Crazy Squad

Montag, 27.06.2016

Wir standen früh auf und checkten aus, weil wir noch was vom Tag haben wollten. Mit dem ganzen Gepäck liefen wir zurück zum Busbahnhof an dem wir angekommen sind. Wir waren noch nicht mal auf halber Strecke, da hielt ein Bus neben uns der nach Hpa-an fuhr, wo wir hin wollten. Wir mussten nicht mal was zahlen und uns wurde sogar unser Gepäck eingeladen. Der Bus war sehr alt, fiel fast auseinander und eine Klimaanlage suchte man vergeblich. Ich setzte mich neben das Fenster um wenigstens ein bisschen Fahrtwind ab zu bekommen, denn es war super heiß. Für die 60 km brauchten wir eineinhalb Stunden die schnell rum gingen. Im Bus wo sonst nur Einheimische waren, waren die „Weißen“ natürlich eine echte Attraktion und wir wurden nett gegrüßt. Irgendwann kam ein Mann, der einen Doller einsammelte und somit war die Fahrt auch noch sehr günstig.
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In Hpa-an angekommen, war es nur ein sehr kurzer Fußweg zu unserem Gästehaus. Das Soe Brothers ist sehr sehr alt und wird von den Soe Brüdern geführt. Unser Zimmer besteht quasi nur aus einem Bett, die Dusche kann man fast nicht als solche bezeichnen und das Klo ist typisch für Süd-Ost-Asien. Für diese schäbige Unterkunft zahlten wir vergleichsweise viel, aber wenigstens war die Familie sehr nett und mir wurde gleich das Gepäck die Treppen hoch getragen. Es gibt viele andere Backpacker und es ist fast wie ein Hostel.

Unser Handtücher
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Die Toilette

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Die Dusche

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Unser Doppelbett und Zimmer

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Das Gästehaus von außen

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Gleich machten wir uns auf den Weg um das Städtchen zu erkunden. Es ist sehr klein und gibt nicht viel und in einer Shoppingmall frühstückten die anderen was und ich blieb bei Tee.
Wir liefen ein bisschen herum und fanden ein nettes italienisches Restaurant (Gabanna) das sogar richtigen Kaffee hat. Dort bestellten wir gleich Mittagessen und ich hatte leckere Spagetti mit Tomatensoße. Es dauerte ewig bis das Essen da war, aber es lohnte sich.
Der See von Hpa-an (Kan Thar Yar lake) war sehr nah und bei gutem Wetter entschieden wir uns zu einem Spaziergang. Wir sahen viele Pärchen die ihre Zweisamkeit genossen, Jugendliche die tranken und andere Leute die mit dem Roller hier fuhren. Alle grüßten uns wie immer freundlich.

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Es fing, wie kann es auch anders sein, an zu regnen, aber zum Glück nicht stark. Unterwegs sah ich eine kleines Lamm das ich erst versuchte zu streicheln und als es sich das gefallen ließ, nahm ich es auf den Arm. Es wollte gar nicht mehr runter und genoss sichtlich die Aufmerksamkeit.

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Es war ein schöner Spaziergang und ein bisschen Bewegung nach der Busfahrt war gut.
Im Hostel trafen wir einige andere Leute und zusammen buchten wir eine Tour zur Linno Cave. Wie schon in Kambodscha, fliegen hier zum Sonnenuntergang die Fledermäuse aus der Höhle.
Mit dem Tuk Tuk wurden wir zur Höhle gebracht und hatten viel Spaß auf der Fahrt.

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Wie immer mussten wir auch hier die Schuhe vor dem Tempel ausziehen. Das hieß bei total matschigem Boden den Weg bis zur Höhle barfuß laufen. Es ging über Stock und Stein, war sehr rutschig und gefährlich. Das erinnerte mich irgendwie an den Barfußpark. Um auf einen Aussichtspunkt hoch zu kommen, mussten wir steile Stufen hoch und die Treppe war alles andere als stabil. Sicherheit – was ist das? Die Aussicht war genial und man sah den riesigen Fluss. Leider war er durch den vielen Regen nur eine einzige braune Brühe, aber es sah trotzdem total schön aus.

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Es fing wieder sehr stark an zu regnen und ich stellte mich unter. Wir mussten noch eine Weile warten und dann ging es los. Tausende Fledermäuse flogen pünktlich zum Sonnenuntergang aus der Höhle. Die Einheimischen die dort wohnen, klatschten und schlugen mit Stöcken auf Blech, was einen totalen Lärm verursachte. Warum, wussten wir nicht genau, aber machten einfach mal mit und hatten Spaß wie kleine Kinder. Wir können es uns nur so erklären, dass die Geräusche die Tiere dazu bewegen höher zu fliegen oder zusammen zu bleiben, sodass nichts passiert. Bekanntlich sind Fledermäuse ja blind.

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Als die Sonne untergegangen war, fuhr der Tuk Tuk Fahrer uns zurück. Die anderen waren alle hungrig und so liefen wir zu 8. zu einem Restaurant das uns Tripadvisor empfohlen hatte. Wir heimsten gleich einen Kommentar von einem anderen Mädel ein, weil wir sehr kompliziert beim Essen sind. Bianca ist allergisch gegen Pilze und isst keine Zwiebeln, Jonas hat eine Ei-, Laktose- und Glutenallergie und isst kein Tofu und ich bin Vegetarierin. Nur die Lena ist super pflegeleicht 😉 Das Essen schmeckte fast keinem von uns und das Restaurant sah auch nicht gerade gut aus. Ein Mädchen das mit uns dabei ist, ist aus England, reist allein mit dem Fahrrad durch die Welt und hat in dieser Hitze schon 20.000 km hinter sich gebracht. Täglich fährt sie ca. 200 km. Da hat sie meinen größten Respekt, weil bei diesem schwülen Wetter alles anstregend ist. Sie will sogar zurück nach England fahren. Man trifft hier viele inspirierende Leute mit sehr interessanten Geschichten. Jonas war auch total interessiert und fragte sie viele Fragen. Das Fahren mit dem Fahrrad ist in Myanmar in großen Teilen illegal und so wird sie fast täglich von der Polizei gestoppt, aber durfte bisher immer weiter fahren.
Zurück im Hotel saßen wir mit vielen Leuten zusammen auf dem Balkon und hatten einen gemütlichen Abend, wie immer mit sehr interessanten Storys aus der ganzen Welt. Lena und Jonas hatten sich Whiskey gekauft und genossen diesen günstigen Tropfen.

Liebe Grüße aus Hpa-an
Nadine

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