Don’t worry about a thing

Samstag, 27.05.2017

Three little birds

Da wir ja nicht zum ausschlafen und faulenzen hier sind, bekamen wir unseren Allerwertesten schon früh hoch und erkundeten zuerst das schöne Downtown von St. Augustine. St. Augustine ist mit 450 Jahren die älteste durchgehend besiedelte von Europäern gegründete Stadt der USA und liegt am Matanzas River. In einem total tollen Restaurant bekamen wir ein Frühstück aufgetischt, dass eigentlich drei Mahlzeiten in einem werden wollten. Die Amis spinnen mit ihren riesigen Portionen! Wenn das so weiter geht, kann man mich nach Hause rollen (dann muss ich wenigstens nicht fliegen). Ich hoffe, jeder bekommt beim Anblick von diesen Bildern Hunger.

Mit sehr vollen Mägen erkundeten wir die St. George Street. Überall hat es kleine Gässchen, süße Läden und man merkt wie viel Liebe hier im Detail steckt. In St. Augustine ist alles „das Älteste“. Die älteste Schule, das älteste Waxmuseum usw.


Der Pier ist ebenfalls einen Besuch wert. Viele luxuriöse Yachten reihen sich hier aneinander und wir bekamen Lust auch mal mit so einem Kahn herum zu schippern. An einem Boot, wo eine Dogge drauf lag, fiel gerade einfach ein Schuh ins Wasser. Wir teilten dies den Besitzern mit, die den Schuh raus fischten und sich hundert Mal bedankten. Sie hatten es nicht mal gemerkt, dass der Schuh abhanden gekommen war. Leider nahmen sie uns als Dankeschön nicht mit aufs Boot.

Die 10$ für den Eintritt für die Burg Castillo de San Marcos sparten wir uns und guckten die alten Gemäuer und die Festung lieber von außen an.

So wie St. Augustine stellen wir uns Miami vor. Es gibt ein Wettrüsten von Yachten, Autos bzw. riesen Trucks und Motorrädern (bevorzugt Harley’s). Alle fahren sie an der Uferpromenade bzw. im Meer entlang und posieren.

Die Strecke die wir dann immer weiter auf dem Weg nach Süden fuhren, übertraf alle unsere Erwartungen. Die A1A ist definitiv ein landschaftliches Highlight ! Es geht direkt am Meer entlang, sodass man schon fast im Wasser fährt und es hat die schönsten Strände die man sich vorstellen kann. Links waren der weiße Strand und das azurblaue Meer und rechts befand sich eine imposante Villa neben der Nächsten. In Begleitung von Bob Marley, Seed, Peter Fox, Greenday, Materia und vielen mehr (natürlich nur musikalisch), dem atemberaubenden Panorama und der Sonne an der Seite, hatten wir einen Roadtrip wie wir ihn uns vorgestellt hatten. Das Gefühl von Freiheit und Unbeschwertheit war unbeschreiblich und wir hätten uns alle nichts besseres vorstellen können. Mit guter Laune im Gepäck, entdeckten Berni und ich immer neue Motorräder, die unsere Biker-Herzen höher schlagen ließen. Hier wie die unzähligen Leute mal mit dem Motorrad entlang heizen – ein Traum ! Neuer Punkt auf der Bucket-List (Route 66 ist gestrichen).


Am Strand Daytona Beach legten wir den ersten Badestopp für diesen Tag ein. Es war viel los und wir entdeckten gleich eine Vermietung. Vroni und Berni liehen sich für 10$ Surfboards aus, aber ich guckte lieber zu und filmte. Nach meiner Surf-Erfahrung in Australien, war ich erst mal geheilt. Außerdem mieteten wir uns einen Schirm und drei Liegen. So lässt es sich leben. Das Wasser hier ist lange flach und perfekt um Surfen zu lernen. Berni der das erste Mal seine Surf-Fähigkeiten unter Beweis stellte, machte das richtig gut und stand sogar ein paar Mal – Respekt ! Auch Vroni stand einige Male, aber ich schaffte es leider nicht das bildlich festzuhalten. Durch das hinterher hechten, hatte ich auch meinen Sport.Nur für die Fotos legte ich mich kurz aufs Brett und hatte eigentlich schon Lust, es nochmal zu versuchen….

Beim Eiswagen der vorbei kam, gönnte ich mir das erste Eis hier, was total lecker war.

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Der zweite Streckenabschnitt an diesem Tag stand dem Ersten in nichts nach. Wir kamen an der bekannten Rennstrecke Daytona Speedway vorbei, die gigantisch groß ist. Dort fand gerade das Country 500 (großes Countrymusikfestival – The Great American Music Fest at Daytona) statt und es war die Hölle los. Der Straßenkurs des Daytona Speedways  ist 5,73 km lang und es passen 101.500 Zuschauer rein.

Außerdem passierten wir den bekannten Flagler Beach, die Palm Coast und viele schöne Strände.
Teilweise darf man nur 25 Meilen schnell fahren, was aber gar nicht schlimm ist. Wir hatten keinen Stress und genossen sowieso die faszinierende Aussicht.

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Ich sah, dass der Tank bald leer sein würde, aber weit und breit war keine Tankstelle in Sicht. Zum Glück reichte es noch bis zur Nächsten „gas station“.
Als wir dann also das erste Mal tanken wollten, waren wir ratlos. Benzin oder Diesel? Das ist hier die Frage… Weder im Tankdeckel, noch im Mietvertrag oder im Fahrzeugschein oder in der Sonnenblende stand was. Und ohne Internet kann man das auch nicht googeln. Die Dame von der Tankstelle vermutete, dass es ein Benziner ist, was wir auch tippten. Quasi auf „gut Glück“, tankten wir Benzin und hofften jede Meile, dass wir nicht stehen bleiben würden. Da das Auto aber immer noch funktioniert, gehen wir davon aus, dass das richtig war. Hätten wir auch mal vorher abklären können…


Abends erreichten wir unser Tagesziel Orlando. Im Hotel Rodeway Inn Maingate, das mit 9,50€ pro Person und Nacht inkl. Frühstück nicht nur unfassbar billig, sondern auch gut war, checkten wir ein. Es gibt einen beheizten, schönen Pool, der bis 23 Uhr offen hat.


Wir hatten Hunger und fuhren zum Restaurant, von dem im Hotel Gutscheine auslagen. Die Amis sind faul. Der Typ von der Rezeption sagte, man könne es nicht laufen. Dadurch, dass wir mit dem Auto einmal im Kreis mussten, um auf den richtigen Fahrstreifen zu kommen, fuhren wir mit der Kirche ums Dorf. Wir lachten uns alle den Allerwertesten ab, weil das Restaurant nur ein paar Meter vom Hotel weg war, wir aber kompliziert fuhren. Im Laufen wären wir schneller gewesen.
Das Restaurant ist riesig und es war viel los. Wegen unserem Gutschein bekamen wir ein Bruschetta im Wert von 8$ gratis. Angeblich wegen Bernis Steak mussten wir ewig auf unser Essen warten, aber es schmeckte dafür umso besser.


Zurück im Hotel buchten wir Tickets für den nächsten Tag für die Universal Studios und gingen spät ins Bett.

Liebe Grüße aus Orlando
Nadine

Waiting for the perfect wave

Montag, 02.11.2015

Um 8 trafen wir uns mit zwei anderen deutschen Mädels und unserem „Surflehrer“ Nils der auch aus Deutschland ist und im Hostel arbeitet. Von dort aus konnten wir Surfboards ausleihen und da ging’s schon los. Was bei den Surfern so einfach aus sieht, war für uns das erste Hindernis. Wir konnten uns nicht einfach das Brett unter den Arm klemmen und locker damit rum laufen. Die paar Meter zum Strand schafften wir nur, weil wir die schweren Bretter zu zweit schleppten.

Nach einer kurzen theoretischen Einweisung ging’s in die Wellen. Schon das Rauspaddeln ist sehr schwer. Aylin und Jacky haben es gar nicht hin bekommen und ich hab einmal einen Abgang gemacht und dann ging es. Ich war so schnell wie Nils draußen auf dem Meer and die anderen beiden Mädels drehten wieder um. Da wir leider ein Surfboard zu wenig hatten, musste eine sowieso am Strand warten. Eigentlich muss man dann auf dem Board sitzen und auf die Wellen warten, aber das ist leider (wie alles) auch nicht so einfach wies aussieht 😦 ständig fiel ich vom Surfbrett und es dauerte lange bis ich mal saß. Als eine Welle kam, befahl Nils mir mich aufs Board zu legen und dann ganz schnell mit den Armen zu paddeln. Man muss nämlich erst auf die Welle drauf kommen um aufstehen zu können. Dies schaffte ich schon gar nicht und deswegen hatte ich nicht mal die Chance aufzustehen. Die Wellen waren aber laut Nils sowieso viel zu niedrig. Als wir gerade dabei waren wieder zurück an Land zu paddeln, erfasste mich eine riesen Welle von hinten. Ich tauchte unter, verlor komplett die Orientierung und schluckte viel Wasser. Ich wollte an die Oberfläche aber wusste nicht in welcher Richtung ich muss. In diesem Moment dachte ich wirklich ich muss ertrinken und hatte mega Panik. Als ich es gerade nach einer gefühlt endlosen Zeit schaffte aufzutauchen, kam die nächste Welle und riss mich wieder runter.Mein Kopf war gerade über Wasser als ich das Fußband des Surfboards verlor und mir das Brett mit aller Wucht gegen den Kopf geschleudert wurde. Ich hatte das Gefühl eine dicke Lippe zu bekommen und das tat ordentlich weh.

Nach diesem Schockerlebnis wollte ich nur noch ganz schnell raus aus dem Wasser. Mir wurde aber bewusst, dass ich danach Angst haben werde. So blieb ich tapfer im Meer. Einige Male versuchte ich es noch auf die Wellen drauf zu kommen um endlich auf dem Board stehen zu können, aber es gelang mir nicht.

Nach einer kurzen Verschnaufpause am Strand war ich die Einzige die ihr Glück nochmal versuchen wollte. Die anderen hatten die gleichen Probleme wie ich. So war ich mit Nils allein im Meer und dachte das gibt mir Sicherheit. Diesmal waren die Wellen aber gleich am Anfang so hoch, dass ich totale Angst hatte. Es war schon fast unmöglich für mich rauszupaddeln und auch Nils hatte echte Probleme. Irgendwie waren die Surfkonditionen an diesem Tag in „Surfers Paradise“ wohl allgemein nicht gut, denn wir waren weit und breit die Einzigen im Wasser. Nils motivierte mich ständig weiter raus zu paddeln, aber die Panik siegte über mich und ich blieb in sicherer Nähe zum Strand. Da meine Kraft auch nachließ, entschied ich mich es für diesen Tag gut sein zu lassen. Den anderen Mädels war das Posen auch wichtiger als das Surfen und so entstanden einige gute Bilder. Zitat: „Wenn wir schon nicht surfen können, sehen wir auf den Bildern wenigstens wie professionelle Surfer aus!“ Hinterher sagte uns Nils auch noch, dass das Aufstehen mit diesen Surfboards sowieso schwierig gewesen wäre, weil diese eigentlich nicht für Anfänger sind. So gingen wir erfolglos wieder zurück.

Wie das halt im Hostel so ist, sitzt man da und redet und hört auch mal andere Backpacker neben einem reden. Ein deutscher Akzent kam mir sehr bekannt vor und ich fragte mal so nach, woher denn der junge Mann kommt. Er so: „Stuttgart“ Ich so: „Wo genau?“ Er so: „Kennst du Nagold?“ Ich so: „Kennst du Wildberg?“. Wir fanden heraus, dass wir nur 5 min. von einander weg wohnen. Als wir dann gleich schauten, welche Facebook-Freunde wir gemeinsam haben, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Meine Freundin Jenny mit der ich in Amerika war, ging mit ihm (Dirk) zur Grundschule und ein Mädchen aus meiner ehemaligen Parallelklasse ist Dirks Cousine. Wir haben einige gemeinsame Facebook-Freunde und da kann man echt mal wieder sehen, wie klein doch die Welt ist. Man fliegt nach Australien um Leute zu treffen die im Nachbardorf wohnen und die selben Personen kennen. Gleich machten wir ein Foto und schickten es an diejenigen die wir beide kennen. Die waren genau so amüsiert wie wir 😛

Abends war feiern angesagt. Vom Hostel aus gibt es jeden Abend eine andere Aktion und diesmal gabs freien Eintritt in einem Club und ein Freigetränk. Um 8 trifft man sich am Pool um ein bisschen was zu trinken. Mit sehr vielen netten Leuten spielten wir ein lustiges Trinkspiel und um 10 gings los. Im Club „SinCity“ laufen die weiblichen Barkeeperinnen sehr leicht bekleidet rum. Sie haben nur BH und Tanga an und das fanden sogar die Jungs nicht so cool. Das ist sehr übertrieben und ich weiß nicht, ob mir die Mädels leid tun sollen, wenn sie von Männlein und Weiblein gleichermaßen angestarrt werden. Die Musik war auch nicht gut und der DJ eine Katastrophe. Weil wir aber mit so vielen coolen Leuten unterwegs waren, machten wir das beste drauf und feierten ausgelassen was das Zeug hielt. Die Getränke gabs den ganzen Abend für $4,50 was echt ok war.

Erst spät in der Nacht machten wir uns auf den Heimweg und stoppten noch beim Dönerladen um uns ein gutes Stück Pizza zu gönnen.

Nicht ertrunkene Grüße

Nadine

 

Surfers Paradise

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Zum mindest das Posen hatten wir drauf 😛IMG_0510 (FILEminimizer)  IMG_0513 (FILEminimizer) IMG_0534 (FILEminimizer)

Dirk und ich

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Sonnenuntergang am Hostelpool

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gutes, deutsches Heineken

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Im Sin City

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