Working in Miami

Dienstag, 06.06. – Donnerstag 08.06.2017

Work, work, work

Zum Glück gibt es für mich in meiner Arbeit die Möglichkeit von Zuhause aus zu arbeiten. Da die restliche Woche von Meli und mir sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist, entschied ich mich dafür einfach vom Hostel in Miami aus zu arbeiten. Meinen Laptop hatte ich sowieso dabei und das Internet funktionierte hier auch. Ich stornierte schweren Herzens unseren gebuchten Ford Mustang und alle Hotels. Meli hatte einen neuen Heimflug gebucht und war am Vortag zurück nach Deutschland geflogen. Ich hatte nach Flügen nach Kuba oder andere Teile der USA geschaut, aber leider war überall Gewitter und Unwetter vorausgesagt und so hatte das auch keinen Wert. Auch die Vorhersage für Miami war mehr als schlecht.
In diesem Partyhostel zu arbeiten war sehr schwer. Selbst bei Tag herrschte eine abartige Geräuschkulisse und die Musik war auch viel zu laut. Das nervte mich total. Leider konnte ich nicht vom Zimmer aus arbeiten, weil es dort kein WLAN gab. Trotzdem lief es gut und mit Kopfhörern in den Ohren ließ es sich arbeiten.
Benny der auch allein war, kam pünktlich zur Mittagspause immer in die Lobby und wir gingen was Essen. An einem Tag waren wir in der schönen alten Post um unsere Karten weg zu schicken.


Das Wetter besserte sich leider kein bisschen. Jeden Tag goss es aus Kübeln und es sah aus als würde die Welt untergehen. Die Gewitter hier sind total heftig und es blitzt und donnert wie verrückt. Wenn es einmal anfängt, regnet es was runter kommen kann und die Straßen stehen nach wenigen Minuten komplett unter Wasser. Das ist super krass und sowas habe ich bisher auch noch nicht erlebt.


Irgendwie ist South Beach ein komischer Ort. Überall stehen Läden leer, es riecht nach Fäkalien und in einigen Geschäften sind Scheiben eingeschlagen und es sieht chaotisch aus. Es gibt viele Obdachlose und überall liegt Müll herum. So habe ich mir das hier nicht vorgestellt.


Benny der in der Berufsfeuerwehr ist, wollte an einem Nachmittag unbedingt die Feuerwehr sehen. Wir hatten Glück und ein Feuerwehrmann zeigte uns die komplette Wache inkl. Küche, Schlafräumen, Geräteraum usw. Plötzlich ging ein ohrenbetäubender Lärm los und alle rannten los. Der Feuerwehrmann und Benny rutschten an der Stange runter ins Erdgeschoss, aber ich traute mich nicht. Leider fand ich den Ausgang aus nicht und alle mussten auf mich warten. Zum Glück schaffte ich es noch aus dem Labyrinth raus und die Feuerwehr konnte zum Einsatz fahren.


An einem Tag passierte das Unglaubliche: die Sonne kam raus. Wenn auch nur für ein paar Minuten, aber ich sah Miami tatsächlich noch bei Sonne.

Dieses Jahr hatte ja die Hurricane-Saison ungewöhnlich früh angefangen. So machte ich einen kurzen Ausflug an den Strand. Der Sand war kalt und immer noch nass und so machte ich nur ein paar Fotos und ging wieder. Da hat man einen Strand direkt vor der Haustür und kann nicht einmal baden. Endlich konnte ich aber mal die berühmten Miami Strandhäuschen aus Baywatch live sehen.


Sonst war die Woche nicht gerade spannend und ich widmete mich der Arbeit.

Carsten und Christian und die anderen Jungs waren nun auch abgereist und außer Benny kannte ich dann niemanden mehr. Das war aber ok, denn so hat man nicht so viel Ablenkung von der Arbeit.

Ins Zimmer kam aber keiner mehr rein und so war ich allein im Viererzimmer. Wie gesagt ist der Raum total doof. Es hat kein Fenster, man hat kein WLAN und es ist selbst allein sehr klein. Das Schlimmste war aber, dass ich schon nach der ersten Nacht krank war. Trotz Schal, Socken, zwei Pullis und 5! Decken (naja Decken kann man diese Spannbettlaken nicht nennen), fror ich total und die Klimaanlage war vieeeel zu kalt eingestellt und machte einen ohrenbetäubenden Lärm. Jeden Tag fragte ich an der Rezeption, aber keiner wollte die Klima ausstellen, oder wärmer machen. Aus lauter Verzweiflung und weil es wirklich unbeschreiblich kalt war, stellte ich ein Stockbett um, klemmte eine Matratze oder den Klimaanlagenschacht und packte noch ein paar Kissen drauf. Das kostete viel Zeit und Kraft und half auch nicht wirklich. Leider machten die Putzfrauen jeden Tag aufs neue mein Konstrukt kaputt und ich musste täglich erneut umbauen.

Eines Abends vor dem Hostel

Fleißige Grüße
Nadine

White House Washington D.C.

Mittwoch, 24.05.2017

Knapp, aber passt schon

Unsere Nerven werden hier jeden Tag aufs Neue strapaziert und es vergeht kein Tag ohne Adrenalin. Später mehr dazu.
Geweckt wurden wir vom Duft frischer Pancakes; persönlich vom Hostelbesitzer zubereitet. Die Pancakes mit Schokosplittern drin waren die Besten!
Der junge Hostelbesitzer ist African-American und sehr talentiert und intelligent. Er ist Sänger und kann Tricks, wie z.B. Backflips (Rückwärtssaltos) und vieles mehr. Er spricht 5 Sprachen und hat schon 6 Jahre in Europa gelebt. Täglich macht er ca. 100! Pfannkuchen für seine Gäste und gibt wirklich alles dafür ein guter Gastgeber zu sein. Wir fühlen uns hier super wohl.


Bei vier Leuten dauert es immer, bis alle fertig sind und man aufbrechen kann. Außerdem war die Community in dem Hostel so gut, dass wir ewig beim Frühstück saßen und uns mit vielen Reisenden unterhielten.
Dann der große Schock: Für den Abend hatten wir übers Internet wieder einen Mega Bus gebucht, der uns nach Baltimore bringen sollte. Unser Flug geht am nächsten Morgen schon früh von Baltimore aus und wir wollten in der Nähe vom Flughafen sein. Außerdem hatten wir ein AirBnB in Baltimore gebucht (Unterkunft bei Privatleuten). Die Frau vom AirBnB hatte angeboten, uns morgens von dem Haus aus zum Flughafen zu fahren. Soweit so gut, dachten wir. Ganz stolz waren wir auf diese Planung.
Total erschrocken stellten wir fest, dass die Haltestelle an der der Bus ankommen sollte, ganze zwei Stunden von dem AirBnB weg ist. Wir dachten wir tun was super Geniales, wenn wir eine Unterkunft in Flughafennähe buchen. Der Hostelbesitzer bekam das mit und lachte uns total aus. Der Flughafen sei nur 45 min. vom Hostel weg und wir würden in die falsche Richtung fahren. #embarrassing. Wir hatten zwar geschaut, dass das AirBnB in der Nähe vom Flughafen ist, aber nicht, wie weit es vom Bus weg ist. Wir waren total ratlos und nun war schon wieder ein Missgeschick passiert. Hilft ja nix ! Also alle ans Handy gesetzt und recherchiert. AirBnB ließ sich nicht mehr stornieren. Hostel war ausgebucht. Taxi vom Bahnhof zum AirBnB zu teuer. Schnell fanden wir raus, dass eine andere Busgesellschaft (Greyhound) in die Nähe des AirBnB’s fährt. Also Geld für den anderen Bus in den Sand gesetzt (bereits bezahlt) und neuen Bus für insgesamt 50$ gebucht. Den ganzen Tag machten wir Witze über unsere Dummheit. Das ging ja nochmal gut.


Endlich konnten wir los und D.C. erkunden.

Der District of Columbia oder Washington, D.C. ist Bundesdistrikt, Regierungssitz und seit 1800 die Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Der Distrikt ist kein Bundesstaat und gehört auch zu keinem. Mit dem Weißen Haus als Amts- und Wohnsitz des Präsidenten und dem Kapitol, das den Kongress, (bestehend aus Senat und Repräsentantenhaus) beherbergt, sowie dem Obersten Gerichtshof befinden sich die Spitzen aller drei verfassungsmäßigen Gewalten in der Stadt. Washington ist darüber hinaus Sitz des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und der Organisation Amerikanischer Staaten.

Hier ist alles super zu Fuß erreichen und nach einem kurzen Spaziergang waren wir am ersten Kriegsdenkmal. Die Stadt ist sehr historisch und hat viel Geschichte zu bieten. Man kann einen schönen Rundweg laufen und kommt an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei. Als wir vor den schönen, alten Gebäuden standen, wussten wir nicht richtig was diese alle sind. Da hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht. #Kulturbabausen. Trotzdem erkannten wir natürlich das Weiße Haus gleich wieder. Trump konnte leider nicht mit uns Kaffee trinken, ist er ja gerade beim Papst. Überall standen Polizisten und man kommt gar nicht in die Nähe vom White House. Trotzdem war es sehr cool das mal zu sehen.


Der Rundweg war toll, es war bewölkt, aber regnete nicht und wir hatten viel Spaß.

Überall hat es riesige, einladende, gepflegte Parks und Grünflächen auf denen viel los war. Viele Leute spielten Spiele oder machten ein Picknick.

Dieser Hund hat einen eigenen Instagram-Account

Ein Treffen der Kriegsveterane

Kriegsveteran


Die Botanical Gardens sind kostenlos und super schön. Es ist ein großes Gewächshaus, das 26.000 Pflanzen beheimatet.


Zur Mittagspause setzten wir uns an einen Imbiss der mit 8$ für ein Bier und Käsepommes (Cheese Fries) günstig und gut war.


Als wir am Capitol standen, fragten wir zwei Securities nach dem Weg zum Pentagon. Diese schauten uns mit großen Augen an. Das Pentagon sei in einem
anderen Staat, so die beiden. Das war uns super peinlich. Das ist ja, als ob in Deutschland jemand den Reichstag in Stuttgart sucht. Dieser „andere Staat“ war aber nur 10 Min. mit der Bahn entfernt. Also doch nicht so peinlich. Da lagen wir doch gar nicht so falsch.

Kapitol/Capitol

  
Alles wir alles was wir sehen wollten (fürs Pentagon war keine Zeit mehr) gesehen hatten, ging es zurück zum Hostel.
Wir hatten noch eine Stunde Zeit und der junge Mann vom Vorabend kochte Kaffee für uns. Wir chillten und brachen in seelen-Ruhe auf. Vroni wollte 15 min. früher gehen und wir sagten, dass wir nicht schon wieder so lange warten wollen und wir später los können. Hätten wir mal auf sie gehört.
Bis wir aus dem Hostel draußen waren und im Taxi saßen, verging viel Zeit. Niemand hatte zudem die Rush-Hour bedacht.
Als wir auf die Uhr sahen, wussten wir, dass wir es nicht auf den Bus schaffen konnten. Nochmal eine Busfahrt in den Sand zu setzen, wäre bescheuert gewesen und die Frau vom AirBnB rechnete um 19 Uhr mit uns. Ohne Internet hätten wir sie auch nicht kontaktieren können. Der Adrenalinspiegel stieg und wir wurden alle super nervös. Es ging im Verkehr nicht vorwärts. Kurzzeitig dachten wir darüber nach, den Rest zu laufen, die Idee verwarfen wir aber schnell wieder. Es waren noch 2 km und die Zeit rannte. Der arme Taxifahrer dem wir Dampf machten.
Es war bereits 17:35 Uhr und der Bus sollte um 17:45 Uhr fahren. Außerdem brauchten wir noch Tickets und die Busse hier sind sehr pünktlich.
Vroni wurde dann dazu auserkoren, zum Bus in der Tiefgarage zu rennen und zu sagen, dass wir nach kommen würden. Der Taxifahrer ließ sie raus und sie rannte. Dieser sagte, dass das eine gute Idee sei was wir da tun und lachte.
Melli, Berni und ich zahlten das Taxi, luden das ganze Gepäck aus und rannten voll bepackt durch den ganzen Hauptbahnhof. Ich hatte noch Vronis Backpack, sodass sie schneller war. Treppe hoch und das rennend mit dem ganzen Gepäck. Da kommt Freude auf !
Um 17:44 Uhr schloss der Bus gerade seine Tür, als Vier vollbepackte, keuchende Backpacker angerannt kamen. Vroni hatte in der Zwischenzeit die Tickets im Büro geholt und war gleichzeitig mit uns am Bus. Der Busfahrer war nett und wir durften noch mit. Knapp, aber passt schon.
Die Fahrt war bescheuert. Wir mussten alle quer im Bus verteilt sitzen und hinten roch es so derbe nach Fäkalien, dass uns schlecht wurde. Der Bus war total alt, dreckig und herunter gekommen und die Kupplung so laut, dass es in den Ohren weh tat. Auch das WLAN tat nicht richtig. Zum Glück waren wir nach 1:15 h da und nahmen ein Taxi zum AirBnB.
Wir fanden uns mitten in einer schicken Wohngegend wieder. Da sah es aus wie in einer Filmkulisse. Unsere Gastgeberin Carol hatte Vroni bereits geschrieben, dass sie die Türe offen lassen würde. Was dann passierte, war super komisch. Wir wussten die Hausnummer, aber wollten nicht in ein fremdes Haus rein gehen. Wenn es nicht das richtige Haus gewesen wäre, wären wir vielleicht vor einem wütenden Amerikaner gestanden. Und bekanntlich haben die ja Waffen. Ewig standen wir ratlos davor und sogar der Taxifahrer drehte wieder um, um nach uns zu schauen. Von dem Taxifahrer seinem Handy aus, riefen wir Carol an, die aber nicht ran ging. Ich wollte nicht voraus gehen und Melli öffnete vorsichtig die Tür. So standen wir mitten in einem fremden Haus von dem wir nicht wussten, ob wir richtig sind und liefen vorsichtig herum. Wir fühlten uns wie bei Frauentausch und suchten die kleinen Post-its mit Nachrichten drauf. Irgendwie waren wir der Meinung, dass wir im falschen Haus waren. Die Räume kamen uns von den Fotos her nicht bekannt vor. Was tun? Nochmal die Fotos aus dem Internet angeschaut und festgestellt, dass wir richtig waren. Es war aber keiner Zuhause.
Ein Gästebuch und das WLAN Paswort lagen auf dem Schreibtisch. Wir sind hier direkt an einem See, es gibt Kanus und Gartenmöbel auf der Terrasse. Auch das Haus ist total schön und gemütlich. Unser Haus am See ist toll, aber durch das schlechte Wetter können wir damit leider nichts anfangen.
Uns knurrten die Mägen und wir wollten zum Supermarkt laufen, um was zu Essen zu kaufen. Den Schlüssel der da lag, fanden wir, aber wir wussten nicht, ob wir die Tür abschließen sollten. Gastgeberin Carol wohnte ja auch da und wir wussten nicht, ob sie einen Zweitschlüssel hat, oder wann sie nach Hause kommt. Nach einigem hin und her ließen wir uns auf einen Kompromiss ein und schlossen die Tür ab und legten den Schlüssel unter die Fußmatte.
Zum Supermarkt liefen wir und fragten uns in der Nachbarschaft nach dem Weg durch. Alle guckten uns mit großen Augen an, als wir sagten, wir würden laufen. Auf dem Weg dort hin machten wir eine gute Sightseeing-Tour. Das war ein richtiges Einheimischen-Erlebnis. Die Wohngegend sieht super schick aus und die Häuser original wie in einer amerikanischen Serie. Es sieht aus wie ein Battle unter den Nachbarn wer das größere Auto oder das größere Wohnmobil hat. Obwohl Wohnmobil total untertrieben ist. Die Wohnmobile hier sind alle gigantisch groß und super beeindruckend. Auf jeden Fall ist das AirBnB eine super Möglichkeit zu sehen wie die Amis hier leben und wie solche Häuser von innen aussehen.

Nach nur 20 Min. hatten wir den Supermarkt erreicht. Die Amis sind echt faul und nehmen für jede paar Meter ihr Auto. Die fanden es bestimmt witzig, dass wir die paar Meter liefen.

Mit dem ganzen Einkauf ging`s zurück zur Unterkunft, wo Carol schon auf uns wartete. Carol musste noch ihre Katze einfangen und raus lassen, weil die unsere Vorgänger diese aus versehen eingesperrt hatten. Unsere Gastgeberin ist Weltmeisterin im Karate und Kickboxen und sieht überhaupt nicht aus wie 64. Diese Frau ist total herzlich und tat so, als ob sie uns schon ewig kennen würde. Ihre freundliche Art und ihre positive Ausstrahlung sind der Wahnsinn. Wir saßen ewig in ihrem Wohnzimmer und redeten über Gott und die Welt. Dabei kamen sehr tiefgründige Gespräche zustande und wir waren froh, dass unsere erste AirBnB Erfahrung so positiv war. Carol meinte noch, dass sie sonst nie so lange wach bleibt, es mit uns aber so schön war.

Das war ein toller Abend den wir noch lange in Erinnerung behalten werden.

 

Liebe Grüße aus Baltimore

Nadine

Cologne here we are

Krass, vor einer Woche waren wir noch genau da wo gestern die Anschläge in London statt gefunden haben. So schrecklich was da wieder passiert ist. Das tut mir so leid!

Samstag, 11.03.2017

Als um 3:30 Uhr der Wecker klingelte dachte ich, ich stehe im Wald. Natürlich hatte keiner von uns beiden Lust so früh aufzustehen. Im Dunkeln packte ich meine Sachen und wir versuchten niemanden zu wecken. Ich hoffte im Dunkeln alles eingepackt zu haben.

Wir buchten übers Internet einen Bus (Citylink) zum Flughafen Stansted auf 5 Uhr für 10 Pound. Es war kurz nach 4 als wir an der Rezeption standen und ich nochmal nach meiner Kameratasche fragte. Der Typ meinte, dass er mir keine großen Hoffnungen machte und fragte, warum ich es nochmal versuchte. Der Typ vom Housekeeping kam und sagte er würde die Tasche suchen. Anna wurde sehr ungeduldig und sagte, wir hätten dafür keine Zeit mehr. Die Tasche wär nicht wichtig und ich solle sie vergessen. Das sah ich anders und wollte warten, bis der Typ gesucht hatte. Ich wusste, dass wir am Vortag nur 10 Min. bis zum Busbahnhof gebraucht hatten und das locker reichen würde. Als der Typ die Treppe hochkam mit meiner Kameratasche hätte ich ihn umarmen können. Ein bisschen sauer war ich schon, dass der andere die Tasche am Vortag nicht gefunden hatte, aber wenigstens hatte ich sie wieder.

So liefen wir los zum Kings Cross von dem wir nicht mal mehr wussten in welche Richtung es lag. Anna fragte einen Security und nach wenigen Minuten waren wir am Bahnhof. Und siehe da: es reichte uns sogar noch auf den Bus um halb 5 den wir dann auch nehmen konnten.

Die Fahrt dauerte nicht mal eine Stunde und wir hatten noch viel Zeit am Flughafen. Wir gingen zum Sicherheitscheck und sollten unsere Boardkarten auf den Scanner legen. Vorbereitet wie ich war, hatte ich diese schon Zuhause ausgedruckt und uns eingecheckt. Leider gab es da ein Problem: die Boardingpässe waren nicht mehr aufzufinden. Ich suchte überall und die Tickets waren einfach weg. Anna und ich zickten uns nur noch an, was uns leider auch nicht weiter brachte. Ich ging zu einem Monitor und wollte die Tickets nochmal drucken lassen. Leider zahlt man bei Ryanair für alles und so stand da, dass das Ausdrucken der Tickets 14 Pound pro Ticket betragen würde. Ich dachte das kann ja wohl nicht wahr sein. Nächster Versuch war der Mann am Schalter den ich mit Bambi-Augen anschaute. Leider ließ er sich nicht darauf ein und wollte ebenfalls insgesamt 28 Pound fürs Ausdrucken. Er meinte, wenn ich die Tickets auf dem Handy habe dann würde es auch funktionieren. Überall stand, dass man die Tickets auf Papier braucht und es nicht möglich ist, sie digital zu haben. Wir probierten es einfach und siehe da: es funktionierte. Doofe geldgierige Fluggesellschaft!

Am Sicherheitscheck wollte zwar keiner was wegen meinem Überdimensionalen Rucksack, aber dafür mussten Anna und ich wieder als Einzige zur Extrakontrolle. Schuhe aus und ab in den Nacktscanner. Danach tastete uns eine Frau ab und wie sie das machte konnte man schon als pervers bezeichnen. Überall grabschte sie hin und zimperlich behandelt wurden wir auch nicht.

Zum Glück hatten wir nach dem Ticket Theater immer noch Zeit, denn wir mussten mit dem Zug bis in den anderen Teil des Flughafens fahren. Im MC Donalds gönnten wir uns noch ein Frühstück bevor es zum boarden ging.

Der Flug war diesmal zum Glück sehr angenehm und alles ging gut. Es waren einige Plätze leer und wir setzten uns an einen Fensterplatz. Irgendwie unverschämt, dass die Fluggesellschaften lieber Fensterplätze leer lassen, anstatt da noch Leute hinzusetzen.

Am Flughafen in Köln angekommen, nahmen wir den Zug und anschließend die U-Bahn Richtung Hostel. Der Flug nach Köln war wesentlich günstiger als der nach Stuttgart und Köln wollte ich sowieso immer schon mal sehen. An einer U-Bahnstation sagte Anna, dass wir aussteigen müssten. Ohne zu gucken folgte ich ihr. Bis wir an einem ganz einsamen Bahnhof standen, wo wahrscheinlich nie irgendjemand einsteigt. Es war total gruselig und wie im Horror Film. Irgendwie sind wir eine zu früh ausgestiegen und hofften, dass die nächste U-Bahn dort halten würde. Zum Glück kam 10 Min später wieder eine und es ging weiter. Zu Fuß war es nicht mehr weit und wir fanden das Hostel Weltentdecker schnell. Nach kurzer Wartezeit checkten wir ein und liefen los um uns was zu essen zu kaufen. Mittlerweile war die Stimmung wieder besser, die Sonne schien und es war warm. Wir fanden ein gutes Restaurant wo wir draußen sitzen konnten und ich aß einen Crêpe mit Gemüse der super war.

Wir liefen durch das Viertel wo unser Hostel war, schauten hier und da in ein paar Läden rein und genossen das super Wetter. Eigentlich wollten wir in die Stadt laufen, aber als wir in GoogleMaps guckten stellten wir fest, dass wir in die falsche Richtung unterwegs waren. So waren wir eine Stunde in die falsche Richtung gelaufen. So nahmen wir die U-Bahn und stiegen am Dom aus.

In einem Café fanden wir „fasten-freundlichen“ Nachtisch. Naturjoghurt ohne Zucker den ich mit Mangos und Beerensoße aß und Anna wählte die Zuckervariante die sehr gut aussah.

Um 16:11 Uhr, hatten wir uns für eine kostenlose Stadtführung am Stadttor eingefunden (https://freewalkcologne.com/de/free-walking-touren-koeln/). Wir waren eine große Gruppe und sollten uns erstmal alle vorstellen. Jeder musste sagen was er für einen großen Traum hat. Auch die Eltern vom jungen Stadtführer waren dabei um zu sehen was ihr Sohn so macht. Die Tour ist absolut empfehlenswert. Man wird nicht mit trockener Geschichte und langweiligen Zahlen beworfen, sondern bekommt viele lustige Anekdoten über Köln und die Kölner erzählt. Natürlich gab es auch einige witzige Storys zum Kölscher Karneval und vielem mehr. Anna war nicht so begeistert, dass die Tour auf Englisch war, aber der Kölner Guide war gut zu verstehen. Es war super witzig und unterhaltsam und wir hatten eine coole Gruppe. Auf jeden Fall haben wir gelernt, dass die Kölner sehr kreativ sind und in allem was sie machen zweit beste. Anna taten die Füße weh und bei jeder Gelegenheit setzte sie sich hin, weshalb der Guide irgendwann fragte, ob sie schlecht drauf ist. Nach zweieinhalb Stunden endete unsere Tour in einem traditionellen Brauhaus in dem wir alle ein echtes Kölsch probierten. Weil dieses so wenig Kohlensäure hat, bekommt man es in 0,25 ml Gläsern, dass es nicht so schnell absteht. So lange bis man den Bierdeckel auf sein Glas legt, wird einem unaufgefordert nachgeschenkt. Leider wollte ich es mir nicht entgehen lassen das Bier zu probieren und das hieß für mich schon das zweite Mal das Fasten brechen.

Eigeltor:

Zweit schmalstes Haus der Welt. Es hat nicht mal Wände:

Unsere große Gruppe aus der ganzen Welt:

Dom:

Die Kölner bauen gerne um denkmalgeschützte Mauern drum rum. Hier ein Parkhaus:

Voll motiviert bei der Führung: 

Dom von innen:

Trankstelle:

Tünnes und Schäl. Wenn man bei Tünnes (links) auf die Füße steht und und seine Nase packt, heißt dass, das man wieder nach Köln kommt und die ewige Liebe erfährt. Wenn man Schäls Hand hält heißt es, dass man reich wird.

Eigentlich wollten wir noch Feiern, aber Anna war so müde, dass mit ihr nicht mehr viel anzufangen war. Sie wollte nur noch was essen und dann ins Bett. Wir fanden kein Restaurant mit angemessenen Preisen und so fuhren wir mit der U-Bahn zurück zum Hostel. In unserer Straße hatten wir auch Pech, denn entweder gab es keinen Platz mehr oder nichts zu Essen.

Ich gönnte mir noch einen Salat im Hostel, während Anna nur noch ihr Bett sehen wollte.

So ging ein weiterer Tag mit vielen zurückgelegten Kilometern (13,42) zu Ende. Im Zimmer war wieder ein Australier mit dem ich mich noch lange über mein Lieblingsland unterhielt.

Liebe Grüße von Kölle

Nadine

 

Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien ! (Andreas Möller)

Donnerstag, 01.12.2016

Wie bereits angekündigt, werde ich nicht mehr ohne das Reisen leben können. Und weil Lena das genauso sieht, starteten wir gemeinsam in der Vorweihnachtszeit in einen Wochenendtrip nach Mailand, Milano, Milan. Wie bestimmt jeder weiß, liegt das in der Lombardei im Norden Italiens. Mailand ist mit 1,3 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt Italiens.

Am Donnerstag verließ ich das Büro also schon früher und wir fuhren mit der Bahn an den Flughafen nach Stuttgart. Das Wetter war perfekt – bei strahlender Sonne standen wir am Gleis.

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Wie immer hatten wir genug Zeit eingeplant und es reichte für einen gemütlichen Cappuccino zur Einstimmung des Urlaubs inkl. meinen gebackenen Einhornplätzchen. Der Flug war ok, aber mein Adrenalinspiegel schoss wieder in die Höhe als es ein bisschen wackelte. Zum Glück hatte ich einen Fensterplatz. Lena ist das ja schon gewohnt und findet es immer wieder witzig, wenn ich zusammen zucke.
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Am Flughafen Malpensa in Mailand den wir nach nur einer Stunde Flug erreichten, kauften wir uns ein Busticket. Auch in diesem Teil Italiens ist es im Winter kalt und wir mussten ewig auf den Bus bei eisigem Wind warten. Die Fahrt in die Stadt zieht sich von diesem der insgesamt drei internationalen Flughäfen ewig und nach 50 Min. waren wir am Hauptbahnhof. Von dort nahmen wir die U-Bahn. Was uns sofort auffiel: Das Zugsystem in Italien ist sehr Beispielhaft. Super einfach, billig und selbsterklärend.  Alles ist mit Farben gekennzeichnet und beschriftet. Die Automaten kann man sogar in Deutsch einstellen.

Lenas Orientierung ist super und so fanden wir nach einmal fragen auch das Hostel. Dieses ist einer Seitengasse ziemlich abseits und heißt Hostel Colours. Wir wurden freundlich empfangen und checkten im alten Gebäude in ein 6-Bett Zimmer ein. Unsere Mitbewohner waren nicht gerade gesprächig und wir machten uns gleich auf zum Essen.

In einem netten italienischen Restaurant mit sehr angemessenen Preisen gönnten wir uns unsere erste Flasche Wein mit Nudeln und Pizza. So konnten wir uns direkt gut auf Italien einstimmen.

Irgendwie komisch. Morgens  noch im Büro und abends in einem anderen Land. Da es schön spät war, gingen wir gleich ins Bett und freuten uns auf ein ereignisreiches Wochenende.

Schöne Grüße aus Bella Italia

Nadine

Day 1 Halong Bay: Nothing is what it seems

Mittwoch, 11.05.2016

Wir hatten eine 2-Tagestour zur berühmten Halong Bay gebucht und wurden um 8 am Hostel abgeholt. Der Bus war richtig klein und es war nirgends Platz. Die großen Menschen mussten ihre Beine auf den Gang strecken. Ja die Vietnamesen sind nicht auf große Leute vorbereitet. Wir stoppten noch einmal und dann war der Bus bis auf den letzten Platz belegt. Alle 22 Leute (und 2 Kinder) vom Bus sollten auf dasselbe Schiff kommen. In der dreieinhalb stündigen Fahrt ging es durch Städte und außerhalb der Blechlawinen zogen schöne Landschaften, Felder und Reisterrassen an uns vorbei.
Unterwegs machten wir eine Pause und diese erinnerte mich an eine Kaffeefahrt in der Türkei. Man wird durch einen riesigen Laden mit allem Möglichen geschleppt, es gibt alles von Jacken über Seidenschals bis zu Möbeln zu viel zu überteuerten Preisen. Die Masche funktioniert, denn einige kauften Süßigkeiten und Getränke. Der Bus wartete geschickt an der anderen Seite, sodass man durchlaufen musste.
„Die Halong-Bucht (vietnamesisch: Vịnh Hạ Long) ist ein rund 1500 km² großes Gebiet im Golf von Tonkin im Norden Vietnams. Nach offiziellen Angaben ragen 1969 Kalkfelsen, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen, zum Teil mehrere hundert Meter hoch aus dem Wasser. Das Kalksteinplateau, das die Bucht beheimatet, versinkt. 1994 erklärte die UNESCO die Bucht zum Weltnaturerbe.“ (Quelle: Wikipedia)
Am Bootsanleger in Halong mussten wir in ein kleines Boot steigen. Da wir über Nacht bleiben, hatten wir unser ganzes Gepäck dabei. Die Fahrt war kurz und wir wurden zum großen Boot Monkey Island Cruise gebracht. Dieses sieht anders aus als auf dem Prospekt und ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Trotzdem ein schönes Boot und auch unser Zimmer ist nett und hat ein Bad. Ich teilte mir das Zimmer mit Daniel von meinem Hostel. Der ist aus Kanada und super nett.
Wir trafen uns zum Mittagessen im Restaurant. Das Essen war reichlich und da ich vegetarisches Essen im Voraus bestellt hatte, wurde ich auch satt. Von Reis bis Pommes, Gemüse und gebratenem Tofu gab es alles. Es schmeckte gut und wir alle waren zufrieden.

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Daniel mein MitbewohnerDSC_0743 (FILEminimizer) DSC_0745 (FILEminimizer) DSC_0746 (FILEminimizer) DSC_0752 (FILEminimizer) DSC_0753 (FILEminimizer) DSC_0754 (FILEminimizer) DSC_0755 (FILEminimizer) DSC_0756 (FILEminimizer) DSC_0757 (FILEminimizer) DSC_0759 (FILEminimizer)

Beim Essen lernten wir das erste Mal richtig unsere Gruppe kennen. Und: nichts ist so wie es scheint: Die beiden australischen Freundinnen Kath und Sharon wurden für Mutter und Tochter gehalten, Tochter Clementine und ihr Vater (aus Frankreich) für ein Ehepaar, die beiden kanadischen Geschwister Carli und Scott für ein Pärchen und Daniel aus Amerika und ich ebenfalls. Wir lachten alle, als sich die richtigen Kombinationen herausstellten. Nichts ist so wie es scheint. Dies fing damit an, dass Clementine und ihr Vater ein Doppelbett bekommen hatten weil jeder dachte sie sind verheiratet.
Unsere Gruppe ist super cool. Die Länder Brasilien, Argentinien, Wales, Irland, Dänemark, Frankreich, Kanada, Amerika, Australien, Holland und Deutschland sind vertreten und wir sind ein bunter Mix aus jungen und 2 jung gebliebenen Leuten. Außerdem ist eine Familie mit 2 kleinen Mädels (5+8) dabei.
Mit dem kleinen Boot fuhren wir zu einer anderen Stelle der Halong Bay. Dort bekamen wir Pärchenweise ein Kanu und ohne Einweisung durften wir 45 Min. allein in der Bucht herum paddeln. Dabei konnten wir durch kleine Höhlen durch und manchmal boxten wir mit anderen zusammen. Es war richtig spaßig und wir hatten viel zu lachen.

Unser Guide
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Das nächste Highlight war die Cave Thien Cung. Diese Tropfstein-Höhle ist riesig und gigantisch beleuchtet. Es war richtig nass und viele Leute rutschten aus. Zum Glück passierte nichts.
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Mit dem kleinen Boot ging es zurück ins große Boot und dann war es auch schon Zeit für den Sonnenuntergang. Leider ist es hier die ganze Zeit so bewölkt, dass sich die Sonne nicht wirklich zeigte. Trotzdem war es super schön, dass wir alle zusammen saßen und auch unser Tourguide Can (Ken) kam dazu. Wie schon gesagt ist unsere 22 köpfige Gruppe echt super und wir verstehen uns alle schon jetzt richtig gut.

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Als die Sonne schon untergegangen war, kam das nächste Highlight: Wir durften schwimmen gehen. Bei den Temperaturen wurde das natürlich schon sehnsüchtig erwartet, vor allem von den Kindern. Das Wasser hier ist total dreckig. Das Meer ist eine einzige braune Brühe und es liegt unglaublich viel Müll drin. Wir fuhren an eine „saubere“ Stelle, aber diese war auch nur minimal besser. Die anderen sprangen alle vom Boot rein, welches sehr hoch war. Ich wusste ich will nicht schwimmen gehen. Da kam dann aber der bekannte Gruppenzwang ins Spiel. Selbst das 8 jährige Mädchen sprang von dem hohen Boot und außerdem die jung gebliebene Sharon. Die Blöße nicht zu springen wollte ich mir nicht geben. Ohne nachzudenken, hüpfte ich auch in den Ölteppich. Das ist Adrenalin pur und ich war froh es gemacht zu haben. Alle applaudierten. So schwammen wir alle in der Dreckbrühe, bis Scott plötzlich aufschrie. Er wurde von einer Qualle verbrannt. Wir alle gingen schnell wieder aufs Boot nur der Clementines Vater blieb drin und schwamm Bahnen. Scotts Bein sah richtig schlimm aus und alles war rot. Clementine sagte, dass es hilft Rasierschaum drauf zu machen und dann abzukratzen um das Gift raus zu bekommen. Ich fühlte mich nach dem Wasser total dreckig und freute mich auf eine Dusche.
Nach diesem Schrecken gab es Abendessen. Can hatte uns versprochen, dass wir einen Kochkurs machen würden. Er hielt Wort und wir saßen an Tischen, hatten Reispapier und Gemüse vor uns und er erklärte uns, wie man Frühlingsrollen macht. Ich packte Reisnudeln, Karotten, Gurken, Sojasoße und Ei in das Reispapier und es schmeckte richtig genial. Wir dachten das war alles, als noch viel mehr kam. Für 10 Min. hörte es gar nicht mehr auf und die Kellner brachten immer mehr Essen. Von Kohl, über geröstete Erdnüsse, Aubergine bis hin zu viel Fleisch und Fisch für die anderen gab es alles was das Herz begehrt. Wir hatten alle schon lange keinen Hunger mehr, aber aßen trotzdem weiter.
Nach dem Essen verlagerte sich unsere vollgegessene Gruppe ans Deck vom Boot. Die Cocktails und das Bier sind hier sehr günstig. Außerdem gab es eine Happy Hour: Kaufe 2, trinke 3. Christian und Rasmus hatten Karten mitgebracht. So kamen wir natürlich um Trinkspiele nicht herum. Wenn so viele verschiedene Kulturen aufeinander treffen, gibt es immer viel Gesprächsstoff und lustige Spiele. Der Abend war einfach unbeschreiblich witzig und es ist als wären wir alle beste Freunde. Fast jeder spielte mit und auch die beiden jung gebliebenen machten mit. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen als mit einer so coolen Gruppe bei warmen Temperaturen an Deck eines schönen Bootes zu sitzen, Cocktails zu trinken und mitten in einer der schönsten Buchten zu sein. Das war ein Abend den ich lange nicht vergessen werde ! Auch als die Meisten schon im Bett waren, ging der Gesprächsstoff nicht aus und wir lachten, bis wir nicht mehr konnten. Weil die Gruppe so cool ist und alle anderen bleiben, verlängerten Daniel und ich noch eine Nacht.

Als Letzte gingen wir ins Bett. Ab 9 abends funktioniert die Klimaanlage und das ist echter Luxus! Selbst Nachts ist es noch total heiß.
Die Betten sind bequem und wir haben ein Fenster mit Meerblick. So lässt es sich aushalten und entspannt schlief ich ein.

Liebe Grüße von meiner ersten Nacht auf einem Boot
Nadine

Ja Hanoi

Dienstag, 10.05.2016

Um möglichst viel zu sehen, stehe ich hier früh auf. Beim Frühstück kann man aus drei Optionen wählen und ich entschied mich für dieselbe Variante wie am Vortag. Auf der Dachterrasse vom Hostel sein Frühstück zu genießen hat auf jeden Fall was und die Aussicht ist super. Das Hostel Downtown Backpackers Old Quarter ist sowieso richtig gut, alle Angestellten sprechen Englisch und einem wird gerne bei jedem Anliegen geholfen.
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Mit zwei anderen Mädels zog ich los, um nochmal die Stadt anzuschauen. Außerdem brauchte ich neue Schuhe, weil meine aus Thailand nach nun einem Jahr den Geist aufgegeben hatten. Wir guckten in viele nette Läden, liefen durch die kleinen süßen Gässchen und hatten einen schönen Tag.
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Wir trafen uns mit Sophie vom Hostel und zum Essen setzten wir uns in ein gutes, familiäres Restaurant und ich bekam Reis und Kohl. Das schmeckte zwar nach nicht viel, aber war bestimmt gesund. In Vietnam ist es als Vegetarier nicht gerade einfach und die Vietnamesen verstehen das Wort auch nicht wirklich. So hab ich mir jetzt den vietnamesischen Satz dafür aufgeschrieben.
Nachdem wir wieder einen langen Abstecher im Nikon-Laden machten, weil ich auch eine neue Linse will, liefen wir zurück zum Hostel.

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Mit dem amerikaner Daniel buchte ich eine Tour für den nächsten Tag in die berühmte Halong Bay.
Der Kanadier wartete schon auf mich und zeigte mir sein Motorrad. Im Hostel hatte ich einen Zettel ausgehängt, dass ich nach Travelmates für eine Motorradtour durch Vietnam suche. Daraufhin hatte der Kanadier geschrieben, dass er ein Motorrad zu verkaufen hätte. Hier hat keiner eine richtige, große Maschine, sondern alle haben die Chinesenmotorräder „Honda Win“. Diese haben nur 110 ccm und sind damit ein besserer Roller, aber andere Motorräder sind zu teuer und keiner kann sie reparieren, falls was kaputt geht. Die Honda kann jeder Vietnamese richten und die Teile sind sehr günstig. Das erste Mal saß ich nun also in Vietnam auf einem Motorrad und sollte Probe fahren. Es ist für mich sehr ungewohnt, wieder in den Rechtsverkehr zu finden.

Außerdem landete ich auf der großen Straße und musste gucken, wo ich hin fahre. Alles ging gut und das Bike sagte mir zu.

Im Hostel war ein anderer Deutscher der über Facebook sein Motorrad verkaufte. Wir trafen uns in der Bar zum Freibier. Dienstags ist Ladys Night und alle Mädels bekamen einen kostenlosen Cocktail. Außerdem gab das Hostel eine Runde Schnaps aus. Trunz und ich spielten eine Runde Tischfußball und dann wollte er mir sein Motorrad zeigen. Leider werden diese bei Nacht irgendwo rein gestellt und wir fanden weder die Tiefgarage noch jemand der uns helfen konnte. So hatte ich keine Chance, einen Blick auf dieses Motorrad zu werfen, was sehr schade war.
Wir hatten einen guten Abend in der Bar im Hostel, aber ich ging früh ins Bett. Für die Halong-Bay Tour wollte ich fit sein und ich wusste wir müssen früh aufstehen.

 

Skypen mit der Familie

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Liebe Grüße aus Hanoi
Nadine

Walking Hanoi

Montag, 09.05.2016

Beim Frühstück setzte ich mich zu meinen beiden Zimmerkolleginnen. Es gab Crepe mit Schokosoße, Spiegelei, Zuckerbrot und eine Banane. Alles hier ist so süß. Das Toastbrot, der Kaffee und alles andere. Hansje aus Holland und ich schlossen uns der kostenlosen Walking-Tour um 10 Uhr vom Hostel aus an. Es war eine große Gruppe und mit 3 Angestellten vom Hostel ging es durch das Old Quarter von Hanoi. Hier ist es finde ich nicht ganz so drückend wie im Süden, aber es läuft einem immer noch der Schweiß runter. Der Verkehr ist wie erwähnt nicht ganz so krass und irgendwie ist die Stadt hier gemütlicher. Es gibt viele enge Gassen und nicht viele Wolkenkratzer. Zuerst machten wir einen Stopp an dem Tempel, wo wir leider nicht rein konnten. Dann besichtigten wir die schöne Kirche.
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Im Old Quarter gibt es einen großen See, an dem wir auch Halt machten. Anschließend liefen wir zum großen Markt von Hanoi.
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Die Verkäufer waren total unfreundlich und sagten, dass sie uns nichts verkaufen würden. Unsere vietnamesische Guidin Vivien redete mit den Verkäufern, aber diese wurden richtig sauer.
Vivien brachte uns zu einem keinen Cafè das leider voll war. Beim Nächsten setzten wir uns und bekamen den berühmten Egg-Coffee „ca phe trung“ (Eikaffee) serviert. Dieser schmeckte nach Eierlikör und nicht nach Kaffee und war sehr süß, aber gut.

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Vor dem Hostel endete unsere lange Walking-Tour und es war sehr interessant. Ich bekam einen guten ersten Eindruck vom Old Quarter in Vietnam.
Zurück im Hostel fand ich einige Leute die noch ein bisschen rumbummeln wollten. Ich schloss mich an und wir liefen den Part ab, den wir noch nicht gesehen hatten.

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DSC_0652 (FILEminimizer) DSC_0653 (FILEminimizer) DSC_0655 (FILEminimizer)DSC_0645 (FILEminimizer) DSC_0649 (FILEminimizer) DSC_0650 (FILEminimizer) DSC_0651 (FILEminimizer) DSC_0641 (FILEminimizer) DSC_0644 (FILEminimizer) DSC_0620 (FILEminimizer) DSC_0626 (FILEminimizer) DSC_0628 (FILEminimizer) DSC_0634 (FILEminimizer)Außerdem probierte ich das erste Mal Banh my. Das ist ein vietnamesisches Baguette mit Spiegelei, Gemüse und Salat drauf und wahlweise mit Fleisch. Das war sehr gut und günstig.

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Mit der Norwegerin Sophie und ihrem amerikanischen Freund George ging ich in den Nikon-Laden um für sie ein neues Objektiv zu kaufen. Diese sind hier sehr günstig.
Abends saßen wir in der Bar auf dem Dach des Hostels, denn von 7-8 gibt es kostenloses Bier. Da ich hier jetzt einige Leute kenne, war es sehr witzig, wir saßen zusammen und hatten Spaß. Anschließend liefen wir zu einer anderen Bar mit Freibier. Die anderen sind alle gut im Salsa-Tanzen und zeigten mir wie das ging. Der Abend war richtig gut. Als keiner mehr Lust hatte zu tanzen, setzten wir uns in eine super süße Taccobar und aßen mexikanisch. Die Decke war so niedrig, dass man sich den Kopf anstieß, wir saßen auf dem Boden und mussten unsere Schuhe ausziehen. Die Taccos schmeckten sehr gut.

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Die Anderen zogen weiter, aber ich lief zurück und ging ins Bett.

Liebe Grüße vom ersten Tag in Hanoi
Nadine