Back home (emotional day)

Dienstag, 12.07.2016

Der letzte Tag. Das war mir sogar bewusst, als ich mich nach 4 Stunden Schlaf das letzte Mal aus meinem Stockbett quälte und wie immer fast die Leiter runter fiel, weil Lena unsere Handtücher dort hingehängt hatte. Lena und die anderen im Zimmer schliefen noch tief und fest und ich war neidisch. Es ist schwierig möglichst leise im dunklen Zimmer zu packen, dabei am besten nichts zu vergessen und so effizient zu packen, dass man den Rucksack noch zu bekommt. Diese Zeiten sind nun auch vorbei und bald habe ich wieder einen Kleiderschrank. Nach dem Duschen lag ich perfekt in der Zeit und hatte es tatsächlich geschafft niemanden zu wecken.
Vor dem Hostel bestellte ich mir ein Uber (privates Taxi) und beim Warten traf ich einen netten jungen Mann. Jobe ist aus Australien und da er auch zum Flughafen musste, teilten wir uns das Taxi. Die Fahrt ging eine Stunde und wir hatten viel Zeit uns zu unterhalten. Zufällig fliegt der Australier auch mit demselben Flieger wie ich. So konnten wir am Flughafen gemeinsam einchecken, aber bekamen leider keine Sitze mehr nebeneinander. Zum Glück war ich wie immer über 3 Stunden vorher da, denn Eurowings ist die reinste Chaos-Fluggesellschaft. Laut meinem Ticket bekomme ich ein Rail&Fly Ticket dazu, welches ich schon vorher im Internet erfolglos versuchte zu buchen. Am Flughafen wusste keiner Bescheid und niemand konnte mir helfen. Ich durfte vom Flughafentelefon bei Eurowings anrufen und auch dort wusste keiner wie ich an ein Ticket komme. Im Internet war der Button zur Buchung ausgegraut. Sage und schreibe eine Stunde machte ich deswegen rum und keiner konnte mir helfen. Jobe tat mir leid, aber er wollte auf mich warten. Da dies der günstigste Flug war, musste ich nach Köln fliegen und muss von da aus den ICE nach Stuttgart nehmen.
Da die Sicherheitskontrolle so lange dauerte (diese war mit Nackscanner für jeden und sehr genau), konnten wir uns im vorbei rennen ein Brötchen kaufen und joggten dann ans Gate am anderen Ende vom riesigen Flughafen. Ich hasse es mit so viel Gepäck rum zu laufen und selbst mein Handgepäck hat statt der erlaubten 7 sage und schreibe 12 kg. So bin ich also mit über 30 kg, einer Decke, einem Kissen, einem Motorradhelm, 2 Jacken und einer Kameratasche unterwegs. Jobe nahm mir netterweise was ab. Der Flieger hatte ein bisschen Verspätung und wir mussten noch warten.

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Im Flugzeug fragten Jobe und ich unsere Nachbarn, ob wir die Sitze tauschen könnten, aber leider ohne Erfolg. Er saß ganz vorne und ich in der Mitte vom Flieger. Der Anfang vom Flug war noch ok und das Wetter war schön als wir in Bangkok abhoben. Der nette Pilot Andreas Claudius gab mir gleich ein gutes Gefühl und erklärte viel. Besonders wenn man von dieser dummen Flugangst geplagt ist, fühlt man sich sicherer, wenn der Pilot viel erklärt und sich gleich freundlich durchs Mikrofon vorstellt. Leider ist der Service bei Eurowings sehr abenteuerlich. Keiner der Stewardessen wusste was sie tut und sie hatten nicht mal Wechselgeld. Was ich sehr unhöflich fand: Sie sprachen alle Leute einfach auf Deutsch an, obwohl auf dem Flug von Bangkok nach Köln natürlich auch viele Leute aus anderen Ländern dabei waren. Meiner Sitznachbarin aus England musste ich so alles übersetzen und obwohl sie die Stewardessen mehrmals darauf aufmerksam machte, redeten diese auf Deutsch weiter. Manchmal konnten sie zwischendrin auch Englisch, aber vergaßen das beim nächsten Rundgang wieder. Als das Essen kam, hatte ich Nudeln mit Bolognese vor mir. Als Vegetarier kann man das natürlich nicht essen und ich wollte nach einer Alternative fragen. Ich klingelte und musste fast 20 Min. warten, bis eine sehr unfreundliche Stewardess kam. Sie sagte sie hätte nichts anderes da und ich müsse das essen. Nach einigem hin und her fiel ihr ein, dass die Bolognese vegetarisch sei. Auf der Rückseite vom Essen stand tatsächlich in den Zutaten, dass es sich um Tofu handelte. Da muss man auch erst mal drauf kommen und nicht mal meine Sitznachbarin hat den Unterschied geschmeckt. Mein Essen war mittlerweile kalt und es war so wenig, dass ich nicht mal annähernd satt wurde. So einen großen Hunger habe ich ja nun auch nicht, aber wenn es schon mich nicht sättigt, wie soll ein großer Mann dann von diesem Essen satt werden?

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Während dem Flug hatte ich viel Zeit nachzudenken. Ich wollte keine Filme schauen und hörte nur Musik und spielte Spiele auf dem TV. Irgendwie total krass, wie schnell 498 Tage vergehen. Mir kommt es vor als wäre ich gestern in Frankfurt los geflogen. Nun verlasse ich Bangkok, wo vor fast eineinhalb Jahren meine große Reise begonnen hat. Die Erinnerungen und die Lebenserfahrung wird mir keiner nehmen können. Natürlich freue ich mich auf Zuhause und bin total aufgeregt meine Familie, Freunde und Tiere wieder zu sehen. Die Aufregung wuchs mit jedem Kilometer dem ich Köln näher kam.
Der Flug zog sich ewig und vor allem wenn man etwas entgegen fiebert, geht die Zeit nicht rum. Des Öfteren lief ich zur Verärgerung meiner Sitznachbarin zu Jobe vor. Wir wollten uns unterhalten, aber es war nicht so einfach einen Platz im Flieger zu finden, wo wir keine anderen Passagiere oder Stewardessen behinderten. Ständig wurden wir weg gescheucht und bekamen Ärger. Jobe ist richtig nett und er fliegt weiter nach London und bleibt dort ein paar Monate. Wir machten aus, uns auf dem Stuttgarter Wasen zu treffen, denn dort will er auch hin. Ewig redeten wir über Australien, das Reisen und verschiedene Kulturen. Ganz schnell kam ich aus der Ruhe, als das Flugzeug wackelte und umklammerte fest den Notsitz. Als es kurz aufhörte, verabschiedete ich mich von Jobe und rannte schnell zu meinem Platz zurück. Leider fingen die Turbulenzen da erst richtig an und die Anschnallzeichen leuchteten konstant. Meine Hände waren wieder total nass, aber ich wollte stark sein und es ohne Beruhigungsmittel überleben.
Nach 12 Stunden hatte ich es endlich geschafft und Jobe sagte ich hätte ihm leid getan und bei jedem Ruckeln hätte er an mich denken müssen. Leider wollte Deutschland mich nicht herzlich willkommen heißen und es war stark bewölkt und saukalt. Nur 20 Min. hatte ich dann Zeit bis mein ICE kommen sollte. Bis der Bus zum Flughafengebäude kam, verging Zeit und dann musste ich mich kurioser Weise an der Schlange zur Passkontrolle anstellen wo auch die Ausländer standen, anstatt einfach zum Reisepasslesegerät gehen zu können, wie es für Deutsche normal ist. Die Schlange war endlos und ich dachte das darf nicht wahr sein. Ein Mann bekam mit, dass ich es eilig hatte und sagte ganz laut ich sollte mich vordrängeln. Als ich das nicht machen wollte, schob er mich einfach an den Anfang der Schlange. Der Engländer war einfach sehr nett. Leider brachte mir das keinen Vorteil, denn die Koffer waren noch nicht da. Als mein Backpack endlich als einer der letzten kam, fuhr gerade der ICE. Das hieß für mich noch eine Stunde länger warten und eine Stunde später nach Hause kommen. Eigentlich wäre mein Flieger nämlich schon mittags um halb 3 gelandet, aber dann hatte sich ein paar Wochen nach meiner Buchung die Ankunft auf halb 7 geändert. Das war sehr stressig für mich, denn von meiner Familie wusste keiner, dass ich komme und ich wollte niemanden nachts aufwecken.
Am Fahrkartenautomat traf mich fast der Schlag, als diese dumme Zugicket von Köln nach Stuttgart 100€ kosten sollte. Meine Wut auf Eurowings wuchs. Der zweite Schock kam, als ich feststellte, dass meine Kreditkarte weg war. Diese habe ich wohl in Bangkok verloren. Keine Ahnung wie das geht, aber meine EC-Karte war auch weg. Natürlich hatte ich auch noch kein Euro und so wusste ich nicht, wie ich das Ticket bezahlen sollte. Ich verfluchte alles und hatte schon keine Lust mehr auf Deutschland. Die Rettung war meine zweite Kreditkarte mit der ich das vergoldete Ticket erstand. Keiner konnte mir helfen auf welches Gleis ich musste und eine verständliche Anzeige suchte ich vergeblich. Außerdem war das Gleis am ganz anderen Ende vom Flughafen und ich war fix und fertig bis ich da war.
Mein Zug zum Hauptbahnhof Köln war zu meiner Verwunderung pünktlich. Es regnete, ich wusste nicht, ob meine Familie noch wach sein würde bis ich zu Hause ankomme und ich war genervt. Meinen Onkel hatte ich als Einzigen eingeweiht und wollte ihm schreiben, wann ich ankomme, weil er mich vom Stuttgarter Bahnhof abholen sollte. Zum Glück hatte ich das noch im WLAN vom Flughafen getan, denn meine deutsche SIM-Karte passte nicht in mein Handy. Als ich Deutschland vor fast eineinhalb Jahren verlassen hatte, besaß ich nämlich noch mein IPhone 4 und mittlerweile hab ich das 5er und die Karte muss jetzt kleiner sein. Mit meiner Nagelschere versuchte ich verzweifelt die Karte auf die richtige Größe zu bringen, aber scheiterte. Warum muss alles schief gehen? Ich konnte es nicht verhindern und Tränen rollten meine Wange runter. Eine Frau neben mir schaute mich mitleidig an, weil die Tränen nicht mehr aufhören wollten. Beim Ausstieg am Kölner Hauptbahnhof sagte sie zu mir, dass alles wieder gut wird und ich nicht traurig sein sollte. Da musste ich nur noch mehr heulen. Ich kam mir vor wie ein kleines Kind. Unter Tränen versuchte ich mein schweres Gepäck die vielen Stufen im Bahnhof hoch zu schleppen und fiel fast rückwärts wieder die Treppe runter. Alle Leute starrten mich an und keiner half mir. Warum verdammt nochmal sind die Deutschen so unfreundlich? Im Ausland würde sofort jemand Hilfe anbieten. Keuchend kam ich an meinem Gleis an und saß auf dem Boden und heulte vor mich hin.
Die Stufen vom ICE sind so hoch, dass mir mein Gepäck aus der Hand fiel, aber das interessierte natürlich auch keine Sau. Die Anzeige verriet nicht, ob der Zug nach Stuttgart fuhr und die anderen Zuggäste hatten dasselbe Problem. Es dauerte lange bis wir alle raus fanden, dass es der richtige Zug war.
Die Fahrt dauerte zweieinhalb Stunden und ich war so fertig, dass ich einschlief. Zum Glück stellte ich mir den Wecker und wachte somit rechtzeitig auf. Als ich meinen Onkel Oli am Bahnsteig sah, war der ganze Ärger vergessen. Vor 498 Tagen hat er mich genau an diesem Gleis verabschiedet. Natürlich war die Freude total groß und ich war glücklich, dass er mich geholt hatte. Meiner Familie hatte er gesagt er habe eine Schulung von der Arbeit aus und müsse gehen. Weil ihm niemand so recht glauben wollte, fuhr er extra an seinem Büro vorbei und machte ein Foto, dass er gleich an alle verschickte. Er sagte er würde wieder kommen und so schaffte er es die Geburtstagsgesellschaft von meiner Oma zusammen zu halten. Das Datum am Geburtstag meiner Oma hatte ich mir nämlich bewusst raus gesucht. Die Fahrt vom Bahnhof ging schnell und dann standen wir wieder vor unserem Haus. Ein komisches Gefühl, richtig unwirklich.
Weil meine Familie irgendwas ahnte, ging mein Onkel allein ins Haus und ich versteckte mich im Dunkeln davor. Leider war es eiskalt und regnete in Strömen und ich fror total, weil ich gleich patschnass war. Nach 10 Min. wollte ich mit meiner Familie skypen, weil ich ihnen erzählt hatte, dass eine Doku im TV über mich kommen würde ich es quasi „live“ mit verfolgen wollte. Leider habe ich ja wie gesagt ein neues Handy und kann das WLAN Passwort von Zuhause nicht auswendig. So lief ich einfach zu unserer Tür rein und stand mitten im Wohnzimmer. Alle guckten mich an, als ob sie einen Geist gesehen hätten. Es war ein Wiedersehen mit viel Geheule, herzlichen Umarmungen und natürlich freuten sich alle total. Meine Oma hat für sowas einen siebten Sinn und wusste irgendwie, dass ich komme, obwohl mein Onkel dicht gehalten hatte. Auf meine Nachfragen vor einigen Tagen sagte ich ihr immer wieder ich würde 2 Wochen später kommen. So hatte meine Familie mittags schon geschaut, wann Flieger von Bangkok an diesem Tag landen würden. Das Gelächter war groß, als ich gefragt wurde was ich trinken will und nach einem Wasser fragte. Natürlich hatten wir uns viel zu erzählen und ich genoss es total nach so langer Zeit mal wieder mit der Familie zusammen zu sitzen. Mit einem Sektchen stießen wir auf meine Rückkehr an und saßen bis spät in die Nacht zusammen. Alle mussten am nächsten Tag arbeiten, aber mein Bruder ließ es sich nicht nehmen, mit mir mein Zimmer zu erkunden. Ich fühlte mich, als ob ich mein Zimmer noch nie gesehen hätte und alles war neu. Woher kommt das ganze Zeug? Gehört das alles mir? Als ich meinen Kleiderschrank sah konnte ich nicht glauben wie viele Klamotten ein Mensch besitzen kann. Und wie viele Schuhe da waren… Wann soll ich das alles anziehen? Eine Stunde entdeckte ich immer neue Sachen und fühlte mich als ob es Weihnachten und Geburtstag gleichzeitig wären.
Mit vielen Emotionen und neuen/alten Eindrücken legte ich mich ins Bett. Mein eigenes Bett, ohne 30 andere Leute im Raum. Kein Stockbett. Alles war so ruhig und ich vermisste es schon jetzt nicht mehr einfach so mit jemandem reden zu können, wenn ich nicht schlafen konnte.
Vor lauter Aufregung war ich noch lange wach. Nun bin ich also wieder in Deutschland und bin sehr gespannt wie es weiter geht.
Deutschland hat mich wieder
Nadine

Beautiful Sunrise and Sunset over Bagan

Freitag, 01.07.2016

Obwohl es uns allen schwer fiel, schälten wir uns um 4 aus den Betten um um halb 5 am eBike-Verleih zu sein. Wenn man schon mal so eine Kulisse hat, lässt man sich den Sonnenaufgang natürlich nicht entgehen. Im Dunkeln fuhren wir also zu dem Tempel den uns der junge Mann am Vortag verraten hatte, ich natürlich wieder mit meinem pinken Helm den ich (ganz zum Unverständnis von Lena) schon seit Vietnam mitschleppe. Mit Hilfe einer Taschenlampe kletterten wir die Mauern hoch. Wir ahnten schon, dass es keinen Sonnenaufgang geben wird, weil wir das hier bisher noch nie hatten, aber wir sind Optimisten und stets guter Laune. Jeder träumte so vor sich hin, als langsam immer mehr Tempel erkennbar wurden. Da sah man dann schon, dass sich eine dicke Wolke vor die Sonne schob. Trotzdem hatten wir totales Glück und bekamen einen richtigen Sonnenaufgang zu sehen. Der Panoramablick über all diese vielen Tempel war gigantisch. Allein die Sonne auf all die Pagodas scheinen zu sehen, war das Aufstehen wert. Es versprach ein schöner Tag zu werden und wir saßen lange da und warteten bis sich die Sonne (die wir schon lange nicht mehr gesehen hatten) komplett zeigte.

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Wir hatten alle Hunger und „düsten“ zurück zum Hotel. Da gab es schon Frühstück und wir genossen es total.
Natürlich waren wir trotz Kaffee immer noch müde und legten uns alle wieder ins Bett.
Wir trafen uns um halb 10 um noch ein paar Tempel anzuschauen. Wir fuhren eine schöne Runde und genossen den sonnigen Tag und den blauen Himmel. An einem Fluss machten wir Halt und trafen einen Mann. Dieser ist 51 und reist um die Welt seit er 23 ist. Es gibt kaum ein Land auf dieser Welt das er noch nicht gesehen hat und ich war gleich gefesselt von seinen Geschichten. Was er sagte war sehr inspirierend und ich fragte ihn Löcher in den Bauch. Die anderen suchten zwischenzeitlich nach Bootstickets. Es ist einfach gut sich mit Leuten über Erfahrungen und Länder auszutauschen und zu erfahren wie ein Leben ist das nur aus Reisen besteht. Der Neuseeländer war sehr nett und gesprächig und als die anderen zurück kamen, verabschiedete ich mich nett und er wünschte mir alles Gute. Ich hätte mich noch stundenlang mit ihm unterhalten können.
Die drei hatten Tickets für eine Bootstour zum Sonnenuntergang auf dem Fluss gebucht. Es war immer noch morgens, aber fühlte sich an wie Mittag, weil wir so früh wach waren.
Wir fanden ein nettes Restaurant und tranken einen Kaffee.
Jonas der leidenschaftlicher Golfer ist, hatte gelesen, dass es hier einen Golfplatz gibt. Die Fahrt dort hin war mehr als abenteuerlich. Es ging durch sehr tiefen Wüstensand durch. Unsere eBikes machten wir kurzerhand zu Dirtbikes und fuhren mutig durch den Sand. Jonas landete gleich mal im Dreck und wir lachten ihn aus. Der Sand ist so weich, dass nichts passierte. Lena und ich blieben stecken und Lena musste mich anschieben. Zum Glück sind diese Bikes sehr leicht und ich konnte es immer auffangen, bevor wir hin fielen. Trotzdem hatte das so keinen Wert und Lena lief ein Stückchen nebenher. Wir kamen an einem Luxusresort raus das man so nur aus Filmen kennt. Die Anlage ist riesig, die Gäste können in einem hohen Turm schlafen und es ist überall Luxus pur. Leider verstanden die Rezeptionisten nicht, dass wir nur Golf spielen wollten und so wurde das nichts. Dafür bekam Bianca die typisch burmesische Paste aufgetragen die hier den Leuten (auch Männern) als Makeup und Sonnenschutz dient. Diese wird aus einem Stück Holz gewonnen und die Frau musste alle Kraft aufwenden um die Paste zu bekommen. Ich war neugierig und fragte was denn eine Nacht hier kosten würde. Das günstigste Zimmer würde man für 120 $ die Nacht bekommen und für das Teuerste müsse man über 1.000$ die Nacht zahlen. Da haute es uns doch glatt von den Socken !

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So fuhren wir ohne Golf gespielt zu haben weiter.

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Als wir wieder auf der Hauptstraße waren, versagte wieder Biancas Roller. Zum Glück hatte sie einen Schal dabei und ließ sich von Jonas abschleppen. Sie hielt den Schal und das andere Ende war an Jonas‘ Bike festgemacht. Keine einfache Sache und ein paar Mal mussten sie anhalten. Es ist nicht gerade ungefährlich und irgendwann tauschten die beiden ihre Bikes. Es war ein schönes Stückchen zurück zum Verleih, aber sie schafften es. Dort stellte sich heraus, dass ein Kabel nicht richtig eingesteckt war.
Wir aßen zu Mittag als das Problem behoben war und chillten noch eine Weile.
Pünktlich fuhren wir zurück zum Fluss, wo unser Kapitän bereits wartete. In der Mittagspause hatten wir die Akkus der eBikes austauschen lassen um nicht wieder stehen zu bleiben. Leider zog Lenas und mein Bike nun überhaupt nicht mehr und wir hatten das Gefühl jeden Moment stehen zu bleiben. Die nette Frau vom Boot begrüßte uns und es ging gleich los. Wir hatten das Boot für uns und es gab einen Tisch mit Kaffee und Erdnüssen. So saßen wir da und hielten ein gemütliches Kaffeekränzchen während das Boot gemächlich vor sich hin tuckerte. Es war eine tolle Fahrt, wir sahen wie Kinder im Fluss badeten, Leute ihre Kleider wuschen und andere angelten. Da wird einem Mal wieder bewusst was man selbst für einen gehobenen Lebensstandard hat und die Leute hier glücklich sind, obwohl sie nichts besitzen. Die Häuser die aus Stroh sind, sind so einfach und alle leben gemeinsam unter einem Dach. Das finde ich faszinierend und man sollte so manch einen Jugendlichen aus einem europäischen Land einmal hier her schicken um zu zeigen, dass nicht alles selbstverständlich ist.

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Zum Sonnenuntergang setzte ich mich mit dem Kapitän und einem anderen Mann auf das Dach des Bootes und freute mich, dass die beiden ständig sangen. Bianca zeigte in der Zwischenzeit dem kleinen Jungen der Chefin wie Snapchat funktioniert und die beiden machten viele Grimassen.

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Es war wolkig und somit sahen wir nicht mehr viel von der Sonne, aber die Stimmung auf dem Boot mitten auf dem Fluss war entspannt und wir konnten alle unseren Gedanken nachhängen. Langsam ging es wieder zurück und ich bin froh, dass wir diese Fahrt für 2,50$ pro Person angetreten hatten. Somit hatten wir den Sonnenauf-, und Sonneuntergang an einem Tag gesehen.
Im Dunkeln fuhren wir zum Restaurant bei dem wir Mittags schon zum Kaffee waren. Dieses ist ein vegetarisches Restaurant und so viel Auswahl zu haben bin ich nicht gewohnt. Es war super lecker und alle wurden satt.
Wir gaben unsere Bikes ab und ich holte meine Wäsche. Die Wäsche der anderen war schon früher fertig und wie deren Klamotten waren auch meine noch nass. Ich hängte sie zum Trocknen auf den Balkon.
Bianca verabschiedete sich ins Bett und wir anderen drei saßen auf der Terrasse zusammen. Ich musste bei meiner Bank anrufen, weil ich eine Doppelbuchung auf meiner Kreditkarte hatte. Über Skype ist das Telefonieren sehr günstig und Jonas ließ mich netterweise über seinen Account anrufen. Ich hatte das Gespräch auf Lautsprecher und Jonas und Lena machten sich einen Spaß daraus ständig im Hintergrund zu quasseln. Als die Frau misstrauisch wurde und Jonas dann auch noch sagte: „Toll hast du das alles auswendig gelernt!“, zweifelte sie an der Echtheit des Gesprächs. Sie fragte mich sämtliche Sicherheitsfragen und fragte mich oft, ob das wirklich ich bin. Als Jonas und Lena ruhig waren, glaubte die Dame mir endlich, aber helfen konnte sie mir erst nicht.
Jonas, Lena und ich veranstalteten anschließend eine Zimmerparty. Mit guter Musik, Whiskey und jede Menge Spaß und Gelächter war der Abend perfekt. Wir nahmen unser Lied „I believe in Firpo“ auf und nach langen Überlegungen schickten wir es ihm. Gebannt saßen wir vor Lenas Handy und warteten auf eine Antwort. Ganz Firpo freute er sich total über unser Lied und sah, dass wir viel Spaß hatten. Vielleicht werden wir ja jetzt berühmt, wo doch Firpo nicht unbekannt ist.
Als wir dann schon 24 Stunden wach waren, beschlossen wir nach vielen Bettselfies endlich ins Bett zu gehen.

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Gleich schliefen wir ein und machten aus am nächsten Tag auszuschlafen.

Liebe Grüße von den Tempeln in Bagan
Nadine

Explore the 3.000 Temples of Bagan

Donnerstag, 30.06.2016

Es war 5 Uhr morgens, als der Bus nach 560 km anhielt und uns gesagt wurde, dass wir aussteigen sollten.

Da befanden wir uns mitten im nirgendwo. Eigentlich hatten wir es uns fast schon gedacht, dass es mal wieder so laufen würde, obwohl uns der Ticketverkäufer gesagt hatte, wir würden in die Stadt gefahren werden. Wie immer stand schon ein Minivan für uns bereit. Der Fahrer wollte uns sage und schreibe 5$ pro Person abknöpfen, was hier total viel ist. Jetzt fragt sich bestimmt manch einer, was wir denn wegen solchen Beträgen groß rum machen. Erstens geht es ums Prinzip und zwar darum, dass wir uns nicht abzocken lassen und zweitens macht Kleinvieh auch Mist und wenn man jedes Mal so viel zahlt, dann geht das irgendwann sehr ins Geld und wir reisen alle auf einem Budget. Also sind wir los gelaufen, um ein anderes Taxi zu suchen, denn bis in die Stadt waren es über 40 km. Es war noch ein Pärchen von England da, die zufällig ins gleiche Hotel mussten.
So versuchten wir andere Vans anzuhalten, aber leider ohne Erfolg. Wir liefen immer weiter und waren genervt von dieser Masche der Busunternehmen oder von wem das auch immer aus geht. Für den Bus hatten wir nämlich auch schon 25$ hin geblättert.
Endlich hielt ein Van der voller Leute war. Dieser ist kein offizielles Taxi, aber die Leute die alle von der gleichen Firma waren, nahmen uns mit. Bis das ganze Gepäck in den vollen Bus gequetscht war, dauerte es und einige der Leute mussten auf dem Dach Platz nehmen, aber es geht alles. Nach ca. 20 km stoppte dieser Bus und jeder von uns zahlte 1$. Nun ging die Suche nach einem anderen Taxi erneut los. Lena und die Engländer fanden beide jeweils ein anderes Taxi und nun standen wir in der Mitte. Wir wollten erst mit dem einen Taxi mit, aber dann stritten sie sich um uns und gingen mit dem Preis immer mehr runter. Wir quetschten uns zu 6. in ein 4 Personen Taxi und Lena lag quer über den anderen. Ich entschied mich für den Kofferraum wo das ganze Gepäck drin war.
Wir freuten uns, als die Fahrt vorbei war und zahlten jeder 1$. Na also geht doch auch günstiger !
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Zum Glück hatte unser Hotel Bagan Nova Erbarmen mit uns und ließ uns schon einchecken. Mir wurde sogar wieder mein Koffer die Treppe hoch getragen. Wir hatten zwei Zimmer mit Einzelbetten und die Zimmer hier sind schön und sauber und es gibt ein richtiges Bad mit richtiger Dusche – yippi!
Wir legten uns nochmal für ein Schläfchen hin und trafen uns dann zum Frühstück. Fast neben dem Hotel wurden wir fündig und hatten ein sehr leckeres Essen (ohne Reis).
Vom Städtchen Bagan (historische Königsstadt) waren wir alle ziemlich enttäuscht. Wir dachten es sei eine Stadt wie Yangon, aber statt dessen war es nur ein sehr kleines Kaff wie die anderen Orte an denen wir bereits waren. Bagan ist vor allem für seine Tempel bekannt, von denen es hier über 3.000! gibt. Bagan ist eine der größten archäologischen Stätten in Südostasien. Es ist unterteilt in New-, und Old-Bagan (Neues-, und Altes-Bagan). Im alten Teil wohnen vorwiegend die Burmesen und alles ist traditionell und im neuen Part sind vorwiegend die Hotels und die Touristenrestaurants. Viele vergleichen die Tempel in Bagan mit Angkor Wat in Kambodscha.
Die einfachste, coolste und günstigste Methode die Tempel zu erkunden ist, sich ein Elektrobike auszuleihen. Diese findet man an jeder Ecke und überall wird mit kostenlosem waschen der Wäsche geworben, wenn man ein Bike mietet. Da unsere Wäsche das wieder nötig hatte, gaben wir sie gleich ab. Für sage und schreibe 4$ bekamen wir ein Bike für zwei Tage und unsere Wäsche gemacht. Normalerweise wäre das Waschen allein schon teurer gewesen. Die eBikes sehen aus wie Roller, aber sind batteriebetrieben und fahren max. 40 km/h. Als Tourist ist es in Myanmar nämlich wegen der Unfallgefahr nicht erlaubt einen Roller zu fahren.
Für mich ein gutes Zeichen: Lena wagte sich wieder bei mir mitzufahren.
Unterwegs trafen wir viele andere Touris mit eBikes. Es war total spaßig mit diesen langsam Krücken rum zu bummeln und man konnte sich alles genau anschauen. Man weiß gar nicht so recht welche Tempel man sich anschauen soll, denn es gibt so viele davon. Sie sind einfach überall: Am Straßenrand, sehr weit abseits und direkt in dem Städtchen drin.
Wir waren gerade in einem kleinen Dörfchen als Biancas Bike den Geist aufgab. Wir mussten die Leute von der Vermietung anrufen (zum Glück stand die Nummer auf dem Bike). Ein Burmese versuchte dem Vermietungsmensch zu erklären wo wir gerade sind. Nach 10 min. kam einer, wechselte die Batterie und weiter ging`s.
Wir hielten an ein paar größeren Tempeln und waren nicht überrascht, dass in jedem von diesen ein Buddha saß. Teilweise sind die Tempel sehr dreckig und vermüllt und wie immer muss man barfuß rum laufen. Wir trafen einen Burmesen der an einem Tempel wohnt und er zeigte uns stolz seine Malereien die er im Tempel vorgenommen hat. Er stellte eine sehr instabile Bambusleiter an die Tempelwand und sagte wir können hoch. Das war alles andere als ungefährlich und eine Stufe war schon halb gerissen. Da wird einem ganz anders, wenn man da hochklettert, aber man wird mit einer coolen Aussicht belohnt. Wir kletterten wieder runter, verabschiedeten uns nett und weiter ging`s.
Zu den ganz großen Tempeln gingen wir nicht, denn die kosten 25$ Eintritt, was mal wieder viel zu viel ist. Das war keiner von uns bereit zu zahlen, aber alle Tempel wo wir hin sind waren kostenlos und kein Mensch dort. Über 2.000 der Tempel haben gar keinen Namen.
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Wir trafen während dem Fahren einen jungen Mann der sagte er zeige uns einen Geheimtipp. Wir folgten ihm mit den Bikes über Stock und Stein, Sandwege und Holperpisten bis wir an einen abgelegenen Tempel kamen. Innen gab es eine Treppe wo es stockdunkel war. Diese kletterten wir hoch und Lena haute sich gleich mal den Kopf an, aber zum Glück hatten wir alle noch unsere Helme auf und so war es halb so schlimm. Draußen mussten wir an einer Ziegelsteinwand hochklettern und hatten den besten Ausblick über viele andere Tempel. Der junge Mann erzählte uns viel und sagte, dass er nie in der Schule war, weil seine Eltern kein Geld hatten. Wir erfuhren, dass nach einem schweren Erdbeben die Spitzen neu auf die Tempel gemacht werden mussten. Unser „Guide“ würde Bilder malen um Geld zu verdienen und fragte ganz schüchtern, ob er uns seine Bilder zeigen dürfe. Die waren echt schön und er malt mit Naturfarben. Dafür nimmt er verschiedene Pflanzen als Farbe und Baumwolle als Untergrund.
Es war noch eine Stunde bis zum Sonnenuntergang und leider kannten den „Geheimtipp“ noch mehrere denn es kamen noch ein paar andere Backpacker die auch alle einen Einheimischen dabei hatten. Wir fragten uns, ob die Geld von uns wollen oder wir ein Kunstwerk kaufen sollten oder warum der junge Mann und die anderen das machten.
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Der Sonnenuntergang war nicht gerade spektakulär, denn es waren wieder viele Wolken am Himmel, aber es war es trotzdem Wert es anzuschauen. Im Sommer fahren hier viele Heißluftballons mit den Touristen, wovon es das meist bekannte Bild von Myanmar gibt. Leider hatten wir Pech und jetzt in der Regenzeit gibt es keine Heißluftballons.
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Wieder sicher runter geklettert, wollte unser „Guide“ uns seine Kunstwerke verkaufen. Keiner von uns wollte 15$ aufbringen und beleidigt zog der Nachwuchskünstler ab. Wir rannten hinterher und gaben ihm 2$ Trinkgeld für seine Mühe. Diese wollte er nicht annehmen, aber wir ließen nicht nach.

Auf dem Rückweg hielten wir an einem guten Restaurant und wurden alle sehr satt. An diesem Abend konnte man mit uns nicht mehr viel anfangen, weil wir alle noch total müde von der langen, anstrengenden Reise waren.

Als Lena und ich zurück ins Zimmer kamen, machte Lena einen Satz zur Seite. Eine riesige Huntsman Spinne saß unschuldig auf unser Wand. Lena die keine Spinnen mag, war schneller aus dem Zimmer draußen als ich gucken konnte und ich versuchte das Tier wieder einzufangen. Leider war sie so schnell, dass ich sie nicht fangen konnte. Lena holte die Jungs von der Rezeption die gleich zur Stelle waren. Dem jungen Burmesen der vielleicht gerade mal 16 war gelang es auch nicht. Zwei andere junge Mädels kamen mit einem Besen dazu. Ich warnte eindringlich, dass keiner die ungefährliche Spinne töten solle. Die Spinne krabbelte auf den Besen, aber war dort genau so schnell wieder unten und verkroch sich hinter dem Bett. Die drei Jungen Leute und ich lagen in der Zwischenzeit fast auf dem Boden vor lachen. Ich filmte die wilde Verfolgungsjagd und es wurde immer interessanter. Sie mussten das halbe Zimmer auseinander nehmen und letztendlich fing der Junge das Krabbeltier mit einer Plastiktüte ein und setzte sie vor die Tür. Lena musste ich versprechen den Raum auf Spinnen abzusuchen bevor sie wieder rein kam. Als die Luft spinnenrein war konnten wir schlafen.

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Liebe Grüße von Bagan
Nadine

Famous Golden Rock

Mittwoch, 29.06.2016

Wir mussten uns wie so oft sehr früh aus unseren gemütlichen (naja, gemütlich ist was anderes) Betten quälen. Um halb 8 kam nämlich schon unser Bus der uns ins 140 km entfernte Kyaikto fuhr.

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Dort buchten wir einen anderen Bus bei einem netten jungen Mann und mussten dann in ein Tuk Tuk steigen. Dieses erinnerte uns mehr an einen Massentiertransport und ich weiß nun, warum ich Vegetarierin bin. Eng wie die Presswürste saßen wir mit vielen Einheimischen zusammen und wie immer saßen auch ein paar Leute auf dem Dach das fast zusammen krachte. Nicht zu vergessen, dass es wieder total schwül war und alles klebte. Ich erschrak total, als sich plötzlich ein Hahn meldete der wohl auch an Bord war. Zum Glück lebte dieser noch, sonst wäre ich aus dem Tuk Tuk gesprungen.

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Darf ich vorstellen: Mein Zukünftiger der nichts von seinem Glück weißIMG_1301 (FILEminimizer)Außerdem hatten wir sehr viel Gemüse dabei. Mir taten die Schweine in einem Tiertransporter immer mehr leid, desto länger die Fahrt wurde. Überall hielten wir an und ließen Leute aus-, und neue wieder einsteigen. Die Burmesen hier konnten kein Englisch und wir redeten trotzdem ständig was auf Englisch mit ihnen. Den einen fragte ich, ob er mich heiratet und weil er mich nicht verstand, nickte er nur und das war dann der Joke des Tages. Ständig redeten die anderen von meinem Mann und fragten, wann die Hochzeit ist. Wir hatten also wie jeden Tag total viel Spaß und machten das beste aus jeder Situation.
Als wir endlich am Ziel waren, konnten wir wieder aufatmen. Uns empfing der Bruder vom Ticketverkäufer wo wir unser Gepäck lassen konnten. Ich machte ein Schloss an meinen Rucksack. Man weiß ja nie…
Dann liefen wir zur Haltestelle wo ein LKW uns auf den Berg zum Golden Rock (goldener Fels) fahren sollte. Wir waren ein wenig im Stress, weil unser Anschlussbus schon um 2 wieder fahren sollte. Leider wartet der LKW-Fahrer bis wirklich jeder Platz voll ist. Das hieß für uns eine geschlagene Stunde in diesem Ding auf unbequemen Metallbänken sitzen und warten. Auf einem Schild steht, dass eine Lebensversicherung im Fahrtpreis inbegriffen ist. Wie ermutigend. Für eine Fahrt zahlt man 2,50$ und wenn man bedenkt, dass auf einem LKW 40 Leute sitzen, weiß man, dass die einen Haufen Geld damit machen.
Legende (Wikipedia)
„Der Legende nach wird der Fels nur von zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten, sodass er nicht herunterfällt. Ein alter Eremit soll von Buddha selbst eine Haarreliquie geschenkt bekommen haben, die er immer in seinem Haarknoten aufbewahrte. Kurz vor seinem Tod wollte er für die Reliquie eine Pagode auf einem Felsblock bauen lassen, der exakt seinem Schädel gleiche. Mit Hilfe des Königs suchte er den Meeresgrund nach einem solchen Felsen ab. Als er ihn schließlich fand, brachte er ihn auf den Berg, wo er noch heute am Abgrund steht.“
Die Fahrt auf den Mt. Kyaiktiyo (1,100 Meter) ist abenteuerlich, aber nicht so krass wie uns viele gesagt hatten. Der Fahrer fährt verrückt und es hat gerade Platz für einen LKW. Ich saß in der Mitte und weil das Führerhaus so hoch ist, sieht man nur an der Seite raus. Da fühlt man sich wie in einem Simulator in dem man Achterbahn fährt. Es war witzig und gut, dass mir nicht so schnell schlecht wird. Mit an Bord waren viele Einheimische und Mönche, weil der Golden Rock die heiligste Stätte in Myanmar ist und dort unendlich viele hin pilgern. Die Fahrt zog sich und unterwegs mussten wir in einem kleinen Dorf anhalten und lange warten bis zwei andere LKW passieren konnten.

Warten bis der LKW voll wird

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Voller LKWIMG_1312 (FILEminimizer)IMG_1315 (FILEminimizer)

Life-insurance (Lebensversicherung) inbegriffenIMG_1395 (FILEminimizer)
Oben angekommen war es sehr bewölkt und fing an zu regnen. Überall werden Ponchos verkauft. Keiner von uns war bereit die 5$ zu zahlen, um den Fels aus der Nähe zu betrachten, wo wir auch gehört hatten, dass es nicht wirklich lohnenswert sei. So suchten wir uns einen Aussichtspunkt und schauten den „schwebenden“ Stein aus der Ferne an. Der 5,5 Meter hohe goldene Fels besteht aus Granit. Der Fels hat eine Beschichtung aus Blattgold und die Pilger bringen Blattgoldblättchen mit, die sie an den heiligen Felsen kleben. Er ist bis in ca. zwei Meter Höhe vergoldet. Frauen dürfen das Heiligtum nicht berühren. Es war so neblig, dass man überhaupt nichts sah. Wir hatten auch nicht mehr viel Zeit zu warten, aber als wir gerade umdrehen wollte, klarte es auf und wir konnten einen kurzen Blick auf den Golden Rock erhaschen. Überall hier in diesem Dorf auf dem Berg liegt Müll und es ist total dreckig. Außerdem hat er sehr viele verletzte Straßenhunde und mir tat es in der Seele weh diese hinkenden und verbissenen Hunde zu sehen die vor allem Angst haben.

Hier könnte ein Bild vom Golden Rock sein

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Wolken weg

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Der LKW der uns runter bringen sollte, sah schon sehr voll aus, aber wir mussten wieder ewig warten, bis er los fuhr. Da wussten wir, dass wir es nicht mehr auf unseren 2 Uhr Bus schaffen würden. Der Himmel wurde immer dunkler und zum Glück hielt sich der Regen in Grenzen. Es hat nämlich kein Dach auf dem LKW. Die Fahrt runter war viel spektakulärer und rasant. In jeder Kurve hatten wir das Gefühl, dass der LKW umfällt. Der Fahrer gab alles und links und rechts geht es sehr steil runter. Da ich dieses Mal an der Seite saß, sah ich, dass der LKW immer sehr knapp am Abgrund fuhr und hielt ein paar Mal die Luft an. Wir mussten wieder eine Weile stoppen und auf andere LKW warten.

DSC_0254 (FILEminimizer)DSC_0257 (FILEminimizer)DSC_0258 (FILEminimizer)DSC_0259 (FILEminimizer)DSC_0261 (FILEminimizer)DSC_0257 (FILEminimizer)DSC_0264 (FILEminimizer)GOPR0963 (FILEminimizer)IMG_1316 (FILEminimizer)IMG_1319 (FILEminimizer)
Unten angekommen erwartete uns schon ein anderer Bruder vom Ticketverkäufer dem wir erst nicht trauten. Wir holten unser Gepäck und luden es in ein anderes Tuk Tuk. Dieses brachte uns zu dem Ort an dem wir morgens mit dem Bus angekommen waren. Zum Glück organisierte der junge Mann für uns, dass wir den 3 Uhr Bus nehmen können (das war vorher ausgemacht). So holte uns ein neuer Bus ab und fuhr die 95 km nach Bago. Auf der Fahrt waren wir so müde, dass wir alle schliefen. Unsere Gesäßknochen taten uns leid und nach einem Tag mit fast nur sitzen auf den unbequemen Sitzen hat man irgendwann kein Sitzfleisch mehr.


In Bago angekommen hatten wir noch 2 Stunden Zeit bis der nun schon dritte Bus an diesem Tag uns nach Bagan fuhr. Ein weiterer Bruder holte uns ab und wir liefen zum Busbahnhof wo wir unser Gepäck deponierten.
Wir suchten uns ein gutes Restaurant in dem gerade Hochzeitsvorbereitungen in vollem Gange waren. Das Essen war sehr gut und wir schlugen die Zeit tot bis wir um 7 wieder am Busbahnhof waren.

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Der Bus war pünktlich und wir waren froh, dass das das letzte Mal umsteigen an diesem Tag war. Wie immer liefen lautstark Filme und Musikvideos in diesem Bus und die Einheimischen unterhielten sich total laut. In Myanmar gibt es leider nicht wie in den anderen Ländern von Süd-Ost-Asien Schlafbusse. Über Nacht in einem Bus zu sitzen in dem man nicht mal die Sitze ganz nach hinten klappen kann, ist doof. Ich versuchte zu schlafen, aber das war unmöglich für mich. Nach einer halben Stunde Fahrt hielten wir außerdem das erste Mal an, sodass die Burmesen Abend essen konnten. Das hieß für uns eine Stunde warten. Im Bus durften wir dabei nicht bleiben.
Das war also eine lange Nacht mit wenig Schlaf.

Liebe Grüße vom Tag der vielen Transporte

Nadine

Was there something in the coffee? Gastbeitrag von Lena

Dienstag, 28.06.2016

Gastbeitrag von Lena

Nachdem wir am Vortag bereits eine Tour zu den Bat Caves gemacht haben, wollten wir an unserem 2. Tag in Hpa-An nicht nochmal mit einer organisierten Tour die anderen Tempel besuchen. Deshalb haben Jonas, Nadine und ich uns für diesen Tag zwei Roller ausgeliehen. Jonas fuhr seinen alleine und ich habe mich mit auf Nadine’s Roller geschwungen. Natürlich habe ich nach ihrem Vietnam Trip, den sie unbeschadet überstanden hatte, gehofft, dass ich das Ganze auch heil überleben werde. Unser erster Stopp war das Hotel Gabana. Hier waren wir schon am Vortag einmal zum Essen und da es so gut war, wollten wir hier frühstücken. Der Kaffee schmeckte hier wenigstens annähernd so gut wie in Deutschland und wer mich kennt, weiß das ich Kaffee liebe.

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Nach einem fantastischen Kaffee und einem leckeren Frühstück ging es los zu unserem ersten Stopp.
Hpa-an ist vor allem dafür bekannt, dass die Tempel sich in Höhlen befinden. So fuhren wir mit super Laune zu der Kawt Ka Thaung Cave und auf der ganzen Fahrt sangen wir unser neues Lieblingslied «I believe in Firpo». Schon auf dem Weg zu dieser Höhle standen hunderte von steinernen Mönchen am Wegrand. Die erste Höhle hatte uns sehr enttäuscht, weil die eigentlich ziemlich klein war, nur ein paar Buddhas darin waren und furchtbare laute Musik lief.

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Heute bin ich fest davon überzeugt, dass uns jemand etwas in den Kaffee getan haben muss. Unsere Laune war nicht normal und so tanzten wir wie die Verrückten zu dieser wunderschönen Tempelmusik. Sollte uns ein Mönch gesehen haben, war er mit Sicherheit entsetzt von uns. Nach unserer kleinen Tanzeinlage schwangen wir uns wieder auf unsere Bikes, mit denen wir in Deutschland sicherlich nicht fahren dürften (z.B. ohne Tacho, Spiegel etc.) und weiter ging es zu unserem 2. Stopp Lumbini Garden. Auf der Einfahrt befanden sich links und rechts 1100 sitzende Buddhas. Es war gewaltig wie viele Buddhas da saßen und uns angeschaut haben. In diesen Gardens befindet sich der Aufstieg zum Mount Zwegabin. Da Nadine sich nicht 100% fit fühlte, wollten Jonas und ich den Gipfel von 723 m alleine erklimmen. Es ging direkt sehr steil los und es waren unglaublich viele Treppen die wir gehen mussten, aber schon nach kurzer Zeit hatten wir einen unglaublichen Ausblick. Da wir uns in Myanmar alle Sim-Karten für unser Handy gekauft haben, konnte ich Nadine mit Bildern immer auf dem Laufenden halten, wo wir gerade waren. Auf unserem Weg nach oben mussten wir immer wieder anhalten um Luft zu holen. Bei 30 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit wandert es sich nicht so einfach. Als wir schon fast oben waren, zog sich natürlich wie so oft der Himmel komplett zu und wir hatten nur noch eine graue Wolkenschicht vor uns. Dann fing es natürlich auch noch in Strömen an zu regen und wir waren in kürzester Zeit bis auf die Unterhose nass. Der Himmel wurde einfach nicht besser und so beschlossen wir umzudrehen und zurückzugehen. Unten angekommen musste sich Nadine erstmal das Lachen verkneifen, weil vor allem ich aussah wie ein begossener Pudel. Bei ihr kam kein Tropfen runter und alles blieb trocken. Leider hatte ich nicht wirklich Ersatzklamotten dabei. Ich bekam von Jonas eine typisch asiatische Hose und ein Tuch und hatte selbst auch noch so ein Tuch dabei. Nachdem die nassen Klamotten abgelegt waren und die Neuen an, hätte ich auch als bunter Papagei durchgehen können. Mein neuer Style war wunderschön und alle schauten mich neidisch an.

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Aussicht vom Berg

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Unser nächster Stopp war der Kyauk Kalap Monastery Tempel. Wie es halt nun so ist in der Regenzeit muss es obligatorisch mindestens einmal am Tag in Asien regen und das war genau an diesem Tempel. Wir setzen uns in ein Restaurant wollten eigentlich was trinken, aber uns wollte keiner bedienen. Pech gehabt, wenn die unser Geld nicht haben wollen. Zum Abschied als wir gingen als der Regen vorbei war, sagte Nadine: „Danke für den guten Service“, weil sowieso niemand Englisch konnte.

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Nachdem uns die ersten drei Tempel bzw. heiligen Stätten nicht überzeugt hatten, fuhren wir schon etwas enttäuscht zu der Kawt Goon Cave. Irgendwann hat man halt einfach genug von Buddhas und Tempeln. Unterwegs schrieb uns Bianca, die den Tag lieber mit einer Tour verbracht hatte, wo wir denn gerade seien und dass es unglaublich schön ist. Wir wussten, dass sie die Tour genau andersrum macht und somit hofften wir, dass wir doch noch etwas Tolles sehen. Und so war es dann auch. Die Kawt Goon Cave war deutlich größer als die anderen Höhlen. Natürlich waren hier auch wieder unzählige Buddhas. Auch in die Wände sind Buddhas eingemeißelt. Unter anderem führten hier über 200 Stufen zu einem Aussichtspunkt. Leider sind fast alle Tempel in Myanmar sehr dreckig, es liegt Müll herum und viel Hundekot der unzähligen Straßenhunde. Überall muss man seine Schuhe ausziehen und das ist nicht appetitlich. Das Wetter war zwischenzeitlich deutlich besser und wir hatten einen super Ausblick. Nachdem wir natürlich unzählige Bilder gemacht haben, ging es weiter zu unserem letzten Stopp.

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Die Yathae Ryan Cave war riesig und wir waren die Einzigen dort. Wir sind bestimmt eine Stunde in der dunklen Höhle herumgeirrt. Natürlich gab es auch hier wieder zu viele Buddhas. Nachdem wir alles erkundet haben und wir genug von den tausenden Buddhas hatten, machten wir uns auf den Rückweg.

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Unterwegs haben wir alle Einheimischen mit Mingalaba (Hallo) begrüßt und wurden auch immer freundlich zurück gegrüßt. Man merkt schon, dass Ausländer, vor allem wir Weißen hier was Besonderes sind und manche von ihnen noch nicht viele gesehen haben. Myanmar ist bisher von Touristen noch fast unberührt und genau deshalb lieben wir es auch. Ich habe in keinem anderen Land in Süd-Ost-Asien so viele nette Leute gesehen wir hier. Also wer die Chance hat, sollte so schnell wie möglich hier hinreisen, bevor auch hier der Tourismus so manches zerstört. Die Fahrt war sehr witzig und wir hatten wie immer viel zu lachen.
Wir haben unsere Roller abgegeben und sind zurück ins Guesthouse. Bianca war auch schon zurück und da wir alle Hunger hatten, beschlossen wir Vier wieder in das Hotel Gabana zu gehen um dort einen Burger und Pizza zu essen. (Man kann nicht immer nur Reis essen). Das Essen dauerte wie immer dort ewig und Bianca und ich die einen Burger mit Käse bestellt hatten, suchten den Käse vergeblich. Das Personal war ein bisschen überfordert mit dem Käse und heizte diesen mit der Plastikverpackung in der Mikrowelle auf. Danach bekamen sie den geschmolzenen Käse nicht mehr aus der Verpackung. Nach 15 min. waren unsere Burger bereits kalt und Bianca die das nicht mit ansehen konnte, ging und half dem Personal mit dem Käse.
Jonas und ich haben uns am Vortag schon eine Flasche Whiskey gekauft für gerade mal 2€. Wir alle haben das Hostelleben genossen und saßen am Abend mit einer Gruppe zusammen, die von überall her kamen und hatten tolle Gespräche. Als es schon spät war gingen wir nach einem tollen Tag in Hpa-an ins Bett.

Lena

Crazy Squad

Montag, 27.06.2016

Wir standen früh auf und checkten aus, weil wir noch was vom Tag haben wollten. Mit dem ganzen Gepäck liefen wir zurück zum Busbahnhof an dem wir angekommen sind. Wir waren noch nicht mal auf halber Strecke, da hielt ein Bus neben uns der nach Hpa-an fuhr, wo wir hin wollten. Wir mussten nicht mal was zahlen und uns wurde sogar unser Gepäck eingeladen. Der Bus war sehr alt, fiel fast auseinander und eine Klimaanlage suchte man vergeblich. Ich setzte mich neben das Fenster um wenigstens ein bisschen Fahrtwind ab zu bekommen, denn es war super heiß. Für die 60 km brauchten wir eineinhalb Stunden die schnell rum gingen. Im Bus wo sonst nur Einheimische waren, waren die „Weißen“ natürlich eine echte Attraktion und wir wurden nett gegrüßt. Irgendwann kam ein Mann, der einen Doller einsammelte und somit war die Fahrt auch noch sehr günstig.
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In Hpa-an angekommen, war es nur ein sehr kurzer Fußweg zu unserem Gästehaus. Das Soe Brothers ist sehr sehr alt und wird von den Soe Brüdern geführt. Unser Zimmer besteht quasi nur aus einem Bett, die Dusche kann man fast nicht als solche bezeichnen und das Klo ist typisch für Süd-Ost-Asien. Für diese schäbige Unterkunft zahlten wir vergleichsweise viel, aber wenigstens war die Familie sehr nett und mir wurde gleich das Gepäck die Treppen hoch getragen. Es gibt viele andere Backpacker und es ist fast wie ein Hostel.

Unser Handtücher
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Die Toilette

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Die Dusche

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Unser Doppelbett und Zimmer

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Das Gästehaus von außen

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Gleich machten wir uns auf den Weg um das Städtchen zu erkunden. Es ist sehr klein und gibt nicht viel und in einer Shoppingmall frühstückten die anderen was und ich blieb bei Tee.
Wir liefen ein bisschen herum und fanden ein nettes italienisches Restaurant (Gabanna) das sogar richtigen Kaffee hat. Dort bestellten wir gleich Mittagessen und ich hatte leckere Spagetti mit Tomatensoße. Es dauerte ewig bis das Essen da war, aber es lohnte sich.
Der See von Hpa-an (Kan Thar Yar lake) war sehr nah und bei gutem Wetter entschieden wir uns zu einem Spaziergang. Wir sahen viele Pärchen die ihre Zweisamkeit genossen, Jugendliche die tranken und andere Leute die mit dem Roller hier fuhren. Alle grüßten uns wie immer freundlich.

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Es fing, wie kann es auch anders sein, an zu regnen, aber zum Glück nicht stark. Unterwegs sah ich eine kleines Lamm das ich erst versuchte zu streicheln und als es sich das gefallen ließ, nahm ich es auf den Arm. Es wollte gar nicht mehr runter und genoss sichtlich die Aufmerksamkeit.

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Es war ein schöner Spaziergang und ein bisschen Bewegung nach der Busfahrt war gut.
Im Hostel trafen wir einige andere Leute und zusammen buchten wir eine Tour zur Linno Cave. Wie schon in Kambodscha, fliegen hier zum Sonnenuntergang die Fledermäuse aus der Höhle.
Mit dem Tuk Tuk wurden wir zur Höhle gebracht und hatten viel Spaß auf der Fahrt.

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Wie immer mussten wir auch hier die Schuhe vor dem Tempel ausziehen. Das hieß bei total matschigem Boden den Weg bis zur Höhle barfuß laufen. Es ging über Stock und Stein, war sehr rutschig und gefährlich. Das erinnerte mich irgendwie an den Barfußpark. Um auf einen Aussichtspunkt hoch zu kommen, mussten wir steile Stufen hoch und die Treppe war alles andere als stabil. Sicherheit – was ist das? Die Aussicht war genial und man sah den riesigen Fluss. Leider war er durch den vielen Regen nur eine einzige braune Brühe, aber es sah trotzdem total schön aus.

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Es fing wieder sehr stark an zu regnen und ich stellte mich unter. Wir mussten noch eine Weile warten und dann ging es los. Tausende Fledermäuse flogen pünktlich zum Sonnenuntergang aus der Höhle. Die Einheimischen die dort wohnen, klatschten und schlugen mit Stöcken auf Blech, was einen totalen Lärm verursachte. Warum, wussten wir nicht genau, aber machten einfach mal mit und hatten Spaß wie kleine Kinder. Wir können es uns nur so erklären, dass die Geräusche die Tiere dazu bewegen höher zu fliegen oder zusammen zu bleiben, sodass nichts passiert. Bekanntlich sind Fledermäuse ja blind.

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Als die Sonne untergegangen war, fuhr der Tuk Tuk Fahrer uns zurück. Die anderen waren alle hungrig und so liefen wir zu 8. zu einem Restaurant das uns Tripadvisor empfohlen hatte. Wir heimsten gleich einen Kommentar von einem anderen Mädel ein, weil wir sehr kompliziert beim Essen sind. Bianca ist allergisch gegen Pilze und isst keine Zwiebeln, Jonas hat eine Ei-, Laktose- und Glutenallergie und isst kein Tofu und ich bin Vegetarierin. Nur die Lena ist super pflegeleicht 😉 Das Essen schmeckte fast keinem von uns und das Restaurant sah auch nicht gerade gut aus. Ein Mädchen das mit uns dabei ist, ist aus England, reist allein mit dem Fahrrad durch die Welt und hat in dieser Hitze schon 20.000 km hinter sich gebracht. Täglich fährt sie ca. 200 km. Da hat sie meinen größten Respekt, weil bei diesem schwülen Wetter alles anstregend ist. Sie will sogar zurück nach England fahren. Man trifft hier viele inspirierende Leute mit sehr interessanten Geschichten. Jonas war auch total interessiert und fragte sie viele Fragen. Das Fahren mit dem Fahrrad ist in Myanmar in großen Teilen illegal und so wird sie fast täglich von der Polizei gestoppt, aber durfte bisher immer weiter fahren.
Zurück im Hotel saßen wir mit vielen Leuten zusammen auf dem Balkon und hatten einen gemütlichen Abend, wie immer mit sehr interessanten Storys aus der ganzen Welt. Lena und Jonas hatten sich Whiskey gekauft und genossen diesen günstigen Tropfen.

Liebe Grüße aus Hpa-an
Nadine

Biggest reclining Buddha in the world

Sonntag, 26.06.2016

Es war 4 Uhr, also mitten in der Nacht, als der Bus anhielt und uns raus schmiss. Diesmal zu unser Verwunderung sogar am Busbahnhof in der Stadt. Da es nur ca. einen Kilometer zu unserem Hotel war, liefen wir los. Es ging bergauf und ich hatte abartige Magenkrämpfe und Schweißausbrüche. Trotz es mitten in der Nacht war, war es heiß und mein schweres Gepäck zu schleppen machte es nicht besser. Ich dachte ich muss mich auf die Straße legen und dort schlafen, weil ich nicht mehr konnte. Wir waren total froh, als wir ankamen und freuten uns auf ein Bett. Leider zu früh, denn der Rezeptionist konnte kein Englisch und es dauerte ewig bis er verstand, dass wir ein Zimmer wollten. Meine Geduld war am Ende und zum Glück versuchte Bianca zu erklären was wir wollten. Wir hatten nicht reserviert und das Doofe war, dass das Hotel ausgebucht war. Jetzt regnete es auch noch in Strömen und war natürlich immer noch dunkel. Lena und Bianca liefen los um ein anderes Hotel zu suchen und wurden schnell fündig. Wir konnten gleich einchecken und es war sehr günstig. Als es ans Zahlen ging, war es plötzlich viel teurer und wir hatten zu dieser Zeit schon das Zimmer bezogen. Tolle Masche. Mit der letzten Energie und total müde diskutierten wir rum, aber das brachte nicht viel. Bianca verlangte den Manager, sagte das mache keinen guten Eindruck für das Land und sie sei es satt, dass Touristen überall abgezockt werden. So bekamen wir es wenigstens 2$ günstiger und konnten endlich schlafen.
Um 9 standen wir nach ein bisschen Extraschlaf auf und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Busbahnhof. Der Bus zum liegenden Buddha sollte 1$ kosten und wir sollten noch 3 km vom Bus zum Buddha laufen. Ein Taxifahrer bot uns an uns zum selben Preis zu fahren und uns direkt hinzubringen. So saßen wir auf der Ladefläche von einem Pickup auf sehr unbequemen Metallbänken und der Fahrer raste nur so durch die Straßen. Ständig hauten wir uns die Köpfe am niedrigen Dach an, aber hatten total viel Spaß und eine lustige Fahrt. Nur Bianca nicht, denn sie hat Angst vor jeglicher Art von Transport und tat uns total leid.IMG_1169 (FILEminimizer)
Der größte liegende Buddha der Welt befindet sich 20 km außerhalb der Stadt und ist bisher noch ein Geheimtipp. Es steht meines Wissens in keinem Reiseführer und man zahlt nicht mal Eintritt. So waren wir die einzigen Touristen dort. Der Buddha wurde von Win Sein Saytaw gebaut, der starb bevor der Buddha fertig war. Sein Leichnam ist in einer Halle aufgebahrt und hat sogar Überwachungskameras, Ventilatoren und eine Klimaanlage.
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Neben dem Buddha gibt es Wasserrutschen aus Metall auf denen sich viele Kinder austobten und ihren Spaß hatten. Und das ganz ohne Hilfe von Smartphones, Computerspielen oder elektronischen Geräten. Ja es ist möglich !
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Was wir total genial fanden: Man kann in den Buddha rein gehen. Überall wird die Geschichte der Burmesen anhand von schön verzierten Plastikstatuen dargestellt. Leider wussten wir nicht so viel über die Geschichte um alles nachvollziehen zu können, aber interessant war es trotzdem. Es ist super schön zu sehen wie die Burmesen die Touristen empfangen. Überall wird man angelächelt, einem zugewunken, Leute wollen Bilder mit uns machen und man merkt einfach, dass man hier willkommen ist. Vom ersten Eindruck glaube ich auch, dass man hier (außer in Hotels) nicht so viel abgezockt wird. In vielen anderen Ländern von Südostasien wollen die Leute nur unser Geld und sehen die Touristen als gutes Einkommen und man wird oft ausgebeutet. Hier leben bisher noch nicht viele Leute vom Tourismus, weil das ehemalige Burma erst seit 2007 für Touristen zugänglich ist.
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In einem Restaurant gönnten wir uns Kaffee und Frühstück und man muss sich einfach daran gewöhnen, dass es in den nicht-Touristengegenden auch kein europäisches Frühstück gibt und man dann einen super scharfen Reissalat mit Knoblauch und Zwiebeln bekommt. Lecker wars trotzdem. Der Kaffee war mehr Zucker als sonst was, aber das ist ok. Wir alle zuckten total zusammen, als es einen ohrenbetäuenden Schlag tat. Wir fragten uns wo nun eine Bombe eingeschlagen sei. Die Burmesen lachten uns aus und sagten es sei nur eine Mango die vom Baum aufs Blechdach gefallen sei. Sie schenkten uns die Frucht die uns einen Herzinfarkt verpasst hat und wir konnten noch den ganzen Tag darüber lachen.
Nach dem Buddha hielten wir an Mönch Statuen an von denen es sage und schreibe 515 hier gibt. Unser Fahrer ist super nett und kann gut Englisch und erklärte uns einiges. Er war davor Lehrer, aber hörte seinen Job auf, weil er unter der Militärherrschaft gerade Mal 1$ im Monat verdiente.
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Wir fuhren weiter auf einen Berg, wo wir an einem gigantischen Aussichtspunkt mit sehr gutem Blick auf den Fluss raus kamen. Wir besichtigten eine Stupa, tobten uns an Sportgeräten wie kleine Kinder aus und hatten super viel Spaß. Unser Quartett ist echt super und wir verstehen uns richtig gut. Es ist immer lustig, wenn wir die Sprachen durcheinander bringen. Manchmal fangen Lena und ich einfach an Englisch miteinander zu reden ohne es zu merken, oder reden mit Bianca Deutsch die uns dann natürlich nicht versteht. Wenn man so oft von zwischen den Sprachen wechselt sind Verwirrungen vorprogrammiert.
Am Viewpoint trafen wir einen witzigen alten Mann, der Selfies mit uns machte und sich über unseren Besuch freute. Wir fragten uns, was er in seinem Leben wohl schon schlimmes gesehen hat. Außerdem war da eine Schulklasse, die unbedingt ein Foto mit uns machen wollte. Das war super nett und wir fanden aus, dass das Wort Letta für das Peace-Zeichen steht.

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Der Fahrer fuhr uns zurück ins Hotel, wir zahlten insgesamt 10$ und verabschiedeten uns nett.
Wir ruhten uns ein bisschen aus und die anderen liefen nochmal los, aber ich blieb im Hotel um noch einige Sachen zu organisieren. Die anderen kamen erst einige Stunden später wieder und brachten mir Essen mit. Sehr nett von ihnen und es schmeckte super.
Irgendwie hatten wir alle an diesem Abend unsere fünf Minuten (oder fünf Stunden) und hatten einen Lachkrampf nach dem anderen. Wir konnten uns über alles mögliche kaputt lachen und Jonas sollte Imitator werden. Natürlich drehten sich wieder viele Gesprächsthemen um unserem Freund Firpo.
Es war sehr geschickt, dass wir einen TV hatten auf dem wir das Deutschlandspiel anschauen konnten. Leider hatten wir die Kommentare nur auf burmesisch was nach kurzer Zeit nervte, aber besser als gar nichts. Bianca fragte, ob denn Australien auch in der Europameisterschaft spiele, worüber wir uns kaputt lachten. Lena schlief schon während der ersten Halbzeit ein, aber ich wollte das Spiel anschauen. Zum Glück war es wenigstens spannend und ich freute mich, als Deutschland am Ende 3:0 führte. Jonas war während der zweiten Halbzeit auch eingeschlafen, aber ich kann es verstehen, dass er sich nicht mehr so für die EM interessiert, nachdem die Schweiz ja schon ausgeschieden ist. Beim verschossenen Elfmeter von Özil stöhnte ich so laut, dass ich fast die anderen weckte.
Es war schon 1 Uhr als das Spiel vorbei war und danach schlief ich auch gleich ein.

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Liebe Grüße von Mawlamyine
Nadine