Shopping in Bangkok

Sonntag, 10.07.2016

Natürlich schliefen wir nach diesen Strapazen am Vortag erstmal aus. Um 10 saß ich beim Frühstück und gönnte mir Müsli und Obst. Jonas kam eine Stunde später dazu und Lena schlief ewig. Als sie wach war liefen wir beide los in die Stadt und Jonas ging zum Joga.
Da ich um 1 einen Termin auf der Khao San Road hatte, mussten wir uns beeilen. Die Tuk Tuk Fahrer verlangten horrende Preise und so viel Geld wollten wir nicht ausgeben. Der eine Fahrer zeigte uns die Bushaltestelle wo wir ewig auf einen Bus warteten. Da leider keiner kam, hielten wir ein Taxi an das sehr günstig war. Die Fahrt dauerte eine halbe Stunde und dann waren wir auf der berühmten Backpackerstraße. Wir fragten uns wie wir das Tattoo Studio in dem ich den Termin hatte finden sollten als wir einfach der Wegbeschreibung im Internet folgten und es ohne Probleme fanden.
Der Tätowierer wartete schon und hatte meine Vorschläge die ich ihm per Mail geschickt hatte ausgedruckt an der Wand hängen. Außerdem hatte er schon eine Feder gezeichnet wie ich sie wollte. Er kopierte den Entwurf, schnitt ihn aus und pauste es auf mein Bein. Dann fragte ich nach den Kosten und sagte ihm, dass ich anrufe um einen Termin zu machen. Irgendwie hatte er das anders verstanden und wollte gleich anfangen. Ne so geht das nicht. Mein Magen war leer und Lena hatte noch nicht mal gefrühstückt. Kein Problem sagte der junge Thailänder. Lena sollte los um Essen zu kaufen und er fange schon mal mit dem Tattoo an. So hatte ich keine Zeit mehr zu überlegen und er sagte er hätte nur sofort Zeit. Lena wartete noch bis es los ging, weil sie mein Gesicht sehen wollte. Am Anfang merkte ich nicht viel und bekam nicht mal mit, dass er anfing. Zum Glück gab es WLAN, denn so saß ich mit meinem Handy da und konnte mich ablenken.

Als Lena mit dem Essen zurück kam, fing es an weh zu tun. Besonders am Knöchel und als er immer wieder über dieselbe Stelle ging um die Schattierungen zu machen tat es weh. Ein junger Engländer in unserem Alter guckte mich mitleidig an als ich mein Gesicht verzog, aber ich gab mir große Mühe die Fassung bewahren. Als die Schmerzen sich in Grenzen hielten, saß ich da mit meinem Pad-Thai (Nudeln) und aß sie genüsslich während der Thailänder sich an meinem Bein verkünstelte. Als das Schwarz fertig war kam der schmerzvollste Teil. Meine Haut war ja bereits von der ersten Schicht gereizt und dann kam mit sogenannten Wasserfarben die zweite Schicht drüber. Das fühlte sich fast so an als würde mir jemand den Knochen abschaben und ohne, dass ich Kontrolle darüber hatte floss mir sogar ein kleines Tränchen runter. Der nette Tätowierer lachte mich nur aus und ich gab mir Mühe im vollen Studio möglichst schmerzlos auszusehen. Einmal musste ich mich anders hin setzten, weil ich einen Krampf bekam und es nicht gerade bequem war wie ich da saß. Dann fing auch noch das Bein an wie wild zu zittern und ich hatte gar keine Kontrolle drüber. Der Tätowierer musste es festhalten, dass er weiter machen konnte.
Nach eineinviertel Stunden waren die größten Schmerzen vorbei und ich durfte im Spiegel das erste Mal mein neues Tattoo bewundern. Genau vor einem Jahr habe ich mir mein erstes Tattoo auf Bali stechen lassen. Mir gefällt meine Feder total gut. Diese steht für Freiheit und dass ich mit dem Wind gehen kann wohin er mich trägt. Auch die Farben sind gelungen und ich bin ganz stolz. Es wurde in Folie gepackt, aber diese sollte ich eine Stunde später weg machen, weil es nicht gut ist, wenn ich darunter schwitze. Die Schmerzen dauerten immer noch an und es brannte. Es ist vergleichbar mit einer Schürfwunde die tief ist und es dauert eine Weile bis es heilt.
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Die Khao San Road ist ein echtes Paradies für Shoppingfreunde wie uns. Alles ist total günstig und man bekommt T-Shirts und Hosen für 1,50 Euro. Es war wieder super schwül, aber sonnig und das hielt uns nicht davon ab stundenlang die große Straße hoch und runter zu laufen und ordentlich einzukaufen. Hoffentlich zahle ich kein Übergepäck 😉

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Lena und ich fanden einen netten, gutaussehenden Tuk Tuk Fahrer der uns in die große MBK Shoppingmall fuhr.

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Diese ist super modern und gigantisch groß. Man findet alles was das Herz begehrt und man weiß gar nicht wo man hin gucken soll. Es gibt so viele Wege und man kann sich hier locker ein paar Stunden aufhalten ohne alles gesehen zu haben.

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Die Preise sind hier aber fast wie in Deutschland und so kauften wir uns nur Donuts die echt lecker waren.

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Die komplette 4. Etage ist voll mit gebrauchten Elektronikartikeln. Dort wollte ich nach einem Mac-Book schauen, aber die sind selbst hier noch zu teuer. Erschrocken stellten wir fest, dass es schon halb 7 war. Die Zeit vergeht hier einfach viel zu schnell.
Da direkt an der Shoppingmall die Station vom Skytrain (Zug) ist, wollten wir dieses Transportmittel auch noch ausprobieren. Es ist sehr günstig, aber da wir die Haltestelle in der Nähe vom Hostel nicht wussten, wurde es kompliziert. Zum Glück konnte die Dame am Schalter uns helfen und wir bekamen das richtige Ticket für nur ein paar Cent. Man bekommt elektronische Karten wie in Australien die man einstecken muss, damit sich die Schranke die zum Gleis führt, öffnet. Am Gleis gibt es Glastüren, sodass man gleich weiß wo man stehen muss. Dieses System ist total modern und fortschrittlich und auch die Züge sind neu. Nach einer Haltestelle mussten wir umsteigen und auf der Rückseite der Fahrkarte ist auch gleich ein Plan, sodass man weiß mit welcher Linie man fahren muss. Die Züge fahren regelmäßig alle paar Minuten und Deutschland könnte sich daran ein Beispiel nehmen. Zu unserem Erstaunen kamen wir sogar an der richtigen Haltestelle raus und fanden unser Hostel.
Jonas wartete schon und mit Thomas, einem Norweger aus unserem Zimmer suchten wir was zu Essen. In einer großen Shoppingmall in der Nähe des Hostels fanden wir einen guten, günstigen Italiener mit ordentlichen Portionen. Das Abendessen schmeckte uns allen gut.
Der Abend war noch jung und im Internet suchten wir nach Skybars. Eine die sich in Laufnähe befand wollten wir ausprobieren und liefen dort hin. Das Hotel Sofitel in dem die Bar drin ist, sah schon so luxuriös aus, dass wir dachten wir kommen da mit unserem Touri-Outfit (Flip Flops und kurze Hosen) nicht rein. Die zwei Bediensteten guckten sich auch komisch an und eine Frau nahm uns mit zum Aufzug. Oben im 29. Stock angekommen wurden wir von einer total verrückten Angestellten empfangen die uns gleich zu den Schuhen brachte. Jeder von uns musste sich ein Paar Schuhe raussuchen die dort standen. Somit sahen wir zwar immer noch aus wie vorher, aber hatten wenigstens viel zu große Glitzerballerinas bzw. Stoffschuhe an. Die lustige Empfangsdame tanzte los und wir sollten in einer Reihe hintereinander tanzen. Wir lachten uns kaputt und liefen so durchs Restaurant.
Die Aussicht von der Park Society Rooftop Bar auf das nächtliche Bangkok war gigantisch und wir waren alle beeindruckt. Es war nichts los und wir fanden Platz an Hochtischen wo wir gleich Antipasti serviert bekamen. Die Preise waren zu hoch für unser Budget und wir blieben bei Bier. Thomas dem Norweger gefiel es auch und wir hatten einen schönen Abend.
Den anderen war es nicht mehr nach feiern gehen und so traten wir nach zwei gemütlichen Bier den Heimweg zum Hostel an. Dort kommt man an vielen schönen Straßenständen mit Klamotten vorbei, aber wir hatten schon genug Shopping für diesen Tag unternommen.

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Liebe Grüße vom tollen Bangkok
Nadine

Off to Bangkok

Samstag, 09.07.2016

Um 5 war die Nacht dann vorbei, weil jemand total laut Musik hörte und zwei Burmesen sich in unangebrachter Lautstärke unterhielten.
Bin ich froh, wenn die letzte Busfahrt auf dieser Reise vorbei ist. Auf der Straße war schon einiges los und der Verkehr war abartig. Um 8 erreichten wir endlich den Busbahnhof von Yangon. Von dort aus wollten wir ein Taxi zum Flughafen nehmen. Die beiden die mit mir das letzte Mal im Taxi waren, mussten auch zum Flughafen und wollten sich ein Taxi mit uns teilen. Leider stressten sie wieder total rum, weil wir verhandelten. Sie regten sich total über uns auf und sagten, dass das ein unmögliches Verhalten sei und fragten, ob wir kein Gewissen hätten und sagten wir sollen doch einfach zahlen, was von uns verlangt wird. Wir guckten uns alle geschockt an und wussten gar nicht was wir sagen sollten. Jeder weiß, dass man überall in Süd-Ost-Asien und vor allem beim Transport verhandeln muss. Als wir ein Taxi hatten und dann auch wegen den beiden keine weiteren Verhandlungen mehr durchführten, sagten sie es sei nicht genug Platz, liefen davon und ließen uns stehen. Es war wohl genug Platz und dieses Verhalten von den beiden machte uns sprachlos.
Unterwegs kamen wir an den „Slums“ von Yangon vorbei. Man sah sehr viel Armut, alles war überflutet vom Regen und die Leute laufen quasi in Seen. Alles war zugemüllt, richtige Häuser gibt es nicht und das war sehr schockierend zu sehen. Der Fahrer kannte alle Abkürzungen und nach einer halben Stunde waren wir am Flughafen von Yangon. Dort hatten wir fast 5 Stunden bis unser Flug ging.
Erst setzten wir uns in ein Café um zu frühstücken, wo ich ein ekeliges Brot mit Käse und Honig und zwei laufende Eier bekam. Dann machten wir uns im Hungry Jacks breit und vertrieben uns die Zeit. Zum Glück waren wir rechtzeitig dran, denn bei AirAsia herrschte das absolute Chaos. Was dort vorging, war unbeschreiblich. Seit 1. Juli wurde am Flughafen nämlich ein neues Terminal eröffnet und anstatt 15$ beträgt die Flughafensteuer damit nun 20$. Als wir am checkin standen, wurden wir zu einer anderen Schlange geschickt um die fehlenden 5$ nach zu bezahlen. Danach hätten wir uns wieder an der Schlange vom checkin anstellen sollen. Den anderen Reisenden ging es natürlich genau so und so entstand ein heilloses Durcheinander. Organisation gab es nicht und das Personal könnte auch gleich sagen, dass man sich in der anderen Schlange anstellen sollte. Ein Mädel und ihre Mutter sollten 75$ für ihr Gepäck zahlen, weil AirAsia einen Fehler gemacht hatte. Kurzerhand öffneten sie ihren Koffer, kleideten sich ein wie im Winter und zogen an was ging. Zwei andere Jungs aus Amerika wollten dasselbe machen. Nach einer halben Stunde ging es in der Schlange immer noch nicht vorwärts, weil keiner von AirAsia wusste was zu tun war. Dann verschwand auch noch angeblicherweise die Internetverbindung und wir wurden immer ungeduldiger. Dass wir rumstressten beschleunigte den Prozess leider nicht. Als wir nach fast einer Stunde endlich einchecken konnten, waren wir froh.
Im neuen Terminal 1 war nichts los. Kein Wunder, wenn hier auch nur 4 Flüge am Tag gehen. Die Arbeitsaufteilung ist deshalb umso abenteuerlicher und wir lachten uns kaputt. Auf dem Klo stehen 2 Leute und putzen den ganzen Tag. Es gibt mindestens 5 weitere Leute die ständig mit dem Wischmopp hin und her wischen, 2 Leute saugen den lieben langen Tag den neuen Teppich, einer hält das Kabel vom Staubsauger und neben der Sicherheitskontrolle hielten gerade 10 Angestellte aus Langweile ein Kaffeekränzchen an einem Tisch. Trotzdem geht hier nichts voran und bis hier mehrere Flüge an einem Tag gehen können, muss noch viel geübt werden.
Im Burger King wurde noch das Personal eingewiesen und viele Läden hatten noch gar nicht eröffnet. Wenn wir hier in ein paar Jahren wieder her kommen, bin ich gespannt wie sich das entwickelt hat.
Unser Flieger hatte Verspätung und als ich die dunklen Wolken am Himmel sah, bekam ich schon wieder mittelmäßige Panikattacken. Zum Glück habe ich Lena dabei die mir mit meiner Flugangst seelischen und moralischen Beistand leistet.
Pünktlich zum Start fing es an zu regnen was der Himmel her gab und die Startbahn stand nach kurzer Zeit unter Wasser. Als der Regen kurz schwächer wurde, hoben wir ab. Zum Glück war der Flug nur eine gute Stunde lang und erstaunlicherweise war er ganz ok. Ein paar Mal ruckelte es und ich war froh als wir landeten. Bangkok erwartete uns mit fast klarem Himmel und es waren nur weiße Wolken zu sehen.
Vom Flughafen nahmen wir ein Uber (privates Taxi) zu unserem Hostel Bodega. Die Fahrt durch die Rush-Hour dauerte nochmal eine geschlagene Stunde und als wir endlich im Hostel ankamen war 5 Uhr und das hieß, dass wir nun schon 24 h unterwegs waren.
Im Hostel traf ich Welshy wieder mit dem ich mit dem Motorrad durch Vietnam gefahren bin. Wir hatten uns viel zu erzählen und es war schön ihn wieder zu sehen.
Lena, Jonas und ich liefen los um nach was essbarem zu suchen. Ein italienisches Restaurant sah gut aus und die Karte sagte, dass es nicht zu teuer ist. Als wir saßen, stellten wir aber fest, dass die Preise höher als erwartet waren, aber gehen konnten wir auch nicht mehr. Zusammen bestellten wir guten, hausgemachten Sangria. Lena und ich hatten Gnocci und ohne Übertreibung musste man diese auf dem Teller suchen. Nach dem Essen hatten wir beide noch mehr Hunger als davor und mussten mit knurrenden Mägen das Restaurant verlassen. Jonas wurde auch nicht richtig satt und diese Erfahrung war enttäuschend.
Jonas war bei seinem letzten Bangkok-Besuch schon in diesem Viertel und wusste eine gute Bar. Dort war die Hölle los und am Samstagabend viele Leute unterwegs. Wir hatten Glück noch einen Platz in der Bar zu bekommen und tranken noch gemütlich ein Bier.
Zurück ging es durch die Rotlichtstraße und das war sehr schockierend. So viele junge, hübsche Mädels (oder Ladyboys) die halbnackt dort rum stehen und sich verkaufen müssen. Es hat unzählig viele Bars und noch mehr Touristen. Wir waren froh als wir da wieder weg waren.
Natürlich waren wir alle müde und es war auch schon 11 als wir zurück waren. In dieser Nacht werden wir alle gut schlafen können und wir haben sehr bequeme Betten.

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CIP – Lounge?

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Welshy und ich

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Liebe Grüße von Bangkok
Nadine

An interesting world on a lake

Freitag, 08.07.2016

Unser letzter gemeinsamer Tag zu viert brach an und wir wollten nochmal was schönes unternehmen, bis uns am Abend die Busse trennen sollten. Wir hatten über ein Reisebüro eine Bootstour auf dem Inle Lake gebucht. Das ist die bekannteste Attraktion dieser Region und wir freuten uns alle sehr. Sogar der Himmel machte uns Hoffnung auf einen regenfreien Morgen.
Vom Reisebüro aus zu dem wir die Fahrräder mit nahmen, liefen wir zum See. Auf den Booten sind maximal 5 Touristen oder 12 einheimische gleichzeitig erlaubt. Wir waren aber ja sowieso nur zu viert. Hintereinander saßen wir auf Gartenstühlen. Das Boot ist tatsächlich sehr klein.
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Der 120 km² große See (zweitgrößter Myanmars) hat einiges zu bieten (https://de.wikipedia.org/wiki/Inle-See). Er ist 22 km lang, 10 km breit und an der tiefsten Stelle 3,7 m tief. Die Natur ist sehr schön und es herrschte selbst um 8 morgens schon reger Bootsverkehr. Was seht interessant zu sehen ist, sind die schwimmenden Dörfer. Die Leute leben hier in einer Art Pfahlbauten auf dem See. Die Häuser stehen auf Holzstelzen und der See dient als Dusche, zum Wäsche waschen, zum Anpflanzen von Gemüse, Früchten und Blumen und außerdem als Toilette. Neben den Häusern gibt es dafür Holzverschläge und der Unrat geht direkt ins Wasser. Innerhalb des Sees und am Seeufer gibt es insgesamt 17 Dörfer, die überwiegend von Intha (Kinder des Sees) bewohnt sind. Insgesamt wohnen hier 70.000 Menschen.
Der See ist außerdem berühmt für seine Einbein-Ruderer die es nur hier gibt. Sie stehen am Ende des Bootes und umklammern mit einem Bein das Ruder. Somit haben die Fischer beide Hände frei um das Netz auszuwerfen.
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Der erste Stopp war der Markt in Ywama. Dieser findet nur Freitag morgens statt und es herrschte reger Betrieb. Von Schmuck, über Klamotten bis Fleisch und Gemüse wird alles angeboten und es waren gleichermaßen viele Touristen wie einheimische da.
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Wir hielten später an einer Silberfabrik auf dem See und sahen wie so ein Haus von innen aussieht. Es wurde uns erklärt wie das Silber gewonnen wird, was sehr interessant ist.
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Als wir mitten auf dem riesigen See waren, fing es an zu regnen. Gut, dass es wenigstens zwei Schirme gab und ich bekam eine Art Regenfolie.
Der nächste Stopp war eine Fabrik in der Zigarren hergestellt wurden. Jede der drei Frauen die dort arbeiten, stecken täglich 300 Zigarren zusammen. Für den Filter wird die Hülle von Mais verwendet, für die Hülle Blätter und der Tabak ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen, z. B. Banane. Der nächste Stopp wäre eine Seidenfabrik gewesen, aber da das uns alles an eine Kaffeefahrt erinnerte und wir nicht den ganzen Tag auf dem See bleiben wollten, ließen wir das zur Freude von unserem Kapitän aus.
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Das Highlight war der Stamm der Longneck-Frauen (langer Hals). Die Longneck-Frauen haben Ringe um den Hals damit sich dieser streckt. Diese Ringe sind sehr schwer und es sieht schmerzvoll aus. Außerdem sahen die drei älteren und die junge Frau sehr unglücklich aus und ein Mädel das am Weben war sah aus als ob sie weinte. Ich hätte auch keine Lust mich den ganzen Tag von Touristen beglotzten zu lassen die nicht mal was zahlen.
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Als nächstes sahen wir eine Schirmfabrik. Hier wird Bambus im Wasser aufgeweicht, zurechtgebogen, getrocknet und bemalt. Es gibt Regen-, und Sonnenschirme die sehr schön aussehen.
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Den anderen reichte es für diesen Tag, aber ich wollte noch das berühmte Katzenkloster (Nga Phe Kyaung) anschauen. Dort leben wie der Name schon sagt sehr viele Katzen um die sich die Mönche kümmern. Wie alles hier ist das ebenfalls auf dem Wasser und schön zu sehen.
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„Das Nga Phe Kyaung-Kloster ist ein 160 Jahre altes Kloster. Als Attraktion gab es hier von Mönchen dressierte Katzen, die durch kleine Reifen sprangen. Aus diesem Grund wird das Kloster auch immer noch Monastery of The Jumping Cats genannt. Die Vorführungen gibt es nicht mehr, da dies der neue Abt nicht wünscht.“
Der letzte Stopp war die Phaung Daw U Pagoda. Hier sind fünf Buddhafiguren, die jedes Jahr wegen dem Phaung Daw U Festes in der königlichen Barke von Dorf zu Dorf gefahren werden. Da wir auf unserem Trip nun schon so viele Tempel und Pagodas gesehen haben, war das nun absolut nichts Besonderes mehr. Wie immer war es sehr dreckig, es hatte viele Tauben und es ist nicht angenehm hier barfuß zu laufen.
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Somit schipperten wir langsam und gemächlich wieder zurück und es regnete wieder. Der Kapitän ist immer so dicht an den anderen Booten vorbeigefahren, dass wir ein paar Mal nass wurden.
Zum Mittagessen gingen wir nochmal zu dem Italiener bei dem wir bereits waren und es schmeckte wieder sehr gut. Den Reis werde ich definitiv nicht vermissen, wenn ich wieder zu Hause bin.
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Gemütlich radelten wir zu einem Supermarkt und kauften Snacks für unsere Busfahrt. Zurück im Hotel wollte Bianca noch duschen und wir legten uns so lange auf Holzbänke um uns ein bisschen auszuruhen. Da unser Zimmer noch nicht gemacht war, konnten wir dort nochmal für eine halbe Stunde rein. Und uns wurde nicht erlaubt spät auszuchecken, obwohl die das Zimmer sowieso nicht brauchen…
Nach einer kleinen Pause radelten Lena, Jonas und ich wieder los ins französische Restaurant vom Vortag. Dort hatten wir uns mit den Jungs von Israel zu einem Kaffee verabredet. Zuvor kam aber der traurige Teil des Tages: Wir mussten uns von Bianca verabschieden. Ihr Bus fuhr bereits um 3 und da sie noch den Norden von Myanmar machen will, trennen sich an dieser Stelle unsere Wege. Es ist immer traurig sich zu verabschieden und wenn man fast 3 Wochen zusammen reist und 24 Stunden am Tag miteinander verbringt, wächst man schnell zusammen. Außerdem ist unsere Gruppe einmalig und alle so herrlich unkompliziert. „Was sollen wir machen?“ -“Mir egal“. „Wo sollen wir zum Essen hin?“ – „Mir egal.“ Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht und Biancas typisch australisch direkte Art werden wir alle vermissen. Jonas hat spontan denselben Flug nach Bangkok wie wir gebucht, weil er uns nicht verlassen will.
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Mit den Israeli Jungs war es sehr witzig im Café und die sind auch immer für Späße zu haben und erzählen lustige Geschichten. Sie brachten uns viele israelische Wörter bei und sie lernten ein bisschen Deutsch. So können wir nun „Kuhscheiße“ und alle anderen möglichen Worte in israelisch sagen. Wir saßen ewig zusammen und mussten uns dann verabschieden um unseren Bus zu bekommen.
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Wir hatten es geschafft mit den Fahrrädern dem Regen zu entkommen. Mit einem Tuk Tuk wurden wir vom Hotel abgeholt und zu dem Reisebüro gebracht das sehr nah war. Uns wurde gesagt, dass der Bus hier her kommt, aber dann kam ein anderes Taxi. Wie immer wurden wir gequetscht bis keiner mehr Luft bekam und unser schweres Gepäck kam aufs Dach. Zum Glück gab es eine Regenplane, denn es schüttete wieder was der Himmel her gab. Mit im Taxi waren wieder die beiden vom Hinweg die mich dumm angemacht hatten, als ich verhandelt hatte.
Zum Glück war der Bus schon da und wir konnten gleich rein. Im Gepäckfach stapelten sich die Reissäcke und so musste das ganze Gepäck mal wieder in den Bus. Es waren sehr viele Burmesen da und der Bus war sehr voll. Wie immer konnte man die Sitze nicht richtig nach hinten machen und das versprach eine neue, unangenehme Fahrt.
Um 8 fuhren wir los und es fing schon nicht gut an. Es ging über Serpentinen und Berg hoch und runter. Mir macht das nichts, aber Lena fühlte sich nicht gut. Damit war sie nicht die Einzige, denn nach unserer halbstündigen Essenspause ging es los. Direkt vor uns entleerte sich der Magen eines Burmesen. Wir hatten keine Ahnung wo der ganze Mageninhalt landete, aber das Geräusch war grauenhaft. Als wir nach einer Stunde dachten es kann schon gar nichts mehr kommen, ging es immer noch weiter. Hinter uns fing außerdem ein anderer an und ich wünschte mich sehr weit weg. Lena fragte mich ein paar Mal, ob ich ihre Ohrstöpsel wollte. Irgendwann gab sie mir dann einen von ihren Ohrstöpseln und einen Köpfhörer vom MP3 Player. Das half auch nicht wirklich, aber wenigstens hatten wir Ablenkung. So konnten wir beide nicht wirklich schlafen und auch Jonas war lange wach.
Zu allem übel fing ein blinder Mönch an, den Mann hinter ihm lautstark anzustressen. Er brüllte aus unerklärlichen Gründen durch den ganzen Bus, war völlig außer sich und hörte gar nicht mehr auf. Ich überlegte, ob ich aus dem fahrenden Bus springen sollte. Keiner konnte den unmöglichen Mensch beruhigen und nach gefühlt einer Stunde setzte ein Busangestellter den jungen Mann hinter dem Mönch um und dann war Ruhe.
Es war dann bereits 1 Uhr als ich das letzte Mal auf die Uhr schaute. Das wird eine sehr vielversprechende Nacht, dachte ich mir. Am Anfang hatte ich noch gesagt, dass der Bus langsam fahren soll, dass wir nicht so lange am Flughafen warten müssen, aber diese Meinung änderte sich schnell.
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Grüße von der Horrorbusfahrt
Nadine

Trekk from Kalaw to Nyaung Shwe (Inle Lake)

Lena hat die Erlebnisse vom Trekk (bei dem ich nicht dabei war) zusammen gefasst
Montag, 04.07. – Mittwoch, 06.07.2016 Trekk von Kalaw nach Nyaung Shwe

Nach unserem faulen Tag in Kalaw, ging es dann am nächsten Tag für Bianca, Jonas und mich auf zum 3 Tage Treck nach Inle Lake. Insgesamt sind es 70km zu laufen und es hieß die Strecke sei für Anfänger geeignet. Es kostete uns gerade mal 40$ inkl. Übernachtung und Essen. Morgens um 8 trafen wir uns bei Uncle Sam, worüber wir die Tour gebucht hatten. Zu unserer Truppe kamen noch die 3 Israelis Or, Iftach und Golan und unser Tour Guide Soe. Dann ging es auch direkt los und wir mussten erstmal einen Berg hochlaufen, was gleich richtig in die Beine ging. Die ersten 5km unserer Strecke ging auf und ab durch Wälder. Alles war vom Regen matschig und rutschig und wir mussten schon nach kurzer Zeit feststellen, dass dieser Treck alles andere als einfach wird. Die Jungs hatten weniger Probleme und nachdem uns Soe einen Wanderstock organisiert hatte, war es auch für uns einfacher das Gleichgewicht im Matsch zu halten. Natürlich wie es so sein muss, regnete es ununterbrochen. Wir waren alle froh als der erste Teil hinter uns lag und wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Der Ausblick war schon hier grandios. Es war zwar bewölkt, aber man konnte trotzdem sehr weit in die Täler sehen und zum Glück hörte der Regen endlich auf. Als wir unsere ersten 15km hinter uns hatten, hielten wir bei einer einheimischen Familie zum Mittagessen. Auch eine andere Gruppe bekam hier etwas zu essen. Jonas bekam eigentlich wie immer eine Art Reis und für uns gab es Fladenbrot mit leckerem Gemüse, sowie Grüntee aus der Region. Weiter ging unser Weg auf und ab durch die Berge. Die Wege waren sehr einfach zu laufen und so kamen wir auch mit den Israelis ins Gespräch. Alle 3 gingen nach Ihrer Schule zur Armee. In Israel müssen alle egal ob männlich oder weiblich nach der Schule für 2-3 Jahre in die Armee gehen. Der Grund hierfür sind die Nachbarstaaten Israels. Sie müssen im Fall der Fälle immer vorbereitet sein, falls etwas passieren könnte. Sie erzählten uns auch, dass Sie teilweise 20 Stunden am Stück laufen mussten. Kein Wunder das die 3 mit diesen Wegen die wir gingen gar kein Problem hatten. Am Nachmittag liefen wir fast ausschließlich auf Schienen. Zwischendurch mussten wir von den Schienen runter, weil ein Zug kam. An einem Bahnhof machten wir eine Tee-Pause und sammelten unsere letzte Kraft um das letzte Stück bis zu Soe’s Familie zu laufen. Hier wurden wir über Nacht einquartiert. Das Haus war sehr einfach gebaut. Es gab kein fließendes Wasser und Strom gibt es auch nicht. Betten werden auch völlig überbewertet und so mussten wir auf einer dünnen Matratze auf dem Boden schlafen. Soe lebt hier mit seiner Mutter und seinem Bruder. Was mit seinem Vater ist, trauten wir uns nicht zu fragen, aber wir gehen davon aus, dass er tot ist. Das Haus hatte 2 Stockwerke unten war ein kleiner Raum in dem gekocht wurde und Soe und sein Bruder übernachteten und eine Art Lagerraum für Lebensmittel, welcher eigentlich gar nicht ausgebaut war. Im oberen Stockwerk gab es einen größeren Raum in dem wir untergebracht wurden und ein kleiner abgetrennter Bereich für die Mutter. Wer jetzt fragt wo das Bad ist, gibt es nicht. Dusche? Was ist das? Wir konnten uns draußen in einer kleinen Kabine mit Regenwasser waschen und um auf das Klo zu gehen, musste man durch den Garten auf eine Art Plumpsklo. Erst wenn man sieht, wie wenig diese Menschen besitzen und doch irgendwie glücklich sind, realisiert man erst was für einen hohen und unnötigen Anspruch wir selbst haben. Zum Abendessen gab es Reis und alle möglichen Arten von Gemüse, was uns allen ziemlich gut schmeckte. Schon um 8 Uhr fielen wir alle tot ins Bett und nach 25km an unserem ersten Tag schliefen wir auf dem harten Boden sogar relativ gut.
An unserem 2ten Tag wurden wir um 6.30Uhr mit Frühstück geweckt. Wer nun denkt wow Frühstück am Bett, muss bedenken das es Reis gab und um halb Sieben morgens war es für uns alle nicht gerade einfach Reis zu essen. Um kurz nach Sieben waren dann alle gerichtet und los ging unser 2ter Tag der Wanderung. An diesem Tag mussten wir wieder ca. 25km laufen. Schon die ersten paar Meter kosteten uns alle Kraft die wir hatten. Es hatte in der Nacht sehr stark geregnet und dadurch wurde alles ziemlich matschig und rutschig und dazu ging es noch bergauf, was das Ganze nicht wirklich einfacher machte. Wir waren schon ziemlich schnell am Fluchen, weil wir nur Turnschuhe anhatten. Aber schon nach ein paar Kilometer war der Weg deutlich besser und die Natur war traumhaft. Diese Region macht die Menschen aufgrund des Gemüseanbaus sehr wohlhabend. Das Schöne an der Regenzeit ist, dass alles grün ist und blüht. Im Moment ist auch Erntezeit und so konnten wir immer wieder Bauern sehen die gerade Kohl, Karotten, Ingwer, Tomaten und vieles mehr geerntet haben. Ihr müsst euch das so vorstellen wie in Deutschland vor 50-60 Jahren, alles von Hand, keine einzigen Maschinen und wenn dann nur mal ein Kuhkarren der die Ernte transportierte. Ganz selten waren auch LKW’s für das geerntete Gemüse im Einsatz. Auch das Wetter war hier auf unserer Seite. Unterwegs lernte ich noch ein paar Worte Hebräisch. Chara schell para heißt zum Beispiel Kuhscheiße. Wir hatten viel Spaß mit der jeweils anderen Sprache und mein Lehrer Or war sogar ganz zufrieden mit meiner Leistung. Ich versuchte ihnen «du hast schöne Augen» beizubringen, was nach ein bisschen üben auch geklappt hat. Gegessen haben wir wieder bei einer einheimischen Familie und nach 1 Stunde Siesta ging es weiter. Wir haben uns schon gefragt warum wir solange Pause gekriegt haben, aber schon nach kurzer Zeit wussten wir warum. Der Rest unseres Weges brachte uns fast um. Bianca und ich wollten schon nach kurzer Zeit aufgeben. Natürlich kam zu dem Knöchelhohen Matsch auch noch Regen. Wir waren so sauer, dass uns nicht erzählt wurde, wie gefährlich es sein wird, wenn es regnet. Wir fragten uns etliche Male, ob wir hierfür wirklich Geld bezahlt haben. Nicht nur einmal fielen die Worte «Fuck this shit». Nachdem meine Schuhe irgendwann im Wasser standen und meine Laune nicht die Beste war, wollte ich nur noch ankommen, meine nassen Klamotten ausziehen und mich ins Bett legen. Aber leider wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht, dass dieser Weg für über 6km so sein wird. Wir haben uns wirklich durch den Kopf gehen lassen, den letzten Tag zu streichen und uns mit dem Taxi zum Inle Lake fahren zu lassen. Als wir nach einer gefühlten Ewigkeit endlich ankamen, waren wir alle sehr dankbar und haben erstmal den ganzen Dreck abgewaschen. Als alles mehr oder weniger (eher weniger) sauber war, wurde die Laune in unserer Gruppe wieder etwas besser. Da wir keine Ahnung haben, wie das so in Israel abläuft, haben wir die Jungs über alles ausgefragt. Wie viele Frauen die Israelis haben dürfen? Wie viele Ziegen bzw. Kühe eine Frau kostet? Ob die Hochzeiten arrangiert sind oder nicht? Die Jungs mussten lachen und erklärten uns dann, dass Sie auch Beziehungen mit Kühen oder Ziegen haben dürfen und das vor allem an der Grenze üblich sei. Was natürlich alles nur Spaß war. Wir mussten viel lachen und so ging auch dieser Tag mit ein paar beschissenen Stunden um 8.30 Uhr zu Ende.
Am 2ten Tag sind wir wieder 25km gelaufen und so mussten wir an unserem letzten Tag nur noch 16km laufen. Endlich spielte das Wetter mit. Es hatte nachts nicht geregnet und die Wege waren trocken. Auch unsere neu gekauften 3€ Schuhe blieben trocken. An diesem Tag ging es hauptsächlich bergab und nach schon 50 gelaufenen Kilometern, war es doch nochmal sehr anstrengend sich zu konzentrieren und darauf zu achten wo man hinläuft. Iftach und Jonas hielten zwischendurch kurz an um Bilder zu machen und dann waren Sie auch schon weg. Irgendwann haben wir Sie in der Ferne rufen hören. Unser Guide lief sofort in die Richtung von der die Rufe kamen. Sie wussten nicht mehr wo wir waren und haben sich total verlaufen. Nach etlichen Rufen durch die Büsche, haben wir Sie irgendwann wiedergefunden und unsere Gruppe war wieder komplett. Wir haben uns unterwegs alle super unterhalten und die Jungs haben mir Israel sehr als Reiseland empfohlen. Wer weiß vielleicht schaffe ich es ja irgendwann dahin, auf jeden Fall sind wir bei den Jungs eingeladen, bekommen dort ein Bett, eine warme Dusche und Trinkwasser. All das was wir in den letzten 3 Tagen nicht hatten.
Die Natur war an allen 3 Tagen, trotz schlechten Bedingungen überragend, die Aussicht war wunderschön und auch die Einheimischen auf unserem Weg waren alle sehr nett und freundlich. Als endlich der Inle Lake in Sicht war, waren wir alle doch sehr froh unser Ziel vor Augen zu haben. Kurz vor dem Lake bekamen wir noch Mittagessen und danach mussten wir nochmal 10 Minuten bis zum Boot laufen. In unserem Preis war auch eine Bootsfahrt zum anderen Ende des Sees inbegriffen. So konnten wir schon mal einen kurzen Eindruck vom Inle Lake bekommen. Nach 1 Stunde Bootsfahrt kamen wir in dem Städtchen Nyaung Shwe an. Unser Hostel lag natürlich 2 km vom Anlegeplatz entfernt. Aber nach 68km kam es auf die 2km auch nicht mehr an und wir liefen zu unserem Hostel. Uns schmerzte alles und wir freuten uns endlich wieder Nadine zu begrüßen die schon auf uns wartete. Sie musste nicht schlecht lachen, als wir alle mit Sonnenbrand angekommen sind. Regnet es mehr oder weniger zwei Tage & ist dann einmal paar Stunden schön & schon leuchten unsere Köpfe.
Trotz den teilweise fürchterlichen Bedingungen, bin ich im Nachhinein wirklich froh den Treck gemacht zu haben. Ich kann trotzdem raten, nicht mit Uncle Sam die Tour zu buchen, denn es gibt auch viele andere Anbieter in Kalaw, die einem mit Sicherheit besser informieren, bessere Guides haben und Ihre Angestellten besser bezahlen. Am letzten Tag haben wir auch erfahren, dass in einer anderen Gruppe eine Schwangere mitlief und spätestens da hätte die Organisation nicht nur das Geld sehen dürfen, sondern die Gesundheit der Touristen. Auch unser Guide scheint nicht gerade Spaß an seinem Job zu haben.

Lena

 

 
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Reunited

Donnerstag, 07.07.2016

Verständlicherweise schliefen die anderen lange und wollten einen ruhigen Tag haben. Nur zum Frühstück standen wir auf und legten uns dann wieder hin.
Lena und Jonas gingen zur Massage und die arme Bianca war jetzt wieder krank und blieb im Hotel.
Wir erfuhren, dass man vom Hotel aus kostenlos Fahrräder ausleihen kann. So radelten wir fröhlich los und die anderen konnten fast nicht mehr laufen.
An der Straßenseite sahen wir ein Schild zu einem französischen Restaurant und angezogen vom Kaffee setzten wir uns dort rein. Da traf ich die Leute wieder die ich in Kalaw kennen gelernt hatte. Ich bestellte Baguette mit Butter, Jonas Pommes und Lena Nudeln. Die Preise waren so hoch wie zu Hause und die Portionen so klein, dass man das Essen auf dem Teller suchen musste. Da waren wir enttäuscht und immer noch hungrig. Lena und ich wollten uns eine Waffel mit belgischer Schokolade teilen und diese war auch so klein, dass jeder nur 2 Löffel hatte. Trotzdem schmeckte es richtig gut.
Wir warteten bis der Regen aufhörte und dann radelten wir zurück. Lena und ich buchten Tickets nach Yangon von wo aus unser Flug nach Bangkok geht.
Bianca beschloss noch mit zum Abendessen zu gehen und wir setzten uns in ein gutes Restaurant an der Straße. Als wir fertig waren trafen wir wieder die israelischen Jungs und verabredeten uns in einer Bar. Diese ist riesig, total modern, aber teuer und es hatte mehr Angestellte als Gäste. Wir tranken gemütlich Bier, die anderen spielten Billard und wir hatten einen super witzigen Abend.
Ich war müde und radelte allein zurück und das Gute ist, dass man auch hier nachts allein als Frau überhaupt keine Angst haben muss. Die Leute sind total freundlich und überall saßen welche an der Straße und sangen und spielten Gitarre.
Eigentlich wollte ich um 1 nachts zum Deutschlandspiel gegen Frankreich wieder aufstehen, aber ich ignorierte meinen Wecker als er klingelte. Ich war einfach viel zu müde.
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Liebe Grüße vom Inle Lake
Nadine

Nyaung Shwe

Mittwoch, 06.07.2016

Ich schlief aus und dann genoss ich das gute Hotelfrühstück. Es gab Toast, ein Gebäck von Myanmar, Marmelade, Kaffee und Früchte. Das war gut und eigentlich wollte ich die Stadt erkunden. Leider regnete es mal wieder in Strömen und so war ich ein paar Stunden im Zimmer gefangen bis es los gehen konnte.
Da war schon Mittagszeit und ich suchte ein Restaurant. Weil ich die Nase voll hab vom Reis, gab es Spaghetti für mich. Diese waren verhältnismäßig teuer und die Portion klein.
Hier in der kleinen Stadt gibt es nicht wirklich viel zu sehen und hier hat es schon mehr Touristen als überall sonst in Myanmar. Der Inle Lake ist ein Touristenmagnet und die Einheimischen sind hier schon an uns Weiße gewöhnt.
Nach der kleinen Erkundungstour lief ich zurück zum Hotel. Da musste ich nicht lange warten da kamen die drei anderen von ihrem Trekk zurück. Die Wiedersehensfreude war natürlich groß, obwohl alle von den 70 km wandern in 3 Tagen sehr müde und fix und fertig waren. Die Begeisterung über diese Wanderung hielt sich sehr in Grenzen, zumal es am zweiten Tag den ganzen Tag geschüttet hat und sie stundenlang durch tiefsten Matsch laufen mussten (Lena hat darüber einen Blogeintrag geschrieben der bald kommt).
Das Einzige was Bianca, Jonas und Lena noch machen wollten, war essen. Wir suchten bei Tripadvisor und fanden einen Italiener. Der war tatsächlich sehr gut und es gab hausgemachte Pasta. Wir hauten alle rein und ließen es uns ordentlich schmecken. Man merkte den dreien deutlich an, wie erledigt sie waren und ich konnte das gut verstehen.
Zurück im Hotel gingen die drei dann schon sehr früh ins Bett. Da ich die Tage davor so viel geschlafen hatte, konnte ich gar nicht einschlafen und es war 2 Uhr als ich das letzte Mal auf mein IPhone guckte.

Liebe Grüße
Nadine

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Travel to Nyaung Shwe

Dienstag, 05.07.2016

Wieder schlief ich lange und ging dann das letzte Mal hier zum Frühstück. Nachdem ich mein Zeug zusammen gepackt hatte das mittlerweile überall im großen Zimmer verteilt war, checkte ich aus.
Irgendwas stimmte mit dem Zimmerpreis nicht den das Hotel mir berechnete und ich fragte nach. Das junge Mädel tat mir leid, denn sie zitterte total und bekam Schweißausbrüche. Ich sagte, dass wir den Fehler schon finden und sie sich keine Gedanken machen solle. Nachdem die Ungereimtheiten in der Rechnung geklärt waren, stellte ich fest, dass ich nicht genug Geld hatte um zu bezahlen. Die nette, junge Managerin nahm ihre Mutter mit und fuhr mich in die Stadt zum Geldautomaten. Der erste Automat funktionierte nicht, aber der Zweite und ich gab dem netten Mädel ihr Geld. Netterweise fuhr sie mich noch bis zur Bushaltestelle und so musste ich schon nicht mein Gepäck da hin schleppen. Ich hatte noch eineinhalb Stunden bis der Bus kam und lief zu Sams Trekking um nochmal dort zu essen. Diesmal gab es eine Suppe was bei diesem doofen Wetter und kalten Temperaturen genau das richtige war.
Gerade wieder an der Haltestelle angekommen, fing es in Strömen an zu regnen. Zum Glück gab es ein Dach. Ich traf einen total netten, älteren Burmesen der mit mir redete. Am Anfang dachte ich er ist ein bisschen verwirrt, aber er sagte mir er würde den richtigen Bus für mich anhalten. Ich wusste nicht, dass man die Busse anhalten muss und war froh, dass er das für mich machte. Niemals hätte ich den richtigen Bus erwischt und der Fahrer konnte kein Englisch.
Die Fahrt nach Nyaung Shwe am Inle Lake dauerte nicht mal 2 Stunden und die Landschaft war total schön. Der Bus war der beste den wir bisher hatten. Die Sitze konnte man ganz nach hinten klappen, er war modern und der Fahrer fuhr echt angenehm. Es waren wieder nur einheimische da und ich war eine Attraktion.
Für den Inle See muss man sage und schreibe 12,50$ „Eintritt“ bezahlen die ich an einer Art Mautstelle entrichten musste. Hier haben sie schon herausgefunden wie sie am besten Geld mit den Touristen machen können.
Als wir am Ziel hielten, fragte ich einen Tuk Tuk Fahrer wo mein Hotel sei. Er wollte Geschäft machen und verriet es mir nicht. Ein anderer Mann sagte es sei eine Stunde Fußmarsch also ging ich mit dem Tuk Tuk Fahrer mit. Die beiden anderen im Tuk Tuk sollten 1$ und ich 1,50$ zahlen. Das ließ ich mir nicht gefallen und sagte das dem Fahrer. Die beiden anderen Backpacker regten sich total darüber auf und fragten mich, warum ich denn wegen 50 ct so rum machen würde. Für 1$ wurde ich dann letztendlich zum Hotel gebracht.
Eigentlich hatte ich ein 5-Bettzimmer im Manaw Thu Kha gebucht, aber war allein. Das Hotel ist sehr schick und auch das Zimmer sieht schön aus. Es gibt hier keine Stock-, sondern Einzelbetten was gut ist. An diesem Tag wollte ich auch nicht mehr viel machen, es regnete noch und ich ging nur raus um was zu Essen zu suchen.
Somit geht ein anderer, fauler Tag zu Ende. Die anderen schickten mir Sprachnachrichten und Bilder vom Trekking und waren sehr genervt. Den ganzen Tag hatte es geregnet und sie mussten im tiefsten Matsch rum laufen. Ich hatte total Mitleid mit allen und fühlte mit ihnen mit.
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Faule Grüße
Nadine