History of 9/11 and amazing New York

Freitag, 19.05.2017

Hello Big Apple – The world is a village

Nachts war es so heiß und stickig im Zimmer, dass keiner von uns durchschlafen konnte. Alle paar Stunden wachte ich auf und um halb 8 konnte ich gar nicht mehr schlafen. Auch Vroni und Berni waren schon auf den Beinen. Es hatte keine Klimaanlage und selbst draußen war es zu warm, sodass lüften nichts brachte.

Um 10 machten wir uns also auf um endlich den Big Apple zu erkunden. Wir waren alle aufgeregt, was uns wohl erwarten würde.

Das Wetter war total auf unserer Seite, es strahlte die Sonne, der Himmel war blau und es hatte 33 Grad. Schon schnell floss uns der Schweiß runter und es ist extrem stickig.

Unterwegs setzten wir uns in einen Imbiss, frühstückten was und dann ging`s zur Tram. Man muss schon sagen, dass hier alles ziemlich runter geratzt ist. Die Tram-Haltestelle erinnert mehr an einen Horrorfilm. Es ist sehr dunkel, dreckig, stinkt und Bettler lungern herum. Für 20$ kauften wir eine Prepaid-Bahnkarte. Das System für was man welche Karte braucht, verstanden wir nicht und das ziemlich unersichtlich und kompliziert.

Es gibt keine Anzeigen an den Gleisen und man muss sich überraschen lassen, wann die Bahn kommt. Es gibt zwei Richtungen: Uptown und Downtown. Die Züge sind ebenfalls sehr alt, runter gekommen und machen einen ohrenbetäubenden Lärm.

Trotzdem brachte uns das uralte Ding an unser Ziel. Zum Glück war in der Subway fast nichts los.

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, das erste Mal vor der Skyline von New York zu stehen. Irgendwie fühlte sich das alles so surreal an. Der Blick auf diese gigantischen Wolkenkratzer und das erste Bild vom One World Trade Center (neues World Trade Center). Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und waren total geflashed vom „ersten Eindruck“ von der Weltstadt New York.

Hier wo der Brunnen ist, stand das World Trade Center

Shoppingmall

Das erste angesteuerte Ziel war das 9/11 Memorial Museum. Für 25$ und nach kurzer Wartezeit, sollten wir den 11. September 2001 sehr authentisch nachverfolgen können. Was man da sah, kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen. Die Grundmauern standen noch und wenn man sich überlegt, dass hier erst vor 16 Jahren Menschen um ihr Leben rannten und fast 3.000 Menschen umkamen, wird einem schlecht. Selbst die verbogenen Pfeiler und die kaputte Spitze eines Twintowers, waren ausgestellt. Es ist wirklich sehr berührend und einige Leute weinten. Wer weiß, welcher Besucher nicht Bekannte oder Verwandte hat, die damals betroffen waren. Beim Anhören der Aussagen von Überlebenden, bekamen wir einen richtigen Kloß im Hals. Außerdem hörte man die Aufzeichnungen von Mailboxen auf denen Menschen ihren Liebsten sagten, dass sie sie lieben, bevor sie starben. Das ging so nahe. Auch Aussagen von den Stewardessen kurz vor ihrem Tod waren zu hören. Es gab viele Bilder, Videos und Aufzeichnungen, Überbleibsel und persönliche Gegenstände zu sehen. So auch verschiedene handgeschriebene Nachrichten von Leuten die kurz danach aus dem Fenster sprangen. Man sah Fotos von springenden Menschen und von jedem Opfer war ein Bild aufgehängt. Außerdem die Aufzeichnungen der Piloten, bevor sie das Flugzeug in die Türme steuerten. Was wir in diesem Museum sahen, werden wir so schnell nicht vergessen können.

Mit einem komischen Gefühl im Bauch wegen dem Gesehenen, erkundeten wir anschließend den berühmten Finanzdistrikt „Wall-Street“. Auch hier reihen sich riesige Gebäude aneinander und es gab schöne Architektur zu sehen.

Auch in`s Tiffanys & Co. machten wir einen kurzen Abstecher, auch wenn wir uns den Schmuck wahrscheinlich niemals leisten können.

Überall an der Straßenseite waren kleine Wägen mit Smoothies, Hot-Dogs, Eis und allem was das Herz begehrt. Vroni und ich gönnten uns einen Protein-Smoothie der wirklich lecker war.

Wir wollten gerade Richtung Wasser laufen, als wir eine kleine Gasse entdeckten. Dort waren Biertische aufgestellt und es war viel los. Total urig befindet sich mittendrin ein bayrisches Lokal. Der irische Besitzer zeigte uns stolz die Inneneinrichtung aus Deutschland. Natürlich wollten sich das die waschechten Bayern Vroni und Berni nicht entgehen lassen und wir setzten uns. Bei einem schönen, kühlen, bayrischen Bier genossen wir die kurze Pause. Es wurde immer voller und neben uns hatte eine Firma ein Meeting. Was hier alles möglich ist….

Als wir das erste Mal den Hudson River sahen, staunten wir nicht schlecht. Mit Blick auf die Skyline standen wir da und ließen diesen Eindruck auf uns wirken.

Von New York aus gibt es eine kostenlose Fähre nach Staten Island, von welcher aus man einen Blick auf die berühmte Statue of Liberty hat. Das ließen wir uns nicht ergehen und enterten das riesige, alte Schiff. In der 15-minütigen Fahrt hat man den besten Blick auf die Freiheitsstatue. Uns gingen die Superlative aus und an diesem Tag jagte ein Highlight das nächste. Das erste Mal die berühmte Statue zu sehen und sich zu fühlen wie auf der Titanic, ist definitiv ein unvergessliches Erlebnis! Die Statue ist nicht so groß wie im TV immer dargestellt, aber trotzdem sehr beeindruckend. An der Reling hatten wir bei bestem Wetter eine top Aussicht auf die Lady Liberty.

Auf der Insel Staten Island, suchten wir uns was zu Essen und setzen uns in einen schönen Park. Schon lange hatte ich mich auf meine Mac&Cheese (Maccaroni mit unendlich viel Käse) gefreut. Ich wurde von dieser mega Kalorienbombe nicht enttäuscht und ließ es mir schmecken.

Weil Vroni und Melli noch kurz die „Restrooms“ aufsuchten, fuhren wir mit zwei getrennten Fähren zurück aufs Festland. Irgendwie dachten die Mädels, dass Berni und ich schon auf der Fähre seien und sind damit los gefahren. Als wir telefonierten, stellten sie fest, dass Berni und ich noch am Terminal saßen.

Zum Glück erwischten wir die perfekte Zeit. Es ging gerade die Sonne unter. Dann nochmal an der Statue of Liberty vorbei zu fahren, wenn gerade langsam der orangene Ball hinterm Horizont verschwindet, ist gigantisch. Berni und ich kamen aus dem Staunen nicht mehr raus und waren total geflashed. An der Reling hatte man außerdem eine gigantische Sicht auf die Skyline von New York. Wir knipsten die Speicherkarten voll und konnten es nicht glauben, wie schön das alles war.

Tipp: Fähre um 20 Uhr (Monat Mai) nehmen, dann hat man den Sonnenuntergang auf den Fotos.

Am Terminal trafen wir die Mädels wieder und da diese angeschlagen und müde waren, nahmen wir die nächste Subway zurück Richtung Hostel.

New York ist ein Dorf. Nachdem ich am Pier ein Pärchen, welches mit uns von Düsseldorf aus geflogen ist (und im gleichen Bus saß), wieder gesehen habe, passierte uns nochmal was. Man muss dazu sagen, dass der Big Apple mit seinen über 8 Mio. Einwohnern, nicht gerade ein Dorf ist. Wir liefen also gerade wieder zum Hostel zurück, als uns das selbe, ältere Paar begegnete, welches wir morgens am World Trade Center um ein Foto von uns baten. Diese erkannten uns auch gleich wieder und die Deutschen die auf den Bahamas leben, waren super nett. Das gibt’s doch nicht, dachten wir.

Im Hostel schliefen die anderen dann ziemlich schnell ein und ich blieb noch eine ganze Weile wach und hielt mich im Gemeinschaftsraum auf.

Nach den 14.981 Schritten und 9,44km, schliefen wir alle wie die Steine.

Liebe Grüße aus der hammer Stadt New York

Nadine

Will we ever see New York?

Donnerstag, 18.05.2016

Ich weiß, warum ich immer so rechtzeitig dran bin!

Jetzt aber mal alles von vorne. Der Tag der großen Reise über den Teich stand an. USA ich komme! Morgens stand ich sehr rechtzeitig auf um noch packen zu können. In aller Ruhe schaufelte ich mir ein paar Cornflakes rein; Hunger hatte ich vor lauter Aufregung sowieso nicht. Schnell gings noch zur Bank, weil ich keinen Cent Bargeld mehr hatte. Dollar hatte ich mir bereits vor ein paar Tagen eingetauscht.

Noch einmal die ausführliche Packliste durchgegangen, dem Hund einen Kuss gegeben und auf zum Bus. Vor dem Bus hatte ich ehrlich gesagt ein bisschen Angst. Dorfbusse sind ja nicht gerade für ihre Zuverlässigkeit bekannt. Wenn man ein eigenes Auto hat, nimmt man diese ja sowieso nie in Anspruch. Der Bus war sogar pünktlich und der Türk-Schwabe Yusuf war ein cooler Fahrer. Als er sagte, dass er mir zwar den Preis für mein Gepäck erlassen würde, ich beim Erwischt werden aber 80 € Strafe zahlen müsse, zahlte ich lieber. Ich bin ja ein ehrlicher Bürger und es kostete ohnehin nur 2,15€. Die Fahrt war kurzweilig und wir kamen darauf, dass er mal bei der Firma arbeitete, in der ich jetzt bin.

Die S-Bahn war pünktlich, aber leider kam schon bald die Durchsage: Signalstörung! Na super! Wie ich die Deutsche Bahn liebe. Die Bahn tuckerte also mit nur wenigen km/h vorwärts. Mein Herz schlug immer schneller, je näher wir dem Hauptbahnhof kamen. Den ICE bekomme ich nie!

11:45 Uhr: S-Bahn kommt endlich mit 20 Min. Verspätung am Hauptbahnhof an und Nadine rennt um ihr Leben. Mit dem Gepäck ging`s Treppen rauf, wieder runter, noch schnell einmal fragen wohin und die Beine in die Hand nehmen.

11:50 Uhr: ICE fährt ein und Nadine rennt mit den letzten Kräften zu Gleis 10.

Endlich sitzen. Ich war nervlich fix und fertig und konditionell noch mehr. Hätte ich die letzten Wochen doch mal mehr Intervalltraining betrieben. Der ICE setzte sich gleich in Bewegung und ich atmete auf. Mit den nachfolgenden Zügen wäre ich immer noch total rechtzeitig am Flughafen angekommen, aber hätte 5 Mal umsteigen müssen. Da ist die Chance groß, dass man einen Zug verpasst oder den Weg nicht findet. Vor allem, wenn man mich kennt 😉 Ich lernte zwei nette Anfang 50er kennen, die auch so gerne Reisen. Wir unterhielten uns über viele Länder und führten gute Gespräche. Außerdem hatte ich WLAN im ICE. Leider war die Klimaanlage so kalt eingestellt, dass alle froren. Trotz Jacke war mir kalt. Außerdem regnete es in Strömen.

Kölner Dom

Am Hauptbahnhof in Düsseldorf musste ich noch einmal umsteigen. Da der ICE auch nicht pünktlich ankam, wusste ich, dass ich die S-Bahn nicht mehr erreichen würde. So lief ich gemütlich allen hinterher die Koffer dabei hatten. Das war falsch und da stand nichts vom Flughafen dran. Als ich auf mein Ticket schaute, dann Panik: In einer Minute sollte die Bahn fahren, aber 7 Gleise weiter. Mal wieder rannte ich was das Zeug hielt. Nur weil der Fahrer so nett war und wartete, schaffte ich es noch rechtzeitig. Dann fand ich mich endlich am Flughafen von Düsseldorf wieder. Erst einmal aufatmen.

Melli die in Berlin wohnt, flog von Berlin nach Düsseldorf. Als ich noch im Zug, saß schrieb sie mir, dass sie nicht starten könnten, wegen einem Unwetter in Düsseldorf. Ganz klasse! Da stieg meine Panik vor dem Fliegen gleich noch mehr an. Mit einer Stunde Verspätung flogen sie zum Glück los Richtung Düsseldorf.

Ich bin extra früher an den Flughafen, um Melli Gesellschaft zu leisten. Der Plan ging nicht auf. Dadurch, dass sie ihre Koffer bereits in Berlin aufgegeben hatte, war sie hinter der Sicherheitskontrolle. Ich musste noch warten, bis ich meinen Koffer abgeben konnte und der Schalter machte erst viel später auf. So saßen wir beide am Flughafen, aber getrennt. Bevor ich das wusste und sie anfing zu suchen, landete ich aus versehen in der Sicherheitskontrolle. Dort konnte ich mit meinem Koffer aber natürlich nicht durch. Ich entschuldigte mich und sagte, dass ich noch nie geflogen sei. Daraufhin erklärte mir der Mann wie einem Grundschulkind ganz genau was ich wann tun müsse und wo ich hin muss.

Mitten im Terminal befand sich eine Gruppe junger Männer, die mit ihrer Partymusik das ganze Gebäude beschallten und Bier in sich rein leerten. Daneben war noch Platz und ich ließ mich nieder. Gleich wurde mir ein Bier angeboten, welches ich nicht abschlug. So saßen wir zusammen und hatten witzige Gespräche. Hätte ich nie erraten, aber die Jungs fliegen nach Malle 😉

Der eine Mallebesucher der neben seinem Studium am Flughafen arbeitet, sagte mir wo ich hin müsse zum Koffer abgeben und ich verabschiedete mich. Leider war das die falsche Richtung und ich musste den ganzen Weg zurück.

Da stand ich nun als aller Erste vor der Gepäckabgabe und der Schalter hatte noch nicht mal offen. Plötzlich wurde vor mir ein roter Teppich ausgerollt. Als das Display anging wusste ich, wieso: Ich stand in der Schlange vom Priority Boarding. Die Leute die mittlerweile an den anderen Schaltern standen redeten über mich. „Guck mal, die kann sich das leisten, wow!“, so ein Kommentar. Die Dame am Schalter sagte nichts und ließ mich meinen Koffer abgeben.

Als ich dann ja zum zweiten Mal an der Sicherheitskontrolle stand, löste ich einen Alarm aus. Ganz groß stand da „Stop“, es blinkte rot und machte ein ohrenbetäubendes Geräusch. Alle drehten sich nach mir um. Ich erklärte der Dame am Schalter, dass ich schon mal aus versehen da war. Sie flüsterte mir zu ich solle schnell durch laufen und schaltete den Alarm aus.

Wie jedes Mal musste ich auch diesmal zur Sprengstoffkontrolle. Die haben einen Abstrich meiner Sachen gemacht und dann durfte ich gehen. Jedes Mal komme ich in die Kontrolle und weiß nicht, wieso.

Melli überraschte ich und tippte sie an. Sie freute sich total und wir lagen uns lange in den Armen. Das war ein Wiedersehen mit Freude. Wie die kleinen Kinder standen wir da und freuten uns. Eigentlich wollte ich mir was zu Essen kaufen, aber an diesem doofen Flughafen Düsseldorf gab`s hinter dem Sicherheitsbereich nicht mal einen MC Donalds. Und die 6€ für ein Brötchen werfe ich denen nicht in den Rachen. Melli rettete mich, weil sie ein Käsebrötchen dabei hatte.

Mit einer halben Stunde Verspätung konnten wir boarden, aber leider saßen wir nicht zusammen. In meinem Kopf hatte ich bereits den Satz formuliert um meinen Sitznachbarn zu fragen, ob er tauschen würde, sodass Melli neben mir sitzt. Bis zum Schluss wartete ich, aber es kam keiner. Da fragten wir die Stewardess nach einem Tausch und als sie auf ihrer Liste sah, dass keiner mehr kommt, durfte Melli zu mir kommen. Wir freuten uns wie kleine Kinder und fiepsten, sodass wir von allen Seiten angeschaut wurden. Wir lagen uns wieder in den Armen und konnten es kaum glauben. Der einzige Sitz der noch frei war! Ein Mädel in unserem Alter freute sich für uns mit. Wegen meiner Flugangst will ich immer am Fenster neben den Tragflächen sitzen und zufällig hatte ich diesen Platz bekommen. Dass jetzt auch noch Melli neben mir saß, gab mir ein besseres Gefühl.

Der Start war okay, aber es ruckelte die ganze Zeit leicht und eine Stunde lang leuchteten die Anschnallzeichen. Gleich gab es schon Kekse und zur Beruhigung gönnte ich mir ein kühles Bier. Zum Abendessen gab`s Tortellini mit Käsefüllung (mein Lieblingsessen) mit Tomatensoße, was sehr lecker schmeckte. Außerdem frischen Gouda, Salat, Cracker und Beerencreme. Auch das Bordpersonal war sehr freundlich und aufmerksam. Oft kamen sie mit Getränken. Ein bisschen Angst hatten wir schon; hatte doch AirBerlin in letzter Zeit für viele Negativschlagzeilen gesorgt. Umso mehr wurden wir überaus positiv überrascht. Alles klappte super und ich würde mich immer wieder für AirBerlin entscheiden. Mit dem Film „Lala Land“ vertrieb ich mir die Zeit.

Es war so kalt

New York

Mein Essen

Mellis Essen

Um Punkt 10 Uhr Deutscher Zeit, mussten wir, obwohl es hell war, die Sonnenblenden runter klappen und die Lichter wurden gedämmt. Da fing es leider wieder an zu wackeln und das wurde immer stärker. Teilweise ruckelte es richtig stark. Zum Glück konnte ich trotzdem, wenn es ruhiger wurde, ein bisschen vor mich hin dösen. Die letzten zwei Stunden waren die Anschnallzeichen konstant an und gingen bis zur Landung nicht mehr aus. Leider funktionierten die letzten Stunden die TV`s im Flieger nicht mehr. Auf der anderen Seite sah man ständig Blitze runter gehen. Zum Glück nicht bei uns.

Um halb 10 amerikanischer Zeit (3:30 deutscher Zeit) landeten wir nach siebeneinhalb Stunden in New York. Der Blick auf New York bei Nacht war atemberaubend.

Natürlich waren wir fertig und wollten nur noch ins Bett, aber wir sind ja in Amerika. Die Leute die schon mal das ESTA (Visum) beantragt hatten, sollten in eine Schlange und die, die zum ersten mal in die Staaten reisten, sollten in die andere Schlange. Da verfiel Melli schon leicht in Panik, weil sich hier unsere Wege trennten. Ich musste an einen Automaten, meine Hand für Fingerabdrücke auflegen, ein Foto machen, meinen Pass auflegen und dann mit dem gedruckten Beleg zum Officer. Dieser fragte warum ich hier sei und wie lange und schon war ich offiziell in die USA eingereist. Das ging ja schnell und super einfach. Mein Backpack kam gleichzeitig mit mir an. Leider hatte Melli da mehr Probleme. Die Schlange war super lang und es gab ganze zwei Mitarbeiter, um mehrere Maschinen abzufertigen. Ganze eineinhalb Stunden musste Melli deshalb warten. Ihr wurden viele Fragen gestellt. Wir waren heilfroh als alles geschafft war und machten uns schnell auf den Weg nach draußen. Der Flughafen John F. Kennedy ist total abgewrackt, ekelig und es hat nicht mal WLAN. Selbst in Vietnam findet man an jeder Ecke WLAN und in so einer Weltstadt wie NY gibt es am Flughafen keins…

Leider fuhr das Shuttle so spät nicht mehr, welches uns zum Hostel bringen sollte. So mussten wir nach ewigem Hin und Her einen anderen Bus nehmen. Dieser brachte uns in einer einstündigen Fahrt für 18$ mitten nach Manhatten. Von dort nahmen wir ein Taxi für 14$ ins Hostel. Insgesamt also 25$ pro Person. Es fühlte sich gut an bei diesen immer noch sehr warmen Temperaturen den Kopf aus dem Autofenster zu strecken und einen ersten Eindruck von New York zu gewinnen.

Leider standen wir um 1 Uhr vor verschlossenem Hostel und hatten nicht mal WLAN. Rezeption war seit 11 Uhr geschlossen. Eigentlich wollten wir nur noch schlafen und waren verzweifelt. Irgendwann kam ich auf die Idee, dass ein IPhone auch zum telefonieren da ist und rief Vroni an. Diese machte zum Glück auf und hatte bereits für uns eingecheckt. Wir freuten uns total uns wieder zu sehen und hatten uns viel zu erzählen. Außerdem freute ich mich, endlich Vroni`s Kumpel Berni kennen zu lernen. Da alle im 10-Bett-Zimmer bereits schliefen, saßen wir im Treppenhaus und quatschten eine Weile.

Lange hielten wir es nicht mehr aus und schliefen alle todmüde ein.

Ich freue mich total auf unseren Trip und werde täglich berichten.

Grüße aus New York

Nadine

Excited –> next adventure

Es ist wieder so weit!

Es freut mich total, dass ich immer noch täglich so viele Leser habe. Wenn man wieder einem normalen Job und geregeltem Alltag nachgeht, gibt es da natürlich nichts spannendes zu berichten.
Umso besser ist es, dass jetzt die nächste mittelgroße Reise ansteht. Mit 30 Tagen Jahresurlaub muss man gut haushalten und deswegen wurden es 3 Wochen. Durch einen Newsletter hatte ich ein Angebot für Amerika gefunden. Da mir die Westküste mit Jenny im Dezember 2014 schon so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt nochmal in die Staaten. Diesmal sollte es aber die Ostküste sein. Die beste Jahreszeit war schnell aus gemacht. Vroni mit der ich die ersten Wochen auf meiner Reise in Thailand gemeinsam verbrachte, hatte auch Lust auf ein neues Abenteuer. Außerdem schloss sich uns Vronis Kumpel Berni an (beide aus Bayern) und Melli die ich in Australien kennen gelernt hab.
Nach sehr viel Recherche, unendlich vielen Angebotsvergleichen und ein paar Wochen Suche habe ich einen Flug für unglaubliche 441,60 € (hin und zurück) gefunden. Melli hat ihn mir netterweise gebucht, weil ich ohne Internet in Köln fest gesteckt bin. So fliegen wir am 18.05. von Düsseldorf nach New York (Direktflug). Melli fliegt von Berlin nach Düsseldorf und dort treffen wir uns. Der Rückflug geht dann von Miami nach Stuttgart.
Es gibt viel zu organisieren, vor allem weil man schon ein wenig planen muss, wenn man alles in 3 Wochen sehen will. Außerdem braucht man für die USA ein Visa welches ESTA heißt. Bei der Onlinebeantragung muss man sehr viele Daten angeben, einige Fragen beantworten und ein paar Stunden später wird es bestätigt.
Da wir so weit auseinander wohnen, musste die Planung über Skype statt finden. 21. Jahrhundert sei Dank! Den Mietwagen buchten wir also auch via Skype. Da Vroni und Berni nur 2 Wochen bleiben, buchten Melli und ich noch ein anderes Auto für die letzte Woche. Nach dem Motto „man gönnt sich ja sonst nichts“, können wir in Miami mit einem Ford Mustang Cabrio auftrumpfen. Dieser war nur 60€ teurer und wenn man schon so viel Geld ausgibt, kommt es darauf auch nicht mehr an. Aber wenn man schon mal die Wahl hat „oben ohne“ durch Florida zu düsen….
Jetzt sind es noch 4 Tage und die Vorfreude wächst mit jedem Tag mehr. Donnerstag, 18.05. Abends geht unser Flieger in Richtung Big Apple.
Natürlich werde ich hier berichten und bin schon gespannt welche Abenteuer wir so erleben werden.

Aufgeregte Grüße aus dem verregneten Deutschland
Nadine

 

Oben Vroni, dann Melli, Berni und ich

I´m coming home

Besser spät als nie…

Sonntag, 12.03.2017

Wir gönnten es uns das erste Mal auf unserem Trip auszuschlafen. Die Anderen im Zimmer waren schon aktiv, aber das störte uns nicht.

Nach dem Auschecken liefen wir bei strahlendem Sonnenschein zu einer Bäckerei. Das Frühstück schmeckte gut und frisch gestärkt stiegen wir in die U-Bahn Richtung Stadt.

Da es nur an diesem Sonntag bis 18 Uhr besonders günstige Flüge bei AirBerlin gab und ich kein mobiles Internet hatte, setzten wir uns in den MC Donalds um WLAN zu schnorren. Ich wollte unbedingt meinen Flug in die USA buchen. Leider funktionierte das überhaupt nicht und es war zu langsam um irgendwas zu machen.

Auf 3 Uhr waren wir mit Rudi verabredet mit dem wir über BlaBla Car eine Mitfahrgelegenheit nach Sindelfingen gefunden hatten. Anna rief an und fragte, ob er schon früher könne. Leider ging nur seine Mailbox ran und Anna verfiel schon leicht in Panik. Irgendwann erreichten wir ihn noch und er sagte, dass er bald da wäre. Da war es aber erst halb 2. Eigentlich hätten wir noch gerne die Brücke mit den Liebesschlössern sehen wollen und den Dom fotografieren, aber dafür war keine Zeit mehr. Leider auch nicht dafür aufs Klo zu gehen und den Flug zu buchen. Ich verfiel in Panik und versuchte irgendwie, mit Meli mit der ich in die USA fliege, zu schreiben was wir jetzt machen sollten.

Rudi wartete auf dem Parkplatz auf uns und wir fuhren direkt los. Er redete viel über Gott und die Welt und hörte gar nicht mehr auf. An einem Rastplatz fragte er uns, ob wir die Mosel sehen wollen. Das Wetter war perfekt, wir hatten Zeit und ich dachte mir: „Warum nicht?“. Anna sah das anders und sie dachte daran wie er uns umbringt und im Wald vergräbt. In ihrem Gesicht war alles andere als Freude zu sehen. Wir liefen auf einem Pfad hinter der Raststätte und die Aussicht auf die Mosel war total schön. Es waren JetSkis unterwegs und ein paar Wanderer begegneten uns. Rudi sagte, dass das oben am Wald ein guter Aussichtspunkt wäre. Anna hatte noch mehr Bedenken, aber wir gingen mit. Die Aussicht war echt genial und wir liefen zurück zum Auto. Ich glaube Anna war erleichtert, dass wir danach noch lebten.

Anna musste ein paar Mal herhalten und mir einen Hotspot machen, sodass ich mit Meli kommunizieren konnte wie wir das mit dem Flug machen und mit meinem Papa wann er mich holen sollte. Ohne Internet ist man wirklich verloren. Zum Glück war Meli so nett und buchte mir den Flug und tausend Steine fielen mir vom Herzen.

Die Fahrt ging schnell und Rudi ließ Anna am Bahnhof raus. Er musste sowieso in die Nähe von meinem Wohnort fahren und fuhr mich sogar bis vor die Haustür.

Somit war der schöne Kurztrip auch leider schon wieder vorbei, aber ich habe ja schon den nächsten Trip gebucht. New York ich komme !

Liebe Grüße aus der Heimat

Nadine

Cologne here we are

Krass, vor einer Woche waren wir noch genau da wo gestern die Anschläge in London statt gefunden haben. So schrecklich was da wieder passiert ist. Das tut mir so leid!

Samstag, 11.03.2017

Als um 3:30 Uhr der Wecker klingelte dachte ich, ich stehe im Wald. Natürlich hatte keiner von uns beiden Lust so früh aufzustehen. Im Dunkeln packte ich meine Sachen und wir versuchten niemanden zu wecken. Ich hoffte im Dunkeln alles eingepackt zu haben.

Wir buchten übers Internet einen Bus (Citylink) zum Flughafen Stansted auf 5 Uhr für 10 Pound. Es war kurz nach 4 als wir an der Rezeption standen und ich nochmal nach meiner Kameratasche fragte. Der Typ meinte, dass er mir keine großen Hoffnungen machte und fragte, warum ich es nochmal versuchte. Der Typ vom Housekeeping kam und sagte er würde die Tasche suchen. Anna wurde sehr ungeduldig und sagte, wir hätten dafür keine Zeit mehr. Die Tasche wär nicht wichtig und ich solle sie vergessen. Das sah ich anders und wollte warten, bis der Typ gesucht hatte. Ich wusste, dass wir am Vortag nur 10 Min. bis zum Busbahnhof gebraucht hatten und das locker reichen würde. Als der Typ die Treppe hochkam mit meiner Kameratasche hätte ich ihn umarmen können. Ein bisschen sauer war ich schon, dass der andere die Tasche am Vortag nicht gefunden hatte, aber wenigstens hatte ich sie wieder.

So liefen wir los zum Kings Cross von dem wir nicht mal mehr wussten in welche Richtung es lag. Anna fragte einen Security und nach wenigen Minuten waren wir am Bahnhof. Und siehe da: es reichte uns sogar noch auf den Bus um halb 5 den wir dann auch nehmen konnten.

Die Fahrt dauerte nicht mal eine Stunde und wir hatten noch viel Zeit am Flughafen. Wir gingen zum Sicherheitscheck und sollten unsere Boardkarten auf den Scanner legen. Vorbereitet wie ich war, hatte ich diese schon Zuhause ausgedruckt und uns eingecheckt. Leider gab es da ein Problem: die Boardingpässe waren nicht mehr aufzufinden. Ich suchte überall und die Tickets waren einfach weg. Anna und ich zickten uns nur noch an, was uns leider auch nicht weiter brachte. Ich ging zu einem Monitor und wollte die Tickets nochmal drucken lassen. Leider zahlt man bei Ryanair für alles und so stand da, dass das Ausdrucken der Tickets 14 Pound pro Ticket betragen würde. Ich dachte das kann ja wohl nicht wahr sein. Nächster Versuch war der Mann am Schalter den ich mit Bambi-Augen anschaute. Leider ließ er sich nicht darauf ein und wollte ebenfalls insgesamt 28 Pound fürs Ausdrucken. Er meinte, wenn ich die Tickets auf dem Handy habe dann würde es auch funktionieren. Überall stand, dass man die Tickets auf Papier braucht und es nicht möglich ist, sie digital zu haben. Wir probierten es einfach und siehe da: es funktionierte. Doofe geldgierige Fluggesellschaft!

Am Sicherheitscheck wollte zwar keiner was wegen meinem Überdimensionalen Rucksack, aber dafür mussten Anna und ich wieder als Einzige zur Extrakontrolle. Schuhe aus und ab in den Nacktscanner. Danach tastete uns eine Frau ab und wie sie das machte konnte man schon als pervers bezeichnen. Überall grabschte sie hin und zimperlich behandelt wurden wir auch nicht.

Zum Glück hatten wir nach dem Ticket Theater immer noch Zeit, denn wir mussten mit dem Zug bis in den anderen Teil des Flughafens fahren. Im MC Donalds gönnten wir uns noch ein Frühstück bevor es zum boarden ging.

Der Flug war diesmal zum Glück sehr angenehm und alles ging gut. Es waren einige Plätze leer und wir setzten uns an einen Fensterplatz. Irgendwie unverschämt, dass die Fluggesellschaften lieber Fensterplätze leer lassen, anstatt da noch Leute hinzusetzen.

Am Flughafen in Köln angekommen, nahmen wir den Zug und anschließend die U-Bahn Richtung Hostel. Der Flug nach Köln war wesentlich günstiger als der nach Stuttgart und Köln wollte ich sowieso immer schon mal sehen. An einer U-Bahnstation sagte Anna, dass wir aussteigen müssten. Ohne zu gucken folgte ich ihr. Bis wir an einem ganz einsamen Bahnhof standen, wo wahrscheinlich nie irgendjemand einsteigt. Es war total gruselig und wie im Horror Film. Irgendwie sind wir eine zu früh ausgestiegen und hofften, dass die nächste U-Bahn dort halten würde. Zum Glück kam 10 Min später wieder eine und es ging weiter. Zu Fuß war es nicht mehr weit und wir fanden das Hostel Weltentdecker schnell. Nach kurzer Wartezeit checkten wir ein und liefen los um uns was zu essen zu kaufen. Mittlerweile war die Stimmung wieder besser, die Sonne schien und es war warm. Wir fanden ein gutes Restaurant wo wir draußen sitzen konnten und ich aß einen Crêpe mit Gemüse der super war.

Wir liefen durch das Viertel wo unser Hostel war, schauten hier und da in ein paar Läden rein und genossen das super Wetter. Eigentlich wollten wir in die Stadt laufen, aber als wir in GoogleMaps guckten stellten wir fest, dass wir in die falsche Richtung unterwegs waren. So waren wir eine Stunde in die falsche Richtung gelaufen. So nahmen wir die U-Bahn und stiegen am Dom aus.

In einem Café fanden wir „fasten-freundlichen“ Nachtisch. Naturjoghurt ohne Zucker den ich mit Mangos und Beerensoße aß und Anna wählte die Zuckervariante die sehr gut aussah.

Um 16:11 Uhr, hatten wir uns für eine kostenlose Stadtführung am Stadttor eingefunden (https://freewalkcologne.com/de/free-walking-touren-koeln/). Wir waren eine große Gruppe und sollten uns erstmal alle vorstellen. Jeder musste sagen was er für einen großen Traum hat. Auch die Eltern vom jungen Stadtführer waren dabei um zu sehen was ihr Sohn so macht. Die Tour ist absolut empfehlenswert. Man wird nicht mit trockener Geschichte und langweiligen Zahlen beworfen, sondern bekommt viele lustige Anekdoten über Köln und die Kölner erzählt. Natürlich gab es auch einige witzige Storys zum Kölscher Karneval und vielem mehr. Anna war nicht so begeistert, dass die Tour auf Englisch war, aber der Kölner Guide war gut zu verstehen. Es war super witzig und unterhaltsam und wir hatten eine coole Gruppe. Auf jeden Fall haben wir gelernt, dass die Kölner sehr kreativ sind und in allem was sie machen zweit beste. Anna taten die Füße weh und bei jeder Gelegenheit setzte sie sich hin, weshalb der Guide irgendwann fragte, ob sie schlecht drauf ist. Nach zweieinhalb Stunden endete unsere Tour in einem traditionellen Brauhaus in dem wir alle ein echtes Kölsch probierten. Weil dieses so wenig Kohlensäure hat, bekommt man es in 0,25 ml Gläsern, dass es nicht so schnell absteht. So lange bis man den Bierdeckel auf sein Glas legt, wird einem unaufgefordert nachgeschenkt. Leider wollte ich es mir nicht entgehen lassen das Bier zu probieren und das hieß für mich schon das zweite Mal das Fasten brechen.

Eigeltor:

Zweit schmalstes Haus der Welt. Es hat nicht mal Wände:

Unsere große Gruppe aus der ganzen Welt:

Dom:

Die Kölner bauen gerne um denkmalgeschützte Mauern drum rum. Hier ein Parkhaus:

Voll motiviert bei der Führung: 

Dom von innen:

Trankstelle:

Tünnes und Schäl. Wenn man bei Tünnes (links) auf die Füße steht und und seine Nase packt, heißt dass, das man wieder nach Köln kommt und die ewige Liebe erfährt. Wenn man Schäls Hand hält heißt es, dass man reich wird.

Eigentlich wollten wir noch Feiern, aber Anna war so müde, dass mit ihr nicht mehr viel anzufangen war. Sie wollte nur noch was essen und dann ins Bett. Wir fanden kein Restaurant mit angemessenen Preisen und so fuhren wir mit der U-Bahn zurück zum Hostel. In unserer Straße hatten wir auch Pech, denn entweder gab es keinen Platz mehr oder nichts zu Essen.

Ich gönnte mir noch einen Salat im Hostel, während Anna nur noch ihr Bett sehen wollte.

So ging ein weiterer Tag mit vielen zurückgelegten Kilometern (13,42) zu Ende. Im Zimmer war wieder ein Australier mit dem ich mich noch lange über mein Lieblingsland unterhielt.

Liebe Grüße von Kölle

Nadine

 

Camden Market and creepy people

Freitag, 10.03.2017

Leider schon der letzte Tag in London, dachten wir als wir aufstanden. Diesmal ließen wir das Frühstück sausen und liefen gleich los.

Nachdem der Vortag so perfekt war, hatten wir diesmal wieder London-Wetter erwischt. Nieselregen und Kälte. Obwohl wir immer noch erkältet waren ließen wir uns die Laune nicht verderben und liefen los.

Unsere Füße taten nach dem Marathon die letzten Tage ordentlich weh und wir wollten einen Faulen machen. Außerdem hatten wir schon alles gesehen was wir sehen wollten. Eigentlich ist das Ticket für den Hop on Hop off Bus nur einen Tag gültig. Da aber bisher niemand unser Ticket abgestempelt hatte, fuhren wir nochmal mit dem Bus. Es war kalt, windig und regnerisch und mir ging es nicht so gut. Wieder ging es keinen Meter voran und wirklich genießen konnten wir die Tour nicht. Irgendwann stiegen wir aus um uns bei einem Kaffee wieder aufzuwärmen.  Ich hatte ein gutes Englisches Frühstück/Mittagessen mit Toast, Bohnen, Spiegelei, Pilzen usw.

Frisch gestärkt ging`s mit dem nächsten Bus nochmal zum Tower of London. Dort sind nämlich die Kronjuwelen die wir unbedingt noch sehen wollten. Der Tower ist sehr beeindruckend und innen ist alles wie ein Museum aufgebaut. Man erfährt viel über die Kriegsgeschichte und die Geschichte der Monarchie. Es ist total schön aufgebaut und man kann nach ganz oben im Tower laufen. Die Kronjuwelen sind sehr beeindruckend und alles schillert und funkelt. Da liegt ordentlich Geld rum, dachten wir uns.

Als wir genug hatten, nahmen wir den nächsten Bus und ließen uns wieder faul durch die Gegend schaukeln. Wir wollten unbedingt noch auf den Camden Market gehen, den mir auch meine Kollegin Lisa empfohlen hatte. Der Busfahrer meinte das sei viel zu weit zum Laufen, aber wir dachten wir bekommen das schon hin. Erstmal liefen wir in die falsche Richtung und fragten einen netten alten Mann wo es hin geht. Auch er sagte es sei viel zu weit zum Laufen. Dieser hatte in Hannover gewohnt und war total gesprächig. Auf dem Weg zum Camden Market kamen wir durch ein sehr armes Viertel von London. Es gab sehr viele Ausländer, Obdachlose und komische Gestalten die von irgendwas zu viel genommen hatten. In diesem Viertel war es sehr komisch und wir waren so wie es aussah die Einzigen Touristen. Als ein Bus an uns vorbei fuhr sahen wir den alten Mann wieder der geradeaus zeigte und freundlich winkte.

Nach einigen Abstechern in verschiedene Läden hatten wir es nach einer Stunde zum Camden Market geschafft. Dort ist sehr viel los und es gibt eine Straße in der ein Krämermarkt ist. Links und rechts hat es viele schön gestaltete Läden, von denen fast alle Souvenirläden sind. Es war die Hölle los und es waren alle möglichen Leute unterwegs: Punker, Rocker, Hippies, Drogenabhängige usw. Auf der offenen Straße wurde hier gedealt. Zum Glück hatte Lisa uns gesagt, dass wir bis zum Ende durchlaufen sollten. Dort kam nämlich der schönste Teil des Markts. Neben dem Kanal ist alles im Quadrat aufgebaut und man kann einmal im Kreis laufen. Auf der obersten Ebene gibt es viele kleine Läden mit selbstgebastelten Sachen und viel Deko. Alles ist mit Lichterketten dekoriert und liebevoll gestaltet. Wenn man die Treppe runter läuft, sieht man so viel Essen, dass man überfordert ist. Es gibt kleine Buden wie auf dem Weihnachtsmarkt und Essen aus allen Ländern die man sich vorstellen kann. Von Griechisch, bis Peruanisch über Indisch und Japanisch ist alles dabei. Die Auswahl ist riesig und wir mussten zwei Mal rum laufen bis ich mich entscheiden konnte. Ich entschied mich für Mac and Cheese (amerikanisch; Makkaroni mit viel Käse) was genial schmeckte. Anna traute sich nicht was von den Ständen zu probieren, aber ein Crêpes ging auch.

Auf dem Rückweg wollten wir eigentlich in einen Pub, aber entweder waren sie zu voll oder wir wurden nicht bedient. Der Rückweg zum Hostel dauerte nicht mal eine halbe Stunde und wir fanden unseren Weg zum Generator Hostel gleich. Unterwegs kaufte Anna sich eine Pizza beim Italiener die sie auf dem Hostelbett verspeiste. Anna schlief schon um 7 ein und mir fiel auf, dass ich beim Umzug ins andere Zimmer meine Kameratasche verloren hatte. Ich fragte an der Rezeption und wir guckten im alten Zimmer. Da war leider nix. Das Fundbüro vom Hostel ist eine kleine Rumpelkammer in die alles rein geschmissen wird. Dann wird schnell die Tür zu gemacht, sodass nichts rausfallen kann. Dort die Tasche zu finden war ein Ding der Unmöglichkeit. Wir suchten eine Stunde lang überall, aber wurden nicht fündig. Die Tasche ist so teuer, dass ich sie auch nicht zurück lassen wollte.

Ich nahm mir vor am nächsten Morgen nochmal zur Rezeption zu gehen, nachdem Schichtwechsel war.

So musste ich mit einem sehr unguten Gefühl ins Bett gehen.

Trotz des vielen Bus Fahrens, sind wir an diesem Tag trotzdem 12,52 km gelaufen.

Liebe Grüße aus London

Nadine

Meeting the Royals

Donnerstag, 09.03.2016

Am zweiten Tag in London wachten wir beide mit einer Erkältung auf. So schlecht war das Wetter am Vortag doch nicht?

Glücklicherweise hatten wir neben meinem Bett zwei Frühstücksmärkchen gefunden. So konnten wir uns am Buffet die Bäuche voll schlagen. Frisch gestärkt gings dann los.

Das Wetter war einfach nur perfekt. Die Sonne lachte vom Himmel, es war warm und keine Wolke war zu sehen. Da wir wussten, dass wir Einiges sehen wollten, das außerhalb von London liegt, kauften wir uns eine Oyster Card. Das ist eine Bahnkarte die man immer wieder mit Guthaben aufladen kann. Quasi eine Prepaid Bahncard. Am ersten Tag hat man eine Flatrate und kann so oft fahren wie man will.

Zuerst fuhren wir nochmal zum Buckingham Palace. Dort findet jeden Morgen um 11 die berühmte Wachablösung (Changing of the Guard) statt. Eigentlich nur der Schichtwechsel der Securitys der Queen, der aber immer zelebriert wird. Wir wunderten uns, warum da so viele Touristen mit ihren Kameras in der Hand vor dem Palast warteten. Anna sagte, dass da bestimmt was Besonderes passiert. Ich tat das ab und meinte, dass das bestimmt immer so eine Attraktion sei. Anna behielt Recht. Die komplette Straße um den Palast waren abgesperrt und überall standen Polizisten. Auch viele Polizeimotorräder waren im Einsatz. Bis plötzlich das Tor aufging. Erst fuhr ein schwarzes, schickes Auto vor und es gab ein Blitzlichtgewitter. Dann ein zweites schwarzes Auto mit der Flagge der Königsflagge auf dem Dach. Und wer winkte da aus dem Auto? Catherine, Duchess of Cambridge auch bekannt als Kate Middleton höchstpersönlich. Und das nur einen Meter von uns weg. Ohne getönte Scheiben oder Sichtschutz. Sie guckte in unsere Richtung und man konnte durch die Scheiben erkennen wie schön sie ist. Wer im nächsten Auto mit königlicher Flagge saß, konnte man leider nicht sehen. Aber dann der nächste Hammer. Im folgenden Auto saß doch tatsächlich und leibhaftig Elisabeth II. DIE Queen. Von der man sonst nur in den Nachrichten hört. Damit, dass auf einmal alle Royals an uns vorbei fahren hätten wir nicht gerechnet. Ich dachte ich schnall ab! So ein verrücktes Ereignis und das am frühen Morgen. Das trieb den Adrenalinspiegel hoch und war richtig krass. Viele Engländer hatte noch nicht mal die Chance die Queen zu sehen… Die Wachablösung hat dann zwar nicht stattgefunden, aber das war uns in Anbetracht der Tatsache, dass wir gerade so wichtige Personen gesehen hatten auch egal.

Stattdessen liefen wir bei „Kayserwetter“ (haha) durch den wunderschönen St. James Park. Dort fand nämlich in einer großen Zeremonie die Enthüllung  des Denkmals für die Veteranen der Kriege im Irak und in Afghanistan statt. Dort waren alle wichtigen Leute des britischen Königshauses vertreten: Prinz Philip (95), Prinz Charles (68) und Camilla (69), Prinz William (34) und Herzogin Kate (35) sowie Prinz Harry (32). (http://www.wn.de/Welt/Leute/2733331-Feierliche-Enthuellung-Queen-weiht-Denkmal-fuer-Veteranen-ein)

Es war ordentlich was los und alles war abgeriegelt. Trotzdem hatte man einen Blick auf das Festgelände. Überall standen Polizisten und es waren Hunde und Pferde im Einsatz.

Mit der Bahn gings weiter ins Wembley Stadion. Die Führung war auch in unserem London Pass enthalten. Diese lohnte sich allemal: wir kamen dort hin, wo sonst nur VIP`s hin kommen. Wir durften auf dem Sitzplatz der Queen Platz nehmen, durften den wichtigsten Pokal im Stadion hochhalten, sahen die Physio Räume und Umkleidekabinen der Spieler und sogar den Presseraum. Das Highlight war definitiv wie ein echter Fußballprofi einzulaufen. Erst sahen wir einen beeindruckenden Film in der Umkleide wie die Spieler einlaufen und dann wurde das große Tor aufgemacht und wir marschierten in Zweierreihen ins gigantische Wembley Stadion ein. Das war sogar für Anti-Sportbegeisterte wie mich ein Highlight.

Danach fuhren wir mit der Tube (U-Bahn) weiter dorthin wo Olympia stattfand. Anna wollte gerne sehen wie es da aussieht und wir hofften, dass man die Anlage besichtigen kann. Als wir da waren, dann leider die schlechte Nachricht: wegen einer Buchmesse ist alles geschlossen. Man sah nicht mal ansatzweise irgendwas und so mussten wir wieder gehen.

Wir fuhren zurück in die Stadt und stiegen am Bahnhof Kings Cross aus. Dort ist das berühmte Gleis 9 ¾ aus Harry Potter. Die Schlange um ein Bild dort machen zu können ist ewig lang. Wie der Zufall es so will, ist direkt daneben ein Harry Potter Fanshop. Die Angestellten vom Shop machen Fotos die man dann kaufen kann. Es ist aber zum Glück erlaubt eigene Fotos zu machen, was wir machten. Es stand ein Mädel vom Shop da die einem den Zauberstab in die Hand drückte und auf Kommando den Schal hoch warf.

Von meiner Kollegin Lisa hatte ich den Tipp für ein gutes Restaurant mit Blick auf die Tower Bridge bekommen. Vom Kings Cross liefen wir Richtung Wasser. Die Sonne ging gerade unter und der Blick auf die Skyline von London war gigantisch. An der Themse entlang zu laufen, den Straßenmusikern zuzuhören und Leute zu beobachten war super schön.

Es war ein ordentlicher Fußmarsch bis wir zufällig am Bubble Waffle Laden vorbei kamen. In Facebook wurde ich in einem Beitrag markiert, weil diese Waffeln aus Japan super lecker aussehen und es die in London gibt. Schon vor der Fastenzeit habe ich beschlossen, das Fasten einmal für diese Waffeln zu brechen. Als wir dann davor standen, konnte ich wirklich nicht nein zu dieser Kalorienbombe sagen. Ich bestellte die Limited Edition mit double Nutella und Ferrero Rocher. Für stolze 6.95 Pound (8€). Da lohnte sich aber jeder Euro, denn die Dinger waren super lecker.

Als wir am Italiener „Strada“ ankamen, wusste ich, dass Lisa nicht zu viel versprochen hatte. Man blickt wirklich direkt auf die Tower Bridge, die beleuchtet absolut genial aussieht. Wir saßen draußen, aber irgendwann wurde es zu kalt und wir zogen nach drinnen um, wo der Blick genauso gut war. Die Pizza schmeckte super und für die Aussicht war es auch nicht überteuert. Es war ein schöner Abend im tollen London.

Da wir eine Tagesflatrate für die Tube hatten, fuhren wir in die Nähe des Hostels und liefen von dort aus zurück. Es waren wieder 18.61km die wir an diesem Tag gelaufen sind und diese merkten wir deutlich. Wir mussten unsere Sachen erst noch vom Gepäckraum ins neue Zimmer schleppen, denn wir hatten das Zimmer wechseln müssen, weil eine Gruppe in unser Altes kam.

So schliefen wir wieder schnell ein und können von einem weiteren schönen Tag träumen.

Liebe Grüße

Nadine