The best kind of souvenir is a memory

Mittwoch, 31.05.2017

Da wo der Kapitän sitzt, ist vorne – Grüße von Flipper!

Da ein Tag trödeln im Urlaub dann auch wieder reicht (wir sind ja Abenteurer-Backpacker), schafften wir es früh aus den Federn und nach dem Packen waren wir schnell on the road. Den Wohnungsschlüssel deponierten wir wieder im Fahrradschloss. Davor mussten wir aber noch eine Mission erfüllen. Mission Badehose. Am Vortag war nämlich Bernis geliebte Badehose kaputt gegangen. Als wir abends zurück gekommen waren, hatten wir außerdem erschrocken gesehen, dass es Bernis zweite und letzte Badehose vom Balkon geweht hatte, weil wir diese zum Trocken aufgehängt hatten. Da wir uns im 4. Stock befanden, hing die Hose so hoch, dass wir auch mit einem Besen nicht ran kamen. Ich bin Optimist und sagte, dass wir es trotzdem versuchen sollten. So irrten wir erst mal in den unzähligen Fluren dieses riesigen Wohnkomplexes rum und suchten den richtigen Ausgang zum Innenhof. Alles sah gleich aus und wir brauchten drei Anläufe, bis wir den richtigen Baum fanden. Wir schüttelten und schüttelten und siehe da: Die Badehose bewegte sich und machte langsam ihren Weg nach unten. Nach ein paar Schüttlungen, hielt Berni dann tatsächlich sein geliebtes Stück wieder in den Händen (haha). Und siehe da: wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren… Nachdem Berni die ganze Zeit von seiner Badehose (und den kaputten Flip Flops) geredet hatte, konnten wir in wieder glücklich machen.

Zum Frühstücken besuchten wir Ybor City in der Zigarrenstadt Tampa. Auf der 7th Avenue im berühmten kubanischen Viertel, war noch nichts los, aber man bekam auch so was vom spanischen Flair und der südlichen Architektur mit. In fast jedem Laden kann man noch Zigarren kaufen, obwohl diese schon lange nicht mehr hier produziert werden. Es ist total schön und lädt zum bummeln ein. Im Restaurant „Gaspar`s Grotto“ genossen wir unser Frühstück und schlenderten anschließend durch die süßen Straßen.

 

Am Vorabend hatten wir noch ein Hotel in Port St. Lucie an der Ostküste gebucht, was somit unser Tagesziel war.

Zuerst aber hieß es nochmal: Strand! Und wo kann man das besser als im berühmten Clearwater ? Die Stadt ist nämlich bekannt für ihren weißen, 4km langen Sandstrand Clearwater Beach, der aktuell zum besten Strand der USA gewählt wurde.

Bei Tripadvisor hatte ich von einer Delfin Tour gelesen, die sehr gute Bewertungen hatte. So steuerten wir direkt den Hafen an, um uns für 24$ für die nächste Tour anzumelden. Unser timing war mal wieder perfekt und es war nicht mehr lange bis zur 13 Uhr Tour.

In der Zwischenzeit erkundeten wir den Pier 60. Dort herrscht buntes Treiben und es gibt viele Läden, einen wunderschönen Strand und es war die Hölle los. Auch in Clearwater kann man einiges unternehmen, wie z.B. Jetski fahren, Bootstouren, Parasailing, angeln und vieles mehr.


Berni fand hier endlich neue Flip Flops und war somit nun wieder komplett.

Auf unserem kleinen Boot „little Toot“ (kleine Hupe) (http://www.littletoot.us), fanden viele Leute Platz und schon schipperten wir gemütlich Richtung Meer. Vroni fragte noch: „Wo ist denn bei dem Boot vorne?“ – „Da wo der Kapitän sitzt, ist vorne!“

Allein wegen der Aussicht im Hafen Clearwater Bay, hatte sich diese Tour gelohnt. Hier reihen sich unzählige Luxusvillen aneinander und natürlich hat jedes Haus seine eigene Yacht vor der Tür. Alles ist perfekt gepflegt und ein Rasen grüner als der andere. Unfassbar, wie viel Geld hier rum steht und wie viel Wohlstand es gibt. Langsam tuckerten wir in den Golf von Mexiko und warteten darauf, endlich Delfine zu sehen. Der Captain steuerte das Boot und ein anderer stand vorne, um nach den Säugetieren Ausschau zu halten. Plötzlich riss der Captain das Steuer rum und wir konnten zwei Delfine im Wasser ausmachen. Da wurde der Turbo eingelegt und der Captain gab Speed. Wenn die Delfine das Boot hören und die Wellen sehen, schwimmen sie nämlich hinterher und spielen mit den Wellen. Leider folgten die Tiere nicht, aber es wurde noch ein Versuch gestartet. Diesmal klappte es und die Delfine schwammen direkt neben dem Boot her. Das war so beeindruckend wie die beiden Delfine abwechselnd, oder gleichzeitig neben der little Toot hochsprangen und seitlich wieder im Wasser auf kamen. Wenn man die Hand ausgestreckt hätte, hätte man die großen Tümmler berühren können, so nah kamen sie. Natürlich drängten sich alle dicht an die Reling, aber wir hatten die besten Plätze um die Tiere zu bestaunen. Wir hatten ewig Zeit Fotos und Videos zu machen. Das war so beeindruckend und wir konnten es gar nicht glauben, was die beiden alles für „Kunststücke“ machten und wie viel Spaß sie in den Wellen hatten. Da merkte man richtig, wie verspielt die Delfine sind. Wir sollten alle ordentlich Lärm machen, weil das die Tiere zusätzlich motiviert. Das funktionierte sehr gut.
Irgendwann hatten die Delfine keine Lust mehr und drehten um, aber als die Little Toot gerade eine Kurve fuhr, waren sie wieder da.
Auch der Rückweg war super schön und man konnte den genialen Ausblick bei bestem Wetter genießen.

Um den Strand zu testen, liefen wir wieder zurück zum Pier 60 und legten uns zu den anderen, hunderten von Leuten (mit unserem tollen Sonnenschirm). Auch hier war das Wasser schön warm und wir genossen abwechselnd den weichen Sand und die Wellen. Hier lässt es sich aushalten und der Strand ist wirklich so schön wie immer alle sagen.

Da wir aber noch einiges an Strecke vor uns hatten, holten wir uns um 5 Uhr noch eine teure Kugel Eis (7$, spinnen die?!) und es ging Port St. Lucie entgegen. Der Himmel zog sich total zu, als wir auf dem Highway waren und es donnerte und blitzte. Außerdem war überall Stau und die Fahrt zog sich lange hin.

Es ist aber super schön, wenn man mit coolen Leuten im Auto sitzt, geile Musik hört und während die Sonne gerade hinterm Horizont verschwindet, tolle Landschaften am Fenster vorbei ziehen sieht.

Am Parkplatz der Fast-Food-Kette „Wendys“, zogen wir uns um und aßen dort zu Abend. Leider wusste ich nicht, dass die Kartoffel die ich bestellte, mit Speck ist und so musste ich eine Neue bestellen. Trotzdem schmeckte das Essen und frisch gestärkt ging es weiter Richtung Ostküste.

Es war schon nach 9, als wir nach über 4 Stunden Fahrt in Port St. Lucie an der Ostküste ankamen. Diesmal hatten wir ein Luxushotel raus gesucht, das normalerweise 300$ pro Nacht kosten sollte. Dank booking.com, kostete uns eine Nacht nur ca. 30 € pro Person. Das Residence Inn ist ein Marriot Hotel und war schwer zu finden, aber die Suche lohnte sich. Irgendwie kamen wir uns zwischen den vielen schicken Business-Leuten mit unseren Backpacks fehl am Platz vor. Das Zimmer ist riesig und hat eine große Küche. Natürlich hatten wir auch hier einen großen Flachbild-TV. Vroni und Berni probierten gleich den Pool aus und ich guckte zu, weil ich mein Bikini im Auto hatte und zu faul war ihn zu holen.

Es war wieder spät als wir ins Bett kamen und können erneut auf einen wunderschönen Tag zurück blicken.

Diese Reise übertrifft bisher wirklich alle unsere Erwartungen und es könnte nicht besser laufen.

Liebe Grüße von Flipper

Nadine

Great Anna Maria Island

Dienstag, 30.05.2017

Ich kann den See sehen

Da wir uns nicht schon wieder so stressen wollten, schliefen wir an diesem schönen Morgen aus.
Der Himmel war ziemlich bewölkt und wir hatten sowieso nicht so ein großes Tagesprogramm.
Vroni wollte das Fitnessstudio ausnutzen und stand schon früher auf.
Gut gelaunt brachen wir in Ruhe auf und da wir sowieso zwei Nächte im AirBnB blieben, mussten wir nicht mal packen.
Ganz gemütlich fuhren wir Richtung Meer und der Himmel klarte total auf. Der erste Halt für diesen Tag war in Sarasota. Eigentlich sollte dies eine schöne, kleine Stadt sein, aber ich glaube wir fanden einfach nicht den richtigen Teil. Was wir sahen, waren nur Häuser und ans Meer kam man nicht wirklich ran. So setzten wir uns in ein gemütliches Restaurant an der Straße und bestellten Frühstück, bzw. Mittagessen. Das Essen war super lecker und alles war frisch zubereitet.


So ging es wieder ein Stück zurück und zwar nach Anna Maria Island. Dieser Tipp kam von Vroni`s Kollegen und dieser hatte nicht zu viel versprochen. Der Strand Holmes Beach auf Anna Maria Island ist super schön, es hat weißen Muschelstrand und das Meer ist richtig sauber. Es war die Hölle los und Vroni hatte die super Idee, einen Sonnenschirm zu kaufen. So konnten wir uns alle drei in den Schatten legen und schliefen zwischen dem Baden im warmen Meer immer mal wieder ein.


Hier gibt es total viel zu machen. Mann kann Manatees (Seekühe) und Schildkröten sehen, Parasailing machen, Jet-Ski fahren, ein Boot ausleihen und vieles vieles mehr. Leider lief uns irgendwie die Zeit davon und wir schafften es nicht mehr, eine dieser Aktivitäten zu machen.
Da wir aber nicht heim fahren wollten, ohne die berühmten Manatees gesehen zu haben, fuhren wir an den Bradenton Beach, wo es angeblich diese Seekühe haben sollte.

Wir fragten ein paar Leute und diese sagten, dass mann, wenn man Glück hat, ab 18:30 Uhr ein paar dieser Tiere im Meer entdecken kann. Die Zeit passte, nur leider bekamen wir keines dieser Tiere zu Gesicht.

Wir warteten eine Weile, aber fanden nichts. Auch am Hafen sollte es ein paar Seekühe haben, aber es wurde schon langsam zu spät um dort noch hinzufahren, zumal es in der anderen Richtung lag.
So ging es weiter Richtung St. Petersburg. Dabei geht es über eine 8,85 Kilometer lange Brücke (Sunshine Skyway Bridge – Sonnenschein Fußgängerbrücke), von der man einen perfekten Blick aufs Meer hat. Diese Brücke wurde 1987 fertig gestellt und wirklich faszinierend. Diese Landschaften hier sind so toll und man hat meistens den Ozean im Blick.

Google Street View

In St. Petersburg wurden wir beim Aussteigen von einer lauten Auseinandersetzung begrüßt. Ein paar Obdachlose saßen im Park und der eine verkündete sehr lautstark, was ihm nicht passte. Das war schon mal kein guter erster Eindruck dieser Stadt. Auch der zweite Eindruck war nicht viel besser. Es war dreckig, stank und viele Läden standen leer. Wir fanden eine Straße mit vielen Pubs und Restaurants, wo wir uns einen schönen, irischen Pub aussuchten in dem viel los war. Hier laufen sehr viele komische Leute rum und irgendwie waren wir fast die Einzigen „Normalen“ in dieser komischen Stadt.
Das Essen im Pub war super billig und es gab die typisch, fettigen, amerikanischen Sachen. Die Portionen waren wie immer in diesem Land riesig und wir hatten gut zu kämpfen.


Als es schon dunkel war, traten wir langsam den Weg zurück ins AirBnB an. So ging ein weiterer, toller Tag zu Ende an dem wir schön entspannen und die Seele baumeln lassen konnten. Nach der vielen Action die Tage davor auch echt mal nötig.

Liebe Grüße vom wunderschönen Strand
Nadine

To the moon and back in one day – NASA Cape Caneveral

Montag, 29.05.2017

Eine Reise vom Mars zum Mond

Wir wussten, dass der Tag sehr hart werden würde. Um alles schaffen zu können, standen wir wieder um 7 Uhr auf und waren um 8 unterwegs.
Bisher klappt alles super und jeder hat beim Fahren seine Aufgabe. Wir wechseln uns ab mit dem Fahren und haben die Offline-Karten von GoogleMaps runter geladen, die uns überall hin bringen, ohne dass wir ein teueres Navi zahlen müssen. Der Beifahrer navigiert und der hinten, ja was macht der hinten? Der schläft meistens 🙂
Die Fahrt von Orlando zum Kennedy Space Center in Cape Caneveral (https://www.kennedyspacecenter.com/) dauerte nur 45 Min. und so waren wir wieder vor der Eröffnung um 9 Uhr da.

Es versprach wieder ein sehr heißer Tag zu werden und die Sonne brutzelte uns schon am frühen Morgen wie Brathähnchen.
Der Eintritt ist mit 50$ ohne Steuern auch hier wieder sehr happig, aber es sollte sich lohnen.
Schon der Eingang der NASA ist sehr schön gestaltet und es gibt viel zu sehen. Das Space Center ist nach dem EX-Präsidenten John F. Kennedy benannt, von dem es ein Zitat am Eingang gibt.


Um gleich der Hitze zu entfliehen, schauten wir uns einen Film in 3-D an, wo wir wieder die witzigen Brillen bekamen. Im Film „Eyes on the Universe“, erlebt man eine Reise durch Zeit und Raum durch die Augen von NASA Weltraum-Teleskopen. Mit vielen guten Sound- und 3-D-Effekten fühlte man sich tatsächlich als wäre man im All.


In der Halle „Heroes and Legends“, befindet sich  auch die Astronauts Hall of Fame, wo an Astronauten erinnert und diese geehrt werden. Hier ist alles sehr gut gemacht und
man bekommt viele interessante Infos und Bilder. In dieser Halle erlebt man außerdem den Beginn des Weltraumzeitalters in 4-D, wo viele interessante Originalaufnahmen gezeigt werden. Generell ist das Space Center definitiv auch was für Leute, die sich (wie wir) nicht auskennen und bisher nicht groß für die Raumfahrt interessiert haben. Es ist so faszinierend wie und mit was für einem Aufwand das alles möglich ist.
Im Raketengarten sind viele beeindruckende Raketen ausgestellt, zu denen es Infos gibt.


Ein sehr großes Highlight war definitiv die Atlantis, die nur so vor Rekorden strotzt. Vor der Halle stand eine Nachbildung der riesigen Raumfähre, welche schon beeindruckend war. Innen bekam man einen nachgestellten Film von der Geschichte der Atlantis zu sehen. Es war total interessant wie die Idee angefangen hat, wie alles umgesetzt wurde, wie viele Tests immer wieder schief gingen und sich die Bauzeit auf insgesamt 30 Jahre hin zog. Trotz vieler Rückschläge, wurde die Atlantis fertig gestellt und im Oktober 1985 mit viel Spannung das erste Mal ins All entlassen. Es waren sehr spektakuläre Originalaufnahmen vom Start zu sehen und alle fieberten mit. Es wurde die Atlantis in groß auf der Leinwand gezeigt und dazu die stolzen Astronauten und Ingenieure, die Interviews gaben. Dieses Shuttle verblasste immer mehr, dann hob sich der Vorhang und plötzlich stand sie vor einem: die Atlantis live und in Original ! So ein beeindruckendes, riesiges Raumschiff. Das war so ein großer WOW-Moment mit dem keiner gerechnet hat. So ein Teil das man nur aus dem TV kennt plötzlich vor sich zu haben, war sehr krass. Hier zur besseren Vorstellung die Fakten:

Gewicht: 69 t
Länge: 37.2 m
Höhe: 17.2 m
Spannweite: 23.7 m
Stärke: 37 Mio.! PS

Eine Weile bestaunten wir dieses Space Shuttle und es war sogar einer der Ingenieure da, der alle Fragen beantwortete. Seit dem die Atlantis 2011 wegen Sicherheits-und Kostengründen nicht mehr fliegt, ist sie im Museum ausgestellt.


Ein weiteres Highlight war, dass man in einem Flugsimulator die Atlantis, die startet wie eine Rakete und landet wie ein Segelflieger, selbst landen konnte. Wir brauchten ein paar Anläufe und es ist sehr viel Feingefühl gefragt, aber schlussendlich landeten wir sicher auf der Erde.
Dann kam der traurige Teil des Space Centers. Die Gedenkstätte der 14 Astronauten die bei den Unglücken der Challenger und Columbia ums Leben kamen. Zu jedem Astronaut ist eine Geschichte vorhanden und persönliche Gegenstände sind ausgestellt. Außerdem wird die Geschichte der beiden Unglücke nacherzählt und Briefe von damaligen Schülern die ihre Trauer bekundet haben, vorgelesen. Das ist sehr ergreifend und es sind außerdem übrig gebliebene Teile der beiden Raumschiffe ausgestellt.
Danach ging es mit dem Bus zur Kennedy Space Center Explore Tour. Das NASA Areal ist gigantisch groß und die Busfahrt gibt einen guten Einblick hinter die Kulissen. Ein erfahrener Guide fährt vorbei an den Abschussrampen, dem Startkomplex und dem großen Kontrollzentrum. Es ist wirklich erstaunlich, wie nah man überall hin kommt und was für ein exklusiver Blick hinter die Kulissen gewährt wird. Die Tour ist super interessant und im Eintrittspreis enthalten. Nur leider machen das frühe Aufstehen, die vielen Erlebnisse und das Wechseln zwischen klimatisierten Räumen und 35 Grad Sonne jeden einmal müde. Jedem von uns fielen immer wieder kurz die Augen zu und wir dachten jeder, dass es keiner von den anderen gemerkt hat. Hinterher stellten wir fest, dass es uns allen Drei so gegangen war. Trotzdem erfuhren wir viele interessante Fakten und Dinge über die Raumfahrt.


Mit dem Bus wird man dann ins Apollo/Saturn Center gebracht, wo wir uns erst mal hin setzten und mit Blick auf die Mondrakete Saturn V zu Mittag aßen. Die Preise waren auch hier ok und für eine Pizza zahlte ich 6$.
Im Lunar Theater erlebt man die erste Mondlandung und hört die Originalszenen von damals. Außerdem ist ein Stück vom Mond ausgestellt, das man anfassen kann.
Die Apollo 8 und der Abschussraum waren ein weiteres, unglaubliches Erlebnis. In einem 4-D Kino ist man hautnah beim Start der Saturn V in 1968 dabei. Man hat Blick auf die original Überwachungskonsolen und sieht im Film an welchem Platz welches Kommando gegeben wurde. Alle Wände wackelten und es herrschte ein ohrenbetäubender Lärm, als die Rakete in einem großen Spektakel zum Mond entlassen wurde. Ein einzigartiges Erlebnis für uns alle!


Zum Abschluss erfuhren wir alles über NASAS Projekte heute und in der Zukunft, z.B. über das Leben auf dem Mars, was sehr aufschlussreich war. So ging dieser total geniale Besuch im Kennedy Space Center für uns zu Ende.

Es loht sich auf jeden Fall dort hinzufahren und sich über die Geschichte der Raumfahrt zu informieren. Alles ist, wie in den Universal Studios, total gut und modern gemacht und es ist für jedes Alter und jeden Erfahrungsstand etwas dabei.

Berni meldete sich diesmal freiwillig zum Fahren und ich navigierte. Wir hatten einen langen Weg vor uns, denn wir wollten an die Westküste nach Tampa. Unterwegs sahen wir sehr heftige Buschbrände und es stank trotz geschlossener Fenster bestialisch nach Rauch. Das war ein beklemmendes Gefühl und hoffentlich kommen weder Menschen, noch Tiere bei diesem Brand zu schaden.


Auf der Autobahn gab es Stau und wir kamen das erste Mal mit der Toll (Maut) in Berührung. Gefühlt alle paar Meter muss man am Schalter halten und immer unterschiedliche
Beträge zwischen 1 und 2$ zahlen.
Die Fahrt zog sich lange und es war schon Abend als wir beim AirBnB in Tampa ankamen. Jetzt nur noch in den Pool und dann schlafen!


Leider ging dieser Plan nicht auf. Die Besitzer vom AirBnB die in China wohnen, hatten uns geschrieben, dass der Schlüssel für die Wohnung in einer Schlüsselbox sei.
Hätten wir doch mal der Bewertung im Internet mehr Glauben geschenkt, in der Leute über eine Stunde den Schlüssel gesucht hatten. Wir liefen x Mal durch das komplette Parkhaus und suchten die Schlüsselbox – ohne Erfolg. Jeden Stein drehten wir um und fragten drei Nachbarn, die zwar sehr hilfsbereit waren, uns aber nicht helfen konnten. Das riesige Gebäude hat 500 ! Wohnungen und das machte die Suche nicht leichter. Wir waren ratlos und hatten auch kein WLAN, um den Vermietern zu schreiben. Außerdem war es in China bestimmt mitten in der Nacht. Alle waren müde und das machte es nicht gerade besser. Der Schlüssel ließ sich nicht finden.
Hilft ja nix! Also ab ins Auto um nach WLAN zu suchen. Im Hooters wo wir mit dem Auto davor standen, bekamen wir WLAN und Vroni schrieb den Chinesen.
Mit einer genauen Beschreibung fuhren wir zurück zum Wohnkomplex. Das hätten wir nie gefunden! An einem Fahrrad, das an der Wand hing, war ein großes Schloss mit Zahlencode befestigt, den wir einstellten und es öffnete sich. Darin war der Schlüssel für die Wohnung versteckt. Die Wegbeschreibung zur Wohnung bekamen wir per Nachricht.
Wir lachten uns halb kaputt, denn wie hätten wir das finden sollen? Zumal wir ohne Code das Schloss ja sowieso nicht öffnen hätten können.


Endlich waren wir in der Wohnung und wurden belohnt. Die Wohnung ist groß und wir haben ein Doppelbett und eine Couch. Außerdem gibt`s hier eine Waschmaschine und wir warfen gleich eine Ladung voll Wäsche rein. Leider gab es keinen Platz um alles aufzuhängen und wir suchten Kleiderbügel und verteilten unsere Wäsche quer in der Wohnung. Wenn das die Vermieter wüssten… Vroni und Berni kühlten sich im Pool ab und ich kümmerte mich um meinen Blog.


Da wir alle mal in das berühmte Restaurant Hooters (das bekannt ist für die wohlgeformten und knapp bekleideten Bedienungen), wollten und damit Berni auch mal was zu gucken hat, liefen wir dort hin und ließen uns das Abendessen nach diesem sehr schönen, anstrengenden Tag ordentlich schmecken.

Die Bedienung war super nett und so übertrieben wie in Filmen laufen die Hooters-Damen gar nicht rum. Lediglich die Hotpants sind ein bisschen eng. Unsere 21 jährige Bedienung kam am Ende noch her und quatschte eine Weile mit uns. Sie wohnt hier und meinte, dass Hooters ein sehr guter Arbeitgeber ist, bei dem man fair behandelt wird. Wenn ein Gast zu nahe kommt, bekommt er Ärger mit dem Chef. Nach dieser guten Unterhaltung liefen wir zurück zur Wohnung, wuschen noch mehr Wäsche und schliefen schnell ein.

Das war also ein weiterer genialer Tag auf einer unglaublich guten Reise.

Liebe Grüße aus Tampa
Nadine

Ride The Movies – Universal Studios Orlando

Sonntag, 28.05.2017

Auf den Spuren von Harry Potter, den Simpsons, Shrek & Co.

Für uns begann ein weiterer, genialer Tag mit dem Sonnenaufgang um 6 Uhr. Die Sonne stieg gerade über dem Pool auf, was super schön aussah.


Zum Frühstück gab`s Bagels und Bananen und meinen lang ersehnten Kaffee. Pünktlich um 8 saßen wir im Auto, um in die Universal Studios Florida zu fahren. Universal Studios Florida® (https://www.universalorlando.com/web/en/us/index.html) ist ein echtes Film- und Fernsehstudio, in dem Gäste „auf dem Set“ eines beliebigen, voll ausgestatteten Filmgeländes in ihre Lieblingsfilme und Fernsehsendungen einsteigen können. Die Fahrt dauerte nur 10 Min. und wir waren damit noch vor der Parkeröffnung um 9 Uhr da. Ganz deutsche Pünktlichkeit eben. Leider hatten diese Idee nicht nur wir, denn im Parkhaus „King Kong“, war bereits die Hölle los. Es findet von Freitag bis Montag das „Memorial Day Weekend“ statt. Der Memorial Day (übersetzt Gedenktag) ist ein US-amerikanischer Feiertag, der jedes Jahr am letzten Montag im Mai zu Ehren der im Krieg für das Vaterland Gefallenen begangen wird. Die 20$ Parkgebühren fanden wir happig.
Auch vor dem Eingang tummelten sich ordentlich Menschen. Außerdem hatte am 25.5. der neue Wasserpark Volcano Bay eröffnet. Zuerst muss man wieder durch eine große Sicherheitskontrolle wie beim Flughafen durch. Zum Glück hatten wir unsere Tickets bereits übers Internet gekauft und mussten diese nur noch am Schalter drucken lassen. Der Park hatte seine Türen schon früher geöffnet und vor 9 fanden wir uns schon in diesem riesigen Spielplatz für Erwachsene wieder.
Der Eintritt ist mit 135$ pro Person (ohne Universal’s Islands of Adventure, wo auch die Harry-Potter Welt ist) zwar verdammt teuer, aber wenn man mal in diesem Park war, weiß man auch, warum man so einen hohen Preis zahlt.
Weil dies so beliebt sein soll und wir der Schlange entkommen wollten, besuchten wir zuerst Harry Potter. Bei der Achterbahn „Harry Potter and the Escape from Gringotts“, mussten wir nicht lange anstehen und die kurze Wartezeit wurde nicht langweilig. Man läuft durch die große Marmor-Lobby der Bank und sieht die Goblins bei der Arbeit. Es gibt unzählige Hologramme, die so echt aussehen, dass wir uns fragten, wie das gemacht wurde. Wir bekamen 4-D Brillen und fanden uns in der rasanten Achterbahn wieder. Die 4-D Effekte sind unglaublich gut gemacht. Die Achterbahn ist schnell und man fährt durch gefährlich, unterirdische Gewölbe. Auf dem Weg begegnet man Harry, Ron und Hermine, die täuschend echt aussehen. Man muss dem Zorn der bösartigen Schurken Voldemort und Bellatrix entgehen, sowie Trollen und andere Kreaturen, die zwischen einem stehen, bis man sicher zur Diagon Alley zurück kehrt. Diese Achterbahn voller Effekte und Nervenkitzel, war das erste große Highlight an diesem Tag und auch Vroni und Berni waren so fasziniert wie ich. Wir freuten uns schon mit dem Hogwarts-Express fahren zu können, aber wir erfuhren, dass der Eintritt in den Park „Universal’s Islands of Adventure“ (wo der Hogwarts-Express inkl. ist) nochmal 35$ kosten sollte, die wir aber nicht investieren wollten.
Trotzdem konnte man durch die echten Läden laufen, wo Harry sein Schulzeug kaufte und viele Leute dort zaubern sehen. Die Kulisse ist sehr gut gemacht und originalgetreu.


Mit Adrenalin ging es weiter zur nächsten Attraktion: TRANSFORMERS: The Ride-3D. Hier begleitet man Optimus Prime und Bumblebee dabei die Welt zu retten. In diesem Simulator wo man gar nicht weiß, was Realität ist und was nicht, fällt man Hochhäuser runter, entkommt einem Vorschlaghammer und vielem mehr. Man erlebt das hautnah mit und dank der vielen Effekte, duckten wir uns ein paar Mal, so echt war das.
Bei der einzigen Achterbahn draußen „Hollywood Rip Ride Rockit“, erklärte ich Vroni und Berni gleich, dass ich diese nicht fahren werde. Die sah zu spektakulär aus. Vroni die noch nie so etwas gefahren ist, sagte sie würde das fahren und so hatte ich keine Ausrede mehr zu kneifen. Da mache ich doch tatsächlich einen Skydive und habe Angst vor einer Achterbahn. Ich sagte auch noch, dass es bestimmt so schön wird, dass wir nochmal fahren wollen.
Nach der kurzen Wartezeit, saßen wir alle schon fest verschnallt in dem Ding. Man kann seine eigene Musik auswählen, was ich aber leider nicht gleich verstanden hab. So dröhnte mir sehr laut irgendein schreckliches Hard-Rock-Lied in den Ohren. Tja, einmal auf den falschen Knopf gedrückt…
Mit 104 km/h ist die Achterbahn nicht gerade langsam und es geht anfangs im 90 Grad Winkel 51m in die Höhe. Dabei schrie Vroni: „Nein, Nein, Nein“, was aber leider zu spät kam. Da gab es schon kein Zurück mehr. Schon stürzten wir rasend schnell senkrecht nach unten. Mit dem weltweit ersten non-inverting loop (nicht invertierende Schleife), ist die Achterbahn ein Rekordbrecher. Außerdem gibt es einen Looping und einen Helix. Nach 1:45 Min. und 1200 Metern Länge, war Vronis Gesicht bleich, aber wir hatten es geschafft und die Achterbahn überlebt. Die Adrenalinausschüttung ist natürlich maximal und es ging ab wie die Post. Weil es so schön war, wollten wir die Achterbahn tatsächlich alle nochmal fahren, was wir am Ende auch taten. Da wählen wir uns dann aber gute Musik aus und ich hatte die Black Eyed Peas als Begleitung, was besser war.


Als nächstes stand Shrek auf dem Programm. Dank der guten App vom Park die sich Berni im kostenlosen WLAN herunter geladen hatte, wussten wir immer wo man wie lange anstehen musste und konnten planen. Auch die Wartezeit wird einem überall verkürzt, weil es Filme, Animationen, Quizze usw. gibt. So wird es nie langweilig und nach den Mottos der Achterbahnen wird auch der Wartebereich gestaltet.
Bei der „MEN IN BLACK™ Alien Attack“, kam Berni ganz auf seine Kosten, denn man muss auf Aliens schießen und bekommt dafür Punkte. Wir hatten alle Spaß wie die kleinen Kinder. Und wer gewann? Na Berni natürlich ! Vroni und ich versagten kläglich.
Shrek 4-D ist ein 4-D Kino, das aussieht wie ein normales Kino. Dieses ist aber dank der Brillen und vielen Effekten, wie Wind, Wasser und Rütteln alles andere als ein normales Kino. Fiona wird von Lord Farquaad entführt und man ist dabei wie sie von Shrek und dem Esel gerettet wird. Der Durchsager vom Kino sagte zu Beginn, dass man die Gurte schließen sollte und jeder suchte nach seinem Gurt. Irgendwann sagte er, dass es nur ein Spaß war und alle lachten. Auch diese Attraktion war sehr gut gemacht.
In der Horror Make-Up Show war ein berühmter Maskenbildner da, der sehr echt einen abgehackten Arm und viel Blut nachstellte. Außerdem sah man, wie Leute in Filmen in Monster und Zombies verwandelt werden. Er klärte auf wie alles funktioniert und die Show war echt witzig. Ein kleiner Junge rannte raus, weil er es nicht mehr sehen konnte. Bei der Show gab`s viel zu Lachen und es war super interessant.
Auch die Show „Animal Actors On Location!“ (tierische Schaupspieler) war super interessant. Die Trainer zeigten, wie Filmtiere trainiert werden und wir lernten den Originalhund von „Marley und ich“ und den Mops von Men in Black kennen und sahen Filmszenen dazu. Auch Tauben, Schweine, Adler, Katzen und viele mehr waren vertreten und man sah deutlich, dass man Tiere zu nichts zwingen kann und alle ihren eigenen Willen haben. Es war sehr lustig und die Tiere schienen alle total viel Spaß an der Arbeit zu haben und ist ist faszinierend wie gut man selbst Katzen trainieren kann.


Das Mittagessen war, sagen wir mal, interessant. Es ist eine große Kantine, in der es verschiedene Restaurants gibt. Man stellt sich in einer riesigen Schlange an und bekommt eine Karte in die Hand gedrückt. Dann kann man bestellen wo man will und wird von einem Mitarbeiter an einen Tisch begleitet. Die Preise sind für einen Freizeitpark in Amerika noch in Ordnung und ich zahlte für einen riesigen Burger mit Pommes und einem Milchshake 23$. Ja, billig ist es in den Staaten eben nicht. Das Essen war aber sehr gut und frisch gestärkt ging es weiter mit den Minions.


Beim „Despicable Me Minion Mayhem“, wird man von Gru, Margo, Edith und Agnes zum Minion ausgebildet und in der 4-D Achterbahn geht es durch die gesamte Welt der Minions. Auch hier steckt viel Liebe im Detail und es fühlt sich wirklich an, als würde man mit einer Achterbahn fahren.


Der Simpsons Ride sah erst relativ harmlos aus, aber stellte sich schon bald als viel mehr heraus. Man sitzt zu 6. in einem Simulator und erlebt ohne Brille, ein 4-D Erlebnis der besonderen Art. Erst wird man ein paar Meter hochgefahren und dann geht der Spaß los. Man fährt mit der Achterbahn durch Krustyland und man entkommt der genmanipulierten Maggie. Es geht hoch und runter und fühlt sich total echt an.


Die letzte Attraktion war die „Revenge of the Mummy“ (Rache der Mumie), wo es mit einer Highspeed-Achterbahn vorwärts und rückwärts durch das Dunkle geht. Man wird verfolgt von Insekten-Schwärmen, Kriegern, Mumien und Feuer das so intensiv ist, dass man die Hitze spürt. Auch hier war Nervenkitzel garantiert und wir waren alle total geflashed von so vielen genialen Attraktionen, die so schnell hintereinander kommen.
Zum Abschluss schauten wir uns die Parade an, bei der viele Filmfiguren mit Autos und großen Wägen vertreten waren.


Noch kurz waren wir auf dem Citywalk shoppen, aber nach den fast 10 gelaufenen Kilometern an diesem Tag, hatten wir schnell keine Lust mehr.
Der Freizeitpark ist wirklich nur zu empfehlen. Nach LA war es nun schon mein zweites Universal Studio und obwohl fast alle Attraktionen gleich sind, war es trotzdem genial und es wird nicht langweilig. Alles ist super gut organisiert, wir mussten trotz vieler Besucher nie lange anstehen (nur bei den Minions eine Stunde) und neben jeder Attraktion gibt es Spinde, wo man per Fingerabdruck kostenlos seine Sachen einschließen kann. Man merkt, dass überall auf jedes Detail geachtet wird und auch auf Kinder, Ältere und Behinderte wird überall und immer Rücksicht genommen. Es gibt einen sogenannten „Child-Swap“, wo erst der eine Elternteil etwas fahren kann, dann das Kind „getauscht“ wird und direkt der andere Elternteil ohne Anstehen die gleiche Achterbahn fährt. Überall stehen Wasserspender, wo man kostenlos trinken und seine Wasserflaschen auffüllen kann und es wurde durchgesagt, dass man viel trinken soll, weil es ein besonders heißer Tag ist. Fast alle Attraktionen sind drinnen und das Anstehen ist im Schatten und klimatisiert. So hatten wir auch an dem 35 Grad heißen Tag an dem die Sonne knallte, kein Problem mit einem Sonnenstich. Mit 45 Hektar (so groß wie die Insel Mainau am Bodensee) ist der Park groß und er hat sogar bis 22 Uhr offen.


Es stritt sich keiner darum, zurück zum Hotel zu fahren, aber mir machte es nichts aus zu fahren. Noch kurz hielten wir im Supermarkt und kauften Fertiggerichte die wir im Hotel aufwärmten.
Um 22 Uhr waren wir zurück und sprangen noch in den warmen Pool bei einer sternklaren Nacht. Melli war inzwischen auch angekommen und sie schläft für eine Nacht auch hier und geht morgen in die Studios.
Wir waren fix und fertig nach so viel Action und der Schlaf ließ nicht lange auf sich warten.

Zitat des Tages: „Wo müssen wir hin?“       – „Zum Ausgang!“

Liebe Grüße von den Universal’s in Orlando
Nadine

Don’t worry about a thing

Samstag, 27.05.2017

Three little birds

Da wir ja nicht zum ausschlafen und faulenzen hier sind, bekamen wir unseren Allerwertesten schon früh hoch und erkundeten zuerst das schöne Downtown von St. Augustine. St. Augustine ist mit 450 Jahren die älteste durchgehend besiedelte von Europäern gegründete Stadt der USA und liegt am Matanzas River. In einem total tollen Restaurant bekamen wir ein Frühstück aufgetischt, dass eigentlich drei Mahlzeiten in einem werden wollten. Die Amis spinnen mit ihren riesigen Portionen! Wenn das so weiter geht, kann man mich nach Hause rollen (dann muss ich wenigstens nicht fliegen). Ich hoffe, jeder bekommt beim Anblick von diesen Bildern Hunger.

Mit sehr vollen Mägen erkundeten wir die St. George Street. Überall hat es kleine Gässchen, süße Läden und man merkt wie viel Liebe hier im Detail steckt. In St. Augustine ist alles „das Älteste“. Die älteste Schule, das älteste Waxmuseum usw.


Der Pier ist ebenfalls einen Besuch wert. Viele luxuriöse Yachten reihen sich hier aneinander und wir bekamen Lust auch mal mit so einem Kahn herum zu schippern. An einem Boot, wo eine Dogge drauf lag, fiel gerade einfach ein Schuh ins Wasser. Wir teilten dies den Besitzern mit, die den Schuh raus fischten und sich hundert Mal bedankten. Sie hatten es nicht mal gemerkt, dass der Schuh abhanden gekommen war. Leider nahmen sie uns als Dankeschön nicht mit aufs Boot.

Die 10$ für den Eintritt für die Burg Castillo de San Marcos sparten wir uns und guckten die alten Gemäuer und die Festung lieber von außen an.

So wie St. Augustine stellen wir uns Miami vor. Es gibt ein Wettrüsten von Yachten, Autos bzw. riesen Trucks und Motorrädern (bevorzugt Harley’s). Alle fahren sie an der Uferpromenade bzw. im Meer entlang und posieren.

Die Strecke die wir dann immer weiter auf dem Weg nach Süden fuhren, übertraf alle unsere Erwartungen. Die A1A ist definitiv ein landschaftliches Highlight ! Es geht direkt am Meer entlang, sodass man schon fast im Wasser fährt und es hat die schönsten Strände die man sich vorstellen kann. Links waren der weiße Strand und das azurblaue Meer und rechts befand sich eine imposante Villa neben der Nächsten. In Begleitung von Bob Marley, Seed, Peter Fox, Greenday, Materia und vielen mehr (natürlich nur musikalisch), dem atemberaubenden Panorama und der Sonne an der Seite, hatten wir einen Roadtrip wie wir ihn uns vorgestellt hatten. Das Gefühl von Freiheit und Unbeschwertheit war unbeschreiblich und wir hätten uns alle nichts besseres vorstellen können. Mit guter Laune im Gepäck, entdeckten Berni und ich immer neue Motorräder, die unsere Biker-Herzen höher schlagen ließen. Hier wie die unzähligen Leute mal mit dem Motorrad entlang heizen – ein Traum ! Neuer Punkt auf der Bucket-List (Route 66 ist gestrichen).


Am Strand Daytona Beach legten wir den ersten Badestopp für diesen Tag ein. Es war viel los und wir entdeckten gleich eine Vermietung. Vroni und Berni liehen sich für 10$ Surfboards aus, aber ich guckte lieber zu und filmte. Nach meiner Surf-Erfahrung in Australien, war ich erst mal geheilt. Außerdem mieteten wir uns einen Schirm und drei Liegen. So lässt es sich leben. Das Wasser hier ist lange flach und perfekt um Surfen zu lernen. Berni der das erste Mal seine Surf-Fähigkeiten unter Beweis stellte, machte das richtig gut und stand sogar ein paar Mal – Respekt ! Auch Vroni stand einige Male, aber ich schaffte es leider nicht das bildlich festzuhalten. Durch das hinterher hechten, hatte ich auch meinen Sport.Nur für die Fotos legte ich mich kurz aufs Brett und hatte eigentlich schon Lust, es nochmal zu versuchen….

Beim Eiswagen der vorbei kam, gönnte ich mir das erste Eis hier, was total lecker war.

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Der zweite Streckenabschnitt an diesem Tag stand dem Ersten in nichts nach. Wir kamen an der bekannten Rennstrecke Daytona Speedway vorbei, die gigantisch groß ist. Dort fand gerade das Country 500 (großes Countrymusikfestival – The Great American Music Fest at Daytona) statt und es war die Hölle los. Der Straßenkurs des Daytona Speedways  ist 5,73 km lang und es passen 101.500 Zuschauer rein.

Außerdem passierten wir den bekannten Flagler Beach, die Palm Coast und viele schöne Strände.
Teilweise darf man nur 25 Meilen schnell fahren, was aber gar nicht schlimm ist. Wir hatten keinen Stress und genossen sowieso die faszinierende Aussicht.

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Ich sah, dass der Tank bald leer sein würde, aber weit und breit war keine Tankstelle in Sicht. Zum Glück reichte es noch bis zur Nächsten „gas station“.
Als wir dann also das erste Mal tanken wollten, waren wir ratlos. Benzin oder Diesel? Das ist hier die Frage… Weder im Tankdeckel, noch im Mietvertrag oder im Fahrzeugschein oder in der Sonnenblende stand was. Und ohne Internet kann man das auch nicht googeln. Die Dame von der Tankstelle vermutete, dass es ein Benziner ist, was wir auch tippten. Quasi auf „gut Glück“, tankten wir Benzin und hofften jede Meile, dass wir nicht stehen bleiben würden. Da das Auto aber immer noch funktioniert, gehen wir davon aus, dass das richtig war. Hätten wir auch mal vorher abklären können…


Abends erreichten wir unser Tagesziel Orlando. Im Hotel Rodeway Inn Maingate, das mit 9,50€ pro Person und Nacht inkl. Frühstück nicht nur unfassbar billig, sondern auch gut war, checkten wir ein. Es gibt einen beheizten, schönen Pool, der bis 23 Uhr offen hat.


Wir hatten Hunger und fuhren zum Restaurant, von dem im Hotel Gutscheine auslagen. Die Amis sind faul. Der Typ von der Rezeption sagte, man könne es nicht laufen. Dadurch, dass wir mit dem Auto einmal im Kreis mussten, um auf den richtigen Fahrstreifen zu kommen, fuhren wir mit der Kirche ums Dorf. Wir lachten uns alle den Allerwertesten ab, weil das Restaurant nur ein paar Meter vom Hotel weg war, wir aber kompliziert fuhren. Im Laufen wären wir schneller gewesen.
Das Restaurant ist riesig und es war viel los. Wegen unserem Gutschein bekamen wir ein Bruschetta im Wert von 8$ gratis. Angeblich wegen Bernis Steak mussten wir ewig auf unser Essen warten, aber es schmeckte dafür umso besser.


Zurück im Hotel buchten wir Tickets für den nächsten Tag für die Universal Studios und gingen spät ins Bett.

Liebe Grüße aus Orlando
Nadine

Towards the sun

Freitag, 26.05.2017

Summer, sun und roadtrips

Wir waren voller Vorfreude, beim Aufwachen, denn heute stand der erste Tag unseres eigentlichen Roadtrips an. Als alles zusammen gepackt war, gab`s Frühstück im Hotel (Bagels, Muffins, Tee, Kaffee, Saft,…) und schon waren wir on the road.

Melli, die wie ausgemacht die Reise mit dem Bus antreten will, fuhren wir zur Bushaltestelle und nach der Verabschiedung, ging`s Richtung Süden. Über unsere genaue Strecke, sind wir uns noch nicht klar, aber ab dem 2.06., haben wir in Miami ein Hostel gebucht. So können wir nicht allzu viel Zeit „vergeuden“.

Der Roadtrip startete perfekt: Musik laut, Sonnenbrille auf, der Sonne entgegen und mit sehr viel guter Laune.

Das erste Ziel für diesen Tag hieß Brunswick. Diese alte, historische, verschlafene Stadt hat zwar nicht viel zu bieten, aber die Häuser und Straßen in Old Town sind sehr sehenswert. Die 16.000 Einwohner Stadt ist eine wichtige Hafenstadt an der amerikanischen Atlantikküste.  Früher hatte Brunswick den Beinamen „The Shrimp Capital of the World“ wegen dem hohen Fangaufkommen an wilden Shrimps in den Gewässern der Stadt.

 

 

Es war wie ausgestorben, aber es ist auch mal schön, sich abseits der Touristenpfade zu bewegen. Nach dieser kleinen Stippvisite, fuhren wir weiter nach Jekyll Island. Es ging über schöne, große Brücken und vorbei an vielen Flüssen.
Jekyll Island ist super schön. Die bewohnte Insel ist 23 km² groß und gehört zur Inselgruppe der Sea Islands. Für 10$ Parkgebühren, darf man sich den ganzen Tag auf der Insel aufhalten. Somit war dies der erste Badestopp unseres Trips. Im weichen Sand legten wir uns nieder und sprangen alle paar Minuten ins angenehm temperierte Nass.
Als es uns zu langweilig wurde, setzten wir unsere Fahrt gen Süden fort.

 

Amelia Island hieß der nächste Stopp, wo wir direkt am Strand parken konnten. Amelia Island ist die südlichste Insel der Sea Islands. Sie ist 21 km lang und an der breitesten Stelle etwa 6 km breit. Auch hier kühlten wir uns ab und chillten am wunderschönen Strand.


Das dritte Tagesziel war die 830.000 Einwohner Stadt und damit die Bevölkerungsreichste Floridas, Jacksonville. Außerdem mit 2264,5 km² die flächenmäßig größte Stadt der kontinentalen USA.

Wir trafen einen netten Parkwächter der sagte, dass die Parklätze am Straßenrand kostenlos seien. Wiedermal hatten wir totales Glück und es fand gerade das jährlich Jacksonville Jazz Festival (http://jacksonvillejazzfest.com) statt. Genau in dem Moment, in dem wir die Bühne erreichten, wurde das Festival eröffnet. #timing ! Es gab drei Bühnen, unzählige Fressbuden und natürlich viel guten Jazz. Der Eintritt war kostenlos und wir liefen einmal durch die Innenstadt, die gleichzeitig Festgelände war. Mittendrin tanzten ein paar Leute Freestyle und wir wurden zum mit machen aufgefordert. Sogar hier kennt man diesen Tanz und wir hatten viel Spaß beim Tanzen mit den Amis.
Jeder von uns fand was zu Essen an den Ständen und so saßen wir im Schatten, genossen die kulinarischen Köstlichkeiten und lauschten gutem Jazz. Wir freuten uns total das mit erleben zu können.


Nach der letzten Fahrt für diesen Tag, kamen wir im Motel Red Carpet Inn in St. Augustine an.

Leider hatte der Pool schon zu, aber die Sonne war sowieso schon unter gegangen. Nach dem Einchecken fuhren wir zur Apotheke. Ich hatte einen Stich der sich entzündet hatte und wollte eine Salbe kaufen. Der Apotheker riet mir zum Arzt zu gehen, da es sich um eine Infektion handelte, aber ich wollte es erst mal mit Cortisonsalbe versuchen.


Im Motel saßen wir dann draußen an einem warmen Sommerabend auf den Treppen, weil es sonst keine Sitzgelegenheiten gab und tranken gemütlich ein Bier. Ein Fotograf aus den USA gesellte sich zu uns und erzählte uns, dass er durch die Staaten fährt, um Biker und ihre Motorräder abzulichten. Wir redeten eine Weile bis wir müde waren und uns nach dem tollen Tag mit 234 Meilen (376.5 km) auf ins Bett machten.

Liebe Grüße vom genialen Roadtrip
Nadine