Galopp with Zebras

Donnerstag, 02.08.2018

Einmal neben Zebras durch die Savanne galoppieren

An diesem Tag hatte ich Unterstützung beim Ritt von meiner Kollegin Laura. Wir hatten eine Familie dabei die alle noch nie geritten sind. Der Junge der Familie der Down-Syndrom hat, war auch dabei und ich hatte ihn mit seinem Pony am Führstrick. Der Junge machte das die erste halbe Stunde echt gut, aber dann hatte er irgendwie keine Lust mehr zu reiten. Erst ließ er den Deckel von seiner Trinkflasche fallen den wir nicht mehr fanden, dann leerte er das Wasser von oben übers Pony und den Sattel und dann wollte er das Pony auch noch hauen. Ich versuchte dann von meinem Pferd aus die volle Flasche auszuleeren, aber das fand mein Pony nicht so witzig. Als es sich erschrak, verlor ich den Führstrick mit dem anderen Pony dran. Zum Glück blieben alle ruhig stehen, ich stieg ab, leerte die Flasche aus und nahm den Strick wieder in die Hand. Dann fing der Junge an laut zu schreien und hörte nicht mehr auf. Ich war froh, dass das keines unserer Pferde groß beeindruckte. Die Eltern waren auch machtlos und ich versuchte den Jungen immer abzulenken und ihm Tiere und Pflanzen zu zeigen. Irgendwie klappte das nicht so richtig und als ich gerade nach hinten schaute, war der Junge schon dabei im Schritt vom Pferd zu springen. Da waren wir aber noch nicht in der Nähe der Farm. Ich konnte ihn wieder hoch schieben und es passierte nichts. Wir kürzten dann die Runde ab und die Eltern versuchten ihn zu überreden nicht mehr abzusteigen. Zum Glück ging noch alles gut und wir erreichten ohne Unfall die Farm. Da atmeten wir alle erleichtert auf und das zeigt wieder, wie lieb und geduldig die Pferde hier sind.

Nachmittags durfte ich dann endlich mal wieder zweieinhalb Stunden mit den Fortgeschrittenen mit und auch wieder galoppieren. Es waren die Guidin Marie und zwei Italiener dabei. Damit ich die Wege hier lerne, durfte ich mit Stute Sterni vorne reiten. Marie konnte mir also den Weg ansagen, was super war. Der Ritt war mit viel Galopp und wir unterhielten uns alle gut. Als wir gerade einen richtig schönen, geraden Weg entlang galoppierten, tauchte plötzlich eine riesige Herde Zebras neben uns auf. Ich dachte ich traue meinen Augen nicht, als die Zebras direkt neben uns her galoppierten. Das war so ein atemberaubendes Erlebnis. Ich hätte nie damit gerechnet, dass sowas möglich ist. Wer kann schon sagen er ist schon mit Zebras gaoppiert? Auch die Anderen waren super geflashed von diesem einmaligen Erlebnis. Auf diesem Ritt hatten wir generell super viel Glück. Wir sahen nämlich außerdem noch Impalas, Gnus, Adler, und Warzenschweine. Noch ein Highlight folgte, als Marie plötzlich in den Busch abbog. Dort trafen wir auf ein Giraffenpaar, das ihr Baby dabei hatte. Sie ließen uns super nah ran kommen und hatten absolut keine Angst. Die Giraffen fraßen gemütlich von den Bäumen und laut Marie ist das Kleine erst ca. 2 Wochen alt. Es war unglaublich wie neugierig die Babygiraffe war und zu uns her kam. Das war ein Ritt der mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Kurz vor Sonnenuntergang kehrten wir zurück und waren alle begeistert von diesen Erlebnissen.

Liebe Grüße aus der Wildnis
Nadine

Beautiful Sunrise and Sunset over Bagan

Freitag, 01.07.2016

Obwohl es uns allen schwer fiel, schälten wir uns um 4 aus den Betten um um halb 5 am eBike-Verleih zu sein. Wenn man schon mal so eine Kulisse hat, lässt man sich den Sonnenaufgang natürlich nicht entgehen. Im Dunkeln fuhren wir also zu dem Tempel den uns der junge Mann am Vortag verraten hatte, ich natürlich wieder mit meinem pinken Helm den ich (ganz zum Unverständnis von Lena) schon seit Vietnam mitschleppe. Mit Hilfe einer Taschenlampe kletterten wir die Mauern hoch. Wir ahnten schon, dass es keinen Sonnenaufgang geben wird, weil wir das hier bisher noch nie hatten, aber wir sind Optimisten und stets guter Laune. Jeder träumte so vor sich hin, als langsam immer mehr Tempel erkennbar wurden. Da sah man dann schon, dass sich eine dicke Wolke vor die Sonne schob. Trotzdem hatten wir totales Glück und bekamen einen richtigen Sonnenaufgang zu sehen. Der Panoramablick über all diese vielen Tempel war gigantisch. Allein die Sonne auf all die Pagodas scheinen zu sehen, war das Aufstehen wert. Es versprach ein schöner Tag zu werden und wir saßen lange da und warteten bis sich die Sonne (die wir schon lange nicht mehr gesehen hatten) komplett zeigte.

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Wir hatten alle Hunger und „düsten“ zurück zum Hotel. Da gab es schon Frühstück und wir genossen es total.
Natürlich waren wir trotz Kaffee immer noch müde und legten uns alle wieder ins Bett.
Wir trafen uns um halb 10 um noch ein paar Tempel anzuschauen. Wir fuhren eine schöne Runde und genossen den sonnigen Tag und den blauen Himmel. An einem Fluss machten wir Halt und trafen einen Mann. Dieser ist 51 und reist um die Welt seit er 23 ist. Es gibt kaum ein Land auf dieser Welt das er noch nicht gesehen hat und ich war gleich gefesselt von seinen Geschichten. Was er sagte war sehr inspirierend und ich fragte ihn Löcher in den Bauch. Die anderen suchten zwischenzeitlich nach Bootstickets. Es ist einfach gut sich mit Leuten über Erfahrungen und Länder auszutauschen und zu erfahren wie ein Leben ist das nur aus Reisen besteht. Der Neuseeländer war sehr nett und gesprächig und als die anderen zurück kamen, verabschiedete ich mich nett und er wünschte mir alles Gute. Ich hätte mich noch stundenlang mit ihm unterhalten können.
Die drei hatten Tickets für eine Bootstour zum Sonnenuntergang auf dem Fluss gebucht. Es war immer noch morgens, aber fühlte sich an wie Mittag, weil wir so früh wach waren.
Wir fanden ein nettes Restaurant und tranken einen Kaffee.
Jonas der leidenschaftlicher Golfer ist, hatte gelesen, dass es hier einen Golfplatz gibt. Die Fahrt dort hin war mehr als abenteuerlich. Es ging durch sehr tiefen Wüstensand durch. Unsere eBikes machten wir kurzerhand zu Dirtbikes und fuhren mutig durch den Sand. Jonas landete gleich mal im Dreck und wir lachten ihn aus. Der Sand ist so weich, dass nichts passierte. Lena und ich blieben stecken und Lena musste mich anschieben. Zum Glück sind diese Bikes sehr leicht und ich konnte es immer auffangen, bevor wir hin fielen. Trotzdem hatte das so keinen Wert und Lena lief ein Stückchen nebenher. Wir kamen an einem Luxusresort raus das man so nur aus Filmen kennt. Die Anlage ist riesig, die Gäste können in einem hohen Turm schlafen und es ist überall Luxus pur. Leider verstanden die Rezeptionisten nicht, dass wir nur Golf spielen wollten und so wurde das nichts. Dafür bekam Bianca die typisch burmesische Paste aufgetragen die hier den Leuten (auch Männern) als Makeup und Sonnenschutz dient. Diese wird aus einem Stück Holz gewonnen und die Frau musste alle Kraft aufwenden um die Paste zu bekommen. Ich war neugierig und fragte was denn eine Nacht hier kosten würde. Das günstigste Zimmer würde man für 120 $ die Nacht bekommen und für das Teuerste müsse man über 1.000$ die Nacht zahlen. Da haute es uns doch glatt von den Socken !

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So fuhren wir ohne Golf gespielt zu haben weiter.

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Als wir wieder auf der Hauptstraße waren, versagte wieder Biancas Roller. Zum Glück hatte sie einen Schal dabei und ließ sich von Jonas abschleppen. Sie hielt den Schal und das andere Ende war an Jonas‘ Bike festgemacht. Keine einfache Sache und ein paar Mal mussten sie anhalten. Es ist nicht gerade ungefährlich und irgendwann tauschten die beiden ihre Bikes. Es war ein schönes Stückchen zurück zum Verleih, aber sie schafften es. Dort stellte sich heraus, dass ein Kabel nicht richtig eingesteckt war.
Wir aßen zu Mittag als das Problem behoben war und chillten noch eine Weile.
Pünktlich fuhren wir zurück zum Fluss, wo unser Kapitän bereits wartete. In der Mittagspause hatten wir die Akkus der eBikes austauschen lassen um nicht wieder stehen zu bleiben. Leider zog Lenas und mein Bike nun überhaupt nicht mehr und wir hatten das Gefühl jeden Moment stehen zu bleiben. Die nette Frau vom Boot begrüßte uns und es ging gleich los. Wir hatten das Boot für uns und es gab einen Tisch mit Kaffee und Erdnüssen. So saßen wir da und hielten ein gemütliches Kaffeekränzchen während das Boot gemächlich vor sich hin tuckerte. Es war eine tolle Fahrt, wir sahen wie Kinder im Fluss badeten, Leute ihre Kleider wuschen und andere angelten. Da wird einem Mal wieder bewusst was man selbst für einen gehobenen Lebensstandard hat und die Leute hier glücklich sind, obwohl sie nichts besitzen. Die Häuser die aus Stroh sind, sind so einfach und alle leben gemeinsam unter einem Dach. Das finde ich faszinierend und man sollte so manch einen Jugendlichen aus einem europäischen Land einmal hier her schicken um zu zeigen, dass nicht alles selbstverständlich ist.

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Zum Sonnenuntergang setzte ich mich mit dem Kapitän und einem anderen Mann auf das Dach des Bootes und freute mich, dass die beiden ständig sangen. Bianca zeigte in der Zwischenzeit dem kleinen Jungen der Chefin wie Snapchat funktioniert und die beiden machten viele Grimassen.

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Es war wolkig und somit sahen wir nicht mehr viel von der Sonne, aber die Stimmung auf dem Boot mitten auf dem Fluss war entspannt und wir konnten alle unseren Gedanken nachhängen. Langsam ging es wieder zurück und ich bin froh, dass wir diese Fahrt für 2,50$ pro Person angetreten hatten. Somit hatten wir den Sonnenauf-, und Sonneuntergang an einem Tag gesehen.
Im Dunkeln fuhren wir zum Restaurant bei dem wir Mittags schon zum Kaffee waren. Dieses ist ein vegetarisches Restaurant und so viel Auswahl zu haben bin ich nicht gewohnt. Es war super lecker und alle wurden satt.
Wir gaben unsere Bikes ab und ich holte meine Wäsche. Die Wäsche der anderen war schon früher fertig und wie deren Klamotten waren auch meine noch nass. Ich hängte sie zum Trocknen auf den Balkon.
Bianca verabschiedete sich ins Bett und wir anderen drei saßen auf der Terrasse zusammen. Ich musste bei meiner Bank anrufen, weil ich eine Doppelbuchung auf meiner Kreditkarte hatte. Über Skype ist das Telefonieren sehr günstig und Jonas ließ mich netterweise über seinen Account anrufen. Ich hatte das Gespräch auf Lautsprecher und Jonas und Lena machten sich einen Spaß daraus ständig im Hintergrund zu quasseln. Als die Frau misstrauisch wurde und Jonas dann auch noch sagte: „Toll hast du das alles auswendig gelernt!“, zweifelte sie an der Echtheit des Gesprächs. Sie fragte mich sämtliche Sicherheitsfragen und fragte mich oft, ob das wirklich ich bin. Als Jonas und Lena ruhig waren, glaubte die Dame mir endlich, aber helfen konnte sie mir erst nicht.
Jonas, Lena und ich veranstalteten anschließend eine Zimmerparty. Mit guter Musik, Whiskey und jede Menge Spaß und Gelächter war der Abend perfekt. Wir nahmen unser Lied „I believe in Firpo“ auf und nach langen Überlegungen schickten wir es ihm. Gebannt saßen wir vor Lenas Handy und warteten auf eine Antwort. Ganz Firpo freute er sich total über unser Lied und sah, dass wir viel Spaß hatten. Vielleicht werden wir ja jetzt berühmt, wo doch Firpo nicht unbekannt ist.
Als wir dann schon 24 Stunden wach waren, beschlossen wir nach vielen Bettselfies endlich ins Bett zu gehen.

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Gleich schliefen wir ein und machten aus am nächsten Tag auszuschlafen.

Liebe Grüße von den Tempeln in Bagan
Nadine

In the middle of nowhere

Mittwoch, 24.02.2016

Stef kam mitten in der Nacht ins Auto gekrabbelt, weil es doch kalt wurde und ich wachte auf, weil ich fror. Nachdem alle Fenster und Türen zu waren, konnte ich aber auch nicht besser schlafen. Lag vielleicht am Vollmond.
Mit Stef die genau so gerne fotografiert wie ich, machte ich aus, dass wir zum Sonnenaufgang aufstehen würden. Beide glaubten wir nicht daran es tatsächlich zu machen, aber bei der tollen Landschaft fiel das Aufstehen einfach. Es war noch nicht mal 7 als wir unsere Kameras platzierten und der Sonne zu schauten, wie sie hinter den Bergen vor kam und den ganzen See beleuchtete. Die Farben waren so kräftig und alles so schön, dass sich das Aufstehen definitiv gelohnt hatte.
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Statt gemütlichem Frühstück gabs aber nur Cornflakes im Stehen, weil Stef ordentlich Stress machte. Sie müsse ins Büro, so ihre Aussage. Dabei erzählte sie uns einen Tag vorher noch sie habe keinen Job. Nils ließ sich nicht stressen und hatte Zeit, Stef drängelte und wurde immer ungeduldiger und ich wusste nicht was ich davon halten sollte. Ich hatte kein Stress und fand es schade so gedrängelt zu werden. Während wir am Frühstück waren, schmiss Stef alle Sachen irgendwie ins Auto und Nils und ich fanden nichts mehr. Schon um 9 waren wir dann auf dem Weg gen Melbourne. Ich schlug den beiden vor sie an einer Bahnstation raus zu schmeißen, die auf meinem Weg liegt. Nils wollte aber mit mir bis in die Stadt fahren und Stef sogar bis vor ihre Haustüre. An diesem Tag waren die Temperaturen wieder abnormal und die Klimaanlage ging leider immer noch nicht. Für mich war das ein rieeeesiger Umweg, aber ich erbarmte mich missmutig bis nach Melbourne und noch weiter zu fahren.
Auf dem Highway hatte es nicht mal Radioempfang und weil beide schliefen war mir langweilig. Auch an der trockenen Landschaft hatte sich nichts geändert. Nach 4 Stunden erreichten wir Stefs Zuhause und sie verabschiedete sich nett im Stress und beschwerte sich, dass die Tankrechnung die wir durch 3 teilten zu hoch sei. Dabei wollte sie mir mehr Geld dafür geben, dass ich sie nach Hause fahre. Davon sah ich dann nix.
Nils war dabei dann in Nachteiligkeit geraten und ich fuhr ihn zwar nicht nach Melbourne rein (noch mehr Umweg), aber bis zu einer Bahnstation. Auch er bedankte sich nett für die zwei tollen Tage.

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Nun war ich allein und wusste, dass es bis zu der Farm noch weitere 4 Stunden Fahrt sein würden. Ich bereute es bereits einen so großen Umweg gefahren zu sein. Die ganze Zeit kam mir kein Auto entgegen und das bedeutete bestimmt auch keine Polizei. So schickte ich Sprachnachrichten mit den Lieben Zuhause hin und her und vertrieb mir die Langeweile. Meinen Tempomat auf 110 km/h gesetzt ging es immer gerade aus. Wenn man das Handy in Australien in der Hand hat, kostet das nämlich 400$ und 3 Punkte. Und da beschwert sich nochmal jemand über 40 Euro in Deutschland.
Die Fahrt zog sich ewig und ich dachte ich bekomme einen Hitzschlag. Mein Trinkwasser war so heiß, dass ich es gar nicht trinken konnte und ich wusste nicht was besser ist: Fenster auf oder zu. Es kam nur heiße Fönluft rein.

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Als ich endlich das Dörfchen Nyah erreichte, rief ich meinen neuen Chef an. Dieser beschrieb mir den Weg zur Farm. Er und seine Lebensgefährtin standen bereits in der Einfahrt und winkten freundlich. Ich sollte mein Auto unter einem Baum im Schatten parken. Mein Chef Brian stellte sich vor und seine Lebensgefährtin Helen die auch hier wohnt umarmte mich gleich sehr herzlich. Sie sei nun meine australische Oma und passe auf mich auf, so ihre freundliche Begrüßung. Brian besitzt eine Farm mit Trauben und außerdem eine Werkstatt. Er macht also zwei Jobs gleichzeitig. Helen die bereits in Rente ist, hilft ihm mit den Trauben aus. Die beiden hatten einen Tisch vorbereitet und einiges an Campingmaterial. Es war bereits ausgemacht, dass ich in meinem Auto schlafen werde. Es gibt ein separates Klo und eine Dusche die als Anbau am Haus bzw. der Werkstatt sind.
Als die beiden hörten, dass meine Klimaanlage nicht funktioniert, tat ich ihnen leid. Das Thermometer zeigte nämlich sage und schreibe 41,7 Grad an!!
Es gibt die beiden Hunde Red (auch Red-Dog) und Blue (auch Blue-Dog) und die große Henne Speckles. Red ist schon 13 und auf beiden Augen blind. Meine Aufgabe in den nächsten Wochen hier wird sein, beim Traubenpflücken zu helfen. Sandy macht das selbe und ich durfte sie gleich kennen lernen. Sie ist eine waschechte Aborigini. Normalerweise sind die Australier nicht so gut auf diese zu sprechen, weil sie laut Klischee alle Sozialhilfe bekommen, viel trinken und nur faul in den Parks rum liegen. Sandy ist anders und hilft hier gerne. Ihr Handschlag war so fest, dass ich kurz schluckte. Sie ist sehr robust und sagt laut Helen ständig böse Schimpfworte vor sich hin, aber ich glaube ich mag sie.
Wir saßen im Garten im Schatten und unterhielten uns alle super nett. Brian und Helen wollten gleich alles über mich wissen. Sie haben immer Backpacker zur Ernte da und freuen sich über Gesellschaft. Da ich außer Sandy die Einzige bin und diese nur morgens kommt, werde ich bestimmt viel mit Brian und Helen zusammen sitzen.
Direkt neben meinem Schlafplatz ist ein öffentliches Klo und ein Grillplatz und Helen sagte, dass ich dort kochen könne, wenn ich mein Gas sparen wollte.
Nach einer wohltuenden Dusche und dem Ausräumen von Brissie, ging ich früh ins Bett um fit für meinen ersten Arbeitstag zu sein.

Liebe Grüße von der neuen Farm
Nadine

Have you ever climbed a volcano?

Montag, 22.06.2015

Nach ganz genau 0 min. Schlaf holte uns um halb 1 nachts unser Fahrer Vicky am Hotel ab. Ein privater Fahrer ist besser und günstiger als ein Taxi und so ist das eine gute Lösung.

Leider hat sich bei in meinem Ohr wieder eine Entzündung eingenistet (diesmal nur vom Pool) und mir gings nicht so gut. Nach eineinhalb Stunden kamen wir am Vulkan Batur an. Die Straßen da hin waren sehr schrecklich und gefährlich.

Der Batur ist ein aktiver Schichtvulkan im Zentrum zweier konzentrischer Calderen im Kreis Bangli auf der indonesischen Insel Bali. Höhe: 1717 m. 1999 letzter Ausbruch. Zwischen November 2009 und November 2010 war die Warnstufe für den Batur von „Normal“ auf „Wachsam“ heraufgesetzt worden, nachdem sich die Zahl der Erdbeben signifikant erhöht hatte. (Quelle: Wikipedia)

Im stockdunkeln trafen wir uns auf dem Parkplatz mit Guide Nada und seiner süßen, 11 jährigen Tochter. Bewaffnet mit 4 Taschenlampen machten wir uns zum Aufstieg in eisiger Kälte (in Bali ists ja warm da braucht man keine Jacke dachte ich. Saskia war da schlauer, zumal Vicky es uns vorher gesagt hatte). Am Anfang ging es noch einfach und war gechillt. Der Sternenhimmel war atemberaubend. Nach einer Weile wurden die Anstiege steiler, die Steine größer, die Kondition weniger und die Pausen mehr. Leider hat Nada überhaupt nicht drauf geachtet, wo ich als Letzte bleibe und irgendwann konnte ich das sehr sehr stramme Tempo nicht mehr mithalten, obwohl er immer sagte wir können langsam laufen. Dazu kam noch, dass mein Gleichgewichtssinn wegen meinem Ohr das komplett zu war, ausfiel und ich mit meinen Schuhen ständig abrutschte. Dadurch dass es ja dunkel war, konnte man sich leicht verlieren. Aus dem Wandern wurde Klettern wie an der Kletterwand und mit einem schweren Rucksack ist das nicht einfach. Ich habe aufgehört zu zählen wie oft ich den Guide und das Klettern verflucht habe, wie viele Schweißperlen ich auf dem Vulkan gelassen hab und wie oft ich dachte ich komme nicht mehr oben an. Saskia und Vroni: Unsere Wanderung auf Koh Tao war nix dagegen ! Nach eineinhalb Stunden erzählte uns der Guide, das dies unser Ziel wäre. Ich freute mich wie ein Schneekönig, aber leider zu früh. Nada sagte wir müssen nur noch 3 min. laufen und wären am eigentlichen Ziel. Mit den letzten Kräften schleppte ich mich weiter den steilen, rutschigen, steinigen Berg hoch aber aus den 3 min. wurde eine halbe Stunde und ich war sehr böse auf Nada, weil es ihn nicht interessiert hat, als ich gesagt habe ich kann nicht mehr und obwohl er ständig gesagt hat, dass wir es langsam angehen, hat er nie auf uns geachtet. Seine Tochter war aber zuckersüß und hielt mir ständig die Hand hin, sodass ich mich hochziehen konnte. Sie muss das jeden Tag machen und ist top fit und sehr flink. Auch unsere Fragen zum Vulkan konnte Nada nicht beantworten, weil sein englisch viel zu schlecht war. Er sagte, dass es 3 verschiedene Touren gibt und die Schwerste bis ganz an den Gipfel führt, aber er konnte uns nicht sagen, wie lange welche dauert, weil er es nicht verstanden hat. Nach den schwersten 2 Stunden meines Lebens kamen wir endlich oben an (das war wohl die „leichte“ Tour) und ich war heilfroh. Das Problem war nur, dass es außer einem zugigen Unterstand nichts gab und es noch über einen Stunde bis zum Sonnenaufgang war. Nassgeschwitzt froren wir sehr arg und als uns unsere Lunchbox (1 Ei, 1 Orange und 1 lappriges Brötchen ohne was) ausgehändigt wurde fragten wir uns, warum wir dafür 5$ hinblätterten.

Der Sonnenaufgang war dafür sehr atemberaubend. Die Sicht war total klar und als die Sonne langsam hinter dem Berg vor kam, sah das wirklich faszinierend aus. Wer kann schon sagen einmal einen Sonnenaufgang auf einem Vulkan gesehen zu haben? Um uns rum rannten die ganze Zeit viele Affen die sich wilde Kämpfe lieferten. Doof nur, dass ich jetzt einen riesigen Respekt vor denen hab. Leider war die Hölle los auf dem Gipfel und der Massentourismus nervt auch hier gewaltig. Wir sind mit 3 anderen Deutschen ins Gespräch gekommen, die zu 3. so viel gezahlt haben wir eine von uns allein, was uns sehr sauer machte. Überall wird man abgezockt! Hier haben wir auch so viele Deutsche gesehen wie noch nie davor auf Bali.

Nadas kleine Tochter musste die ganze Zeit Glasflaschen mit sich auf dem Rücken tragen und Cola und Fanta verkaufen und ich kaufte ihr nur aus Mitleid was ab, sodass sie weniger tragen muss.

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Als der Himmel komplett lichtdurchflutet war, ging es an den Abstieg. Saskia hatte diesmal den Rucksack und wo für sie der Aufstieg leichter war, hatte ich beim Abstieg wenig Probleme. Wir kamen aber oft ins rutschten, weil es richtig tiefer Sand war, sodass unsere Schuhe versanken und einmal fiel Saskia hin, aber es passierte zum Glück nichts. Auch viele andere Leute sah man fallen. An einer Stelle war es ganz heiß, weil man die Lava spüren konnte. Nada pustete mit seiner Wunderzigarette Rauch in eine Höhle und ganz viel Rauch kam raus, was sehr cool aussah. Auch ich durfte das probieren, aber bei mir klappte es nicht so gut. Man muss dabei nicht rauchen, sondern die Zigarette halten und einfach den Rauch von der Zigarette weg pusten.

Der Vulkan und die grüne Landschaft sahen wirklich faszinierend aus. Es war wie im Bilderbuch und ist sehr lohnenswert. Der Abstieg dauerte eineinhalb Stunden und die Tochter von Nada die uns wieder total süß half, musste Müll aufsammeln.

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Am Parkplatz bekamen wir einen Bewertungsbogen. Der Witz an der Sache war, dass man seine kompletten Daten angeben mussten (taten wir nicht) und Nada die ganze Zeit neben uns stand und ins Blatt guckte. Wenn wir ehrlich gewesen wären, wäre die Bewertung sehr schlecht ausgefallen, aber wir kreuzten überall gut an. Für das nicht-warten, die fehlenden Sprachkenntnisse, das nichts-erklären und den viel zu überteuerten Preis, hatten wir kein Verständnis. Natürlich stand drunter, dass man doch ein Trinkgeld geben solle. Als ich in die traurigen Augen von Nadas Tochter blickte, tat es mir sehr leid, dass wir nichts gaben, aber sie hat von dem Geld wahrscheinlich am wenigsten.

Vicky fuhr uns zum Tanah Lot-Tempel. Auch hier Abzocke: Wegen Flut konnten wir nicht zum wichtigen Teil des Tempels und mussten zahlen für das, das wir fast nichts gesehen haben. Dafür war die Aussicht aufs Meer schön, das Wetter perfekt und wir konnten Surfern zugucken.
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Kurz haben wir in der Apotheke gehalten um Antibiotika für meine Ohren zu holen. Danach ging es zur Wohnung von Vicky, der so nett war und uns ein Ladekabel für meine Actioncam lieh. Obwohl wir diese geladen hatten, ging sie gleich wieder aus.

Nächster Stopp war ein weiteres, großes Highlight und ein Punkt auf meiner Bucketlist: Parasailing ! Beim ersten Anbieter war es viel zu teuer und die wollten uns erst weiß machen, dass es zu 2. nicht geht.

Der 2. Anlauf beim nächsten Anbieter war dann gut. Wir sind mittlerweile gute Verhandlungsprofis und haben den Mann auf über die Hälfte runter gehandelt. Mit 5 Männern und einem Boot ging es auf die schöne See raus. Dort sah es total traumhaft aus und es hatte sehr viele andere Wassersportler. Ein bisschen aufgeregt waren wir schon, als wir die Schwimmwesten und den Gurt angezogen bekamen. Wegen dem starken Wind fiel es den vielen Männern nicht gerade leicht, den Fallschirm zu bändigen. Wir mussten uns hinsetzten und ehe wir uns versahen, waren wir schon in der Luft. Ohne Adrenalinkick und ganz unspektakulär stiegen wir mit Hilfe einer Seilwinde langsam auf. Die Aussicht war absolut genial. Man sah den Hafen, strahlend blauen Himmel, viele Boote und Wassersportler. Die ganze Zeit mussten wir lachen und hatten Spaß wie kleine Kinder. Die 30 Euro für 8 min. waren gut investiert und wir waren froh es gemacht zu haben. Definitiv ein unvergessliches Erlebnis Bali bei Traumwetter von oben zu sehen.

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Im Uluwatu-Tempel in Ubud hatten wir 3 Stunden Zeit. Da konnten wir alles genau anschauen, tolle Fotos machen und wie kleine Kinder rum rennen. Der Tempel liegt direkt am Meer und bei bestem Wetter sah es traumhaft aus. Man hat deutlich gemerkt, dass wir keinen Schlaf hatten und verhielten uns getreu dem Motto: Nach müde kommt dumm 😛 Wir ernteten amüsierte Blicke der anderen Menschen im Tempel, die teilweise mit lachten. Jedenfalls hatten wir viel Spaß.

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Pünktlich um 6 zum Sonnenuntergang begann der Kecak Fire & Trance Dance in einer Art Amphitheater im Tempel. Auch dieser war in 4 Akte geteilt, die man auf einem Zettel mitverfolgen konnte. Zuerst kam ein Chor mit 50 Männern herein, die die ganze Zeit das Selbe sangen, während die Tänzer die Geschichte nachspielten. Als ein weißer Affe kam, rannte er zwischen den Zuschauern rum, wuschelte einem Mann durch die Haare und setzte sich dann zwischen Saskia und mich. Alle Leute machten Bilder und lachten über uns und den Affen. Dieser war sehr akrobatisch und machte sogar Ballett. Die Show ging eine ganze Stunde und als die Sonne gerade ganz hinterm Horizont verschwunden war, wurde im letzten Akt der Affe im Feuer verbrannt und die ganze Bühne stand in Flammen. Zum Glück konnte dieser nicht verbrannt werden und blieb lebendig. Heute haben wir also Sonnenunter-, und aufgang gesehen. Auch dieser traditionelle Tanz, der Geschichte der Hindus nachempfunden, war super lohnenswert.

Im Auto konnten wir die Augen schon nicht mehr offen halten und schliefen wie die Babys auf dem Rücksitz ein.

Als Vicky uns vor dem Hotel absetzte, musste der Arme warten, weil ich Geld vom Automaten holen musste und dieser mir mal wieder keins gab. Irgendwann gings und Vicky wollte 5$ mehr als Egusti, aber beide waren es wert und es war trotzdem noch günstig.

Gut, dass wir den Roomservice mit Essen haben. Diesen nutzten wir wieder und konnten vor Müdigkeit kaum noch das Besteck halten. Als alles weggeputzt war, fielen wir erledigt ins Bett.

Luftige Grüße

Nadine

Am I in the right country? (Australia)

Mittwoch, 06.05.2015

Irgendwann hab ich mal irgendwo gehört, dass es in Australien warm sein soll. Keine Ahnung wer mir das erzählt hat, aber als ich aus dem Flughafengebäude raus bin, schlug mir ein eisiger Wind entgegen, die Temperaturanzeige sprach 12 Grad und es fing an zu regnen. Ok, in Australien ist Winter und das wusste ich und Melbourne ist einer der kältesten Orte.

Das die Australier total nett sind, habe ich schon am Flughafen und an der Busstation gemerkt und wurde herzlich empfangen.

Der Skybus hat mich für 18$ in einer halbstündigen Fahrt in die City gebracht und von dort aus ein kostenloses Sammeltaxi zum United Backpackers Hostel. Als ich dort um halb 9 aufschlug, deponierte ich wie ausgemacht meine Sachen. Das Hostel „United Backpackers“ ist mit 21 Euro die Nacht zwar das Teuerste bisher, aber für Melbourne City sehr gut. Es ist ganz neu, super modern, steril sauber, die Mitarbeiter sind sehr nett und die Meisten davon selbst Backpacker. Es gibt eine Bar, TV-Raum, Chillout-Area, große Küche und Esszimmer und jede Menge kostenloser Aktionen wie: Pastaabend, Walking-Tour, Spieleabend, Disco, usw. Alles geht hier mit Chipkarte. Das Hostel ist sehr groß, hat Platz für 280 Reisende, jedes Bett hat eine richtige Bettdecke, bequeme Matratzen, Nachttischlampen, Ladestationen, es gibt neue Bäder mit separaten Duschen (ja, der erste Ort nach Tioman seit 2 Monaten wo die Dusche nicht im Klo ist) und es liegt super zentral. Zu 12. schlafen wir im besten Zimmer im Hostel weil es das einzige mit WIFI ist, neben dem TV Raum, Küche und Bad und Klo. Ich bin super begeistert und halte es hier glaub ich ein paar Nächte aus 😉 http://unitedbackpackers.com.au/facilities/

Um 2 hab ich mich zur Mystery-Tour angemeldet und mit der Bahn ging es ein bisschen außerhalb. Wir konnten (leider bei Regen und Kälte) viele coole Streetart-Gemälde an Häuserfassaden angucken und hatten eine coole Guidin und Gruppe. Nach einer Weile rum laufen, gönnten wir uns ein Cheesecake-Eis (sehr zu empfehlen) in der in Australien berühmten Eisdiele „Messina`s“, wo gerade ein Werbefilm gedreht wurde. Danach ging es in eine sehr coole abgefahrene Bar, wo wir im Iglu-Zelt unsere Getränke genossen.

Melbourne ist wie versprochen eine Hipster-Stadt, die super cool ist.

Als es weiter ging und wir fleißig knipsten, kam ein kleines Kind und die Konversation war folgendermaßen:

Kind (auf englisch): „Warum macht ihr Bilder?“

Wir: „Wir sind Touristen und für uns ist das hier besonders.“

Kind zu mir: „Hast du einen starken Akzent?“

Ich: „Neeeeein!“

Anderes Kind: „Und wie seit ihr hierher gekommen?“

Wir: „Mit dem Flugzeug“

Beide Kinder machen große Augen.

Zurück im Hostel gabs den „free-Pasta“ Abend und wir genossen die Nudeln mit vielen anderen Backpackern zusammen in der Bar.

Anschließend gabs super Livemusik von einem Mädel mit Gitarre die eine geniale Stimme hat.

So ging mein erster Tag in Autralien gemütlich zu Ende und ich freute mich auf mein weiches Bett.

Australische Grüße

Nadine

 

Streetart

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Das ist das was ich mache: ich lebe meinen Traum

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Ma beachte das Wort hinter dem „P“ (war bestimmt n betrunkener Backpacker)

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Zitronenbaum – Lemontree

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Straßen von Melbourne

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Messinas Eisdiele

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Käsekuchen-Eis

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Mein neuer Freund (hat nen tollen Körper :P)

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sehr coole Bar

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Let’s fly to down-under

Dienstag, 05.05.15

Nun bin ich seit ziemlich genau 2 Monaten unterwegs und es ging wahnsinnig schnell rum. Sehr krass wie die Zeit rast.
Ich hatte eine mega geniale Zeit in Süd-Ost-Asien, hab unzählige nette Menschen getroffen, tolle Lebensgeschichten gehört, viel erlebt und es total genossen. Mit einem weinenden und lachenden Auge breche ich nun also Richtung Australien auf.
Nachdem ich alles organisieren musste wegen der Flugumbuchung und gepackt habe, ging ich zur Post und schickte ein paar unnötige Sachen heim.
Im Gegensatz zu meinem Magen fiel mir auf, dass ich seit über 24h nichts mehr gegessen hatte. Wider erwarten fand ich im KFC Reis, Käsepommes und Käsebällchen und haute mir ordentlich die Kalorien rein. Den Rest packte ich für schlechte Zeiten ein 😛
Nach dem chilligen Tag im Hostel fuhr ich abends mit dem MRT zum Flughafen. Obwohl dieser nicht gerade klein ist, fand ich mich auch hier wegen der guten Organisation schnell zu recht.
Wegen meinem vegetarischen Essen auf dem Flug hatte ich 2 mal im Voraus bei Emirates angerufen und in der Bestätigungsmail war es immer noch falsch. Auf meine Mail hin kam keine Antwort. Als ich am Schalter nachfragte, war tatsächlich kein vegetarisches Essen reserviert. Gut, dass die Dame das vor Ort noch regeln konnte.
Wie immer hatte ich viel Zeit und verbrachte diese mit den vielen Möglichkeiten am Airport. Surfen an den PC’s, laden vom Handy an Ladestationen, shoppen und senden von E-Mails inkl. Bild nach Hause vom Terminal-PC.
Der Flug hatte ein bisschen Verspätung und beim Warten redeten 2 Männer in Deutsch miteinander darüber, dass der ältere Mann sein Nähzeug mit Schere im Handgepäck vergessen hat und es somit zu Problemen beim Sicherheitscheck kam. Als ich lachte, waren die beiden schockiert, weil sie dachten, dass niemand sie versteht. Wir kamen ins Gespräch und Vater (ca. 75) und Sohn (ca.50) erzählten mir, dass sie 6 Wochen mit einem Campervan durch Australien reisen – Hut ab!
Ich wunderte mich, dass ich einen Platz am Fenster bekam, trotz der späten Umbuchung. Als das Flugzeug startete, war mir klar warum. Man konnte die Leute zählen und ganze 4er Reihen in der Boeing 777-300 waren frei. Somit hatte ich 3 Sitze für mich allein und machte es mir mit hochgeklappten Armlehnen für den 7 stündigen Flug bequem.
Komischerweise hatte ich im Gegensatz zu an Land keine Ohrenschmerzen und war richtig froh, dass ich endlich schmerzfrei war. Leider gab es wegen dem schlechten Wetter am Anfang leichte Turbulenzen, sodass mein Puls nach oben schnellte und meine Hände nass wurden. Zum Glück fielen mir nach dem (vegetarischen) Essen die Augen zu.
Als ich sie kurze Zeit später wieder aufmachte, stand Frühstück neben mir – hä?
Ich zwängte es in mich rein und schaute den Film „Frozen“, um meine Bildungslücke zu füllen. Nach ein paar Minuten Film die Durchsage: wir landen in Kürze. Also hab ich, ohne es mitbekommen zu haben, bestimmt 5 Stunden geschlafen und fand es sogar ein bisschen schade den Film nicht fertig gucken zu können 😛
Der Sonnenaufgang im Flugzeug war gigantisch und der Himmel super klar. Als über Melbourne gerade die Sonne aufgegangen war, setzten wir um halb 8 zur Landung an und ich hab den vorerst letzten Flug überlebt 😀

Grüße aus dem Himmel
Nadine

 

Lecker KFC Essen – schön gesund

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Karte

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Ready for boarding

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Flugzeug

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Es kann los gehen

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So kann man sein Essen in Liegen genießen

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Flugroute

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toller Sonnenaufgang

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Melbourne

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Geschafft

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Ich wurde mit Sonne empfangen

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