Biggest reclining Buddha in the world

Sonntag, 26.06.2016

Es war 4 Uhr, also mitten in der Nacht, als der Bus anhielt und uns raus schmiss. Diesmal zu unser Verwunderung sogar am Busbahnhof in der Stadt. Da es nur ca. einen Kilometer zu unserem Hotel war, liefen wir los. Es ging bergauf und ich hatte abartige Magenkrämpfe und Schweißausbrüche. Trotz es mitten in der Nacht war, war es heiß und mein schweres Gepäck zu schleppen machte es nicht besser. Ich dachte ich muss mich auf die Straße legen und dort schlafen, weil ich nicht mehr konnte. Wir waren total froh, als wir ankamen und freuten uns auf ein Bett. Leider zu früh, denn der Rezeptionist konnte kein Englisch und es dauerte ewig bis er verstand, dass wir ein Zimmer wollten. Meine Geduld war am Ende und zum Glück versuchte Bianca zu erklären was wir wollten. Wir hatten nicht reserviert und das Doofe war, dass das Hotel ausgebucht war. Jetzt regnete es auch noch in Strömen und war natürlich immer noch dunkel. Lena und Bianca liefen los um ein anderes Hotel zu suchen und wurden schnell fündig. Wir konnten gleich einchecken und es war sehr günstig. Als es ans Zahlen ging, war es plötzlich viel teurer und wir hatten zu dieser Zeit schon das Zimmer bezogen. Tolle Masche. Mit der letzten Energie und total müde diskutierten wir rum, aber das brachte nicht viel. Bianca verlangte den Manager, sagte das mache keinen guten Eindruck für das Land und sie sei es satt, dass Touristen überall abgezockt werden. So bekamen wir es wenigstens 2$ günstiger und konnten endlich schlafen.
Um 9 standen wir nach ein bisschen Extraschlaf auf und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Busbahnhof. Der Bus zum liegenden Buddha sollte 1$ kosten und wir sollten noch 3 km vom Bus zum Buddha laufen. Ein Taxifahrer bot uns an uns zum selben Preis zu fahren und uns direkt hinzubringen. So saßen wir auf der Ladefläche von einem Pickup auf sehr unbequemen Metallbänken und der Fahrer raste nur so durch die Straßen. Ständig hauten wir uns die Köpfe am niedrigen Dach an, aber hatten total viel Spaß und eine lustige Fahrt. Nur Bianca nicht, denn sie hat Angst vor jeglicher Art von Transport und tat uns total leid.IMG_1169 (FILEminimizer)
Der größte liegende Buddha der Welt befindet sich 20 km außerhalb der Stadt und ist bisher noch ein Geheimtipp. Es steht meines Wissens in keinem Reiseführer und man zahlt nicht mal Eintritt. So waren wir die einzigen Touristen dort. Der Buddha wurde von Win Sein Saytaw gebaut, der starb bevor der Buddha fertig war. Sein Leichnam ist in einer Halle aufgebahrt und hat sogar Überwachungskameras, Ventilatoren und eine Klimaanlage.
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Neben dem Buddha gibt es Wasserrutschen aus Metall auf denen sich viele Kinder austobten und ihren Spaß hatten. Und das ganz ohne Hilfe von Smartphones, Computerspielen oder elektronischen Geräten. Ja es ist möglich !
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Was wir total genial fanden: Man kann in den Buddha rein gehen. Überall wird die Geschichte der Burmesen anhand von schön verzierten Plastikstatuen dargestellt. Leider wussten wir nicht so viel über die Geschichte um alles nachvollziehen zu können, aber interessant war es trotzdem. Es ist super schön zu sehen wie die Burmesen die Touristen empfangen. Überall wird man angelächelt, einem zugewunken, Leute wollen Bilder mit uns machen und man merkt einfach, dass man hier willkommen ist. Vom ersten Eindruck glaube ich auch, dass man hier (außer in Hotels) nicht so viel abgezockt wird. In vielen anderen Ländern von Südostasien wollen die Leute nur unser Geld und sehen die Touristen als gutes Einkommen und man wird oft ausgebeutet. Hier leben bisher noch nicht viele Leute vom Tourismus, weil das ehemalige Burma erst seit 2007 für Touristen zugänglich ist.
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In einem Restaurant gönnten wir uns Kaffee und Frühstück und man muss sich einfach daran gewöhnen, dass es in den nicht-Touristengegenden auch kein europäisches Frühstück gibt und man dann einen super scharfen Reissalat mit Knoblauch und Zwiebeln bekommt. Lecker wars trotzdem. Der Kaffee war mehr Zucker als sonst was, aber das ist ok. Wir alle zuckten total zusammen, als es einen ohrenbetäuenden Schlag tat. Wir fragten uns wo nun eine Bombe eingeschlagen sei. Die Burmesen lachten uns aus und sagten es sei nur eine Mango die vom Baum aufs Blechdach gefallen sei. Sie schenkten uns die Frucht die uns einen Herzinfarkt verpasst hat und wir konnten noch den ganzen Tag darüber lachen.
Nach dem Buddha hielten wir an Mönch Statuen an von denen es sage und schreibe 515 hier gibt. Unser Fahrer ist super nett und kann gut Englisch und erklärte uns einiges. Er war davor Lehrer, aber hörte seinen Job auf, weil er unter der Militärherrschaft gerade Mal 1$ im Monat verdiente.
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Wir fuhren weiter auf einen Berg, wo wir an einem gigantischen Aussichtspunkt mit sehr gutem Blick auf den Fluss raus kamen. Wir besichtigten eine Stupa, tobten uns an Sportgeräten wie kleine Kinder aus und hatten super viel Spaß. Unser Quartett ist echt super und wir verstehen uns richtig gut. Es ist immer lustig, wenn wir die Sprachen durcheinander bringen. Manchmal fangen Lena und ich einfach an Englisch miteinander zu reden ohne es zu merken, oder reden mit Bianca Deutsch die uns dann natürlich nicht versteht. Wenn man so oft von zwischen den Sprachen wechselt sind Verwirrungen vorprogrammiert.
Am Viewpoint trafen wir einen witzigen alten Mann, der Selfies mit uns machte und sich über unseren Besuch freute. Wir fragten uns, was er in seinem Leben wohl schon schlimmes gesehen hat. Außerdem war da eine Schulklasse, die unbedingt ein Foto mit uns machen wollte. Das war super nett und wir fanden aus, dass das Wort Letta für das Peace-Zeichen steht.

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Der Fahrer fuhr uns zurück ins Hotel, wir zahlten insgesamt 10$ und verabschiedeten uns nett.
Wir ruhten uns ein bisschen aus und die anderen liefen nochmal los, aber ich blieb im Hotel um noch einige Sachen zu organisieren. Die anderen kamen erst einige Stunden später wieder und brachten mir Essen mit. Sehr nett von ihnen und es schmeckte super.
Irgendwie hatten wir alle an diesem Abend unsere fünf Minuten (oder fünf Stunden) und hatten einen Lachkrampf nach dem anderen. Wir konnten uns über alles mögliche kaputt lachen und Jonas sollte Imitator werden. Natürlich drehten sich wieder viele Gesprächsthemen um unserem Freund Firpo.
Es war sehr geschickt, dass wir einen TV hatten auf dem wir das Deutschlandspiel anschauen konnten. Leider hatten wir die Kommentare nur auf burmesisch was nach kurzer Zeit nervte, aber besser als gar nichts. Bianca fragte, ob denn Australien auch in der Europameisterschaft spiele, worüber wir uns kaputt lachten. Lena schlief schon während der ersten Halbzeit ein, aber ich wollte das Spiel anschauen. Zum Glück war es wenigstens spannend und ich freute mich, als Deutschland am Ende 3:0 führte. Jonas war während der zweiten Halbzeit auch eingeschlafen, aber ich kann es verstehen, dass er sich nicht mehr so für die EM interessiert, nachdem die Schweiz ja schon ausgeschieden ist. Beim verschossenen Elfmeter von Özil stöhnte ich so laut, dass ich fast die anderen weckte.
Es war schon 1 Uhr als das Spiel vorbei war und danach schlief ich auch gleich ein.

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Liebe Grüße von Mawlamyine
Nadine

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