Ja Hanoi

Dienstag, 10.05.2016

Um möglichst viel zu sehen, stehe ich hier früh auf. Beim Frühstück kann man aus drei Optionen wählen und ich entschied mich für dieselbe Variante wie am Vortag. Auf der Dachterrasse vom Hostel sein Frühstück zu genießen hat auf jeden Fall was und die Aussicht ist super. Das Hostel Downtown Backpackers Old Quarter ist sowieso richtig gut, alle Angestellten sprechen Englisch und einem wird gerne bei jedem Anliegen geholfen.
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Mit zwei anderen Mädels zog ich los, um nochmal die Stadt anzuschauen. Außerdem brauchte ich neue Schuhe, weil meine aus Thailand nach nun einem Jahr den Geist aufgegeben hatten. Wir guckten in viele nette Läden, liefen durch die kleinen süßen Gässchen und hatten einen schönen Tag.
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Wir trafen uns mit Sophie vom Hostel und zum Essen setzten wir uns in ein gutes, familiäres Restaurant und ich bekam Reis und Kohl. Das schmeckte zwar nach nicht viel, aber war bestimmt gesund. In Vietnam ist es als Vegetarier nicht gerade einfach und die Vietnamesen verstehen das Wort auch nicht wirklich. So hab ich mir jetzt den vietnamesischen Satz dafür aufgeschrieben.
Nachdem wir wieder einen langen Abstecher im Nikon-Laden machten, weil ich auch eine neue Linse will, liefen wir zurück zum Hostel.

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Mit dem amerikaner Daniel buchte ich eine Tour für den nächsten Tag in die berühmte Halong Bay.
Der Kanadier wartete schon auf mich und zeigte mir sein Motorrad. Im Hostel hatte ich einen Zettel ausgehängt, dass ich nach Travelmates für eine Motorradtour durch Vietnam suche. Daraufhin hatte der Kanadier geschrieben, dass er ein Motorrad zu verkaufen hätte. Hier hat keiner eine richtige, große Maschine, sondern alle haben die Chinesenmotorräder „Honda Win“. Diese haben nur 110 ccm und sind damit ein besserer Roller, aber andere Motorräder sind zu teuer und keiner kann sie reparieren, falls was kaputt geht. Die Honda kann jeder Vietnamese richten und die Teile sind sehr günstig. Das erste Mal saß ich nun also in Vietnam auf einem Motorrad und sollte Probe fahren. Es ist für mich sehr ungewohnt, wieder in den Rechtsverkehr zu finden.

Außerdem landete ich auf der großen Straße und musste gucken, wo ich hin fahre. Alles ging gut und das Bike sagte mir zu.

Im Hostel war ein anderer Deutscher der über Facebook sein Motorrad verkaufte. Wir trafen uns in der Bar zum Freibier. Dienstags ist Ladys Night und alle Mädels bekamen einen kostenlosen Cocktail. Außerdem gab das Hostel eine Runde Schnaps aus. Trunz und ich spielten eine Runde Tischfußball und dann wollte er mir sein Motorrad zeigen. Leider werden diese bei Nacht irgendwo rein gestellt und wir fanden weder die Tiefgarage noch jemand der uns helfen konnte. So hatte ich keine Chance, einen Blick auf dieses Motorrad zu werfen, was sehr schade war.
Wir hatten einen guten Abend in der Bar im Hostel, aber ich ging früh ins Bett. Für die Halong-Bay Tour wollte ich fit sein und ich wusste wir müssen früh aufstehen.

 

Skypen mit der Familie

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Liebe Grüße aus Hanoi
Nadine

Walking Hanoi

Montag, 09.05.2016

Beim Frühstück setzte ich mich zu meinen beiden Zimmerkolleginnen. Es gab Crepe mit Schokosoße, Spiegelei, Zuckerbrot und eine Banane. Alles hier ist so süß. Das Toastbrot, der Kaffee und alles andere. Hansje aus Holland und ich schlossen uns der kostenlosen Walking-Tour um 10 Uhr vom Hostel aus an. Es war eine große Gruppe und mit 3 Angestellten vom Hostel ging es durch das Old Quarter von Hanoi. Hier ist es finde ich nicht ganz so drückend wie im Süden, aber es läuft einem immer noch der Schweiß runter. Der Verkehr ist wie erwähnt nicht ganz so krass und irgendwie ist die Stadt hier gemütlicher. Es gibt viele enge Gassen und nicht viele Wolkenkratzer. Zuerst machten wir einen Stopp an dem Tempel, wo wir leider nicht rein konnten. Dann besichtigten wir die schöne Kirche.
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Im Old Quarter gibt es einen großen See, an dem wir auch Halt machten. Anschließend liefen wir zum großen Markt von Hanoi.
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Die Verkäufer waren total unfreundlich und sagten, dass sie uns nichts verkaufen würden. Unsere vietnamesische Guidin Vivien redete mit den Verkäufern, aber diese wurden richtig sauer.
Vivien brachte uns zu einem keinen Cafè das leider voll war. Beim Nächsten setzten wir uns und bekamen den berühmten Egg-Coffee „ca phe trung“ (Eikaffee) serviert. Dieser schmeckte nach Eierlikör und nicht nach Kaffee und war sehr süß, aber gut.

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Vor dem Hostel endete unsere lange Walking-Tour und es war sehr interessant. Ich bekam einen guten ersten Eindruck vom Old Quarter in Vietnam.
Zurück im Hostel fand ich einige Leute die noch ein bisschen rumbummeln wollten. Ich schloss mich an und wir liefen den Part ab, den wir noch nicht gesehen hatten.

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DSC_0652 (FILEminimizer) DSC_0653 (FILEminimizer) DSC_0655 (FILEminimizer)DSC_0645 (FILEminimizer) DSC_0649 (FILEminimizer) DSC_0650 (FILEminimizer) DSC_0651 (FILEminimizer) DSC_0641 (FILEminimizer) DSC_0644 (FILEminimizer) DSC_0620 (FILEminimizer) DSC_0626 (FILEminimizer) DSC_0628 (FILEminimizer) DSC_0634 (FILEminimizer)Außerdem probierte ich das erste Mal Banh my. Das ist ein vietnamesisches Baguette mit Spiegelei, Gemüse und Salat drauf und wahlweise mit Fleisch. Das war sehr gut und günstig.

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Mit der Norwegerin Sophie und ihrem amerikanischen Freund George ging ich in den Nikon-Laden um für sie ein neues Objektiv zu kaufen. Diese sind hier sehr günstig.
Abends saßen wir in der Bar auf dem Dach des Hostels, denn von 7-8 gibt es kostenloses Bier. Da ich hier jetzt einige Leute kenne, war es sehr witzig, wir saßen zusammen und hatten Spaß. Anschließend liefen wir zu einer anderen Bar mit Freibier. Die anderen sind alle gut im Salsa-Tanzen und zeigten mir wie das ging. Der Abend war richtig gut. Als keiner mehr Lust hatte zu tanzen, setzten wir uns in eine super süße Taccobar und aßen mexikanisch. Die Decke war so niedrig, dass man sich den Kopf anstieß, wir saßen auf dem Boden und mussten unsere Schuhe ausziehen. Die Taccos schmeckten sehr gut.

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Die Anderen zogen weiter, aber ich lief zurück und ging ins Bett.

Liebe Grüße vom ersten Tag in Hanoi
Nadine

Puppetshow, Rooftopbar and welcome of a Rat

Sonntag, 08.05.2016

Liebe Mütter (vor allem natürlich meine): Ich wünsche euch alles Liebe zum Muttertag, lasst euch verwöhnen und es euch gut gehen!
Judy musste zur Arbeit gehen. Sie arbeitet trotz Frührente als Englischlehrerin. Ich wollte eigentlich bei den heißen Temperaturen in den Pool springen. Leider ging die Türe zum Außenbereich nicht auf und so war das Schwimmen gestrichen. Bei Judy gibt es im 10. Stock nämlich einen Rooftop-Pool von dem aus man eine geniale Aussicht hat.
Ich nutzte die Waschmaschine bei Judy aus, machte Wäsche und erledigte einige Sachen bis Judy um 12 wieder kam.
Wir fuhren mit Judys Roller in ein sehr gutes Restaurant, das zu der Kette gehört bei der wir am Vorabend schon waren. Für mich gabs Gemüselasagne und ich fand es ein bisschen schade, dass ich schon wieder Essen aus dem Westen hatte. Zum Glück werde ich noch Zeit haben, viel vietnamesisch zu probieren.

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Plötzlich fing es aus heiterem Himmel wieder an zu regnen und goss 15 Min. aus Kübeln. Danach war es wieder umso heißer.
Anschließend zeigte mir Judy ihr Viertel. Hier wohnen viele Reiche, es hat sehr schicke Restaurants, gute Unis, internationale Schulen wie die australische, britische, deutsche,.. und sehr teure Villen. Irgendwie finde ich es schade, dass auch hier große Ketten und Hotels Einzug finden. Überall gibt es Fastfoodketten wie KFC, Mc Donalds usw. Das zerstört die vietnamesische Kultur und verdrängt all die kleinen Restaurants die ums Überleben kämpfen. Außerdem passen die großen Luxushotels und edlen Gebäude gar nicht hier her ! Leider gibt es dieses Phänomen überall.
Die Tour war echt schön, ich sah viel, ich genoss den Fahrtwind auf dem Roller hintendrauf und ich sah vieles was ich sonst nicht gesehen hätte. Wir kamen an den „Slums“ vorbei, wo auch viele arme Leute wohnen, aber diese scheinen glücklich zu sein. Generell finde ich Vietnam für ein Land in Süd-Ost-Asien sehr „kultiviert“. Es gibt nicht viele Obdachlose, es liegt nicht übermäßig viel Müll rum, es gibt nicht viele Straßenhunde und die Frauen werden hier nicht unterdrückt. Die Frauen dürfen anziehen was sie wollen und man sieht oft Frauen Roller fahren und die Männer sitzen hinten drauf.
Zum Glück wohnt Judy hier, denn sie bot mir an die Sachen die ich nicht brauche bei ihr zu lassen. Da ich ja mit dem Motorrad reisen will, ließ ich einiges bei ihr. Der Securityguard von Judys Wohnung bestellte mir ein Taxi und ich verabschiedete mich nett von Judy. Es war richtig nett, dass sie eine Fremde bei sich aufgenommen hat und so herzlich zu mir war.
Die Taxifahrt in die Stadt dauerte ewig und ich muss immer noch die Luft anhalten, wenn ich denke wie knapp die Motorräder immer vorbeirauschen. Daran kann man sich einfach nicht gewöhnen. Genau so wenig wie an die drückende, schwüle Hitze. Unterwegs sahen wir ein schreckliches Bild das mich lange beschäftige: Ein Motorrad lag auf dem Boden mitten auf der Fahrbahn, die Handtasche und der Helm noch dran. Nebenan eine riesige Blutlache und davor ein Van. Die komplette Rückscheibe des Vans fehlte und die Rückseite war sehr beschädigt. Hoffentlich hat die Person auf dem Roller diesen Unfall überlebt. Die Fahrt kostete mich gerade mal 4 Euro und ich stieg am Puppentheater aus.

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Mit Nina und Rebecca traf ich mich vor dem Theater. Die beiden waren davor schon was essen, aber mir hat es leider nicht gereicht. Echt schade, dass wir nicht zusammen reisen können… Für ca. 7 Euro Eintritt hatten wir am Vortag die Karten für das Waterpuppetheater erstanden. Das Golden Dragon Water Puppet Theater ist auf vietnamesisch und wir alle verstanden überhaupt nicht worum es ging. Es gab viele verschiedene Puppen die alle schön gemacht waren. Alle konnten sich schnell bewegen. Eine 6 köpfige Band spielte dazu und lieh Puppen ihre Stimmen. Das hörte sich interessant an und war so witzig, dass wir dauernd lachen mussten. Nach 50 Min. war das witzige Spiel vorbei und die Puppenspieler kamen um sich zu verbeugen. Insgesamt war es auf jeden Fall lustig und interessant das Mal gesehen zu haben, auch wenn wir nichts verstanden haben.

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Zu Fuß ging es 20 Min. durch die Stadt, wo wir im Backpackerviertel landeten. Mit meinem Gepäck die Straße zu überqueren war nicht ohne und mir fiel einmal mein Backpack auf der vielbefahrenen Straße um. Wir setzten uns in eine tolle Skybar die Nina rausgesucht hatte. Das Ambiente war toll und im 9. Stock konnte man einiges der Stadt sehen. Es reichte noch für ein Bier und einen Crepe und dann bestellte ich mir ein Uber-Taxi zum Flughafen. Das klappte super und die Securitys von der Skybar halfen mir. Schade, dass ich mich von den Mädels verabschieden musste und es hätte bestimmt gut geklappt, wenn wir zusammen gereist wären…

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Die Fahrt dauerte eine halbe Stunde und ich musste nur 4 Euro trotz 1.3 fachem Nachtzuschlag zahlen. Am Flughafen herrschte das absolute Chaos. Sowas hab ich noch nie gesehen. An meiner Airline VietJet war eine Schlange bis nach Timbukdu zum Einchecken. Ständig kam eine Angestellte, erzählte was in vietnamesisch und dann kamen Leute von ganz hinten und übersprangen die Schlange. So musste ich noch länger warten und es dauerte 45 Min. bis ich dran war. Es hatte ausschließlich asiatische Leute und ich war die Einzige Weiße. Der Mann am Schalter war sehr unfreundlich und konnte fast kein Englisch. Die Bestätigungsmail hatte ich auch auf vietnamesisch bekommen. In der Wartehalle war unbeschreiblich viel los und auch hier fand man nur Asiaten. Diesen Flug vom Süden Vietnams in den Norden buchte ich, weil ich mich im Juni mit Lena in Kambodscha treffe und Kambodscha an den Süden Vietnams grenzt. So reise ich vom Norden in den Süden, was mehr Sinn macht. Mein Flug wäre um 11 gegangen, aber auf einem Schild wurde diese Zeit durchgestrichen und der Flug alle paar Minuten später angekündigt. Ich war total müde und schlief in der Wartehalle ein. Der Flug war der Letzte des Tages und hatte insgesamt eineinhalb Stunden Verspätung. Der Flieger war fast leer und ausgerechnet ich saß neben 2 Leuten und konnte mich nicht hinlegen. Mich hat es sehr gewundert, aber ich war so müde, dass ich ohne meine Wunderpillen sofort einschlief und erst kurz vor der Landung in Hanoi wieder aufwachte.

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Der Flug ging nur 2 Stunden und ich war super müde. Gut, dass das Gepäck schnell da war und ich bestellte wieder ein Uber Taxi zum Hotel das schnell kam. Schon gleich habe ich gemerkt, dass in Hanoi nicht so viel los ist wie in Ho Chi Minh. Der Taxifahrer fand mein Hostel nicht und ließ mich irgendwo raus. So stand ich da mit meinem Gepäck in einer verlassenen, dunklen Seitenstraße. Freundlich wurde ich gleich von einer riesigen Ratte begrüßt die mir fast über die Füße rannte. Zum Glück fand ich das Hostel irgendwann. Der Mann von der Rezeption wusste nichts von meiner Buchung. Ich zeigte ihm die Mail, aber er suchte und suchte. Ich wurde böse, weil ich nur noch ins Bett wollte und sogar am selbem Tag reserviert hatte. Er konnte auch fast kein englisch. Irgendwann hatte er es und ich fuhr mit dem Aufzug in den 6. Stock. Natürlich schliefen die anderen 7 im Zimmer schon und ich weckte sie, obwohl ich leise war. Am Eingang stolperte ich gleich über ein Paar Schuhe. Es war schon nach 4 als ich endlich im Bett war und ich schlief schnell ein.

Müde Grüße von Hanoi
Nadine

Sad History of the Vietnam War

Samstag, 07.05.2016

Ich wachte schon um 5 auf, weil mein Körper auf die australische Zeit eingestellt ist. Zum Frühstück gab es nur ein Ei und dafür, dass das Hostel mit kostenlosem Frühstück wirbt ist das wenig.
Nina und ich machten aus, uns am Kriegsmuseum zu treffen. Ich wollte mal ein Motorradtaxi ausprobieren und für ein paar Cent fuhr mich mein Fahrer zum Museum. Wenn man auf Adrenalin steht, ist so ein Motorradtaxi genau das richtige, aber für schwache Nerven kann ich es nicht empfehlen. Ich saß hinten drauf und der Verkehr ist noch schlimmer, wenn man mitten drin steckt. Ich dachte schon die Tuk Tuks in Bangkok sind gefährlich, aber das hier übertrifft alles. Die Fahrer fahren mitten durch fahrende Autos durch und die Autofahrer schauen auch nicht, ob da ein Roller neben ihnen ist. Ein paar Mal dachte ich, wir werden über den Haufen gemäht.
Für ca. 60 Cent kommt man ins War Remnants Museum. Vor dem Museum waren einige Panzer und Flieger ausgestellt.
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Das Kriegsopfermuseum selbst ist thematisch aufgebaut und jeder Raum nummeriert. Was man dort sieht, muss man erst mal verarbeiten. Es gibt viele Fotos und Geschichten dazu. So natürlich auch viele Bilder von verstümmelten Menschen, Leichen und leider auch vielen Kindern. Man fühlt sich mittendrin und wenn man darüber nachdenkt was vor nicht langer Zeit passiert ist, läuft einem ein eiskalter Schauer über den Rücken. Auch die Chemie Orange Agent verstümmelte viele Menschen und es wurden viele behinderte Kinder geboren. Das alles anzusehen, geht sehr an die Substanz, aber ist ein wichtiger Teil der Geschichte und ich finde, man muss es sich auf jeden Fall anschauen.
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Es fand gerade ein Fest statt und es waren Sänger da und die Soldaten wurden geehrt. Um 12 Uhr ist Mittagszeit und plötzlich ertönte ein Horn, die Lichter gingen aus und wir mussten gehen. Das war sehr seltsam. Nach 2 Stunden verließen wir das Museum also wieder und liefen zur Cathedrale.
Leider sieht man hier auch sowas
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Die Notre-Dame Cathedral Basilica of Saigon war leider geschlossen, aber sieht auch von außen sehr beeindruckend aus.
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Da alles in Laufweite ist, ging es danach zum Saigon Central Post Office. Das alte Postgebäude ist sehr schön und dort gibt es immer noch eine Post drin.
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Wir bummelten durch die Nguyen Hue Street, wo auch das Reichenviertel auf der Dong Khoi Street ist. Hier gibt es Läden wie Gucci, Prada, Armani usw. Im Springbrunnen konnten wir uns bei der abartigen Hitze ein bisschen abkühlen.
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DSC_0563 (FILEminimizer) Ein altes Gebäude bekam unsere Aufmerksamkeit. Von außen war es fast nicht zu erkennen, aber es handelte sich um verschiedene Restaurants. In jedem der kleinen Wohnungen war eines. Wir liefen die Treppen im Haus hoch, landeten im 4. Stock und trauten unseren Augen nicht. Wie in einer anderen Welt sah das englische Teehaus aus, in das wir uns rein setzten. Unsere Schuhe mussten wir in einer Art Hasenkäfig lassen. Vom Balkon aus hatte man einen guten Blick auf die Stadt. Wir entschieden uns für einen Innenplatz mit Klimaanlage und bestellten einen Tee. Eigentlich trinke ich keinen Tee, aber wenn man schon mal im Teehaus ist… Es gab viele Chinesen und alles war in schönen Pastellfarben liebevoll dekoriert. Unsere Teetassen und den Tee durften wir selbst aussuchen. Es gab eine Sanduhr, sodass man wusste, wann der Tee fertig ist. Es war so süß im Partea Teehaus, dass wir eine Weile da saßen.
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Wir machten einen kleinen Abstecher an den Fluss Saigon River, aber dieser ist sehr dreckig und nicht gerade ästhetisch.
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Wir stoppten am Kartenverkauf um uns Karten für die berühmte Puppetshow am nächsten Tag zu kaufen und liefen dann zurück, um die Notre Dame nochmal von innen zu bestaunen. Dafür hätten die Leute sich mehr Mühe geben können, denn es hatte nur ein traditionelles Kirchenfenster in diesem riesigen Gebäude.
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Opera House
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Nina und ich verabschiedeten uns und ich ging mal wieder auf die Suche nach meinem Hostel. Dort duschte ich nur schnell und als ich in den Spiegel schaute der Schock: Überall rote Flecken auf meiner Haut. Da ich das vor einem Jahr in Thailand schon hatte wusste ich gleich, dass es sich um Bedbugs (Bettwanzen) handelte. Obwohl das Hostel und das Bett sehr sauber aussehen, war ich voller Bisse. Ich beschwerte mich an der Rezeption, die mich auslachten. Super witzig ! Das ist ein mega Aufwand die Viecher wieder loszuwerden, mann muss alles kochen und desinfizieren. Sie gaben mir ein neues Bett, aber damit war ich auch nicht zufrieden.
Mit der Australierin Judy die ich auf meinem Flug hierher kennen gelernt hatte, verabredete ich mich im Rex Hotel. Als ich davor stand, staunte ich nicht schlecht. Das ist ein 5* Luxushotel und sieht beeindruckend aus. Überall standen Empfangsdamen in weißen Kleidern. Mit dem Aufzug fuhr ich in den 8. Stock und die Aussicht auf Ho Chi Minh City ist genial. Judy wartete schon und hatte bereits einen Cocktail. Wir saßen da, hatten super Gespräche und beobachteten das wilde Treiben auf der Straße am Samstagabend. Die Straße ist Abends am Wochenende sogar extra für den Verkehr gesperrt. Die Happy-Hour nutzten wir aus.
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Weil wir beide Hunger hatten, gingen wir in Judys Lieblingsrestaurant. Dieses gehört einem Australier und es hat eine große Karte. Auch das Restaurant ist sehr gehoben und die Kellner trugen Anzüge. Ich kam mir ein bisschen underdressed vor. Das Essen schmeckte super lecker und wir hatten einen schönen Abend.
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Judy bot mir an bei ihr zu schlafen und so fuhren wir mit dem Taxi zu meinem Hostel und ich holte meine Sachen, während der Fahrer und Judy warteten. Natürlich hatte ich überhaupt nichts gepackt und musste in aller Eile meine Sachen zusammen suchen. Ich beeilte mich, aber bekam schon einen Anruf von Judy, dass der Fahrer ungeduldig wurde. An der Rezeption musste ich dann rum diskutieren. Leider verstand der junge Mann auch nicht viel Englisch, was es nicht einfacher machte. Ich wollte nichts für meine Nacht zahlen, weil ich den Aufwand mit den Bedbugs habe. Außerdem drohte ich damit, eine schlechte Bewertung zu schreiben. Weil ich erst so spät auschecke, muss er mir die kommende Nacht berechnen. Ich dachte ich spinne. Mein Checkout war ja nur so spät, wegen den Tierchen. Weil ich wusste, dass ich keine Zeit zum Diskutieren hatte und der Typ meinen Reisepass hatte, zahlte ich 2 Nächte und verließ verärgert das Saigon237.
Judy hatte sich Sorgen gemacht, aber dann war ja alles gut. Ich war fix und fertig als ich im Taxi saß und mein Adrenalinspiegel war sehr hoch. Der arme Taxifahrer!

Judy lebt ganz außerhalb der großen Stadt im Bezirk 7, wo auch viele reiche Leute sind. Im Haus hat es einen Securityguard und es gibt 10 Stockwerke. Auf dem Dach hat es einen Pool und ein Fitnessstudio und ich fühlte mich wie im Hotel. Auch die Wohnung ist total modern und passt gar nicht zu Vietnam. Ich habe mein eigenes Zimmer mit riesigem Bett und mal wieder total Glück gehabt.
So lässt es sich aushalten. Müde von den 12 km Laufen in der prallen Hitze und von den vielen Eindrücken, schlief ich schnell ein.
Das war wieder ein toller Tag in Ho Chi Minh City

Liebe Grüße
Nadine

Crazy Vang Vieng

Samstag, 04.04.2015

Irgendwie ging es den Jungs heute komischerweise nicht so gut und sie schliefen ewig und entschieden nichts zu tun.
Ich zog los und aß in einem richtig tollen Restaurant direkt am Fluss zu Mittag.
Das Wetter war wie immer perfekt und so erkundete ich Vang Vieng. Das allein sein macht überhaupt nichts aus und es ist super, selbst entscheiden zu können, wo man hin geht.
Im Mekong stand ein Jeep aus dem laute Musik kam, drum rum waren Liegen und viele Leute chillten da. Ich kam an vielen Läden vorbei und genoss ein Stück außerhalb das tolle Bergpanorama. Nach der Erkundungstour gefiel mir die Stadt immer besser. Es ist richtig schön hier und man kann viel unternehmen.
Im Hostel zurück lernte ich wieder nette Leute kennen und wir saßen lange da und redeten.
Als es mir zu langweilig wurde besuchte ich Quentin und Jon und wir gingen zum Abendessen in ein italienisches Restaurant. Das Thai und Lao Essen ist zwar sehr gut und es gibt viel vegetarisches, aber nach 4 Wochen freut man sich mal wieder auf Westernfood. Hier kommen besonders viele Leute wegen der „Specialkarte“ her, auf der unter anderem Opiumpizza und Mushroomshakes stehen. Ich glaube ich bin der einzige Mensch weit und breit hier der noch keinerlei Drogen probiert hat und bin stolz darauf. Nachdem gestern wieder ein Junge auf Pilzen hier von einem Hoteldach gesprungen ist, würde ich davon auch abraten. Es war sehr interessant zu beobachten, wie sich immer mehr Leute irgendwas anderes bestellten. Unser Essen war auch ohne „Special“ gut und mit vollem Magen verließen wir
Da ich mich bestmöglich auf die jeweiligen Länder einlassen will, lerne ich die wichtigsten Wörter und muss aufpassen, dass ich nicht zwischen thailändisch und laotisch durcheinander komme 😉 Auch das mit der Währung ist schwer, weil man hier für ein Essen ca. 54000 kip zahlt und ich bekanntlich nicht so gut mit hohen Zahlen umgehen kann 😛
Die Sonnenuntergänge sind hier besonders schön und die Sonne versinkt langsam hinter den hohen Bergen.
Auch abends und nachts ist hier einiges los und an jeder Ecke kommt aus Restaurants, Bars und Cafés Musik, viele Leute sind unterwegs und es gibt sowas wie kleine „Marktplätze“ auf denen Essen verkauft wird. Es ist voll gemütlich hier und die Stimmung in der Stadt ist super.
Morgen gehts zum tubing und so gingen heute alle früh ins Bett um fit zu sein.

Vang Vieng’sche Grüße
Nadine

 

Fluss Mekong

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Restaurantimageimage

Brücken in Vang Viengimage

Toller Sonnenuntergang (schlechtes Handyfoto)image

Balloonfahrt kostet nur 79$image

Happy Menu 😉image