Loud, smelly, chaotic, big and busy: Ho Chi Minh City

Donnerstag, 05.05.2016

Der 05.05.2015. Der Tag an dem ich nach Australien kam. Nach genau einem Jahr musste ich dieses atemberaubende Land nun verlassen. Es ist sehr traurig. Trotzdem freue ich mich auf das neue Abenteuer.
Die Tabletten haben wie immer ganz ihren Zweck erfüllt, mich total ausgeknockt und ich bin erst wieder „zum Leben erwacht“, als das Flugzeug bereits am Boden aufsetzte.
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Mein Aufenthalt in Kuala Lumpur sollte 3 Stunden sein. Also genug Zeit um einen Drucker zu suchen. Es war 4 in der Nacht und trotzdem einiges los auf dem riesigen Flughafen. Mit den beiden Deutschen Jungs die ich getroffen hatte, ging ich auf die lange Suche. In einem Hotel konnte ich für umgerechnet 2$ mein Visum ausdrucken. Leider wurden nur Malaysische Ringgit akzeptiert. Umtauschen hätte zu viel extra gekostet. So beließ ich es und hoffte, dass ich nicht die erste ohne ausgedrucktes Visa bin. Mein Magen knurrte, aber als ich mir was zu Essen kaufen wollte hatte ich wieder das Geld-Wechselproblem. Also musste ich mit leerem Magen durch diese endlos langen Gänge mit drei Jacken, einer großen Kamera und einem Rucksack laufen. Mein Gate war ganz am Ende und ich legte einige Kilometer zurück. Bis ich das fand, musste ich mich ein paar Mal durchfragen.
Pünktlich konnten wir boarden und ich saß wieder am Fenster. Neben mir zwei nette Mädels aus Malaysia. Der zweistündige Flug verlief ohne Probleme und war ruhig.
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Als wir im Landeanflug waren, freute ich mich total auf Vietnam. In Ho Chi Minh (ehemals Saigon), lief ich erst mal gegen eine Wand, als ich aus dem Flieger stieg. Wir mussten eine Sicherheitskontrolle (die 5. auf dieser Reise) passieren und dann an der Passkontrolle anstehen. Die Schlange war abartig lang und ich musste ewig warten. Ich lernte einen anderen Deutschen kennen, der nur 4 Tage hier ist. Wir machten aus uns ein Taxi zu teilen. Als ich an der Reihe war, wollte der Mann mein Rückflugticket sehen. Da ich mit dem Bus nach Kambodscha fahre, habe ich keins. Er meinte, dass ich keine 4 Wochen hier bleiben kann und mir rutschte mein Herz in die Hose. Er sagte, ich bräuchte ein Visa. Zum Glück war das nur ein Missverständnis, weil ich ja ein Visa hab und ich wurde zum Visa-Office geschickt.
Die Leute da waren sehr unfreundlich, aber keiner sagte was, dass ich das Visa nicht ausgedruckt hatte. Ich musste ein Formular ausfüllen, ein Passfoto abgeben und warten. Dann bekam ich einen Stempel und musste mich nochmal in der langen Passkontroll-Schlange anstellen. Dort traf ich einen jungen Mann aus Kalifornien der hier arbeitet und mir einiges erklärte und einen Deutschen der auf Geschäftsreise ist. Beide waren sehr nett. Ich atmete auf, als das mit dem Visa erledigt war. Mein Koffer stand bereits mutterseelenallein neben dem Gepäckband. Schnell holte ich Geld am Automaten und diese Währung ist lustig. Die vietnamesischen Dong haben ganz viele Nullen und man muss viel rechnen. Gut, dass ich eine nützliche App habe. Was haben die Leute nur ohne Smartphones gemacht?
Die Australierin vom Flieger schrieb mir 2 Taxiunternehmen auf, die gut sind und nichts am Taxameter tricksen. Als ich aus dem Flughafen raus kam, wurde ich erschlagen. Die Menschenmassen waren wie bei einem Konzert und hunderte Leute warteten auf Sitzen auf Leute die raus kamen. Leider fand ich den Deutschen nicht mehr mit dem ich mir ein Taxi teilen wollte. Ein Taxifahrer kam auf mich zu und zeigte mir seinen Ausweis. Da das das empfohlene Taxiunternehmen der Australierin war, sagte ich zu und wir liefen zu seinem Auto. Dort war keine Beschriftung, was mich verwirrte. Auf dem Weg sahen wir viele Taxis vom gleichen Unternehmen, die alle beschriftet waren. Die Fahrt dauerte über eine halbe Stunde. Mir wurde bereits viel vom Verkehr in Vietnam berichtet. In Wirklichkeit ist das nochmal krasser. Es gibt unendlich viele Roller und Motorräder und Verkehrsregeln kennt niemand. Nur an roten Ampeln wird angehalten. Die Leute fahren in die falsche Richtung, auf dem Gehweg und Spuren kennen die Vietnamesen nicht. Ein heilloses Durcheinander und alles erinnerte mich an Bangkok nur schlimmer. Hupen muss man um durchzukommen und wenn man einfädeln will, gestikuliert man einfach wild mit den Händen. Zu meiner Verwunderung trugen aber alle Erwachsenen einen Helm. Teilweise sitzen die Leute hier zu 4. auf dem Roller und haben ihre Kinder dabei und davon trägt keines einen Helm.
Am Hostel angekommen, wollte der Fahrer einen horrenden Preis von mir. Ich hatte gelesen, dass die Fahrt ca. 7 Euro kostet und ich zahlte 4 Euro mehr, was hier total viel ist. Ok, für Europäer ist das nix. Davon kann der Fahrer bestimmt eine Woche leben und deswegen regte ich mich nicht groß auf. Er hatte nicht mal einen Taxameter und sein Ausweis war bestimmt gefälscht.
Das Hostel ist im dritten Stock und es geht eine sehr enge Treppe hoch. Mit meinen letzten Energiereserven schleppte ich mein Gepäck hoch und checkte ein. Eigentlich wäre erst um 2 Checkin gewesen, aber ich durfte schon um 11 ins Zimmer. Dieses ist zum Glück gut klimatisiert. Es hat ein vegetarisches Restaurant im Erdgeschoss, wo ich sofort hin ging, weil ich es vor Hunger nicht mehr aushielt. Ich probierte ein sehr scharfes, mir unbekanntes Gemüse was sehr lecker war und einen Fruchtshake.
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Da ich total fertig vom Reisen war, schlief ich in meinem gemütlichen Bett ein. Es war ziemlich bewölkt, aber fast 40 Grad heiß und die Luftfeuchtigkeit liegt gefühlt bei 100%. Da im Hostel fast keine Leute sind und ich niemanden fand, zog ich allein los. Meine Tasche steckte ich unter mein T-Shirt, weil überall vor Rollerfahrern gewarnt wird, die im vorbeifahren klauen. Man soll auch während dem Laufen nie sein Handy in der Hand haben. Die geschäftigen Straßen von der Großstadt Ho Chi Minh sind echt überwältigend. Es ist laut, stinkt, ist dreckig, chaotisch und hektisch. Mir gefällt es hier trotzdem irgendwie. Schon nach einigen Sekunden hatte ich eine Reizüberflutung. So viele Leute, Gerüche, Verkehr und Geräusche. Das Überqueren der Straße grenzt mehr an Selbstmord und Fußgängerampeln sind ein Fremdwort. Schon bald hatte ich den Clue raus. Einfach laufen und nicht auf die Roller schauen. Obwohl es nicht so aussieht, passen die Fahrer auf einen auf. Man muss nur sehr selbstbewusst über die Straße laufen und ein Tempo beibehalten. Die Australierin sagte, man solle ja nicht rennen, da sonst keiner einschätzen kann wo man hin will. Teilweise hängte ich mich beim Überqueren einfach dicht an die Vietnamesen, die wissen wies geht.
Ich setzte mich in ein Restaurant und wollte was Vegetarisches bestellen. Das Einzige was es gab war Spaghetti mit Tomatensoße. Also gleich am ersten Tag westliches Essen (Schande über mich). Zum Nachtisch gab es frozen Joghurt, was mich zusammen nur 2,50 Euro kostete.
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Ich wollte auf die berühmte Backpackerstraße Bui Vien. Meine Orientierung ist richtig schlecht und ich verlief mich total. Eine nette Amerikanerin und eine Malaysierin mussten dort sowieso hin und zeigten mir den Weg. Wir unterhielten uns super und da die beiden hier arbeiten, bekam ich noch mehr nützliche Insidertipps. Auf der Bui Vien ist alles noch überwältigender als ohnehin schon. Es gibt unzählige Massagestudios, Restaurants, Bars, Friseure, Supermärkte, Shoppingläden und vieles mehr. Es war gut andere Backpacker zu sehen, obwohl ich mit niemandem in Kontakt kam. Vielleicht muss ich morgen das Hostel wechseln um Anschluss zu finden. Da ich sowieso schon lange zum Friseur wollte, erledigte ich dies. Ich bekam eine Kopfmassage mit Shampoo, Hand- und Armmassage und mir wurden die Spitzen geschnitten. Das ging eine Stunde, war total super und kostete mich insgesamt nicht mal 8 Euro. Also super fürs Backpackerbudget.
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Ich bummelte noch eine ganze Weile herum und es war bereits dunkel. Die Lichter bei Nacht sehen sehr cool aus und es war viel los. Für ein paar Cent erstand ich einen Adapter für die Steckdose und eine Simkarte fürs Handy.
Eigentlich wusste ich es vorher, aber leider hatte ich keinen Plan wo ich hin musste. Da hier nicht viele Leute englisch sprechen, war es sehr schwer sich durchzufragen. Wie bekloppt irrte ich in der Millionenstadt herum. Wie sicher es hier in den Nebenstraßen im Dunkeln ist, wusste ich auch nicht. In einem Hotel konnte man mir erklären wo ich hin muss ich war froh nach fast einer Stunde rumirren wieder im Hostel zu sein und atmete auf.
An diesem Abend machte ich nicht mehr viel und chillte nur um mich zu erholen.

Liebe Grüße vom chaotischen Ho Chi Minh
Nadine

Failing Sightseeing

Donnerstag, 23.04.2015

Endlich war Gado wieder da und so machten wir uns zu 3. auf zur Batu-Cave. Die 300 Stufen waren für mich kein Problem mehr, aber Ex-Profifußballer Gado keuchte und war fix und fertig. Die Höhle kostete keinen Eintritt und ich musste nur Pfand für einen Rock zahlen, weil man in Shorts nicht rein darf. Es waren verschiedene Statuen ausgestellt und die Höhle war klein, breit und hell. Überall draußen sind Affen rum gerannt, die frech waren und Leuten Essen und ganze Getränkeflaschen aus der Hand klauten. Die Aussicht von der Höhle aus auf Kuala Kumpur war super.
„Kurz“ wollte Gado danach sein Handy reparieren lassen, was fast 2 Stunden dauerte und wir sahen dabei zu.
Dann sind wir zu 2 Kumpels von den beiden gegangen, die im 23. vom 35. Stock wohnen. Auch diese Anlage hatte einen großen Pool und die Aussicht vom Balkon war toll. Alle 4 Jungs aßen wieder Fischsuppe mit den Händen, was total lustig aussah. Ich spielte mit dem Hund Miko und machte für mich Rührei. Ganz verstanden wozu der Besuch war hab ich nicht, denn alle saßen nur 2 Stunden lang auf dem Sofa, spielten mit dem Handy und keiner sagte was.
Der nächste Stopp war der Botanische Garten, aber als wir den um halb 8 erreichten, hatte dieser schon zu (hätte ich den beiden vorher sagen können). Sie merkten glaube ich, dass ich das alles nicht so cool fand, weil ich am letzten Tag noch viel sehen wollte. Zu allem Überfluss fragten sie, ob ich noch irgendwas sehen will (wie gesagt es war halb 8). Mit der Versprechung, dass wir in China-Town raus kommen würden, liefen wir durch einen Park mit Seen der sehr schön war und man perfekten Blick auf die nächtliche Skyline von KL hatte. Nach einem Fußmarsch wo es rauf und runter ging, waren wir wieder am Auto. Die beiden hatten mich also nur verarscht, aber Laufen war trotzdem gut. Dabei teilte Gado mir mir, dass ich sehr fit bin. Da sagt doch tatsächlich ein Ex-Fußballprofi, dass ich fit bin, während er neben mir fast kollabiert 😀
Am Bahnhof wollte ich ein Busticket für den nächsten Tag nach Port Dickson kaufen. Ich hab mir nun mit Hilfe der Landkarte einen tagesgenauen Plan gemacht, weil ich nur noch 2 Wochen hab, bevor es nach Australien geht. Mit dem Hinweis, dass es die Tickets nur am anderen Busbahnhof gibt, wurden wir wieder weg geschickt. Als wir raus gingen, gewitterte es mega heftig, die Blitze schienen direkt neben uns zu sein, der Donner haute einem fast das Trommelfell raus und auf den Straßen waren Bäche. Da das Auto 5 min. weg stand, ist Gado los gerannt und hat es geholt. Selbst auf den 2m die Elvis und ich zum Auto hatten, wurden wir patschnass und Gado sah aus wie geduscht.
Leider hatte der weit entfernte, 2. Busbahnhof das Ticket auch nicht und so kaufte ich eins für den nächsten Morgen in eine nahe gelegene Ortschaft und hoffte von dort aus weiter zu kommen.
Es war schon 11 als wir zu Hause waren und ich packte und ging ins Bett.
Couch-Surfing ist eine super Idee und ich werde es auch wieder machen, da ich sehr viel Geld gespart und Gado mich auch überall hin gefahren hat. Leider war es unglücklich, dass er 3 Tage nicht da war und es mir vorher nicht gesagt hat. So hab ich nun 6 Tage in KL „vergeudet“ die ich sinnvoller nutzen hätte können. Ich finde man sollte so fair sein und vorher sagen, wenn man nicht genug Zeit hat, weil der Sinn vom Couchsurfing darin besteht, dass Locals einem die Stadt zeigen, was nicht richtig geklappt hat. Trotzdem bin ich den beiden natürlich dankbar, dass ich kostenlos dort schlafen konnte und sie so lieb zu mir waren.

Letzte Grüße aus dem schönen KL
Nadine

Straßen von KL

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Meine Hosts Elvis und Gado beim Eis essen

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Viele Tauben

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Gado und ich

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Vor der Batu-Cave

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Affen vor der Batu-Cave

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Statue vor der Batu-Cave

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Batu-Cave

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Schäfchen

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Aussicht vom Cave-Eingang

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Teich

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Kuala Lumpur

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Chillen bei den Freunden

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Blick vom Balkon

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Häuser in denen die Freunde wohnen

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Geniale Aussicht

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Miko und mein Host Gado

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KL bei Night

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Another lazy day

Mittwoch, 22.04.2015

Zuerst einmal: Mama: Ich wünsche dir alles alles Liebe und Gute zu deinem 20. *räusper* Geburtstag, vieeeel Gesundheit und Glück und ein schönes neues Lebensjahr ! Feier schön und lass dich reich beschenken 🙂 Hab dich lieb :*

 

Elvis Auto war immer noch nicht fertig und da er auf den Anruf wartete, konnten wir auch nicht weg. Da ich schon von vielen Travelern gehört habe, dass man als Frau hier nicht allein raus soll, war es also hier wieder ein chilliger Tag für mich. Wenigstens konnte ich mit meiner Mama und meinen kleinen Geschwistern Jolina und Luca FaceTimen und mich freut es total mit zu Hause „zu telefonieren“.

Es gewitterte wieder den ganzen Tag und Abends sind wir mit dem Taxi ins Restaurant gefahren, wo wir per App 3 verschiedene Taxis gerufen hat und und ewig im Regen warten mussten, weil keins kam. Das Essen war lecker und eine gute Abwechslung, weil die Nudelsuppe dann doch langsam eintönig wird.

Um meine Liste der Krankheiten zu komplettieren, habe ich nun auch noch eine Blasenentzündung, was wieder einen Ausflug in die Klinik bedeutete. Die indische Ärztin war nett und kompetent und die Klinik klein und sauber und ich hab nun 5 verschiedene Medikamente die ich 5 Tage lang nehmen soll. Hoffentlich wird mein Körper jetzt nicht Antibiotika-Resistent 😀

Morgen ist Gado wieder da, was bedeutet, dass wir wieder ein Auto haben und an meinem letzten Tag nochmal in die Stadt können.

gechillte Grüße

Nadine

Pool der Anlage

 

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Gewitter

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Lecker Essen und Fruitshakes

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FaceTime mit Geburtstagskind Mama und Jolina und Luca ❤

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Medizinsammelsurium

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Great View Day

Dienstag, 21.04.2015

Heute sind wir früh aufgestanden, um Sightseeing zu machen. Leider war das Auto immer noch nicht repariert, aber mit zwei Taxis und der Bahn ging es in die Stadt.
Erster Stopp waren die Petronas Twin-Towers, die mit 375m das 8. höchste Gebäude der Welt sind. Es war sehr beeindruckend davor zu stehen und die Massivität war gigantisch. In den Türmen gibt es Bürogebäude, weswegen sehr viele gut angezogene Leute da waren und außerdem gibt es eine Shoppingmall und ein Essenscourt, wo ich typisch Malayisches Essen probiert habe. Die Preise sind hier auch günstig und so zahlte ich für eine Monsterportion, Suppe und Wasser nur 3,50€.
Die Türme werden mit der höchsten Skybridge der Welt (170m) verbunden. Die 21€ für die Sicht vom Dach haben wir uns aber gespart und wollten lieber einen Drink in der Skybar genießen. Die „Marini’s on 57“ liegt wir der Name schon sagt, im 57. Stock. Bevor es mit dem Aufzug hoch ging, musste ich meinen Hut abgeben, den der Mann nur mit 2 Fingern anfasste und der strenge, auf Schildern geschriebene Dresscode entsprach leider nicht dem, was ich an hatte. Trotzdem fanden wir uns ein paar Minuten später auf schwindelerregender Höhe wieder. Alles ist edel, es gibt Leute die den Aufzug bedienen, einem die Tür aufhalten, die Jacke abnehmen, Securitys, usw. Ich hatte schon damit gerechnet, dass man die Aussicht in den Getränken zahlt, aber für 3,50€ kühles Bier inkl. einer Schachtel Popcorn, war ich positiv überrascht. Von der überdachten Außenterrasse konnte man viele gute Bilder machen.
Danach haben wir uns das Aquarium angeschaut. Es hatte viele Fische die ich noch nie gesehen habe und viel schönere als beim Tauchen. Außerdem konnte das Aquarium große Schildkröten, gefährliche Haie, Riesenrochen und Piranhas zeigen. Bei der Fütterungsshow warfen 2 Taucherinnen den Fischen Futter hin und es sah cool aus, wie die großen Tiere in einem Schwarm um jeden Bissen kämpften. Das Aquarium war neu, sehr modern, es hatte überall Bildschirme, es gab einen riesigen Fischtunnel und sehr sehr viel zu sehen. Der Eintritt für 13€ war ok.
Bei der Rückfahrt wurden wir leider vom Taxifahrer abgezockt und zahlten mehr als doppelt so viel wie bei der Hinfahrt. Auch der Protest von Elvis nutzte nichts.
Drei Mal dürft ihr dann raten, was es zurück in der Wohnung zum Abendessen gab 😀
Fix und fertig vom vielen Laufen, fiel ich abends ins Bett.

Höhenreiche Grüße
Nadine

Gado`s und Elvis Wohnung

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Kuala Lumpur

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Twin-Towers

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Vor den Towers

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Essen

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Wasserspiele

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Aquarium

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Skybar/Rooftop-Bar

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Without Car no City

Montag, 20.04.2015

Da Gado heute eine Schulung hat, sind wir alle früh aufgestanden. Zuerst wollten wir mein Buch am Flughafen holen, das ich im Flieger vergessen hatte. Das Wetter war heute super. Nach einem langen Act habe ich erfahren, dass das Buch verschwunden ist. Lange Geschichte, aber leider mussten wir ohne Buch wieder fahren.
Die beiden Jungs lassen sich durch gar nichts aus der Ruhe bringen und so waren wir noch einkaufen, obwohl die Schulung schon seit einer halben Stunde angefangen hatte und Gado erst noch einen Kumpel holen und uns heim fahren musste.
Leider konnten wir dann nichts unternehmen, weil Elvis Auto in der Werkstatt ist und die beiden nicht direkt in Kuala Lumpur wohnen. So chillten wir den ganzen Tag, guckten TV und ich erledigte noch ein paar Sachen und machte meine Wäsche.
Abends kochte Elvis was typisch Afrikanisches: Zunge, Fischsuppe und eine Art Brei (heißt Egusi Soup and Suji). Als der ganze Fisch in der Küche rum lag, bin ich erschrocken und als Elvis auf der Zunge rum kaute, würgte es mich. Er hat ganz typisch afrikanisch mit den Händen gegessen und ich blieb wieder bei Nudelsuppe. Danach sind wir noch an den Pool der Anlage gesessen, den man kostenlos benutzen darf.
Da da WLAN hier ausnahmsweise super ist, machte ich FaceTime mit Mom, die gleich auf die Seite vom auswärtigen Amt gehen musste. Was wir da gelesen haben, war nicht gerade positiv, aber ich passe schon auf 😉 http://www.auswaertiges-amt.de/sid_DDF39871DF987DB5547DBA9A8AF7FF37/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/MalaysiaSicherheit_node.html
So ging der chillige Tag gemütlich zu Ende.

Liebe Grüße
Nadine

Anlage der Wohnung

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Fischsuppe

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Elvis am Kochen

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Wohnzimmer

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Mein Zimmer

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Unser Abendessen

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Take me to Church

Sonntag, 19.04.2015

Ich wurde ganz nett von den Klängen sehr guter afrikanischer Musik geweckt. Da die Jungs nie Frühstücken und somit nichts da haben und es hier keine Bäcker gibt, kochten sie mir Nudelsuppe die ich liebe. Ich darf hier nicht mithelfen und werde bedient 😀 Auf meinen Wunsch hin, tanzten und sangen Elvis und Gadu und die beiden haben es echt drauf.
Mittags ging’s zum Fußballspiel von Gadu in die Stadt. Ich hätte mir einen Fußballplatz in Kuala Lumpur echt besser vorgestellt: die Linien waren fast nicht mehr sichtbar, die Tore alt, es gab keine Zäune, keine Ersatzbank, der Rasen ist nicht gemäht oder gepflegt, es gibt keine Umkleidekabinen und die Jungs mussten sich im Clubraum umziehen wo wir anderen alle auch waren. Ein Einlaufen erlebten wir auch nicht. Die Trikots waren nicht sauber gewaschen und jeder musste seine eigene Wasserflasche mit bringen. Es gab auch keinen Würstchenstand, o.ä. Zuschauer waren auch nicht viele da, aber ich wurde sehr freundlich empfangen und alle fragten mich woher ich komme und wie es mir gefällt. Vor dem Spiel gewitterte es heftig aber nach ein paar Minuten scheinte die Sonne. Leider verlor die Mannschaft 2:4. Nach dem Spiel duschten sich die Spieler mit Gartenschläuchen draußen 😀
Mitten in der Stadt gingen wir dann in den Gottesdienst der katholischen Kirche „St. John“. Diese war weiß, sehr groß und es waren so viele Menschen da, sodass wir draußen stehen mussten, weil wir zu spät kamen. Die Jungs sagten mir, dass normalerweise noch mehr los sei und es sogar 2 Gottesdienste am Tag gäbe. Sie gehen jeden Sonntag. Die Lieder deren Texte auf LED-Bilschirmen liefen, waren total schön, es waren viele dunkelhäutige Menschen und sehr viele verschiedene Kulturen vertreten, der Pfarrer hat es alles interessant gemacht und das beste war, als der Pfarrer das Zeichen zum Frieden gab, drehten sich alle Menschen zueinander, verbeugten sich und gaben sich die Hand. Das war ein richtiges Gänsehautgefühl, weil hier auch Fremde so viel Respekt voreinander haben.
Mit dem Auto sind wir dann durch Kuala Lumpur gefahren und im Dunkeln sieht es total schön aus. Die Gebäude sind riesig, es ist modern, sauber groß und das komplette Gegenteil von Bangkok und Vientiene. Es erinnert mich sehr an Los Angeles.
Mit 2 Freunden der beiden sind wir in einer Reggae-Bar Essen gewesen, es war sehr lecker und ich wurde eingeladen 😉 es hatte viele andere Backpacker da. Die Jungs spielten Billard und es gab Bier aus einem Bierspender was geschickt ist, weil man sich selbst kühles Bier zapfen kann, wenn man leer hat.
Zum Abschluss des Abends ging es in eine richtig schöne, große Bar auf einer Straße wo sich viele Pubs, Bars und Clubs aneinander reihen. Hier hat man eine große Auswahl, die schmale Straße ist sehr gemütlich und schön. Wir hatten alle einen sehr tollen Abend.

Kuala Lumpurische Grüße
Nadine

 

Fußballspiel

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Rechtslenker

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Kirche

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Billard spielen

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lustige Schnäpse

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„Bierbucket“

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meine Hosts (im weißen Elvis und vorne rechts Gadu) und deren Freunde

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The early bird flys to Kuala Lumpur

Samstag, 18.04.2015

Wer mich kennt weiß, dass Fliegen nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung ist. Da ich aber einen günstigen Flug gefunden hab und es einfach und schnell ist, quälte ich mich nach nur 3 Stunden Schlaf aus dem Bett um nach Kuala Lumpur (Malaysia) zu fliegen. Den Kommentar vom Rezeptionist, dass ich gut aussehe, konnte ich damit nicht ernst nehmen 😉 Das Tuk Tuk brachte mich zum Flughafen und ich war so früh da, dass ich noch nicht mal mein Gepäck aufgeben konnte. Da es aber meine Panik lindert wenn ich rechtzeitig dran bin, machte es mir nichts aus, dass ich 3 Stunden am Flughafen rum saß. Der Flughafen ist sehr klein und ich konnte mich schnell zurecht finden. Mein Geld hatte ich perfekt geplant und gab die letzten Cent für ein Frühstück aus. Beim Gepäck waren 20kg erlaubt und ich hatte 19,9 😉
Mit meinem Lieblingsplatz am Fenster an den Tragflächen für den ich 4€ investiert habe, sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Als der Pilot aber noch am Boden verkündete, dass das Wetter in Kuala Lumpur schlecht sei und der Flug „bumpy“ (unruhig/holprig) werden würde, wurde ich wahrscheinlich kreidebleich, suchte zitternd meine Wunderpillen und fragte die Stewardess panisch nach Wasser für diese. Meine Nerven lagen also schon vor dem Start blank und nach dem letzten Absturz war AirAsia auch nicht gerade meine erste Wahl.
Der Flug war aber sehr gut, die 3 Stunden vergingen schnell. Ich glaube ja die Tabletten haben nicht so gut geholfen, aber das Wetter in Kuala Lumpur war super.
Der Flughafen in Kuala Lumpur ist riesig und erinnert eher an eine Shoppingmall. So musste ich ewig das Gepäckband und den Ausgang suchen.
Ich habe einen super netten Amerikaner und seine süße Tochter kennen gelernt die mich eingeladen haben, kostenlos in deren eigenem Hotel in Bali zu wohnen. Eine andere Frau aus Thailand reist auch allein um die Welt und sie bot mir an mir die Stadt zu zeigen und mich vom Flughafen in die Stadt zu fahren, weil ihre Familie hier wohnt.
Draußen wartete aber schon Gado, bei dem ich die nächsten Tage schlafen werde. Über die Seite „Couchsurfing“ habe ich ihn kennen gelernt und da übernachtet man kostenlos bei Leuten die einem die Stadt zeigen und kocht im Gegenzug mal oder so. Er war Fußballprofi bei der FIFA, bevor er sich letztens das Knie verletzt hat und nun ist er Scout und sucht junge Spieler. Er ist in Afrika geboren und aufgewachsen und lebt seit 4 Jahren in Kuala Lumpur wegen dem Fußball.
Die Luftfeuchtigkeit ist hier höher als in Thailand und mit 34 Grad ist es drückend heiß.
Kuala Lumpur ist sehr groß und industriell. Zuerst sind wir zu Gados Freund und dessen Freundin gefahren, die eine hammer geile Wohnung im 10. Stock eines Hochhauses haben. Der Blick vom Balkon war gigantisch und wir saßen eine Weile da und redeten. Der Kumpel telefonierte dann kurz, 5min. später klingelte es an der Tür und 4 Magnum wurden uns gebracht. Das nennt man Luxus 😉
Danach waren wir zu 3. essen und das Essen ist genau so gut wie in Thailand.
Die Wohnung ist groß, ordentlich und ich habe ein eigenes Zimmer. Die Anlage auf der sich die Wohnung befindet, sieht aus wie eine Hotelanlage, hat einen Sicherheitsdienst mit Schranke und einen kostenlosen Pool.
Der andere ebenfalls afrikanische Mitbewohner „Elvis“ ist auch total nett. Wir saßen lange auf dem Sofa, redeten, erzählten uns gegenseitig über unsere Kulturen und die Jungs fragten immer, ob es mir gut geht oder ich was brauche oder Hunger hab und waren mega cool und total gastfreundlich. Es kamen noch andere afrikanische Freunde der beiden vorbei und es war lustig. Die anderen gingen noch weg, aber ich blieb in der Wohnung, weil ich so müde war. Echt krass wie man jemandem den man ein paar Stunden kennt, seine komplette Wohnung anvertraut.

Couchsurferische Grüße
Nadine

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