Off to Bangkok

Samstag, 09.07.2016

Um 5 war die Nacht dann vorbei, weil jemand total laut Musik hörte und zwei Burmesen sich in unangebrachter Lautstärke unterhielten.
Bin ich froh, wenn die letzte Busfahrt auf dieser Reise vorbei ist. Auf der Straße war schon einiges los und der Verkehr war abartig. Um 8 erreichten wir endlich den Busbahnhof von Yangon. Von dort aus wollten wir ein Taxi zum Flughafen nehmen. Die beiden die mit mir das letzte Mal im Taxi waren, mussten auch zum Flughafen und wollten sich ein Taxi mit uns teilen. Leider stressten sie wieder total rum, weil wir verhandelten. Sie regten sich total über uns auf und sagten, dass das ein unmögliches Verhalten sei und fragten, ob wir kein Gewissen hätten und sagten wir sollen doch einfach zahlen, was von uns verlangt wird. Wir guckten uns alle geschockt an und wussten gar nicht was wir sagen sollten. Jeder weiß, dass man überall in Süd-Ost-Asien und vor allem beim Transport verhandeln muss. Als wir ein Taxi hatten und dann auch wegen den beiden keine weiteren Verhandlungen mehr durchführten, sagten sie es sei nicht genug Platz, liefen davon und ließen uns stehen. Es war wohl genug Platz und dieses Verhalten von den beiden machte uns sprachlos.
Unterwegs kamen wir an den „Slums“ von Yangon vorbei. Man sah sehr viel Armut, alles war überflutet vom Regen und die Leute laufen quasi in Seen. Alles war zugemüllt, richtige Häuser gibt es nicht und das war sehr schockierend zu sehen. Der Fahrer kannte alle Abkürzungen und nach einer halben Stunde waren wir am Flughafen von Yangon. Dort hatten wir fast 5 Stunden bis unser Flug ging.
Erst setzten wir uns in ein Café um zu frühstücken, wo ich ein ekeliges Brot mit Käse und Honig und zwei laufende Eier bekam. Dann machten wir uns im Hungry Jacks breit und vertrieben uns die Zeit. Zum Glück waren wir rechtzeitig dran, denn bei AirAsia herrschte das absolute Chaos. Was dort vorging, war unbeschreiblich. Seit 1. Juli wurde am Flughafen nämlich ein neues Terminal eröffnet und anstatt 15$ beträgt die Flughafensteuer damit nun 20$. Als wir am checkin standen, wurden wir zu einer anderen Schlange geschickt um die fehlenden 5$ nach zu bezahlen. Danach hätten wir uns wieder an der Schlange vom checkin anstellen sollen. Den anderen Reisenden ging es natürlich genau so und so entstand ein heilloses Durcheinander. Organisation gab es nicht und das Personal könnte auch gleich sagen, dass man sich in der anderen Schlange anstellen sollte. Ein Mädel und ihre Mutter sollten 75$ für ihr Gepäck zahlen, weil AirAsia einen Fehler gemacht hatte. Kurzerhand öffneten sie ihren Koffer, kleideten sich ein wie im Winter und zogen an was ging. Zwei andere Jungs aus Amerika wollten dasselbe machen. Nach einer halben Stunde ging es in der Schlange immer noch nicht vorwärts, weil keiner von AirAsia wusste was zu tun war. Dann verschwand auch noch angeblicherweise die Internetverbindung und wir wurden immer ungeduldiger. Dass wir rumstressten beschleunigte den Prozess leider nicht. Als wir nach fast einer Stunde endlich einchecken konnten, waren wir froh.
Im neuen Terminal 1 war nichts los. Kein Wunder, wenn hier auch nur 4 Flüge am Tag gehen. Die Arbeitsaufteilung ist deshalb umso abenteuerlicher und wir lachten uns kaputt. Auf dem Klo stehen 2 Leute und putzen den ganzen Tag. Es gibt mindestens 5 weitere Leute die ständig mit dem Wischmopp hin und her wischen, 2 Leute saugen den lieben langen Tag den neuen Teppich, einer hält das Kabel vom Staubsauger und neben der Sicherheitskontrolle hielten gerade 10 Angestellte aus Langweile ein Kaffeekränzchen an einem Tisch. Trotzdem geht hier nichts voran und bis hier mehrere Flüge an einem Tag gehen können, muss noch viel geübt werden.
Im Burger King wurde noch das Personal eingewiesen und viele Läden hatten noch gar nicht eröffnet. Wenn wir hier in ein paar Jahren wieder her kommen, bin ich gespannt wie sich das entwickelt hat.
Unser Flieger hatte Verspätung und als ich die dunklen Wolken am Himmel sah, bekam ich schon wieder mittelmäßige Panikattacken. Zum Glück habe ich Lena dabei die mir mit meiner Flugangst seelischen und moralischen Beistand leistet.
Pünktlich zum Start fing es an zu regnen was der Himmel her gab und die Startbahn stand nach kurzer Zeit unter Wasser. Als der Regen kurz schwächer wurde, hoben wir ab. Zum Glück war der Flug nur eine gute Stunde lang und erstaunlicherweise war er ganz ok. Ein paar Mal ruckelte es und ich war froh als wir landeten. Bangkok erwartete uns mit fast klarem Himmel und es waren nur weiße Wolken zu sehen.
Vom Flughafen nahmen wir ein Uber (privates Taxi) zu unserem Hostel Bodega. Die Fahrt durch die Rush-Hour dauerte nochmal eine geschlagene Stunde und als wir endlich im Hostel ankamen war 5 Uhr und das hieß, dass wir nun schon 24 h unterwegs waren.
Im Hostel traf ich Welshy wieder mit dem ich mit dem Motorrad durch Vietnam gefahren bin. Wir hatten uns viel zu erzählen und es war schön ihn wieder zu sehen.
Lena, Jonas und ich liefen los um nach was essbarem zu suchen. Ein italienisches Restaurant sah gut aus und die Karte sagte, dass es nicht zu teuer ist. Als wir saßen, stellten wir aber fest, dass die Preise höher als erwartet waren, aber gehen konnten wir auch nicht mehr. Zusammen bestellten wir guten, hausgemachten Sangria. Lena und ich hatten Gnocci und ohne Übertreibung musste man diese auf dem Teller suchen. Nach dem Essen hatten wir beide noch mehr Hunger als davor und mussten mit knurrenden Mägen das Restaurant verlassen. Jonas wurde auch nicht richtig satt und diese Erfahrung war enttäuschend.
Jonas war bei seinem letzten Bangkok-Besuch schon in diesem Viertel und wusste eine gute Bar. Dort war die Hölle los und am Samstagabend viele Leute unterwegs. Wir hatten Glück noch einen Platz in der Bar zu bekommen und tranken noch gemütlich ein Bier.
Zurück ging es durch die Rotlichtstraße und das war sehr schockierend. So viele junge, hübsche Mädels (oder Ladyboys) die halbnackt dort rum stehen und sich verkaufen müssen. Es hat unzählig viele Bars und noch mehr Touristen. Wir waren froh als wir da wieder weg waren.
Natürlich waren wir alle müde und es war auch schon 11 als wir zurück waren. In dieser Nacht werden wir alle gut schlafen können und wir haben sehr bequeme Betten.

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CIP – Lounge?

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Welshy und ich

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Liebe Grüße von Bangkok
Nadine

Puppetshow, Rooftopbar and welcome of a Rat

Sonntag, 08.05.2016

Liebe Mütter (vor allem natürlich meine): Ich wünsche euch alles Liebe zum Muttertag, lasst euch verwöhnen und es euch gut gehen!
Judy musste zur Arbeit gehen. Sie arbeitet trotz Frührente als Englischlehrerin. Ich wollte eigentlich bei den heißen Temperaturen in den Pool springen. Leider ging die Türe zum Außenbereich nicht auf und so war das Schwimmen gestrichen. Bei Judy gibt es im 10. Stock nämlich einen Rooftop-Pool von dem aus man eine geniale Aussicht hat.
Ich nutzte die Waschmaschine bei Judy aus, machte Wäsche und erledigte einige Sachen bis Judy um 12 wieder kam.
Wir fuhren mit Judys Roller in ein sehr gutes Restaurant, das zu der Kette gehört bei der wir am Vorabend schon waren. Für mich gabs Gemüselasagne und ich fand es ein bisschen schade, dass ich schon wieder Essen aus dem Westen hatte. Zum Glück werde ich noch Zeit haben, viel vietnamesisch zu probieren.

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Plötzlich fing es aus heiterem Himmel wieder an zu regnen und goss 15 Min. aus Kübeln. Danach war es wieder umso heißer.
Anschließend zeigte mir Judy ihr Viertel. Hier wohnen viele Reiche, es hat sehr schicke Restaurants, gute Unis, internationale Schulen wie die australische, britische, deutsche,.. und sehr teure Villen. Irgendwie finde ich es schade, dass auch hier große Ketten und Hotels Einzug finden. Überall gibt es Fastfoodketten wie KFC, Mc Donalds usw. Das zerstört die vietnamesische Kultur und verdrängt all die kleinen Restaurants die ums Überleben kämpfen. Außerdem passen die großen Luxushotels und edlen Gebäude gar nicht hier her ! Leider gibt es dieses Phänomen überall.
Die Tour war echt schön, ich sah viel, ich genoss den Fahrtwind auf dem Roller hintendrauf und ich sah vieles was ich sonst nicht gesehen hätte. Wir kamen an den „Slums“ vorbei, wo auch viele arme Leute wohnen, aber diese scheinen glücklich zu sein. Generell finde ich Vietnam für ein Land in Süd-Ost-Asien sehr „kultiviert“. Es gibt nicht viele Obdachlose, es liegt nicht übermäßig viel Müll rum, es gibt nicht viele Straßenhunde und die Frauen werden hier nicht unterdrückt. Die Frauen dürfen anziehen was sie wollen und man sieht oft Frauen Roller fahren und die Männer sitzen hinten drauf.
Zum Glück wohnt Judy hier, denn sie bot mir an die Sachen die ich nicht brauche bei ihr zu lassen. Da ich ja mit dem Motorrad reisen will, ließ ich einiges bei ihr. Der Securityguard von Judys Wohnung bestellte mir ein Taxi und ich verabschiedete mich nett von Judy. Es war richtig nett, dass sie eine Fremde bei sich aufgenommen hat und so herzlich zu mir war.
Die Taxifahrt in die Stadt dauerte ewig und ich muss immer noch die Luft anhalten, wenn ich denke wie knapp die Motorräder immer vorbeirauschen. Daran kann man sich einfach nicht gewöhnen. Genau so wenig wie an die drückende, schwüle Hitze. Unterwegs sahen wir ein schreckliches Bild das mich lange beschäftige: Ein Motorrad lag auf dem Boden mitten auf der Fahrbahn, die Handtasche und der Helm noch dran. Nebenan eine riesige Blutlache und davor ein Van. Die komplette Rückscheibe des Vans fehlte und die Rückseite war sehr beschädigt. Hoffentlich hat die Person auf dem Roller diesen Unfall überlebt. Die Fahrt kostete mich gerade mal 4 Euro und ich stieg am Puppentheater aus.

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Mit Nina und Rebecca traf ich mich vor dem Theater. Die beiden waren davor schon was essen, aber mir hat es leider nicht gereicht. Echt schade, dass wir nicht zusammen reisen können… Für ca. 7 Euro Eintritt hatten wir am Vortag die Karten für das Waterpuppetheater erstanden. Das Golden Dragon Water Puppet Theater ist auf vietnamesisch und wir alle verstanden überhaupt nicht worum es ging. Es gab viele verschiedene Puppen die alle schön gemacht waren. Alle konnten sich schnell bewegen. Eine 6 köpfige Band spielte dazu und lieh Puppen ihre Stimmen. Das hörte sich interessant an und war so witzig, dass wir dauernd lachen mussten. Nach 50 Min. war das witzige Spiel vorbei und die Puppenspieler kamen um sich zu verbeugen. Insgesamt war es auf jeden Fall lustig und interessant das Mal gesehen zu haben, auch wenn wir nichts verstanden haben.

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Zu Fuß ging es 20 Min. durch die Stadt, wo wir im Backpackerviertel landeten. Mit meinem Gepäck die Straße zu überqueren war nicht ohne und mir fiel einmal mein Backpack auf der vielbefahrenen Straße um. Wir setzten uns in eine tolle Skybar die Nina rausgesucht hatte. Das Ambiente war toll und im 9. Stock konnte man einiges der Stadt sehen. Es reichte noch für ein Bier und einen Crepe und dann bestellte ich mir ein Uber-Taxi zum Flughafen. Das klappte super und die Securitys von der Skybar halfen mir. Schade, dass ich mich von den Mädels verabschieden musste und es hätte bestimmt gut geklappt, wenn wir zusammen gereist wären…

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Die Fahrt dauerte eine halbe Stunde und ich musste nur 4 Euro trotz 1.3 fachem Nachtzuschlag zahlen. Am Flughafen herrschte das absolute Chaos. Sowas hab ich noch nie gesehen. An meiner Airline VietJet war eine Schlange bis nach Timbukdu zum Einchecken. Ständig kam eine Angestellte, erzählte was in vietnamesisch und dann kamen Leute von ganz hinten und übersprangen die Schlange. So musste ich noch länger warten und es dauerte 45 Min. bis ich dran war. Es hatte ausschließlich asiatische Leute und ich war die Einzige Weiße. Der Mann am Schalter war sehr unfreundlich und konnte fast kein Englisch. Die Bestätigungsmail hatte ich auch auf vietnamesisch bekommen. In der Wartehalle war unbeschreiblich viel los und auch hier fand man nur Asiaten. Diesen Flug vom Süden Vietnams in den Norden buchte ich, weil ich mich im Juni mit Lena in Kambodscha treffe und Kambodscha an den Süden Vietnams grenzt. So reise ich vom Norden in den Süden, was mehr Sinn macht. Mein Flug wäre um 11 gegangen, aber auf einem Schild wurde diese Zeit durchgestrichen und der Flug alle paar Minuten später angekündigt. Ich war total müde und schlief in der Wartehalle ein. Der Flug war der Letzte des Tages und hatte insgesamt eineinhalb Stunden Verspätung. Der Flieger war fast leer und ausgerechnet ich saß neben 2 Leuten und konnte mich nicht hinlegen. Mich hat es sehr gewundert, aber ich war so müde, dass ich ohne meine Wunderpillen sofort einschlief und erst kurz vor der Landung in Hanoi wieder aufwachte.

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Der Flug ging nur 2 Stunden und ich war super müde. Gut, dass das Gepäck schnell da war und ich bestellte wieder ein Uber Taxi zum Hotel das schnell kam. Schon gleich habe ich gemerkt, dass in Hanoi nicht so viel los ist wie in Ho Chi Minh. Der Taxifahrer fand mein Hostel nicht und ließ mich irgendwo raus. So stand ich da mit meinem Gepäck in einer verlassenen, dunklen Seitenstraße. Freundlich wurde ich gleich von einer riesigen Ratte begrüßt die mir fast über die Füße rannte. Zum Glück fand ich das Hostel irgendwann. Der Mann von der Rezeption wusste nichts von meiner Buchung. Ich zeigte ihm die Mail, aber er suchte und suchte. Ich wurde böse, weil ich nur noch ins Bett wollte und sogar am selbem Tag reserviert hatte. Er konnte auch fast kein englisch. Irgendwann hatte er es und ich fuhr mit dem Aufzug in den 6. Stock. Natürlich schliefen die anderen 7 im Zimmer schon und ich weckte sie, obwohl ich leise war. Am Eingang stolperte ich gleich über ein Paar Schuhe. Es war schon nach 4 als ich endlich im Bett war und ich schlief schnell ein.

Müde Grüße von Hanoi
Nadine

Loud, smelly, chaotic, big and busy: Ho Chi Minh City

Donnerstag, 05.05.2016

Der 05.05.2015. Der Tag an dem ich nach Australien kam. Nach genau einem Jahr musste ich dieses atemberaubende Land nun verlassen. Es ist sehr traurig. Trotzdem freue ich mich auf das neue Abenteuer.
Die Tabletten haben wie immer ganz ihren Zweck erfüllt, mich total ausgeknockt und ich bin erst wieder „zum Leben erwacht“, als das Flugzeug bereits am Boden aufsetzte.
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Mein Aufenthalt in Kuala Lumpur sollte 3 Stunden sein. Also genug Zeit um einen Drucker zu suchen. Es war 4 in der Nacht und trotzdem einiges los auf dem riesigen Flughafen. Mit den beiden Deutschen Jungs die ich getroffen hatte, ging ich auf die lange Suche. In einem Hotel konnte ich für umgerechnet 2$ mein Visum ausdrucken. Leider wurden nur Malaysische Ringgit akzeptiert. Umtauschen hätte zu viel extra gekostet. So beließ ich es und hoffte, dass ich nicht die erste ohne ausgedrucktes Visa bin. Mein Magen knurrte, aber als ich mir was zu Essen kaufen wollte hatte ich wieder das Geld-Wechselproblem. Also musste ich mit leerem Magen durch diese endlos langen Gänge mit drei Jacken, einer großen Kamera und einem Rucksack laufen. Mein Gate war ganz am Ende und ich legte einige Kilometer zurück. Bis ich das fand, musste ich mich ein paar Mal durchfragen.
Pünktlich konnten wir boarden und ich saß wieder am Fenster. Neben mir zwei nette Mädels aus Malaysia. Der zweistündige Flug verlief ohne Probleme und war ruhig.
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Als wir im Landeanflug waren, freute ich mich total auf Vietnam. In Ho Chi Minh (ehemals Saigon), lief ich erst mal gegen eine Wand, als ich aus dem Flieger stieg. Wir mussten eine Sicherheitskontrolle (die 5. auf dieser Reise) passieren und dann an der Passkontrolle anstehen. Die Schlange war abartig lang und ich musste ewig warten. Ich lernte einen anderen Deutschen kennen, der nur 4 Tage hier ist. Wir machten aus uns ein Taxi zu teilen. Als ich an der Reihe war, wollte der Mann mein Rückflugticket sehen. Da ich mit dem Bus nach Kambodscha fahre, habe ich keins. Er meinte, dass ich keine 4 Wochen hier bleiben kann und mir rutschte mein Herz in die Hose. Er sagte, ich bräuchte ein Visa. Zum Glück war das nur ein Missverständnis, weil ich ja ein Visa hab und ich wurde zum Visa-Office geschickt.
Die Leute da waren sehr unfreundlich, aber keiner sagte was, dass ich das Visa nicht ausgedruckt hatte. Ich musste ein Formular ausfüllen, ein Passfoto abgeben und warten. Dann bekam ich einen Stempel und musste mich nochmal in der langen Passkontroll-Schlange anstellen. Dort traf ich einen jungen Mann aus Kalifornien der hier arbeitet und mir einiges erklärte und einen Deutschen der auf Geschäftsreise ist. Beide waren sehr nett. Ich atmete auf, als das mit dem Visa erledigt war. Mein Koffer stand bereits mutterseelenallein neben dem Gepäckband. Schnell holte ich Geld am Automaten und diese Währung ist lustig. Die vietnamesischen Dong haben ganz viele Nullen und man muss viel rechnen. Gut, dass ich eine nützliche App habe. Was haben die Leute nur ohne Smartphones gemacht?
Die Australierin vom Flieger schrieb mir 2 Taxiunternehmen auf, die gut sind und nichts am Taxameter tricksen. Als ich aus dem Flughafen raus kam, wurde ich erschlagen. Die Menschenmassen waren wie bei einem Konzert und hunderte Leute warteten auf Sitzen auf Leute die raus kamen. Leider fand ich den Deutschen nicht mehr mit dem ich mir ein Taxi teilen wollte. Ein Taxifahrer kam auf mich zu und zeigte mir seinen Ausweis. Da das das empfohlene Taxiunternehmen der Australierin war, sagte ich zu und wir liefen zu seinem Auto. Dort war keine Beschriftung, was mich verwirrte. Auf dem Weg sahen wir viele Taxis vom gleichen Unternehmen, die alle beschriftet waren. Die Fahrt dauerte über eine halbe Stunde. Mir wurde bereits viel vom Verkehr in Vietnam berichtet. In Wirklichkeit ist das nochmal krasser. Es gibt unendlich viele Roller und Motorräder und Verkehrsregeln kennt niemand. Nur an roten Ampeln wird angehalten. Die Leute fahren in die falsche Richtung, auf dem Gehweg und Spuren kennen die Vietnamesen nicht. Ein heilloses Durcheinander und alles erinnerte mich an Bangkok nur schlimmer. Hupen muss man um durchzukommen und wenn man einfädeln will, gestikuliert man einfach wild mit den Händen. Zu meiner Verwunderung trugen aber alle Erwachsenen einen Helm. Teilweise sitzen die Leute hier zu 4. auf dem Roller und haben ihre Kinder dabei und davon trägt keines einen Helm.
Am Hostel angekommen, wollte der Fahrer einen horrenden Preis von mir. Ich hatte gelesen, dass die Fahrt ca. 7 Euro kostet und ich zahlte 4 Euro mehr, was hier total viel ist. Ok, für Europäer ist das nix. Davon kann der Fahrer bestimmt eine Woche leben und deswegen regte ich mich nicht groß auf. Er hatte nicht mal einen Taxameter und sein Ausweis war bestimmt gefälscht.
Das Hostel ist im dritten Stock und es geht eine sehr enge Treppe hoch. Mit meinen letzten Energiereserven schleppte ich mein Gepäck hoch und checkte ein. Eigentlich wäre erst um 2 Checkin gewesen, aber ich durfte schon um 11 ins Zimmer. Dieses ist zum Glück gut klimatisiert. Es hat ein vegetarisches Restaurant im Erdgeschoss, wo ich sofort hin ging, weil ich es vor Hunger nicht mehr aushielt. Ich probierte ein sehr scharfes, mir unbekanntes Gemüse was sehr lecker war und einen Fruchtshake.
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Da ich total fertig vom Reisen war, schlief ich in meinem gemütlichen Bett ein. Es war ziemlich bewölkt, aber fast 40 Grad heiß und die Luftfeuchtigkeit liegt gefühlt bei 100%. Da im Hostel fast keine Leute sind und ich niemanden fand, zog ich allein los. Meine Tasche steckte ich unter mein T-Shirt, weil überall vor Rollerfahrern gewarnt wird, die im vorbeifahren klauen. Man soll auch während dem Laufen nie sein Handy in der Hand haben. Die geschäftigen Straßen von der Großstadt Ho Chi Minh sind echt überwältigend. Es ist laut, stinkt, ist dreckig, chaotisch und hektisch. Mir gefällt es hier trotzdem irgendwie. Schon nach einigen Sekunden hatte ich eine Reizüberflutung. So viele Leute, Gerüche, Verkehr und Geräusche. Das Überqueren der Straße grenzt mehr an Selbstmord und Fußgängerampeln sind ein Fremdwort. Schon bald hatte ich den Clue raus. Einfach laufen und nicht auf die Roller schauen. Obwohl es nicht so aussieht, passen die Fahrer auf einen auf. Man muss nur sehr selbstbewusst über die Straße laufen und ein Tempo beibehalten. Die Australierin sagte, man solle ja nicht rennen, da sonst keiner einschätzen kann wo man hin will. Teilweise hängte ich mich beim Überqueren einfach dicht an die Vietnamesen, die wissen wies geht.
Ich setzte mich in ein Restaurant und wollte was Vegetarisches bestellen. Das Einzige was es gab war Spaghetti mit Tomatensoße. Also gleich am ersten Tag westliches Essen (Schande über mich). Zum Nachtisch gab es frozen Joghurt, was mich zusammen nur 2,50 Euro kostete.
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Ich wollte auf die berühmte Backpackerstraße Bui Vien. Meine Orientierung ist richtig schlecht und ich verlief mich total. Eine nette Amerikanerin und eine Malaysierin mussten dort sowieso hin und zeigten mir den Weg. Wir unterhielten uns super und da die beiden hier arbeiten, bekam ich noch mehr nützliche Insidertipps. Auf der Bui Vien ist alles noch überwältigender als ohnehin schon. Es gibt unzählige Massagestudios, Restaurants, Bars, Friseure, Supermärkte, Shoppingläden und vieles mehr. Es war gut andere Backpacker zu sehen, obwohl ich mit niemandem in Kontakt kam. Vielleicht muss ich morgen das Hostel wechseln um Anschluss zu finden. Da ich sowieso schon lange zum Friseur wollte, erledigte ich dies. Ich bekam eine Kopfmassage mit Shampoo, Hand- und Armmassage und mir wurden die Spitzen geschnitten. Das ging eine Stunde, war total super und kostete mich insgesamt nicht mal 8 Euro. Also super fürs Backpackerbudget.
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Ich bummelte noch eine ganze Weile herum und es war bereits dunkel. Die Lichter bei Nacht sehen sehr cool aus und es war viel los. Für ein paar Cent erstand ich einen Adapter für die Steckdose und eine Simkarte fürs Handy.
Eigentlich wusste ich es vorher, aber leider hatte ich keinen Plan wo ich hin musste. Da hier nicht viele Leute englisch sprechen, war es sehr schwer sich durchzufragen. Wie bekloppt irrte ich in der Millionenstadt herum. Wie sicher es hier in den Nebenstraßen im Dunkeln ist, wusste ich auch nicht. In einem Hotel konnte man mir erklären wo ich hin muss ich war froh nach fast einer Stunde rumirren wieder im Hostel zu sein und atmete auf.
An diesem Abend machte ich nicht mehr viel und chillte nur um mich zu erholen.

Liebe Grüße vom chaotischen Ho Chi Minh
Nadine

Australia I will miss you !

Mittwoch, 04.05.2016

Da es bis um 9 Frühstück gab, stand ich schon relativ früh auf. Es hatte Müsli, Toast, Säfte und Kaffee und ich genoss dieses mit Meerblick. Das Wetter war super, die Sonne schien, ich hörte das Meer und es hatte um die 30 Grad. Da keiner was sagte, ließ ich mein Gepäck im Zimmer und ich glaube auch nicht, dass da heute jemand eincheckt.
Leider ging mein Rucksack einen Tag vorher kaputt und ich musste immer Angst haben, dass was raus fällt. Ich lief durch ganz Coolangatta um jemanden zu finden, der ihn repariert. In einem Surfshop war ein super netter Mann der eine Zange hatte. Nach über 10 Min. hatte ich wieder einen funktionierenden Reißverschluss und er wollte nicht mal Geld dafür.
Am letzten Tag in Australien musste ich noch einige Dinge organisieren. Ich versuchte nochmal meine Superannuation (wie Riesterrente) zu kündigen, schrieb Postkarten an meine australischen Freunde und beantragte ein Visa für Myanmar. Außerdem überwies ich mein Geld vom australischen aufs deutsche Konto. Hierfür benutzte ich Transferwise. Das britische Unternehmen hat eine Methode entwickelt, wie man kostengünstig Geld zwischen verschiedenen Ländern verschickt. Leider ist mein Tageslimit niedriger als der Betrag den ich überweisen wollte, aber dann muss ich morgen von unterwegs aus den Rest überweisen.
Ich bummelte noch eine Weile durch die Stadt und genoss die letzten gemeinsamen Stunden mit meinem Australien.
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Zum Sonnenuntergang ging ich an den Strand von Coolangatta und konnte richtig schöne Fotos machen.
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Im Mc Donalds holte ich mir einen Wrap und wollte dann noch Geld abheben. Leider gilt das Tageslimit auch fürs Abheben und der Automat gab mir kein Geld mehr. Na super ! Mit 2$ komme ich nicht mehr weit…
Bilder vom Hotel Kumune Resort:
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Im Hostel packte ich noch meine Sachen zusammen und bestellte mir dann ein Uber. Dieses private Taxiunternehmen ist sehr geschickt. Ich hatte einen super netten Fahrer und bezahlte nicht viel.
Da ich grundsätzlich sehr früh am Flughafen bin, hatte ich wieder Zeit und der Schalter war noch nicht mal offen. Ich lernte 2 super nette australische Eltern kennen, die früher auch Backpacker waren. Sie hatten immer noch ihre Rucksäcke von 1990 dabei und ein schlechtes Gewissen ihre 21 und 22 Jahre alten Töchter Zuhause zu lassen, während sie 2 Wochen in Kambodscha sind.
Bei verschiedenen Reisebloggern habe ich gelesen, wie man kostenlos an ein Upgrade für die Businessclass kommen kann. Deswegen war ich dementsprechend schick angezogen, aber hatte meine Jogginghose dabei, falls es nicht klappen sollte. Leider war die Businessclass komplett ausgebucht – wie schade ! Naja, ein Versuch wars wert.
Ich laß nochmal zur Sicherheit die E-Mail mit meinem Visa für Vietnam. Mein Herz blieb stehen: Man muss das Visa ausdrucken. Das war mir nicht neu, weil Lena mit der ich Kambodscha bereise, es mir extra noch gesagt hat. Sie wusste es nicht als sie dort war und musste dann überall nach einem Drucker suchen. Ich ärgerte mich total über mich selbst, weil ich die ganze Zeit noch dran gedacht hatte und Lena mich dran erinnert hatte. Im ganzen Flughafen gab es nirgends einen Drucker. So ein Mist ! Am Gold Coast Flughafen musste ich durch 2 Sicherheitskontrollen. Diesmal wollten sie es ganz genau wissen und das Gerät piepste bei mir. Alle meine Ladekabel, Festplatte, usw. mussten aus dem Rucksack raus und ich musste meine Schuhe ausziehen. Außerdem machten sie einen Sprengstofftest mit mir. Das ist mir auch noch nie passiert. Alle Angestellten waren aber super lustig drauf, es war sonst kein Mensch da und von 3 Leuten bekam ich zu hören, dass ich einen größeren Rucksack bräuchte. Vielleicht ist da was dran?
Das boarding war pünktlich und da ich immer ein paar Euro mehr zahle um einen Fensterplatz zu bekommen, konnte ich auch dieses mal wieder raus gucken. Der Sitz in der Mitte war frei und daneben saß eine super nette Australiern. Diese bekam mit 47 Jahren Frührente und wohnt nun in Ho Chi Minh. Zum Glück hatten wir so lange Zeit, denn natürlich hatte sie mir unendlich viele Insidertipps und sagte mir wo ich vorsichtig sein sollte. Erst letzte Woche hatte sie einen Rollerunfall.
Ich war traurig, Australien verlassen zu müssen und guckte mich nochmal genau um. Die letzten Minuten auf dem 5. Kontinent. Hier hatte ich so viel erlebt. 365 Tage Spaß gehabt, neue Leute kennen gelernt, viele Sachen erlebt, gearbeitet und viele (australische) Freunde gefunden. Dadurch, dass ich hier wie ein Australier gelebt habe fühlt es sich so an, als würde ich mein Zuhause verlassen. Ein neues Kapitel meiner Reise fängt nun an, auf das ich mich natürlich genau so freue. Zum Glück habe ich meine 88 Tage Farmarbeit absolviert und kann zurück kommen und nochmal 1 Jahr hier leben und arbeiten. Das wird also nicht das letzte Mal in diesem Land sein.
Beim Starten machte das Flugzeug komische Geräusche und ich war stolz auf mich, dass ich nicht gleich in Panik ausbrach. Das Geräusch war ohrenbetäubend. Außerdem blieben die Anschnallzeichen eine Stunde lang an und auch die Stewardessen standen nicht auf. Sehr lange stieg das Flugzeug und erreichte ewig die Flughöhe nicht. Das war natürlich wieder nicht sehr förderlich für meine Flugangst. Ausnahmsweise hatte ich aber keine schwitzigen Hände. Es wird besser, hoffe ich. Da es 10 Uhr Abends war und ich schlafen wollte, schmiss ich mir eine meiner Wunderpillen gegen die Angst beim Fliegen ein. Bevor ich darüber nachdenken konnte, fiel ich in einen tiefen Schlaf.

Liebe Grüße das letzte Mal aus Australien
Nadine

bye bye

Dienstag, 03.05.2016

Heute reise ich ein Jahr und 2 Monate 🙂
Mein Wecker klingelte früh, ich packte und machte mich fertig und Adel schlief immer noch. Er geht wohl immer spät in die Arbeit. Da er mit mir noch zum Frühstücken gehen wollte, raffte er sich auf und wir liefen los.
In einem kleinen, gemütlichen Restaurant setzten wir uns in den Garten. Die deutsche Bedienung erzählte uns, dass im Restaurant am Tag davor ein australischer Film gedreht wurde. Ich aß Brot mit Ei, Tomaten und Pilzen und Adel bestellte einen Lammburger. Wir unterhielten uns wieder gut und ich bin froh, dass Adel mein Host ist. Außerdem zahlte mir auch noch mein Frühstück, was mir sehr unangenehm war. Ich weiß ja, dass ich immer Glück hab, aber diesmal hats wieder funktioniert. Meinen Helm, Jacke und Handschuhe fürs Motorrad fahren bin ich nicht los geworden. Ich wusste aber, dass mich meine Fluggesellschaft Tigerair mit dem Helm in der Hand nicht durch lassen würde. In letzter Minute meldete sich eine Frau auf mein Internetinserat und wollte sogar noch 15 Dollar mehr zahlen, als ich bezahlt hatte. Adel nahm den Helm mit ins sein Büro, gab mir das Geld im Voraus und ich hoffte die Frau würde wirklich kommen um ihn dort abzuholen.
Obwohl ich wie immer zeitig dran war, verquatschten wir uns und ich musste noch zur Post um mein Handgepäck zu wiegen. Schock: es hatte wieder 10,5 kg, erlaubt sind 7. Eigentlich wollte ich ja die öffentlichen Verkehrsmittel zum Flughafen nehmen, aber das war nun zu spät. Adel fuhr mit mir mit der Bahn zum Southern Cross und wir verabschiedeten uns nett. Von dort aus musste ich dann den Skybus nehmen, der 18$ kostet. Mit diesem bin ich schon ein paar Mal gefahren, aber das ist einfach zu viel Geld und reine Abzocke !
Wie beim letzten Mal flog ich mit Tigerair. Diese sind wie erwähnt sehr sehr kleinlich, wenn es um Übergepäck geht. Mein großer Backpack war auch zu schwer und ich nahm raus, was ging. Damit war mein Problem nicht gelöst, denn mein kleiner Rucksack war ja sowieso schon zu schwer. Außerdem wollte das automatische Koffersystem wie letztes Mal meinen Backpack nicht durch lassen. Diesmal war aber eine Angestellte da und gemeinsam schafften wir es nach einiger Zeit.
Die Sicherheitskontrollen sind jedes Mal eine Tortur für mich. Da ich drei Jacken, eine Motorradjacke, einen Rucksack und eine kleine Handtasche mitschleppe ist es ein Akt das immer aus- und anzuziehen und den Laptop raus zu wurschteln.
Da man wenn man so viel reist sehr kreativ wird, kam ich um das Zahlen vom Übergepäck rum. Alle meine schweren Bücher und meinen Schlafsack steckte ich in meine Motorradjacke. Somit sah ich aus wie ein Sumoringer und als ob ich 100 kg wiegen würde. Atmen konnte ich so auch nicht gut und war froh als ich durchgekommen war und im Flieger alles ausziehen konnte.
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Diesmal hatte ich mir keinen Platz reserviert und musste am Gang sitzen. Der Flug war angenehm, obwohl es in Melbourne ordentlich windete und das Flugzeug ein bisschen wackelte.
Nach 2 Stunden waren wir an der Gold Goast. Diese empfing mich mit über 30 Grad und Sonne. Mit der App Uber, wo Privatleute als Taxifahrer fungieren, bestellte ich mir einen Fahrer. Dieser war sehr nett und brachte mich direkt ins Komune Beach Resort in Coolangatta. Er trug mir sogar mein Gepäck ins Hostel und ich musste wegen einem Gutscheincode nicht mal was für die Fahrt zahlen.
Für 30$ hatte ich ein Bett in einem 4er Zimmer gebucht. Eigentlich wollte ich nach Surfers Paradise, aber der Weg dort hin wäre 40 Min. gewesen. Das hätte sich für einen Tag nicht gelohnt und die Fahrtkosten wären zu hoch gewesen. In meinem Raum waren ein Mädel aus Kalifornien und eine Angestellte aus Neuseeland. Diese machten nicht viel und so machte ich mich allein zu Fuß auf um Coolangatta zu erkunden. Es war nicht viel los und vieles schloss bereits. Fast drei Stunden war ich unterwegs und guckte mir alles an. Ich fand ein offenes, indisches Restaurant und bestellte mir guten Käse mit Buttersoße und Naan. Der Besitzer war sehr nett und ließ mir sogar den Dollar nach, den ich zu wenig hatte.
Im Hostel, das eigentlich ein gutes Hotel ist, gibt es eine Bar, einen Pool und einen Whirlpool. Da es immer noch warm war und der Whirlpool sowieso beheizt, setzte ich mich da rein und genoss die Stille. Im Hotel ist nämlich nichts los und man muss nach Leuten suchen.
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Der letzte Abend in Down-Under war also nochmal schön und ich bin gespannt was mich morgen erwartet.

Liebe Grüße aus dem Whirlpool
Nadine