New York, New York you are great

Sonntag, 21.05.2017

Dieser Tag war nochmal so genial, dass ich immer noch ein breites Grinsen im Gesicht habe, wenn ich daran denke.
Der letzte Tag für uns in New York brach an. Meiner Meinung nach, kann man gut 5 Tage in New York bleiben. Drei Tage sind eigentlich zu knapp um alles in Ruhe zu sehen.
Das Wetter war total auf unserer Seite und die Sonne scheinte. Es war zwar immer noch nicht so warm, aber in der Sonne hatte es auch 20 Grad.
Da wir noch viel vor hatten, machten wir uns vorher einen Plan was wir wann wo sehen wollten. Trotzdem kamen wir wieder später als geplant los, obwohl wir alle früh aufstehen.
So ging es mit der Subway zuerst zum High Line Park. Die High Line ist eine 2,33 km lange, nicht mehr als solche genutzte Güterzugstraße im Westen von Manhattan, die von 2006 bis 2014 zu einer Parkanlage, dem High Line Park, umgebaut wurde. Alles grünt, es ist total bewachsen und super gepflegt. Bei Sonnenschein genossen wir dann den tollen Spaziergang durch diesen besonderen Park.

Im Supermarkt kauften wir Vesper und liefen weiter Richtung Pier. Dort fand gerade der Hopes and Heroes Walk statt. Das scheint hier ein großes Ding zu sein und sehr viele Leute waren unterwegs. Es gibt verschiedene Teams, die alle T-Shirts trugen und jedes Team lief für eine anderes Kind. Der Lauf ist ein Spendenlauf für krebskranke Kinder. Viele Leute machten mit und sportlich musste man nicht sein. Im ganz normalen Spaziergang-Tempo liefen die Teams die Strecke ab und überall standen Streckenposten. Diese feuerten die Läufer mit viel Gejuble und Rascheldosen an und auch uns als wir vorbei liefen. Im Ziel wurden dann alle nochmal richtig bejubelt. Das sah nach einer total spaßigen Veranstaltung für einen guten Zweck aus. Es war viel los und gab einige Teams.
Wir ließen uns neben einem riesigen, alten Kriegsschiff am Pier auf einer Bank nieder und genossen das Essen das wir im Supermarkt gekauft hatten.

Nach dieser Pause starteten wir mit Circle Line Sightseeing die Landmark Cruise. Dieses Schiff fährt in 1,5 Stunden alle wichtigen Sehenswürdigkeiten von New York ab. Dieses Gefühl, dass ich auf dem Schiff hatte, kann ich gar nicht wirklich erklären. Aber bei strahlend blauem Himmel, an der gigantischen Skyline von New York vorbei zu fahren und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen, hat was atemberaubendes. Die Aussicht war faszinierend und ich liebe Schiff fahren. Sogar an der Statue of Liberty sind wir total nah vorbei gekommen. Die Bilder verraten glaube ich ziemlich viel von dieser Schifffahrt. Mit einem schönen, kühlen Bier genossen wir jede Sekunde und die vielen, tollen Panoramas die sich uns boten. Das war so ein tolles Erlebnis und die andere Art den Big Apple zu erkunden.

Nach diesem Highlight beschlossen wir, noch einmal den Big Bus vom Vortag zu nehmen. Diesmal mussten wir nicht frieren und konnten die Fahrt umso mehr genießen. Unser Tourguide war der absolute Knaller. Ich schlug ihm vor, seinen Beruf zu ändern
und Comedian zu werden, worüber er sich freute. Der Student war mit Leib und Seele dabei. Als waschechter New Yorker hatte er viele Geschichten auf Lager und sorgte für beste Unterhaltung. Wir lachten, bis und die Bauchmuskeln weh taten. Der
Verkehr war wieder das absolute Chaos und ein Bus stellte sich unserem Bus mitten in den Weg. Unser Busfahrer musste total kompliziert am anderen Bus vorbei und rückwärts und vorwärts zirkeln. Er hatte es schon fast geschafft, als es einen lauten Knall gab.
Man sah nur noch wild Teile in der Luft herum fliegen und wir duckten uns. Als die Schrecksekunde vorbei war, sahen wir, dass das hintere Plastikteil vom Bus abgerissen war. Der Busfahrer war an einem Baum hängen geblieben und das Plastik ist in tausend Teile zersplittert. Der Fahrer kam hoch, schaute sich den Schaden an und fluchte mit Wörtern die ich hier nicht wiederhole total laut, sodass ich zusammen zuckte. Der Tourguide hatte nur total witzige Sprüche auf Lager und sagte, dass wir von dem Baum angegriffen wurden. Wir standen kurz und dann ging`s aber weiter. Überall hinten im Bus lagen Plastikteile rum und wir wunderten uns, dass keiner auf dem Gehweg oder im Bus zu Schaden gekommen war. Zum Glück saß hinten keiner. Der Guide unterhielt uns super und machte die Fahrt zum Vergnügen.
Für ein kleines Trinkgeld ließ uns der Fahrer in der Nähe vom Central Park raus. Wir wünschten ihm viel Glück mit dem Schaden und er war
super nett und bedankte sich.

Dieser „Courtesy Stop“ war gut und wir liefen dem Park entgegen. Dort kamen wir am Trump Building vorbei. Da stehen Polizisten mit einem Hund davor und man erkennt schon von weitem, dass dieses Gebäude vor Geld strotzt. Alles ist Gold und sehr aufwendig gestaltet. Man muss durch eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen und dann kann man da kostenlos rein. Innen ist ein gigantischer Wasserfall, der vom obersten Stock in das Erdgeschoss fließt. Mit den Rolltreppen fuhren wir einmal hoch und wieder runter. Ein Stück Käsekuchen kostete auch hier 8$. Sonst ist da außer viel Tam Tam und Bling Bling nicht viel zu sehen.
Eindrücke von den Straßen

Wir mussten ewig suchen, bis wir endlich den Fahrradverleih fanden und fragten uns durch. Wir hatten mit dem Explorer Pass kostenlose Fahrräder für den Central Park, welche wir uns ausliehen. Da ich schon ewig nicht mehr Fahrrad gefahren bin (ich besitze nicht mal eins), war es anfangs ungewohnt. Zumal wir uns MITTEN im Großstadtverkehr von NY wieder fanden. Das ist so witzig und wir standen mitten zwischen dieses gigantisch großen Autos auf der 6 spurigen Fahrbahn. Es ging alles gut und wir kamen
heil im Central Park an. Es ist irgendwie paradox in einem Moment noch mitten in diesem Verkehrschaos zu stecken und wenige Minuten später im super schönen, gigantischen, ruhigen, gepflegten Central Park zu stehen, wo Eichhörnchen rum flitzen und Menschen auf der Wiese picknicken. Außer der Blick auf die Skyline erinnert in dieser „anderen Welt“ nichts mehr an Großstadt. Es waren unendlich viele Radfahrer, Jogger, Pferdekutschen und Rikscha-Fahrer unterwegs und es gibt alle paar Meter Ampeln an denen man anhalten muss. Der Weg durch den Park ist eine richtige, breite, asphaltierte Straße die
einmal um den 4,07km langen und 860m breiten Park führt. Mit 349,15 Hektar nimmt er damit etwa 6 % der Bodenfläche Manhattans ein. Es war super witzig durch die grünen Landschaften zu radeln und wo es anfangs nur Berg runter ging, mussten wir uns zum Schluss anstrengen um den Berg hoch zu fahren. Da war die Waffel die Vroni und ich aßen schnell wieder abtrainiert.

Zurück schoben die anderen ihre Zweiräder über den Gehweg zurück zum Fahrradverleih und ich fuhr hinterher. Auf einmal sprach mich eine Frau an und fragte, ob wir mit den Fahrrädern über den Times Square gefahren wären. Ich erschrak und dachte es sei die Zivilpolizei.

Zum Glück war es nur eine, die sich informieren wollte, weil sie die gleiche Idee hatte. Um mit dem Rad über den Times Square zu fahren hatten wir leider keine Zeit mehr, sonst wäre das bestimmt witzig geworden.
Zu Fuß ging`s dann weiter zum Rockefeller Center. Dort wollten wir zum Sonnenuntergang hoch, sodass wir es bei Tag und bei Nacht sehen konnten. Es waren noch 2 Stunden bis zum Sonnenuntergang und wir beschlossen, bis da hin was essen zu gehen. Meine Kollegin Lisa empfahl mir das „TGI Fridays“, welches wir suchten und einen Platz fanden. Dort gibt es typisch amerikanisches Essen mit viel Fett und Kohlenhydraten. Damit man auch weiß, worauf man sich einlässt, steht neben jedem Gericht die Kalorienanzahl. So hat ein Gericht schon mal mehr Kalorien als der Tagesbedarf eines Erwachsenen. Melli und ich teilten uns eine Vorspeise aus Kartoffelschälchen, Mozarellasticks und für sie noch Chicken Wings. Schon allein davon waren wir eigentlich satt. Für mich gab`s als „Beilage“ Mac&Cheese, was aber gut als volle Portion durch ging. Wir ließen es uns schmecken, aber es hatte lange gedauert bis das Essen kam. So kamen wir in Stress. Wir zahlen schnell und rannten quasi zum  Rockefeller Center.
Tickets mussten wir trotz Explorer Pässen noch holen, was wir auch taten. Wir dachten uns trifft der Schlag: Nächster Einlass um 20:40 Uhr! Wir wollten zum Sonnenuntergang da hoch. Eine große Enttäuschung machte sich breit. Das war ein Satz mit X. Leider fingen wir dann noch an uns gegenseitig anzustressen, was die Laune nicht besser machte. Es hilft ja nichts, dachten wir. Das wusste keiner, dass man da zwei Stunden vorher schon die Tickets holen muss.
So saßen wir in der „Wartehalle“ stumm nebeneinander und nutzten das WLAN aus. Bestimmt sahen die Leute aus meterweiter Entfernung wie niedergeschlagen wir aussahen. Es bringt ja auch nichts sich dann noch anzuzicken und Berni tat mir leid mit uns Mädels.
Dabei wurden wir nur eine Stunde später ordentlich belohnt und entschädigt. Die Sicherheitskontrolle war wieder wie am Flughafen und mit Scannern.
Mit dem Aufzug ging es in den 69. Stock – 259m zum „Top of the rock“ (Spitze des Felsens), in dem es aussah wie im Weltall und Musik kam.
Beim Aussteigen verschlug es uns allen die Sprache. New York im Lichtermeer und tausenden funkelnden Farben. Der Anblick ist einfach nur atemberaubend und gigantisch. Man konnte kilometerweit sehen und erkannte alle Wolkenkratzer wieder. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Natürlich knipsen wir viele Fotos und genossen diese Hammer Aussicht. Ein kalter Wind wehte, aber alles war durch Glasscheiben geschützt. Mit der Rolltreppe fuhren wir noch zwei Stockwerke weiter hoch, wo es keine Glasscheibe mehr gibt. Wir hatten also freie Sicht auf den Big Apple. Dieses Erlebnis lohnte sich definitiv und bei Tag kann da ja jeder hoch (*räusper*).

Sehr müde von den vielen Eindrücken und Highlights, wollten wir nur noch in die Betten. Leider kam keine U-Bahn und wir warteten ewig.
So auch viele Amerikaner, die wie wir den kleinen Zettel nicht sahen der versteckt an einem Pfosten am Bahnsteig hing. Mit der Info, dass an diesem
Wochenende keine U-Bahnen mehr fahren würden. Wir versuchten es an einem anderen Gleis, aber ebenfalls ohne Erfolg. Da Berni sowieso unbedingt mal mit einem Taxi fahren wollte, bestellten wir uns eins das uns zurück zum Hostel brachte. Unterwegs dann auf einmal ein Schlag: Wir dachten, der Fahrer hätte einen Menschen umgemäht. Zum Glück bremste er nur wegen einer roten Ampel so stark ab. Was der Schlag war, weiß keiner, aber der Fahrer fragte das Taxi nebenan irgendwas. Taxis sind hier günstig und jeder bezahlte nur 2.50$, also so viel wie mit der Bahn. Da wir die Bahn ja schon bezahlt hatten, zahlten wir doppelt, aber man kann`s nicht ändern…
Im Hostel wollten wir nichts mehr außer schlafen und werden von einem weiteren, genialen Tag träumen.
Liebe Grüße von hoch oben
Nadine

New York – City of Dreams

Samstag, 20.05.2017

Berni und ich waren wieder früh wach und Vroni und Berni waren zum Supermarkt gelaufen und hatten Cornflakes gekauft. Es gab im Zimmer doch eine Klimaanlage die jetzt wieder funktonierte.

In der Hostelküche saßen wir dann zusammen und frühstückten, bevor wir uns auf zum zweiten Tag der New York Erkundung machten.

Neben unserem Hostel war gerade die „Pflanzparty“ in vollem Gange. Die ganze Straße war auf den Beinen und jeder pflanzte Blumen neben die Bäume auf der Straße. Das machte alles viel freundlicher und die Anwohner waren total nett.

Es war um einiges kühler als am Vortag und hatte nur 20 Grad. Außerdem war es stark bewölkt, aber regnete zum Glück nicht.

Eigentlich wollten wir gerne mit dem Hop on Hop off Sighseeing Bus fahren, aber nach einer halben Stunde warten, kam er immer noch nicht. Es sei eine Parade und deswegen würde er an dieser Haltestelle nicht abfahren. Das erfuhren wir von anderen Deutschen die dort anriefen. Außerdem lernten wir einen Österreicher kennen der in den USA wohnt. Berni freute sich über männliche Verstärkung und redete ewig mit dem netten 19 jährigen.

Die Subway brachte uns an den Times Square. Wiedermal kamen wir aus dem Staunen nicht heraus. Alles blinkt, funkelt, überall gibt es Leuchtreklame und es sieht wirklich aus wie man es immer im TV sieht. Am Times Square war die Hölle los und Menschenmassen tummelten sich. Es gibt einen dreistöckigen H&M Store mit riesiger Außenwerbung, was jedes Frauenherz höher schlagen lässt. Der Verkehr ist chaotisch und überall hupt es. Die Reizüberflutung bei so viel Werbung und vielen Geräuschen war groß. Überall gibt es was zu entdecken und es hat sehr viel Läden, Restaurants, Bars, Kinos, Theather und vieles mehr.


Am Times Square entdeckten wir eine Haltestelle und so fanden wir uns mit dem Big Bus im regen Verkehr von New York wieder. Dieser ist ein Doppeldecker-Cabrio-Bus von welchem man eine eine gute Aussicht hat. Teilweise steht man mehr, als dass man fährt, aber man sieht Einiges auf dem Weg. Wir hatten die Downtown Tour gebucht, die uns vorbei am World Trade Center und an der Brooklyn Bridge bis nach China-Town brachte.

Als wir lustige Wagen sahen, stiegen wir aus. In New York fand an diesem Tag nämlich die jährliche Dance Parade statt. Menschen fahren wie beim Karneval mit vielen bunten Wagen und LKW durch die Straßen und es ist jedes mögliche Land vertreten. Die unterschiedlichsten Kulturen, Kostüme und Tänze treffen aufeinander. Die Stimmung war total ausgelassen. Es waren viele Zuschauer am Straßenrand und eine große Polizeistaffel überall verteilt. Jeder tanzte, sang und man sah viele Tänze die man bisher nicht kannte. Von Littauen, über Bangladesch bis hin zu Indien war alles vertreten. Wir tanzten wie viele andere zu YMCA und hatten richtig viel Spaß. Außerdem waren viele TV Sender und hunderte Fotografen vertreten, Das scheint hier ein riesiges Ding zu sein. Alles war total bunt und die Energie und Lebensfreude die vermittelt wurde, übertrug sich auf die Zuschauer. Wir hatten viel Spaß beim Zuschauen und mit tanzen.

Da die Parade bis 18 Uhr gehen sollte, beschlossen wir früher zu gehen und zogen weiter.

Wir kamen an einen Markt, der mich stark an den Camden Market in London erinnerte. Es gab Speisen aus allen Herren Ländern und es roch gut. Ich konnte nicht widerstehen, einen Crêpes zu probieren. Leider erfuhr ich erst hinterher, dass der Nutella-Crêpes mich 7,25$ kosten sollte. Die spinnen, die Amis! Sonst sind wir hier bisher aber sehr sparsam unterwegs. Wir essen nur zwei Mal am Tag und an der Straßenständen gibts gutes und günstiges Essen.

Weiter ging`s mit dem Big Bus durch die Stadt. Wir verpassten die Haltestelle an der Brooklyn Bridge und mussten uns deswegen ein paar Straßen weiter eine U-Bahn suchen. Diese fanden wir leider nicht, aber dafür liefen wir durch China-Town. Dieses war nicht besonders, aber jetzt haben wir das auch mal gesehen.

Der berühmte Bulle an der Wall-Street „Charging Bull“


Mit einer anderen U-Bahn schafften wir es zum richtigen Stopp.

Die Brooklyn Bridge (ursprünglich New York and Brooklyn Bridge) in New York City ist eine der ältesten Hängebrücken in den USA. Sie überspannt den East River und verbindet die Stadtteile Manhattan und Brooklyn miteinander. Die Brücke hat heute sechs Fahrspuren sowie in der Ebene darüber einen breiten Fuß- und Radweg. Zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung 1883 war die Brooklyn Bridge mit 1833,68 m die längste Hängebrücke der Welt; sie übertraf alle zuvor errichteten in ihrer Länge um mehr als 50 Prozent. Für die Stadt New York wurde die Brooklyn Bridge schnell zu einem neuen Wahrzeichen. Als „Sehnsuchtsbrücke“ in das Herz von Manhattan symbolisiert sie den Traum von einem besseren Leben.

Über die Brooklyn-Bridge zu laufen hat was richtig geniales. Leider hatten diese Idee noch hunderte anderer Touris und so war es ein Gedränge und Gequetsche. Von dieser riesigen, beeindruckenden Brücke hat man eine super Aussicht über den Hudson-River. Es gibt drei Schichten. Eine Ebene für die U-Bahn, eine für die Autos und eine für Fußgänger und Radfahrer. Viele Zweiradfahrer beschwerten sich über die Fußgänger die auf dem Radweg liefen – immer diese Touris…  Bis zur Hälfte der Brücke liefen wir und dann drehten wir wieder um.

 

Da wir unbedingt den Times Square (Zentrum des Broadways) bei Nacht sehen wollten, nahmen wir wieder die Subay und fuhren dort hin. Hier ist es übrigens so, dass einem auf dem Bahnticket immer der selbe Preis abgebucht wird. Egal, ob man nur eine Station fährt, oder quer durch New York. Jedes Mal, wenn man die Karte am Drehkreuz rein schiebt, wird eine Fahrt abgebucht. Z.B. in Australien ist es so, dass man die Karte nochmals beim raus gehen in die Schranke steckt und dann den jeweiligen Streckenpreis abgezogen bekommt.

Der Times Square bei Nacht ist absolut unbeschreiblich. Ich weiß langsam gar nicht mehr, wie ich das beschreiben soll. Da reichen Superlative nicht mehr aus. Die Menschenmassen waren größer als am Mittag und die Leuchtreklame noch bunter und verrückter. Da ich ja schon in Las Vegas war, hab ich den Vergleich und finde eindeutig den Times Square beeindruckender. Die Lichter und der rege Verkehr, die leuchtende Außenwerbung und die Atmosphäre sind total faszinierend und ich finde, dass sollte man mal gehen haben.

   

 

      

Wir knipsten Fotos was das Zeug hielt und suchten uns dann einen Platz um die hungrigen Mägen zu füllen. Ein Pub sollte es sein und es herrschte reger Betrieb. Das Essen schmeckte super und war typisch ungesund amerikanisch.

Vom vielen Laufen waren wir super müde und fuhren mit der Subway zurück zum Hostel. Berni ist allein in eine Bar gezogen, aber wir zogen lieber ins Bett.

Liebe Grüße aus der hammer Stadt New York

Nadine

Beautiful Sunrise and Sunset over Bagan

Freitag, 01.07.2016

Obwohl es uns allen schwer fiel, schälten wir uns um 4 aus den Betten um um halb 5 am eBike-Verleih zu sein. Wenn man schon mal so eine Kulisse hat, lässt man sich den Sonnenaufgang natürlich nicht entgehen. Im Dunkeln fuhren wir also zu dem Tempel den uns der junge Mann am Vortag verraten hatte, ich natürlich wieder mit meinem pinken Helm den ich (ganz zum Unverständnis von Lena) schon seit Vietnam mitschleppe. Mit Hilfe einer Taschenlampe kletterten wir die Mauern hoch. Wir ahnten schon, dass es keinen Sonnenaufgang geben wird, weil wir das hier bisher noch nie hatten, aber wir sind Optimisten und stets guter Laune. Jeder träumte so vor sich hin, als langsam immer mehr Tempel erkennbar wurden. Da sah man dann schon, dass sich eine dicke Wolke vor die Sonne schob. Trotzdem hatten wir totales Glück und bekamen einen richtigen Sonnenaufgang zu sehen. Der Panoramablick über all diese vielen Tempel war gigantisch. Allein die Sonne auf all die Pagodas scheinen zu sehen, war das Aufstehen wert. Es versprach ein schöner Tag zu werden und wir saßen lange da und warteten bis sich die Sonne (die wir schon lange nicht mehr gesehen hatten) komplett zeigte.

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Wir hatten alle Hunger und „düsten“ zurück zum Hotel. Da gab es schon Frühstück und wir genossen es total.
Natürlich waren wir trotz Kaffee immer noch müde und legten uns alle wieder ins Bett.
Wir trafen uns um halb 10 um noch ein paar Tempel anzuschauen. Wir fuhren eine schöne Runde und genossen den sonnigen Tag und den blauen Himmel. An einem Fluss machten wir Halt und trafen einen Mann. Dieser ist 51 und reist um die Welt seit er 23 ist. Es gibt kaum ein Land auf dieser Welt das er noch nicht gesehen hat und ich war gleich gefesselt von seinen Geschichten. Was er sagte war sehr inspirierend und ich fragte ihn Löcher in den Bauch. Die anderen suchten zwischenzeitlich nach Bootstickets. Es ist einfach gut sich mit Leuten über Erfahrungen und Länder auszutauschen und zu erfahren wie ein Leben ist das nur aus Reisen besteht. Der Neuseeländer war sehr nett und gesprächig und als die anderen zurück kamen, verabschiedete ich mich nett und er wünschte mir alles Gute. Ich hätte mich noch stundenlang mit ihm unterhalten können.
Die drei hatten Tickets für eine Bootstour zum Sonnenuntergang auf dem Fluss gebucht. Es war immer noch morgens, aber fühlte sich an wie Mittag, weil wir so früh wach waren.
Wir fanden ein nettes Restaurant und tranken einen Kaffee.
Jonas der leidenschaftlicher Golfer ist, hatte gelesen, dass es hier einen Golfplatz gibt. Die Fahrt dort hin war mehr als abenteuerlich. Es ging durch sehr tiefen Wüstensand durch. Unsere eBikes machten wir kurzerhand zu Dirtbikes und fuhren mutig durch den Sand. Jonas landete gleich mal im Dreck und wir lachten ihn aus. Der Sand ist so weich, dass nichts passierte. Lena und ich blieben stecken und Lena musste mich anschieben. Zum Glück sind diese Bikes sehr leicht und ich konnte es immer auffangen, bevor wir hin fielen. Trotzdem hatte das so keinen Wert und Lena lief ein Stückchen nebenher. Wir kamen an einem Luxusresort raus das man so nur aus Filmen kennt. Die Anlage ist riesig, die Gäste können in einem hohen Turm schlafen und es ist überall Luxus pur. Leider verstanden die Rezeptionisten nicht, dass wir nur Golf spielen wollten und so wurde das nichts. Dafür bekam Bianca die typisch burmesische Paste aufgetragen die hier den Leuten (auch Männern) als Makeup und Sonnenschutz dient. Diese wird aus einem Stück Holz gewonnen und die Frau musste alle Kraft aufwenden um die Paste zu bekommen. Ich war neugierig und fragte was denn eine Nacht hier kosten würde. Das günstigste Zimmer würde man für 120 $ die Nacht bekommen und für das Teuerste müsse man über 1.000$ die Nacht zahlen. Da haute es uns doch glatt von den Socken !

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So fuhren wir ohne Golf gespielt zu haben weiter.

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Als wir wieder auf der Hauptstraße waren, versagte wieder Biancas Roller. Zum Glück hatte sie einen Schal dabei und ließ sich von Jonas abschleppen. Sie hielt den Schal und das andere Ende war an Jonas‘ Bike festgemacht. Keine einfache Sache und ein paar Mal mussten sie anhalten. Es ist nicht gerade ungefährlich und irgendwann tauschten die beiden ihre Bikes. Es war ein schönes Stückchen zurück zum Verleih, aber sie schafften es. Dort stellte sich heraus, dass ein Kabel nicht richtig eingesteckt war.
Wir aßen zu Mittag als das Problem behoben war und chillten noch eine Weile.
Pünktlich fuhren wir zurück zum Fluss, wo unser Kapitän bereits wartete. In der Mittagspause hatten wir die Akkus der eBikes austauschen lassen um nicht wieder stehen zu bleiben. Leider zog Lenas und mein Bike nun überhaupt nicht mehr und wir hatten das Gefühl jeden Moment stehen zu bleiben. Die nette Frau vom Boot begrüßte uns und es ging gleich los. Wir hatten das Boot für uns und es gab einen Tisch mit Kaffee und Erdnüssen. So saßen wir da und hielten ein gemütliches Kaffeekränzchen während das Boot gemächlich vor sich hin tuckerte. Es war eine tolle Fahrt, wir sahen wie Kinder im Fluss badeten, Leute ihre Kleider wuschen und andere angelten. Da wird einem Mal wieder bewusst was man selbst für einen gehobenen Lebensstandard hat und die Leute hier glücklich sind, obwohl sie nichts besitzen. Die Häuser die aus Stroh sind, sind so einfach und alle leben gemeinsam unter einem Dach. Das finde ich faszinierend und man sollte so manch einen Jugendlichen aus einem europäischen Land einmal hier her schicken um zu zeigen, dass nicht alles selbstverständlich ist.

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Zum Sonnenuntergang setzte ich mich mit dem Kapitän und einem anderen Mann auf das Dach des Bootes und freute mich, dass die beiden ständig sangen. Bianca zeigte in der Zwischenzeit dem kleinen Jungen der Chefin wie Snapchat funktioniert und die beiden machten viele Grimassen.

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Es war wolkig und somit sahen wir nicht mehr viel von der Sonne, aber die Stimmung auf dem Boot mitten auf dem Fluss war entspannt und wir konnten alle unseren Gedanken nachhängen. Langsam ging es wieder zurück und ich bin froh, dass wir diese Fahrt für 2,50$ pro Person angetreten hatten. Somit hatten wir den Sonnenauf-, und Sonneuntergang an einem Tag gesehen.
Im Dunkeln fuhren wir zum Restaurant bei dem wir Mittags schon zum Kaffee waren. Dieses ist ein vegetarisches Restaurant und so viel Auswahl zu haben bin ich nicht gewohnt. Es war super lecker und alle wurden satt.
Wir gaben unsere Bikes ab und ich holte meine Wäsche. Die Wäsche der anderen war schon früher fertig und wie deren Klamotten waren auch meine noch nass. Ich hängte sie zum Trocknen auf den Balkon.
Bianca verabschiedete sich ins Bett und wir anderen drei saßen auf der Terrasse zusammen. Ich musste bei meiner Bank anrufen, weil ich eine Doppelbuchung auf meiner Kreditkarte hatte. Über Skype ist das Telefonieren sehr günstig und Jonas ließ mich netterweise über seinen Account anrufen. Ich hatte das Gespräch auf Lautsprecher und Jonas und Lena machten sich einen Spaß daraus ständig im Hintergrund zu quasseln. Als die Frau misstrauisch wurde und Jonas dann auch noch sagte: „Toll hast du das alles auswendig gelernt!“, zweifelte sie an der Echtheit des Gesprächs. Sie fragte mich sämtliche Sicherheitsfragen und fragte mich oft, ob das wirklich ich bin. Als Jonas und Lena ruhig waren, glaubte die Dame mir endlich, aber helfen konnte sie mir erst nicht.
Jonas, Lena und ich veranstalteten anschließend eine Zimmerparty. Mit guter Musik, Whiskey und jede Menge Spaß und Gelächter war der Abend perfekt. Wir nahmen unser Lied „I believe in Firpo“ auf und nach langen Überlegungen schickten wir es ihm. Gebannt saßen wir vor Lenas Handy und warteten auf eine Antwort. Ganz Firpo freute er sich total über unser Lied und sah, dass wir viel Spaß hatten. Vielleicht werden wir ja jetzt berühmt, wo doch Firpo nicht unbekannt ist.
Als wir dann schon 24 Stunden wach waren, beschlossen wir nach vielen Bettselfies endlich ins Bett zu gehen.

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Gleich schliefen wir ein und machten aus am nächsten Tag auszuschlafen.

Liebe Grüße von den Tempeln in Bagan
Nadine

Explore the 3.000 Temples of Bagan

Donnerstag, 30.06.2016

Es war 5 Uhr morgens, als der Bus nach 560 km anhielt und uns gesagt wurde, dass wir aussteigen sollten.

Da befanden wir uns mitten im nirgendwo. Eigentlich hatten wir es uns fast schon gedacht, dass es mal wieder so laufen würde, obwohl uns der Ticketverkäufer gesagt hatte, wir würden in die Stadt gefahren werden. Wie immer stand schon ein Minivan für uns bereit. Der Fahrer wollte uns sage und schreibe 5$ pro Person abknöpfen, was hier total viel ist. Jetzt fragt sich bestimmt manch einer, was wir denn wegen solchen Beträgen groß rum machen. Erstens geht es ums Prinzip und zwar darum, dass wir uns nicht abzocken lassen und zweitens macht Kleinvieh auch Mist und wenn man jedes Mal so viel zahlt, dann geht das irgendwann sehr ins Geld und wir reisen alle auf einem Budget. Also sind wir los gelaufen, um ein anderes Taxi zu suchen, denn bis in die Stadt waren es über 40 km. Es war noch ein Pärchen von England da, die zufällig ins gleiche Hotel mussten.
So versuchten wir andere Vans anzuhalten, aber leider ohne Erfolg. Wir liefen immer weiter und waren genervt von dieser Masche der Busunternehmen oder von wem das auch immer aus geht. Für den Bus hatten wir nämlich auch schon 25$ hin geblättert.
Endlich hielt ein Van der voller Leute war. Dieser ist kein offizielles Taxi, aber die Leute die alle von der gleichen Firma waren, nahmen uns mit. Bis das ganze Gepäck in den vollen Bus gequetscht war, dauerte es und einige der Leute mussten auf dem Dach Platz nehmen, aber es geht alles. Nach ca. 20 km stoppte dieser Bus und jeder von uns zahlte 1$. Nun ging die Suche nach einem anderen Taxi erneut los. Lena und die Engländer fanden beide jeweils ein anderes Taxi und nun standen wir in der Mitte. Wir wollten erst mit dem einen Taxi mit, aber dann stritten sie sich um uns und gingen mit dem Preis immer mehr runter. Wir quetschten uns zu 6. in ein 4 Personen Taxi und Lena lag quer über den anderen. Ich entschied mich für den Kofferraum wo das ganze Gepäck drin war.
Wir freuten uns, als die Fahrt vorbei war und zahlten jeder 1$. Na also geht doch auch günstiger !
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Zum Glück hatte unser Hotel Bagan Nova Erbarmen mit uns und ließ uns schon einchecken. Mir wurde sogar wieder mein Koffer die Treppe hoch getragen. Wir hatten zwei Zimmer mit Einzelbetten und die Zimmer hier sind schön und sauber und es gibt ein richtiges Bad mit richtiger Dusche – yippi!
Wir legten uns nochmal für ein Schläfchen hin und trafen uns dann zum Frühstück. Fast neben dem Hotel wurden wir fündig und hatten ein sehr leckeres Essen (ohne Reis).
Vom Städtchen Bagan (historische Königsstadt) waren wir alle ziemlich enttäuscht. Wir dachten es sei eine Stadt wie Yangon, aber statt dessen war es nur ein sehr kleines Kaff wie die anderen Orte an denen wir bereits waren. Bagan ist vor allem für seine Tempel bekannt, von denen es hier über 3.000! gibt. Bagan ist eine der größten archäologischen Stätten in Südostasien. Es ist unterteilt in New-, und Old-Bagan (Neues-, und Altes-Bagan). Im alten Teil wohnen vorwiegend die Burmesen und alles ist traditionell und im neuen Part sind vorwiegend die Hotels und die Touristenrestaurants. Viele vergleichen die Tempel in Bagan mit Angkor Wat in Kambodscha.
Die einfachste, coolste und günstigste Methode die Tempel zu erkunden ist, sich ein Elektrobike auszuleihen. Diese findet man an jeder Ecke und überall wird mit kostenlosem waschen der Wäsche geworben, wenn man ein Bike mietet. Da unsere Wäsche das wieder nötig hatte, gaben wir sie gleich ab. Für sage und schreibe 4$ bekamen wir ein Bike für zwei Tage und unsere Wäsche gemacht. Normalerweise wäre das Waschen allein schon teurer gewesen. Die eBikes sehen aus wie Roller, aber sind batteriebetrieben und fahren max. 40 km/h. Als Tourist ist es in Myanmar nämlich wegen der Unfallgefahr nicht erlaubt einen Roller zu fahren.
Für mich ein gutes Zeichen: Lena wagte sich wieder bei mir mitzufahren.
Unterwegs trafen wir viele andere Touris mit eBikes. Es war total spaßig mit diesen langsam Krücken rum zu bummeln und man konnte sich alles genau anschauen. Man weiß gar nicht so recht welche Tempel man sich anschauen soll, denn es gibt so viele davon. Sie sind einfach überall: Am Straßenrand, sehr weit abseits und direkt in dem Städtchen drin.
Wir waren gerade in einem kleinen Dörfchen als Biancas Bike den Geist aufgab. Wir mussten die Leute von der Vermietung anrufen (zum Glück stand die Nummer auf dem Bike). Ein Burmese versuchte dem Vermietungsmensch zu erklären wo wir gerade sind. Nach 10 min. kam einer, wechselte die Batterie und weiter ging`s.
Wir hielten an ein paar größeren Tempeln und waren nicht überrascht, dass in jedem von diesen ein Buddha saß. Teilweise sind die Tempel sehr dreckig und vermüllt und wie immer muss man barfuß rum laufen. Wir trafen einen Burmesen der an einem Tempel wohnt und er zeigte uns stolz seine Malereien die er im Tempel vorgenommen hat. Er stellte eine sehr instabile Bambusleiter an die Tempelwand und sagte wir können hoch. Das war alles andere als ungefährlich und eine Stufe war schon halb gerissen. Da wird einem ganz anders, wenn man da hochklettert, aber man wird mit einer coolen Aussicht belohnt. Wir kletterten wieder runter, verabschiedeten uns nett und weiter ging`s.
Zu den ganz großen Tempeln gingen wir nicht, denn die kosten 25$ Eintritt, was mal wieder viel zu viel ist. Das war keiner von uns bereit zu zahlen, aber alle Tempel wo wir hin sind waren kostenlos und kein Mensch dort. Über 2.000 der Tempel haben gar keinen Namen.
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Wir trafen während dem Fahren einen jungen Mann der sagte er zeige uns einen Geheimtipp. Wir folgten ihm mit den Bikes über Stock und Stein, Sandwege und Holperpisten bis wir an einen abgelegenen Tempel kamen. Innen gab es eine Treppe wo es stockdunkel war. Diese kletterten wir hoch und Lena haute sich gleich mal den Kopf an, aber zum Glück hatten wir alle noch unsere Helme auf und so war es halb so schlimm. Draußen mussten wir an einer Ziegelsteinwand hochklettern und hatten den besten Ausblick über viele andere Tempel. Der junge Mann erzählte uns viel und sagte, dass er nie in der Schule war, weil seine Eltern kein Geld hatten. Wir erfuhren, dass nach einem schweren Erdbeben die Spitzen neu auf die Tempel gemacht werden mussten. Unser „Guide“ würde Bilder malen um Geld zu verdienen und fragte ganz schüchtern, ob er uns seine Bilder zeigen dürfe. Die waren echt schön und er malt mit Naturfarben. Dafür nimmt er verschiedene Pflanzen als Farbe und Baumwolle als Untergrund.
Es war noch eine Stunde bis zum Sonnenuntergang und leider kannten den „Geheimtipp“ noch mehrere denn es kamen noch ein paar andere Backpacker die auch alle einen Einheimischen dabei hatten. Wir fragten uns, ob die Geld von uns wollen oder wir ein Kunstwerk kaufen sollten oder warum der junge Mann und die anderen das machten.
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Der Sonnenuntergang war nicht gerade spektakulär, denn es waren wieder viele Wolken am Himmel, aber es war es trotzdem Wert es anzuschauen. Im Sommer fahren hier viele Heißluftballons mit den Touristen, wovon es das meist bekannte Bild von Myanmar gibt. Leider hatten wir Pech und jetzt in der Regenzeit gibt es keine Heißluftballons.
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Wieder sicher runter geklettert, wollte unser „Guide“ uns seine Kunstwerke verkaufen. Keiner von uns wollte 15$ aufbringen und beleidigt zog der Nachwuchskünstler ab. Wir rannten hinterher und gaben ihm 2$ Trinkgeld für seine Mühe. Diese wollte er nicht annehmen, aber wir ließen nicht nach.

Auf dem Rückweg hielten wir an einem guten Restaurant und wurden alle sehr satt. An diesem Abend konnte man mit uns nicht mehr viel anfangen, weil wir alle noch total müde von der langen, anstrengenden Reise waren.

Als Lena und ich zurück ins Zimmer kamen, machte Lena einen Satz zur Seite. Eine riesige Huntsman Spinne saß unschuldig auf unser Wand. Lena die keine Spinnen mag, war schneller aus dem Zimmer draußen als ich gucken konnte und ich versuchte das Tier wieder einzufangen. Leider war sie so schnell, dass ich sie nicht fangen konnte. Lena holte die Jungs von der Rezeption die gleich zur Stelle waren. Dem jungen Burmesen der vielleicht gerade mal 16 war gelang es auch nicht. Zwei andere junge Mädels kamen mit einem Besen dazu. Ich warnte eindringlich, dass keiner die ungefährliche Spinne töten solle. Die Spinne krabbelte auf den Besen, aber war dort genau so schnell wieder unten und verkroch sich hinter dem Bett. Die drei Jungen Leute und ich lagen in der Zwischenzeit fast auf dem Boden vor lachen. Ich filmte die wilde Verfolgungsjagd und es wurde immer interessanter. Sie mussten das halbe Zimmer auseinander nehmen und letztendlich fing der Junge das Krabbeltier mit einer Plastiktüte ein und setzte sie vor die Tür. Lena musste ich versprechen den Raum auf Spinnen abzusuchen bevor sie wieder rein kam. Als die Luft spinnenrein war konnten wir schlafen.

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Liebe Grüße von Bagan
Nadine

Famous Golden Rock

Mittwoch, 29.06.2016

Wir mussten uns wie so oft sehr früh aus unseren gemütlichen (naja, gemütlich ist was anderes) Betten quälen. Um halb 8 kam nämlich schon unser Bus der uns ins 140 km entfernte Kyaikto fuhr.

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Dort buchten wir einen anderen Bus bei einem netten jungen Mann und mussten dann in ein Tuk Tuk steigen. Dieses erinnerte uns mehr an einen Massentiertransport und ich weiß nun, warum ich Vegetarierin bin. Eng wie die Presswürste saßen wir mit vielen Einheimischen zusammen und wie immer saßen auch ein paar Leute auf dem Dach das fast zusammen krachte. Nicht zu vergessen, dass es wieder total schwül war und alles klebte. Ich erschrak total, als sich plötzlich ein Hahn meldete der wohl auch an Bord war. Zum Glück lebte dieser noch, sonst wäre ich aus dem Tuk Tuk gesprungen.

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Darf ich vorstellen: Mein Zukünftiger der nichts von seinem Glück weißIMG_1301 (FILEminimizer)Außerdem hatten wir sehr viel Gemüse dabei. Mir taten die Schweine in einem Tiertransporter immer mehr leid, desto länger die Fahrt wurde. Überall hielten wir an und ließen Leute aus-, und neue wieder einsteigen. Die Burmesen hier konnten kein Englisch und wir redeten trotzdem ständig was auf Englisch mit ihnen. Den einen fragte ich, ob er mich heiratet und weil er mich nicht verstand, nickte er nur und das war dann der Joke des Tages. Ständig redeten die anderen von meinem Mann und fragten, wann die Hochzeit ist. Wir hatten also wie jeden Tag total viel Spaß und machten das beste aus jeder Situation.
Als wir endlich am Ziel waren, konnten wir wieder aufatmen. Uns empfing der Bruder vom Ticketverkäufer wo wir unser Gepäck lassen konnten. Ich machte ein Schloss an meinen Rucksack. Man weiß ja nie…
Dann liefen wir zur Haltestelle wo ein LKW uns auf den Berg zum Golden Rock (goldener Fels) fahren sollte. Wir waren ein wenig im Stress, weil unser Anschlussbus schon um 2 wieder fahren sollte. Leider wartet der LKW-Fahrer bis wirklich jeder Platz voll ist. Das hieß für uns eine geschlagene Stunde in diesem Ding auf unbequemen Metallbänken sitzen und warten. Auf einem Schild steht, dass eine Lebensversicherung im Fahrtpreis inbegriffen ist. Wie ermutigend. Für eine Fahrt zahlt man 2,50$ und wenn man bedenkt, dass auf einem LKW 40 Leute sitzen, weiß man, dass die einen Haufen Geld damit machen.
Legende (Wikipedia)
„Der Legende nach wird der Fels nur von zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten, sodass er nicht herunterfällt. Ein alter Eremit soll von Buddha selbst eine Haarreliquie geschenkt bekommen haben, die er immer in seinem Haarknoten aufbewahrte. Kurz vor seinem Tod wollte er für die Reliquie eine Pagode auf einem Felsblock bauen lassen, der exakt seinem Schädel gleiche. Mit Hilfe des Königs suchte er den Meeresgrund nach einem solchen Felsen ab. Als er ihn schließlich fand, brachte er ihn auf den Berg, wo er noch heute am Abgrund steht.“
Die Fahrt auf den Mt. Kyaiktiyo (1,100 Meter) ist abenteuerlich, aber nicht so krass wie uns viele gesagt hatten. Der Fahrer fährt verrückt und es hat gerade Platz für einen LKW. Ich saß in der Mitte und weil das Führerhaus so hoch ist, sieht man nur an der Seite raus. Da fühlt man sich wie in einem Simulator in dem man Achterbahn fährt. Es war witzig und gut, dass mir nicht so schnell schlecht wird. Mit an Bord waren viele Einheimische und Mönche, weil der Golden Rock die heiligste Stätte in Myanmar ist und dort unendlich viele hin pilgern. Die Fahrt zog sich und unterwegs mussten wir in einem kleinen Dorf anhalten und lange warten bis zwei andere LKW passieren konnten.

Warten bis der LKW voll wird

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Voller LKWIMG_1312 (FILEminimizer)IMG_1315 (FILEminimizer)

Life-insurance (Lebensversicherung) inbegriffenIMG_1395 (FILEminimizer)
Oben angekommen war es sehr bewölkt und fing an zu regnen. Überall werden Ponchos verkauft. Keiner von uns war bereit die 5$ zu zahlen, um den Fels aus der Nähe zu betrachten, wo wir auch gehört hatten, dass es nicht wirklich lohnenswert sei. So suchten wir uns einen Aussichtspunkt und schauten den „schwebenden“ Stein aus der Ferne an. Der 5,5 Meter hohe goldene Fels besteht aus Granit. Der Fels hat eine Beschichtung aus Blattgold und die Pilger bringen Blattgoldblättchen mit, die sie an den heiligen Felsen kleben. Er ist bis in ca. zwei Meter Höhe vergoldet. Frauen dürfen das Heiligtum nicht berühren. Es war so neblig, dass man überhaupt nichts sah. Wir hatten auch nicht mehr viel Zeit zu warten, aber als wir gerade umdrehen wollte, klarte es auf und wir konnten einen kurzen Blick auf den Golden Rock erhaschen. Überall hier in diesem Dorf auf dem Berg liegt Müll und es ist total dreckig. Außerdem hat er sehr viele verletzte Straßenhunde und mir tat es in der Seele weh diese hinkenden und verbissenen Hunde zu sehen die vor allem Angst haben.

Hier könnte ein Bild vom Golden Rock sein

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Wolken weg

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Der LKW der uns runter bringen sollte, sah schon sehr voll aus, aber wir mussten wieder ewig warten, bis er los fuhr. Da wussten wir, dass wir es nicht mehr auf unseren 2 Uhr Bus schaffen würden. Der Himmel wurde immer dunkler und zum Glück hielt sich der Regen in Grenzen. Es hat nämlich kein Dach auf dem LKW. Die Fahrt runter war viel spektakulärer und rasant. In jeder Kurve hatten wir das Gefühl, dass der LKW umfällt. Der Fahrer gab alles und links und rechts geht es sehr steil runter. Da ich dieses Mal an der Seite saß, sah ich, dass der LKW immer sehr knapp am Abgrund fuhr und hielt ein paar Mal die Luft an. Wir mussten wieder eine Weile stoppen und auf andere LKW warten.

DSC_0254 (FILEminimizer)DSC_0257 (FILEminimizer)DSC_0258 (FILEminimizer)DSC_0259 (FILEminimizer)DSC_0261 (FILEminimizer)DSC_0257 (FILEminimizer)DSC_0264 (FILEminimizer)GOPR0963 (FILEminimizer)IMG_1316 (FILEminimizer)IMG_1319 (FILEminimizer)
Unten angekommen erwartete uns schon ein anderer Bruder vom Ticketverkäufer dem wir erst nicht trauten. Wir holten unser Gepäck und luden es in ein anderes Tuk Tuk. Dieses brachte uns zu dem Ort an dem wir morgens mit dem Bus angekommen waren. Zum Glück organisierte der junge Mann für uns, dass wir den 3 Uhr Bus nehmen können (das war vorher ausgemacht). So holte uns ein neuer Bus ab und fuhr die 95 km nach Bago. Auf der Fahrt waren wir so müde, dass wir alle schliefen. Unsere Gesäßknochen taten uns leid und nach einem Tag mit fast nur sitzen auf den unbequemen Sitzen hat man irgendwann kein Sitzfleisch mehr.


In Bago angekommen hatten wir noch 2 Stunden Zeit bis der nun schon dritte Bus an diesem Tag uns nach Bagan fuhr. Ein weiterer Bruder holte uns ab und wir liefen zum Busbahnhof wo wir unser Gepäck deponierten.
Wir suchten uns ein gutes Restaurant in dem gerade Hochzeitsvorbereitungen in vollem Gange waren. Das Essen war sehr gut und wir schlugen die Zeit tot bis wir um 7 wieder am Busbahnhof waren.

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Der Bus war pünktlich und wir waren froh, dass das das letzte Mal umsteigen an diesem Tag war. Wie immer liefen lautstark Filme und Musikvideos in diesem Bus und die Einheimischen unterhielten sich total laut. In Myanmar gibt es leider nicht wie in den anderen Ländern von Süd-Ost-Asien Schlafbusse. Über Nacht in einem Bus zu sitzen in dem man nicht mal die Sitze ganz nach hinten klappen kann, ist doof. Ich versuchte zu schlafen, aber das war unmöglich für mich. Nach einer halben Stunde Fahrt hielten wir außerdem das erste Mal an, sodass die Burmesen Abend essen konnten. Das hieß für uns eine Stunde warten. Im Bus durften wir dabei nicht bleiben.
Das war also eine lange Nacht mit wenig Schlaf.

Liebe Grüße vom Tag der vielen Transporte

Nadine

Was there something in the coffee? Gastbeitrag von Lena

Dienstag, 28.06.2016

Gastbeitrag von Lena

Nachdem wir am Vortag bereits eine Tour zu den Bat Caves gemacht haben, wollten wir an unserem 2. Tag in Hpa-An nicht nochmal mit einer organisierten Tour die anderen Tempel besuchen. Deshalb haben Jonas, Nadine und ich uns für diesen Tag zwei Roller ausgeliehen. Jonas fuhr seinen alleine und ich habe mich mit auf Nadine’s Roller geschwungen. Natürlich habe ich nach ihrem Vietnam Trip, den sie unbeschadet überstanden hatte, gehofft, dass ich das Ganze auch heil überleben werde. Unser erster Stopp war das Hotel Gabana. Hier waren wir schon am Vortag einmal zum Essen und da es so gut war, wollten wir hier frühstücken. Der Kaffee schmeckte hier wenigstens annähernd so gut wie in Deutschland und wer mich kennt, weiß das ich Kaffee liebe.

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Nach einem fantastischen Kaffee und einem leckeren Frühstück ging es los zu unserem ersten Stopp.
Hpa-an ist vor allem dafür bekannt, dass die Tempel sich in Höhlen befinden. So fuhren wir mit super Laune zu der Kawt Ka Thaung Cave und auf der ganzen Fahrt sangen wir unser neues Lieblingslied «I believe in Firpo». Schon auf dem Weg zu dieser Höhle standen hunderte von steinernen Mönchen am Wegrand. Die erste Höhle hatte uns sehr enttäuscht, weil die eigentlich ziemlich klein war, nur ein paar Buddhas darin waren und furchtbare laute Musik lief.

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Heute bin ich fest davon überzeugt, dass uns jemand etwas in den Kaffee getan haben muss. Unsere Laune war nicht normal und so tanzten wir wie die Verrückten zu dieser wunderschönen Tempelmusik. Sollte uns ein Mönch gesehen haben, war er mit Sicherheit entsetzt von uns. Nach unserer kleinen Tanzeinlage schwangen wir uns wieder auf unsere Bikes, mit denen wir in Deutschland sicherlich nicht fahren dürften (z.B. ohne Tacho, Spiegel etc.) und weiter ging es zu unserem 2. Stopp Lumbini Garden. Auf der Einfahrt befanden sich links und rechts 1100 sitzende Buddhas. Es war gewaltig wie viele Buddhas da saßen und uns angeschaut haben. In diesen Gardens befindet sich der Aufstieg zum Mount Zwegabin. Da Nadine sich nicht 100% fit fühlte, wollten Jonas und ich den Gipfel von 723 m alleine erklimmen. Es ging direkt sehr steil los und es waren unglaublich viele Treppen die wir gehen mussten, aber schon nach kurzer Zeit hatten wir einen unglaublichen Ausblick. Da wir uns in Myanmar alle Sim-Karten für unser Handy gekauft haben, konnte ich Nadine mit Bildern immer auf dem Laufenden halten, wo wir gerade waren. Auf unserem Weg nach oben mussten wir immer wieder anhalten um Luft zu holen. Bei 30 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit wandert es sich nicht so einfach. Als wir schon fast oben waren, zog sich natürlich wie so oft der Himmel komplett zu und wir hatten nur noch eine graue Wolkenschicht vor uns. Dann fing es natürlich auch noch in Strömen an zu regen und wir waren in kürzester Zeit bis auf die Unterhose nass. Der Himmel wurde einfach nicht besser und so beschlossen wir umzudrehen und zurückzugehen. Unten angekommen musste sich Nadine erstmal das Lachen verkneifen, weil vor allem ich aussah wie ein begossener Pudel. Bei ihr kam kein Tropfen runter und alles blieb trocken. Leider hatte ich nicht wirklich Ersatzklamotten dabei. Ich bekam von Jonas eine typisch asiatische Hose und ein Tuch und hatte selbst auch noch so ein Tuch dabei. Nachdem die nassen Klamotten abgelegt waren und die Neuen an, hätte ich auch als bunter Papagei durchgehen können. Mein neuer Style war wunderschön und alle schauten mich neidisch an.

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Aussicht vom Berg

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Unser nächster Stopp war der Kyauk Kalap Monastery Tempel. Wie es halt nun so ist in der Regenzeit muss es obligatorisch mindestens einmal am Tag in Asien regen und das war genau an diesem Tempel. Wir setzen uns in ein Restaurant wollten eigentlich was trinken, aber uns wollte keiner bedienen. Pech gehabt, wenn die unser Geld nicht haben wollen. Zum Abschied als wir gingen als der Regen vorbei war, sagte Nadine: „Danke für den guten Service“, weil sowieso niemand Englisch konnte.

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Nachdem uns die ersten drei Tempel bzw. heiligen Stätten nicht überzeugt hatten, fuhren wir schon etwas enttäuscht zu der Kawt Goon Cave. Irgendwann hat man halt einfach genug von Buddhas und Tempeln. Unterwegs schrieb uns Bianca, die den Tag lieber mit einer Tour verbracht hatte, wo wir denn gerade seien und dass es unglaublich schön ist. Wir wussten, dass sie die Tour genau andersrum macht und somit hofften wir, dass wir doch noch etwas Tolles sehen. Und so war es dann auch. Die Kawt Goon Cave war deutlich größer als die anderen Höhlen. Natürlich waren hier auch wieder unzählige Buddhas. Auch in die Wände sind Buddhas eingemeißelt. Unter anderem führten hier über 200 Stufen zu einem Aussichtspunkt. Leider sind fast alle Tempel in Myanmar sehr dreckig, es liegt Müll herum und viel Hundekot der unzähligen Straßenhunde. Überall muss man seine Schuhe ausziehen und das ist nicht appetitlich. Das Wetter war zwischenzeitlich deutlich besser und wir hatten einen super Ausblick. Nachdem wir natürlich unzählige Bilder gemacht haben, ging es weiter zu unserem letzten Stopp.

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Die Yathae Ryan Cave war riesig und wir waren die Einzigen dort. Wir sind bestimmt eine Stunde in der dunklen Höhle herumgeirrt. Natürlich gab es auch hier wieder zu viele Buddhas. Nachdem wir alles erkundet haben und wir genug von den tausenden Buddhas hatten, machten wir uns auf den Rückweg.

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Unterwegs haben wir alle Einheimischen mit Mingalaba (Hallo) begrüßt und wurden auch immer freundlich zurück gegrüßt. Man merkt schon, dass Ausländer, vor allem wir Weißen hier was Besonderes sind und manche von ihnen noch nicht viele gesehen haben. Myanmar ist bisher von Touristen noch fast unberührt und genau deshalb lieben wir es auch. Ich habe in keinem anderen Land in Süd-Ost-Asien so viele nette Leute gesehen wir hier. Also wer die Chance hat, sollte so schnell wie möglich hier hinreisen, bevor auch hier der Tourismus so manches zerstört. Die Fahrt war sehr witzig und wir hatten wie immer viel zu lachen.
Wir haben unsere Roller abgegeben und sind zurück ins Guesthouse. Bianca war auch schon zurück und da wir alle Hunger hatten, beschlossen wir Vier wieder in das Hotel Gabana zu gehen um dort einen Burger und Pizza zu essen. (Man kann nicht immer nur Reis essen). Das Essen dauerte wie immer dort ewig und Bianca und ich die einen Burger mit Käse bestellt hatten, suchten den Käse vergeblich. Das Personal war ein bisschen überfordert mit dem Käse und heizte diesen mit der Plastikverpackung in der Mikrowelle auf. Danach bekamen sie den geschmolzenen Käse nicht mehr aus der Verpackung. Nach 15 min. waren unsere Burger bereits kalt und Bianca die das nicht mit ansehen konnte, ging und half dem Personal mit dem Käse.
Jonas und ich haben uns am Vortag schon eine Flasche Whiskey gekauft für gerade mal 2€. Wir alle haben das Hostelleben genossen und saßen am Abend mit einer Gruppe zusammen, die von überall her kamen und hatten tolle Gespräche. Als es schon spät war gingen wir nach einem tollen Tag in Hpa-an ins Bett.

Lena

Crazy Squad

Montag, 27.06.2016

Wir standen früh auf und checkten aus, weil wir noch was vom Tag haben wollten. Mit dem ganzen Gepäck liefen wir zurück zum Busbahnhof an dem wir angekommen sind. Wir waren noch nicht mal auf halber Strecke, da hielt ein Bus neben uns der nach Hpa-an fuhr, wo wir hin wollten. Wir mussten nicht mal was zahlen und uns wurde sogar unser Gepäck eingeladen. Der Bus war sehr alt, fiel fast auseinander und eine Klimaanlage suchte man vergeblich. Ich setzte mich neben das Fenster um wenigstens ein bisschen Fahrtwind ab zu bekommen, denn es war super heiß. Für die 60 km brauchten wir eineinhalb Stunden die schnell rum gingen. Im Bus wo sonst nur Einheimische waren, waren die „Weißen“ natürlich eine echte Attraktion und wir wurden nett gegrüßt. Irgendwann kam ein Mann, der einen Doller einsammelte und somit war die Fahrt auch noch sehr günstig.
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In Hpa-an angekommen, war es nur ein sehr kurzer Fußweg zu unserem Gästehaus. Das Soe Brothers ist sehr sehr alt und wird von den Soe Brüdern geführt. Unser Zimmer besteht quasi nur aus einem Bett, die Dusche kann man fast nicht als solche bezeichnen und das Klo ist typisch für Süd-Ost-Asien. Für diese schäbige Unterkunft zahlten wir vergleichsweise viel, aber wenigstens war die Familie sehr nett und mir wurde gleich das Gepäck die Treppen hoch getragen. Es gibt viele andere Backpacker und es ist fast wie ein Hostel.

Unser Handtücher
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Die Toilette

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Die Dusche

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Unser Doppelbett und Zimmer

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Das Gästehaus von außen

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Gleich machten wir uns auf den Weg um das Städtchen zu erkunden. Es ist sehr klein und gibt nicht viel und in einer Shoppingmall frühstückten die anderen was und ich blieb bei Tee.
Wir liefen ein bisschen herum und fanden ein nettes italienisches Restaurant (Gabanna) das sogar richtigen Kaffee hat. Dort bestellten wir gleich Mittagessen und ich hatte leckere Spagetti mit Tomatensoße. Es dauerte ewig bis das Essen da war, aber es lohnte sich.
Der See von Hpa-an (Kan Thar Yar lake) war sehr nah und bei gutem Wetter entschieden wir uns zu einem Spaziergang. Wir sahen viele Pärchen die ihre Zweisamkeit genossen, Jugendliche die tranken und andere Leute die mit dem Roller hier fuhren. Alle grüßten uns wie immer freundlich.

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