Shwedagon Pagoda

Freitag, 24.06.2016

Das Frühstück war nicht so sonderlich gut. Es gab Chicken-Nudeln, Chickensuppe, Toast und Marmelade die mehr Zucker war und Butter die richtig ekelig schmeckte. Immerhin war diese Mahlzeit im Hostelpreis inbegriffen.

Eigentlich wollten wir dann los, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es schüttete und als es aufhörte, zogen Lena, Jonas und ich los. Auf den Straßen herrschte reges Treiben und die Straßen zu überqueren ist fast unmöglich. Wie fast überall sucht man Verkehrsampeln vergeblich und hier fahren die Autos so schnell, dass man nicht wie in Vietnam oder Kambodscha schnell in einer Lücke die Straße überqueren kann.

Überall sitzen Leute an der Straße, es gibt sehr viel Straßenessen und es wird alles mögliche verkauft. So auch der Kautabak den hier fast alle Leute (auch Frauen) kauen. Das färbt die Münder der Burmesen rot und wenn sie es ausspucken sieht es aus wie Blut. Überall auf den Straßen hat es deswegen rote Flecken.

Viele Bilder konnten wir bei unserem großen, schönen Spaziergang durch Yangon nicht machen, weil es immer noch regnete. Hier muss man ständig für alles gewappnet sein. Regenjacke, Schirm, Sonnenbrille und Sonnencreme, weil man nie weiß was einen erwartet.

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Zum Mittagessen gingen wir ins 999 Nudelhouse das uns empfohlen wurde. Die Preise waren unschlagbar günstig und es schmeckte sehr gut.

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Um 3 trafen wir uns im Hostel mit Bianca und die Jungs George und Sky kamen mit uns mit. Wir machten uns auf den Fußweg zum Shwedagon Pagoda. Der Weg war nicht sehr interessant und wir liefen eine Stunde dort hin. Wenigstens schien die Sonne nun und die Wolken waren verschwunden.

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Hier wieder die Touristenabzocke schlecht hin: Der Eintritt kostete 8$ und die Jungs die kurze Hosen anhatten, mussten für weitere 5$ einen Rock kaufen um die Knie zu bedecken. Die Schuhe muss man wie in jedem Tempel ausziehen und für eine Plastiktüte hätte man extra zahlen müssen. Wenn es dabei um den Umweltaspekt gehen würde, wäre ich gerne bereit das zu zahlen, aber hier geht es nur ums Geld. Der Ort an dem man die Schuhe abgeben sollte, schloss um 6, aber wir kamen hier hin zum Sonnenuntergang der erst später ist.

Eine Rolltreppe auf der man barfuß laufen muss, brachte uns zur Pagoda. Diese ist das religiöse Zentrum von Myanmar. Sie ist das Wahrzeichen des ganzen Landes und ist eine der berühmtesten Stupas der Welt. Die Pagoda überragt die größte Stadt des Landes. Laut der Legende sind diese beeindruckenden Tempel über 2500 Jahre alt. Das Gelände mit den unzähligen kleinen Tempeln ist riesig und überall beten die Leute. Für jeden Wochentag gibt es eine andere Ecke und Lena, Bianca und ich die an einem Mittwoch geboren sind, wollten das Ritual vollführen. Ein Mönch zeigte uns wie es geht und man muss jeweils 5 kleine Schüsseln voll mit Wasser über drei verschiedene Statuen schütten.

Wir kamen mit einigen Mönchen und anderen Leuten ins Gespräch und es war interessant. Viele Tourguides die sich nicht als solche zu erkennen geben, wollen einen in ein unverbindliches Gespräch verwickeln und einem dann eine Tour „andrehen“. Das lehnten wir dankend ab. Statt dessen saßen wir nach unserem langen, ausführlichen Rundgang auf einer Treppe und wollten den Sonnenuntergang anschauen. Leider schoben sich mal wieder dicke Gewitterwolken vor die Sonne und es regnetet kurz. Trotzdem sah es wunderschön aus wie die Sonne die ohnehin schon geniale Stupa in ein noch leuchtenderes Gold färbte. Alles hier ist aus Gold und man wird total geblendet. Wir fanden einen kostenlosen Wlan-Spot den jeder gleich ausnutzte. Als die Sonne komplett verschwunden war, nahmen wir die Rolltreppe zum Ausgang.

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Zurück zum Hostel wollten wir ein Taxi nehmen. Der erste Fahrer den wir fragten, sagte uns einen viel zu überteuerten Preis den wir nicht bereit waren zu zahlen. Wir hatten keine Aussicht auf ein günstigeres Taxi und wussten nicht was wir tun sollten. Da rief uns eine Gruppe Männer zu, wir könnten kostenlos bei ihnen mitfahren. Da sagten wir nicht nein und stiegen auf die Ladefläche des Pickups. Es stellte sich heraus, dass einer der drei Malaysischen Männer der Boss der Pickup-Firma ist. Wir unterhielten uns richtig gut mit den netten, witzigen Männern und rieten ihnen ein Hostel in Myanmar zu eröffnen, weil sie erstaunt waren, dass wir uns alle in einem Hostel kennen gelernt hatten und nun zusammen reisen. Die Fahrt war dann tatsächlich kostenlos und endete in Chinatown.

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Von dort liefen wir eine halbe Stunde zu einem Restaurant, das ich über Tripadvisor gefunden hatte. Vor allem, weil mein Magen immer noch nicht wieder gut ist, will ich in Restaurants essen, wo ich keine Lebensmittelvergiftung mehr bekomme. Die Speisekarte vom Green Gallery hatte nur Salate und Suppen, aber wir fragten nach dem im Internet angepriesenen Curry. Dieses bekamen wir und es schmeckte genial. Die Portionen waren riesig und auch der Service echt gut. Für 1,50$ auch noch günstig dazu.

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Vollgegessen rollten wir zurück zum Hostel und saßen noch gemütlich zusammen vor dem TV in der Lobby bis alle zu müde waren und wir nach und nach ins Bett gingen.

Liebe Grüße von Yangon (Rangoon)

Nadine

Hello Myanmar

Donnerstag, 23.06.2016

Mein Magen war immer noch nicht besser und um 7 klingelte schon der Wecker. Wir packten (ruhig) unsere Sachen, aber ich legte mich nochmal hin und ließ Lena allein zum Frühstück gehen.
Um 9 sollte unser Tuk Tuk Fahrer da sein mit dem wir am Vortag ausmachten, dass er uns fährt. Nach dem Checkout war von ihm leider immer noch nichts zu sehen und wir hatten die Vermutung, dass er uns versetzt hatte, weil er eine bessere Tour bekommen hatte. Gut, dass sich vor dem Hostel viele andere Tuk Tuk Fahrer um Kunden streiten und so stiegen wir woanders ein. Ich fragte den Fahrer, ob er mir mein Gepäck einlädt, denn mir ging es sehr schlecht. Die „frische“ Luft beim Fahren tat gut. Als ich nach einem Briefkasten fragte, zeigte der Fahrer mir mit voller Überzeugung einen Stromkasten und ich musste lachen.
Die Fahrt zum Flughafen dauerte fast eine halbe Stunde und ich war froh als das Geschaukel vorbei war. Der Flughafen von Siem Reap ist zum Glück sehr klein und wir fanden gleich den Schalter. Ganz Deutsche waren wir wieder überpünktlich und der Schalter hatte noch nicht mal offen. So legte ich mich auf den Boden und relaxte noch.
Als wir das Gepäck los hatten war ich froh und wir hatten immer noch ewig Zeit. DSC_0275 (FILEminimizer)
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Zum Glück war der Flieger nach Bangkok pünktlich. Ich war froh, dass ich nicht allein fliegen musste, denn als ich die Gewitterwolken am Himmel anschaute, bekam ich schon wieder Panikzustände. Fliegen mit Flugangst ist eben nicht ideal. Als ich mein schweres Gepäck verstauen wollte, half mir ein ganz netter Mann. Er saß neben uns und wir kamen ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass Michael (Name von der Redaktion geändert) aus LA (Amerika) kommt und unsere Reiseleidenschaft teilt. Wir hatten super nette Gespräche und der 62 jährige Mann der Autor, Lehrer und Philosoph ist, ist super intelligent und konnte uns einiges erzählen. Er war sehr beeindruckt wie perfekt unser Englisch ist und er war schon an sehr vielen Orten auf der ganzen Welt. Auch Deutschland liebt er. Eine Stunde Flug war zu kurz um sich zu unterhalten, aber wir hatten noch die dreieinhalb Stunden Aufenthalt in Bangkok um zu reden. Der Flug war ganz ok, obwohl es beim durch die Wolken fliegen ruckelte und ich mich am Sitz festhalten musste. Zum Glück waren Michael und Lena da um mich abzulenken. Unterwegs sahen wir sogar was ganz utopisches: blauer Himmel !
Michael hatte uns einen Platz am Gate freigehalten, weil er denselben Flug nach Yangon hatte. Mir ging es immer noch nicht so gut und ich legte mich mitten auf den Boden und schlief.
Lena und Michael wunderten sich wie ich schlafen konnte, wenn die Leute alle so knapp an mir vorbeilaufen, aber ich schlief echt gut.
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Beim nächsten Flug saßen wir nicht neben Michael (der saß zufälligerweise nur eine Reihe hinter uns), aber dafür neben dem Schweizer Jonas. Wir unterhielten uns die ganze Zeit und stellten fest, dass wir im gleichen Hostel sind. Der Flug war nicht gut, oft waren die Anschnallzeichen an und es gab Turbulenzen. Keine schweren, aber es reichte schon wieder mich aus dem Konzept zu bringen. Ich war froh, als es nach 45. Min vorbei war und wir in Yangon in Myanmar gelandet sind. Somit also ein neues Land und ein neues Abenteuer.
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Die Einreise ging einfach, ich hatte mein eVisa (elektronisches Visa) schon vorher beantragt und ausgedruckt dabei. Das Gepäck musste nochmal durch eine Sicherheitskontrolle und dann hieß es „hallo Myanmar!“.
Wir verabschiedeten uns nett von Michael und tauschten Kontaktdaten aus. Jonas, Lena und ich fuhren mit dem Taxi eine Stunde durch den Verkehr von Yangon. Was uns allen gleich positiv auffiel: Die Stadt ist groß, sehr gepflegt und alles ist zivilisiert. Es gibt nur Autos (keine Zweiräder), alle scheinen sich an Verkehrsregeln zu halten und auf den ersten Blick könnte Yangon glatt als eine europäische Großstadt durchgehen. Wir sahen viele tadellose, grüne Parkanlagen und große Gebäude. So hätten wir das ganz und gar nicht erwartet und waren sehr überrascht. Die meisten Männer tragen hier bodenlange Röcke und alle Leute haben die Schultern und die Knie bedeckt.
Positiv überrascht waren wir ebenfalls vom Hostel das sauber und nett ist. Wir trafen gleich einige Leute und zogen zu 6. los um was zu Essen zu suchen. Zwei schwedische Mädels hatten ein Restaurant rausgesucht und da liefen wir hin. Es sah sehr teuer aus und zwischen den schick angezogenen Leuten fielen wir mit unserem Backpacker-Schlabberlook richtig auf. Die Preise waren auch nicht in unserem Budget, aber einfach gehen konnten wir auch nicht mehr. Aus Sparmaßnahmen bestellte ich nur eine Vorspeise und mein Magen war immer noch nicht gut. Es war lecker und alle wurden satt. Der Rückweg zum Hostel war gut um die Kalorien wieder loszuwerden.
Die anderen saßen noch eine Weile im Hostel zusammen, aber ich ging früh ins Bett um Schlaf nachzuholen und mich auszukurieren.

Liebe Grüße aus Myanmar
Nadine

Last day

Mittwoch, 22.06.2016

Als wir aufwachten, stellten wir erschrocken fest, dass es schon 1 war. So lange hab ich glaube ich auch noch nie geschlafen, aber kein Wunder, wenn man auch erst um halb 5 heim kommt…
Rene saß in einem Restaurant neben dem Hostel und wir setzten uns zum „Frühstück“ dazu. Wir aßen gleich Mittag und es gab für mich Spagetti Carbonara ohne Speck, was aber nur Nudeln mit Rührei waren. Rene der an diesem Tag abreist, setzte sich noch zu uns ins Zimmer und wir relaxten eine Weile.
Sara die wir ja aus Sihanoukville schon kennen kam an diesem Tag an und buchte dasselbe Hostel wie wir. Die Wiedersehensfreude war groß und wir wollten zusammen los. Die Brasilianerin Barbara die Sara kennt, ging auch mit.
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Zusammen erkundeten wir nochmal Siem Reap und wollten zum Nachtmarkt. Dieser hatte leider noch nicht offen, aber wir fanden andere nette Shops und hatten Spaß beim rumlaufen. Ein nettes Restaurant für die Einheimischen war günstig und wir setzten uns und aßen was.
Der Nachtmarkt der nun seine Tore öffnete, lud uns Mädels natürlich zum Shoppen ein. Überall war die Verführung groß was zu kaufen, obwohl der Geldbeutel leer und der Backpack voll sind. Bei T-Shirts und Hosen für 1,50 Euro wurden wir aber natürlich trotzdem fündig und waren froh, dass wir keinen Mann dabei hatten, denn bestimmt hätte keiner unseren langen Shoppingmarathon freiwillig mitgemacht. Es war super spaßig und wir IMG_1020waren echt lange auf dem schönen Nachtmarkt von Siem Reap. Leider (oder zum Glück) machte uns irgendwann der Regen einen Strich durch die Rechnung und wir flüchteten in eine schöne Bar. Eigentlich müssten wir es ja mittlerweile gewohnt sein, aber uns schockt jedes Mal wie viel Wasser hier in kurzer Zeit vom Himmel kommen kann.
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Als es aufgehört hatte waren die Straßen wie immer voller Wasser, aber wir zogen trotzdem weiter in eine andere Bar. Diese sah total nobel aus, aber es gab Bier für 20 Cent. Wir saßen gemütlich zusammen und unterhielten uns gut. Barbara sah, dass man auch noch ins Obergeschoss gehen kann. Dort ließen wir uns nochmal ein Bier bringen und stellten erschrocken fest, dass das siebenmal so teuer ist. Klar ist das vergleichsweise immer noch günstig, aber sprengt unser Backpacker-Budget trotzdem. Dafür saßen wir in einer großen Hängeschaukel die aussah wie ein Bett und bekamen Erdnüsse serviert. Um uns rum saßen viele gut gekleidete Leute.
Natürlich ließen wir es uns trotz zunehmender Müdigkeit nicht nehmen einmal mit Sara feiern zu gehen und den letzten Abend in Kambodscha zu genießen. Da hier sowieso alles nah beieinander liegt waren wir schon auf der großen Pub-Street und gingen wieder in den Tempel-Club in dem wir ja jetzt schon zwei Mal waren. Leider war nichts los, aber es störte uns nicht, dass wir die Einzigen auf der Tanzfläche waren. Wir hatten super viel Spaß und trafen Chinesinnen die feierten als ob es das letzte Mal wäre. Es kamen immer mehr Leute aus verschiedenen Nationen die super lustig drauf waren. Wir hatten noch einen sehr coolen letzten Abend in Kambodscha und sind traurig dieses schöne Land mit den freundlichen Menschen bald verlassen zu müssen.
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Wir verabschiedeten uns noch von Sara und fielen müde in unsere Betten. Leider hielt mein Schlaf nicht lange an, denn mir wurde schlecht. In dieser Nacht tat ich fast kein Auge zu und fragte mich wie ich den nächsten Tag im Flugzeug überstehen sollte. Da ich nur ein Bier getrunken hatte, schob ich meinen kranken Magen auf das Ei in den Nudeln am Mittag. Das ist jetzt schon das dritte Mal, dass ich Magenprobleme habe seit ich zurück in Südostasien bin. Außerdem kamen um 4 Nachts eine Gruppe junger Leute in unser Zimmer und machten Lärm. Das kann ja wohl nicht wahr sein, dachte ich. Die redeten und redeten und das in einer Lautstärke in der sich kein normaler Mensch selbst bei Tag unterhält. Mir reichte es und ich kletterte vom Bett um was zu sagen. Kurz war Ruhe und dann ging es von vorne los. An Schlaf war also überhaupt nicht zu denken und das sind dann die Nachteile von einem 32 Bettzimmer. Als die Leute endlich schliefen fingen andere Leute an sich lautstark zu unterhalten. Ich schrie durchs Zimmer, dass sie endlich ruhig sein sollen, aber das wurde gekonnt ignoriert. Dann kamen auch noch zu allem Übel zwei Rezeptionisten rein und machten das Licht an. Da war es 5 Uhr morgens ! Da wurde ich sauer und fragte, was das soll. Der Mann sagte einer würde im falschen Bett liegen. Da lief der doch tatsächlich an ein Bett und sagte einem Typ er solle ins Bett nebenan liegen. Es waren noch sehr viele Betten in diesem Zimmer frei und verstanden habe ich kein bisschen, was das sollte und warum man dafür ein ganzes Zimmer aufwecken muss.
Das war also die letzte Nacht in Siem Reap ohne Schlaf.
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Genervte Grüße
Nadine

Tomb Raider Temple and more

Dienstag, 21.06.2016

Als um 4 Uhr morgens der Wecker klingelte, waren wir beide erstaunlich fit. Schnell zogen wir uns an und unser Tuk Tuk Fahrer wartete schon mit dem Party Tuk Tuk auf uns. Zwei andere Backpacker standen da und fragten, ob sie mit uns mit könnten. Nils ist auch aus Deutschland und Hannah aus England. So können wir uns die Kosten teilen.
Pünktlich um halb 5 ging es also im Dunkeln los auf große Fahrt. Die beiden brauchten noch Tickets also fuhren wir wieder zum Schalter. Durch den nächtlichen Regen hatte es sehr abgekült und wir froren richtig.
Wie am Vorabend war der erste Stopp wieder der große, berühmte Angkor Wat. Es waren abnormal viele Leute da und alle versammelten sich um den See. Zufällig trafen wir Till und Matteo wieder unter den Menschenmassen.
Die anderen beiden anderen die mit uns dabei waren, waren nicht gerade gesprächig, was wir erst noch auf die morgige Müdigkeit zurückführten. Irgendwie hätten wir es ja ahnen müssen, aber einen Versuch war es wert. Schade nämlich, dass es keinen Sonnenaufgang gab. Hallo liebe Regenzeit ! Der Himmel war komplett wolkenbedeckt und eine Sonne gab es nicht. So liefen wir einfach nochmal im beeindruckenden Tempel herum und gingen zu zweit auf Erkundungstour. Mit den anderen beiden machten wir aus uns am Tuk Tuk zu treffen. Wir fanden einen total schönen Platz neben toll verzierten Wänden wo kein Mensch war. Abseits vom Massentourismus genossen wir in aller Ruhe unser 5 Sterne Frühstück. Es gab Baguette mit Streichkäse und danach liefen wir immer noch ohne Sonne gestärkt zum Tuk Tuk zurück.
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Die Tempel sind alle so weit auseinander und es sind so viele, dass man fahren muss. Im Vorfeld muss man sich entscheiden, ob man die große oder kleine Tempeltour machen will. Wir wollten die Große machen (insg. 25km), von was unser Mitreisender Nils nicht begeistert war. Das war uns egal, denn wir hatten ja das Tuk Tuk im Vorfeld organisiert und uns schon entschieden.
Der zweite Tempel zu dem wir also fuhren ist ca. 15 Min. Fahrt vom Ankor Wat entfernt. Wie schon erwähnt ist die Anlage tausend Jahre alt und Weltkulturerbe. Es ist richtig beeindruckend so einen Tempel zu erkunden der auf der ganzen Welt berühmt ist. Man wird hier nicht enttäuscht und es ist absolut das Geld wert. Überall steckt viele Liebe zum Detail drin, jede Wand ist verziert, jeder Pfeiler hat was Besonderes und jeder einzelne Tempel hat seinen eigenen Charme. Teilweise gibt es sehr steile, total schmale Stufen die bis nach oben führen, wo man die ganze Anlage überblicken kann. Wenn man sich vorstellt, dass die Menschen das früher ohne Hilfe von Maschinen und Kränen gebaut haben, ist das nochmal beeindruckender. Teilweise sind die Tempel mitten im Wald und man läuft über Trampelpfade da durch. Was nur total nervig ist: überall sind Leute die einem was verkaufen wollen. Es gibt einen Verkaufsstand nach dem Nächsten, Kinder laufen einem dicht auf den Versen ohne wieder weg zu gehen und man wird an jeder Ecke beschwatzt. Total touristisch also und ein sehr großer Nachteil von Angkor. Weil es die ganze Nach geregnet hatte, stand überall das Wasser, teilweise waren es richtige Seen und unsere Schuhe waren sehr schnell komplett durchnässt. Leider zeigte sich die Sonne den ganzen Tag nicht, aber wenigstens regnete es mal nicht.
Sonst läuft man in den einzelnen Tempeln sehr viel und kann überall hin um sich die Anlagen die größtenteils im Freien sind, genau anzuschauen. Es macht Spaß allein herum zu wandern und einmal verliefen wir uns sogar. Die Treppen gaben uns ein gutes Training und es ist sehr anstrengend den ganzen Tag zu laufen und so viele Eindrücke zu verarbeiten. Man muss die Schultern und Knie bedecken und gut, dass wir das wussten und vorbereitet waren.

An einem der vielen Tempel sahen wir ein total nettes australisches Ehepaar. Wir unterhielten uns eine Weile und dann fragten sie uns wo in Amerika wir denn herkommen würden. Das ist natürlich ein Kompliment für unser Englisch und war echt witzig.

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Nach 12 Tempeln an diesem Tag die alle irgendwie gleich und doch total verschieden sind, kam unser persönliches Highlight: Der Thomb Raider Tempel. Dieser heißt eigentlich Ta Prohm, aber ist durch den Film richtig bekannt geworden. Obwohl wir beide den Film nicht gesehen hatten, war der Tempel der Wahnsinn.
Zitat Lonely Planet: „Der Reiz liegt darin, dass sie vom Dschungel verschluckt wurde und immer noch fast genau so aussieht wie zu der Zeit als die ersten Europäer darauf stießen.“
Er sieht komplett anders aus als die anderen und überall sind Bäume in die Mauern eingewachsen. Lustigerweise trafen wir auch unter den vielen anderen Touristen Till und Matteo wieder. Für mich als Hobbyfotografin war das hier das Paradies auf Erden.

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Obwohl die anderen beiden immer schon im Tuk Tuk warteten als wir wiederkamen, ließen wir uns nicht stressen und machten viele Fotos. Wir dachten unser Fahrer hält am Ausgang, aber da war keiner. Leichte Panik stieg in uns auf, als wir keinen sahen. Das hieß für uns, dass wir nochmal durch den ganzen riesigen Tempel zurück laufen mussten. Nach kurzer Suche fanden wir erleichtert unser Tuk Tuk wieder, wo die anderen natürlich schon ungeduldig warteten.
Das war somit der letzte Tempel und wer um 4 Uhr nachts schon anfängt, ist auch um 1 mittags fertig. Für den Fahrer bezahlten wir insgesamt 25$ und er ließ uns in der Restaurantstraße raus.
Dort suchten wir uns ein Restaurant mit europäischem Essen, bestellten Spaghetti mit Pesto und ruhten uns vom vielen Laufen und den tollen Eindrücken aus.
Zurück im Hostel waren wir so fertig, dass wir beschlossen einen Mittagsschlaf zu machen. Das Bett ist auch einfach zu bequem und verführerisch und wir hatten sowieso nichts mehr geplant.
Frisch geruht setzten wir uns zu Rene und Johannes auf die Rooftopbar und tranken gemütlich Bier. Zum Abendessen gingen wir alle zusammen in ein günstiges Restaurant und danach gings auf den Nachtmarkt. Dieser ist total schön und es gibt viele Stände mit Klamotten und Dekoartikeln. Anschließend gings wieder zur berühmten Pub-Street wo unser erster Anlaufpunkt wie immer die x-Bar war. Dort wurde das EM-Spiel Deutschland gegen Nord Irland übertragen. Auch Till und Matteo waren wieder da, aber wir waren damit trotzdem nur 6 deutsche und wohl keine Iren. Der Ton wurde leider nicht übertragen und so kam Partymusik im Internet. Lieder wie zum Beispiel Maccarena, Justin Bieber, usw. passen leider nicht zur EM. Passend hatten wir einen Biertower (Zapfanlage mit 3 L Bier) und waren so wenigstens ein bisschen in Fußballstimmung. Als das Tor fiel, wurde es laut in der Bar und wir freuten uns total.

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Um den Sieg zu feiern gingen wir wieder in den Tempel Club. Es war viel los, die Stimmung war gut und wir feierten ordentlich. Wir tanzten was das Zeug hielt und lernten den netten Thailänder John kennen. Es war ein total lustiger Abend und als Lena eine Abstimmung wollte, ob wir gehen sollten erhielt sie nur Enthaltungen. Als sie eine Stunde später erneut fragte, dasselbe. Es war einfach zu gut um nachhause zu gehen. Als Lena sagte, dass es schon 4 ist, gingen wir aber dann doch mit.
Es war schon halb 5 als wir im Bett waren und schliefen gleich ein.

Liebe Grüße vom total beeindruckenden Angkor
Nadine

Fascinating Temples of Angkor

Montag, 20.06.2016

An diesem Tag wollten wir mal das Städtchen Siem Reap erkunden. So liefen wir morgens los und suchten nach einem günstigen, guten Restaurant zum Frühstücken und ließen es uns gut gehen.
In Siem Reap selbst gibt es nicht wirklich was zu tun, aber wir liefen herum, schauten in die süßen Läden und kauften uns neue Rucksäcke, weil unsere beiden kaputt waren.
In einem Spa gönnten wir uns eine Mani- und Pediküre für insgesamt 5 Euro und es war sehr lustig. Da fühlt man sich wie eine wohlhabende Person und kann gut Leute beobachten die draußen vorbeilaufen.
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Es gibt hier viele kleine Gässchen und versteckte Läden und alles sieht total süß aus. Da kann man leicht die Zeit vergessen, was uns zum Glück nicht passierte. Wir fanden einen schönen Markt wo es alles mögliche zu kaufen gab und verbrachten viel Zeit dort.
Um 4 waren wir zurück im Hostel und warteten an der Bar.

Hier gibts kein Free Wifi sondern free Fiwi
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Um halb 5 kam unser Tuk Tuk Fahrer um uns abzuholen. Dieser hatte uns mittags auf der Straße angesprochen und wir hatten ihn gleich gebucht.
Er war sehr pünktlich und das Beste war, dass wir ein Party-Tuk Tuk bekamen. Es hatte einen großen Lautsprecher, Partylichter und sogar einen Ventilator und sehr bequeme Sitze. Wir drehten die Musik auf, fielen damit aus dem Rahmen und hatten total viel Spaß.

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Wir fuhren erst zur Kasse, wo wir die Tickets für die berühmte Tempelanlage Ankor kaufen konnten. Die Schlange war sehr lang und es warteten hunderte Menschen auf ein Ticket. Wenn man sein Ticket ab 17 Uhr kauft, kann man abends noch kostenlos rein und das Ticket gilt für den nächsten Tag. Ein Tagesticket kostet 20$ und ein Dreitagesticket 40$. Da wir wenn überhaupt nur 2 Tage gehen wollten, kauften wir uns nur ein Tagesticket. Man musste an dem Schalter stehen wo es eine Kamera hatte und dort wurde ein Foto von uns gemacht und auf unsere Tageskarten gedruckt.

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Der Fahrer brachte uns zum berühmtesten der Tempel, dem Ankor Wat. Die gesamte Anlage ist UNESCO Weltkulturerbe und geschätzt über 200km² groß. Bis heute wurden schon mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer entdeckt. Es gibt Vermutungen, dass im Großraum von Angkor am Höhepunkt des historischen Königreiches bis zu einer Million Menschen auf etwa 1000 km² gelebt haben könnten. Die Anlage wurde vom 8. bis 13. Jahrhundert gebaut. Es ist außerdem eines der gewaltigsten religiösen Bauwerke der Welt. Zitat Lonely Planet: „Diese bedeutende antike Stätte verbindet die gewaltige Größe der Chinesischen Mauer und den Detailreichtum bzw. die Komplexität des Taj Mahal mit dem Symbolismus und der Symmetrie der ägyptischen Pyramiden.“
Zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert wurde Angkor wegen Kriegen verlassen und vom Dschungel überwachsen und erst wieder im 19. Jahrhundert während der französischen Kolonialzeit in Kambodscha entdeckt.
Hier wurde wieder deutlich der Massentourismus sichtbar und trotz Nebensaison war die Hölle los. Leider war es sehr stark bewölkt und als die Sonne untergehen sollte, fing es an zu regnen. Also nichts mit Sonnenuntergang – sehr schade ! Der Tempel ist sehr alt und es gibt viele Wege die man gehen kann. Alles ist zerfallen, aber wenn man bedenkt, dass es tausend Jahre alt ist, ist es faszinierend, dass noch so viel erhalten ist. Wir liefen eine Weile herum und schauten uns die atemberaubende Anlage genau an.

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Als wir wieder im Tuk Tuk saßen, ging es richtig los. Es schüttete mal wieder, donnerte und blitzte wie verrückt. Gut, dass man beim Tuk Tuk wenigstens die Seiten zu machen kann. Wir dachten die Welt geht unter und die Blitze sahen aus als würden sie ins Tuk Tuk einschlagen.
Wir ließen uns vom Fahrer zu dem Restaurant fahren bei dem wir am Vortag waren und als wir fertig mit Essen waren hatte der Regen aufgehört. Im Supermarkt kauften wir uns Baguette und Analogkäse für den nächsten Tag und machten uns auf den Rückweg zum Hostel.
In der Skybar trafen wir Rene und Johannes wieder und saßen gemütlich zusammen. Lena blieb noch eine Weile und ich zog mich zurück um ein bisschen zu schreiben.
Es war schon 1 Uhr als ich einschlief, mit dem Wissen in 3 Stunden schon wieder aufstehen zu müssen.

Liebe Grüße
Nadine

Busses in Cambodia

Sonntag, 19.06.2016

Weil unser Bus uns um halb 9 abholen sollte, standen wir schon um 7 auf und liefen los um zu frühstücken. Das timing war perfekt und obwohl das Frühstück lange auf sich warten ließ, waren wir ganz deutsche Pünktlichkeit um Punkt halb 9 am Hostel.
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Die Frau von der Rezeption sagte uns, dass unserer Fahrer bereits da war. Wir warteten ein paar Minuten und hatten Angst, dass der Fahrer ohne uns gegangen ist. Zum Glück wartete er aber an der Rezeption.
Unser Hostel
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Mit dem Tuk Tuk wurden wir zu einem sehr nah gelegenen Kiosk gefahren, wo wir auf den Bus warten sollten. Um 9 sollte der Bus kommen, aber wir warteten und warteten. Davor hatten wir uns schon gefreut, dass alles so gut geklappt hatte und der Fahrer so pünktlich war. Leider interessiert es hier keinen Menschen, dass man in dieser Hitze auf den Bus warten muss.
In dem Restaurant wo wir zum frühstücken waren hatte ich mir Streichkäse gekauft, weil man das hier sonst nirgends findet und ich Käse total vermisse. Nun suchte ich überall nach Baguette, aber fand keins. Nachdem ich in alle Richtungen gelaufen war und enttäuscht zurück kam, fuhr ein Mann mit einem Wagen vorbei der Baguette verkaufte. Mitten auf der Straße zwischen Autos kaufte ich also 2 Baguettes für gerade mal 25ct.
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Als der Bus um 11 endlich kam, trauten wir unseren Augen nicht. Es war ein sehr schäbiger, alter Minivan der fast auseinander fiel. Zum Glück war das nur ein weiteres Taxi das uns zur Busstation brachte. Den Sinn dahinter verstanden wir nicht. Warum fährt uns das Tuk Tuk nicht gleich zum Bahnhof? Der Bus war schon da und alle warteten. Es war ein großer Bus und bis oben hin voller Gepäck und Paketen die überall auf dem Boden lagen. Einen Gepäckraum gab es nicht und unsere Backpacks mussten mit in den Bus.
Es gab einen TV auf dem Khmer Musikvideos mit Karaoke-Texten liefen und wir lachten uns darüber kaputt. Wenigstens gab es eine Klimaanlage.
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Nach dreieinhalb Stunden und 170km erreichten wir Siem Reap.

Dort war es wie immer: Man wird weit außerhalb der Stadt raus gelassen, um ein Tuk Tuk nehmen zu müssen. Da Til und Matteo in ein ruhigeres Hostel gehen wollten, trennten sich unsere Wege hier. Wir fanden niemanden mit dem wir uns eine Fahrt teilen konnten und somit fuhren wir zu zweit. Das „Funky Flashpacker Hostel“ ist ein Party Hostel und wir wurden gleich mit sehr lauter Musik empfangen. Es war viel los und im Pool herrschte reges Treiben.
Für 5$ kamen wir in ein 32 Bettzimmer. Ja, richtig gelesen. Wir teilen uns ein Zimmer mit 30 fremden Leuten und sind sehr gespannt wie das wird. Das hatte ich auch noch nicht.
Zu Fuß liefen wir nach dem Einchecken gleich los um was zu Essen zu suchen und wurden in einem Einheimischen-Restaurant fündig. Als wir gerade mitten am Essen waren, fing es an zu schütten wie verrückt. Es goss was runter kommen kann und die Straßen waren schnell überflutet. Zurück zum Hostel mussten wir uns durch Seen kämpfen und sahen nach kurzer Zeit aus wie die Schweine.
Wir machten einen Abstecher in die Hostel-Bar wo uns Elektrolyte Schnaps serviert wurde. Da isst man die Elektrolyte wie Brause und schüttet ein bisschen was davon in den Schnaps. Gesunder Alkohol also 😉
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In der Rooftop-Bar sahen wir zwei Jungs Karten spielen und fragten, ob wir mitspielen dürfen. Wie es halt so ist, sind Rene und Johannes auch aus Deutschland. Wir hatten viel Spaß und beschlossen noch, mit in eine andere Rooftop-Bar zu gehen. Der Weg dahin war nicht weit und es regnete zur Abwechslung mal nicht.
In der x-Bar wird sogar die EM auf Leinwand übertragen und es ist total urig dort. Es hat eine Halfpipe und einen Baum und ist super gemütlich. Der Abend war total gut und es waren drei Französinnen, ein Engländer und ein Amerikaner dabei.

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Die Jungs die am nächsten Tag um 4:30 Uhr nach Angkor Wat müssen, gingen um 12 zurück zum Hostel, aber Lena und ich wollten noch die Pubstreet auskundschaften. Wir schauten in 2 Clubs rein für die mal nicht mal Eintritt zahlen musste und das war ein Spaß. Als wir keine Lust mehr hatten, suchten wir uns einen Straßenstand und stillten unseren nächtlichen Hunger mit einer Portion Nudeln.
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Erstaunlicherweise fanden wir dank der guten Wegbeschreibung der Jungs unser Hostel auf Anhieb, denn unsere Orientierung ist nicht gerade die Beste. An der Rezeption verlängerten wir unseren Aufenthalt um drei Nächte, weil das Hostel echt gut ist.
Wir waren gespannt, was uns in der ersten Nacht im 32 Bettzimmer erwarten würde.

Liebe Grüße von Siem Reap
Nadine

Food in Battambang

Samstag, 18.06.2016

Wir gönnten es uns auszuschlafen, denn wir sind ja schließlich im Urlaub.
Als der Hunger zu groß wurde machten Til, Matteo, Lena und ich uns auf den Weg um zu frühstücken. Ein nettes, kleines Restaurant hatte sehr gutes Frühstück und wir bekamen Pfannkuchen die in der Fritteuse gemacht wurden. Hört sich komisch an, schmeckte aber gut.

Frisch gewaschene Wäsche ist was sehr gutes !
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Anschließend liefen wir zum Markt, wo wir ein bisschen shoppten. Der Markt war hauptsächlich für die Einheimischen und es hatte viele sehr altbackene Klamotten. Außerdem gab es Schneider, Goldschmiede und Stylisten.

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Wir sind es ja mittlerweile gewohnt, aber es nervt trotzdem: der Regen! Es schüttete wieder wie aus Eimern und wir warteten im Markt bis alles vorbei war. Hier roch es sehr streng und mir kam fast mein Frühstück wieder hoch. Überall lagen tote Hühner und Fische zum verkaufen herum.
Als der Regen aufhörte, hatten wir bestes Wetter und sogar strahlend blauen Himmel. DSC_0278 (FILEminimizer)DSC_0280 (FILEminimizer) DSC_0281 (FILEminimizer)

Zu Fuß erkundeten wir ganz Battambang und liefen zuerst zum stillgelegten Bahnhof. Dieser ist bestimmt gut für Fotoshootings und alles ist bewachsen und verwuchert, aber wirklich was besonderes ist er nicht.

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Im Künstlerviertel das wir ewig suchten war nichts los und die kleinen Geschäfte hatten gar nicht offen. Nur ein Laden von einem französischen Ehepaar mit denen wir uns gut unterhielten war geöffnet und die Jungs kauften was. Schon lustig, dass die Mädels warten während die Jungs shoppen.

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Die französischen Balkone und schmalen Gassen waren aber total süß und es sah sehr schön aus.
Generell ist uns aufgefallen, dass Battambang für eine Stadt in Südostasien sehr sauber ist und nicht viel Müll rum liegt.
Es hat hier fast keine Touristen, was sehr gut ist und somit sind auch die Preise niedrig. Battambang ist die zweitgrößte Stadt in Kambodscha, aber hat trotzdem was gemütliches, faules an sich. Die Stadt wirkt gar nicht so groß und man kann auch überall problemlos zu Fuß hin laufen.
Zum Mittagessen setzen wir uns in ein vegetarisches Restaurant das uns unser Reiseführer empfohlen hatte. Im „Monorom Garden“ gab es sehr viele außergewöhnliche, exotische Speisen und wir waren mutig und bestellten was das wir nicht kannten. Es war bei allen sehr scharf und uns brannte ordentlich der Mund, aber es war günstig und lecker. Til und Matteo können den ganzen Tag Essen, aber Lena und ich können da nicht mithalten.

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Bei bestem Wetter und Sonnenschein setzten wir uns in ein nettes Café, wo Lena und ich Bier und die Jungs Eiskaffee tranken, was irgendwie lustig war.

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Zurück im Hostel machten wir einen Powernap (Mittagsschläfle) um uns von den Anstrengungen des Tages zu erholen.
Zum Sonnenuntergang liefen wir los in eine Skybar. Unterwegs buchten wir einen Bus für den nächsten Tag und hofften, dass das seriös ist und uns auch tatsächlich jemand abholt.
Als wir am King Fy Hotel ankamen, war die Sonne schon fast untergegangen, aber die Aussicht vom 6. Stock der Skybar war beeindruckend. Mit Cocktails in der Hand schauten wir der Sonne zu wie sie hinter den Dächern von Battambang verschwand – wie romantisch! Die Preise waren selbst hier sehr Backpackerfreundlich.

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Am Samstagabend war ordentlich was los und auf den Straßen herrschte reges Treiben. In einem schönen Park waren große Boxen aufgebaut und viele Leute tanzten eine Art Freestyle. Zu jedem Lied hatten sie einen anderen Tanz und es machte viel Spaß da zuzuschauen. Außerdem war die Musik richtige Partymusik. In einem anderen Park fanden wir das gleiche und es sieht aus als ob die Khmer tanzen mögen. Im Park gab es viele Fitnessgeräte und einige Leute machten Sport. Sehr gesellige Stadt also.
Wir sahen noch einige schöne Parkanlagen, eine toll beleuchtete Brücke und den Fluss.
Als wir genug vom rumlaufen hatten, liefen wir zum gleichen Essensplatz vom Vortag. Wir probierten ein anderes Restaurant aus, das genau so gut war und taten was wir schon den ganzen Tag machten: essen! Wenn man schon mal auf einem Kontinent mit so gutem und günstigem Essen ist, muss man das ausnutzen.
Das war ein schöner Tag den wir bei einem Bier an der Hostelbar ausklingen ließen. Zufällig trafen wir dort Vanda (der mich mit dem Roller zum Tempel gefahren hat). Er lud uns zu einem Bier ein, aber wir verschwanden bald, weil wir noch packen mussten und früh ins Bett wollten.
So brach nun die zweite Nacht auf unseren Matratzen auf dem Boden an. Es könnte schlimmer sein 😉

Liebe Grüße von Battambang
Nadine