Did we survive the bamboo train?

Freitag, 17.06.2016

Eigentlich hätten wir damit gerechnet um 10 erst da zu sein, aber um Punkt 7 erreichten wir Battambang. Gleiches Spiel wie immer: man wird abseits vom Schuss raus gelassen und muss ein Tuk Tuk in die Stadt nehmen.
Dabei lernten wir zwei Jungs kennen mit denen wir uns ein Tuk Tuk teilten. Irgendwie lustig, dass Til und Matteo auch wieder aus Deutschland kommen. Wir laufen irgendwie immer ungewollt an die Deutschen hin.
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Wir wurden am BTB Hostel abgesetzt, dass wir uns vorher schon rausgesucht hatten. Für sage und schreibe 3$ pro Nacht bekamen wir ein Viererzimmer. Betten gibt es keine, denn wir haben ein Matratzenlager auf dem Boden. Eine richtige Einrichtung sucht man auch vergeblich und das Hostel ist überall sehr kahl, aber für den Preis beschweren wir uns nicht.
Mit dem Tuk Tuk Fahrer Soon machten wir aus, dass er uns um 9 zum Sightseeing abholt.
Das Wetter war ausnahmsweise auf unserer Seite und der erste Stopp war der berühmte Bamboo Train (Norry).
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Norry
Wer den Schuh den Manitu kennt, kann es sich ungefähr so vorstellen wie den Wagen den die dort benutzen. Wir saßen zu viert auf diesem Wagen, hatten Kissen und dann geht der Spaß los. Mit einer Kordel wird das Aggregat angeschmissen und dann fliegt man mit 40 km/h über Schienen. Ein Zug fährt hier nicht mehr, aber wenn ein anderer Wagen entgegen kommt muss man runter steigen, der Wagen wird auseinander gebaut, die anderen passieren, dann wird der Wagen wieder auf die Schienen gesetzt und es geht weiter. Es war wie in einer Achterbahn und 40 km/h hört sich zwar nicht viel an, ist aber ganz schön flott, wenn man bedenkt wie schlecht die Schienen sind. Die Strecke ist 7 km lang und in O Sra Lav steigt man ab und landet in mitten von vielen Verkaufsständen. Die Landschaft auf dem Weg ist sehr schön, alles ist verwuchert und bewachsen. Früher fuhr hier sogar ein Zug bis nach Phnom Penh.
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Der zweite Stopp war die Golden Gate Bridge. Das ist eine sehr wackelige Hängebrücke über einen Fluss die von einem Schweizer entworfen wurde. Die Roller müssen sehr knapp aneinander vorbei fahren und sicher ist die Brücke bestimmt nicht.
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Die nächste Attraktion war der alte Tempel Wat Banan der oben auf dem Berg liegt. Die Fahrt war schön und wir fuhren durch sehr arme Siedlungen durch. Trotzdem scheinen die Menschen hier glücklich zu sein und die Kinder winkten uns und selbst kleine Kinder sagen schon „hello“.
Vor dem Tempel aßen wir super lecker in einem guten einheimischen Restaurant, bevor wir uns an den Aufstieg wagten. Es ging unendlich viele, steile Stufen hoch und bei der Hitze, mit Flip Flops diese gefährlichen Steinstufen hochzulaufen erforderte viel Kondition. Zumal ich immer noch nicht 100% fit bin und Antibiotika nehme. Oben wurden wir mit einer genialen Aussicht belohnt und dafür hatte es sich gelohnt. Der Tempel ist sehr alt und zerfallen, aber richtig schön. Wir waren die einzigen Touris was uns sehr gefiel.
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Es ging erst um 3 weiter und unser Guide Soon zeigte uns einen Platz am Tempel zum relaxen. Es gab Hängematten und sogar Strom und Ventilatoren. Ein perfekter Ort für ein Mittagsschläfchen. Als wir aufwachten regnete es heftig, aber hörte zum Glück wieder auf.
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An einem Baum hielten wir an um riesige Fledermäuse zu beobachten die im Baum hingen und schliefen.
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Traurige Geschichte sollte uns in den killing caves von Phnom Sampeau erwarten. Es regnete wieder und ich hielt es für keine gute Idee kurz nach meiner Mandelentzündung im Regen 20 min. zur Höhle hochzulaufen. Deswegen wartete ich unten auf die anderen. Ein junger Kambodschaner sprach mich an und sagte er würde mich für 2$ mit dem Roller hochfahren. Da sagte ich nicht nein und das war eine gute Idee. Die Aussicht ist sehr spektakulär und der Tempel ist total schön. Wir guckten uns eine Höhle an in der die roten Khmer früher Leute umgebracht haben. Mein Fahrer Vanda der seit 3 Jahren in Australien lebt und nur zu Besuch da ist erklärte viel. Er war früher mal Tourguide hier und wusste mir einiges interessantes zu erzählen. Es gab viele Affen vor denen man total aufpassen muss. Vanda kaufte Bier und aß dazu Heuschrecken. Na lecker !
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Als es wieder anfing zu regnen brachte mich Vanda zurück ins Tal wo wir redeten bis die anderen 3 zurück waren.
Um ca. 6 Uhr wenn es dunkel wird, kommen aus der Bat-Cave von Phnom Sampov Fledermäuse raus. Es war noch viel zu früh und wir mussten eine Weile warten. Die Zeit vertrieben wir uns mit Karten spielen wo es lustig zu ging. Leider fing es mal wieder an zu regnen und wir setzen uns zum Warten ins Tuk Tuk. Irgendwie hatten die Fledermäuse nicht auf die Uhr geschaut, denn sie ließen ewig auf sich warten. Dann kamen sie in Scharen und flogen zu Hunderten gleichzeitig aus der Höhle. Sie waren so klein, dass es auch gut Vögel sein könnten, aber es sah spektakulär aus als so viele von den Tieren gleichzeitig aus der Höhle kamen.
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Danach fuhren wir im Regen zurück in die Stadt und Soon musste die Seitenteile zu machen, weil es sonst rein geregnet hätte. Es wurde sogar richtig frisch und ich war froh um meinen Schal.
Wir ließen uns direkt auf den Nachtmarkt fahren. Dort waren wir wieder die einzigen Touristen und suchten uns einen Platz in einem überfüllten Restaurant unter einem Pavillon. Das Essen war sehr lecker und für gerade mal 1,50$ wieder unglaublich günstig. Südostasien ist einfach ein Paradies, vor allem was Essen angeht. Wir warteten bis die Welt fertig war mit unter gehen und liefen im Trockenen zurück zum Hostel. Dort gönnten wir uns nur noch ein Bier, saßen kurz mit anderen zusammen und gingen fix und fertig ins Bett. Naja eigentlich ja nicht ins Bett, denn das haben wir ja nicht. Ich meine vielmehr die Matratzen auf dem Boden.

Liebe Grüße vom tollen Battambang
Nadine

2 Gedanken zu “Did we survive the bamboo train?

  1. Ein langer und schöner Beitrag. Reisen ist immer ein Abenteuer und daher ist das Reisen auch wichtiger Bestandteil auf meinem Blog. Wenn du willst dann schau doch einfach mal vorbei. Ich freu mich auf dich😘

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