Great Anna Maria Island

Dienstag, 30.05.2017

Ich kann den See sehen

Da wir uns nicht schon wieder so stressen wollten, schliefen wir an diesem schönen Morgen aus.
Der Himmel war ziemlich bewölkt und wir hatten sowieso nicht so ein großes Tagesprogramm.
Vroni wollte das Fitnessstudio ausnutzen und stand schon früher auf.
Gut gelaunt brachen wir in Ruhe auf und da wir sowieso zwei Nächte im AirBnB blieben, mussten wir nicht mal packen.
Ganz gemütlich fuhren wir Richtung Meer und der Himmel klarte total auf. Der erste Halt für diesen Tag war in Sarasota. Eigentlich sollte dies eine schöne, kleine Stadt sein, aber ich glaube wir fanden einfach nicht den richtigen Teil. Was wir sahen, waren nur Häuser und ans Meer kam man nicht wirklich ran. So setzten wir uns in ein gemütliches Restaurant an der Straße und bestellten Frühstück, bzw. Mittagessen. Das Essen war super lecker und alles war frisch zubereitet.


So ging es wieder ein Stück zurück und zwar nach Anna Maria Island. Dieser Tipp kam von Vroni`s Kollegen und dieser hatte nicht zu viel versprochen. Der Strand Holmes Beach auf Anna Maria Island ist super schön, es hat weißen Muschelstrand und das Meer ist richtig sauber. Es war die Hölle los und Vroni hatte die super Idee, einen Sonnenschirm zu kaufen. So konnten wir uns alle drei in den Schatten legen und schliefen zwischen dem Baden im warmen Meer immer mal wieder ein.


Hier gibt es total viel zu machen. Mann kann Manatees (Seekühe) und Schildkröten sehen, Parasailing machen, Jet-Ski fahren, ein Boot ausleihen und vieles vieles mehr. Leider lief uns irgendwie die Zeit davon und wir schafften es nicht mehr, eine dieser Aktivitäten zu machen.
Da wir aber nicht heim fahren wollten, ohne die berühmten Manatees gesehen zu haben, fuhren wir an den Bradenton Beach, wo es angeblich diese Seekühe haben sollte.

Wir fragten ein paar Leute und diese sagten, dass mann, wenn man Glück hat, ab 18:30 Uhr ein paar dieser Tiere im Meer entdecken kann. Die Zeit passte, nur leider bekamen wir keines dieser Tiere zu Gesicht.

Wir warteten eine Weile, aber fanden nichts. Auch am Hafen sollte es ein paar Seekühe haben, aber es wurde schon langsam zu spät um dort noch hinzufahren, zumal es in der anderen Richtung lag.
So ging es weiter Richtung St. Petersburg. Dabei geht es über eine 8,85 Kilometer lange Brücke (Sunshine Skyway Bridge – Sonnenschein Fußgängerbrücke), von der man einen perfekten Blick aufs Meer hat. Diese Brücke wurde 1987 fertig gestellt und wirklich faszinierend. Diese Landschaften hier sind so toll und man hat meistens den Ozean im Blick.

Google Street View

In St. Petersburg wurden wir beim Aussteigen von einer lauten Auseinandersetzung begrüßt. Ein paar Obdachlose saßen im Park und der eine verkündete sehr lautstark, was ihm nicht passte. Das war schon mal kein guter erster Eindruck dieser Stadt. Auch der zweite Eindruck war nicht viel besser. Es war dreckig, stank und viele Läden standen leer. Wir fanden eine Straße mit vielen Pubs und Restaurants, wo wir uns einen schönen, irischen Pub aussuchten in dem viel los war. Hier laufen sehr viele komische Leute rum und irgendwie waren wir fast die Einzigen „Normalen“ in dieser komischen Stadt.
Das Essen im Pub war super billig und es gab die typisch, fettigen, amerikanischen Sachen. Die Portionen waren wie immer in diesem Land riesig und wir hatten gut zu kämpfen.


Als es schon dunkel war, traten wir langsam den Weg zurück ins AirBnB an. So ging ein weiterer, toller Tag zu Ende an dem wir schön entspannen und die Seele baumeln lassen konnten. Nach der vielen Action die Tage davor auch echt mal nötig.

Liebe Grüße vom wunderschönen Strand
Nadine

Don’t worry about a thing

Samstag, 27.05.2017

Three little birds

Da wir ja nicht zum ausschlafen und faulenzen hier sind, bekamen wir unseren Allerwertesten schon früh hoch und erkundeten zuerst das schöne Downtown von St. Augustine. St. Augustine ist mit 450 Jahren die älteste durchgehend besiedelte von Europäern gegründete Stadt der USA und liegt am Matanzas River. In einem total tollen Restaurant bekamen wir ein Frühstück aufgetischt, dass eigentlich drei Mahlzeiten in einem werden wollten. Die Amis spinnen mit ihren riesigen Portionen! Wenn das so weiter geht, kann man mich nach Hause rollen (dann muss ich wenigstens nicht fliegen). Ich hoffe, jeder bekommt beim Anblick von diesen Bildern Hunger.

Mit sehr vollen Mägen erkundeten wir die St. George Street. Überall hat es kleine Gässchen, süße Läden und man merkt wie viel Liebe hier im Detail steckt. In St. Augustine ist alles „das Älteste“. Die älteste Schule, das älteste Waxmuseum usw.


Der Pier ist ebenfalls einen Besuch wert. Viele luxuriöse Yachten reihen sich hier aneinander und wir bekamen Lust auch mal mit so einem Kahn herum zu schippern. An einem Boot, wo eine Dogge drauf lag, fiel gerade einfach ein Schuh ins Wasser. Wir teilten dies den Besitzern mit, die den Schuh raus fischten und sich hundert Mal bedankten. Sie hatten es nicht mal gemerkt, dass der Schuh abhanden gekommen war. Leider nahmen sie uns als Dankeschön nicht mit aufs Boot.

Die 10$ für den Eintritt für die Burg Castillo de San Marcos sparten wir uns und guckten die alten Gemäuer und die Festung lieber von außen an.

So wie St. Augustine stellen wir uns Miami vor. Es gibt ein Wettrüsten von Yachten, Autos bzw. riesen Trucks und Motorrädern (bevorzugt Harley’s). Alle fahren sie an der Uferpromenade bzw. im Meer entlang und posieren.

Die Strecke die wir dann immer weiter auf dem Weg nach Süden fuhren, übertraf alle unsere Erwartungen. Die A1A ist definitiv ein landschaftliches Highlight ! Es geht direkt am Meer entlang, sodass man schon fast im Wasser fährt und es hat die schönsten Strände die man sich vorstellen kann. Links waren der weiße Strand und das azurblaue Meer und rechts befand sich eine imposante Villa neben der Nächsten. In Begleitung von Bob Marley, Seed, Peter Fox, Greenday, Materia und vielen mehr (natürlich nur musikalisch), dem atemberaubenden Panorama und der Sonne an der Seite, hatten wir einen Roadtrip wie wir ihn uns vorgestellt hatten. Das Gefühl von Freiheit und Unbeschwertheit war unbeschreiblich und wir hätten uns alle nichts besseres vorstellen können. Mit guter Laune im Gepäck, entdeckten Berni und ich immer neue Motorräder, die unsere Biker-Herzen höher schlagen ließen. Hier wie die unzähligen Leute mal mit dem Motorrad entlang heizen – ein Traum ! Neuer Punkt auf der Bucket-List (Route 66 ist gestrichen).


Am Strand Daytona Beach legten wir den ersten Badestopp für diesen Tag ein. Es war viel los und wir entdeckten gleich eine Vermietung. Vroni und Berni liehen sich für 10$ Surfboards aus, aber ich guckte lieber zu und filmte. Nach meiner Surf-Erfahrung in Australien, war ich erst mal geheilt. Außerdem mieteten wir uns einen Schirm und drei Liegen. So lässt es sich leben. Das Wasser hier ist lange flach und perfekt um Surfen zu lernen. Berni der das erste Mal seine Surf-Fähigkeiten unter Beweis stellte, machte das richtig gut und stand sogar ein paar Mal – Respekt ! Auch Vroni stand einige Male, aber ich schaffte es leider nicht das bildlich festzuhalten. Durch das hinterher hechten, hatte ich auch meinen Sport.Nur für die Fotos legte ich mich kurz aufs Brett und hatte eigentlich schon Lust, es nochmal zu versuchen….

Beim Eiswagen der vorbei kam, gönnte ich mir das erste Eis hier, was total lecker war.

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Der zweite Streckenabschnitt an diesem Tag stand dem Ersten in nichts nach. Wir kamen an der bekannten Rennstrecke Daytona Speedway vorbei, die gigantisch groß ist. Dort fand gerade das Country 500 (großes Countrymusikfestival – The Great American Music Fest at Daytona) statt und es war die Hölle los. Der Straßenkurs des Daytona Speedways  ist 5,73 km lang und es passen 101.500 Zuschauer rein.

Außerdem passierten wir den bekannten Flagler Beach, die Palm Coast und viele schöne Strände.
Teilweise darf man nur 25 Meilen schnell fahren, was aber gar nicht schlimm ist. Wir hatten keinen Stress und genossen sowieso die faszinierende Aussicht.

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Ich sah, dass der Tank bald leer sein würde, aber weit und breit war keine Tankstelle in Sicht. Zum Glück reichte es noch bis zur Nächsten „gas station“.
Als wir dann also das erste Mal tanken wollten, waren wir ratlos. Benzin oder Diesel? Das ist hier die Frage… Weder im Tankdeckel, noch im Mietvertrag oder im Fahrzeugschein oder in der Sonnenblende stand was. Und ohne Internet kann man das auch nicht googeln. Die Dame von der Tankstelle vermutete, dass es ein Benziner ist, was wir auch tippten. Quasi auf „gut Glück“, tankten wir Benzin und hofften jede Meile, dass wir nicht stehen bleiben würden. Da das Auto aber immer noch funktioniert, gehen wir davon aus, dass das richtig war. Hätten wir auch mal vorher abklären können…


Abends erreichten wir unser Tagesziel Orlando. Im Hotel Rodeway Inn Maingate, das mit 9,50€ pro Person und Nacht inkl. Frühstück nicht nur unfassbar billig, sondern auch gut war, checkten wir ein. Es gibt einen beheizten, schönen Pool, der bis 23 Uhr offen hat.


Wir hatten Hunger und fuhren zum Restaurant, von dem im Hotel Gutscheine auslagen. Die Amis sind faul. Der Typ von der Rezeption sagte, man könne es nicht laufen. Dadurch, dass wir mit dem Auto einmal im Kreis mussten, um auf den richtigen Fahrstreifen zu kommen, fuhren wir mit der Kirche ums Dorf. Wir lachten uns alle den Allerwertesten ab, weil das Restaurant nur ein paar Meter vom Hotel weg war, wir aber kompliziert fuhren. Im Laufen wären wir schneller gewesen.
Das Restaurant ist riesig und es war viel los. Wegen unserem Gutschein bekamen wir ein Bruschetta im Wert von 8$ gratis. Angeblich wegen Bernis Steak mussten wir ewig auf unser Essen warten, aber es schmeckte dafür umso besser.


Zurück im Hotel buchten wir Tickets für den nächsten Tag für die Universal Studios und gingen spät ins Bett.

Liebe Grüße aus Orlando
Nadine