An interesting world on a lake

Freitag, 08.07.2016

Unser letzter gemeinsamer Tag zu viert brach an und wir wollten nochmal was schönes unternehmen, bis uns am Abend die Busse trennen sollten. Wir hatten über ein Reisebüro eine Bootstour auf dem Inle Lake gebucht. Das ist die bekannteste Attraktion dieser Region und wir freuten uns alle sehr. Sogar der Himmel machte uns Hoffnung auf einen regenfreien Morgen.
Vom Reisebüro aus zu dem wir die Fahrräder mit nahmen, liefen wir zum See. Auf den Booten sind maximal 5 Touristen oder 12 einheimische gleichzeitig erlaubt. Wir waren aber ja sowieso nur zu viert. Hintereinander saßen wir auf Gartenstühlen. Das Boot ist tatsächlich sehr klein.
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Der 120 km² große See (zweitgrößter Myanmars) hat einiges zu bieten (https://de.wikipedia.org/wiki/Inle-See). Er ist 22 km lang, 10 km breit und an der tiefsten Stelle 3,7 m tief. Die Natur ist sehr schön und es herrschte selbst um 8 morgens schon reger Bootsverkehr. Was seht interessant zu sehen ist, sind die schwimmenden Dörfer. Die Leute leben hier in einer Art Pfahlbauten auf dem See. Die Häuser stehen auf Holzstelzen und der See dient als Dusche, zum Wäsche waschen, zum Anpflanzen von Gemüse, Früchten und Blumen und außerdem als Toilette. Neben den Häusern gibt es dafür Holzverschläge und der Unrat geht direkt ins Wasser. Innerhalb des Sees und am Seeufer gibt es insgesamt 17 Dörfer, die überwiegend von Intha (Kinder des Sees) bewohnt sind. Insgesamt wohnen hier 70.000 Menschen.
Der See ist außerdem berühmt für seine Einbein-Ruderer die es nur hier gibt. Sie stehen am Ende des Bootes und umklammern mit einem Bein das Ruder. Somit haben die Fischer beide Hände frei um das Netz auszuwerfen.
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Der erste Stopp war der Markt in Ywama. Dieser findet nur Freitag morgens statt und es herrschte reger Betrieb. Von Schmuck, über Klamotten bis Fleisch und Gemüse wird alles angeboten und es waren gleichermaßen viele Touristen wie einheimische da.
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Wir hielten später an einer Silberfabrik auf dem See und sahen wie so ein Haus von innen aussieht. Es wurde uns erklärt wie das Silber gewonnen wird, was sehr interessant ist.
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Als wir mitten auf dem riesigen See waren, fing es an zu regnen. Gut, dass es wenigstens zwei Schirme gab und ich bekam eine Art Regenfolie.
Der nächste Stopp war eine Fabrik in der Zigarren hergestellt wurden. Jede der drei Frauen die dort arbeiten, stecken täglich 300 Zigarren zusammen. Für den Filter wird die Hülle von Mais verwendet, für die Hülle Blätter und der Tabak ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen, z. B. Banane. Der nächste Stopp wäre eine Seidenfabrik gewesen, aber da das uns alles an eine Kaffeefahrt erinnerte und wir nicht den ganzen Tag auf dem See bleiben wollten, ließen wir das zur Freude von unserem Kapitän aus.
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Das Highlight war der Stamm der Longneck-Frauen (langer Hals). Die Longneck-Frauen haben Ringe um den Hals damit sich dieser streckt. Diese Ringe sind sehr schwer und es sieht schmerzvoll aus. Außerdem sahen die drei älteren und die junge Frau sehr unglücklich aus und ein Mädel das am Weben war sah aus als ob sie weinte. Ich hätte auch keine Lust mich den ganzen Tag von Touristen beglotzten zu lassen die nicht mal was zahlen.
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Als nächstes sahen wir eine Schirmfabrik. Hier wird Bambus im Wasser aufgeweicht, zurechtgebogen, getrocknet und bemalt. Es gibt Regen-, und Sonnenschirme die sehr schön aussehen.
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Den anderen reichte es für diesen Tag, aber ich wollte noch das berühmte Katzenkloster (Nga Phe Kyaung) anschauen. Dort leben wie der Name schon sagt sehr viele Katzen um die sich die Mönche kümmern. Wie alles hier ist das ebenfalls auf dem Wasser und schön zu sehen.
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„Das Nga Phe Kyaung-Kloster ist ein 160 Jahre altes Kloster. Als Attraktion gab es hier von Mönchen dressierte Katzen, die durch kleine Reifen sprangen. Aus diesem Grund wird das Kloster auch immer noch Monastery of The Jumping Cats genannt. Die Vorführungen gibt es nicht mehr, da dies der neue Abt nicht wünscht.“
Der letzte Stopp war die Phaung Daw U Pagoda. Hier sind fünf Buddhafiguren, die jedes Jahr wegen dem Phaung Daw U Festes in der königlichen Barke von Dorf zu Dorf gefahren werden. Da wir auf unserem Trip nun schon so viele Tempel und Pagodas gesehen haben, war das nun absolut nichts Besonderes mehr. Wie immer war es sehr dreckig, es hatte viele Tauben und es ist nicht angenehm hier barfuß zu laufen.
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Somit schipperten wir langsam und gemächlich wieder zurück und es regnete wieder. Der Kapitän ist immer so dicht an den anderen Booten vorbeigefahren, dass wir ein paar Mal nass wurden.
Zum Mittagessen gingen wir nochmal zu dem Italiener bei dem wir bereits waren und es schmeckte wieder sehr gut. Den Reis werde ich definitiv nicht vermissen, wenn ich wieder zu Hause bin.
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Gemütlich radelten wir zu einem Supermarkt und kauften Snacks für unsere Busfahrt. Zurück im Hotel wollte Bianca noch duschen und wir legten uns so lange auf Holzbänke um uns ein bisschen auszuruhen. Da unser Zimmer noch nicht gemacht war, konnten wir dort nochmal für eine halbe Stunde rein. Und uns wurde nicht erlaubt spät auszuchecken, obwohl die das Zimmer sowieso nicht brauchen…
Nach einer kleinen Pause radelten Lena, Jonas und ich wieder los ins französische Restaurant vom Vortag. Dort hatten wir uns mit den Jungs von Israel zu einem Kaffee verabredet. Zuvor kam aber der traurige Teil des Tages: Wir mussten uns von Bianca verabschieden. Ihr Bus fuhr bereits um 3 und da sie noch den Norden von Myanmar machen will, trennen sich an dieser Stelle unsere Wege. Es ist immer traurig sich zu verabschieden und wenn man fast 3 Wochen zusammen reist und 24 Stunden am Tag miteinander verbringt, wächst man schnell zusammen. Außerdem ist unsere Gruppe einmalig und alle so herrlich unkompliziert. „Was sollen wir machen?“ -“Mir egal“. „Wo sollen wir zum Essen hin?“ – „Mir egal.“ Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht und Biancas typisch australisch direkte Art werden wir alle vermissen. Jonas hat spontan denselben Flug nach Bangkok wie wir gebucht, weil er uns nicht verlassen will.
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Mit den Israeli Jungs war es sehr witzig im Café und die sind auch immer für Späße zu haben und erzählen lustige Geschichten. Sie brachten uns viele israelische Wörter bei und sie lernten ein bisschen Deutsch. So können wir nun „Kuhscheiße“ und alle anderen möglichen Worte in israelisch sagen. Wir saßen ewig zusammen und mussten uns dann verabschieden um unseren Bus zu bekommen.
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Wir hatten es geschafft mit den Fahrrädern dem Regen zu entkommen. Mit einem Tuk Tuk wurden wir vom Hotel abgeholt und zu dem Reisebüro gebracht das sehr nah war. Uns wurde gesagt, dass der Bus hier her kommt, aber dann kam ein anderes Taxi. Wie immer wurden wir gequetscht bis keiner mehr Luft bekam und unser schweres Gepäck kam aufs Dach. Zum Glück gab es eine Regenplane, denn es schüttete wieder was der Himmel her gab. Mit im Taxi waren wieder die beiden vom Hinweg die mich dumm angemacht hatten, als ich verhandelt hatte.
Zum Glück war der Bus schon da und wir konnten gleich rein. Im Gepäckfach stapelten sich die Reissäcke und so musste das ganze Gepäck mal wieder in den Bus. Es waren sehr viele Burmesen da und der Bus war sehr voll. Wie immer konnte man die Sitze nicht richtig nach hinten machen und das versprach eine neue, unangenehme Fahrt.
Um 8 fuhren wir los und es fing schon nicht gut an. Es ging über Serpentinen und Berg hoch und runter. Mir macht das nichts, aber Lena fühlte sich nicht gut. Damit war sie nicht die Einzige, denn nach unserer halbstündigen Essenspause ging es los. Direkt vor uns entleerte sich der Magen eines Burmesen. Wir hatten keine Ahnung wo der ganze Mageninhalt landete, aber das Geräusch war grauenhaft. Als wir nach einer Stunde dachten es kann schon gar nichts mehr kommen, ging es immer noch weiter. Hinter uns fing außerdem ein anderer an und ich wünschte mich sehr weit weg. Lena fragte mich ein paar Mal, ob ich ihre Ohrstöpsel wollte. Irgendwann gab sie mir dann einen von ihren Ohrstöpseln und einen Köpfhörer vom MP3 Player. Das half auch nicht wirklich, aber wenigstens hatten wir Ablenkung. So konnten wir beide nicht wirklich schlafen und auch Jonas war lange wach.
Zu allem übel fing ein blinder Mönch an, den Mann hinter ihm lautstark anzustressen. Er brüllte aus unerklärlichen Gründen durch den ganzen Bus, war völlig außer sich und hörte gar nicht mehr auf. Ich überlegte, ob ich aus dem fahrenden Bus springen sollte. Keiner konnte den unmöglichen Mensch beruhigen und nach gefühlt einer Stunde setzte ein Busangestellter den jungen Mann hinter dem Mönch um und dann war Ruhe.
Es war dann bereits 1 Uhr als ich das letzte Mal auf die Uhr schaute. Das wird eine sehr vielversprechende Nacht, dachte ich mir. Am Anfang hatte ich noch gesagt, dass der Bus langsam fahren soll, dass wir nicht so lange am Flughafen warten müssen, aber diese Meinung änderte sich schnell.
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Grüße von der Horrorbusfahrt
Nadine

Day 3 Halong Bay: We can’t go back because of the hurricane

Freitag, 13.05.2016

Keiner wusste so genau warum, aber wir mussten bereits um 7 auschecken. In der Hotelbroschüre stand 11. So ein Stress und das im Urlaub 😉 Über Nacht hatte es geregnet und ich hatte meinen Backpack zum auslüften draußen gelassen. Dieser war sehr nass.
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Um halb 8 gab es dann schon Frühstück und dieses war richtig super. Wir bekamen frisch zubereitete Pfannkuchen, Omlette, Gemüse, Obst, Kaffee, Säfte, Brot und vieles mehr. Jeder schlug bei diesem Buffet ordentlich zu.
Guide Can erzählte uns, dass wir die Insel an diesem Tag nicht verlassen könnten, weil ein schwerer Orkan käme. Einige Leute protestierten, weil sie Flug-, oder Zugtickets hatten oder weiter mussten. Ich fand es nicht schlimm. Irgendwann löste Can den Spaß auf und sagte, dass der uns nur verarscht hatte. Erleichterung machte sich bei vielen breit.
Voll gegessen rollten wir zum Strand, wo wir auf das Boot warteten. Es ging ein ordentlicher Wellengang und wir wurden im Boot rum geschleudert. Die Fahrt war schnell vorbei und mit dem ganzen Gepäck mussten wir auf ein großes Boot. Bevor wir dieses erreichten, boxte es mächtig ans andere Boot heran. Eila fiel auf den Boden, weil es so rutschig war. Zum Glück passierte nichts und wir kamen alle sicher am anderen Boot an. Ich war die Letzte die vom Boot ging und das Boot machte sich selbstständig und schwamm davon. Gerade noch schaffte ich es, einen großen Sprung zu machen und im Boot und nicht im Wasser zu laden.
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Unterwegs fuhren wir an einer Siedlung vorbei, wo Leute ihre Häuser auf Holzstegen im Wasser hatten. Kinder spielten in Booten und es gab viele Hunde.

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An Land wollte ich kurz auf die Toilette. Eine Frau wollte 5000 Dong von mir dafür, die ich nicht bei mir hatte. Ich wusste alle warten im Bus auf mich und verhandelte mit der Frau. Mein Tourguide redete mit ihr und sie einigten sich auf 2000 Dong die er mir gab. Irgendwie war sie damit aber auf einmal doch nicht einverstanden. Mir wurde das zu doof und ich lief einfach an ihr vorbei und wollte mich in die Toilette einsperren. Sie rannte hinterher und packte mich ordentlich fest am Arm. Das ließ ich mir natürlich nicht gefallen und packte zurück. Meine Stimme war bestimmt als ich ihr klar machte, sie solle mich nicht anfassen. Ich tat so als würde ich raus gehen und schlich mich schnell ins Männerklo. Als ich wieder raus kam, schrie sie mir hinter und ich rannte weg. So ein unfreundliches Erlebnis das ich leider lange negativ in Erinnerung behalten werde. Die anderen Leute meiner Gruppe konnten es nicht glauben. Ich fand es sehr unverschämt. Überall wird mit Touristen Geld gemacht.
Die Busfahrt dauerte eine Weile und es gab keine Klima, was die Sache nicht einfacher machte.

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Zum gefühlt 100sten Mal sollten wir wieder in ein kleines Boot einsteigen. Der Himmel war stark bewölkt und wir hofften, dass das Wetter halten würde. Die Fahrt zog sich wieder wie Kaugummi und die beiden 5 und 8 jährigen Mädels haben das echt gut gemacht. Die sind so geduldig. Wir legten am gleichen Boot an, auf dem wir am Vortag übernachtet hatten. Cali und Kath machten Yoga und fast alle machten mit. Da zuzuschauen, war sehr interessant und alle waren gut darin.

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Gefühlte 10 Min. nach dem Frühstück gab es dann schon Mittagessen Es wurde wieder reichlich viel aufgetischt und ich war immer noch satt. Das Essen hier ist echt super und es gab viel Gemüse, Reis und Ei für mich.
Nach einem Gruppenbild verließen wir zum letzten Mal das Boot (wie traurig), weil wir bereits in Halong City angelegt hatten. Zum Glück ist nun die ganze Gepäckschlepperei vorbei, weil das Umsteigen echt nervte. In drei Tagen sind wir insgesamt 12 Mal in andere Booten gestiegen.
Ein bisschen Wehmut war dabei, als wir das letzte Mal in unseren sehr engen Bus (diesmal mit Klima) stiegen und zurück nach Hanoi fuhren. Ich kann nicht verstehen, wie alle im Bus schlafen konnten, denn ich habe ein bisschen Angst um mein Leben, wenn der Busfahrer haarscharf an anderen Bussen vorbeifährt, ständig Vollbremsungen macht, es durch riesige Schlaglöcher geht oder er immer fast einen Motorradfahrer mitnimmt. Nach über dreieinhalb Stunden erreichten wir wieder das Hostel.
Es war traurig dieser coolen, netten Gruppe tschüss zu sagen und ich hätte mir keine besseren drei Tage in der Halong Bay vorstellen können. Sharon werde ich auf jeden Fall besuchen, wenn ich wieder in Australien bin und wer weiß: Vielleicht sehe ich den einen oder anderen Mal wieder… Zum Glück gingen Rasmus, Christian, Cali, Scott und Daniel mit ins Hostel und wir teilten uns ein 6er Zimmer was super cool war.
Mein Herz machte einen Aussetzer, als Trunz von dem ich das Motorrad kaufen wollte mir schrieb, dass er es bereits verkauft hatte. Wir hatten bereits ausgemacht, dass ich um 5 zurück komme und es kaufe. Keine Ahnung wie er auf die Idee kam es einfach jemand anderem zu geben und das, obwohl ich am nächsten Tag los wollte. Sofort setzte ich mich an den Laptop und suchte nach Alternativen.
Zum Glück fand ich 3 Leute und machte Termine aus. Nach der Happy Hour mit Freibier im Hostel traf ich mich mit einer Italienerin die mir ihr Bike zeigte. Wir gingen Taccos essen und ich fuhr es. Leider ruckelte es stark und das weist auf die Kupplung hin, weshalb ich es nicht nahm. Ein Schwede war bereits in Thailand und seine Freunde die es mir zeigen wollten, meldeten sich nicht. Ein anderes Bike von einem Deutschen war perfekt, fuhr gut, aber kostete zu viel für mein Budget. Meine Hoffnung schwand, als sich kurzfristig noch ein Däne meldete, der kurzfristig konnte. Mit den Leuten von der Tour bzw. Zimmer saß ich schon mitten in Hanoi zum Bier trinken, als der Däne dort hin kam.

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Ich fuhr das Bike Probe, es war super und ich schlug sofort ein, weil auch der Preis stimmte. Sofort kam mir der Name „Emma“ in den Sinn und mit Bier wurde mein Kauf begossen. Der Schweizer Patrick mit dem ich am nächsten Tag meine Motorradtour starten will hat sein Bike bereits und er kam, sodass wir uns kennen lernen konnten. Es ging ihm nicht so gut und deswegen blieb er nicht lange. Der Däne fuhr nochmal in sein Hostel um den Helm zu holen und die anderen machten sich in der Zwischenzeit mit dem Taxi schon auf zum Pubcrawl.
Als der Däne kam, strahlte ich übers ganze Gesicht und war super froh, ein Motorrad zu haben. Natürlich war ich stolz wie Harry und freute mich auf meinen Trip. Nach meiner Honda Hornet 600 cc und meiner Honda Shadow 600cc habe ich nun meine dritte Honda und zwar eine Win 110cc. Diese ist aus China und fast alle Backpacker haben ein solches Motorrad. Der Tacho funktioniert bei keiner, sie sind alle günstig zu reparieren und jede Person in Vietnam kann eine Win reparieren. Das Motorrad ist natürlich nicht mit meinen zwei großen zu vergleichen, aber ideal zum Fahren in Vietnam und günstig. Außerdem haben fast alle einen Gepäckträger und es kommt ein Helm dazu.
Mit dem Taxi fuhr ich zu dem Club wo die anderen schon waren. Am Freitagabend war einiges los. Viele Vietnamesinnen waren da, die alle wollten, dass ich mit ihnen tanze. Wir hatten einen richtig coolen Abend, zogen von Club zu Club und genossen alle den letzten gemeinsamen Abend und somit Abschluss von unserer Tour.
Spät gingen wir ins Bett und meine Vorfreude auf meinen Trip am nächsten Tag war gnadenlos.

Liebe Grüße von der neuen stolzen Motorradbesitzerin
Nadine

Day 2 Halong Bay: How many boats did we go on?

Donnerstag, 12.05.2016

Eigentlich war ausgemacht, dass wir uns alle zum Sonnenaufgang an Deck treffen. So klingelte mein Wecker um halb 6, aber Daniel wollte liegen bleiben. An Deck fand ich nur den Argentinier vor, der wartete. Den Grund fand ich schnell heraus: Es gewitterte, regnete und den Sonnenaufgang wird man wohl nicht zu sehen bekommen. So ging ich wieder ins Bett und schlief noch eine Stunde.

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Eine laute Glocke verriet uns, dass das Frühstück fertig ist. Es gab Ei, Toast, Marmelade und Kaffee und frisch gestärkt packten wir unser Zeug zusammen.
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Um 9 wurde alles aufs kleine Boot geladen und damit ging es an Land. Wir nahmen einen sehr kleinen Bus auf den wir ewig warten mussten an eine andere Stelle der Halong Bay.
Wir sind es ja schon gewohnt, dass wir so viel Transport haben, denn wieder mussten wir unser Gepäck auf ein mittelgroßes Boot schleppen. Von dort aus ging es auf ein Kleineres und wir legten endlich auf Cat Ba an.
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Alle mussten auf ihre Zimmer noch eine Weile warten, aber wir die in letzter Sekunde verlängert hatten, durften schon rein. Dazu bekamen wir noch das allerbeste Zimmer auf der ganzen, schönen Anlage (Monkey Island Resort). Wir hatten eine Luxusdusche, zwei große Betten, einen Balkon mit Liegen, einen TV und die Suite war sehr komfortabel und sogar mit Meerblick.
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Die anderen hatten kleine Bungalows die sehr eng waren, aber auch schön aussahen.
Dann gab es auch schon bald Mittagessen das wieder reichlich war und alle wurden satt.
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Was ganz gut war: Wir hatten danach Zeit zu entspannen, konnten an den Strand, baden (hier ist das Wasser sauber) und nur abschalten. Can hatte gesagt es gäbe kostenlose Kanus und wir könnten auf die andere Seite der Insel, Monkey Island fahren, wo wir die Chance hätten Affen zu sehen. Zu 6. fragten wir an der Rezeption und nach langem hin und her fanden sich lediglich 2 Kanus. Zwei Paddel von den 4 waren kaputt, aber so musste es trotzdem gehen. Die Fahrt war nicht lange und wir hatten Spaß bei dem Wellengang mit den Kanus.

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Die Insel Monkey Island ist sehr schön und es hat weißen Strand. Leider sahen wir keinen Affen, aber wir badeten ein bisschen und paddelten dann zurück.
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Die anderen liefen zum Aussichtspunkt, aber ich wollte noch ein bisschen Schreiben nachholen. Um 7 gab es Abendessen und diesmal durften wir uns am reichlichen Buffet bedienen. Beim Essen haben wir auch immer super Gespräche und alle ließen sich viel Zeit.. Wir bestellten ein paar Cocktails und saßen gemütlich zusammen. Alle waren noch total fertig vom Vortag und wir hielten es nicht lange aus.

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Ich ging zum Strand wo der Rest unserer Gruppe saß. Der Vater der Familie hatte ein paar Tage vorher Geburtstag und es gab Grund zum Anstoßen. Ich bin jetzt schon traurig, wenn wir morgen alle wieder getrennte Wege gehen, denn diese Gruppe ist unbeschreiblich gut. Den Abend ließen wir also entspannt am Strand ausklingen.
Da man es ausnutzen muss, wenn man einen TV hat, machte ich diesen an, aber schlief schnell ein.
Es gab sowieso nur vietnamesische Sender 😉

Liebe Grüße von Cat Ba
Nadine

Day 1 Halong Bay: Nothing is what it seems

Mittwoch, 11.05.2016

Wir hatten eine 2-Tagestour zur berühmten Halong Bay gebucht und wurden um 8 am Hostel abgeholt. Der Bus war richtig klein und es war nirgends Platz. Die großen Menschen mussten ihre Beine auf den Gang strecken. Ja die Vietnamesen sind nicht auf große Leute vorbereitet. Wir stoppten noch einmal und dann war der Bus bis auf den letzten Platz belegt. Alle 22 Leute (und 2 Kinder) vom Bus sollten auf dasselbe Schiff kommen. In der dreieinhalb stündigen Fahrt ging es durch Städte und außerhalb der Blechlawinen zogen schöne Landschaften, Felder und Reisterrassen an uns vorbei.
Unterwegs machten wir eine Pause und diese erinnerte mich an eine Kaffeefahrt in der Türkei. Man wird durch einen riesigen Laden mit allem Möglichen geschleppt, es gibt alles von Jacken über Seidenschals bis zu Möbeln zu viel zu überteuerten Preisen. Die Masche funktioniert, denn einige kauften Süßigkeiten und Getränke. Der Bus wartete geschickt an der anderen Seite, sodass man durchlaufen musste.
„Die Halong-Bucht (vietnamesisch: Vịnh Hạ Long) ist ein rund 1500 km² großes Gebiet im Golf von Tonkin im Norden Vietnams. Nach offiziellen Angaben ragen 1969 Kalkfelsen, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen, zum Teil mehrere hundert Meter hoch aus dem Wasser. Das Kalksteinplateau, das die Bucht beheimatet, versinkt. 1994 erklärte die UNESCO die Bucht zum Weltnaturerbe.“ (Quelle: Wikipedia)
Am Bootsanleger in Halong mussten wir in ein kleines Boot steigen. Da wir über Nacht bleiben, hatten wir unser ganzes Gepäck dabei. Die Fahrt war kurz und wir wurden zum großen Boot Monkey Island Cruise gebracht. Dieses sieht anders aus als auf dem Prospekt und ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Trotzdem ein schönes Boot und auch unser Zimmer ist nett und hat ein Bad. Ich teilte mir das Zimmer mit Daniel von meinem Hostel. Der ist aus Kanada und super nett.
Wir trafen uns zum Mittagessen im Restaurant. Das Essen war reichlich und da ich vegetarisches Essen im Voraus bestellt hatte, wurde ich auch satt. Von Reis bis Pommes, Gemüse und gebratenem Tofu gab es alles. Es schmeckte gut und wir alle waren zufrieden.

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Daniel mein MitbewohnerDSC_0743 (FILEminimizer) DSC_0745 (FILEminimizer) DSC_0746 (FILEminimizer) DSC_0752 (FILEminimizer) DSC_0753 (FILEminimizer) DSC_0754 (FILEminimizer) DSC_0755 (FILEminimizer) DSC_0756 (FILEminimizer) DSC_0757 (FILEminimizer) DSC_0759 (FILEminimizer)

Beim Essen lernten wir das erste Mal richtig unsere Gruppe kennen. Und: nichts ist so wie es scheint: Die beiden australischen Freundinnen Kath und Sharon wurden für Mutter und Tochter gehalten, Tochter Clementine und ihr Vater (aus Frankreich) für ein Ehepaar, die beiden kanadischen Geschwister Carli und Scott für ein Pärchen und Daniel aus Amerika und ich ebenfalls. Wir lachten alle, als sich die richtigen Kombinationen herausstellten. Nichts ist so wie es scheint. Dies fing damit an, dass Clementine und ihr Vater ein Doppelbett bekommen hatten weil jeder dachte sie sind verheiratet.
Unsere Gruppe ist super cool. Die Länder Brasilien, Argentinien, Wales, Irland, Dänemark, Frankreich, Kanada, Amerika, Australien, Holland und Deutschland sind vertreten und wir sind ein bunter Mix aus jungen und 2 jung gebliebenen Leuten. Außerdem ist eine Familie mit 2 kleinen Mädels (5+8) dabei.
Mit dem kleinen Boot fuhren wir zu einer anderen Stelle der Halong Bay. Dort bekamen wir Pärchenweise ein Kanu und ohne Einweisung durften wir 45 Min. allein in der Bucht herum paddeln. Dabei konnten wir durch kleine Höhlen durch und manchmal boxten wir mit anderen zusammen. Es war richtig spaßig und wir hatten viel zu lachen.

Unser Guide
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Das nächste Highlight war die Cave Thien Cung. Diese Tropfstein-Höhle ist riesig und gigantisch beleuchtet. Es war richtig nass und viele Leute rutschten aus. Zum Glück passierte nichts.
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Mit dem kleinen Boot ging es zurück ins große Boot und dann war es auch schon Zeit für den Sonnenuntergang. Leider ist es hier die ganze Zeit so bewölkt, dass sich die Sonne nicht wirklich zeigte. Trotzdem war es super schön, dass wir alle zusammen saßen und auch unser Tourguide Can (Ken) kam dazu. Wie schon gesagt ist unsere 22 köpfige Gruppe echt super und wir verstehen uns alle schon jetzt richtig gut.

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Als die Sonne schon untergegangen war, kam das nächste Highlight: Wir durften schwimmen gehen. Bei den Temperaturen wurde das natürlich schon sehnsüchtig erwartet, vor allem von den Kindern. Das Wasser hier ist total dreckig. Das Meer ist eine einzige braune Brühe und es liegt unglaublich viel Müll drin. Wir fuhren an eine „saubere“ Stelle, aber diese war auch nur minimal besser. Die anderen sprangen alle vom Boot rein, welches sehr hoch war. Ich wusste ich will nicht schwimmen gehen. Da kam dann aber der bekannte Gruppenzwang ins Spiel. Selbst das 8 jährige Mädchen sprang von dem hohen Boot und außerdem die jung gebliebene Sharon. Die Blöße nicht zu springen wollte ich mir nicht geben. Ohne nachzudenken, hüpfte ich auch in den Ölteppich. Das ist Adrenalin pur und ich war froh es gemacht zu haben. Alle applaudierten. So schwammen wir alle in der Dreckbrühe, bis Scott plötzlich aufschrie. Er wurde von einer Qualle verbrannt. Wir alle gingen schnell wieder aufs Boot nur der Clementines Vater blieb drin und schwamm Bahnen. Scotts Bein sah richtig schlimm aus und alles war rot. Clementine sagte, dass es hilft Rasierschaum drauf zu machen und dann abzukratzen um das Gift raus zu bekommen. Ich fühlte mich nach dem Wasser total dreckig und freute mich auf eine Dusche.
Nach diesem Schrecken gab es Abendessen. Can hatte uns versprochen, dass wir einen Kochkurs machen würden. Er hielt Wort und wir saßen an Tischen, hatten Reispapier und Gemüse vor uns und er erklärte uns, wie man Frühlingsrollen macht. Ich packte Reisnudeln, Karotten, Gurken, Sojasoße und Ei in das Reispapier und es schmeckte richtig genial. Wir dachten das war alles, als noch viel mehr kam. Für 10 Min. hörte es gar nicht mehr auf und die Kellner brachten immer mehr Essen. Von Kohl, über geröstete Erdnüsse, Aubergine bis hin zu viel Fleisch und Fisch für die anderen gab es alles was das Herz begehrt. Wir hatten alle schon lange keinen Hunger mehr, aber aßen trotzdem weiter.
Nach dem Essen verlagerte sich unsere vollgegessene Gruppe ans Deck vom Boot. Die Cocktails und das Bier sind hier sehr günstig. Außerdem gab es eine Happy Hour: Kaufe 2, trinke 3. Christian und Rasmus hatten Karten mitgebracht. So kamen wir natürlich um Trinkspiele nicht herum. Wenn so viele verschiedene Kulturen aufeinander treffen, gibt es immer viel Gesprächsstoff und lustige Spiele. Der Abend war einfach unbeschreiblich witzig und es ist als wären wir alle beste Freunde. Fast jeder spielte mit und auch die beiden jung gebliebenen machten mit. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen als mit einer so coolen Gruppe bei warmen Temperaturen an Deck eines schönen Bootes zu sitzen, Cocktails zu trinken und mitten in einer der schönsten Buchten zu sein. Das war ein Abend den ich lange nicht vergessen werde ! Auch als die Meisten schon im Bett waren, ging der Gesprächsstoff nicht aus und wir lachten, bis wir nicht mehr konnten. Weil die Gruppe so cool ist und alle anderen bleiben, verlängerten Daniel und ich noch eine Nacht.

Als Letzte gingen wir ins Bett. Ab 9 abends funktioniert die Klimaanlage und das ist echter Luxus! Selbst Nachts ist es noch total heiß.
Die Betten sind bequem und wir haben ein Fenster mit Meerblick. So lässt es sich aushalten und entspannt schlief ich ein.

Liebe Grüße von meiner ersten Nacht auf einem Boot
Nadine

Paradise on Rottnest Island

Samstag, 13.02.2016

An diesem Samstag stand die Insel „Rottnest Island“ (http://www.rottnestisland.com/) auf dem Plan. Früh brachen wir auf um die Fähre zu erreichen.
Auf der 19km² großen Insel am Indischen Ozean, in der Nähe von Perth sind Kraftfahrzeuge verboten. Rottnest ist mit 11 Kilometern Länge und 4,5 Kilometer Breite auch gut mit dem Fahrrad zu erkunden.
Die Fähre „Rottnest-Express“ (https://www.rottnestexpress.com.au/) brachte uns in der 25 minütigen Fahrt von Fremantle zur schönen Insel. Der Preis ist mit 75$ pro Person aber echt heftig. Sandra war nicht begeistert, dass das Schiff ein bisschen schaukelte. Der Himmel war sehr dunkel und wir hofften, dass es nicht regnen würde.

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Auf Rottnest suchten wir uns einen Bäcker, kauften Baguette und Käse und tranken einen Kaffee dazu.
Für 20$ pro Person kann man ein Busticket kaufen. Der Bus fährt einmal um die Insel, der Busfahrer erzählt einiges und man kann aus- und einsteigen wo man will.
Am ersten Stopp waren wir weit und breit die Einzigen. Naja nicht ganz. Sehr viele Seelöwen lagen faul im Meer und auf Felsen. Wir saßen ewig da, beobachteten die süßen Tiere und genossen die gute Luft. Es war ein bisschen frisch, aber schön. Es gab sogar ein Fernglas, was super geschickt war. Zwei Schnorchler wagten sich an die Robben und diese beobachteten die Menschen genau. Es war total schön die Seelöwen in freier Natur so ungestört beobachten zu können.

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Das Meer an der Insel hat eine gigantische Farbe. Es hat sehr viele verschiedene Blautöne und ist kristallklar. Im Inland sind nur Büsche und Bäume und das wars. Die Natur hier ist atemberaubend.

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Der nächste Busstop war an einem Salzsee wo es bestialisch stank.

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Nebenan im Meer konnte man schnorcheln. Das Wasser war saukalt, aber mit viel Überwindung ging’s rein. Birgit machte es nichts aus, aber die Weicheier Sandra und ich froren. Leider sahen wir nicht so viele Fische und mussten richtig suchen, aber Birgit machte einige Tiere ausfindig und zeigte sie uns. So auch ein graues Tier das wir alle nicht kannten, was toll aussah.
Nach wenigen Minuten wurde es zu kalt und Sandra und ich flüchteten an Land. Dort sahen wir zwei Lizzards die gar nicht scheu waren.

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Nach einer Mittagspause gingen wir auf die Suche nach den Quokkas. Die kleinen Kurzschwanzkängurus sind das Wahrzeichen von Rottnest. Die frechen Beuteltiere sind nicht scheu und kommen her. Wir saßen auf dem Boden und warteten auf ein Quokka, dass es her kommt. Birgit meinte man müsse keine Angst haben, weil sie lieb wären. Im gleichem Moment attackierte das Kleine freche erst meinen Selfiestick, klammerte sich dann an Sandras Hand fest und biss und kratzte sie. Birgit hatte ein Baguette dabei und mit aller Kraft hielt sich das Quokka daran fest. Das war bestimmt ein total lustiger Anblick wie dieses Mini-kleine Tier uns alle drei verarscht. Wir brachen in totales Gelächter aus und Birgit redete auf das Kleine ein, dass es verschwinden solle.

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Danach suchten wir uns nur noch liebe Quokkas, die uns nicht angreifen wollten. Es wimmelt nur so von denen auf der Insel und wenn die kleinen Kulleraugen einen so lieb angucken, bekommt man weiche Knie.

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Rottnest hat 1696 sogar ihren Namen („Rattennest“) wegen dieser Tiere erhalten, da die Quokkas anfänglich für große Ratten gehalten wurden.
Zu Fuß besichtigten wir einen schönen Leuchtturm, wo man leider nicht hoch konnte.
Eine Weile saßen wir in einem Café und genossen bei traumhaftem Wetter und perfekten Temperaturen den Ausblick auf den weißem Sand und strahlend blaues Meer.

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Kleine Kapelle

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Am Steg saßen wir und warfen unser Baguette ins Meer. Das zog viele Fische an und es machte Spaß die zu beobachten. Da wir über eine Stunde auf die Fähre warten mussten, hatten wir viel Zeit dafür. Ich kletterte in einer waghalsigen Aktion unter den Steg um die Meeresbewohner mit meiner Actioncam zu filmen. Sandra musste mich hochziehen und Birgit dokumentiere alles mit ihrer Kamera.

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Die Fahrt zum Festland war nicht so angenehm. Der Seegang war sehr stark und die Farbe wich aus Birgits und Sandras Gesichtern. Sie waren beide ganz ruhig und mussten sich stark aufs Atmen konzentrieren. Die Wellen spritzen sogar über das große Schiff und dieses neigte sich stark nach beiden Seiten. So schnell werde ich zum Glück nicht seekrank, aber mir war es auch nicht unrecht als die Fahrt vorüber war.

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Weil wir ein straffes Programm hatten, gings gleich zur deutschen Metzgerei, wo wir Snacks für den Abend kauften. Diese hatte viele deutsche Produkte wie Schokolade, Marmelade, Käse und mehr.
Bei Birgit zu Hause konnten wir uns noch schnell richten und dann ging es zum Kino. Auch Chris und Sohn Cian waren dabei. Im Kings Park in Perth war eine überdimensionale Leinwand und auf der Wiese saßen die Australier auf Campingstühlen, Sitzsäcken und lagen sogar auf Betten. Jeder hatte sein Picknick dabei und das sah lustig aus. Mit seiner Größe von 400,6 Hektar zählt der Kings Park zu den größten Stadtparks weltweit und ist sogar größer als der Central Park in New York.
Wir hatten Chips, Cracker, Dips, Wurst, Käse, Gemüse, Obst und Wein dabei, das wir während dem Film genießen konnten. Der Film „Sisters“ war total lustig und auch Sandra kapierte anhand der Szenen um was es ging, obwohl sie die Sprache nicht gut verstehen konnte. Es gab viel zu lachen und auf dem großen Sitzsack den wir mitbrachten, war es echt bequem. Nachts kühlt es aber ordentlich ab in Westernaustralien. Wir hatten einige Jacken und einen Schal an und Sandra fror. Während dem Film rutschte sie näher zu mir, um Wärme zu haben. Ich dachte sie will mehr Platz und rutschte immer weiter weg 😛

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Es war schon spät als wir nach diesem langen Tag zurück kamen und wir alle fielen müde ins Bett.

Liebe Grüße von den attackierenden Quokkas
Nadine

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Stunning Wales and danger on the highway

Dienstag, 15.09.2015

Heute ließen wir es gemütlicher angehen und sogar Oma schlief länger. Nach dem Frühstück checkten wir aus und brachen gemütlich zum Hafen auf.
Heute stand eins der Highlights auf unserem Trip an. Wir freuten uns alle wie Schnitzel ! Bei bestem Wetter und warmen Temperaturen warteten wir am Hafen.
Um 11 ging’s los. Wir bekamen ganzkörper-Regenmäntel und die neusten Schwimmwesten vom Markt an.

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Das supermoderne kleine Rennboot war bis auf den letzten Platz belegt. Trotz Wochentag und ohne Schulferien. Als es startete, fingen Oma und Papa laut an zu lachen. Der Wellengang war abartig und das Boot flog übers Meer. Wie auf Bali auch schon bekam man ständig Adrenalinschocks, wenn das Boot meterhoch über die Wellen schanzte. Gut, dass Oma und Papa vorher Tabletten gegen Seekrankheit genommen hatten. Zwei nervige Mädels schrien die ganze Zeit und ich überlegte mir sie über Bord zu werfen. Die Fahrt machte total Spaß und das schnellste Boot im ganzen Staat New South Wales machte seinem Ruf alle Ehre.
Im ständigen Funkkontakt zu anderen Booten stehend, hielt unser Steuermann dann an.
Alle waren gespannt und zückten die Kameras. Dann plötzlich eine Wasserfontäne und eine gigantische Flosse. Wie in Zeitlupe bewegte der schwarze Wal sein Ende aus dem Wasser. Es war absolut atemberaubend nur ein paar Meter weg von so einem gigantischen Tier zu sein. Dann noch ein schwarzer Rücken. Der Guide erklärte uns, dass es Mutter und Kind (Kalb) seien. Die Wale kommen von der Antarktis und schwimmen bis zu 20.000 Kilometer. Der Mutterwal war größer als unser Boot und wir alle waren total fasziniert. Noch nie hab ich so etwas Schönes gesehen. Etwa alle 4 Minuten tauchten die beiden woanders auf und man musste genau gucken, um nichts zu verpassen. Irgendwann waren sie weg und unser Guide fuhr weiter um sie zu suchen. Ca. 150 m weg von uns dann wieder die Flossen und eine Fontäne. Der Steuermann fuhr noch näher hin und plötzlich tauchten sie nochmal direkt vor uns auf. Nur ca. 50 m weg von uns konnten wir die riesigen Säugetiere hautnah betrachten. Das war ein einzigartiges Erlebnis ! Ganz bekamen wir sie nie zu sehen, aber das machte gar nichts. Anhand der Rücken konnte man die Ausmaße sehen.

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Beim Rückweg gings genau so turbulent zu und zum Glück wurde niemand seekrank. Der Wellengang war wegen dem starken Wind abnormal und Papa saß auf der falschen Seite. Ständig platschte ihm eine ordentliche Ladung Wasser ins Gesicht und er sah aus wie ein begossener Pudel.
Die letzten paar Meter zeigte uns der Guide was das Boot drauf hat und fuhr krasse Kurven. Alle lachten und es machte auch Oma und Papa viel Spaß.

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Eigentlich wollte ich nach diesem unvergesslichen Erlebnis Paragliding machen, aber Oma sagte ich soll mir nichts brechen, solange sie da sind und dann ließ ich es.
Mit der übrig gebliebenen Dominos Pizza machten wir es uns am Meer in der Sonne gemütlich und beobachteten die Pelikane.

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Unsere geplante Strecke nach Gosford sollte eigentlich in dreieinhalb Stunden (315 km) erledigt sein. Die erste Hälfte lief außer den üblich vielen Baustellen (die Highways sind eine einzige Baustelle) sehr gut und dann tauschten Papa und ich und er setze sich ans Steuer. Ich döste gerade so vor mich hin als das Auto sich total komisch anfühlte und Papa laut fluchte. Mitten auf dem viel befahrenen Highway hatten wir einen Reifenplatzer und fuhren auf den Standstreifen.

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Dieser war so schmal, dass Papa ganz an den Rand fahren musste und das Auto somit ein bisschen am Hang stand. Das Problem war dann, dass der Wagenheber zu kurz war. Diesen suchten wir mit Hilfe der Gebrauchsanweisung zuvor ewig – na toll ! Natürlich kam alles zusammen und es fing an zu dämmern. Weder eine Warnweste noch ein Warndreieck fanden sich in Brissie. Papa musste sie wieder eben hinstellen, womit er fast auf dem Highway lag, beim Versuch Brissie erneut hochzubocken. Er sagte zu Oma sie solle das Werkzeug wieder ins Auto räumen, sodass wir danach gleich los fahren können. Er war gerade dabei den neuen Reifen zu holen, als Omas Bewegung Brissie erneut runter krachen ließ. Wir wurden alle immer verzweifelter, es wurde dunkler und es war sau gefährlich direkt am Highway einen Reifen zu wechseln. Die vorbeifahrenden Autos und Trucks taten trotz Warnblinklicht nicht langsamer und ich hatte echt Angst um den halb unter dem Auto liegenden Papa. Der Wagenheber wollte einfach nicht halten und so rief ich den NRMA (wie bei uns ADAC) an. Der Mann am Telefon sagte, dass ich zuerst übers Telefon eine Mitgliedschaft abschließen müsse, anderenfalls würde er nichts machen. Ich machte ihn total zur Sau, schrie ihn an und sagte dass es lebensgefährlich wäre nachts auf einem engen Standstreifen am Highway ohne Warnweste zu stehen und dass er sofort was machen solle. Fluchen auf Englisch ist voll mein Ding 😉 er sagte er schickt jemand und dass er mich weiter verbindet um meinen Standort durchzugeben. Ich war 5 min in der Warteschleife und dann hörte ich nur tut tut tut… Wir waren alle total ratlos, bis Oma ein Wohnhaus über einer Brücke entdeckte. Alle Versuche zuvor, Autos anzuhalten, scheiterten und keine Sau wollte helfen.

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Ich musste die Autobahnbrücke hochklettern (im Minirock und Sandalen) und mich durch Sträucher kämpfen. Oben angekommen war das letzte Hindernis die Überquerung einer viel befahrenen Straße im Dunkeln. Ich war schon mal froh, dass ich das überlebt hatte.
Im Haus brannte Licht, aber ich fand keine Klingel. Ein etwa 14 jähriger Junge kam mir entgegen und ich erklärte das Problem. Er holte seinen Bruder der in etwa in meinem Alter war. Wir hatten Glück im Unglück und dieser hatte eine Werkstatt am Haus. Er schnappte 2 große Bretter, einen Ziegelstein und folgte mir.
Während ich ein paar Meter hinter dem Auto stand und mit meiner Handytaschenlampe die Autos und Trucks aufforderte langsamer zu fahren, wurde mir ganz anders. Ich stand so nah am Highway, dass ich drauf wartete überfahren zu werden. Die wenigsten Trucks wechselten auf die andere Spur um auszuweichen und die anderen rauschten mit einer Affengeschwindigkeit an uns vorbei. Da konnte ich meinen Mittelfinger manchmal nicht bei mir behalten.
Auch die Bretter hoben das Auto nicht weiter hoch und so rannte der nette junge Mann nochmal zu seiner Werkstatt um einen anderen Wagenheber zu holen. In der Zwischenzeit hielt ein weiteres Auto, das Papa für die Polizei und ich für den Abschleppdienst hielten. Ein sehr muskulöser Mann um die 30 wollte uns ebenfalls helfen. In seinem Autoanhänger hatte er alles mögliche an Autozubehör und so auch einen guten Wagenheber. In der Zwischenzeit kam auch der andere Helfer wieder. Zu 3. schafften die Männer es endlich das Ersatzrad drauf zu machen und wir waren total erleichtert, dass bei dieser lebensgefährlichen Aktion niemand verletzt wurde. Bei den überaus netten Helfern bedankten wir uns alle tausend mal und drückten ihnen Geld in die Hand, das sie erst nicht annehmen wollten. Wir ließen ihnen aber keine andere Chance 😉
Endlich, schon fast mitten in der Nacht, in Gosford angekommen, gingen wir einkaufen. Papa fuhr immer noch und hat mal wieder vergessen, zuerst nach rechts zu gucken. Dann ist er auch noch auf der falschen Straßenseite gefahren, aber zum Glück kam niemand und er wechselte, als ich es ihm sagte, auf die richtige Seite.
Dann checkten wir in unser Motel ein. Dieses war wieder ein Ibis Budget, überall innen war Baustelle und unser Zimmer moderte. Gut, dass wir dort nur für eine Nacht waren.
Zum Abendessen ging’s in den MC Donalds nebenan, wo wir ja jetzt schon Stammkunden sind 😀
Spät ging ein sehr ereignisreicher Tag zu Ende.

Pannenreiche Grüße
Nadine

How to survive a Fastboat

Donnerstag, 25.06.2015

Unser Bus zum Hafen sollte zwischen 7 und 7:30 Uhr kommen. So hätte es noch zum Frühstück gereicht. Als wir um 15 vor 7 gerade dort hin wollten, war der Fahrer schon da. Schnell in den Frühstückraum, Servietten geholt und Schokocroissants eingepackt.
Der Bus war nagelneu und hatte cremefarbene Ledersitze. Nachdem wir dort gegessen hatten, war es natürlich nicht mehr so sauber.
Nach einer Weile Fahren, wurden wir irgendwo raus geschmissen und wunderten uns. Der Fahrer begleitete uns zum Office wo wir warten mussten. Nach einer Stunde Wartezeit ging es mit ganz vielen anderen Leuten zu Fuß zum Strand und dann auf ein kleines Fastboat. Bisher habe ich ja schon viele Transportmittel ausprobiert aber ein solches war noch nie dabei. Als es los fuhr, konnte man in die sehr erschrockenen Gesichter (unsere nicht ausgeschlossen) der anderen blicken. Es ist wie in der Achterbahn und macht Schläge bei denen man denkt, das Boot zerbricht gleich in alle Einzelteile. Um Himmels willen, dachten wir und es traf uns alle paar Sekunden ein Adrenalinstoß im Bauch. Das Boot ist förmlich geflogen und immer wieder stark auf den Wellen aufgekommen. Ganz geheuer war das glaub ich niemandem und wir waren froh, dass es nach einer halben Stunde vorbei war, wir die Insel Nusa Lembongan erreichten und niemandem schlecht wurde.
Das Wetter hatten wir wiedermal perfekt erwischt.

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Zuerst liehen wir uns in einer ungeheuren Straße in einem kleinen Hinterhof einen Roller aus. Zwei viel zu große Helme mit kaputten Verschlüssen gab`s gratis dazu. Wir zahlten trotz fleißigem Handeln immer noch 20$, aber egal.
Saskia ist nun schon die 4. die sich bei mir auf der Reise hinten drauf setzt – ein gutes Zeichen für mich 😉
Auf einer sehr engen „Straße“ wo es rechts steil zum Strand runter ging (ohne Zaun) balancierte ich den Roller wie ein Seiltänzer zur Hauptstraße.

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Die Insel ist sehr klein, die Wege schmal und wer Straßen sucht, sucht diese sehr lange. Es gibt nämlich nur ganz schlechte Holperpisten durch den Wald mit mehr Löchern als Schotter und man bekommt da schnell Kopfweh.

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So „preschten“ wir mit Höchstgeschwindigkeiten von 30 km/h an vielen Einheimischen, Bambushütten, Kühen, Straßenhunden, Shops und anderen Rollern vorbei zum Dream Beach.
Dieser erfüllte unsere Erwartungen nicht ganz, war sehr klein und nicht besonders schön.

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Dann weiter zum angeblich schöneren Mushroombeach (Pilzstrand). Dieser war größer aber es hatte viele Boote und es war einiges los. Trotzdem legten wir uns eine Weile in die Sonne und genossen das Leben. Auf Reisen wird einem bewusst, dass man jede Sekunde genießen muss. Die Zeit geht einfach viel zu schnell vorbei.

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Dann wollte Saskia fahren. Zugegeben war ich anfangs sehr skeptisch, zumal sie bisher nur auf Feldwegen gefahren ist und ich mich außer bei meinem Bruder noch bei niemandem drauf gesetzt hab. Nach einer (laut Saskia viel zu ausführlichen) Einweisung düsten wir los. Zitat: „Ich bin doch nicht blöd !“ Schnell entspannte ich mich aber und Saskia machte es richtig gut. Ich filmte sogar nebenher mit meiner Actioncam und genoss die schöne Landschaft.

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Leider vergeblich suchten wir lange nach einem Spot wo Klippenspringen statt findet und obwohl in der Inselbroschüre stand, dass man sich nicht verlaufen kann, fuhren wir ewig durch einen Wald und der Trampelpfad wurde immer schlechter.
Unterwegs trafen wir eine super coole deutsche Familie (Eltern und Tochter). Das Mädel war auch 14 Monate in Australien und zum Abschluss reist sie mit ihren Eltern durch Indonesien. Sie kamen aus Potsdam, die Mutter lernt ein bisschen indonesisch und wir unterhielten uns sehr nett und lange über alles mögliche.
Irgendwann ging es über die „Suspension Bridge“ die nur ein schmaler Holzsteg ist, wo nicht mal 2 Roller aneinander vorbei passen. Es war sehr lustig da drüber zu fahren.
Auf der Insel „Ceningan Island“ (der kleinere Teil der zwei Inseln) war es ebenfalls sehr schön und gab viel zu sehen.
Der „Panorama-Point“ war einfacher zu finden und man hatte eine gigantische Sicht aufs Meer. Ein indonesisches Mädchen unterhielt sich nett mit uns und machte Fotos.

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Bevor wir den Roller abgaben, setzen wir uns in ein nettes Café und unterhielten uns bei Eiskaffee und Eistee mit dem coolen Besitzer. Noch schnell getankt und weiter.

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Bei der Abgabe empfing uns an der Straße ein Mann der uns den Roller abnehmen wollte. Natürlich trauten wir ihm nicht und fuhren weiter. Er lief neben uns her und behauptete er ist der Besitzer der Vermietung – kann ja jeder sagen ! Als er uns seine Visitenkarte zeigte, war es uns peinlich und wir ließen den Roller stehen und verschwanden gleich. Er checkte nicht mal, ob wir getankt hatten.

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Nach dem Warten in einem Restaurant setzten sich auf einmal alle in Bewegung. Ohne zu wissen, ob es das richtige Boot ist, liefen wir hinterher und stiegen in ein anderes als auf der Hinfahrt. Dieses war leider genau so achterbahnmäßig und es gab wieder eine halbe Stunde voller Adrenalin. Wir wussten nicht, ob wir weinen oder lachen sollten und mussten uns festhalten, dass es uns nicht herum schleuderte.

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Als wir sicher auf der anderen Seite ankamen, fühlte sich erst kein Fahrer für uns zuständig. Wir erklärten wir haben auch für den Heimtransport bezahlt und nach viel hin und her saßen wir im Kleinbus. Der Fahrer kannte aber nicht mal unser Hotel. Mitten auf der Fahrt hielt er auf der Hauptstraße an und sagte uns wir sollen dort auf den richtigen Fahrer warten, der unterwegs ist. Da machten wir aber einen Aufstand. Zwei blonde Mädels, in der Dämmerung, in Indonesien, am Straßenrand einer viel befahrenen Hauptstraße und wir wussten nicht mal ob uns wirklich jemand abholt und falls ja, dieser jemand uns auch findet – vieeeel zu gefährlich !
Zum Glück erbarmte sich der Fahrer und wartete mit uns. Unsere Mitfahrer somit leider auch, wofür wir uns 1000 mal entschuldigten. Wir fahren froh, als uns der neue Fahrer der ein paar Minuten später kam, sicher am Hotel absetzte.
Wie immer ging’s in unser Stammrestaurant und danach fielen wir müde in unser Ehebettchen.

Durchgeschüttelte Grüße
Nadine