Rainy and stressy goodbye to Sandra

Sonntag, 21.02.2016

Der Tag war eine absolute Katastrophe. Es fing schon damit an, dass wir beide fast nicht geschlafen hatten. Der Regen war sehr stark und das Auto eine Sauna. Sobald wir die Fenster aufmachten, regnete es rein und mit geschlossenen Fenstern hatte man 40 Grad. Außerdem war es unbequem, die Straßenlaternen waren die ganze Nacht sehr hell und es fuhren viele Autos vorbei.
Als wir aufstanden regnete es immer noch und wir sollten eigentlich unser Zeug umpacken. Ich fuhr uns zum Tamarama Beach wo ich mit meinen Mitfahrern vor 3 Wochen schon zum Duschen war. Im strömenden Regen rannten wir mit unserem Zeug in die Duschen. Zum Glück waren diese sehr warm und das Wasser weckte uns.
In einem kleinen netten Cafè saßen wir am Strand, tranken Kaffee und warteten bis der Regen nachließ. Da der dumme Regen uns den Gefallen nicht tun wollte, wurden wir auf dem Weg ins Auton wieder nass. Da hätte man sich gar nicht abtrocknen müssen.

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Das nächste Ziel war wieder mal ein Mc Donalds. Ich verfuhr mich einmal, was mich mindestens 15 min. kostete und richtig ärgerte.
Auf dem Parkplatz standen wir und räumten (mal wieder) das Auto komplett aus. Sandra versuchte zu packen, aber bekam ihr Zeug nicht in den Koffer gequetscht. Sie probierte und probierte. In der Zwischenzeit versuchte ich die Airline zu erreichen, was fast unmöglich war. Immer wieder flog ich aus der Leitung. Sandra dachte nämlich, dass sie zwei Mal 23kg Freigepäck hat und brachte extra einen kleinen Koffer und einen Rucksack mit, um viele Sachen die ich nicht mehr brauche mit nach Hause zu nehmen. Ich verfiel in sofortige Schockstarre als der Mensch am Telefon nur ein Gepäckstück notiert hatte. Über 400$ hätte es gekostet ein Teil dazu zu buchen. Na danke ! Das könnt ihr behalten. Ich war ein bisschen angenervt, weil ich eigentlich damit gerechnet hatte mein ganzes Zeug los zu werden. Bald muss ich mein Auto verkaufen und es passt niemals alles in den Backpack. Vorallem meine teuren Reitsachen will ich eigentlich nicht zurück lassen.
Wir waren gerade fertig mit packen, da mussten wir auch schon los zum Flughafen. Die Parkplätze waren sehr kompliziert ausgeschildert und ich bekam die Kriese.
In aller Eile rannten wir quasi zum Terminal. Das Parken ist nämlich nur 15 min. kostenlos, danach kostet es 7$ und für eine halbe Stunde muss man bereits 14$ zahlen. Sandra hatte Angst, dass ihr Koffer zu schwer ist. Ich dachte er sei zu leicht. So nahm ich was ich finden konnte in die Hand und hoffte ich konnte es noch in den Koffer stopfen, falls er zu leicht ist. Im Gebäude suchten wir eine Kofferwaage. 20,5 kg. Alles was ich in der Hand hatte, packte ich rein und dann waren es 20,8 kg. Sandra wollte, dass ich mir ihr komme um den Koffer aufzugeben, falls es sprachliche Barrieren geben sollte. Die Dame sagte, dass man auch zwei Handgepäckstücke haben könnte, aber umpacken wollten wir dann auch nicht mehr. Ich füllte noch schnell Sandras Einreiseformular aus und wir verabschiedeten uns in aller Hektik.
Die zweieinhalb Wochen waren einfach so rasend schnell vergangen. Es war eine geniale Zeit und wir haben sehr viel gesehen, erlebt und hatten unglaublich viel Spaß. Sandra: Es war total cool, dass du her gekommen bist und ich hoffe dir hat es genau so gut gefallen wie mir!

Ich rannte zurück und wollte mein Parkticket abstempeln lassen, als der Automat mir sagte, dass meine Karte nicht gültig sei. Ich probierte es an einigen anderen Automaten, aber ohne Erfolg. Da war ein Angestellter den ich fragte was ich tun sollte und dieser schickte mich zur Schranke. Ich sollte dort auf den Hilfeknopf drücken. Gesagt getan. Ich bekam einen Rüffel, warum ich den Knopf nicht gleich am Automat gedrückt hätte. Ja woher soll ich denn das wissen? Die Frau wollte die Ticketnummer und meinte ich sollte 14$ am Automaten bezahlen und würde eine neue Karte bekommen. Da wurde ich sauer. Ich kam pünktlich innerhalb der 30 min. zurück und nur weil der doofe Automat mein Ticket nicht erkennt, soll ich für über 30 min. zahlen? Mehr als die 7$ die mir Sandra gegeben hatte, besaß ich eh nicht. Ich war offiziell arm. Die Frau meinte sie hätte keinen Nachweis, dass ich früher zurück gekommen sei. Mein Ton schwang um und ich sagte sie solle ihre Automaten checken. Dort fand sie nichts. Zum Glück gab sie nach und schickte mich zurück an den Automaten um die 7$ zu bezahlen. Mein Auto stand so lange mit angeschaltetem Warnblinklicht an der Schranke. Ich zahlte, bekam ein neues Ticket und steckte dieses in den Automaten an der Schranke. Als dieser mir sagte, mein Ticket sei ungültig, suchte ich nach der versteckten Kamera. Ich kam mir total verarscht vor. Da ist man sowieso schon total gestresst und dann sowas ! Wieder hatte ich die selbe genervte Frau am Telefon die behauptete ich hätte nicht bezahlt. Ja woher sollte ich denn dann das neue Ticket haben? Sie wollte mich wieder zum Automaten schicken und als ich protestierte, öffnete sich die Schranke und die Dame wünschte mir einen schönen Tag. Ja geht doch !
Sandra hatte in der Zwischenzeit auch nicht mehr Glück im Flughafen. Der Körperscanner funktionierte nicht. Daraufhin musste sie zum Sicherheitsdienst, weil sie was metallisches am Bein hätte. Mit ihrem Englisch konnte sie auch nicht erklären, dass sie weder operiert sei noch sonst was. Zu allem Übel durfte sie auch noch zum Drogentest. Außerdem wollte sie für meine Familie die beliebte australische Süßigkeit „Tim Tams“ mitbringen, die am Flughafen ein halbes Vermögen kosteten.
Ich fuhr an den Coogee Beach in Sydney (https://en.wikipedia.org/wiki/Coogee,_New_South_Wales). Auf dem Weg stoppte ich, um mich ein bisschen her zu richten. Die Leute in dem Wohngebiet schauten nicht schlecht, als ich da stand und mich in meinem Außenspiegel schminkte.
Der Strand war total voll und ich brauchte ewig, bis ich einen Parkplatz fand. Mein allerletztes Geld war mein Kleingeld in einem Säckchen mit dem ich die Parkgebühren bezahlte.
Manu hatte sich verpätet und ich guckte so lange die schönen Läden an. Nun war auch das Wetter gut geworden, es war warm und die Sonne scheinte. Manu der auch aus dem Schwabenländle kommt kenne ich aus der Berufsschule. Wir waren zusammen in einer Klasse und da er beruflich gerade für ein paar Wochen in Sydney ist, beschlossen wir uns zu treffen.
Wir freuten uns total uns nach 3 Jahren wieder zu sehen und hatten uns sehr viel zu erzählen. Der ganze Stress war vergessen und ich freute mich über die Aufheiterung nach dem stressigen Morgen. Manu war total nett und lud mich auf eine Dominos Pizza ein. Obwohl ich das nicht wollte blieb er eisern. Er war selbst mal Backpacker und weiß wie es ist kein Geld zu haben.
Die leckere Pizza verspeisten wir im Park wo gerade ein brasilianisches Fest war. Alle Leute musizierten und tanzten und hatten super viel Spaß.

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Wir chillten eine Weile am schönen Strand und da ich nicht auf das gute Wetter vorbereitet war, schwitzte ich in den langen Klamotten.

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Manus Mitbewohnerin sagte in der Nähe der Wohnung hätte es kostenlose Parkplätze. Dort fanden wir einen guten Platz und ich schaute mir an wo er gerade wohnt. Seine Mitbewohnerin hat zwei Hunde die mich erst mal ordentlich anbellten.

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Das Leitungswasser soll man hier nicht trinken und es hat auch kein anderes Wasser. So kochten wir Wasser im Wasserkocher ab und stellten es in den Kühlschrank. Leider wollte es nicht abkühlen, aber wir hatten viel Durst. Auch die Eiswürfel schmolzen zu schnell und am Ende tranken wir das Wasser halt warm.

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Manu hatte schon wieder hunger und wir liefen zum Supermarkt. Nach dem Essenshopping zog es uns in einen Pub. Eigentlich hatte ich keinen Hunger, aber Manu der vor kurzem Vegetarier geworden war, bestellte einen Pilzteller den wir uns teilten. Zum Nachtisch gab es viel Eis mit Schokosoße – yummi ! Der Pub war gut besucht und auch ein Bier gab mir Manu aus. Wir hatten auch hier noch viel zu reden und einen super lustigen Abend.
Im Dunkeln liefen wir zurück zu seiner Wohnung und ich verabschiedete mich. Da der Parkplatz ruhig und geschickt war, blieb ich da mit Brissie stehen und schlief in meinem fahrbaren Haus ein.

Grüße vom bad day der noch ein good day wurde
Nadine

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