History of 9/11 and amazing New York

Freitag, 19.05.2017

Hello Big Apple – The world is a village

Nachts war es so heiß und stickig im Zimmer, dass keiner von uns durchschlafen konnte. Alle paar Stunden wachte ich auf und um halb 8 konnte ich gar nicht mehr schlafen. Auch Vroni und Berni waren schon auf den Beinen. Es hatte keine Klimaanlage und selbst draußen war es zu warm, sodass lüften nichts brachte.

Um 10 machten wir uns also auf um endlich den Big Apple zu erkunden. Wir waren alle aufgeregt, was uns wohl erwarten würde.

Das Wetter war total auf unserer Seite, es strahlte die Sonne, der Himmel war blau und es hatte 33 Grad. Schon schnell floss uns der Schweiß runter und es ist extrem stickig.

Unterwegs setzten wir uns in einen Imbiss, frühstückten was und dann ging`s zur Tram. Man muss schon sagen, dass hier alles ziemlich runter geratzt ist. Die Tram-Haltestelle erinnert mehr an einen Horrorfilm. Es ist sehr dunkel, dreckig, stinkt und Bettler lungern herum. Für 20$ kauften wir eine Prepaid-Bahnkarte. Das System für was man welche Karte braucht, verstanden wir nicht und das ziemlich unersichtlich und kompliziert.

Es gibt keine Anzeigen an den Gleisen und man muss sich überraschen lassen, wann die Bahn kommt. Es gibt zwei Richtungen: Uptown und Downtown. Die Züge sind ebenfalls sehr alt, runter gekommen und machen einen ohrenbetäubenden Lärm.

Trotzdem brachte uns das uralte Ding an unser Ziel. Zum Glück war in der Subway fast nichts los.

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, das erste Mal vor der Skyline von New York zu stehen. Irgendwie fühlte sich das alles so surreal an. Der Blick auf diese gigantischen Wolkenkratzer und das erste Bild vom One World Trade Center (neues World Trade Center). Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und waren total geflashed vom „ersten Eindruck“ von der Weltstadt New York.

Hier wo der Brunnen ist, stand das World Trade Center

Shoppingmall

Das erste angesteuerte Ziel war das 9/11 Memorial Museum. Für 25$ und nach kurzer Wartezeit, sollten wir den 11. September 2001 sehr authentisch nachverfolgen können. Was man da sah, kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen. Die Grundmauern standen noch und wenn man sich überlegt, dass hier erst vor 16 Jahren Menschen um ihr Leben rannten und fast 3.000 Menschen umkamen, wird einem schlecht. Selbst die verbogenen Pfeiler und die kaputte Spitze eines Twintowers, waren ausgestellt. Es ist wirklich sehr berührend und einige Leute weinten. Wer weiß, welcher Besucher nicht Bekannte oder Verwandte hat, die damals betroffen waren. Beim Anhören der Aussagen von Überlebenden, bekamen wir einen richtigen Kloß im Hals. Außerdem hörte man die Aufzeichnungen von Mailboxen auf denen Menschen ihren Liebsten sagten, dass sie sie lieben, bevor sie starben. Das ging so nahe. Auch Aussagen von den Stewardessen kurz vor ihrem Tod waren zu hören. Es gab viele Bilder, Videos und Aufzeichnungen, Überbleibsel und persönliche Gegenstände zu sehen. So auch verschiedene handgeschriebene Nachrichten von Leuten die kurz danach aus dem Fenster sprangen. Man sah Fotos von springenden Menschen und von jedem Opfer war ein Bild aufgehängt. Außerdem die Aufzeichnungen der Piloten, bevor sie das Flugzeug in die Türme steuerten. Was wir in diesem Museum sahen, werden wir so schnell nicht vergessen können.

Mit einem komischen Gefühl im Bauch wegen dem Gesehenen, erkundeten wir anschließend den berühmten Finanzdistrikt „Wall-Street“. Auch hier reihen sich riesige Gebäude aneinander und es gab schöne Architektur zu sehen.

Auch in`s Tiffanys & Co. machten wir einen kurzen Abstecher, auch wenn wir uns den Schmuck wahrscheinlich niemals leisten können.

Überall an der Straßenseite waren kleine Wägen mit Smoothies, Hot-Dogs, Eis und allem was das Herz begehrt. Vroni und ich gönnten uns einen Protein-Smoothie der wirklich lecker war.

Wir wollten gerade Richtung Wasser laufen, als wir eine kleine Gasse entdeckten. Dort waren Biertische aufgestellt und es war viel los. Total urig befindet sich mittendrin ein bayrisches Lokal. Der irische Besitzer zeigte uns stolz die Inneneinrichtung aus Deutschland. Natürlich wollten sich das die waschechten Bayern Vroni und Berni nicht entgehen lassen und wir setzten uns. Bei einem schönen, kühlen, bayrischen Bier genossen wir die kurze Pause. Es wurde immer voller und neben uns hatte eine Firma ein Meeting. Was hier alles möglich ist….

Als wir das erste Mal den Hudson River sahen, staunten wir nicht schlecht. Mit Blick auf die Skyline standen wir da und ließen diesen Eindruck auf uns wirken.

Von New York aus gibt es eine kostenlose Fähre nach Staten Island, von welcher aus man einen Blick auf die berühmte Statue of Liberty hat. Das ließen wir uns nicht ergehen und enterten das riesige, alte Schiff. In der 15-minütigen Fahrt hat man den besten Blick auf die Freiheitsstatue. Uns gingen die Superlative aus und an diesem Tag jagte ein Highlight das nächste. Das erste Mal die berühmte Statue zu sehen und sich zu fühlen wie auf der Titanic, ist definitiv ein unvergessliches Erlebnis! Die Statue ist nicht so groß wie im TV immer dargestellt, aber trotzdem sehr beeindruckend. An der Reling hatten wir bei bestem Wetter eine top Aussicht auf die Lady Liberty.

Auf der Insel Staten Island, suchten wir uns was zu Essen und setzen uns in einen schönen Park. Schon lange hatte ich mich auf meine Mac&Cheese (Maccaroni mit unendlich viel Käse) gefreut. Ich wurde von dieser mega Kalorienbombe nicht enttäuscht und ließ es mir schmecken.

Weil Vroni und Melli noch kurz die „Restrooms“ aufsuchten, fuhren wir mit zwei getrennten Fähren zurück aufs Festland. Irgendwie dachten die Mädels, dass Berni und ich schon auf der Fähre seien und sind damit los gefahren. Als wir telefonierten, stellten sie fest, dass Berni und ich noch am Terminal saßen.

Zum Glück erwischten wir die perfekte Zeit. Es ging gerade die Sonne unter. Dann nochmal an der Statue of Liberty vorbei zu fahren, wenn gerade langsam der orangene Ball hinterm Horizont verschwindet, ist gigantisch. Berni und ich kamen aus dem Staunen nicht mehr raus und waren total geflashed. An der Reling hatte man außerdem eine gigantische Sicht auf die Skyline von New York. Wir knipsten die Speicherkarten voll und konnten es nicht glauben, wie schön das alles war.

Tipp: Fähre um 20 Uhr (Monat Mai) nehmen, dann hat man den Sonnenuntergang auf den Fotos.

Am Terminal trafen wir die Mädels wieder und da diese angeschlagen und müde waren, nahmen wir die nächste Subway zurück Richtung Hostel.

New York ist ein Dorf. Nachdem ich am Pier ein Pärchen, welches mit uns von Düsseldorf aus geflogen ist (und im gleichen Bus saß), wieder gesehen habe, passierte uns nochmal was. Man muss dazu sagen, dass der Big Apple mit seinen über 8 Mio. Einwohnern, nicht gerade ein Dorf ist. Wir liefen also gerade wieder zum Hostel zurück, als uns das selbe, ältere Paar begegnete, welches wir morgens am World Trade Center um ein Foto von uns baten. Diese erkannten uns auch gleich wieder und die Deutschen die auf den Bahamas leben, waren super nett. Das gibt’s doch nicht, dachten wir.

Im Hostel schliefen die anderen dann ziemlich schnell ein und ich blieb noch eine ganze Weile wach und hielt mich im Gemeinschaftsraum auf.

Nach den 14.981 Schritten und 9,44km, schliefen wir alle wie die Steine.

Liebe Grüße aus der hammer Stadt New York

Nadine

Will we ever see New York?

Donnerstag, 18.05.2016

Ich weiß, warum ich immer so rechtzeitig dran bin!

Jetzt aber mal alles von vorne. Der Tag der großen Reise über den Teich stand an. USA ich komme! Morgens stand ich sehr rechtzeitig auf um noch packen zu können. In aller Ruhe schaufelte ich mir ein paar Cornflakes rein; Hunger hatte ich vor lauter Aufregung sowieso nicht. Schnell gings noch zur Bank, weil ich keinen Cent Bargeld mehr hatte. Dollar hatte ich mir bereits vor ein paar Tagen eingetauscht.

Noch einmal die ausführliche Packliste durchgegangen, dem Hund einen Kuss gegeben und auf zum Bus. Vor dem Bus hatte ich ehrlich gesagt ein bisschen Angst. Dorfbusse sind ja nicht gerade für ihre Zuverlässigkeit bekannt. Wenn man ein eigenes Auto hat, nimmt man diese ja sowieso nie in Anspruch. Der Bus war sogar pünktlich und der Türk-Schwabe Yusuf war ein cooler Fahrer. Als er sagte, dass er mir zwar den Preis für mein Gepäck erlassen würde, ich beim Erwischt werden aber 80 € Strafe zahlen müsse, zahlte ich lieber. Ich bin ja ein ehrlicher Bürger und es kostete ohnehin nur 2,15€. Die Fahrt war kurzweilig und wir kamen darauf, dass er mal bei der Firma arbeitete, in der ich jetzt bin.

Die S-Bahn war pünktlich, aber leider kam schon bald die Durchsage: Signalstörung! Na super! Wie ich die Deutsche Bahn liebe. Die Bahn tuckerte also mit nur wenigen km/h vorwärts. Mein Herz schlug immer schneller, je näher wir dem Hauptbahnhof kamen. Den ICE bekomme ich nie!

11:45 Uhr: S-Bahn kommt endlich mit 20 Min. Verspätung am Hauptbahnhof an und Nadine rennt um ihr Leben. Mit dem Gepäck ging`s Treppen rauf, wieder runter, noch schnell einmal fragen wohin und die Beine in die Hand nehmen.

11:50 Uhr: ICE fährt ein und Nadine rennt mit den letzten Kräften zu Gleis 10.

Endlich sitzen. Ich war nervlich fix und fertig und konditionell noch mehr. Hätte ich die letzten Wochen doch mal mehr Intervalltraining betrieben. Der ICE setzte sich gleich in Bewegung und ich atmete auf. Mit den nachfolgenden Zügen wäre ich immer noch total rechtzeitig am Flughafen angekommen, aber hätte 5 Mal umsteigen müssen. Da ist die Chance groß, dass man einen Zug verpasst oder den Weg nicht findet. Vor allem, wenn man mich kennt 😉 Ich lernte zwei nette Anfang 50er kennen, die auch so gerne Reisen. Wir unterhielten uns über viele Länder und führten gute Gespräche. Außerdem hatte ich WLAN im ICE. Leider war die Klimaanlage so kalt eingestellt, dass alle froren. Trotz Jacke war mir kalt. Außerdem regnete es in Strömen.

Kölner Dom

Am Hauptbahnhof in Düsseldorf musste ich noch einmal umsteigen. Da der ICE auch nicht pünktlich ankam, wusste ich, dass ich die S-Bahn nicht mehr erreichen würde. So lief ich gemütlich allen hinterher die Koffer dabei hatten. Das war falsch und da stand nichts vom Flughafen dran. Als ich auf mein Ticket schaute, dann Panik: In einer Minute sollte die Bahn fahren, aber 7 Gleise weiter. Mal wieder rannte ich was das Zeug hielt. Nur weil der Fahrer so nett war und wartete, schaffte ich es noch rechtzeitig. Dann fand ich mich endlich am Flughafen von Düsseldorf wieder. Erst einmal aufatmen.

Melli die in Berlin wohnt, flog von Berlin nach Düsseldorf. Als ich noch im Zug, saß schrieb sie mir, dass sie nicht starten könnten, wegen einem Unwetter in Düsseldorf. Ganz klasse! Da stieg meine Panik vor dem Fliegen gleich noch mehr an. Mit einer Stunde Verspätung flogen sie zum Glück los Richtung Düsseldorf.

Ich bin extra früher an den Flughafen, um Melli Gesellschaft zu leisten. Der Plan ging nicht auf. Dadurch, dass sie ihre Koffer bereits in Berlin aufgegeben hatte, war sie hinter der Sicherheitskontrolle. Ich musste noch warten, bis ich meinen Koffer abgeben konnte und der Schalter machte erst viel später auf. So saßen wir beide am Flughafen, aber getrennt. Bevor ich das wusste und sie anfing zu suchen, landete ich aus versehen in der Sicherheitskontrolle. Dort konnte ich mit meinem Koffer aber natürlich nicht durch. Ich entschuldigte mich und sagte, dass ich noch nie geflogen sei. Daraufhin erklärte mir der Mann wie einem Grundschulkind ganz genau was ich wann tun müsse und wo ich hin muss.

Mitten im Terminal befand sich eine Gruppe junger Männer, die mit ihrer Partymusik das ganze Gebäude beschallten und Bier in sich rein leerten. Daneben war noch Platz und ich ließ mich nieder. Gleich wurde mir ein Bier angeboten, welches ich nicht abschlug. So saßen wir zusammen und hatten witzige Gespräche. Hätte ich nie erraten, aber die Jungs fliegen nach Malle 😉

Der eine Mallebesucher der neben seinem Studium am Flughafen arbeitet, sagte mir wo ich hin müsse zum Koffer abgeben und ich verabschiedete mich. Leider war das die falsche Richtung und ich musste den ganzen Weg zurück.

Da stand ich nun als aller Erste vor der Gepäckabgabe und der Schalter hatte noch nicht mal offen. Plötzlich wurde vor mir ein roter Teppich ausgerollt. Als das Display anging wusste ich, wieso: Ich stand in der Schlange vom Priority Boarding. Die Leute die mittlerweile an den anderen Schaltern standen redeten über mich. „Guck mal, die kann sich das leisten, wow!“, so ein Kommentar. Die Dame am Schalter sagte nichts und ließ mich meinen Koffer abgeben.

Als ich dann ja zum zweiten Mal an der Sicherheitskontrolle stand, löste ich einen Alarm aus. Ganz groß stand da „Stop“, es blinkte rot und machte ein ohrenbetäubendes Geräusch. Alle drehten sich nach mir um. Ich erklärte der Dame am Schalter, dass ich schon mal aus versehen da war. Sie flüsterte mir zu ich solle schnell durch laufen und schaltete den Alarm aus.

Wie jedes Mal musste ich auch diesmal zur Sprengstoffkontrolle. Die haben einen Abstrich meiner Sachen gemacht und dann durfte ich gehen. Jedes Mal komme ich in die Kontrolle und weiß nicht, wieso.

Melli überraschte ich und tippte sie an. Sie freute sich total und wir lagen uns lange in den Armen. Das war ein Wiedersehen mit Freude. Wie die kleinen Kinder standen wir da und freuten uns. Eigentlich wollte ich mir was zu Essen kaufen, aber an diesem doofen Flughafen Düsseldorf gab`s hinter dem Sicherheitsbereich nicht mal einen MC Donalds. Und die 6€ für ein Brötchen werfe ich denen nicht in den Rachen. Melli rettete mich, weil sie ein Käsebrötchen dabei hatte.

Mit einer halben Stunde Verspätung konnten wir boarden, aber leider saßen wir nicht zusammen. In meinem Kopf hatte ich bereits den Satz formuliert um meinen Sitznachbarn zu fragen, ob er tauschen würde, sodass Melli neben mir sitzt. Bis zum Schluss wartete ich, aber es kam keiner. Da fragten wir die Stewardess nach einem Tausch und als sie auf ihrer Liste sah, dass keiner mehr kommt, durfte Melli zu mir kommen. Wir freuten uns wie kleine Kinder und fiepsten, sodass wir von allen Seiten angeschaut wurden. Wir lagen uns wieder in den Armen und konnten es kaum glauben. Der einzige Sitz der noch frei war! Ein Mädel in unserem Alter freute sich für uns mit. Wegen meiner Flugangst will ich immer am Fenster neben den Tragflächen sitzen und zufällig hatte ich diesen Platz bekommen. Dass jetzt auch noch Melli neben mir saß, gab mir ein besseres Gefühl.

Der Start war okay, aber es ruckelte die ganze Zeit leicht und eine Stunde lang leuchteten die Anschnallzeichen. Gleich gab es schon Kekse und zur Beruhigung gönnte ich mir ein kühles Bier. Zum Abendessen gab`s Tortellini mit Käsefüllung (mein Lieblingsessen) mit Tomatensoße, was sehr lecker schmeckte. Außerdem frischen Gouda, Salat, Cracker und Beerencreme. Auch das Bordpersonal war sehr freundlich und aufmerksam. Oft kamen sie mit Getränken. Ein bisschen Angst hatten wir schon; hatte doch AirBerlin in letzter Zeit für viele Negativschlagzeilen gesorgt. Umso mehr wurden wir überaus positiv überrascht. Alles klappte super und ich würde mich immer wieder für AirBerlin entscheiden. Mit dem Film „Lala Land“ vertrieb ich mir die Zeit.

Es war so kalt

New York

Mein Essen

Mellis Essen

Um Punkt 10 Uhr Deutscher Zeit, mussten wir, obwohl es hell war, die Sonnenblenden runter klappen und die Lichter wurden gedämmt. Da fing es leider wieder an zu wackeln und das wurde immer stärker. Teilweise ruckelte es richtig stark. Zum Glück konnte ich trotzdem, wenn es ruhiger wurde, ein bisschen vor mich hin dösen. Die letzten zwei Stunden waren die Anschnallzeichen konstant an und gingen bis zur Landung nicht mehr aus. Leider funktionierten die letzten Stunden die TV`s im Flieger nicht mehr. Auf der anderen Seite sah man ständig Blitze runter gehen. Zum Glück nicht bei uns.

Um halb 10 amerikanischer Zeit (3:30 deutscher Zeit) landeten wir nach siebeneinhalb Stunden in New York. Der Blick auf New York bei Nacht war atemberaubend.

Natürlich waren wir fertig und wollten nur noch ins Bett, aber wir sind ja in Amerika. Die Leute die schon mal das ESTA (Visum) beantragt hatten, sollten in eine Schlange und die, die zum ersten mal in die Staaten reisten, sollten in die andere Schlange. Da verfiel Melli schon leicht in Panik, weil sich hier unsere Wege trennten. Ich musste an einen Automaten, meine Hand für Fingerabdrücke auflegen, ein Foto machen, meinen Pass auflegen und dann mit dem gedruckten Beleg zum Officer. Dieser fragte warum ich hier sei und wie lange und schon war ich offiziell in die USA eingereist. Das ging ja schnell und super einfach. Mein Backpack kam gleichzeitig mit mir an. Leider hatte Melli da mehr Probleme. Die Schlange war super lang und es gab ganze zwei Mitarbeiter, um mehrere Maschinen abzufertigen. Ganze eineinhalb Stunden musste Melli deshalb warten. Ihr wurden viele Fragen gestellt. Wir waren heilfroh als alles geschafft war und machten uns schnell auf den Weg nach draußen. Der Flughafen John F. Kennedy ist total abgewrackt, ekelig und es hat nicht mal WLAN. Selbst in Vietnam findet man an jeder Ecke WLAN und in so einer Weltstadt wie NY gibt es am Flughafen keins…

Leider fuhr das Shuttle so spät nicht mehr, welches uns zum Hostel bringen sollte. So mussten wir nach ewigem Hin und Her einen anderen Bus nehmen. Dieser brachte uns in einer einstündigen Fahrt für 18$ mitten nach Manhatten. Von dort nahmen wir ein Taxi für 14$ ins Hostel. Insgesamt also 25$ pro Person. Es fühlte sich gut an bei diesen immer noch sehr warmen Temperaturen den Kopf aus dem Autofenster zu strecken und einen ersten Eindruck von New York zu gewinnen.

Leider standen wir um 1 Uhr vor verschlossenem Hostel und hatten nicht mal WLAN. Rezeption war seit 11 Uhr geschlossen. Eigentlich wollten wir nur noch schlafen und waren verzweifelt. Irgendwann kam ich auf die Idee, dass ein IPhone auch zum telefonieren da ist und rief Vroni an. Diese machte zum Glück auf und hatte bereits für uns eingecheckt. Wir freuten uns total uns wieder zu sehen und hatten uns viel zu erzählen. Außerdem freute ich mich, endlich Vroni`s Kumpel Berni kennen zu lernen. Da alle im 10-Bett-Zimmer bereits schliefen, saßen wir im Treppenhaus und quatschten eine Weile.

Lange hielten wir es nicht mehr aus und schliefen alle todmüde ein.

Ich freue mich total auf unseren Trip und werde täglich berichten.

Grüße aus New York

Nadine

Excited –> next adventure

Es ist wieder so weit!

Es freut mich total, dass ich immer noch täglich so viele Leser habe. Wenn man wieder einem normalen Job und geregeltem Alltag nachgeht, gibt es da natürlich nichts spannendes zu berichten.
Umso besser ist es, dass jetzt die nächste mittelgroße Reise ansteht. Mit 30 Tagen Jahresurlaub muss man gut haushalten und deswegen wurden es 3 Wochen. Durch einen Newsletter hatte ich ein Angebot für Amerika gefunden. Da mir die Westküste mit Jenny im Dezember 2014 schon so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt nochmal in die Staaten. Diesmal sollte es aber die Ostküste sein. Die beste Jahreszeit war schnell aus gemacht. Vroni mit der ich die ersten Wochen auf meiner Reise in Thailand gemeinsam verbrachte, hatte auch Lust auf ein neues Abenteuer. Außerdem schloss sich uns Vronis Kumpel Berni an (beide aus Bayern) und Melli die ich in Australien kennen gelernt hab.
Nach sehr viel Recherche, unendlich vielen Angebotsvergleichen und ein paar Wochen Suche habe ich einen Flug für unglaubliche 441,60 € (hin und zurück) gefunden. Melli hat ihn mir netterweise gebucht, weil ich ohne Internet in Köln fest gesteckt bin. So fliegen wir am 18.05. von Düsseldorf nach New York (Direktflug). Melli fliegt von Berlin nach Düsseldorf und dort treffen wir uns. Der Rückflug geht dann von Miami nach Stuttgart.
Es gibt viel zu organisieren, vor allem weil man schon ein wenig planen muss, wenn man alles in 3 Wochen sehen will. Außerdem braucht man für die USA ein Visa welches ESTA heißt. Bei der Onlinebeantragung muss man sehr viele Daten angeben, einige Fragen beantworten und ein paar Stunden später wird es bestätigt.
Da wir so weit auseinander wohnen, musste die Planung über Skype statt finden. 21. Jahrhundert sei Dank! Den Mietwagen buchten wir also auch via Skype. Da Vroni und Berni nur 2 Wochen bleiben, buchten Melli und ich noch ein anderes Auto für die letzte Woche. Nach dem Motto „man gönnt sich ja sonst nichts“, können wir in Miami mit einem Ford Mustang Cabrio auftrumpfen. Dieser war nur 60€ teurer und wenn man schon so viel Geld ausgibt, kommt es darauf auch nicht mehr an. Aber wenn man schon mal die Wahl hat „oben ohne“ durch Florida zu düsen….
Jetzt sind es noch 4 Tage und die Vorfreude wächst mit jedem Tag mehr. Donnerstag, 18.05. Abends geht unser Flieger in Richtung Big Apple.
Natürlich werde ich hier berichten und bin schon gespannt welche Abenteuer wir so erleben werden.

Aufgeregte Grüße aus dem verregneten Deutschland
Nadine

 

Oben Vroni, dann Melli, Berni und ich