In the middle of nowhere

Mittwoch, 24.02.2016

Stef kam mitten in der Nacht ins Auto gekrabbelt, weil es doch kalt wurde und ich wachte auf, weil ich fror. Nachdem alle Fenster und Türen zu waren, konnte ich aber auch nicht besser schlafen. Lag vielleicht am Vollmond.
Mit Stef die genau so gerne fotografiert wie ich, machte ich aus, dass wir zum Sonnenaufgang aufstehen würden. Beide glaubten wir nicht daran es tatsächlich zu machen, aber bei der tollen Landschaft fiel das Aufstehen einfach. Es war noch nicht mal 7 als wir unsere Kameras platzierten und der Sonne zu schauten, wie sie hinter den Bergen vor kam und den ganzen See beleuchtete. Die Farben waren so kräftig und alles so schön, dass sich das Aufstehen definitiv gelohnt hatte.
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Statt gemütlichem Frühstück gabs aber nur Cornflakes im Stehen, weil Stef ordentlich Stress machte. Sie müsse ins Büro, so ihre Aussage. Dabei erzählte sie uns einen Tag vorher noch sie habe keinen Job. Nils ließ sich nicht stressen und hatte Zeit, Stef drängelte und wurde immer ungeduldiger und ich wusste nicht was ich davon halten sollte. Ich hatte kein Stress und fand es schade so gedrängelt zu werden. Während wir am Frühstück waren, schmiss Stef alle Sachen irgendwie ins Auto und Nils und ich fanden nichts mehr. Schon um 9 waren wir dann auf dem Weg gen Melbourne. Ich schlug den beiden vor sie an einer Bahnstation raus zu schmeißen, die auf meinem Weg liegt. Nils wollte aber mit mir bis in die Stadt fahren und Stef sogar bis vor ihre Haustüre. An diesem Tag waren die Temperaturen wieder abnormal und die Klimaanlage ging leider immer noch nicht. Für mich war das ein rieeeesiger Umweg, aber ich erbarmte mich missmutig bis nach Melbourne und noch weiter zu fahren.
Auf dem Highway hatte es nicht mal Radioempfang und weil beide schliefen war mir langweilig. Auch an der trockenen Landschaft hatte sich nichts geändert. Nach 4 Stunden erreichten wir Stefs Zuhause und sie verabschiedete sich nett im Stress und beschwerte sich, dass die Tankrechnung die wir durch 3 teilten zu hoch sei. Dabei wollte sie mir mehr Geld dafür geben, dass ich sie nach Hause fahre. Davon sah ich dann nix.
Nils war dabei dann in Nachteiligkeit geraten und ich fuhr ihn zwar nicht nach Melbourne rein (noch mehr Umweg), aber bis zu einer Bahnstation. Auch er bedankte sich nett für die zwei tollen Tage.

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Nun war ich allein und wusste, dass es bis zu der Farm noch weitere 4 Stunden Fahrt sein würden. Ich bereute es bereits einen so großen Umweg gefahren zu sein. Die ganze Zeit kam mir kein Auto entgegen und das bedeutete bestimmt auch keine Polizei. So schickte ich Sprachnachrichten mit den Lieben Zuhause hin und her und vertrieb mir die Langeweile. Meinen Tempomat auf 110 km/h gesetzt ging es immer gerade aus. Wenn man das Handy in Australien in der Hand hat, kostet das nämlich 400$ und 3 Punkte. Und da beschwert sich nochmal jemand über 40 Euro in Deutschland.
Die Fahrt zog sich ewig und ich dachte ich bekomme einen Hitzschlag. Mein Trinkwasser war so heiß, dass ich es gar nicht trinken konnte und ich wusste nicht was besser ist: Fenster auf oder zu. Es kam nur heiße Fönluft rein.

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Als ich endlich das Dörfchen Nyah erreichte, rief ich meinen neuen Chef an. Dieser beschrieb mir den Weg zur Farm. Er und seine Lebensgefährtin standen bereits in der Einfahrt und winkten freundlich. Ich sollte mein Auto unter einem Baum im Schatten parken. Mein Chef Brian stellte sich vor und seine Lebensgefährtin Helen die auch hier wohnt umarmte mich gleich sehr herzlich. Sie sei nun meine australische Oma und passe auf mich auf, so ihre freundliche Begrüßung. Brian besitzt eine Farm mit Trauben und außerdem eine Werkstatt. Er macht also zwei Jobs gleichzeitig. Helen die bereits in Rente ist, hilft ihm mit den Trauben aus. Die beiden hatten einen Tisch vorbereitet und einiges an Campingmaterial. Es war bereits ausgemacht, dass ich in meinem Auto schlafen werde. Es gibt ein separates Klo und eine Dusche die als Anbau am Haus bzw. der Werkstatt sind.
Als die beiden hörten, dass meine Klimaanlage nicht funktioniert, tat ich ihnen leid. Das Thermometer zeigte nämlich sage und schreibe 41,7 Grad an!!
Es gibt die beiden Hunde Red (auch Red-Dog) und Blue (auch Blue-Dog) und die große Henne Speckles. Red ist schon 13 und auf beiden Augen blind. Meine Aufgabe in den nächsten Wochen hier wird sein, beim Traubenpflücken zu helfen. Sandy macht das selbe und ich durfte sie gleich kennen lernen. Sie ist eine waschechte Aborigini. Normalerweise sind die Australier nicht so gut auf diese zu sprechen, weil sie laut Klischee alle Sozialhilfe bekommen, viel trinken und nur faul in den Parks rum liegen. Sandy ist anders und hilft hier gerne. Ihr Handschlag war so fest, dass ich kurz schluckte. Sie ist sehr robust und sagt laut Helen ständig böse Schimpfworte vor sich hin, aber ich glaube ich mag sie.
Wir saßen im Garten im Schatten und unterhielten uns alle super nett. Brian und Helen wollten gleich alles über mich wissen. Sie haben immer Backpacker zur Ernte da und freuen sich über Gesellschaft. Da ich außer Sandy die Einzige bin und diese nur morgens kommt, werde ich bestimmt viel mit Brian und Helen zusammen sitzen.
Direkt neben meinem Schlafplatz ist ein öffentliches Klo und ein Grillplatz und Helen sagte, dass ich dort kochen könne, wenn ich mein Gas sparen wollte.
Nach einer wohltuenden Dusche und dem Ausräumen von Brissie, ging ich früh ins Bett um fit für meinen ersten Arbeitstag zu sein.

Liebe Grüße von der neuen Farm
Nadine

Fullmoon over the lake

Dienstag, 23.02.2016

Ich wollte um 9 schon los, aber ließ mich von einem Mitfahrer auf 10 überreden. Weil ich früh wach war und alles zusammen gepackt hatte, fuhr ich den Mc Donalds, aber aß nichts. Mein Geld wurde leider über Nacht nicht mehr.
Um 10 traf ich mich mit meinen beiden Mitfahrern an dem Redfern Bahnhof.
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Nils ist 28 und auch von Deutschland und Stef ist 27 und von England, aber lebt seit drei Jahren in Australien. Die beiden sind im Gegensatz zu den letzten Mitfahrern sehr nett. Sie redeten gleich viel, was sehr gut ist. Dann ist mir beim Fahren nicht so langweilig.
Wir hatten uns wieder einige interessante Reisegeschichten zu erzählen. Zum Beispiel war Stef schon 3 Tage in einem mexikanischen Gefängnis, weil sie an 2 korrupte Polizisten geraten war die ihren Personalausweis sehen wollten. Mitten am Tag hatte sie nur eine Kopie von diesem dabei und wurde ins 4 Stunden entfernte Gefängnis eingesperrt. Bis zwei Freunde die sie heimlich angerufen hatte sie befreiten. Nils hat in einer Baumschule gearbeitet und dort sehr viel Geld verdient. Er ist noch nicht so viel gereist wie wir Mädels.
Wir suchten uns einen Aldi, ich kratze mein letztes Geld für Tomatensoße zusammen und dann gings weiter Richtung Süden. Ich wollte so viel fahren wie es geht, sodass ich am nächsten Tag nicht mehr so viel vor mir hab. Leider hatte es fast 40 Grad und die Klimaanlage ging nicht. Auch die offenen Fenster waren keine Abkühlung. Die beiden schliefen eine Weile und mir wurde langweilig. Zum Glück war ich ausgeschlafen und fit, aber die Landschaft war karg, trocken, der Feueralarm auf der höchsten Stufe und es gab nichts interessantes auf dem Weg. Mit Tempomat auf 110 km/h tuckerten Brissie und ich so vor uns hin.

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An einer Tankstelle fragte Stef, ob man irgendwo baden könne. Der Mann sagte uns die Adresse und wir machten uns auf dort hin, weil es sowieso auf dem Weg lag. Direkt an der Grenze von New South Wales nach Victoria liegt der Hume Weir. Dieser Weier war leider nicht fürs schwimmen geeignet. Lustig ist aber, dass auf der einen Seite von der Brücke New South Wales und auf der anderen Victoria ist. Keine Ahnung wem der Fluss dann gehört. Meine Apps Wikicamps zeigte mir eine total geniale Stelle im Örtchen Huon. Am Lake Hume konnten wir kostenlos und erlaubt unser Nachtquartier aufschlagen. Bei den heißen Temperaturen sprangen wir gleich in den schönen See der richtig warm war.

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Leider hatten wir kein Wasser und das Seewasser konnte man auch nicht trinken. Am Klo stand, dass es kein Trinkwasser sei. Neben dem See gab es ein Haus, wo eine total süße Ziege davor stand. Mit dieser freundeten wir uns gleich an. Keiner traute sich so recht, aber dann spazierten wir mit unserem Wasserkanister zu diesem Haus und suchten lange nach dem Eingang. Es gab keine Klingel, aber die Leute stiegen gerade aus dem Auto. Sie kämen auch gerade von Sydney, so der junge Mann. Er und seine Frau leben mit dem kleinen Sohn dort und haben Hühner, eine Ziege und zwei Hunde. Die Riesendogge begrüßte uns freundlich.

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Das junge Ehepaar war super nett, redete lange mit uns und bot uns an den Wasserkanister mit dem Gartenschlauch zu füllen. Wir waren froh, Wasser zu haben, weil wir sonst bestimmt verdurstet wären. Nils wollte das Wasser aber nicht so trinken und kochte es ab. Außerdem kochte ich Wasser mit dem ich meine Wäsche waschen wollte. Als Nils das kochende Wasser in meine Waschschüssel schüttete, passierte es. Er kippte sich das heiße Wasser über den Fuß ! Zwar rannte er gleich in den See, aber hatte sich ordentlich verbrannt. Ich gab ihm meine Aloe Vera Salbe und er hatte trotzdem den ganzen Abend Schmerzen.
Die Sonne verschwand gerade hinter den Bergen am See als wir da saßen, romatischer Musik lauschten und unsere Nudeln mit Tomatensoße genossen. Es war total schön und so stelle ich mir einen gelungenen Campingtrip vor.

Nils

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Nils und Stef

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Lange saßen wir zusammen, lauschten der Musik und genossen den sehr heißen Abend. Außerdem war Vollmond und es heißt in Australien ist dieser der Schönste. Tatsächlich war es gigantisch wie diese große Kugel über dem See steht und alles weiß anleuchtet.

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Stef und Nils rollten sich in ihre Schlafsäcke und schliefen unter freiem Himmel und ich machte es mir in Brissie bequem.

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So spät immer noch so heiß

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Ich bot den beiden an, dass sie ins Auto kommen könnten, falls es nachts zu kalt werden sollte. Da es aber immer noch warm war, wurde ich nur belächelt.

Seelige Grüße vom Campingtrip
Nadine

Rainy and stressy goodbye to Sandra

Sonntag, 21.02.2016

Der Tag war eine absolute Katastrophe. Es fing schon damit an, dass wir beide fast nicht geschlafen hatten. Der Regen war sehr stark und das Auto eine Sauna. Sobald wir die Fenster aufmachten, regnete es rein und mit geschlossenen Fenstern hatte man 40 Grad. Außerdem war es unbequem, die Straßenlaternen waren die ganze Nacht sehr hell und es fuhren viele Autos vorbei.
Als wir aufstanden regnete es immer noch und wir sollten eigentlich unser Zeug umpacken. Ich fuhr uns zum Tamarama Beach wo ich mit meinen Mitfahrern vor 3 Wochen schon zum Duschen war. Im strömenden Regen rannten wir mit unserem Zeug in die Duschen. Zum Glück waren diese sehr warm und das Wasser weckte uns.
In einem kleinen netten Cafè saßen wir am Strand, tranken Kaffee und warteten bis der Regen nachließ. Da der dumme Regen uns den Gefallen nicht tun wollte, wurden wir auf dem Weg ins Auton wieder nass. Da hätte man sich gar nicht abtrocknen müssen.

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Das nächste Ziel war wieder mal ein Mc Donalds. Ich verfuhr mich einmal, was mich mindestens 15 min. kostete und richtig ärgerte.
Auf dem Parkplatz standen wir und räumten (mal wieder) das Auto komplett aus. Sandra versuchte zu packen, aber bekam ihr Zeug nicht in den Koffer gequetscht. Sie probierte und probierte. In der Zwischenzeit versuchte ich die Airline zu erreichen, was fast unmöglich war. Immer wieder flog ich aus der Leitung. Sandra dachte nämlich, dass sie zwei Mal 23kg Freigepäck hat und brachte extra einen kleinen Koffer und einen Rucksack mit, um viele Sachen die ich nicht mehr brauche mit nach Hause zu nehmen. Ich verfiel in sofortige Schockstarre als der Mensch am Telefon nur ein Gepäckstück notiert hatte. Über 400$ hätte es gekostet ein Teil dazu zu buchen. Na danke ! Das könnt ihr behalten. Ich war ein bisschen angenervt, weil ich eigentlich damit gerechnet hatte mein ganzes Zeug los zu werden. Bald muss ich mein Auto verkaufen und es passt niemals alles in den Backpack. Vorallem meine teuren Reitsachen will ich eigentlich nicht zurück lassen.
Wir waren gerade fertig mit packen, da mussten wir auch schon los zum Flughafen. Die Parkplätze waren sehr kompliziert ausgeschildert und ich bekam die Kriese.
In aller Eile rannten wir quasi zum Terminal. Das Parken ist nämlich nur 15 min. kostenlos, danach kostet es 7$ und für eine halbe Stunde muss man bereits 14$ zahlen. Sandra hatte Angst, dass ihr Koffer zu schwer ist. Ich dachte er sei zu leicht. So nahm ich was ich finden konnte in die Hand und hoffte ich konnte es noch in den Koffer stopfen, falls er zu leicht ist. Im Gebäude suchten wir eine Kofferwaage. 20,5 kg. Alles was ich in der Hand hatte, packte ich rein und dann waren es 20,8 kg. Sandra wollte, dass ich mir ihr komme um den Koffer aufzugeben, falls es sprachliche Barrieren geben sollte. Die Dame sagte, dass man auch zwei Handgepäckstücke haben könnte, aber umpacken wollten wir dann auch nicht mehr. Ich füllte noch schnell Sandras Einreiseformular aus und wir verabschiedeten uns in aller Hektik.
Die zweieinhalb Wochen waren einfach so rasend schnell vergangen. Es war eine geniale Zeit und wir haben sehr viel gesehen, erlebt und hatten unglaublich viel Spaß. Sandra: Es war total cool, dass du her gekommen bist und ich hoffe dir hat es genau so gut gefallen wie mir!

Ich rannte zurück und wollte mein Parkticket abstempeln lassen, als der Automat mir sagte, dass meine Karte nicht gültig sei. Ich probierte es an einigen anderen Automaten, aber ohne Erfolg. Da war ein Angestellter den ich fragte was ich tun sollte und dieser schickte mich zur Schranke. Ich sollte dort auf den Hilfeknopf drücken. Gesagt getan. Ich bekam einen Rüffel, warum ich den Knopf nicht gleich am Automat gedrückt hätte. Ja woher soll ich denn das wissen? Die Frau wollte die Ticketnummer und meinte ich sollte 14$ am Automaten bezahlen und würde eine neue Karte bekommen. Da wurde ich sauer. Ich kam pünktlich innerhalb der 30 min. zurück und nur weil der doofe Automat mein Ticket nicht erkennt, soll ich für über 30 min. zahlen? Mehr als die 7$ die mir Sandra gegeben hatte, besaß ich eh nicht. Ich war offiziell arm. Die Frau meinte sie hätte keinen Nachweis, dass ich früher zurück gekommen sei. Mein Ton schwang um und ich sagte sie solle ihre Automaten checken. Dort fand sie nichts. Zum Glück gab sie nach und schickte mich zurück an den Automaten um die 7$ zu bezahlen. Mein Auto stand so lange mit angeschaltetem Warnblinklicht an der Schranke. Ich zahlte, bekam ein neues Ticket und steckte dieses in den Automaten an der Schranke. Als dieser mir sagte, mein Ticket sei ungültig, suchte ich nach der versteckten Kamera. Ich kam mir total verarscht vor. Da ist man sowieso schon total gestresst und dann sowas ! Wieder hatte ich die selbe genervte Frau am Telefon die behauptete ich hätte nicht bezahlt. Ja woher sollte ich denn dann das neue Ticket haben? Sie wollte mich wieder zum Automaten schicken und als ich protestierte, öffnete sich die Schranke und die Dame wünschte mir einen schönen Tag. Ja geht doch !
Sandra hatte in der Zwischenzeit auch nicht mehr Glück im Flughafen. Der Körperscanner funktionierte nicht. Daraufhin musste sie zum Sicherheitsdienst, weil sie was metallisches am Bein hätte. Mit ihrem Englisch konnte sie auch nicht erklären, dass sie weder operiert sei noch sonst was. Zu allem Übel durfte sie auch noch zum Drogentest. Außerdem wollte sie für meine Familie die beliebte australische Süßigkeit „Tim Tams“ mitbringen, die am Flughafen ein halbes Vermögen kosteten.
Ich fuhr an den Coogee Beach in Sydney (https://en.wikipedia.org/wiki/Coogee,_New_South_Wales). Auf dem Weg stoppte ich, um mich ein bisschen her zu richten. Die Leute in dem Wohngebiet schauten nicht schlecht, als ich da stand und mich in meinem Außenspiegel schminkte.
Der Strand war total voll und ich brauchte ewig, bis ich einen Parkplatz fand. Mein allerletztes Geld war mein Kleingeld in einem Säckchen mit dem ich die Parkgebühren bezahlte.
Manu hatte sich verpätet und ich guckte so lange die schönen Läden an. Nun war auch das Wetter gut geworden, es war warm und die Sonne scheinte. Manu der auch aus dem Schwabenländle kommt kenne ich aus der Berufsschule. Wir waren zusammen in einer Klasse und da er beruflich gerade für ein paar Wochen in Sydney ist, beschlossen wir uns zu treffen.
Wir freuten uns total uns nach 3 Jahren wieder zu sehen und hatten uns sehr viel zu erzählen. Der ganze Stress war vergessen und ich freute mich über die Aufheiterung nach dem stressigen Morgen. Manu war total nett und lud mich auf eine Dominos Pizza ein. Obwohl ich das nicht wollte blieb er eisern. Er war selbst mal Backpacker und weiß wie es ist kein Geld zu haben.
Die leckere Pizza verspeisten wir im Park wo gerade ein brasilianisches Fest war. Alle Leute musizierten und tanzten und hatten super viel Spaß.

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Wir chillten eine Weile am schönen Strand und da ich nicht auf das gute Wetter vorbereitet war, schwitzte ich in den langen Klamotten.

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Manus Mitbewohnerin sagte in der Nähe der Wohnung hätte es kostenlose Parkplätze. Dort fanden wir einen guten Platz und ich schaute mir an wo er gerade wohnt. Seine Mitbewohnerin hat zwei Hunde die mich erst mal ordentlich anbellten.

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Das Leitungswasser soll man hier nicht trinken und es hat auch kein anderes Wasser. So kochten wir Wasser im Wasserkocher ab und stellten es in den Kühlschrank. Leider wollte es nicht abkühlen, aber wir hatten viel Durst. Auch die Eiswürfel schmolzen zu schnell und am Ende tranken wir das Wasser halt warm.

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Manu hatte schon wieder hunger und wir liefen zum Supermarkt. Nach dem Essenshopping zog es uns in einen Pub. Eigentlich hatte ich keinen Hunger, aber Manu der vor kurzem Vegetarier geworden war, bestellte einen Pilzteller den wir uns teilten. Zum Nachtisch gab es viel Eis mit Schokosoße – yummi ! Der Pub war gut besucht und auch ein Bier gab mir Manu aus. Wir hatten auch hier noch viel zu reden und einen super lustigen Abend.
Im Dunkeln liefen wir zurück zu seiner Wohnung und ich verabschiedete mich. Da der Parkplatz ruhig und geschickt war, blieb ich da mit Brissie stehen und schlief in meinem fahrbaren Haus ein.

Grüße vom bad day der noch ein good day wurde
Nadine

What a Drama

Samstag, 20.02.2016

3:00 Uhr morgens. Der Wecker klingelt fröhlich, aber wir sind alles andere als fit. Im Halbschlaf packen wir die restlichen Sachen zusammen und schleichen uns aus dem Zimmer um die anderen Mädels nicht zu wecken.
Wenn man um 3:30 morgens vor dem Hostel auf den Shuttlebus wartet und die betrunkenen, feiernden Partygäste sieht, ist das kein toller Anblick. Vor allem wenn nach einer Schlägerei ein junger Mann direkt vor unseren Augen in den Krankenwagen verladen wird und die weinende Freundin daneben steht. Halleluja waren wir froh diesem Horrorszenario zu entkommen und der Bus erlöste uns zum Glück. Für 10$ pro Person brachte er uns im Dunkeln zum 15 min. entfernten domestic Flughafen von Cairns.
Wir hatten schon online eingecheckt und waren erst eine Stunde vor Abflug da. Wie immer gingen wir zur Kofferaufgabe und die nette Dame fragte uns, ob wir nicht von der Verspätung gehört hätten. Hä? Was? Da erfuhren wir, dass unser Flug 4 Stunden Verspätung hatte. Weil wir über booking.com gebucht hatten, wurde uns die Verspätung nicht mitgeteilt.
Leider gab es in diesem Flughafen weder Teppichboden, noch Bänke noch sonst was. Sandra legte sich auf zwei unbequeme Massagesessel und ich versuchte auf dem Boden zu schlafen. Das war so unkomfortabel, dass an Tiefschlaf natürlich nicht zu denken war.

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Irgendwo darunter bin ich

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Ich wachte von einer Durchsage auf, dass es Essengutscheine für unseren verspäteten Flug gäbe. Leider hatte Virgin Airlines nicht so weit gedacht und ich musste nochmal zum Schalter vor. Das hieß erneut durch die Sicherheitskontrolle. Da die Schlange so lang war, drängelte ich mich unauffällig vor. Wir bekamen jeweils zwei Gutscheine für je 8$. Da die Preise aber auf dem Flughafen horrend sind, kommt man damit auch nicht sehr weit. Somit ging ich zum Hungry Jacks (Burger King in Deutschland) und bestellte das günstige Frühstück. Sandra musste auf ihr Essen in einem Cafè sogar noch drauf zahlen.
Das Warten zog sich ewig und zum Glück fand Sandra einen kleinen Außenbereich wo man zwar aucht nicht schlafen konnte, aber drinnen wurde es wegen der Klima irgendwann echt zu kalt. Dort waren zwei sehr komische Aboriginies die sich total daneben benahmen. Der eine wurde von einem Flughafenangestellten geweckt, weil er das boarding verpasst hatte. Kurz machte er die Augen auf, aber schlief weiter.
Als dann endlich boarding-time war, waren wir die Einzigen am Gate. Das war komisch. Nach 10 min. warten, waren immer noch keine anderen Passagiere da. Wir fragten uns schon, ob der Flug nun komplett abgesagt wurde, oder nochmal Verspätung hätte. Ich musste durch den ganzen Flughafen laufen um eine Anzeigetafel zu finden. Das Gate hatte sich geändert und wieder mal hatte uns keiner bescheid gesagt. Wir rannten zum richtigen Gate, wo eine lange Schlange war. Unser Flugzeug war noch nicht mal da. Es dauerte nochmal 20 min. bis wir endlich rein konnten und somit gab es nochmal eine halbe Stunde Verspätung.
Der Flug war ganz ok, aber jedes Geschaukel bringt mich aus der Ruhe. Ich hasse fliegen! Dafür waren nicht viele Passagiere an Board und ich konnte mich wieder über zwei Sitze legen.

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Der Pilot war super nett und total witzig und machte dauernd Späße. Sogar die Sicherheitsunterweisung nahm er selbst vor. Auch die nette männliche Stewardess war super drauf. Ich fragte ihn, ob ich im vorderen Bereich des Flugzeuges aufs Klo dürfe. Er meinte, dass heute die Business-Class leer wäre und das ginge. Auf dem Rückweg lachten mich die leeren, bequemen, großen Ledersessel der Business-Class so an, dass ich mich dort niederließ. So hatte ich einen super Platz und konnte mich ein bisschen in die reichen Leute einfühlen 😉
Sandra gab in der Zwischenzeit schon fast eine Vermisstenanzeige auf.
Nach dem knapp dreistündigen Flug landeten wir im bewölkten Sydney. Vom Flugzeug aus hatte man einen guten Blick auf die Oper und die Harbour Bridge. Zum Glück gab es nicht so starke Turbulenzen durch die Wolken durch.

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Wer erkennt die Harbour-Bridge und die Oper?IMG_5993 (FILEminimizer)  IMG_5999 (FILEminimizer) IMG_6001 (FILEminimizer)
Wir suchten uns einen Bus und fuhren Richtung Bondi. Eigentlich wollten wir einen MC Donalds mit WLAN, aber den fanden wir nicht. Statt dessen nahmen wir den Bus zum Strand. Dort ließen wir uns im MC nieder und suchten per App Wiki-Camps einen kostenlosen Parkplatz für die Nacht. Sarah, bei der mein Auto stand, war nicht da und sagte sie lege den Autoschlüssel in den Briefkasten. Wir hatten sie gefragt, ob wir bei ihr schlafen könnten, aber sie antwortete einfach nicht.
Wir kauften noch was zu Abendessen im Supermarkt, wo mich zwei lustige Griechen ansprachen, weil ich mit dem ganzen Gepäck auf Sandra wartete.

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An der Bushaltestelle warteten wir ewig, aber es kam immer nur der falsche Bus. Zufällig kamen die Griechen vorbei und stellten sich auch Sandra vor. Der eine hatte einen Job für mich als Flyerzustellerin. Nach einer Stunde fragte ich mal einen anderen Busfahrer. Weil Samstag ist, gäbe es keinen Bus mehr um die Zeit nach Watsons Bay. Da mischte sich ein total netter Australier ein. Er lud uns das schwere Gepäck in den Bus und erklärte uns genau, welche anderen Busse wir noch nehmen sollten. So mussten wir ein Stück mit einem Bus fahren, einen steilen Berg mit dem ganzen Gepäck hoch laufen und dann ein kleines Stück mit einem anderen Bus fahren. Danach mussten wir zu Fuß nochmal eine ganze Weile zu Sarahs Haus laufen. Dieses fanden wir wider erwarten auf Anhieb und waren sehr froh. Ich hatte nämlich weder eine Adresse, noch wusste ich, wie Sarah mit Nachnamen hieß und erreicht hatte ich sie auch nicht. Der nette Australier half uns mit Allem bis er einen anderen Bus nehmen musste und wir bedankten uns 1000 Mal bei ihm. Dieser Mann war wirklich außerordentlich hilfsbereit und auch der Busfahrer der extra ausstieg um auf den Busfahrplan zu schauen und dabei Ärger kassierte half uns lieb.

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In Sarahs Briefkasten dann: Kein Schlüssel ! So ein Mist, dachten wir. Sie sendete mir per SMS eine Nummer bei der ich anrufen sollte. Nach der langen Tortur hatte ich echt darauf keine Lust mehr. Zum Glück handelte es sich dabei um die Nachbarin die mir meinen Schlüssel übergab.
Endlich hatte ich meine Brissie wieder und das Gepäckschleppen war vorbei. Sofort machten wir uns auf zu unserem Schlafplatz. Dieser war an einem Park direkt an einer Straße. Erlaubt war es wieder mal nicht dort zu schlafen, aber das ist es in Sydney nirgends. So saßen wir im Park bei Regen auf nassen Bänken, aßen Brötchen mit Käse und Gurken und waren froh endlich dort zu sein.
Wir sortierten noch ein bisschen um, sodass wir im Auto Platz zum Schlafen hatten und gingen früh ins Bett.
Der Regen an den Scheiben hatte ein beruhigendes Gefühl und bald schliefen wir ein.

Strapazierte Grüße
Nadine

Diving with Sharks in the Great Barrier Reef

Donnerstag, 18.02.2016

Im Hostel ist es immer doof, wenn man früh aufstehen muss. Da gilt es ganz schnell den Wecker auszuschalten, bevor jemand anderes aufwacht.
Wir waren rechtzeitig dran, aßen was und machten uns zu Fuß auf dem Weg zum Hafen. Wir planten sehr viel Zeit ein (bei unserer Orierung weiß man ja nie).
Die Tusa 6 ist eines der größten und modernsten Tauchschiffe zum Great Barrier Reef. (http://www.tusadive.com/) Es waren einige Leute da und auch sehr viele Chinesen.

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In der eineinhalb stündigen Fahrt fuhr uns die Tusa 6 sehr weit aufs Meer raus. Es gab bequeme Eckbänke, das Schiff hat sogar Teppich und man konnte auch draußen sitzen. Es hätte immer noch Platz für mehr Leute gehabt, was gut war, denn so konnte man sich ausbreiten. Neben uns saßen total nette Amerikaner mit denen ich mich gut unterhielt.
Es gab ein Briefing und weil Sandra noch nicht so gut englisch spricht, bekamen wir den deutschen Guide Matt zugeteilt. In einer 6-er Gruppe bekamen wir alles nochmal erklärt und es war eine gute Auffrischung. Ich bin nämlich schon seit 10 Monaten nicht mehr getaucht. Matt gab uns unsere Tauchcomputer und die ganze Ausrüstung und dann machten wir uns fertig. Da das Wasser am Great Barrier Reef 30 Grad warm ist, bekamen wir nur einen total lustigen, schwarzen, dünnen Anzug mit Kapuze. Mit einem großen Schritt gings vom Boot ins Wasser, Matt voran und die 6 anderen hinterher. Am Anfang wurden wir gefragt, ob wir gleich allein los wollen, aber das war uns beiden nicht so recht. Sandra hat zwar schon einige hundert Tauchgänge, aber kennt sich hier nicht aus und wusste auch gar nicht wie gut ich tauche. An der Schnur von der Boje gings in die Tiefen des Ozeans runter. Die Sicht war gut, wir waren nur auf ca. 8 Meter und mein Druckausgleich klappte diesmal auch. Zum Glück machten mir meine Ohren wenigstens diesmal keine Probleme.
Leider ist es kein Gerücht, das das Great Barrier Reef total kaputt ist. Überall sieht man wo die Korallen zerstört sind und unser Guide der ständig mit den Flossen hin kam, machte das nicht besser. Dafür wusste er sehr viel und schrieb alles auf eine Unterwassertafel. Welche Koralle wie alt ist und was es für Fische sind. Das war sehr interessant. Leider sieht man auch nicht viele Fische und das machte mich ein bisschen traurig. So viel Natur wird von den Menschen zerstört. Wir konnten einige große Regenbogenfische, Triggerfische und Krabben sehen. Matt zeigte uns viele Sachen die wir sonst bestimmt nicht gesehen hätten.

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Nach 30 min. wollte Matt wieder an die Oberfläche und schickte Sandra und mich die restlichen 15 min. allein los. Wir tauchten nicht zu weit weg um uns nicht zu ver“laufen“, aber sahen auch nicht wirklich viele Fische. Nur ein paar kleine Nemos waren dabei.
An der Oberfläche zogen wir gerade die ganze Ausrüstung aus, als eine Frau zu uns kam und meinte wir können uns gleich wieder anziehen. Es gab ein bisschen Obst und dann gings sofort wieder runter. Wir wussten gar nicht, dass wir drei Tauchgänge hatten. Irgendwie sind wir von zwei ausgegangen und freuten uns über den Dritten.
Wir schwammen gerade alle hinter Matt her, als Sandra mich plötzlich anstupste. Unser Guide hatte eine Plastikflasche mit der er Geräusche machte. Gerade als ich ins dunkelblaue Wasser schaute, sah ich ihn: Einen Hai ! Ich freute mich tierisch und wollte gerne hin schwimmen. Leider war er bald schon wieder verschwunden. Es handelte sich um einen „Black Tip Reef Shark“, also ein relativ Kleiner und ungefährlicher. Trotzdem war ich total froh meinen ersten Hai gesehen zu haben. Ein paar Meter weiter sah ich noch einen anderen mit einer weißen Flossenspitze.

Der Tauchgang war ebenfalls nach 45 min. zu Ende und wir tauchten wieder direkt am Boot auf. Die Sicht war so gut, dass das einfach war. Das Boot hat hinten sogar eine Bank, sodass man seine Flossen noch im Wasser ausziehen kann. Das ist super praktisch. Matt stresste uns und sagte wir sollen uns beeilen, bevor es kein Essen mehr gäbe. Wir waren die Letzten und tatsächlich hatten die anderen schon einiges verputzt. Es gab kaltes Fleisch und Wurst und sehr viele verschiedene Salate und Käse. Diese waren sehr lecker und außerdem gabs Brötchen dazu. Wir ließen es uns an Deck schmecken und genossen den Ausblick bei genialem Wetter. Derweil war der Kapitän schon zu einer anderen Stelle gefahren.
Bei der Vorstellung hatten die Crew-Mitglieder gesagt, dass man gerne zum Kapitän hoch könnte. Die Chance ließ ich mir nicht entgehen und guckte ihm über die Schulter. Er musste gar nichts machen und das Schiff steuerte sich sogar von selbst. Auf einem Bildschirm waren die genauen Koordinaten eingezeichnet und alles sah total modern aus.

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Wir hatten noch nicht mal eine Stunde Pause da sollten wir uns schon wieder fertig machen. Eigentlich ist es wegen dem Stickstoff nicht gut, so viele Tauchgänge in so kurzer Zeit zu machen, aber uns blieb ja nichts anderes übrig. Diesmal trauten wir uns zu allein zu gehen, weil Sandra sagte es ist einfach am Riff entlang zu tauchen und meinte ich würde meine Sache gut machen.
Der Abstieg ging auch ohne Boje, aber Matt musste uns über Wasser erst mal zeigen, wo das Riff ist. Das sorgte für Lacher.
Leider gab es hier auch nicht mehr Fische als an der anderen Stelle. Wir gingen bis auf 22 m runter und das Wasser war schön klar. Dafür leuchteten die Korallen in allen möglichen Farben. Man sah pink, rot, grün, gelb und alle möglichen Formen und Größen. Manche Pflanzen schnappen zu, wenn man die Hand drüber hält und das ist lustig. Unter Wasser zu sein ist einfach ein geniales Gefühl. Wenn man schwerelos über die tollen Korallen schwebt und die Fische einem entgegen schwimmen. Außerdem waren Sandra und ich gute Tauchbuddys und verbrauchten ungefähr gleich viel Luft, was gut ist.
Es gab wieder einige große Regenbogenfische und andere Größere. Auch wir fanden sehr einfach zum Schiff zurück und waren froh allein los geschwommen zu sein. Einen Guide dabei zu haben, kostet nämlich nochmal 10$ extra. Da sind wir ganz Schwaben und sparen wo wir können.

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Tauchen macht ziemlich müde und dementsprechend fertig waren wir auch. Es gab leckeren Kuchen, wo wir uns fleißg bedienten und dann legten wir uns draußen auf eine Bank und schliefen. Wir waren noch nicht wieder am Hafen als unser Guide Matt uns aufweckte. Zusammen mussten wir die Logbücher ausfüllen und dann erreichten wir schon den Hafen von Cairns.
Als wir aus dem Schiff ausstiegen, stand die ganze Schiffscrew Spalier und klatschte jeden ab. Das war total süß und sah lustig aus.
Alles in Allem war es echt schön, obwohl es schade ist, dass das berühmte Great Barrier Reef so tot und kaputt ist. In Thailand und Malaysia habe ich definitiv mehr gesehen. Die Tusa 6 ist ein super Tauchboot das man echt nur weiter empfehlen kann. Es ist zwar sehr teuer, aber so sind eben die Preise in Australien. Außerdem wurden wir ein paar Mal unter Wasser fotografiert, aber die Bilder wollten wir nicht kaufen.
Zurück im Hostel richteten wir uns nur schnell und standen in der langen Schlange beim kostenlosen Essen. Diesmal gabs für mich Reis mit Tomatensoße und für Sandra Kartoffelbrei und Fleisch. Das schmeckte beides überhaupt gar nicht und wir mussten es stehen lassen. Dafür gingen wir wieder in die Stadt und kauften uns guten Nachtisch. Außerdem gabs nochmal Souveniershopping und wie immer verliefen wir uns auf dem Rückweg 😀
Schon um 10 gingen wir ins Bett, weil wir fit für den nächsten Morgen sein wollten.

Liebe Grüße von Nemo
Nadine

Lost the credit cards

Mittwoch, 17.02.2016

Wir waren noch total fertig vom Vortag und dem frühen Aufstehen und auch Sandra blieb mal länger im Bett. Außerdem merkt man die Zeitverschiebung schon. Drei Stunden ist Perth zurück.
Beim Frühstück ließen wir uns Zeit und die Weckle vom Woolworths schmeckten sehr gut. Außerdem gabs Cornflakes, Saft und Kaffee. Ein 5* Backpackerfrühstück also ! Sandra hat sich mittlerweile auch dem Backpackerleben angepasst und findet es nicht schlimm, dass immer viele Leute um uns herum sind.
Das Gilligans ist ein sehr gutes Hostel und auch die Küche ist sauber. Jedes Zimmer hat sein eigenes Bad (was ein Luxus) und Balkon und es gibt sogar Aufzüge.
Sandra fragte mich, ob ich ihre Kreditkarten gesehen habe, aber diese Frage musste ich verneinen. Sie wurde immer verzweifelter und wir suchten jeden Zentimeter im Zimmer ab. Dort waren wir allein, weil drei Mädels am Morgen abgereist waren. Der Geldbeutel wurde von uns beiden durchsucht, jede Tasche und beide Koffer. Nirgendwo war eine Spur der Karten. Sandra wollte es zwar eigentlich nicht glauben, aber vermutete, dass die Mädels die Karten geklaut hatten. Nach einer halbstündigen Suche wollten wir beim ADAC anrufen (von wo eine Kreditkarte ist) um diese sperren zu lassen. Diese waren erst ab 8 morgens (deutsche Zeit) zu erreichen und wir bekamen nur einen Anrufbeantworter. Es gab eine Notfallhotline für Pannen und da ich keine andere Lösung wusste, rief ich dort an. Ich meldete mich mit Sandra und als der Mann dann mit der richtigen Sandra sprach, weil er Details wollte, war er komplett verwirrt. Sofort sperrte er aber die Karte und schickte Sandra gleich eine neue nach Hause. Nur zum Spaß nahm ich nochmal den Geldbeutel in die Hand und suchte durchsuchte ihn nochmal. Und sieht da: Ich hatte beide Karten in der Hand. Wir lachten beide und fragten uns wie es sein konnte, dass wir sie beide nicht gesehen hatten. Da war aber ein kleines Fach und da sind die Karten rein gerutscht. Gut, dass wir nicht dazu gekommen sind die andere Karte zu sperren und gut, dass es nicht die Mädels waren. Sonst hätte ich meinen Glauben an die Menschheit (oder Backpacker) verloren. Den ganzen Tag lachten wir noch darüber. Das war Adrenalin am Morgen.
Es war schon zwei als wir uns auf den Weg zur Lagune machten.

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Wie Brisbane hat Cairns auch keinen Strand, aber dafür gibt es eine kostenlose, große Lagune. Es ist eine Mischung aus Pool und Strand und sieht total schön aus. Man kann im Sand im Wasser sitzen und sieht das Meer. Bei fast 40 Grad an diesem Tag war auch das Wasser nicht kalt, aber es war schön mit dem Handy in der Hand im Wasser zu sitzen und nichts zu machen.
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Zwischendurch machte ich nur einen Abstecher im MC Donalds nebenan um Eis zu kaufen.
Als es schon Abend wurde machten wir uns auf den Rückweg zum Hostel. An einem Baum waren unendlich viele Fledermäuse. Da stand auf einem Schild, dass sie hier eine Auffangstation haben. Sie flogen durcheinander und machten laute Geräusche. Irgendwann schaute ich hinter mich und mir kam das Mädchen da sehr bekannt vor. Zwei laute Freudenschreie, eine herzliche Umarmung und viel zu erzählen. Linda die ich in Melbourne kennen gelernt hatte, arbeitet nun hier in einem Reisebüro und wir waren richtig froh uns zu sehen. Außerdem konnten wir gleiche eine Tour bei ihr buchen. Wir entschieden uns für eine Tour durch den Regenwald mit Krokodilen und vielem mehr. Sie wusste noch nicht wie alles funktioniert, weil sie neu war. Als ihre ersten Kunden versuchten wir es mit ihr raus zu finden. Weil sie nicht weiter kam, rief sie ihren Manager, weil sie bis dato ganz allein in dem Büro war. Linda ist auch im Gilligans und wir machten aus uns nochmal zu treffen.

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Danach machten wir noch eine kleine Souvenier-Shoppingtour.

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An diesem Abend gab es für Sandra einen großen Grillteller im Hostel (dafür musste man zahlen) und für mich einen Veggieburger mit Pommes, Salat und Getränk was auch sehr günstig war. Nach dem gemütlichen Wein und Bier gings wieder auf zum Nachtmarkt. Da diese Massage einfach zu günstig ist und Sandra mich einlud, machten wir gleich nochmal eine. Diesmal sagten wir von Anfang an, dass wir es nicht so stark wollen und es war perfekt.
Wir schlenderten noch eine Weile über den tollen Markt, gönnten uns einen Nachtisch und hatten einen super witzigen Abend.

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Da der Orientierungssinn nicht besser wird, verliefen wir uns wieder einige Male bis wir endlich das Hostel fanden. Dort waren inzwischen neue Mädels ins Zimmer gekommen die alle schon schliefen.

Liebe Grüße vom chilligen Tag
Nadine

Early Bird

Dienstag, 16.02.2016

Um 3 Uhr mitten in der Nacht fuhr uns Birgits Mann Chris netterweise zum Flughafen. Birgit musste an diesem Tag schon wieder arbeiten und wir verabschiedeten uns schon Zuhause von ihr. Die Zeit hier war sooo toll. Wir haben alles gesehen, was in so einer kurzen Zeit möglich ist, Birgit hat unseren Aufenthalt perfekt gestaltet und wir hatten so viel Spaß zusammen. Es war richtig genial hier zu sein. Birgit: Vielen vielen Dank für alles !
Am Flughafen gab es eine automatische Gepäckaufgabe. Da scannt man den Boardingpass und stellt den Koffer selbst aufs Band. Das geht schnell und ist super geschickt.
Der Flieger war pünktlich und was wir nicht wussten: Wir bekamen sogar Essen. Das war echt gut. Der vierstündige Flug war für mich nicht so angenehm. Obwohl das Wetter gut war, ruckelte es ständig. Bei der Landung in Sydney nach fast vier Stunden flogen wir durch einige große, dunkle Wolken durch und dabei gab es natürlich Turbulenzen. Da war es für mich schon wieder vorbei, ich bekam Schweißausbrüche und meine Nerven lagen blank. Leider wusste ich, dass wir noch einen Flug vor uns hatten.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Sydney gings also gleich wieder weiter Richtung Cairns. Von Perth nach Cairns gibt es leider keine guten Direktflüge. Eigentlich dachten wir beide, der Flug wäre nur kurz, aber der Pilot kündigte drei Stunden Flugzeit an. Als ich die dicken Wolken am Himmel sah und es Turblenzen beim Start gab, schmiss ich mir meine starken Tabletten gegen die Flugangst ein. Ich schlief sofort ein und wachte erst kurz vor dem Aufsetzen wieder auf. Die Tabletten machten mich ein bisschen dusselig und ich war ein bisschen „neben der Kapp“, aber wenigstens hatte ich den Flug überstanden. Sandra meinte, dass dieser sehr ruhig gewesen wäre.
In Cairns liefen wir dann gegen eine Wand. Es hatte fast 40 Grad und es herrschten krass tropische Temperaturen. Man konnte fast nicht atmen und nach einigen Sekunden waren wir schweiß gebadet.

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Ein kostenloses Shuttle brachte uns in der kurzen Fahrt zum „Gilligans Backpackers“. Das ist ein riesiges Backpacker-Hostel mit einigen hundert Betten. Wir hatten ein Sechser-Mädchenzimmer, was klimatisiert und groß war.

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Sofort zogen wir uns um und sprangen in die Lagune. Diese ist groß und gehört zum Hostel. Außerdem gibt es zwei große Discos, eine Bar, ein Reisebüro und vieles mehr. Das Hostel ist richtig genial, total sauber und es ist sehr viel los. Alles ist ausgebucht. Das Wasser in der Lagune war zwar warm, aber es war wenigstens eine kleine Abkühlung.

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Wenn man ein Getränk für 6$ erwirbt, bekommt man täglich ein Abendessen kostenlos. Das nutzen wir gleich aus Für Sandra gab`s eine Portion Nudeln mit Bolognese und für mich mit Tomatensoße. Die Portionen waren nicht groß und das Essen kaum gewürzt, aber einem geschenkten Gaul, guckt man bekanntlich nicht ins Maul. Unser Bier und Rotwein schmeckte dafür um so besser und das konnten wir richtig genießen.
Weil wir noch fürs Frühstück einkaufen mussten, tigerten wir gleich los in die Stadt. Cairns ist nicht groß und es ist nicht viel los, aber wir schafften es trotzdem irgendwie uns zu verlaufen. Selbst nach dem die Sonne schon lange untergegangen war, herrschte noch tropische Hitze und der Schweiß lief nur so. In Perth kühlt es nachts so arg ab und hier ist es genau das Gegenteil. Wir landeten zufällig in einem Nachtmarkt. In der Markthalle war es wie in der in Perth. Es gab Fressbuden, Massagestände, Schmuck, Klamotten und vieles mehr. Für 15$ konnte man sich 40 min massieren lassen, was wir gleich ausnutzen. 15 min. durfte man erst mal seine Füße in ein Wasserbad hängen, wo der Chinese gleich mal eine Schüssel umschmiss und den Raum flutete. Die chinesische Massage ist sehr sehr stark. Die Leute stehen auf dem Rücken, drücken überall rum und rauben einem richtig den Atem. Das tat ordentlich weh und sogar noch mehr als die thailändische Massage. Danach fühlten wir uns aber beide wie neu geboren.

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Im Woolworths dachten wir wir stehen in Shanghai. Überall waren Chinesen und es war, als gäbe es was um sonst. Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich so viele Leute in einem Supermarkt gesehen. Man konnte nicht mal mehr laufen. Wir waren echt froh, als wir da draußen waren.

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Der Heimweg war auch eine Tortur, weil unser Orientierungssinn gleich Null ist.
Im Hostel gingen wir sofort in die Heia und schliefen auch schnell in unseren bequemen, extra breiten Stockbett ein.

Grüße aus den Tropen
Nadine