Lonesome Cow

(Überschrift von Stefan)

Sonntag, 20.09.2015

Eine Stunde bevor mein Wecker klingelte, weckte mich das sanfte Geräusch eines Quads direkt neben meinen Ohren. Ich suchte vergeblich nach Oma neben mir und stellte fest, dass es kein Traum war und sie wirklich gegangen waren.
Meine Kollegin Daryn fütterte schon die Pferde und da Brissie in der Futterkammer stand, raffte ich mich auf fuhr ich sie sehr verschlafen dort raus.
Der Tag begann nicht so gut. Keine Oma die Frühstück machte, statt Kaffee am Bett gabs Nutellabrot allein im alten Container 😦
Die beiden Mädels auch aus Deutschland die seit 4 Tagen hier arbeiten hatten heute frei und durften ausschlafen.
Ich wusste, dass ich zurück in der Realität war, als ich mit Gummistiefeln im ersten matschigen Pferdepaddock stand und den Mist einsammelte. Tja, das Leben ist kein Ponyhof und sogar in Australien muss man arbeiten um sich seine Brötchen, äh Nutellabrot zu verdienen…
Die Gummistiefel waren viel zu groß, da ich sie von meinem Chef ausgeliehen hatte. Meine hatten während meines Urlaubs Füße bekommen und standen im Regen. So nass konnte ich die nicht anziehen.
Viel zu früh wollte mein Chef reiten und brachte mein ganzes Konzept durcheinander. Die Paddocks waren noch nicht mal fertig und die Misteimer noch nicht auf dem Misthaufen, als ich das erste Pferd sattelte. Daryn brachte so lange die restlichen Pferde nacheinander auf das Laufband. So ging das den ganzen Morgen und ich sattelte und trenste fleißig, während Daryn das Laufband machte. Zu allem Übel sprang mir auch noch ein Pferd auf den Fuß.
Erst spät war ich fertig und Daryn ging schon früher (sie hatte auch früher angefangen), duschte und packte. Die beiden anderen Mädels die eigentlich frei hatten, wollten die Misteimer auf die Miste bringen. Als das Quad nicht mehr ansprang, ahnten wir böses. Leider stellte sich heraus, dass es kaputt war und am nächsten Tag zur Reparatur gebracht werden musste. Ohne dieses tolle Transportmittel geht hier nix. Kein Füttern, kein Mist wegbringen, einfach nix !
Ich freute mich, dass ich endlich Pause hatte und auf was zu Essen, weil ich hungrig ohne Ende war. Andrew sagte mir, dass ich Daryn zum Zug fahren sollte, weil er keine Lust hatte. Fand ich in meiner Pause natürlich nicht so cool, aber war ja für einen guten Zweck.
Dann fuhr ich sie also mit knurrendem Magen ins 40 km entfernte Windsor, weil sie planmäßig die Farm verließ um weiter zu ziehen. Der Weg dort hin ist zäh wie Kaugummi und scheint immer unendlich. Daryn war spät dran und wollte, dass ich schnell fahre um Zeit rein zu holen. Das sah ich nicht ein, da ich ja schon mal Strafe zahlen musste. Gut, dass ich es nicht gemacht hatte, weil schon die Polizei da stand und laserte. Dann kam noch hinzu, dass ich mit Andrews Ute fuhr und dieser mit Schaltung ist. Da ich seit Ewigkeiten kein Schaltauto mehr gefahren bin, war ich ein bisschen überfordert und der Ute tat mir leid, weil ich nie den doofen 4. Gang gefunden hab.
Als ich wieder zurück kam, erzählten mir die anderen Mädels, dass sie heute noch abhauen wollen. Sie baten mich innig darum, sie zum Zug zu fahren. Da ich weiß, dass es ohne Auto nicht möglich ist nach Windsor zu kommen, ließ ich mich erweichen. Ich war zwar überhaupt und gar nicht begeistert, aber wollte die beiden netten Mädels auch nicht hängen lassen. Zumal mein Chef nichts davon wusste und sie nur einen Zettel schrieben. Gemeinsam zu dritt fütterten wir noch. Das war ein richtiger Scheiß, weil wir nur den dummen, kleinen, langsamen Traktor hatten. Zu Fuß nebenher ist man eindeutig schneller, aber irgendwie muss man das Futter transportieren. Die einzelnen Wege haben wir mit einer großen Schubkarre gemacht und den Traktor stehen lassen. Sonst wären wir nie fertig geworden. Die große Fohlenweide machte zum Glück Andrew mit dem großen Traktor.
Dann ging’s wieder auf die gleiche Strecke und ich musste mich schweren Herzens von den Mädels verabschieden. Ganz plötzlich war ich wieder allein.
Bei der Rückfahrt zur Farm hatte ich ein sehr doofes Gefühl im Magen. Erstens bin ich die ganze Strecke durch den Wald mit 50 km/h gefahren, weil es dort sehr oft Kängurus hat. Dann war ich nicht so begeistert, dass ich die ganze Arbeit allein machen darf, weil das fast unmöglich ist. Ich wusste auch, dass mein Chef am nächsten Tag frei hat und das nicht einfach wird. Die Mädels wussten das auch und deswegen war es ein ungünstiger Zeitpunkt zu gehen. Ich konnte sie aber auch gut verstehen. Außerdem kam ich mir wieder sehr einsam vor, weil ich jetzt niemanden mehr hatte und ja gerade erst von Papa und Oma „verlassen“ wurde. So wurden aus 4 Mädels an einem Tag eine.
Ich hatte Zeit zum Nachdenken und hätte es besser gefunden nicht mehr allein frühstücken zu müssen.
Ziemlich verzweifelt und niedergeschlagen kam ich auf der Farm an und mein Chef war noch draußen. Ich redete eine Weile mit ihm und er fand es höchst seltsam, dass die Mädels nur einen Zettel geschrieben haben, aber war nicht sauer. Er war froh, dass ich nicht auch noch gegangen bin. Eine Weile quatschten wir und dann ging ich ins Bett. Dort skype ich mit der Family und Oma und Papa waren gerade angekommen und verteilten in Live-Übertragung die Souvenirs.

Einsame, verlassene Grüße
Nadine

They leave already

Samstag, 19.09.2015

Das letzte Mal neben Oma aufwachen, das letzte mal Frühstück zusammen, das letzte Mal, dass Oma meinen Backpack packt, die letzten Stunden mit der Familie.
Nach dem Auschecken ging es sehr rechtzeitig zum Flughafen. Mittlerweile kenne ich den Verkehr in Sydney zu gut. Zum Glück. Überall war Stau und die Ankunftszeit in meinem GoogleMaps wurde nicht kürzer. Der Verkehr war noch schlimmer als sonst und nichts ging.
Kurz vor der Abzweigung zum Flughafen fiel mir ein, dass ich als Ziel den internationalen Flughafen Sydney eingegeben hatte, der erste Flug der beiden aber nach Melbourne ging. Papa war noch nicht ganz der Überzeugung, dass das stimmte und meinte ich solle lieben zum anderen Flughafen fahren. Für mich machte das aber keinen Sinn und so ließ ich mich nicht beirren. Papa hatte seinen Flug über Check24 gebucht. Diese haben in der Bestätigungsmail aber nicht geschrieben, mit welcher Airline das ist. Eigentlich haben sie aber mit Ethiad gebucht. Das war so kompliziert, dass sogar ich als mittlerweile Vielfliegerin nicht mehr durchblickte. Also sind Oma und ich, als wir endlich am Flughafen waren zur Info gegangen. Diese haben uns zum Schalter von Virgin Airlines verwiesen. Nicht mal die Flugnummer in der Mail stimmte und der Flug war mit Virgin Airlines. Zum Glück hatte meine Vermutung gestimmt und wir sind zum richtigen Flughafen gefahren. Nachdem die nette Dame uns dann erklärt hat zu welchem Schalter die beiden müssen, waren wir dann echt ein bisschen spät dran. Ich suchte die richtige Flugnummer raus und dann kam der lang gefürchtete Moment: Der Abschied. Es ist immer schwierig, wenn man weiß, dass man geliebte Leute für eine lange Zeit nicht wieder sieht. Da mein Ende in Australien nicht abzusehen ist, fiel das Tschüss sagen unglaublich schwer. So war der Abschied sehr traurig und auch Oma und Papa fiel es sichtlich nicht leicht zu gehen.
Als ich dann mit Brissie vom Flughafen weg fuhr, verspürte ich das erste Mal so etwas wie Heimweh. Ich wünschte mich nicht unbedingt nach Hause, aber hätte gerne alle Menschen die mir lieb sind um mich gehabt. Plötzlich fühlte sich alles so einsam an.
Dann wollte ich mich ablenken. Dafür bot sich der Mc Donald mit WLAN an. In mein google Maps gab ich Mc Donald ein und fuhr durch viel Verkehr für 5 Minuten. Irgendwas wollte mich komplett verarschen und so stand ich nach einer sehr großen Runde im Kreis wieder vor dem Flughafen. Den zweiten MC den ich eingegeben hab fand ich dann, aber als ich drin saß merkte ich, dass er kein WLAN hatte. Beim dritten Versuch fand ich dann einen direkt neben der Landebahn und mit WLAN. Eine Stunde saß ich dort, aber leider funktionierte aus diversen Gründen das WLAN nicht. Irgendwas gönnte mir keine Ablenkung und so dachte ich viel nach.
Als der Flieger von Oma und Papa um 12 startete, stand ich mit meinem Auto hinter dem Zaun neben der Landebahn. Dummerweise sah man aber von dort keine Flugzeuge starten.
Der nächste Ablenkversuch war dann der 2-Wochen-Einkauf im Aldi. Dort machte ich mir wenigstens Gedanken darüber was ich die nächsten 2 Wochen essen soll.
Auf dem Weg Richtung Stadt kam ich an ein Massagestudio und gönnte mir noch eine Thai-Massage. Danach ging es mir etwas besser.
Dann wurde es Zeit sich auf den Weg zur Farm zu machen. Dieser zog sich ewig, weil ich im Samstagsverkehr steckte. Nach 1 und halb Stunden kam ich dann wieder im Niemandsland an und wurde nett von den Hunden empfangen.
Das Mädel aus Deutschland mit der ich vor meinem Urlaub zusammen gearbeitet hatte (Daryn) und die zwei anderen Mädels die ich bei meinem Besuch diese Wochen kennen lernte, saßen im Container und quatschten. Das war eine gute Ablenkung, genau so wie das Auto Ausladen.
Ich setzte mich eine Weile zu den Mädels und wir quatschten.
Da wir nur zwei Wohnwagen haben, richtete ich in Brissie mein Nachtquartier ein und legte mich früh ins Bett.
Weil meine keine Schwester Jolina Einschulung hatte, skypte ich mit ihr. Es war sooo schön meine beiden kleinen Geschwister und meinen großen Bruder zu hören und Jolina erzählte von ihrer Schule, den Lehrern, der Schultüte, usw. Das hat mich richtig gefreut und ich wollte gar nicht mehr auflegen. Auch wieder mit meiner Mama zu reden war richtig schön und ich vermisse auch sie alle ganz arg. Zum Glück gibt es FaceTime und wir können so Kontakt halten. Es war als wäre ich live im Wohnzimmer. Es ist einfach schön zu sehen, dass es allen gut geht und genieße jede Minute die ich mit ihnen reden kann.
Als es dann schon später war, schickte ich mit Saskia 1000 Sprachnachrichten hin und her und sie hat meine Stimmung auch nochmal richtig aufgeheitert. Sie hat alles gegeben um mich abzulenken, bis ich so müde war und lachend eingeschlafen bin.
Mein Auto stellte ich in den Heuschuppen, dass es ein bisschen windgeschützt war, weil es kalt werden sollte. Ich wachte von einem Autolicht auf, das mich blendete. Das Auto fuhr sehr langsam und es war mysteriös. Mein Chef war es nicht, weil sein Auto da stand. Und die Farm ist so im Nirgendwo, dass sich dort keiner hin verirrt. Ich versuchte nicht mehr an das Auto zu denken und schlief wieder ein.

Liebe Grüße aus Brissie
Nadine

 

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We`re going to the Zoo

Freitag, 18.09.2015

Oma gönnte uns ausschlafen und so waren wir erst um 9 wach. Nach dem gemütlichen Frühstück im Zimmer, holte uns der gleiche Mechaniker von gestern mit Brissie im Motel ab.

Mit den 2 neuen, schwarz angesprühten Reifen sieht sie nun wieder aus wie neu und außerdem bekam sie neue Bremsen. Die Werkstatt war sehr günstig und Papa meinte für diesen Preis hätte man das in Deutschland nicht bekommen. Wer mal Hilfe mit dem Auto in Sydney braucht. Einfach nach David bei Jax Tyres fragen. Der macht alles und hat schon vielen Backpackern mit ihren Autos geholfen.

Direkt von der Werkstatt aus gings mit einer neuen Brissie zum Taronga Zoo (https://taronga.org.au/taronga-zoo). Dieser liegt in Manly, ein sehr sehenswerter Teil von Sydney. Wie immer herrschte pures Verkehrschaos und es ging nur sehr schleppend voran. Als wir ewig durch ein Wohngebiet fuhren fragten wir uns, ob wir überhaupt noch richtig sind. Nach einer Stunde kamen wir aber am Zoo an.

Im Parkhaus wollten die 17$ und auf dem Parkplatz daneben stolze 19$ für den Tag. Da stellten wir mein geliebtes Auto lieber in ein Wohngebiet. Dort war es erlaubt und kostenlos.

Der Zoo kostete für Oma als Senior 36$ und für Papa und mich 46$ Eintritt. Der Ausblick vom ganzen Zoo ist einfach gigantisch. Man sieht die Skyline von Sydney und somit die Harbour-Bridge und die Oper.

Es gibt eine für Zoobesucher kostenlose Seilbahn, die bis runter an den Hafen fährt, von wo aus man mit der Fähre bis ins Innere von Sydney kommt. Wir ließen uns den Spaß einer Rundfahrt in einer Gondel nicht nehmen und fühlten uns wie im Skigebiet, nur ohne Schnee und mit besserer Aussicht. Das Wetter war wieder gigantisch und so sahen wir ewig weit und hatten perfekte Sicht auf die hammermäßige Skyline. Oma und Papa waren genau so begeistert wie ich.

Der Zoo an sich ist ebenfalls total genial. Er ist sehr toll gestaltet, überall wird für Umweltfreundlichkeit geworben und sogar die Restaurants werden mit Solarzellen betrieben. Auch für die Tiere im Regenwald werden überall Spenden gesammelt und sich für sie eingesetzt.

Auch die Tiere im Zoo haben sehr schöne, teilweise riesige Gehege und wo es geht, wird auf Zäune verzichtet. Ich denke, dass Zoos nie artgerecht sein können, aber für Zootiere leben diese hier nicht schlecht.

Trotz Wochentag war viel los und auch viele Schulklassen waren anzutreffen. Der Rundweg geht die ganze Zeit den Berg runter und wenn man am Ende des Tages keine Lust mehr hat, fährt man mit einer Gondel wieder hoch. Wir sahen viele Tiere wie Haie, Robben, Giraffen, Gorillas, Schimpansen, Reptilien, Vögel, Zebras, Pinguine, Krokodile, Elefanten und vieles mehr. Insgesamt kann der Tooronga ca. 1400 Tiere vorweisen. Alles ist mit Liebe zum Detail gestaltet und regelmäßig werden Fütterungen abgehalten und die Pfleger erklären alles zu den Tieren. Der Zoo an sich ist riesig und da wir erst um 12 da waren, mussten wir alles im Schnellverfahren abhalten. Trotzdem blieb noch Zeit für ein Mittagessen im Restaurant, wo die Preise hoch waren, aber auch nicht viel höher, als wenn man irgendwo anderes in Australien essen geht.

Fast alle Tiere haben wir gesehen und blieben teilweise lange vor den Gehegen stehen, um sie zu beobachten.

Bestimmt war das nicht das letzte Mal, dass ich in diesem Zoo war.

Nach dem Einkauf im Woolworth, wo Papa meine Antenne richtig montiert hat, ging dieser wunderschöne Tag mit einem Vesper im Motel zu Ende.

Leider war dies unser vorerst letzter gemeinsamer Abend und ich bin jetzt schon traurig, wenn ich an den morgigen Abschied denke.

Letzte Grüße zusammen mit Papa & Oma

Nadine

 

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Shopping-Time

Donnerstag, 17.09.2015

Die Nacht in unserem schönen Motel war sehr angenehm, aber Oma war wieder viel zu früh wach. Das Frühstück gabs für mich wieder im Bett, weil es nur 2 Stühle gab.
Für morgens bekam ich einen Termin in der Werkstatt zum Reifenwechseln von Brissie. Zwei Reifen waren nicht mehr gut. Der Mechaniker fuhr uns netterweise zum Bahnhof, da Brissie den ganzen Tag über da bleiben musste.
Weil schlechtes Wetter vorausgesagt war, beschlossen wir einen Shoppingtag einzulegen. Oma wollte nochmal auf ihren „Polenmarkt“ und auch Papa war von der Idee begeistert. So fuhren wir mit dem Zug und Bus zum Centre und verbrachten den ganzen Tag auf dem Paddys Markt. Es war nicht so viel los wie beim letzten Mal, und wir fanden sehr viele schöne Dinge wie Souveniers Klamotten und so weiter. Oma fand endlich eine lang gesuchte Handtasche und wollte sie erst nicht kaufen, da die Frau nicht handeln wollte. Auf dem ganzen Markt will niemand mit sich verhandeln lassen. Als die Frau aber doch noch nachgab, entschied sich Oma für die Tasche und war sehr glücklich.
Außerdem besuchten wir das Shoppingcenter vom letzten Mal und auch dort gab es einiges zu kaufen. Das Mittagessen gönnten wir uns in einem chicen Italiener wo ich Oma und Papa einlud. Es gab Pizza Margherita, Spagetti Bolognese und Penne mit Knoblauchsoße und Pilzen. Zum Nachtisch gönnten wir uns ein Eis und Creme Brulee.
Da wir den ganzen Tag im Shopping Center verbracht haben, wurde es schon dunkel als wir mit dem Bus die lange Reise zum Hotel auf uns nahmen. Dort fuhren wir an unserem letzten Hotel in Sydney am Ibis Budget vorbei.
Im Motel gab es noch gemütlich Abendessen auf unserem Zimmer und so ging ein weiterer schöner Tag gemütlich zu Ende. Leider ist es nun nicht mehr lange, bis Oma und Papa gehen und die Zeit geht einfach viel zu schnell rum.

Liebe Grüße nochmal aus Sydney
Nadine

Kangaroo-Selfie

Mittwoch, 16.09.2015

Morgens waren wir froh aus dem engen Ibis Budget Hotel raus zu kommen und ein MC Donalds Frühstück zu genießen.
Heute stand ein Trip nach Calga in den Wildlife Walkabout Park (http://www.walkaboutpark.com.au/) an. Diesen hatten wir bei der Hinfahrt entdeckt und „damals“ beschlossen, ihm einen Besuch abzustatten. Die Fahrt von Gosford war kurz und das Wetter genial.
Die 25$ Eintritt pro Person waren ein fairer Preis, da der Park nicht staatlich gefördert wird. Für 1$ kauften wir gleich Tierfutter dazu.
Wir bekamen einen Plan auf dem jede halbe Stunde eine andere Aktivität aufgelistet war. Das erste Highlight bestand in der Emu- und Kängurufütterung. Diese laufen alle frei herum und hatten schon ihr Futter als wir den Park betraten. Ganz ohne Schüchternheit verhielten sich die Beuteltiere und ich konnte sie streicheln. Wir bekamen die Anweisung sie nur hinten am Rücken zu streicheln, weil man die Kängurus sonst zu einem Boxkampf herausfordert.
Das nächste Highlight war die Fütterung eines Opossums, das sehr groß ist. Wir waren mit einer älteren Frau und ihrem Enkel allein im Park und die Pfleger erklärten uns sehr viel über die Tiere und wir konnten viele streicheln.
Ein weiterer Punkt war, dass wir eine Cobra angefasst haben.
Mit dem gekauften Futter wurden Dank Oma und mir die Lamas, Ziegen, Gänse und Hühner satt und wir hatten unseren Spaß.
Es gab einen sehr vielversprechenden Wanderpfad der uns zu den Aborigines führen sollte. Trotz Beschilderung schafften wir es uns zu verlaufen und kamen nur an einer Höhle vorbei, liefen 40 min und waren wieder am Ausgangspunkt. Die Frage nach dem richtigen Weg ergab, dass das der richtige Weg war und die Höhle von Aborigines bewohnt war, es dort aber schon lange keine mehr gibt. Wir mussten alle lachen 😀
Das Wetter war den ganzen Tag sehr schön, wir sahen viele Tiere wie Koalas, Kängurus, Papageien, Wallabies, ein Schwein, Leguane, Schlangen, Fledermäuse, Strauße, Pfauen, Hasen und mehr und konnten viele hautnah erleben. Die Tiere werden sehr gut gehalten und sich liebevoll um sie gekümmert. Der Park ist nicht groß und es gibt nicht übermäßig viele Tiere, aber es ist alles komplett naturbelassen.
Am Ausgang saß eine Eule die ich für eine Statue hielt. Diese war aber echt und die Frau vom Zoo meinte, dass ich sie streicheln könne. Die Eule fand mich nicht so geheuer und machte ein komisches Gesicht. Ich ließ es dann wieder sein 😉
Mit dem Auto ging’s in einer einstündigen Fahrt zu meiner Farm. Als Papa und Oma unsere Behausung sahen, waren sie geschockt. Uralte Wohnwagen, ein Saustall drum rum, katastrophale Wohnbedingungen, die Dusche die in der Küche ist schimmelt und so weiter. Oma meinte da würde sie keinen Tag wohnen. Die Farm an sich fanden sie genau so toll und schön gelegen wie ich. Nur halt ganz ganz weit weg von der Zivilisation und nur über einen Schotterweg erreichbar. Ich stellte den beiden meinen Chef vor, der aber gleich wieder zum Füttern musste.
Leider fanden wir in der Nähe keine gute Übernachtungsmöglichkeit und so fuhren wir im Dunkeln (mit Kaffeestopp im MC Donalds) noch nach Sydney ins „Sleep Express Motel“.
Dieses ist total schön, die Zimmer groß und es ist super günstig. So bezahlte jeder von uns umgerechnet nur 21€ pro Nacht.
Nachdem wir eingecheckt hatten, liefen wir zu dem benachbarten Woolworth und kauften Vesper. Dieses verzehrten wir auf den Sitzgelegenheiten direkt vor unserem Motel. So ließen wir den Abend unter freiem Himmel gemütlich ausklingen und gingen erst spät ins Bett.

Grüße von den Kängurus
Nadine

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Stunning Wales and danger on the highway

Dienstag, 15.09.2015

Heute ließen wir es gemütlicher angehen und sogar Oma schlief länger. Nach dem Frühstück checkten wir aus und brachen gemütlich zum Hafen auf.
Heute stand eins der Highlights auf unserem Trip an. Wir freuten uns alle wie Schnitzel ! Bei bestem Wetter und warmen Temperaturen warteten wir am Hafen.
Um 11 ging’s los. Wir bekamen ganzkörper-Regenmäntel und die neusten Schwimmwesten vom Markt an.

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Das supermoderne kleine Rennboot war bis auf den letzten Platz belegt. Trotz Wochentag und ohne Schulferien. Als es startete fingen Oma und Papa laut an zu lachen. Der Wellengang war abartig und das Boot flog übers Meer. Wie auf Bali auch schon bekam man ständig Adrenalinschocks, wenn das Boot meterhoch über die Wellen schanzte. Gut, dass Oma und Papa vorher Tabletten gegen Seekrankheit genommen hatten. Zwei nervige Mädels schrieen die ganze Zeit und ich überlegte mir sie über Bord zu werfen. Die Fahrt machte total Spaß und das schnellste Boot im ganzen Staat New South Wales machte seinem Ruf alle Ehre.
Im ständigen Funkkontakt zu anderen Booten stehend, hielt unser Steuermann dann an.
Alle waren gespannt und zückten die Kameras. Dann plötzlich eine Wasserfontäne und eine gigantische Flosse. Wie in Zeitlupe bewegte der schwarze Wal sein Ende aus dem Wasser. Es war absolut atemberaubend nur ein paar Meter weg von so einem gigantischen Tier zu sein. Dann noch ein schwarzer Rücken. Der Guide erklärte uns, dass es Mutter und Kind (Kalb) seien. Die Wale kommen von der Antarktis und schwimmen bis zu 20.000 Kilometer. Der Mutterwal war größer als unser Boot und wir alle waren total fasziniert. Noch nie hab ich so etwas schönes gesehen. Etwa alle 4 Minuten tauchten die beiden woanders auf und man musste genau gucken, um nichts zu verpassen. Irgendwann waren sie weg und unser Guide fuhr weiter um sie zu suchen. Ca. 150 m weg von uns dann wieder die Flossen und eine Fontäne. Der Steuermann fuhr noch näher hin und plötzlich tauchten sie nochmal direkt vor uns auf. Nur ca. 50 m weg von uns konnten wir die riesigen Säugetiere hautnah betrachten. Das war ein einzigartiges Erlebnis ! Ganz bekamen wir sie nie zu sehen, aber das machte gar nichts. Anhand der Rücken konnte man die Ausmaße sehen.

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Beim Rückweg gings genau so turbulent zu und zum Glück wurde niemand seekrank. Der Wellengang war wegen dem starken Wind abnormal und Papa saß auf der falschen Seite. Ständig platschte ihm eine ordentliche Ladung Wasser ins Gesicht und er sah aus wie ein begossener Pudel.
Die letzten paar Meter zeigte uns der Guide was das Boot drauf hat und fuhr krasse Kurven. Alle lachten und es machte auch Oma und Papa viel Spaß.

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Eigentlich wollte ich nach diesem unvergesslichen Erlebnis Paragliding machen, aber Oma sagte ich soll mir nichts brechen, solange sie da sind und dann ließ ich es.
Mit der übriggebliebenen Dominos Pizza machten wir es uns am Meer in der Sonne gemütlich und beobachteten die Pelikane.

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Unsere geplante Strecke nach Gosford sollte eigentlich in 3 und halb Stunden (315 km) erledigt sein. Die erste Hälfte lief außer den üblich vielen Baustellen (die Highways sind eine einzige Baustelle) sehr gut und dann tauschten Papa und ich und er setze sich ans Steuer. Ich döste gerade so vor mich hin als das Auto sich total komisch anfühlte und Papa laut fluchte. Mitten auf dem viel befahrenen Highway hatten wir einen Reifenplatzer und fuhren auf den Standstreifen.

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Dieser war so schmal, dass Papa ganz an den Rand fahren musste und das Auto somit ein bisschen am Hang stand. Das Problem war dann, dass der Wagenheber zu kurz war. Diesen suchten wir mit Hilfe der Gebrauchsanweisung zuvor ewig – na toll ! Natürlich kam alles zusammen und es fing an zu dämmern. Weder eine Warnweste noch ein Warndreieck fanden sich in Brissie. Papa musste sie wieder eben hinstellen, womit er fast auf dem Highway lag, beim Versuch Brissie erneut hochzubocken. Er sagte zu Oma sie solle das Werkzeug wieder ins Auto räumen, sodass wir danach gleich los fahren können. Er war gerade dabei den neuen Reifen zu holen, als Omas Bewegung Brissie erneut runter krachen ließ. Wir wurden alle immer verzweifelter, es wurde dunkler und es war sau gefährlich direkt am Highway einen Reifen zu wechseln. Die vorbeifahrenden Autos und Trucks taten trotz Warnblinklicht nicht langsamer und ich hatte echt Angst um den halb unter dem Auto liegenden Papa. Der Wagenheber wollte einfach nicht halten und so rief ich den NRMA (wie bei uns ADAC) an. Der Mann am Telefon sagte, dass ich zuerst übers Telefon eine Mitgliedschaft abschließen müsse, anderenfalls würde er nichts machen. Ich machte ihn total zur Sau, schrie ihn an und sagte dass es lebensgefährlich wäre nachts auf einem engen Standstreifen am Highway ohne Warnweste zu stehen und dass er sofort was machen solle. Fluchen auf Englisch ist voll mein Ding 😉 er sagte er schickt jemand und dass er mich weiter verbindet um meinen Standort durchzugeben. Ich war 5 min in der Warteschleife und dann hörte ich nur tut tut tut… Wir waren alle total ratlos, bis Oma ein Wohnhaus über einer Brücke entdeckte. Alle Versuche zuvor, Autos anzuhalten, scheiterten und keine Sau wollte helfen.

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Ich musste die Autobahnbrücke hochklettern (im Minirock und Sandalen) und mich durch Sträucher kämpfen. Oben angekommen war das letzte Hindernis die Überquerung einer vielbefahrenen Straße im Dunkeln. Ich war schon mal froh, dass ich das überlebt hatte.
Im Haus brannte Licht, aber ich fand keine Klingel. Ein etwa 14 jähriger Junge kam mir entgegen und ich erklärte das Problem. Er holte seinen Bruder der in etwa in meinem Alter war. Wir hatten Glück im Unglück und dieser hatte eine Werkstatt am Haus. Er schnappte 2 große Bretter, einen Ziegelstein und folgte mir.
Während ich ein paar Meter hinter dem Auto stand und mit meiner Handytaschenlampe die Autos und Trucks aufforderte langsamer zu fahren, wurde mir ganz anders. Ich stand so nah am Highway, dass ich drauf wartete überfahren zu werden. Die wenigsten Trucks wechselten auf die andere Spur um auszuweichen und die anderen rauschten mit einer Affengescheindigkeit an uns vorbei. Da konnte ich meinen Mittelfinger manchmal nicht bei mir behalten.
Auch die Bretter hoben das Auto nicht weiter hoch und so rannte der nette junge Mann nochmal zu seiner Werkstatt um einen anderen Wagenheber zu holen. In der Zwischenzeit hielt ein weiteres Auto das Papa für die Polizei und ich für den Abschleppdienst hielten. Ein sehr muskulöser Mann um die 30 wollte uns ebenfalls helfen. In seinem Autoanhänger hatte er alles mögliche an Autozubehör und so auch einen guten Wagenheber. In der Zwischenzeit kam auch der andere Helfer wieder. Zu 3. schafften die Männer es endlich das Ersatzrad drauf zu machen und wir waren total erleichtert, dass bei dieser lebensgefährlichen Aktion niemand verletzt wurde. Bei den überaus netten Helfern bedankten wir uns alle tausend mal und drückten ihnen Geld in die Hand, das sie erst nicht annehmen wollten. Wir ließen ihnen aber keine andere Chance 😉
Endlich schon fast mitten in der Nacht in Gosford angekommen, gingen wir einkaufen. Papa fuhr immer noch und hat mal wieder vergessen, zuerst nach rechts zu gucken. Dann ist er auch noch auf der falschen Straßenseite gefahren, aber zum Glück kam niemand und er wechselte als ich es ihm sagte auf die richtige Seite.
Dann checkten wir in unser Motel ein. Dieses war wieder ein Ibis Budget, überall innen war Baustelle und unser Zimmer moderte. Gut, dass wir dort nur für eine Nacht waren.
Zum Abendessen ging’s in den MC Donalds nebenan, wo wir ja jetzt schon Stammkunden sind 😀
Spät ging ein sehr ereignisreicher Tag zu Ende.

Pannenreiche Grüße
Nadine

Crazy Motel, Funeral and lonely Beach

Montag. 14.09.2015

Wir sind morgens aufgewacht. Ja wirklich. Hätten wir abends noch nicht gedacht. In unserem Gruselmotel… Hab da eher an so einen Mord gedacht. Wie in einem Horrorfilm.

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In dem Motelprospekt wurde groß mit mega Frühstücks-Buffet geworben. Für 10$ sagten wir nicht nein. Es war auch noch nicht schlimm, als wir dafür zum anderen Hotel von gestern Abend mussten. Es wurde schlimm, als wir das Frühstück sahen. Toastbrot und Kaffee. Das wars. Sonst nix. Ich frage die nette Empfangsdame wo denn das Buffet sei. Das gäbe es heute nicht, so die Antwort. Wurde uns nicht gesagt. Also zurück in unser Motel und nach Geld zurück gefragt. War auch möglich. Die Dame wusste auch nicht, warum es an diesem Tag kein Buffet gibt.
Dafür wollten Oma und ich uns eine Runde im Motelpool entspannen. Wurde ebenfalls groß dafür geworben. Dieser hatte trotz eigentlichen Öffnungszeiten geschlossen. Gottseidank ! In so einen dreckigen, ekeligen Innenpool wären wir beide nicht freiwillig rein.
Auf jeden Fall sind wir dann zum Frühstück ins Einkaufszentrum zum Mc Donalds. So lange Oma und Papa shoppen waren, hab ich mir eine Massage gegönnt. Nach der anstrengenden Arbeit auf meiner alten Farm tat das richtig gut und war bitternötig. Danach war mir schwindlig, aber das war es wert. Ich fühlte mich wie neu geboren.
Um ein bisschen unseren Übernachtungsort Grafton zu erkunden, ging’s zu Fuß los. Das verschlafene Örtchen ist gemütlich und es gibt einen schönen, kleinen Memorial-Park mit vielen Denkmälern an z.B gefallene Soldaten.

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Daneben fließt gemächlich der kristallblaue Clarence-River. Im Internet stand, dass die Stadt mit ihren Häusern aussieht wie eine Westernstadt. Das fanden wir alle drei nicht und so waren wir nicht wirklich beeindruckt. Es gibt aber sehr alte Häuser, teilweise von 18 Hundert und diese sehen toll aus.

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Die Kirche „St Marys Church“ ist schön und als wir dort ankamen fand gerade ein Gottesdienst statt. Wir stellten uns dazu und entdeckten eine Collage. Leider fanden wir heraus, dass es sich um eine Beerdigung handelte und die vielen Leute haben schon gar nicht mehr in die Kirche gepasst. Ich hatte den ganzen Tag die Bilder der Collage des erst 22 jährigen, (so alt wie ich) verstorbenen im Kopf. Es sind aber keine Tränen geflossen und es war niemand schwarz gekleidet. Vielleicht ist das hier unüblich. Ich war jedenfalls sehr geschockt und mitgenommen und wir sind dann ganz schnell gegangen.

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Sonst gabs in Grafton nicht viel zu besichtigen und auch wegen des strengen Zeitplans machten wir uns auf zum Highway.
Das nächste Ziel war wieder unser geliebtes Port Macquarie. Papa fuhr und Oma und ich schliefen ein bisschen.
Als wir an einem vielversprechenden Schild vorbei kamen googelte ich den Ort und beschloss, dass der 30 minütige Umweg lohnenswert ist. Oma schrie plötzlich Halt und Papa fuhr links ran. Auf der Wiese bei 2 Pferden entdeckte sie 2 Kängurus. Leider waren diese ganz schnell wieder weg. Mit offenen Augen ging’s weiter und tatsächlich hielten wir nochmal. Bestimmt 20 Kängurus waren auf einer anderen Pferdekoppel. Ganz vorsichtig öffnete ich die Autotüre um Bilder zu machen, aber sie waren genau so schnell weg wie die anderen. Ein paar Bilder hatte ich schon aus dem Auto raus gemacht.

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Der Umweg nach „Minnie Water & Woolie“ hat sich sonst aber kaum gelohnt. Dort war absolut der Hund begraben und es gab gerade mal 30 Häuser. Dafür wurden wir mit einem gigantischen, langen Sandstrand belohnt den wir menschenleer vorfanden.

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Nach kurzer Zeit gingen wir aber wieder und das Navi schickte uns kompliziert im Kreis.
Nach insgesamt 3 (endlosen) Stunden Fahrt (245 km), erreichten wir bei Sonnenuntergang das selbe Motel wie das letzte Mal in Port Macquarie. Der Besitzer vom John Oxley Motel empfing uns wieder sehr freundlich, gab uns dasselbe Zimmer und fragte, wie unser Trip war – ja die netten Aussies eben ❤
Nach dem Wäsche waschen ging’s zu Fuß nochmal zum Dominos Pizza.
Papa hatte so viel Hunger, dass er gleich 2 Pizzen bestellte.
Im Motel machten wir es uns gemütlich und es schmeckte genau so gut wie beim letzten Mal. Natürlich schaffte Papa nur eine Pizza und das musste er sich den ganzen Abend noch von uns anhören.
Spät ging’s ins Bett und wir waren alle müde von der langen Fahrt.

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Liebe Grüße aus Port Macquarie
Nadine