Meet Snakes, Spiders, Lions & Co.

Besser spät als nie. Hier die Fortsetzung von USA:

Donnerstag, 01.06.2017

Wo sind all die Menschen?

Um auch die letzten Tage voll ausnutzen zu können, checkten wir schon wieder früh aus und fuhren immer weiter Richtung Miami.

Davor hauten wir uns aber ordentlich die Bäuche beim reichlichen Buffet voll. Dieses war einfach abartig und es gab alles was das Herz begehrt; von selbstgemachten Waffeln, Schokocroissants, über Brötchen, zu verschiedenen Eiern, Obst und vielem mehr. Danach konnte man uns quasi rollen. Trotz Luxushotel aber auch hier alles in Plastikbechern und mit Plastikgeschirr.

Das erste Tagesziel hieß „Blowing Rocks Preserve“ auf Jupiter Island in Hobe Sound, Martin Count, welches wir nach einer Stunde Fahrt erreichten.

Dieses Landschaftsschutzgebiet ist ganz sich selbst überlassen und es steht eine Kasse da, wo man 2$ pro Person rein werfen sollte, was wir natürlich machten. Die beeindruckenden Kalksteinfelsen erreichten wir nach einem schönen, kleinen Wald schon schnell. Der Name „Blowing Rocks“, also „blasende Felsen“ kommt daher, weil das Wasser zwischen den Felsen meterweit in die Höhe geschossen wird. Es war super heiß und keine Menschenseele unterwegs. So konnten wir uns voll und ganz dem schönen Naturwunder hingeben und die endlose Felsen- und Sandlandschaft bewundern.

Auf der anderen Straßenseite gibt es ein Infocenter, wo man alles über Flora und Fauna erfährt. Außerdem begaben wir uns bei gefühlt 40 Grad und 100% Luftfeuchtigkeit auf einen Spaziergang an einer wunderschönen Bucht entlang. Hier gab es kleine Krebse und eigentlich auch brütende Schildkröten, die wir aber leider nicht erspähen konnten. Da es einfach zu drückend war, verzogen wir uns schnell wieder in unseren klimatisierten Nissan.

Krabben

Der zweite Stopp war nach der 45 minütigen Fahrt das „McCarthy`s Wildlife Sanctuary“ (http://www.mccarthyswildlife.com).

Dieses Tierschutzzentrum beheimatet mehr als 200 Tiere, die verletzt waren, oder illegaler Weise gehalten wurden. Für 31€ Eintritt, bekamen wir eine Tour von Pflegerin „Brie“. Als wir einen Alligator sahen, der einfach in einem See schwamm, der nicht mal umzäunt war, waren wir schon begeistert.

Jedes Tier hat hier einen Namen und wenn es den Tieren wieder gut geht, werden sie vermittelt, oder wieder in die Wildnis entlassen. Schon bei den Vögeln war es interessant und es gab einen sprechenden Papagei. Schon hier hatten wir die erste Berührung mit einem Tier und bekamen einen Vogel auf die Hand gesetzt.

Bei den Wildkatzen wurde es noch viel spannender. Es gibt Löwen, Tiger, Luxe und einen Liger (Mischung aus Löwe und Tiger), denen man total nahe kommt. Der Liger war am Interessantesten, da diese Kreuzung in freier Wildbahn gar nicht vorkommt. Liger können sogar die Laute von Löwen und Tigern von sich geben. Diese sind die  größten Raubkatzen und tatsächlich war diese hübsche Dame riesig. Es war richtig faszinierend, wie gut die Pflegerin die Tiere kannte, mit was für einer Leidenschaft sie das machte und wie sie mit den großen Raubkatzen spielte, ohne in das Gehege zu gehen.

Wir durften sehr viele Tiere halten und anfassen und lernten einiges über die verschiedenen Tierarten. Sehr interessant war es auch im Schlangenhaus, wo Vroni sich nicht in die Nähe der riesigen, gelben Python traute. Die andere Frau unserer Gruppe hatte genau so viel Angst und zusammen trauten sie sich, die Schlange hoch zu heben. Zum Schluss nahm Vroni ihren ganzen Mut zusammen und hielt die Würgeschlange allein. Nur bei der fetten Vogelspinne, ergriff Vroni dann wirklich die Flucht und Berni und ich hielten dieses weiche, große Tier auf der Hand.

Hier sieht man wirklich, dass es den Tieren gut geht und sie liebevoll umsorgt werden. Das Ganze basiert auf Spendengeldern und so gaben wir alle eine großzügige Spende.

Anschließend düsten wir weiter nach West Palm Beach. Wir freuten uns, diese riesige Stadt zu erkunden, aber diese Freude wurde schon bald getrübt.

Nachdem wir unser Auto zentral auf einem Parkplatz abgestellt hatten, liefen wir los. Leider ist diese Stadt wie ausgestorben. Hier gibt es außer beeindruckender Street-Art nicht viel zu entdecken. Außerdem herrscht hier eine total trübe und graue Atmosphäre und die ganze Stadt gleicht einer einzigen Baustelle. Wir fragten uns, ob die Stadt schon ihre besten Jahre hinter sich hat, oder ob sie erst noch dabei ist zu boomen. „Wo sind die ganzen Gäste der vielen Luxushotels?“, Es sah aus wie in einer Geisterstadt. Wir dachten daran, vielleicht eine Evakuierung verpasst zu haben.


An einem kleinen Laden machten wir Halt. Alles darin ist voll mit Kuscheltieren und tausend verschiedenen Pralinen, die von der 70 jährigen Ladenbesitzerin in Handarbeit selbst hergestellt werden. Sie muss jeden Tag Stunden damit beschäftigt sein. Sie und ihr Mann führen dieses kleine Lädchen, das gleichzeitig eine Eisdiele ist, sehr liebevoll. Als wir einen Eiskaffee bestellten, guckten sie uns sehr verwundert an. Wir erklärten, dass sie uns Kaffee mit Eis machen sollten (das ist in USA nicht sehr gängig). Die beiden bekamen sich nicht mehr ein und kicherten die ganze Zeit, weil sie diese Idee so witzig fanden. Als sie es probierten, sagten sie ganz begeistert, dass das eine Marktlücke sei und sie das in Zukunft immer anbieten wollten. Wir versprachen, ihnen eine gute Bewertung auf Facebook zu geben (ja, die beiden haben Facebook) und sie schenkten jedem von uns ein Kuscheltier als Andenken.

Das Ehepaar gab uns noch einen Tipp für die Worth Avenue, an der wir dann sowieso zufällig vorbei fuhren. Das ist die Straße der Reichen und Schönen und wie der Rodeo Drive in LA. Auch hier war keine Menschenseele unterwegs und die Ladenbesitzer schienen sich zu langweilen. Und das um 18 Uhr an einem ganz normalen Wochentag… Richtig komisch das hier alles. Wir fragten uns, wie sich diese Läden lohnen können. Gucci, Prada, Lacoste und alles mögliche war hier vertreten.

Kino

Meer:

Ganz entspannt ging es weiter in Richtung Boca Raton. Das liegt total geschickt auf dem Weg nach Miami und wir fanden wieder über booking.com ein günstiges Hotel.

Das Courtyard Boca Raton ist genau so ein Luxusteil, wie unser vorheriges Hotel. Normalerweise kostet auch hier die Nacht wesentlich mehr. Dank meinem Genius-Booker-Rabatt, konnten wir uns auch hier wie Geschäftsreisende fühlen. Der Pool hatte auch hier bis halb 11 offen, aber wir gingen erst mal was essen. Da man dieses kulturelle Erlebnis einmal mit machen sollte, wenn man in den Staaten ist, fiel die Wahl auf die „Cheesecake Factory“, die einfach zu Fuß zu erreichen war. Es war die Hölle los (ja, hier gibt`s wieder Zivilisation) und wir mussten auf einen Tisch warten. Das Essen war super lecker und die Portionen gigantisch groß. So passte leider nicht mal mehr ein berühmter Käsekuchen rein.

Todmüde und vollgefressen fielen wir in die Betten des Luxushotels. Leider mit dem Wehmutstropfen, dass morgen bereits der letzte Tag unseres Roadtrips sein würde.

Liebe Grüße

Nadine

365 days –Things end. But memories last forever.

365 days

A lot can happen in 365 days. Today, exactly one year ago, 12th of July 2016, I returned home from my world trip.

I can remember that day as if it was yesterday. At 4am I woke up in Bangkok. A city I really love. Everything started in this hot, sticky, over 12 Mio. inhabitant`s city. And everything comes to an End. Even a world trip which seems everlasting. In the dark 22 people room I packed my stuff, trying not to wake everyone up.

To get to the airport I ordered an Uber (Taxi) which I shared with the Australian Bloke Jobe I just met. We found out that we have the same flight to Cologne so we got to talk a lot on this 12 hour flight.

For my birthday in October last year Jobe came to visit me in Germany, which was really fun. We went to the Octoberfest in Stuttgart with my friends and had a great time.

As we came closer towards cologne I was nervous. To be honest: I was really nervous! I didn`t see my family in friends in almost one a half years and I was excited to see them again.

There was a lot of trouble and problems in Cologne because I lost both Bank- and Credit-card, had no money, no phone-simcard, had to buy a really expensive train ticket and missed my train. I hated it already to be back. And it was rainy and cold and the people were so unfriendly. At home nobody knew that I was coming home and I was afraid that they would go to bed already because it was late.

In Stuttgart my uncle Oli picked me up from the train station where we had a farewell over one year ago. I was really happy to see him and he drove me home. He was the only one knowing that I was coming home. He told my family that he had a training and would come back later for my grandma`s birthday. Nobody believed him so he drove to his office and took a picture to prove that it was true. As we arrived home it felt weird. Oli entered the house first and I waited outside. I told my family I like to skype them, because there was a TV-documentation about me and I wanted to watch it with them via skype. Unfortunately I didn`t know our Wi-Fi-password that I could skype them. I just decided to step in the house because I was all wet from the rain and freezing. Summer in Germany?

It was 10pm already as I was standing in the kitchen, everyone staring at me like they just saw a ghost. Of course they were all so happy to see me and it was a return with a lot of tears and hugs. That was a great birthday-surprise for my grandma who turned 69. That means that today it`s her 70th birthday.

That was a year ago. Since that I did 4 more (short) trips (Milan, London, USA and Austria) and I got a Job last year as an Online Media Manager close to where I live.

It`s really hard to describe but when you lock a wild bird in a cage it won`t be happy. The freedom I felt on the road will always be inside of me. I often dream about being far away in a foreign country and talk to strangers who become friends. I often think about what my life will bring and wonder if I will ever be able to travel again for a long time. I really miss the freedom to go where I like and when I like it. And it`s hard to fit in an environment where the people have so many luxury problems and the longer I´m here, the more I´m feeling that I worry about the non-important things too much, too. I saw people without a home and without food and I complain about rain in my holiday. I saw young people who would love to study but can`t and I complain about stress at work…

The good thing is that I´m still in touch with so many beautiful people I met on the road. With Vroni who I met in Thailand on my very first day I just travelled around the USA. Jobe from Australia, Welshy from Wales and Quentin from France came to visit me and Lena and I are planning to visit Jonas in Switzerland.

Sometimes memories sneak out of my eyes and roll down my cheeks.

Whenever I feel the wanderlust again I talk to these wonderful people and the memories come alive again. Then I feel the wind in my hair as we`re driving around Vietnam with our motorbikes or I hear us singing karaoke with strangers or feel the warm sun on my skin as I´m sitting on a boat driving in the sunset to another country I don`t know yet.

No matter what happens, some memories can never be replaced….

Nadine

The best kind of souvenir is a memory

Mittwoch, 31.05.2017

Da wo der Kapitän sitzt, ist vorne – Grüße von Flipper!

Da ein Tag trödeln im Urlaub dann auch wieder reicht (wir sind ja Abenteurer-Backpacker), schafften wir es früh aus den Federn und nach dem Packen waren wir schnell on the road. Den Wohnungsschlüssel deponierten wir wieder im Fahrradschloss. Davor mussten wir aber noch eine Mission erfüllen. Mission Badehose. Am Vortag war nämlich Bernis geliebte Badehose kaputt gegangen. Als wir abends zurück gekommen waren, hatten wir außerdem erschrocken gesehen, dass es Bernis zweite und letzte Badehose vom Balkon geweht hatte, weil wir diese zum Trocken aufgehängt hatten. Da wir uns im 4. Stock befanden, hing die Hose so hoch, dass wir auch mit einem Besen nicht ran kamen. Ich bin Optimist und sagte, dass wir es trotzdem versuchen sollten. So irrten wir erst mal in den unzähligen Fluren dieses riesigen Wohnkomplexes rum und suchten den richtigen Ausgang zum Innenhof. Alles sah gleich aus und wir brauchten drei Anläufe, bis wir den richtigen Baum fanden. Wir schüttelten und schüttelten und siehe da: Die Badehose bewegte sich und machte langsam ihren Weg nach unten. Nach ein paar Schüttlungen, hielt Berni dann tatsächlich sein geliebtes Stück wieder in den Händen (haha). Und siehe da: wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren… Nachdem Berni die ganze Zeit von seiner Badehose (und den kaputten Flip Flops) geredet hatte, konnten wir in wieder glücklich machen.

Zum Frühstücken besuchten wir Ybor City in der Zigarrenstadt Tampa. Auf der 7th Avenue im berühmten kubanischen Viertel, war noch nichts los, aber man bekam auch so was vom spanischen Flair und der südlichen Architektur mit. In fast jedem Laden kann man noch Zigarren kaufen, obwohl diese schon lange nicht mehr hier produziert werden. Es ist total schön und lädt zum bummeln ein. Im Restaurant „Gaspar`s Grotto“ genossen wir unser Frühstück und schlenderten anschließend durch die süßen Straßen.

 

Am Vorabend hatten wir noch ein Hotel in Port St. Lucie an der Ostküste gebucht, was somit unser Tagesziel war.

Zuerst aber hieß es nochmal: Strand! Und wo kann man das besser als im berühmten Clearwater ? Die Stadt ist nämlich bekannt für ihren weißen, 4km langen Sandstrand Clearwater Beach, der aktuell zum besten Strand der USA gewählt wurde.

Bei Tripadvisor hatte ich von einer Delfin Tour gelesen, die sehr gute Bewertungen hatte. So steuerten wir direkt den Hafen an, um uns für 24$ für die nächste Tour anzumelden. Unser timing war mal wieder perfekt und es war nicht mehr lange bis zur 13 Uhr Tour.

In der Zwischenzeit erkundeten wir den Pier 60. Dort herrscht buntes Treiben und es gibt viele Läden, einen wunderschönen Strand und es war die Hölle los. Auch in Clearwater kann man einiges unternehmen, wie z.B. Jetski fahren, Bootstouren, Parasailing, angeln und vieles mehr.


Berni fand hier endlich neue Flip Flops und war somit nun wieder komplett.

Auf unserem kleinen Boot „little Toot“ (kleine Hupe) (http://www.littletoot.us), fanden viele Leute Platz und schon schipperten wir gemütlich Richtung Meer. Vroni fragte noch: „Wo ist denn bei dem Boot vorne?“ – „Da wo der Kapitän sitzt, ist vorne!“

Allein wegen der Aussicht im Hafen Clearwater Bay, hatte sich diese Tour gelohnt. Hier reihen sich unzählige Luxusvillen aneinander und natürlich hat jedes Haus seine eigene Yacht vor der Tür. Alles ist perfekt gepflegt und ein Rasen grüner als der andere. Unfassbar, wie viel Geld hier rum steht und wie viel Wohlstand es gibt. Langsam tuckerten wir in den Golf von Mexiko und warteten darauf, endlich Delfine zu sehen. Der Captain steuerte das Boot und ein anderer stand vorne, um nach den Säugetieren Ausschau zu halten. Plötzlich riss der Captain das Steuer rum und wir konnten zwei Delfine im Wasser ausmachen. Da wurde der Turbo eingelegt und der Captain gab Speed. Wenn die Delfine das Boot hören und die Wellen sehen, schwimmen sie nämlich hinterher und spielen mit den Wellen. Leider folgten die Tiere nicht, aber es wurde noch ein Versuch gestartet. Diesmal klappte es und die Delfine schwammen direkt neben dem Boot her. Das war so beeindruckend wie die beiden Delfine abwechselnd, oder gleichzeitig neben der little Toot hochsprangen und seitlich wieder im Wasser auf kamen. Wenn man die Hand ausgestreckt hätte, hätte man die großen Tümmler berühren können, so nah kamen sie. Natürlich drängten sich alle dicht an die Reling, aber wir hatten die besten Plätze um die Tiere zu bestaunen. Wir hatten ewig Zeit Fotos und Videos zu machen. Das war so beeindruckend und wir konnten es gar nicht glauben, was die beiden alles für „Kunststücke“ machten und wie viel Spaß sie in den Wellen hatten. Da merkte man richtig, wie verspielt die Delfine sind. Wir sollten alle ordentlich Lärm machen, weil das die Tiere zusätzlich motiviert. Das funktionierte sehr gut.
Irgendwann hatten die Delfine keine Lust mehr und drehten um, aber als die Little Toot gerade eine Kurve fuhr, waren sie wieder da.
Auch der Rückweg war super schön und man konnte den genialen Ausblick bei bestem Wetter genießen.

Um den Strand zu testen, liefen wir wieder zurück zum Pier 60 und legten uns zu den anderen, hunderten von Leuten (mit unserem tollen Sonnenschirm). Auch hier war das Wasser schön warm und wir genossen abwechselnd den weichen Sand und die Wellen. Hier lässt es sich aushalten und der Strand ist wirklich so schön wie immer alle sagen.

Da wir aber noch einiges an Strecke vor uns hatten, holten wir uns um 5 Uhr noch eine teure Kugel Eis (7$, spinnen die?!) und es ging Port St. Lucie entgegen. Der Himmel zog sich total zu, als wir auf dem Highway waren und es donnerte und blitzte. Außerdem war überall Stau und die Fahrt zog sich lange hin.

Es ist aber super schön, wenn man mit coolen Leuten im Auto sitzt, geile Musik hört und während die Sonne gerade hinterm Horizont verschwindet, tolle Landschaften am Fenster vorbei ziehen sieht.

Am Parkplatz der Fast-Food-Kette „Wendys“, zogen wir uns um und aßen dort zu Abend. Leider wusste ich nicht, dass die Kartoffel die ich bestellte, mit Speck ist und so musste ich eine Neue bestellen. Trotzdem schmeckte das Essen und frisch gestärkt ging es weiter Richtung Ostküste.

Es war schon nach 9, als wir nach über 4 Stunden Fahrt in Port St. Lucie ankamen. Diesmal hatten wir ein Luxushotel raus gesucht, das normalerweise 300$ pro Nacht kosten sollte. Dank booking.com, kostete uns eine Nacht nur ca. 30 € pro Person. Das Residence Inn ist ein Marriot Hotel und war schwer zu finden, aber die Suche lohnte sich. Irgendwie kamen wir uns zwischen den vielen schicken Business-Leuten mit unseren Backpacks fehl am Platz vor. Das Zimmer ist riesig und hat eine große Küche. Natürlich hatten wir auch hier einen großen Flachbild-TV. Vroni und Berni probierten gleich den Pool aus und ich guckte zu, weil ich mein Bikini im Auto hatte und zu faul war ihn zu holen.

Es war wieder spät als wir ins Bett kamen und können erneut auf einen wunderschönen Tag zurück blicken.

Diese Reise übertrifft bisher wirklich alle unsere Erwartungen und es könnte nicht besser laufen.

Liebe Grüße von Flipper

Nadine

Great Anna Maria Island

Dienstag, 30.05.2017

Ich kann den See sehen

Da wir uns nicht schon wieder so stressen wollten, schliefen wir an diesem schönen Morgen aus.
Der Himmel war ziemlich bewölkt und wir hatten sowieso nicht so ein großes Tagesprogramm.
Vroni wollte das Fitnessstudio ausnutzen und stand schon früher auf.
Gut gelaunt brachen wir in Ruhe auf und da wir sowieso zwei Nächte im AirBnB blieben, mussten wir nicht mal packen.
Ganz gemütlich fuhren wir Richtung Meer und der Himmel klarte total auf. Der erste Halt für diesen Tag war in Sarasota. Eigentlich sollte dies eine schöne, kleine Stadt sein, aber ich glaube wir fanden einfach nicht den richtigen Teil. Was wir sahen, waren nur Häuser und ans Meer kam man nicht wirklich ran. So setzten wir uns in ein gemütliches Restaurant an der Straße und bestellten Frühstück, bzw. Mittagessen. Das Essen war super lecker und alles war frisch zubereitet.


So ging es wieder ein Stück zurück und zwar nach Anna Maria Island. Dieser Tipp kam von Vroni`s Kollegen und dieser hatte nicht zu viel versprochen. Der Strand Holmes Beach auf Anna Maria Island ist super schön, es hat weißen Muschelstrand und das Meer ist richtig sauber. Es war die Hölle los und Vroni hatte die super Idee, einen Sonnenschirm zu kaufen. So konnten wir uns alle drei in den Schatten legen und schliefen zwischen dem Baden im warmen Meer immer mal wieder ein.


Hier gibt es total viel zu machen. Mann kann Manatees (Seekühe) und Schildkröten sehen, Parasailing machen, Jet-Ski fahren, ein Boot ausleihen und vieles vieles mehr. Leider lief uns irgendwie die Zeit davon und wir schafften es nicht mehr, eine dieser Aktivitäten zu machen.
Da wir aber nicht heim fahren wollten, ohne die berühmten Manatees gesehen zu haben, fuhren wir an den Bradenton Beach, wo es angeblich diese Seekühe haben sollte.

Wir fragten ein paar Leute und diese sagten, dass mann, wenn man Glück hat, ab 18:30 Uhr ein paar dieser Tiere im Meer entdecken kann. Die Zeit passte, nur leider bekamen wir keines dieser Tiere zu Gesicht.

Wir warteten eine Weile, aber fanden nichts. Auch am Hafen sollte es ein paar Seekühe haben, aber es wurde schon langsam zu spät um dort noch hinzufahren, zumal es in der anderen Richtung lag.
So ging es weiter Richtung St. Petersburg. Dabei geht es über eine 8,85 Kilometer lange Brücke (Sunshine Skyway Bridge – Sonnenschein Fußgängerbrücke), von der man einen perfekten Blick aufs Meer hat. Diese Brücke wurde 1987 fertig gestellt und wirklich faszinierend. Diese Landschaften hier sind so toll und man hat meistens den Ozean im Blick.

Google Street View

In St. Petersburg wurden wir beim Aussteigen von einer lauten Auseinandersetzung begrüßt. Ein paar Obdachlose saßen im Park und der eine verkündete sehr lautstark, was ihm nicht passte. Das war schon mal kein guter erster Eindruck dieser Stadt. Auch der zweite Eindruck war nicht viel besser. Es war dreckig, stank und viele Läden standen leer. Wir fanden eine Straße mit vielen Pubs und Restaurants, wo wir uns einen schönen, irischen Pub aussuchten in dem viel los war. Hier laufen sehr viele komische Leute rum und irgendwie waren wir fast die Einzigen „Normalen“ in dieser komischen Stadt.
Das Essen im Pub war super billig und es gab die typisch, fettigen, amerikanischen Sachen. Die Portionen waren wie immer in diesem Land riesig und wir hatten gut zu kämpfen.


Als es schon dunkel war, traten wir langsam den Weg zurück ins AirBnB an. So ging ein weiterer, toller Tag zu Ende an dem wir schön entspannen und die Seele baumeln lassen konnten. Nach der vielen Action die Tage davor auch echt mal nötig.

Liebe Grüße vom wunderschönen Strand
Nadine

To the moon and back in one day – NASA Cape Caneveral

Montag, 29.05.2017

Eine Reise vom Mars zum Mond

Wir wussten, dass der Tag sehr hart werden würde. Um alles schaffen zu können, standen wir wieder um 7 Uhr auf und waren um 8 unterwegs.
Bisher klappt alles super und jeder hat beim Fahren seine Aufgabe. Wir wechseln uns ab mit dem Fahren und haben die Offline-Karten von GoogleMaps runter geladen, die uns überall hin bringen, ohne dass wir ein teueres Navi zahlen müssen. Der Beifahrer navigiert und der hinten, ja was macht der hinten? Der schläft meistens 🙂
Die Fahrt von Orlando zum Kennedy Space Center in Cape Caneveral (https://www.kennedyspacecenter.com/) dauerte nur 45 Min. und so waren wir wieder vor der Eröffnung um 9 Uhr da.

Es versprach wieder ein sehr heißer Tag zu werden und die Sonne brutzelte uns schon am frühen Morgen wie Brathähnchen.
Der Eintritt ist mit 50$ ohne Steuern auch hier wieder sehr happig, aber es sollte sich lohnen.
Schon der Eingang der NASA ist sehr schön gestaltet und es gibt viel zu sehen. Das Space Center ist nach dem EX-Präsidenten John F. Kennedy benannt, von dem es ein Zitat am Eingang gibt.


Um gleich der Hitze zu entfliehen, schauten wir uns einen Film in 3-D an, wo wir wieder die witzigen Brillen bekamen. Im Film „Eyes on the Universe“, erlebt man eine Reise durch Zeit und Raum durch die Augen von NASA Weltraum-Teleskopen. Mit vielen guten Sound- und 3-D-Effekten fühlte man sich tatsächlich als wäre man im All.


In der Halle „Heroes and Legends“, befindet sich  auch die Astronauts Hall of Fame, wo an Astronauten erinnert und diese geehrt werden. Hier ist alles sehr gut gemacht und
man bekommt viele interessante Infos und Bilder. In dieser Halle erlebt man außerdem den Beginn des Weltraumzeitalters in 4-D, wo viele interessante Originalaufnahmen gezeigt werden. Generell ist das Space Center definitiv auch was für Leute, die sich (wie wir) nicht auskennen und bisher nicht groß für die Raumfahrt interessiert haben. Es ist so faszinierend wie und mit was für einem Aufwand das alles möglich ist.
Im Raketengarten sind viele beeindruckende Raketen ausgestellt, zu denen es Infos gibt.


Ein sehr großes Highlight war definitiv die Atlantis, die nur so vor Rekorden strotzt. Vor der Halle stand eine Nachbildung der riesigen Raumfähre, welche schon beeindruckend war. Innen bekam man einen nachgestellten Film von der Geschichte der Atlantis zu sehen. Es war total interessant wie die Idee angefangen hat, wie alles umgesetzt wurde, wie viele Tests immer wieder schief gingen und sich die Bauzeit auf insgesamt 30 Jahre hin zog. Trotz vieler Rückschläge, wurde die Atlantis fertig gestellt und im Oktober 1985 mit viel Spannung das erste Mal ins All entlassen. Es waren sehr spektakuläre Originalaufnahmen vom Start zu sehen und alle fieberten mit. Es wurde die Atlantis in groß auf der Leinwand gezeigt und dazu die stolzen Astronauten und Ingenieure, die Interviews gaben. Dieses Shuttle verblasste immer mehr, dann hob sich der Vorhang und plötzlich stand sie vor einem: die Atlantis live und in Original ! So ein beeindruckendes, riesiges Raumschiff. Das war so ein großer WOW-Moment mit dem keiner gerechnet hat. So ein Teil das man nur aus dem TV kennt plötzlich vor sich zu haben, war sehr krass. Hier zur besseren Vorstellung die Fakten:

Gewicht: 69 t
Länge: 37.2 m
Höhe: 17.2 m
Spannweite: 23.7 m
Stärke: 37 Mio.! PS

Eine Weile bestaunten wir dieses Space Shuttle und es war sogar einer der Ingenieure da, der alle Fragen beantwortete. Seit dem die Atlantis 2011 wegen Sicherheits-und Kostengründen nicht mehr fliegt, ist sie im Museum ausgestellt.


Ein weiteres Highlight war, dass man in einem Flugsimulator die Atlantis, die startet wie eine Rakete und landet wie ein Segelflieger, selbst landen konnte. Wir brauchten ein paar Anläufe und es ist sehr viel Feingefühl gefragt, aber schlussendlich landeten wir sicher auf der Erde.
Dann kam der traurige Teil des Space Centers. Die Gedenkstätte der 14 Astronauten die bei den Unglücken der Challenger und Columbia ums Leben kamen. Zu jedem Astronaut ist eine Geschichte vorhanden und persönliche Gegenstände sind ausgestellt. Außerdem wird die Geschichte der beiden Unglücke nacherzählt und Briefe von damaligen Schülern die ihre Trauer bekundet haben, vorgelesen. Das ist sehr ergreifend und es sind außerdem übrig gebliebene Teile der beiden Raumschiffe ausgestellt.
Danach ging es mit dem Bus zur Kennedy Space Center Explore Tour. Das NASA Areal ist gigantisch groß und die Busfahrt gibt einen guten Einblick hinter die Kulissen. Ein erfahrener Guide fährt vorbei an den Abschussrampen, dem Startkomplex und dem großen Kontrollzentrum. Es ist wirklich erstaunlich, wie nah man überall hin kommt und was für ein exklusiver Blick hinter die Kulissen gewährt wird. Die Tour ist super interessant und im Eintrittspreis enthalten. Nur leider machen das frühe Aufstehen, die vielen Erlebnisse und das Wechseln zwischen klimatisierten Räumen und 35 Grad Sonne jeden einmal müde. Jedem von uns fielen immer wieder kurz die Augen zu und wir dachten jeder, dass es keiner von den anderen gemerkt hat. Hinterher stellten wir fest, dass es uns allen Drei so gegangen war. Trotzdem erfuhren wir viele interessante Fakten und Dinge über die Raumfahrt.


Mit dem Bus wird man dann ins Apollo/Saturn Center gebracht, wo wir uns erst mal hin setzten und mit Blick auf die Mondrakete Saturn V zu Mittag aßen. Die Preise waren auch hier ok und für eine Pizza zahlte ich 6$.
Im Lunar Theater erlebt man die erste Mondlandung und hört die Originalszenen von damals. Außerdem ist ein Stück vom Mond ausgestellt, das man anfassen kann.
Die Apollo 8 und der Abschussraum waren ein weiteres, unglaubliches Erlebnis. In einem 4-D Kino ist man hautnah beim Start der Saturn V in 1968 dabei. Man hat Blick auf die original Überwachungskonsolen und sieht im Film an welchem Platz welches Kommando gegeben wurde. Alle Wände wackelten und es herrschte ein ohrenbetäubender Lärm, als die Rakete in einem großen Spektakel zum Mond entlassen wurde. Ein einzigartiges Erlebnis für uns alle!


Zum Abschluss erfuhren wir alles über NASAS Projekte heute und in der Zukunft, z.B. über das Leben auf dem Mars, was sehr aufschlussreich war. So ging dieser total geniale Besuch im Kennedy Space Center für uns zu Ende.

Es loht sich auf jeden Fall dort hinzufahren und sich über die Geschichte der Raumfahrt zu informieren. Alles ist, wie in den Universal Studios, total gut und modern gemacht und es ist für jedes Alter und jeden Erfahrungsstand etwas dabei.

Berni meldete sich diesmal freiwillig zum Fahren und ich navigierte. Wir hatten einen langen Weg vor uns, denn wir wollten an die Westküste nach Tampa. Unterwegs sahen wir sehr heftige Buschbrände und es stank trotz geschlossener Fenster bestialisch nach Rauch. Das war ein beklemmendes Gefühl und hoffentlich kommen weder Menschen, noch Tiere bei diesem Brand zu schaden.


Auf der Autobahn gab es Stau und wir kamen das erste Mal mit der Toll (Maut) in Berührung. Gefühlt alle paar Meter muss man am Schalter halten und immer unterschiedliche
Beträge zwischen 1 und 2$ zahlen.
Die Fahrt zog sich lange und es war schon Abend als wir beim AirBnB in Tampa ankamen. Jetzt nur noch in den Pool und dann schlafen!


Leider ging dieser Plan nicht auf. Die Besitzer vom AirBnB die in China wohnen, hatten uns geschrieben, dass der Schlüssel für die Wohnung in einer Schlüsselbox sei.
Hätten wir doch mal der Bewertung im Internet mehr Glauben geschenkt, in der Leute über eine Stunde den Schlüssel gesucht hatten. Wir liefen x Mal durch das komplette Parkhaus und suchten die Schlüsselbox – ohne Erfolg. Jeden Stein drehten wir um und fragten drei Nachbarn, die zwar sehr hilfsbereit waren, uns aber nicht helfen konnten. Das riesige Gebäude hat 500 ! Wohnungen und das machte die Suche nicht leichter. Wir waren ratlos und hatten auch kein WLAN, um den Vermietern zu schreiben. Außerdem war es in China bestimmt mitten in der Nacht. Alle waren müde und das machte es nicht gerade besser. Der Schlüssel ließ sich nicht finden.
Hilft ja nix! Also ab ins Auto um nach WLAN zu suchen. Im Hooters wo wir mit dem Auto davor standen, bekamen wir WLAN und Vroni schrieb den Chinesen.
Mit einer genauen Beschreibung fuhren wir zurück zum Wohnkomplex. Das hätten wir nie gefunden! An einem Fahrrad, das an der Wand hing, war ein großes Schloss mit Zahlencode befestigt, den wir einstellten und es öffnete sich. Darin war der Schlüssel für die Wohnung versteckt. Die Wegbeschreibung zur Wohnung bekamen wir per Nachricht.
Wir lachten uns halb kaputt, denn wie hätten wir das finden sollen? Zumal wir ohne Code das Schloss ja sowieso nicht öffnen hätten können.


Endlich waren wir in der Wohnung und wurden belohnt. Die Wohnung ist groß und wir haben ein Doppelbett und eine Couch. Außerdem gibt`s hier eine Waschmaschine und wir warfen gleich eine Ladung voll Wäsche rein. Leider gab es keinen Platz um alles aufzuhängen und wir suchten Kleiderbügel und verteilten unsere Wäsche quer in der Wohnung. Wenn das die Vermieter wüssten… Vroni und Berni kühlten sich im Pool ab und ich kümmerte mich um meinen Blog.


Da wir alle mal in das berühmte Restaurant Hooters (das bekannt ist für die wohlgeformten und knapp bekleideten Bedienungen), wollten und damit Berni auch mal was zu gucken hat, liefen wir dort hin und ließen uns das Abendessen nach diesem sehr schönen, anstrengenden Tag ordentlich schmecken.

Die Bedienung war super nett und so übertrieben wie in Filmen laufen die Hooters-Damen gar nicht rum. Lediglich die Hotpants sind ein bisschen eng. Unsere 21 jährige Bedienung kam am Ende noch her und quatschte eine Weile mit uns. Sie wohnt hier und meinte, dass Hooters ein sehr guter Arbeitgeber ist, bei dem man fair behandelt wird. Wenn ein Gast zu nahe kommt, bekommt er Ärger mit dem Chef. Nach dieser guten Unterhaltung liefen wir zurück zur Wohnung, wuschen noch mehr Wäsche und schliefen schnell ein.

Das war also ein weiterer genialer Tag auf einer unglaublich guten Reise.

Liebe Grüße aus Tampa
Nadine

Ride The Movies – Universal Studios Orlando

Sonntag, 28.05.2017

Auf den Spuren von Harry Potter, den Simpsons, Shrek & Co.

Für uns begann ein weiterer, genialer Tag mit dem Sonnenaufgang um 6 Uhr. Die Sonne stieg gerade über dem Pool auf, was super schön aussah.


Zum Frühstück gab`s Bagels und Bananen und meinen lang ersehnten Kaffee. Pünktlich um 8 saßen wir im Auto, um in die Universal Studios Florida zu fahren. Universal Studios Florida® (https://www.universalorlando.com/web/en/us/index.html) ist ein echtes Film- und Fernsehstudio, in dem Gäste „auf dem Set“ eines beliebigen, voll ausgestatteten Filmgeländes in ihre Lieblingsfilme und Fernsehsendungen einsteigen können. Die Fahrt dauerte nur 10 Min. und wir waren damit noch vor der Parkeröffnung um 9 Uhr da. Ganz deutsche Pünktlichkeit eben. Leider hatten diese Idee nicht nur wir, denn im Parkhaus „King Kong“, war bereits die Hölle los. Es findet von Freitag bis Montag das „Memorial Day Weekend“ statt. Der Memorial Day (übersetzt Gedenktag) ist ein US-amerikanischer Feiertag, der jedes Jahr am letzten Montag im Mai zu Ehren der im Krieg für das Vaterland Gefallenen begangen wird. Die 20$ Parkgebühren fanden wir happig.
Auch vor dem Eingang tummelten sich ordentlich Menschen. Außerdem hatte am 25.5. der neue Wasserpark Volcano Bay eröffnet. Zuerst muss man wieder durch eine große Sicherheitskontrolle wie beim Flughafen durch. Zum Glück hatten wir unsere Tickets bereits übers Internet gekauft und mussten diese nur noch am Schalter drucken lassen. Der Park hatte seine Türen schon früher geöffnet und vor 9 fanden wir uns schon in diesem riesigen Spielplatz für Erwachsene wieder.
Der Eintritt ist mit 135$ pro Person (ohne Universal’s Islands of Adventure, wo auch die Harry-Potter Welt ist) zwar verdammt teuer, aber wenn man mal in diesem Park war, weiß man auch, warum man so einen hohen Preis zahlt.
Weil dies so beliebt sein soll und wir der Schlange entkommen wollten, besuchten wir zuerst Harry Potter. Bei der Achterbahn „Harry Potter and the Escape from Gringotts“, mussten wir nicht lange anstehen und die kurze Wartezeit wurde nicht langweilig. Man läuft durch die große Marmor-Lobby der Bank und sieht die Goblins bei der Arbeit. Es gibt unzählige Hologramme, die so echt aussehen, dass wir uns fragten, wie das gemacht wurde. Wir bekamen 4-D Brillen und fanden uns in der rasanten Achterbahn wieder. Die 4-D Effekte sind unglaublich gut gemacht. Die Achterbahn ist schnell und man fährt durch gefährlich, unterirdische Gewölbe. Auf dem Weg begegnet man Harry, Ron und Hermine, die täuschend echt aussehen. Man muss dem Zorn der bösartigen Schurken Voldemort und Bellatrix entgehen, sowie Trollen und andere Kreaturen, die zwischen einem stehen, bis man sicher zur Diagon Alley zurück kehrt. Diese Achterbahn voller Effekte und Nervenkitzel, war das erste große Highlight an diesem Tag und auch Vroni und Berni waren so fasziniert wie ich. Wir freuten uns schon mit dem Hogwarts-Express fahren zu können, aber wir erfuhren, dass der Eintritt in den Park „Universal’s Islands of Adventure“ (wo der Hogwarts-Express inkl. ist) nochmal 35$ kosten sollte, die wir aber nicht investieren wollten.
Trotzdem konnte man durch die echten Läden laufen, wo Harry sein Schulzeug kaufte und viele Leute dort zaubern sehen. Die Kulisse ist sehr gut gemacht und originalgetreu.


Mit Adrenalin ging es weiter zur nächsten Attraktion: TRANSFORMERS: The Ride-3D. Hier begleitet man Optimus Prime und Bumblebee dabei die Welt zu retten. In diesem Simulator wo man gar nicht weiß, was Realität ist und was nicht, fällt man Hochhäuser runter, entkommt einem Vorschlaghammer und vielem mehr. Man erlebt das hautnah mit und dank der vielen Effekte, duckten wir uns ein paar Mal, so echt war das.
Bei der einzigen Achterbahn draußen „Hollywood Rip Ride Rockit“, erklärte ich Vroni und Berni gleich, dass ich diese nicht fahren werde. Die sah zu spektakulär aus. Vroni die noch nie so etwas gefahren ist, sagte sie würde das fahren und so hatte ich keine Ausrede mehr zu kneifen. Da mache ich doch tatsächlich einen Skydive und habe Angst vor einer Achterbahn. Ich sagte auch noch, dass es bestimmt so schön wird, dass wir nochmal fahren wollen.
Nach der kurzen Wartezeit, saßen wir alle schon fest verschnallt in dem Ding. Man kann seine eigene Musik auswählen, was ich aber leider nicht gleich verstanden hab. So dröhnte mir sehr laut irgendein schreckliches Hard-Rock-Lied in den Ohren. Tja, einmal auf den falschen Knopf gedrückt…
Mit 104 km/h ist die Achterbahn nicht gerade langsam und es geht anfangs im 90 Grad Winkel 51m in die Höhe. Dabei schrie Vroni: „Nein, Nein, Nein“, was aber leider zu spät kam. Da gab es schon kein Zurück mehr. Schon stürzten wir rasend schnell senkrecht nach unten. Mit dem weltweit ersten non-inverting loop (nicht invertierende Schleife), ist die Achterbahn ein Rekordbrecher. Außerdem gibt es einen Looping und einen Helix. Nach 1:45 Min. und 1200 Metern Länge, war Vronis Gesicht bleich, aber wir hatten es geschafft und die Achterbahn überlebt. Die Adrenalinausschüttung ist natürlich maximal und es ging ab wie die Post. Weil es so schön war, wollten wir die Achterbahn tatsächlich alle nochmal fahren, was wir am Ende auch taten. Da wählen wir uns dann aber gute Musik aus und ich hatte die Black Eyed Peas als Begleitung, was besser war.


Als nächstes stand Shrek auf dem Programm. Dank der guten App vom Park die sich Berni im kostenlosen WLAN herunter geladen hatte, wussten wir immer wo man wie lange anstehen musste und konnten planen. Auch die Wartezeit wird einem überall verkürzt, weil es Filme, Animationen, Quizze usw. gibt. So wird es nie langweilig und nach den Mottos der Achterbahnen wird auch der Wartebereich gestaltet.
Bei der „MEN IN BLACK™ Alien Attack“, kam Berni ganz auf seine Kosten, denn man muss auf Aliens schießen und bekommt dafür Punkte. Wir hatten alle Spaß wie die kleinen Kinder. Und wer gewann? Na Berni natürlich ! Vroni und ich versagten kläglich.
Shrek 4-D ist ein 4-D Kino, das aussieht wie ein normales Kino. Dieses ist aber dank der Brillen und vielen Effekten, wie Wind, Wasser und Rütteln alles andere als ein normales Kino. Fiona wird von Lord Farquaad entführt und man ist dabei wie sie von Shrek und dem Esel gerettet wird. Der Durchsager vom Kino sagte zu Beginn, dass man die Gurte schließen sollte und jeder suchte nach seinem Gurt. Irgendwann sagte er, dass es nur ein Spaß war und alle lachten. Auch diese Attraktion war sehr gut gemacht.
In der Horror Make-Up Show war ein berühmter Maskenbildner da, der sehr echt einen abgehackten Arm und viel Blut nachstellte. Außerdem sah man, wie Leute in Filmen in Monster und Zombies verwandelt werden. Er klärte auf wie alles funktioniert und die Show war echt witzig. Ein kleiner Junge rannte raus, weil er es nicht mehr sehen konnte. Bei der Show gab`s viel zu Lachen und es war super interessant.
Auch die Show „Animal Actors On Location!“ (tierische Schaupspieler) war super interessant. Die Trainer zeigten, wie Filmtiere trainiert werden und wir lernten den Originalhund von „Marley und ich“ und den Mops von Men in Black kennen und sahen Filmszenen dazu. Auch Tauben, Schweine, Adler, Katzen und viele mehr waren vertreten und man sah deutlich, dass man Tiere zu nichts zwingen kann und alle ihren eigenen Willen haben. Es war sehr lustig und die Tiere schienen alle total viel Spaß an der Arbeit zu haben und ist ist faszinierend wie gut man selbst Katzen trainieren kann.


Das Mittagessen war, sagen wir mal, interessant. Es ist eine große Kantine, in der es verschiedene Restaurants gibt. Man stellt sich in einer riesigen Schlange an und bekommt eine Karte in die Hand gedrückt. Dann kann man bestellen wo man will und wird von einem Mitarbeiter an einen Tisch begleitet. Die Preise sind für einen Freizeitpark in Amerika noch in Ordnung und ich zahlte für einen riesigen Burger mit Pommes und einem Milchshake 23$. Ja, billig ist es in den Staaten eben nicht. Das Essen war aber sehr gut und frisch gestärkt ging es weiter mit den Minions.


Beim „Despicable Me Minion Mayhem“, wird man von Gru, Margo, Edith und Agnes zum Minion ausgebildet und in der 4-D Achterbahn geht es durch die gesamte Welt der Minions. Auch hier steckt viel Liebe im Detail und es fühlt sich wirklich an, als würde man mit einer Achterbahn fahren.


Der Simpsons Ride sah erst relativ harmlos aus, aber stellte sich schon bald als viel mehr heraus. Man sitzt zu 6. in einem Simulator und erlebt ohne Brille, ein 4-D Erlebnis der besonderen Art. Erst wird man ein paar Meter hochgefahren und dann geht der Spaß los. Man fährt mit der Achterbahn durch Krustyland und man entkommt der genmanipulierten Maggie. Es geht hoch und runter und fühlt sich total echt an.


Die letzte Attraktion war die „Revenge of the Mummy“ (Rache der Mumie), wo es mit einer Highspeed-Achterbahn vorwärts und rückwärts durch das Dunkle geht. Man wird verfolgt von Insekten-Schwärmen, Kriegern, Mumien und Feuer das so intensiv ist, dass man die Hitze spürt. Auch hier war Nervenkitzel garantiert und wir waren alle total geflashed von so vielen genialen Attraktionen, die so schnell hintereinander kommen.
Zum Abschluss schauten wir uns die Parade an, bei der viele Filmfiguren mit Autos und großen Wägen vertreten waren.


Noch kurz waren wir auf dem Citywalk shoppen, aber nach den fast 10 gelaufenen Kilometern an diesem Tag, hatten wir schnell keine Lust mehr.
Der Freizeitpark ist wirklich nur zu empfehlen. Nach LA war es nun schon mein zweites Universal Studio und obwohl fast alle Attraktionen gleich sind, war es trotzdem genial und es wird nicht langweilig. Alles ist super gut organisiert, wir mussten trotz vieler Besucher nie lange anstehen (nur bei den Minions eine Stunde) und neben jeder Attraktion gibt es Spinde, wo man per Fingerabdruck kostenlos seine Sachen einschließen kann. Man merkt, dass überall auf jedes Detail geachtet wird und auch auf Kinder, Ältere und Behinderte wird überall und immer Rücksicht genommen. Es gibt einen sogenannten „Child-Swap“, wo erst der eine Elternteil etwas fahren kann, dann das Kind „getauscht“ wird und direkt der andere Elternteil ohne Anstehen die gleiche Achterbahn fährt. Überall stehen Wasserspender, wo man kostenlos trinken und seine Wasserflaschen auffüllen kann und es wurde durchgesagt, dass man viel trinken soll, weil es ein besonders heißer Tag ist. Fast alle Attraktionen sind drinnen und das Anstehen ist im Schatten und klimatisiert. So hatten wir auch an dem 35 Grad heißen Tag an dem die Sonne knallte, kein Problem mit einem Sonnenstich. Mit 45 Hektar (so groß wie die Insel Mainau am Bodensee) ist der Park groß und er hat sogar bis 22 Uhr offen.


Es stritt sich keiner darum, zurück zum Hotel zu fahren, aber mir machte es nichts aus zu fahren. Noch kurz hielten wir im Supermarkt und kauften Fertiggerichte die wir im Hotel aufwärmten.
Um 22 Uhr waren wir zurück und sprangen noch in den warmen Pool bei einer sternklaren Nacht. Melli war inzwischen auch angekommen und sie schläft für eine Nacht auch hier und geht morgen in die Studios.
Wir waren fix und fertig nach so viel Action und der Schlaf ließ nicht lange auf sich warten.

Zitat des Tages: „Wo müssen wir hin?“       – „Zum Ausgang!“

Liebe Grüße von den Universal’s in Orlando
Nadine

Don’t worry about a thing

Samstag, 27.05.2017

Three little birds

Da wir ja nicht zum ausschlafen und faulenzen hier sind, bekamen wir unseren Allerwertesten schon früh hoch und erkundeten zuerst das schöne Downtown von St. Augustine. St. Augustine ist mit 450 Jahren die älteste durchgehend besiedelte von Europäern gegründete Stadt der USA und liegt am Matanzas River. In einem total tollen Restaurant bekamen wir ein Frühstück aufgetischt, dass eigentlich drei Mahlzeiten in einem werden wollten. Die Amis spinnen mit ihren riesigen Portionen! Wenn das so weiter geht, kann man mich nach Hause rollen (dann muss ich wenigstens nicht fliegen). Ich hoffe, jeder bekommt beim Anblick von diesen Bildern Hunger.

Mit sehr vollen Mägen erkundeten wir die St. George Street. Überall hat es kleine Gässchen, süße Läden und man merkt wie viel Liebe hier im Detail steckt. In St. Augustine ist alles „das Älteste“. Die älteste Schule, das älteste Waxmuseum usw.


Der Pier ist ebenfalls einen Besuch wert. Viele luxuriöse Yachten reihen sich hier aneinander und wir bekamen Lust auch mal mit so einem Kahn herum zu schippern. An einem Boot, wo eine Dogge drauf lag, fiel gerade einfach ein Schuh ins Wasser. Wir teilten dies den Besitzern mit, die den Schuh raus fischten und sich hundert Mal bedankten. Sie hatten es nicht mal gemerkt, dass der Schuh abhanden gekommen war. Leider nahmen sie uns als Dankeschön nicht mit aufs Boot.

Die 10$ für den Eintritt für die Burg Castillo de San Marcos sparten wir uns und guckten die alten Gemäuer und die Festung lieber von außen an.

So wie St. Augustine stellen wir uns Miami vor. Es gibt ein Wettrüsten von Yachten, Autos bzw. riesen Trucks und Motorrädern (bevorzugt Harley’s). Alle fahren sie an der Uferpromenade bzw. im Meer entlang und posieren.

Die Strecke die wir dann immer weiter auf dem Weg nach Süden fuhren, übertraf alle unsere Erwartungen. Die A1A ist definitiv ein landschaftliches Highlight ! Es geht direkt am Meer entlang, sodass man schon fast im Wasser fährt und es hat die schönsten Strände die man sich vorstellen kann. Links waren der weiße Strand und das azurblaue Meer und rechts befand sich eine imposante Villa neben der Nächsten. In Begleitung von Bob Marley, Seed, Peter Fox, Greenday, Materia und vielen mehr (natürlich nur musikalisch), dem atemberaubenden Panorama und der Sonne an der Seite, hatten wir einen Roadtrip wie wir ihn uns vorgestellt hatten. Das Gefühl von Freiheit und Unbeschwertheit war unbeschreiblich und wir hätten uns alle nichts besseres vorstellen können. Mit guter Laune im Gepäck, entdeckten Berni und ich immer neue Motorräder, die unsere Biker-Herzen höher schlagen ließen. Hier wie die unzähligen Leute mal mit dem Motorrad entlang heizen – ein Traum ! Neuer Punkt auf der Bucket-List (Route 66 ist gestrichen).


Am Strand Daytona Beach legten wir den ersten Badestopp für diesen Tag ein. Es war viel los und wir entdeckten gleich eine Vermietung. Vroni und Berni liehen sich für 10$ Surfboards aus, aber ich guckte lieber zu und filmte. Nach meiner Surf-Erfahrung in Australien, war ich erst mal geheilt. Außerdem mieteten wir uns einen Schirm und drei Liegen. So lässt es sich leben. Das Wasser hier ist lange flach und perfekt um Surfen zu lernen. Berni der das erste Mal seine Surf-Fähigkeiten unter Beweis stellte, machte das richtig gut und stand sogar ein paar Mal – Respekt ! Auch Vroni stand einige Male, aber ich schaffte es leider nicht das bildlich festzuhalten. Durch das hinterher hechten, hatte ich auch meinen Sport.Nur für die Fotos legte ich mich kurz aufs Brett und hatte eigentlich schon Lust, es nochmal zu versuchen….

Beim Eiswagen der vorbei kam, gönnte ich mir das erste Eis hier, was total lecker war.