Freunde und Tiere wieder zu sehen. Die Aufregung wuchs mit jedem Kilometer dem ich Köln näher kam.
Der Flug zog sich ewig und vor allem wenn man etwas entgegen fiebert, geht die Zeit nicht rum. Des Öfteren lief ich zur Verärgerung meiner Sitznachbarin zu Jobe vor. Wir wollten uns unterhalten, aber es war nicht so einfach einen Platz im Flieger zu finden, wo wir keine anderen Passagiere oder Stewardessen behinderten. Ständig wurden wir weg gescheucht und bekamen Ärger. Jobe ist richtig nett und er fliegt weiter nach London und bleibt dort ein paar Monate. Wir machten aus, uns auf dem Stuttgarter Wasen zu treffen, denn dort will er auch hin. Ewig redeten wir über Australien, das Reisen und verschiedene Kulturen. Ganz schnell kam ich aus der Ruhe, als das Flugzeug wackelte und umklammerte fest den Notsitz. Als es kurz aufhörte, verabschiedete ich mich von Jobe und rannte schnell zu meinem Platz zurück. Leider fingen die Turbulenzen da erst richtig an und die Anschnallzeichen leuchteten konstant. Meine Hände waren wieder total nass, aber ich wollte stark sein und es ohne Beruhigungsmittel überleben.
Nach 12 Stunden hatte ich es endlich geschafft und Jobe sagte ich hätte ihm leid getan und bei jedem Ruckeln hätte er an mich denken müssen. Leider wollte Deutschland mich nicht herzlich willkommen heißen und es war stark bewölkt und saukalt. Nur 20 Min. hatte ich dann Zeit bis mein ICE kommen sollte. Bis der Bus zum Flughafengebäude kam, verging Zeit und dann musste ich mich kurioser Weise an der Schlange zur Passkontrolle anstellen wo auch die Ausländer standen, anstatt einfach zum Reisepasslesegerät gehen zu können, wie es für Deutsche normal ist. Die Schlange war endlos und ich dachte das darf nicht wahr sein. Ein Mann bekam mit, dass ich es eilig hatte und sagte ganz laut ich sollte mich vordrängeln. Als ich das nicht machen wollte, schob er mich einfach an den Anfang der Schlange. Der Engländer war einfach sehr nett. Leider brachte mir das keinen Vorteil, denn die Koffer waren noch nicht da. Als mein Backpack endlich als einer der letzten kam, fuhr gerade der ICE. Das hieß für mich noch eine Stunde länger warten und eine Stunde später nach Hause kommen. Eigentlich wäre mein Flieger nämlich schon mittags um halb 3 gelandet, aber dann hatte sich ein paar Wochen nach meiner Buchung die Ankunft auf halb 7 geändert. Das war sehr stressig für mich, denn von meiner Familie wusste keiner, dass ich komme und ich wollte niemanden nachts aufwecken.
Am Fahrkartenautomat traf mich fast der Schlag, als diese dumme Zugicket von Köln nach Stuttgart 100€ kosten sollte. Meine Wut auf Eurowings wuchs. Der zweite Schock kam, als ich feststellte, dass meine Kreditkarte weg war. Diese habe ich wohl in Bangkok verloren. Keine Ahnung wie das geht, aber meine EC-Karte war auch weg. Natürlich hatte ich auch noch kein Euro und so wusste ich nicht, wie ich das Ticket bezahlen sollte. Ich verfluchte alles und hatte schon keine Lust mehr auf Deutschland. Die Rettung war meine zweite Kreditkarte mit der ich das vergoldete Ticket erstand. Keiner konnte mir helfen auf welches Gleis ich musste und eine verständliche Anzeige suchte ich vergeblich. Außerdem war das Gleis am ganz anderen Ende vom Flughafen und ich war fix und fertig bis ich da war.
Mein Zug zum Hauptbahnhof Köln war zu meiner Verwunderung pünktlich. Es regnete, ich wusste nicht, ob meine Familie noch wach sein würde bis ich zu Hause ankomme und ich war genervt. Meinen Onkel hatte ich als Einzigen eingeweiht und wollte ihm schreiben, wann ich ankomme, weil er mich vom Stuttgarter Bahnhof abholen sollte. Zum Glück hatte ich das noch im WLAN vom Flughafen getan, denn meine deutsche SIM-Karte passte nicht in mein Handy. Als ich Deutschland vor fast eineinhalb Jahren verlassen hatte, besaß ich nämlich noch mein IPhone 4 und mittlerweile hab ich das 5er und die Karte muss jetzt kleiner sein. Mit meiner Nagelschere versuchte ich verzweifelt die Karte auf die richtige Größe zu bringen, aber scheiterte. Warum muss alles schief gehen? Ich konnte es nicht verhindern und Tränen rollten meine Wange runter. Eine Frau neben mir schaute mich mitleidig an, weil die Tränen nicht mehr aufhören wollten. Beim Ausstieg am Kölner Hauptbahnhof sagte sie zu mir, dass alles wieder gut wird und ich nicht traurig sein sollte. Da musste ich nur noch mehr heulen. Ich kam mir vor wie ein kleines Kind. Unter Tränen versuchte ich mein schweres Gepäck die vielen Stufen im Bahnhof hoch zu schleppen und fiel fast rückwärts wieder die Treppe runter. Alle Leute starrten mich an und keiner half mir. Warum verdammt nochmal sind die Deutschen so unfreundlich? Im Ausland würde sofort jemand Hilfe anbieten. Keuchend kam ich an meinem Gleis an und saß auf dem Boden und heulte vor mich hin.
Die Stufen vom ICE sind so hoch, dass mir mein Gepäck aus der Hand fiel, aber das interessierte natürlich auch keine Sau. Die Anzeige verriet nicht, ob der Zug nach Stuttgart fuhr und die anderen Zuggäste hatten dasselbe Problem. Es dauerte lange bis wir alle raus fanden, dass es der richtige Zug war.
Die Fahrt dauerte zweieinhalb Stunden und ich war so fertig, dass ich einschlief. Zum Glück stellte ich mir den Wecker und wachte somit rechtzeitig auf. Als ich meinen Onkel Oli am Bahnsteig sah, war der ganze Ärger vergessen. Vor 498 Tagen hat er mich genau an diesem Gleis verabschiedet. Natürlich war die Freude total groß und ich war glücklich, dass er mich geholt hatte. Meiner Familie hatte er gesagt er habe eine Schulung von der Arbeit aus und müsse gehen. Weil ihm niemand so recht glauben wollte, fuhr er extra an seinem Büro vorbei und machte ein Foto, dass er gleich an alle verschickte. Er sagte er würde wieder kommen und so schaffte er es die Geburtstagsgesellschaft von meiner Oma zusammen zu halten. Das Datum am Geburtstag meiner Oma hatte ich mir nämlich bewusst raus gesucht. Die Fahrt vom Bahnhof ging schnell und dann standen wir wieder vor unserem Haus. Ein komisches Gefühl, richtig unwirklich.
Weil meine Familie irgendwas ahnte, ging mein Onkel allein ins Haus und ich versteckte mich im Dunkeln davor. Leider war es eiskalt und regnete in Strömen und ich fror total, weil ich gleich patschnass war. Nach 10 Min. wollte ich mit meiner Familie skypen, weil ich ihnen erzählt hatte, dass eine Doku im TV über mich kommen würde ich es quasi „live“ mit verfolgen wollte. Leider habe ich ja wie gesagt ein neues Handy und kann das WLAN Passwort von Zuhause nicht auswendig. So lief ich einfach zu unserer Tür rein und stand mitten im Wohnzimmer. Alle guckten mich an, als ob sie einen Geist gesehen hätten. Es war ein Wiedersehen mit viel Geheule, herzlichen Umarmungen und natürlich freuten sich alle total. Meine Oma hat für sowas einen siebten Sinn und wusste irgendwie, dass ich komme, obwohl mein Onkel dicht gehalten hatte. Auf meine Nachfragen vor einigen Tagen sagte ich ihr immer wieder ich würde 2 Wochen später kommen. So hatte meine Familie mittags schon geschaut, wann Flieger von Bangkok an diesem Tag landen würden. Das Gelächter war groß, als ich gefragt wurde was ich trinken will und nach einem Wasser fragte. Natürlich hatten wir uns viel zu erzählen und ich genoss es total nach so langer Zeit mal wieder mit der Familie zusammen zu sitzen. Mit einem Sektchen stießen wir auf meine Rückkehr an und saßen bis spät in die Nacht zusammen. Alle mussten am nächsten Tag arbeiten, aber mein Bruder ließ es sich nicht nehmen, mit mir mein Zimmer zu erkunden. Ich fühlte mich, als ob ich mein Zimmer noch nie gesehen hätte und alles war neu. Woher kommt das ganze Zeug? Gehört das alles mir? Als ich meinen Kleiderschrank sah konnte ich nicht glauben wie viele Klamotten ein Mensch besitzen kann. Und wie viele Schuhe da waren… Wann soll ich das alles anziehen? Eine Stunde entdeckte ich immer neue Sachen und fühlte mich als ob es Weihnachten und Geburtstag gleichzeitig wären.
Mit vielen Emotionen und neuen/alten Eindrücken legte ich mich ins Bett. Mein eigenes Bett, ohne 30 andere Leute im Raum. Kein Stockbett. Alles war so ruhig und ich vermisste es schon jetzt nicht mehr einfach so mit jemandem reden zu können, wenn ich nicht schlafen konnte.
Vor lauter Aufregung war ich noch lange wach. Nun bin ich also wieder in Deutschland und bin sehr gespannt wie es weiter geht.
Deutschland hat mich wieder
Nadine

Last day on my travels

Montag, 11.07.2016

Unser letzter Tag zu dritt und der letzte Tag auf meiner Reise brach an und mir wurde immer bewusster war das hieß. Vom einen auf den anderen Tag wird dieses Abenteuer vorbei sein. Als ob nichts gewesen wäre bin ich dann wieder Zuhause.
Jonas war morgens wieder beim Joga und Lena und ich liefen zur Zugstation um ihn dort zu treffen. Wir machten aus uns beim gleichen Eingang vom Vorabend zu treffen. Lena war sich zum Glück sicher welcher Eingang das war, denn für mich sah jeder Eingang der riesigen Mall an der der Bahnsteig war gleich aus. Wir warteten und warteten und ich gönnte mir zum Frühstück ein Stückchen Pizza. Als es schon lange Zeit war, liefen wir ein paar andere Eingänge ab, aber fanden Jonas nicht. Irgendwann liefen wir noch zu einem anderen Eingang und zum Glück stand er da. Ohne Internet oder Anruf ist es nicht einfach sich in der Millionenstadt Bangkok zu treffen.
Gemeinsam fuhren wir zum Fluss Mae Nam Chao Phraya und Jonas der schon einige Male hier war bewies sich als guter Tourguide. Wir nahmen die Einheimischen-Fähre für eine günstige Flussrundfahrt. Dabei standen wir ganz vorne am Schiff und hatten bei gutem Wetter eine tolle Aussicht. So kann man viel von der Hauptstadt Thailands sehen und obwohl das Schiff alle paar Minuten stoppte, war die Fahrt nach einer halben Stunde vorbei.
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Jonas empfahl uns ein Nudelhouse wo es günstiges Essen gab. Leider hatten diese sich nicht auf Vegetarier vorbereitet, aber mir machte es gar nichts aus, dass Lena und Jonas was aßen. Ich kam nämlich anschließend auch noch auf meine Kosten. Wir fanden ein geniales, kleines französisches Café das unsere Herzen höher schlagen ließ. Lena bestellte einen Pfannkuchen mit Beeren und Sahne und ich einen mit Nutella und Eis. Diese Kalorienbombe schmeckte gigantisch und wir wurden ordentlich satt. Nach dem Motto: „Wenn schon, denn schon“, gabs noch Nudeln mit Sahnesoße hinterher.

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Beim Laufen auf der Khao San Road wurde alles gleich wieder abtrainiert und wir wollten uns an meinem letzten Tag eine Massage gönnen. Wir fanden ein gutes Studio und ließen uns eine Stunde lang durchkneten. Dabei lagen wir nebeneinander auf Matratzen und es gab viel zu lachen. Die Verrenkungen die die Frauen mit uns machten waren sehr lustig.

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Lena und ich sind beide sehr froh Jonas als Begleitung zu haben. Anstatt sich über unseren erneuten Shoppingmarathon zu beschweren, machte er einfach mit und stürzte sich voll ins Geschehen. Wir probierten und kauften was das Zeug hielt und hatten richtig viel Spaß. Lena wollte noch eine Maniküre und Jonas gönnte sich eine Fußmassage. Ich nutzte derweil das WLAN im Studio aus.

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Wir fanden eine Hippie-Bar mit Happy Hour und bestellten uns Cocktails. Auf einer Leinwand kam gerade die Wiederholung vom EM Spiel gegen Frankreich die wir uns natürlich anguckten.

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Als es schon dunkel wurde stürzten wir uns wieder ins Getümmel auf der Khao San Road und als Jonas ein pinkes T-Shirt kaufte, taten es ihm Lena und ich gleich. Mit unseren knallig neonpinken Shirts fielen wir auf wie bunte Hunde und zogen die Blicke auf uns.

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In einer Bar die einem Deutschen gehört bestellten wir Bier und ließen es uns gut gehen. Lena und Jonas wollten nicht mehr feiern gehen was ich schade fand, weil es ja mein letzter Abend auf Reisen und „in Freiheit“ war. Wir einigten uns auf ein gemütliches Bier und setzten uns in eine vielbesuchte Bar. Als Abschluss lud mich Jonas auf einen Bucket (Eimer) ein, wo es zwei zum Preis von einem gab. Da bekommt man den Alkohol mit Strohhalm in einem 1 Liter Eimer mit Eiswürfeln. In der Bar war die Hölle los und alles tanzte und hatte Spaß. Wir saßen an den Tischen und Lena war müde und Jonas hatte auch nicht mehr viel Lust. Dies kann sich aber richtig schnell ändern, wenn man auf Stühlen sitzt und eine wilde Partymeute um sich rum hat. Wenige Minuten später fanden wir uns also mitten im Getümmel und tanzten wild zum Gangnam Style, Macarena, YMCA und Co. Es ist einfach super ansteckend wenn überall auf der riesigen Straße getanzt wird und so viele Leute Spaß haben. Außerdem finde ich es gut, dass es (fast) nie Probleme gibt. Gar nie in meinen fast eineinhalb Jahren habe ich Gewalt mitbekommen. Da sind die unterschiedlichsten Kulturen, alle Altersklassen und Leute aus der ganzen Welt zusammen und haben Spaß und alles ist friedlich. Und dass, obwohl die ganze Straße voller feiernder Leute ist. Wir hatten so einen hammer Abend und es hätte absolut keinen besseren Abschluss meiner Reise geben können.

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Wir verhandelten mit einigen Tuk Tuk Fahrern bis uns ein Taxi günstig zum Hostel zurück brachte. Dann war der Moment gekommen vor dem ich Angst hatte: Die Verabschiedung von Jonas. Ich werde früh am nächsten Morgen fliegen und Jonas reist noch weiter. Lena fliegt dann abends auch zurück nach Deutschland (wir hatten nicht denselben Flieger bekommen). Wir machten aus, Jonas in der Schweiz zu besuchen, wenn er zurück ist. Es war einfach genial und perfekt so ein Travelmate wie Jonas zu haben. Wir kamen alle so gut miteinander aus und Jonas war für jeden Spaß zu haben. Mit ihm konnte man jeden Blödsinn machen und er hatte immer einen witzigen Spruch auf den Lippen oder imitierte Leute. Jöneler: Du wirst uns soooooo fehlen !!! Vielen dank, dass du die drei Wochen mit uns gereist bist 🙂
Wir gingen alle total müde ins Bett und obwohl ich es mir ganz fest vorgenommen hatte, reichte meine Energie nicht mehr zum Packen. So wusste ich, dass ich 4 Stunden später wieder aufstehen muss um noch packen zu können.

Liebe Grüße vom aller letzten Abend meiner Reise
Nadine