The best kind of souvenir is a memory

Mittwoch, 31.05.2017

Da wo der Kapitän sitzt, ist vorne – Grüße von Flipper!

Da ein Tag trödeln im Urlaub dann auch wieder reicht (wir sind ja Abenteurer-Backpacker), schafften wir es früh aus den Federn und nach dem Packen waren wir schnell on the road. Den Wohnungsschlüssel deponierten wir wieder im Fahrradschloss. Davor mussten wir aber noch eine Mission erfüllen. Mission Badehose. Am Vortag war nämlich Bernis geliebte Badehose kaputt gegangen. Als wir abends zurück gekommen waren, hatten wir außerdem erschrocken gesehen, dass es Bernis zweite und letzte Badehose vom Balkon geweht hatte, weil wir diese zum Trocken aufgehängt hatten. Da wir uns im 4. Stock befanden, hing die Hose so hoch, dass wir auch mit einem Besen nicht ran kamen. Ich bin Optimist und sagte, dass wir es trotzdem versuchen sollten. So irrten wir erst mal in den unzähligen Fluren dieses riesigen Wohnkomplexes rum und suchten den richtigen Ausgang zum Innenhof. Alles sah gleich aus und wir brauchten drei Anläufe, bis wir den richtigen Baum fanden. Wir schüttelten und schüttelten und siehe da: Die Badehose bewegte sich und machte langsam ihren Weg nach unten. Nach ein paar Schüttlungen, hielt Berni dann tatsächlich sein geliebtes Stück wieder in den Händen (haha). Und siehe da: wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren… Nachdem Berni die ganze Zeit von seiner Badehose (und den kaputten Flip Flops) geredet hatte, konnten wir in wieder glücklich machen.

Zum Frühstücken besuchten wir Ybor City in der Zigarrenstadt Tampa. Auf der 7th Avenue im berühmten kubanischen Viertel, war noch nichts los, aber man bekam auch so was vom spanischen Flair und der südlichen Architektur mit. In fast jedem Laden kann man noch Zigarren kaufen, obwohl diese schon lange nicht mehr hier produziert werden. Es ist total schön und lädt zum bummeln ein. Im Restaurant „Gaspar`s Grotto“ genossen wir unser Frühstück und schlenderten anschließend durch die süßen Straßen.

 

Am Vorabend hatten wir noch ein Hotel in Port St. Lucie an der Ostküste gebucht, was somit unser Tagesziel war.

Zuerst aber hieß es nochmal: Strand! Und wo kann man das besser als im berühmten Clearwater ? Die Stadt ist nämlich bekannt für ihren weißen, 4km langen Sandstrand Clearwater Beach, der aktuell zum besten Strand der USA gewählt wurde.

Bei Tripadvisor hatte ich von einer Delfin Tour gelesen, die sehr gute Bewertungen hatte. So steuerten wir direkt den Hafen an, um uns für 24$ für die nächste Tour anzumelden. Unser timing war mal wieder perfekt und es war nicht mehr lange bis zur 13 Uhr Tour.

In der Zwischenzeit erkundeten wir den Pier 60. Dort herrscht buntes Treiben und es gibt viele Läden, einen wunderschönen Strand und es war die Hölle los. Auch in Clearwater kann man einiges unternehmen, wie z.B. Jetski fahren, Bootstouren, Parasailing, angeln und vieles mehr.


Berni fand hier endlich neue Flip Flops und war somit nun wieder komplett.

Auf unserem kleinen Boot „little Toot“ (kleine Hupe) (http://www.littletoot.us), fanden viele Leute Platz und schon schipperten wir gemütlich Richtung Meer. Vroni fragte noch: „Wo ist denn bei dem Boot vorne?“ – „Da wo der Kapitän sitzt, ist vorne!“

Allein wegen der Aussicht im Hafen Clearwater Bay, hatte sich diese Tour gelohnt. Hier reihen sich unzählige Luxusvillen aneinander und natürlich hat jedes Haus seine eigene Yacht vor der Tür. Alles ist perfekt gepflegt und ein Rasen grüner als der andere. Unfassbar, wie viel Geld hier rum steht und wie viel Wohlstand es gibt. Langsam tuckerten wir in den Golf von Mexiko und warteten darauf, endlich Delfine zu sehen. Der Captain steuerte das Boot und ein anderer stand vorne, um nach den Säugetieren Ausschau zu halten. Plötzlich riss der Captain das Steuer rum und wir konnten zwei Delfine im Wasser ausmachen. Da wurde der Turbo eingelegt und der Captain gab Speed. Wenn die Delfine das Boot hören und die Wellen sehen, schwimmen sie nämlich hinterher und spielen mit den Wellen. Leider folgten die Tiere nicht, aber es wurde noch ein Versuch gestartet. Diesmal klappte es und die Delfine schwammen direkt neben dem Boot her. Das war so beeindruckend wie die beiden Delfine abwechselnd, oder gleichzeitig neben der little Toot hochsprangen und seitlich wieder im Wasser auf kamen. Wenn man die Hand ausgestreckt hätte, hätte man die großen Tümmler berühren können, so nah kamen sie. Natürlich drängten sich alle dicht an die Reling, aber wir hatten die besten Plätze um die Tiere zu bestaunen. Wir hatten ewig Zeit Fotos und Videos zu machen. Das war so beeindruckend und wir konnten es gar nicht glauben, was die beiden alles für „Kunststücke“ machten und wie viel Spaß sie in den Wellen hatten. Da merkte man richtig, wie verspielt die Delfine sind. Wir sollten alle ordentlich Lärm machen, weil das die Tiere zusätzlich motiviert. Das funktionierte sehr gut.
Irgendwann hatten die Delfine keine Lust mehr und drehten um, aber als die Little Toot gerade eine Kurve fuhr, waren sie wieder da.
Auch der Rückweg war super schön und man konnte den genialen Ausblick bei bestem Wetter genießen.

Um den Strand zu testen, liefen wir wieder zurück zum Pier 60 und legten uns zu den anderen, hunderten von Leuten (mit unserem tollen Sonnenschirm). Auch hier war das Wasser schön warm und wir genossen abwechselnd den weichen Sand und die Wellen. Hier lässt es sich aushalten und der Strand ist wirklich so schön wie immer alle sagen.

Da wir aber noch einiges an Strecke vor uns hatten, holten wir uns um 5 Uhr noch eine teure Kugel Eis (7$, spinnen die?!) und es ging Port St. Lucie entgegen. Der Himmel zog sich total zu, als wir auf dem Highway waren und es donnerte und blitzte. Außerdem war überall Stau und die Fahrt zog sich lange hin.

Es ist aber super schön, wenn man mit coolen Leuten im Auto sitzt, geile Musik hört und während die Sonne gerade hinterm Horizont verschwindet, tolle Landschaften am Fenster vorbei ziehen sieht.

Am Parkplatz der Fast-Food-Kette „Wendys“, zogen wir uns um und aßen dort zu Abend. Leider wusste ich nicht, dass die Kartoffel die ich bestellte, mit Speck ist und so musste ich eine Neue bestellen. Trotzdem schmeckte das Essen und frisch gestärkt ging es weiter Richtung Ostküste.

Es war schon nach 9, als wir nach über 4 Stunden Fahrt in Port St. Lucie an der Ostküste ankamen. Diesmal hatten wir ein Luxushotel raus gesucht, das normalerweise 300$ pro Nacht kosten sollte. Dank booking.com, kostete uns eine Nacht nur ca. 30 € pro Person. Das Residence Inn ist ein Marriot Hotel und war schwer zu finden, aber die Suche lohnte sich. Irgendwie kamen wir uns zwischen den vielen schicken Business-Leuten mit unseren Backpacks fehl am Platz vor. Das Zimmer ist riesig und hat eine große Küche. Natürlich hatten wir auch hier einen großen Flachbild-TV. Vroni und Berni probierten gleich den Pool aus und ich guckte zu, weil ich mein Bikini im Auto hatte und zu faul war ihn zu holen.

Es war wieder spät als wir ins Bett kamen und können erneut auf einen wunderschönen Tag zurück blicken.

Diese Reise übertrifft bisher wirklich alle unsere Erwartungen und es könnte nicht besser laufen.

Liebe Grüße von Flipper

Nadine

Great Anna Maria Island

Dienstag, 30.05.2017

Ich kann den See sehen

Da wir uns nicht schon wieder so stressen wollten, schliefen wir an diesem schönen Morgen aus.
Der Himmel war ziemlich bewölkt und wir hatten sowieso nicht so ein großes Tagesprogramm.
Vroni wollte das Fitnessstudio ausnutzen und stand schon früher auf.
Gut gelaunt brachen wir in Ruhe auf und da wir sowieso zwei Nächte im AirBnB blieben, mussten wir nicht mal packen.
Ganz gemütlich fuhren wir Richtung Meer und der Himmel klarte total auf. Der erste Halt für diesen Tag war in Sarasota. Eigentlich sollte dies eine schöne, kleine Stadt sein, aber ich glaube wir fanden einfach nicht den richtigen Teil. Was wir sahen, waren nur Häuser und ans Meer kam man nicht wirklich ran. So setzten wir uns in ein gemütliches Restaurant an der Straße und bestellten Frühstück, bzw. Mittagessen. Das Essen war super lecker und alles war frisch zubereitet.


So ging es wieder ein Stück zurück und zwar nach Anna Maria Island. Dieser Tipp kam von Vroni`s Kollegen und dieser hatte nicht zu viel versprochen. Der Strand Holmes Beach auf Anna Maria Island ist super schön, es hat weißen Muschelstrand und das Meer ist richtig sauber. Es war die Hölle los und Vroni hatte die super Idee, einen Sonnenschirm zu kaufen. So konnten wir uns alle drei in den Schatten legen und schliefen zwischen dem Baden im warmen Meer immer mal wieder ein.


Hier gibt es total viel zu machen. Mann kann Manatees (Seekühe) und Schildkröten sehen, Parasailing machen, Jet-Ski fahren, ein Boot ausleihen und vieles vieles mehr. Leider lief uns irgendwie die Zeit davon und wir schafften es nicht mehr, eine dieser Aktivitäten zu machen.
Da wir aber nicht heim fahren wollten, ohne die berühmten Manatees gesehen zu haben, fuhren wir an den Bradenton Beach, wo es angeblich diese Seekühe haben sollte.

Wir fragten ein paar Leute und diese sagten, dass mann, wenn man Glück hat, ab 18:30 Uhr ein paar dieser Tiere im Meer entdecken kann. Die Zeit passte, nur leider bekamen wir keines dieser Tiere zu Gesicht.

Wir warteten eine Weile, aber fanden nichts. Auch am Hafen sollte es ein paar Seekühe haben, aber es wurde schon langsam zu spät um dort noch hinzufahren, zumal es in der anderen Richtung lag.
So ging es weiter Richtung St. Petersburg. Dabei geht es über eine 8,85 Kilometer lange Brücke (Sunshine Skyway Bridge – Sonnenschein Fußgängerbrücke), von der man einen perfekten Blick aufs Meer hat. Diese Brücke wurde 1987 fertig gestellt und wirklich faszinierend. Diese Landschaften hier sind so toll und man hat meistens den Ozean im Blick.

Google Street View

In St. Petersburg wurden wir beim Aussteigen von einer lauten Auseinandersetzung begrüßt. Ein paar Obdachlose saßen im Park und der eine verkündete sehr lautstark, was ihm nicht passte. Das war schon mal kein guter erster Eindruck dieser Stadt. Auch der zweite Eindruck war nicht viel besser. Es war dreckig, stank und viele Läden standen leer. Wir fanden eine Straße mit vielen Pubs und Restaurants, wo wir uns einen schönen, irischen Pub aussuchten in dem viel los war. Hier laufen sehr viele komische Leute rum und irgendwie waren wir fast die Einzigen „Normalen“ in dieser komischen Stadt.
Das Essen im Pub war super billig und es gab die typisch, fettigen, amerikanischen Sachen. Die Portionen waren wie immer in diesem Land riesig und wir hatten gut zu kämpfen.


Als es schon dunkel war, traten wir langsam den Weg zurück ins AirBnB an. So ging ein weiterer, toller Tag zu Ende an dem wir schön entspannen und die Seele baumeln lassen konnten. Nach der vielen Action die Tage davor auch echt mal nötig.

Liebe Grüße vom wunderschönen Strand
Nadine

To the moon and back in one day – NASA Cape Caneveral

Montag, 29.05.2017

Eine Reise vom Mars zum Mond

Wir wussten, dass der Tag sehr hart werden würde. Um alles schaffen zu können, standen wir wieder um 7 Uhr auf und waren um 8 unterwegs.
Bisher klappt alles super und jeder hat beim Fahren seine Aufgabe. Wir wechseln uns ab mit dem Fahren und haben die Offline-Karten von GoogleMaps runter geladen, die uns überall hin bringen, ohne dass wir ein teueres Navi zahlen müssen. Der Beifahrer navigiert und der hinten, ja was macht der hinten? Der schläft meistens 🙂
Die Fahrt von Orlando zum Kennedy Space Center in Cape Caneveral (https://www.kennedyspacecenter.com/) dauerte nur 45 Min. und so waren wir wieder vor der Öffnung um 9 Uhr da.

Es versprach wieder ein sehr heißer Tag zu werden und die Sonne brutzelte uns schon am frühen Morgen wie Brathähnchen.
Der Eintritt ist mit 50$ ohne Steuern auch hier wieder sehr happig, aber es sollte sich lohnen.
Schon der Eingang der NASA ist sehr schön gestaltet und es gibt viel zu sehen. Das Space Center ist nach dem EX-Präsidenten John F. Kennedy benannt, von dem es ein Zitat am Eingang gibt.


Um gleich der Hitze zu entfliehen, schauten wir uns einen Film in 3-D an, wo wir wieder die witzigen Brillen bekamen. Im Film „Eyes on the Universe“, erlebt man eine Reise durch Zeit und Raum durch die Augen von NASA Weltraum-Teleskopen. Mit vielen guten Sound- und 3-D-Effekten fühlte man sich tatsächlich als wäre man im All.


In der Halle „Heroes and Legends“, befindet sich  auch die Astronauts Hall of Fame, wo an Astronauten erinnert und diese geehrt werden. Hier ist alles sehr gut gemacht und
man bekommt viele interessante Infos und Bilder. In dieser Halle erlebt man außerdem den Beginn des Weltraumzeitalters in 4-D, wo viele interessante Originalaufnahmen gezeigt werden. Generell ist das Space Center definitiv auch was für Leute, die sich (wie wir) nicht auskennen und bisher nicht groß für die Raumfahrt interessiert haben. Es ist so faszinierend wie und mit was für einem Aufwand das alles möglich ist.
Im Raketengarten sind viele beeindruckende Raketen ausgestellt, zu denen es Infos gibt.


Ein sehr großes Highlight war definitiv die Atlantis, die nur so vor Rekorden strotzt. Vor der Halle stand eine Nachbildung der riesigen Raumfähre, welche schon beeindruckend war. Innen bekam man einen nachgestellten Film von der Geschichte der Atlantis zu sehen. Es war total interessant wie die Idee angefangen hat, wie alles umgesetzt wurde, wie viele Tests immer wieder schief gingen und sich die Bauzeit auf insgesamt 30 Jahre hin zog. Trotz vieler Rückschläge, wurde die Atlantis fertig gestellt und im Oktober 1985 mit viel Spannung das erste Mal ins All entlassen. Es waren sehr spektakuläre Originalaufnahmen vom Start zu sehen und alle fieberten mit. Es wurde die Atlantis in groß auf der Leinwand gezeigt und dazu die stolzen Astronauten und Ingenieure, die Interviews gaben. Dieses Shuttle verblasste immer mehr, dann hob sich der Vorhang und plötzlich stand sie vor einem: die Atlantis live und in Original ! So ein beeindruckendes, riesiges Raumschiff. Das war so ein großer WOW-Moment mit dem keiner gerechnet hat. So ein Teil das man nur aus dem TV kennt plötzlich vor sich zu haben, war sehr krass. Hier zur besseren Vorstellung die Fakten:

Gewicht: 69 t
Länge: 37.2 m
Höhe: 17.2 m
Spannweite: 23.7 m
Stärke: 37 Mio.! PS

Eine Weile bestaunten wir dieses Space Shuttle und es war sogar einer der Ingenieure da, der alle Fragen beantwortete. Seit dem die Atlantis 2011 wegen Sicherheits-und Kostengründen nicht mehr fliegt, ist sie im Museum ausgestellt.


Ein weiteres Highlight war, dass man in einem Flugsimulator die Atlantis, die startet wie eine Rakete und landet wie ein Segelflieger, selbst landen konnte. Wir brauchten ein paar Anläufe und es ist sehr viel Feingefühl gefragt, aber schlussendlich landeten wir sicher auf der Erde.
Dann kam der traurige Teil des Space Centers. Die Gedenkstätte der 14 Astronauten die bei den Unglücken der Challenger und Columbia ums Leben kamen. Zu jedem Astronaut ist eine Geschichte vorhanden und persönliche Gegenstände sind ausgestellt. Außerdem wird die Geschichte der beiden Unglücke nacherzählt und Briefe von damaligen Schülern die ihre Trauer bekundet haben, vorgelesen. Das ist sehr ergreifend und es sind außerdem übrig gebliebene Teile der beiden Raumschiffe ausgestellt.
Danach ging es mit dem Bus zur Kennedy Space Center Explore Tour. Das NASA Areal ist gigantisch groß und die Busfahrt gibt einen guten Einblick hinter die Kulissen. Ein erfahrener Guide fährt vorbei an den Abschussrampen, dem Startkomplex und dem großen Kontrollzentrum. Es ist wirklich erstaunlich, wie nah man überall hin kommt und was für ein exklusiver Blick hinter die Kulissen gewährt wird. Die Tour ist super interessant und im Eintrittspreis enthalten. Nur leider machen das frühe Aufstehen, die vielen Erlebnisse und das Wechseln zwischen klimatisierten Räumen und 35 Grad Sonne jeden einmal müde. Jedem von uns fielen immer wieder kurz die Augen zu und wir dachten jeder, dass es keiner von den anderen gemerkt hat. Hinterher stellten wir fest, dass es uns allen Drei so gegangen war. Trotzdem erfuhren wir viele interessante Fakten und Dinge über die Raumfahrt.


Mit dem Bus wird man dann ins Apollo/Saturn Center gebracht, wo wir uns erst mal hin setzten und mit Blick auf die Mondrakete Saturn V zu Mittag aßen. Die Preise waren auch hier ok und für eine Pizza zahlte ich 6$.
Im Lunar Theater erlebt man die erste Mondlandung und hört die Originalszenen von damals. Außerdem ist ein Stück vom Mond ausgestellt, das man anfassen kann.
Die Apollo 8 und der Abschussraum waren ein weiteres, unglaubliches Erlebnis. In einem 4-D Kino ist man hautnah beim Start der Saturn V in 1968 dabei. Man hat Blick auf die original Überwachungskonsolen und sieht im Film an welchem Platz welches Kommando gegeben wurde. Alle Wände wackelten und es herrschte ein ohrenbetäubender Lärm, als die Rakete in einem großen Spektakel zum Mond entlassen wurde. Ein einzigartiges Erlebnis für uns alle!


Zum Abschluss erfuhren wir alles über NASAS Projekte heute und in der Zukunft, z.B. über das Leben auf dem Mars, was sehr aufschlussreich war. So ging dieser total geniale Besuch im Kennedy Space Center für uns zu Ende.

Es loht sich auf jeden Fall dort hinzufahren und sich über die Geschichte der Raumfahrt zu informieren. Alles ist, wie in den Universal Studios, total gut und modern gemacht und es ist für jedes Alter und jeden Erfahrungsstand etwas dabei.

Berni meldete sich diesmal freiwillig zum Fahren und ich navigierte. Wir hatten einen langen Weg vor uns, denn wir wollten an die Westküste nach Tampa. Unterwegs sahen wir sehr heftige Buschbrände und es stank trotz geschlossener Fenster bestialisch nach Rauch. Das war ein beklemmendes Gefühl und hoffentlich kommen weder Menschen, noch Tiere bei diesem Brand zu schaden.


Auf der Autobahn gab es Stau und wir kamen das erste Mal mit der Toll (Maut) in Berührung. Gefühlt alle paar Meter muss man am Schalter halten und immer unterschiedliche
Beträge zwischen 1 und 2$ zahlen.
Die Fahrt zog sich lange und es war schon Abend als wir beim AirBnB in Tampa ankamen. Jetzt nur noch in den Pool und dann schlafen!


Leider ging dieser Plan nicht auf. Die Besitzer vom AirBnB die in China wohnen, hatten uns geschrieben, dass der Schlüssel für die Wohnung in einer Schlüsselbox sei.
Hätten wir doch mal der Bewertung im Internet mehr Glauben geschenkt, in der Leute über eine Stunde den Schlüssel gesucht hatten. Wir liefen x Mal durch das komplette Parkhaus und suchten die Schlüsselbox – ohne Erfolg. Jeden Stein drehten wir um und fragten drei Nachbarn, die zwar sehr hilfsbereit waren, uns aber nicht helfen konnten. Das riesige Gebäude hat 500 ! Wohnungen und das machte die Suche nicht leichter. Wir waren ratlos und hatten auch kein WLAN, um den Vermietern zu schreiben. Außerdem war es in China bestimmt mitten in der Nacht. Alle waren müde und das machte es nicht gerade besser. Der Schlüssel ließ sich nicht finden.
Hilft ja nix! Also ab ins Auto um nach WLAN zu suchen. Im Hooters wo wir mit dem Auto davor standen, bekamen wir WLAN und Vroni schrieb den Chinesen.
Mit einer genauen Beschreibung fuhren wir zurück zum Wohnkomplex. Das hätten wir nie gefunden! An einem Fahrrad, das an der Wand hing, war ein großes Schloss mit Zahlencode befestigt, den wir einstellten und es öffnete sich. Darin war der Schlüssel für die Wohnung versteckt. Die Wegbeschreibung zur Wohnung bekamen wir per Nachricht.
Wir lachten uns halb kaputt, denn wie hätten wir das finden sollen? Zumal wir ohne Code das Schloss ja sowieso nicht öffnen hätten können.


Endlich waren wir in der Wohnung und wurden belohnt. Die Wohnung ist groß und wir haben ein Doppelbett und eine Couch. Außerdem gibts hier eine Waschmaschine und wir warfen gleich eine Ladung voll Wäsche rein. Leider gab es keinen Platz um alles aufzuhängen und wir suchten Kleiderbügel und verteilten unsere Wäsche quer in der Wohnung. Wenn das die Vermieter wüssten… Vroni und Berni kühlten sich im Pool ab und ich kümmerte mich um meinen Blog.


Da wir alle mal in das berühmte Restaurant Hooters (das bekannt ist für die wohlgeformten und knapp bekleideten Bedienungen), wollten und damit Berni auch mal was zu gucken hat, liefen wir dort hin und ließen uns das Abendessen nach diesem sehr schönen, anstrengenden Tag ordentlich schmecken.

Die Bedienung war super nett und so übertrieben wie in Filmen laufen die Hooters-Damen gar nicht rum. Lediglich die Hotpants sind ein bisschen eng. Unsere 21 jährige Bedienung kam am Ende noch her und quatschte eine Weile mit uns. Sie wohnt hier und meinte, dass Hooters ein sehr guter Arbeitgeber ist, bei dem man fair behandelt wird. Wenn ein Gast zu nahe kommt, bekommt er Ärger mit dem Chef. Nach dieser guten Unterhaltung liefen wir zurück zur Wohnung, wuschen noch mehr Wäsche und schliefen schnell ein.

Das war also ein weiterer genialer Tag auf einer unglaublich guten Reise.

Liebe Grüße aus Tampa
Nadine