New York, New York you are great

Sonntag, 21.05.2017

Dieser Tag war nochmal so genial, dass ich immer noch ein breites Grinsen im Gesicht habe, wenn ich daran denke.
Der letzte Tag für uns in New York brach an. Meiner Meinung nach, kann man gut 5 Tage in New York bleiben. Drei Tage sind eigentlich zu knapp um alles in Ruhe zu sehen.
Das Wetter war total auf unserer Seite und die Sonne scheinte. Es war zwar immer noch nicht so warm, aber in der Sonne hatte es auch 20 Grad.
Da wir noch viel vor hatten, machten wir uns vorher einen Plan was wir wann wo sehen wollten. Trotzdem kamen wir wieder später als geplant los, obwohl wir alle früh aufstehen.
So ging es mit der Subway zuerst zum High Line Park. Die High Line ist eine 2,33 km lange, nicht mehr als solche genutzte Güterzugstraße im Westen von Manhattan, die von 2006 bis 2014 zu einer Parkanlage, dem High Line Park, umgebaut wurde. Alles grünt, es ist total bewachsen und super gepflegt. Bei Sonnenschein genossen wir dann den tollen Spaziergang durch diesen besonderen Park.

Im Supermarkt kauften wir Vesper und liefen weiter Richtung Pier. Dort fand gerade der Hopes and Heroes Walk statt. Das scheint hier ein großes Ding zu sein und sehr viele Leute waren unterwegs. Es gibt verschiedene Teams, die alle T-Shirts trugen und jedes Team lief für eine anderes Kind. Der Lauf ist ein Spendenlauf für krebskranke Kinder. Viele Leute machten mit und sportlich musste man nicht sein. Im ganz normalen Spaziergang-Tempo liefen die Teams die Strecke ab und überall standen Streckenposten. Diese feuerten die Läufer mit viel Gejuble und Rascheldosen an und auch uns als wir vorbei liefen. Im Ziel wurden dann alle nochmal richtig bejubelt. Das sah nach einer total spaßigen Veranstaltung für einen guten Zweck aus. Es war viel los und gab einige Teams.
Wir ließen uns neben einem riesigen, alten Kriegsschiff am Pier auf einer Bank nieder und genossen das Essen das wir im Supermarkt gekauft hatten.

Nach dieser Pause starteten wir mit Circle Line Sightseeing die Landmark Cruise. Dieses Schiff fährt in 1,5 Stunden alle wichtigen Sehenswürdigkeiten von New York ab. Dieses Gefühl, dass ich auf dem Schiff hatte, kann ich gar nicht wirklich erklären. Aber bei strahlend blauem Himmel, an der gigantischen Skyline von New York vorbei zu fahren und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen, hat was atemberaubendes. Die Aussicht war faszinierend und ich liebe Schiff fahren. Sogar an der Statue of Liberty sind wir total nah vorbei gekommen. Die Bilder verraten glaube ich ziemlich viel von dieser Schifffahrt. Mit einem schönen, kühlen Bier genossen wir jede Sekunde und die vielen, tollen Panoramas die sich uns boten. Das war so ein tolles Erlebnis und die andere Art den Big Apple zu erkunden.

Nach diesem Highlight beschlossen wir, noch einmal den Big Bus vom Vortag zu nehmen. Diesmal mussten wir nicht frieren und konnten die Fahrt umso mehr genießen. Unser Tourguide war der absolute Knaller. Ich schlug ihm vor, seinen Beruf zu ändern
und Comedian zu werden, worüber er sich freute. Der Student war mit Leib und Seele dabei. Als waschechter New Yorker hatte er viele Geschichten auf Lager und sorgte für beste Unterhaltung. Wir lachten, bis und die Bauchmuskeln weh taten. Der
Verkehr war wieder das absolute Chaos und ein Bus stellte sich unserem Bus mitten in den Weg. Unser Busfahrer musste total kompliziert am anderen Bus vorbei und rückwärts und vorwärts zirkeln. Er hatte es schon fast geschafft, als es einen lauten Knall gab.
Man sah nur noch wild Teile in der Luft herum fliegen und wir duckten uns. Als die Schrecksekunde vorbei war, sahen wir, dass das hintere Plastikteil vom Bus abgerissen war. Der Busfahrer war an einem Baum hängen geblieben und das Plastik ist in tausend Teile zersplittert. Der Fahrer kam hoch, schaute sich den Schaden an und fluchte mit Wörtern die ich hier nicht wiederhole total laut, sodass ich zusammen zuckte. Der Tourguide hatte nur total witzige Sprüche auf Lager und sagte, dass wir von dem Baum angegriffen wurden. Wir standen kurz und dann ging`s aber weiter. Überall hinten im Bus lagen Plastikteile rum und wir wunderten uns, dass keiner auf dem Gehweg oder im Bus zu Schaden gekommen war. Zum Glück saß hinten keiner. Der Guide unterhielt uns super und machte die Fahrt zum Vergnügen.
Für ein kleines Trinkgeld ließ uns der Fahrer in der Nähe vom Central Park raus. Wir wünschten ihm viel Glück mit dem Schaden und er war
super nett und bedankte sich.

Dieser „Courtesy Stop“ war gut und wir liefen dem Park entgegen. Dort kamen wir am Trump Building vorbei. Da stehen Polizisten mit einem Hund davor und man erkennt schon von weitem, dass dieses Gebäude vor Geld strotzt. Alles ist Gold und sehr aufwendig gestaltet. Man muss durch eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen und dann kann man da kostenlos rein. Innen ist ein gigantischer Wasserfall, der vom obersten Stock in das Erdgeschoss fließt. Mit den Rolltreppen fuhren wir einmal hoch und wieder runter. Ein Stück Käsekuchen kostete auch hier 8$. Sonst ist da außer viel Tam Tam und Bling Bling nicht viel zu sehen.
Eindrücke von den Straßen

Wir mussten ewig suchen, bis wir endlich den Fahrradverleih fanden und fragten uns durch. Wir hatten mit dem Explorer Pass kostenlose Fahrräder für den Central Park, welche wir uns ausliehen. Da ich schon ewig nicht mehr Fahrrad gefahren bin (ich besitze nicht mal eins), war es anfangs ungewohnt. Zumal wir uns MITTEN im Großstadtverkehr von NY wieder fanden. Das ist so witzig und wir standen mitten zwischen dieses gigantisch großen Autos auf der 6 spurigen Fahrbahn. Es ging alles gut und wir kamen
heil im Central Park an. Es ist irgendwie paradox in einem Moment noch mitten in diesem Verkehrschaos zu stecken und wenige Minuten später im super schönen, gigantischen, ruhigen, gepflegten Central Park zu stehen, wo Eichhörnchen rum flitzen und Menschen auf der Wiese picknicken. Außer der Blick auf die Skyline erinnert in dieser „anderen Welt“ nichts mehr an Großstadt. Es waren unendlich viele Radfahrer, Jogger, Pferdekutschen und Rikscha-Fahrer unterwegs und es gibt alle paar Meter Ampeln an denen man anhalten muss. Der Weg durch den Park ist eine richtige, breite, asphaltierte Straße die
einmal um den 4,07km langen und 860m breiten Park führt. Mit 349,15 Hektar nimmt er damit etwa 6 % der Bodenfläche Manhattans ein. Es war super witzig durch die grünen Landschaften zu radeln und wo es anfangs nur Berg runter ging, mussten wir uns zum Schluss anstrengen um den Berg hoch zu fahren. Da war die Waffel die Vroni und ich aßen schnell wieder abtrainiert.

Zurück schoben die anderen ihre Zweiräder über den Gehweg zurück zum Fahrradverleih und ich fuhr hinterher. Auf einmal sprach mich eine Frau an und fragte, ob wir mit den Fahrrädern über den Times Square gefahren wären. Ich erschrak und dachte es sei die Zivilpolizei.

Zum Glück war es nur eine, die sich informieren wollte, weil sie die gleiche Idee hatte. Um mit dem Rad über den Times Square zu fahren hatten wir leider keine Zeit mehr, sonst wäre das bestimmt witzig geworden.
Zu Fuß ging`s dann weiter zum Rockefeller Center. Dort wollten wir zum Sonnenuntergang hoch, sodass wir es bei Tag und bei Nacht sehen konnten. Es waren noch 2 Stunden bis zum Sonnenuntergang und wir beschlossen, bis da hin was essen zu gehen. Meine Kollegin Lisa empfahl mir das „TGI Fridays“, welches wir suchten und einen Platz fanden. Dort gibt es typisch amerikanisches Essen mit viel Fett und Kohlenhydraten. Damit man auch weiß, worauf man sich einlässt, steht neben jedem Gericht die Kalorienanzahl. So hat ein Gericht schon mal mehr Kalorien als der Tagesbedarf eines Erwachsenen. Melli und ich teilten uns eine Vorspeise aus Kartoffelschälchen, Mozarellasticks und für sie noch Chicken Wings. Schon allein davon waren wir eigentlich satt. Für mich gab`s als „Beilage“ Mac&Cheese, was aber gut als volle Portion durch ging. Wir ließen es uns schmecken, aber es hatte lange gedauert bis das Essen kam. So kamen wir in Stress. Wir zahlen schnell und rannten quasi zum  Rockefeller Center.
Tickets mussten wir trotz Explorer Pässen noch holen, was wir auch taten. Wir dachten uns trifft der Schlag: Nächster Einlass um 20:40 Uhr! Wir wollten zum Sonnenuntergang da hoch. Eine große Enttäuschung machte sich breit. Das war ein Satz mit X. Leider fingen wir dann noch an uns gegenseitig anzustressen, was die Laune nicht besser machte. Es hilft ja nichts, dachten wir. Das wusste keiner, dass man da zwei Stunden vorher schon die Tickets holen muss.
So saßen wir in der „Wartehalle“ stumm nebeneinander und nutzten das WLAN aus. Bestimmt sahen die Leute aus meterweiter Entfernung wie niedergeschlagen wir aussahen. Es bringt ja auch nichts sich dann noch anzuzicken und Berni tat mir leid mit uns Mädels.
Dabei wurden wir nur eine Stunde später ordentlich belohnt und entschädigt. Die Sicherheitskontrolle war wieder wie am Flughafen und mit Scannern.
Mit dem Aufzug ging es in den 69. Stock – 259m zum „Top of the rock“ (Spitze des Felsens), in dem es aussah wie im Weltall und Musik kam.
Beim Aussteigen verschlug es uns allen die Sprache. New York im Lichtermeer und tausenden funkelnden Farben. Der Anblick ist einfach nur atemberaubend und gigantisch. Man konnte kilometerweit sehen und erkannte alle Wolkenkratzer wieder. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Natürlich knipsen wir viele Fotos und genossen diese Hammer Aussicht. Ein kalter Wind wehte, aber alles war durch Glasscheiben geschützt. Mit der Rolltreppe fuhren wir noch zwei Stockwerke weiter hoch, wo es keine Glasscheibe mehr gibt. Wir hatten also freie Sicht auf den Big Apple. Dieses Erlebnis lohnte sich definitiv und bei Tag kann da ja jeder hoch (*räusper*).

Sehr müde von den vielen Eindrücken und Highlights, wollten wir nur noch in die Betten. Leider kam keine U-Bahn und wir warteten ewig.
So auch viele Amerikaner, die wie wir den kleinen Zettel nicht sahen der versteckt an einem Pfosten am Bahnsteig hing. Mit der Info, dass an diesem
Wochenende keine U-Bahnen mehr fahren würden. Wir versuchten es an einem anderen Gleis, aber ebenfalls ohne Erfolg. Da Berni sowieso unbedingt mal mit einem Taxi fahren wollte, bestellten wir uns eins das uns zurück zum Hostel brachte. Unterwegs dann auf einmal ein Schlag: Wir dachten, der Fahrer hätte einen Menschen umgemäht. Zum Glück bremste er nur wegen einer roten Ampel so stark ab. Was der Schlag war, weiß keiner, aber der Fahrer fragte das Taxi nebenan irgendwas. Taxis sind hier günstig und jeder bezahlte nur 2.50$, also so viel wie mit der Bahn. Da wir die Bahn ja schon bezahlt hatten, zahlten wir doppelt, aber man kann`s nicht ändern…
Im Hostel wollten wir nichts mehr außer schlafen und werden von einem weiteren, genialen Tag träumen.
Liebe Grüße von hoch oben
Nadine

New York – City of Dreams

Samstag, 20.05.2017

Berni und ich waren wieder früh wach und Vroni und Berni waren zum Supermarkt gelaufen und hatten Cornflakes gekauft. Es gab im Zimmer doch eine Klimaanlage die jetzt wieder funktonierte.

In der Hostelküche saßen wir dann zusammen und frühstückten, bevor wir uns auf zum zweiten Tag der New York Erkundung machten.

Neben unserem Hostel war gerade die „Pflanzparty“ in vollem Gange. Die ganze Straße war auf den Beinen und jeder pflanzte Blumen neben die Bäume auf der Straße. Das machte alles viel freundlicher und die Anwohner waren total nett.

Es war um einiges kühler als am Vortag und hatte nur 20 Grad. Außerdem war es stark bewölkt, aber regnete zum Glück nicht.

Eigentlich wollten wir gerne mit dem Hop on Hop off Sighseeing Bus fahren, aber nach einer halben Stunde warten, kam er immer noch nicht. Es sei eine Parade und deswegen würde er an dieser Haltestelle nicht abfahren. Das erfuhren wir von anderen Deutschen die dort anriefen. Außerdem lernten wir einen Österreicher kennen der in den USA wohnt. Berni freute sich über männliche Verstärkung und redete ewig mit dem netten 19 jährigen.

Die Subway brachte uns an den Times Square. Wiedermal kamen wir aus dem Staunen nicht heraus. Alles blinkt, funkelt, überall gibt es Leuchtreklame und es sieht wirklich aus wie man es immer im TV sieht. Am Times Square war die Hölle los und Menschenmassen tummelten sich. Es gibt einen dreistöckigen H&M Store mit riesiger Außenwerbung, was jedes Frauenherz höher schlagen lässt. Der Verkehr ist chaotisch und überall hupt es. Die Reizüberflutung bei so viel Werbung und vielen Geräuschen war groß. Überall gibt es was zu entdecken und es hat sehr viel Läden, Restaurants, Bars, Kinos, Theather und vieles mehr.


Am Times Square entdeckten wir eine Haltestelle und so fanden wir uns mit dem Big Bus im regen Verkehr von New York wieder. Dieser ist ein Doppeldecker-Cabrio-Bus von welchem man eine eine gute Aussicht hat. Teilweise steht man mehr, als dass man fährt, aber man sieht Einiges auf dem Weg. Wir hatten die Downtown Tour gebucht, die uns vorbei am World Trade Center und an der Brooklyn Bridge bis nach China-Town brachte.

Als wir lustige Wagen sahen, stiegen wir aus. In New York fand an diesem Tag nämlich die jährliche Dance Parade statt. Menschen fahren wie beim Karneval mit vielen bunten Wagen und LKW durch die Straßen und es ist jedes mögliche Land vertreten. Die unterschiedlichsten Kulturen, Kostüme und Tänze treffen aufeinander. Die Stimmung war total ausgelassen. Es waren viele Zuschauer am Straßenrand und eine große Polizeistaffel überall verteilt. Jeder tanzte, sang und man sah viele Tänze die man bisher nicht kannte. Von Littauen, über Bangladesch bis hin zu Indien war alles vertreten. Wir tanzten wie viele andere zu YMCA und hatten richtig viel Spaß. Außerdem waren viele TV Sender und hunderte Fotografen vertreten, Das scheint hier ein riesiges Ding zu sein. Alles war total bunt und die Energie und Lebensfreude die vermittelt wurde, übertrug sich auf die Zuschauer. Wir hatten viel Spaß beim Zuschauen und mit tanzen.

Da die Parade bis 18 Uhr gehen sollte, beschlossen wir früher zu gehen und zogen weiter.

Wir kamen an einen Markt, der mich stark an den Camden Market in London erinnerte. Es gab Speisen aus allen Herren Ländern und es roch gut. Ich konnte nicht widerstehen, einen Crêpes zu probieren. Leider erfuhr ich erst hinterher, dass der Nutella-Crêpes mich 7,25$ kosten sollte. Die spinnen, die Amis! Sonst sind wir hier bisher aber sehr sparsam unterwegs. Wir essen nur zwei Mal am Tag und an der Straßenständen gibts gutes und günstiges Essen.

Weiter ging`s mit dem Big Bus durch die Stadt. Wir verpassten die Haltestelle an der Brooklyn Bridge und mussten uns deswegen ein paar Straßen weiter eine U-Bahn suchen. Diese fanden wir leider nicht, aber dafür liefen wir durch China-Town. Dieses war nicht besonders, aber jetzt haben wir das auch mal gesehen.

Der berühmte Bulle an der Wall-Street „Charging Bull“


Mit einer anderen U-Bahn schafften wir es zum richtigen Stopp.

Die Brooklyn Bridge (ursprünglich New York and Brooklyn Bridge) in New York City ist eine der ältesten Hängebrücken in den USA. Sie überspannt den East River und verbindet die Stadtteile Manhattan und Brooklyn miteinander. Die Brücke hat heute sechs Fahrspuren sowie in der Ebene darüber einen breiten Fuß- und Radweg. Zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung 1883 war die Brooklyn Bridge mit 1833,68 m die längste Hängebrücke der Welt; sie übertraf alle zuvor errichteten in ihrer Länge um mehr als 50 Prozent. Für die Stadt New York wurde die Brooklyn Bridge schnell zu einem neuen Wahrzeichen. Als „Sehnsuchtsbrücke“ in das Herz von Manhattan symbolisiert sie den Traum von einem besseren Leben.

Über die Brooklyn-Bridge zu laufen hat was richtig geniales. Leider hatten diese Idee noch hunderte anderer Touris und so war es ein Gedränge und Gequetsche. Von dieser riesigen, beeindruckenden Brücke hat man eine super Aussicht über den Hudson-River. Es gibt drei Schichten. Eine Ebene für die U-Bahn, eine für die Autos und eine für Fußgänger und Radfahrer. Viele Zweiradfahrer beschwerten sich über die Fußgänger die auf dem Radweg liefen – immer diese Touris…  Bis zur Hälfte der Brücke liefen wir und dann drehten wir wieder um.

 

Da wir unbedingt den Times Square (Zentrum des Broadways) bei Nacht sehen wollten, nahmen wir wieder die Subay und fuhren dort hin. Hier ist es übrigens so, dass einem auf dem Bahnticket immer der selbe Preis abgebucht wird. Egal, ob man nur eine Station fährt, oder quer durch New York. Jedes Mal, wenn man die Karte am Drehkreuz rein schiebt, wird eine Fahrt abgebucht. Z.B. in Australien ist es so, dass man die Karte nochmals beim raus gehen in die Schranke steckt und dann den jeweiligen Streckenpreis abgezogen bekommt.

Der Times Square bei Nacht ist absolut unbeschreiblich. Ich weiß langsam gar nicht mehr, wie ich das beschreiben soll. Da reichen Superlative nicht mehr aus. Die Menschenmassen waren größer als am Mittag und die Leuchtreklame noch bunter und verrückter. Da ich ja schon in Las Vegas war, hab ich den Vergleich und finde eindeutig den Times Square beeindruckender. Die Lichter und der rege Verkehr, die leuchtende Außenwerbung und die Atmosphäre sind total faszinierend und ich finde, dass sollte man mal gehen haben.

   

 

      

Wir knipsten Fotos was das Zeug hielt und suchten uns dann einen Platz um die hungrigen Mägen zu füllen. Ein Pub sollte es sein und es herrschte reger Betrieb. Das Essen schmeckte super und war typisch ungesund amerikanisch.

Vom vielen Laufen waren wir super müde und fuhren mit der Subway zurück zum Hostel. Berni ist allein in eine Bar gezogen, aber wir zogen lieber ins Bett.

Liebe Grüße aus der hammer Stadt New York

Nadine

History of 9/11 and amazing New York

Freitag, 19.05.2017

Hello Big Apple – The world is a village

Nachts war es so heiß und stickig im Zimmer, dass keiner von uns durchschlafen konnte. Alle paar Stunden wachte ich auf und um halb 8 konnte ich gar nicht mehr schlafen. Auch Vroni und Berni waren schon auf den Beinen. Es hatte keine Klimaanlage und selbst draußen war es zu warm, sodass lüften nichts brachte.

Um 10 machten wir uns also auf um endlich den Big Apple zu erkunden. Wir waren alle aufgeregt, was uns wohl erwarten würde.

Das Wetter war total auf unserer Seite, es strahlte die Sonne, der Himmel war blau und es hatte 33 Grad. Schon schnell floss uns der Schweiß runter und es ist extrem stickig.

Unterwegs setzten wir uns in einen Imbiss, frühstückten was und dann ging`s zur Tram. Man muss schon sagen, dass hier alles ziemlich runter geratzt ist. Die Tram-Haltestelle erinnert mehr an einen Horrorfilm. Es ist sehr dunkel, dreckig, stinkt und Bettler lungern herum. Für 20$ kauften wir eine Prepaid-Bahnkarte. Das System für was man welche Karte braucht, verstanden wir nicht und das ziemlich unersichtlich und kompliziert.

Es gibt keine Anzeigen an den Gleisen und man muss sich überraschen lassen, wann die Bahn kommt. Es gibt zwei Richtungen: Uptown und Downtown. Die Züge sind ebenfalls sehr alt, runter gekommen und machen einen ohrenbetäubenden Lärm. Irgendwie ist das aber Retro und auch cool.

Trotzdem brachte uns das uralte Ding an unser Ziel. Zum Glück war in der Subway fast nichts los.

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, das erste Mal vor der Skyline von New York zu stehen. Irgendwie fühlte sich das alles so surreal an. Der Blick auf diese gigantischen Wolkenkratzer und das erste Bild vom One World Trade Center (neues World Trade Center). Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und waren total geflashed vom „ersten Eindruck“ von der Weltstadt New York.

Hier wo der Brunnen ist, stand das World Trade Center

Shoppingmall

Das erste angesteuerte Ziel war das 9/11 Memorial Museum. Für 25$ und nach kurzer Wartezeit, sollten wir den 11. September 2001 sehr authentisch nachverfolgen können. Was man da sah, kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen. Die Grundmauern standen noch und wenn man sich überlegt, dass hier erst vor 16 Jahren Menschen um ihr Leben rannten und fast 3.000 Menschen umkamen, wird einem schlecht. Selbst die verbogenen Pfeiler und die kaputte Spitze eines Twintowers, waren ausgestellt. Es ist wirklich sehr berührend und einige Leute weinten. Wer weiß, welcher Besucher nicht Bekannte oder Verwandte hat, die damals betroffen waren. Beim Anhören der Aussagen von Überlebenden, bekamen wir einen richtigen Kloß im Hals. Außerdem hörte man die Aufzeichnungen von Mailboxen auf denen Menschen ihren Liebsten sagten, dass sie sie lieben, bevor sie starben. Das ging so nahe. Auch Aussagen von den Stewardessen kurz vor ihrem Tod waren zu hören. Es gab viele Bilder, Videos und Aufzeichnungen, Überbleibsel und persönliche Gegenstände zu sehen. So auch verschiedene handgeschriebene Nachrichten von Leuten die kurz danach aus dem Fenster sprangen. Man sah Fotos von springenden Menschen und von jedem Opfer war ein Bild aufgehängt. Außerdem die Aufzeichnungen der Piloten, bevor sie das Flugzeug in die Türme steuerten. Was wir in diesem Museum sahen, werden wir so schnell nicht vergessen können.

Mit einem komischen Gefühl im Bauch wegen dem Gesehenen, erkundeten wir anschließend den berühmten Finanzdistrikt „Wall-Street“. Auch hier reihen sich riesige Gebäude aneinander und es gab schöne Architektur zu sehen.

Auch in`s Tiffanys & Co. machten wir einen kurzen Abstecher, auch wenn wir uns den Schmuck wahrscheinlich niemals leisten können.

Überall an der Straßenseite waren kleine Wägen mit Smoothies, Hot-Dogs, Eis und allem was das Herz begehrt. Vroni und ich gönnten uns einen Protein-Smoothie der wirklich lecker war.

Wir wollten gerade Richtung Wasser laufen, als wir eine kleine Gasse entdeckten. Dort waren Biertische aufgestellt und es war viel los. Total urig befindet sich mittendrin ein bayrisches Lokal. Der irische Besitzer zeigte uns stolz die Inneneinrichtung aus Deutschland. Natürlich wollten sich das die waschechten Bayern Vroni und Berni nicht entgehen lassen und wir setzten uns. Bei einem schönen, kühlen, bayrischen Bier genossen wir die kurze Pause. Es wurde immer voller und neben uns hatte eine Firma ein Meeting. Was hier alles möglich ist….

Als wir das erste Mal den Hudson River sahen, staunten wir nicht schlecht. Mit Blick auf die Skyline standen wir da und ließen diesen Eindruck auf uns wirken.

Von New York aus gibt es eine kostenlose Fähre nach Staten Island, von welcher aus man einen Blick auf die berühmte Statue of Liberty hat. Das ließen wir uns nicht ergehen und enterten das riesige, alte Schiff. In der 15-minütigen Fahrt hat man den besten Blick auf die Freiheitsstatue. Uns gingen die Superlative aus und an diesem Tag jagte ein Highlight das nächste. Das erste Mal die berühmte Statue zu sehen und sich zu fühlen wie auf der Titanic, ist definitiv ein unvergessliches Erlebnis! Die Statue ist nicht so groß wie im TV immer dargestellt, aber trotzdem sehr beeindruckend. An der Reling hatten wir bei bestem Wetter eine top Aussicht auf die Lady Liberty.

Auf der Insel Staten Island, suchten wir uns was zu Essen und setzen uns in einen schönen Park. Schon lange hatte ich mich auf meine Mac&Cheese (Maccaroni mit unendlich viel Käse) gefreut. Ich wurde von dieser mega Kalorienbombe nicht enttäuscht und ließ es mir schmecken.

Weil Vroni und Melli noch kurz die „Restrooms“ aufsuchten, fuhren wir mit zwei getrennten Fähren zurück aufs Festland. Irgendwie dachten die Mädels, dass Berni und ich schon auf der Fähre seien und sind damit los gefahren. Als wir telefonierten, stellten sie fest, dass Berni und ich noch am Terminal saßen.

Zum Glück erwischten wir die perfekte Zeit. Es ging gerade die Sonne unter. Dann nochmal an der Statue of Liberty vorbei zu fahren, wenn gerade langsam der orangene Ball hinterm Horizont verschwindet, ist gigantisch. Berni und ich kamen aus dem Staunen nicht mehr raus und waren total geflashed. An der Reling hatte man außerdem eine gigantische Sicht auf die Skyline von New York. Wir knipsten die Speicherkarten voll und konnten es nicht glauben, wie schön das alles war.

Tipp: Fähre um 20 Uhr (Monat Mai) nehmen, dann hat man den Sonnenuntergang auf den Fotos.

Am Terminal trafen wir die Mädels wieder und da diese angeschlagen und müde waren, nahmen wir die nächste Subway zurück Richtung Hostel.

New York ist ein Dorf. Nachdem ich am Pier ein Pärchen, welches mit uns von Düsseldorf aus geflogen ist (und im gleichen Bus saß), wieder gesehen habe, passierte uns nochmal was. Man muss dazu sagen, dass der Big Apple mit seinen über 8 Mio. Einwohnern, nicht gerade ein Dorf ist. Wir liefen also gerade wieder zum Hostel zurück, als uns das selbe, ältere Paar begegnete, welches wir morgens am World Trade Center um ein Foto von uns baten. Diese erkannten uns auch gleich wieder und die Deutschen die auf den Bahamas leben, waren super nett. Das gibt’s doch nicht, dachten wir.

Im Hostel schliefen die anderen dann ziemlich schnell ein und ich blieb noch eine ganze Weile wach und hielt mich im Gemeinschaftsraum auf.

Nach den 14.981 Schritten und 9,44km, schliefen wir alle wie die Steine.

Liebe Grüße aus der hammer Stadt New York

Nadine

Excited –> next adventure

Es ist wieder so weit!

Es freut mich total, dass ich immer noch täglich so viele Leser habe. Wenn man wieder einem normalen Job und geregeltem Alltag nachgeht, gibt es da natürlich nichts spannendes zu berichten.
Umso besser ist es, dass jetzt die nächste mittelgroße Reise ansteht. Mit 30 Tagen Jahresurlaub muss man gut haushalten und deswegen wurden es 3 Wochen. Durch einen Newsletter hatte ich ein Angebot für Amerika gefunden. Da mir die Westküste mit Jenny im Dezember 2014 schon so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt nochmal in die Staaten. Diesmal sollte es aber die Ostküste sein. Die beste Jahreszeit war schnell aus gemacht. Vroni mit der ich die ersten Wochen auf meiner Reise in Thailand gemeinsam verbrachte, hatte auch Lust auf ein neues Abenteuer. Außerdem schloss sich uns Vronis Kumpel Berni an (beide aus Bayern) und Melli die ich in Australien kennen gelernt hab.
Nach sehr viel Recherche, unendlich vielen Angebotsvergleichen und ein paar Wochen Suche habe ich einen Flug für unglaubliche 441,60 € (hin und zurück) gefunden. Melli hat ihn mir netterweise gebucht, weil ich ohne Internet in Köln fest gesteckt bin. So fliegen wir am 18.05. von Düsseldorf nach New York (Direktflug). Melli fliegt von Berlin nach Düsseldorf und dort treffen wir uns. Der Rückflug geht dann von Miami nach Stuttgart.
Es gibt viel zu organisieren, vor allem weil man schon ein wenig planen muss, wenn man alles in 3 Wochen sehen will. Außerdem braucht man für die USA ein Visa welches ESTA heißt. Bei der Onlinebeantragung muss man sehr viele Daten angeben, einige Fragen beantworten und ein paar Stunden später wird es bestätigt.
Da wir so weit auseinander wohnen, musste die Planung über Skype statt finden. 21. Jahrhundert sei Dank! Den Mietwagen buchten wir also auch via Skype. Da Vroni und Berni nur 2 Wochen bleiben, buchten Melli und ich noch ein anderes Auto für die letzte Woche. Nach dem Motto „man gönnt sich ja sonst nichts“, können wir in Miami mit einem Ford Mustang Cabrio auftrumpfen. Dieser war nur 60€ teurer und wenn man schon so viel Geld ausgibt, kommt es darauf auch nicht mehr an. Aber wenn man schon mal die Wahl hat „oben ohne“ durch Florida zu düsen….
Jetzt sind es noch 4 Tage und die Vorfreude wächst mit jedem Tag mehr. Donnerstag, 18.05. Abends geht unser Flieger in Richtung Big Apple.
Natürlich werde ich hier berichten und bin schon gespannt welche Abenteuer wir so erleben werden.

Aufgeregte Grüße aus dem verregneten Deutschland
Nadine

 

Oben Vroni, dann Melli, Berni und ich