How to survive a Fastboat

Donnerstag, 25.06.2015

Unser Bus zum Hafen sollte zwischen 7 und 7:30 Uhr kommen. So hätte es noch zum Frühstück gereicht. Als wir um 15 vor 7 gerade dort hin wollten, war der Fahrer schon da. Schnell in den Frühstückraum, Servietten geholt und Schokocroissants eingepackt.
Der Bus war nagelneu und hatte cremefarbene Ledersitze. Nachdem wir dort gegessen hatten, war es natürlich nicht mehr so sauber.
Nach einer Weile Fahren, wurden wir irgendwo raus geschmissen und wunderten uns. Der Fahrer begleitete uns zum Office wo wir warten mussten. Nach einer Stunde Wartezeit ging es mit ganz vielen anderen Leuten zu Fuß zum Strand und dann auf ein kleines Fastboat. Bisher habe ich ja schon viele Transportmittel ausprobiert aber ein solches war noch nie dabei. Als es los fuhr, konnte man in die sehr erschrockenen Gesichter (unsere nicht ausgeschlossen) der anderen blicken. Es ist wie in der Achterbahn und macht Schläge bei denen man denkt, das Boot zerbricht gleich in alle Einzelteile. Um Himmels willen, dachten wir und es traf uns alle paar Sekunden ein Adrenalinstoß im Bauch. Das Boot ist förmlich geflogen und immer wieder stark auf den Wellen aufgekommen. Ganz geheuer war das glaub ich niemandem und wir waren froh, dass es nach einer halben Stunde vorbei war, wir die Insel Nusa Lembongan erreichten und niemandem schlecht wurde.
Das Wetter hatten wir wiedermal perfekt erwischt.

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Zuerst liehen wir uns in einer ungeheuren Straße in einem kleinen Hinterhof einen Roller aus. Zwei viel zu große Helme mit kaputten Verschlüssen gab`s gratis dazu. Wir zahlten trotz fleißigem Handeln immer noch 20$, aber egal.
Saskia ist nun schon die 4. die sich bei mir auf der Reise hinten drauf setzt – ein gutes Zeichen für mich 😉
Auf einer sehr engen „Straße“ wo es rechts steil zum Strand runter ging (ohne Zaun) balancierte ich den Roller wie ein Seiltänzer zur Hauptstraße.

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Die Insel ist sehr klein, die Wege schmal und wer Straßen sucht, sucht diese sehr lange. Es gibt nämlich nur ganz schlechte Holperpisten durch den Wald mit mehr Löchern als Schotter und man bekommt da schnell Kopfweh.

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So „preschten“ wir mit Höchstgeschwindigkeiten von 30 km/h an vielen Einheimischen, Bambushütten, Kühen, Straßenhunden, Shops und anderen Rollern vorbei zum Dream Beach.
Dieser erfüllte unsere Erwartungen nicht ganz, war sehr klein und nicht besonders schön.

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Dann weiter zum angeblich schöneren Mushroombeach (Pilzstrand). Dieser war größer aber es hatte viele Boote und es war einiges los. Trotzdem legten wir uns eine Weile in die Sonne und genossen das Leben. Auf Reisen wird einem bewusst, dass man jede Sekunde genießen muss. Die Zeit geht einfach viel zu schnell vorbei.

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Dann wollte Saskia fahren. Zugegeben war ich anfangs sehr skeptisch, zumal sie bisher nur auf Feldwegen gefahren ist und ich mich außer bei meinem Bruder noch bei niemandem drauf gesetzt hab. Nach einer (laut Saskia viel zu ausführlichen) Einweisung düsten wir los. Zitat: „Ich bin doch nicht blöd !“ Schnell entspannte ich mich aber und Saskia machte es richtig gut. Ich filmte sogar nebenher mit meiner Actioncam und genoss die schöne Landschaft.

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Leider vergeblich suchten wir lange nach einem Spot wo Klippenspringen statt findet und obwohl in der Inselbroschüre stand, dass man sich nicht verlaufen kann, fuhren wir ewig durch einen Wald und der Trampelpfad wurde immer schlechter.
Unterwegs trafen wir eine super coole deutsche Familie (Eltern und Tochter). Das Mädel war auch 14 Monate in Australien und zum Abschluss reist sie mit ihren Eltern durch Indonesien. Sie kamen aus Potsdam, die Mutter lernt ein bisschen indonesisch und wir unterhielten uns sehr nett und lange über alles mögliche.
Irgendwann ging es über die „Suspension Bridge“ die nur ein schmaler Holzsteg ist, wo nicht mal 2 Roller aneinander vorbei passen. Es war sehr lustig da drüber zu fahren.
Auf der Insel „Ceningan Island“ (der kleinere Teil der zwei Inseln) war es ebenfalls sehr schön und gab viel zu sehen.
Der „Panorama-Point“ war einfacher zu finden und man hatte eine gigantische Sicht aufs Meer. Ein indonesisches Mädchen unterhielt sich nett mit uns und machte Fotos.

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Bevor wir den Roller abgaben, setzen wir uns in ein nettes Café und unterhielten uns bei Eiskaffee und Eistee mit dem coolen Besitzer. Noch schnell getankt und weiter.

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Bei der Abgabe empfing uns an der Straße ein Mann der uns den Roller abnehmen wollte. Natürlich trauten wir ihm nicht und fuhren weiter. Er lief neben uns her und behauptete er ist der Besitzer der Vermietung – kann ja jeder sagen ! Als er uns seine Visitenkarte zeigte, war es uns peinlich und wir ließen den Roller stehen und verschwanden gleich. Er checkte nicht mal, ob wir getankt hatten.

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Nach dem Warten in einem Restaurant setzten sich auf einmal alle in Bewegung. Ohne zu wissen, ob es das richtige Boot ist, liefen wir hinterher und stiegen in ein anderes als auf der Hinfahrt. Dieses war leider genau so achterbahnmäßig und es gab wieder eine halbe Stunde voller Adrenalin. Wir wussten nicht, ob wir weinen oder lachen sollten und mussten uns festhalten, dass es uns nicht herum schleuderte.

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Als wir sicher auf der anderen Seite ankamen, fühlte sich erst kein Fahrer für uns zuständig. Wir erklärten wir haben auch für den Heimtransport bezahlt und nach viel hin und her saßen wir im Kleinbus. Der Fahrer kannte aber nicht mal unser Hotel. Mitten auf der Fahrt hielt er auf der Hauptstraße an und sagte uns wir sollen dort auf den richtigen Fahrer warten, der unterwegs ist. Da machten wir aber einen Aufstand. Zwei blonde Mädels, in der Dämmerung, in Indonesien, am Straßenrand einer viel befahrenen Hauptstraße und wir wussten nicht mal ob uns wirklich jemand abholt und falls ja, dieser jemand uns auch findet – vieeeel zu gefährlich !
Zum Glück erbarmte sich der Fahrer und wartete mit uns. Unsere Mitfahrer somit leider auch, wofür wir uns 1000 mal entschuldigten. Wir fahren froh, als uns der neue Fahrer der ein paar Minuten später kam, sicher am Hotel absetzte.
Wie immer ging’s in unser Stammrestaurant und danach fielen wir müde in unser Ehebettchen.

Durchgeschüttelte Grüße
Nadine

Sporty Wellness Woman day

Montag, 16.03.2015

Um unserem faulen Backpackeralltag zu entfliehen, ließen wir uns heute was anderes einfallen.

Zuerst joggten wir eine sehr schöne Runde am Strand und ich könnte mir am Morgen nichts tolleres vorstellen als früh aufzustehen, durch den weichen Sand zu laufen, die Sonne und das Meer zu genießen, sich einfach auszupowern und anschließend mit voller Montur ins Meer zu springen.
Um den gesunden Tag weiter zu führen, gab es frisches Obst, Müsli und Naturjoghurt auf der Hostelterasse, dann ließen wir uns in einem edel Spa Salon nochmal zu 3. eine Stunde durchkneten und es gab 20% Rabatt. Die was s. gaben uns lustige Anzüge in denen wir aussahen wie Sumoringer. Es ging sehr lustig zu und alle lachten.
Trotz Abraten vom sportlichen Sascha wagten wir uns dann auf den Fußmarsch zum Aussichtspunkt „Mango View“ auf m Höhe. In der Mittagshitze ging es bei praller Sonne und 35 Grad 1:45 h sehr sehr steile Wege hoch, aber Saskia, Vroni und ich motivierten und gegenseitig und freuten uns auf die Aussicht. Wir hatten schon das Ziel vor Augen aber leider war es nur ein Zwischenstopp. Dort bekamen wir, wie von vielen mitleidige Blicke, kalte Tücher und Getränke.
Ein Autofahrer bot kostenlos an uns mit zu nehmen, aber wir wollten das durchziehen.
Oben angekommen wussten wir, wofür unser Muskelkater sein wird. Die Aussicht war natürlich wieder genial und wir saßen bis zum Sonnenuntergang auf der Terrasse, redeten mit anderen Bayern, einer aus Singapur und einem aus Hessen über Politik, Wirtschaft, Medien, die vielen Morde in letzter Zeit auf Koh Tao und aßen Reis und Pad Thai. Es war ein sehr schöner Nachmittag, Vroni freute sich endlich wieder bayrisch reden zu können (Saskia und ich verstanden kein Wort) und diskutierte schlagfertig mit den Jungs. Als die Sonne langsam hinterm Horizont verschwand, sah die Aussicht noch genialer aus.
Netterweise nahmen uns die restlichen 3 Jungs auf ihren Rollern mit runter und wir hatten auf der sandigen Schotterpiste ein bisschen Angst.
Dann hieß es schnell schnell, weil wir uns zum „Pub Crawl“ angemeldet hatten. In Rekordzeit unter die Dusche, Bikini an, Klamotten drüber und in den ersten Pub, direkt neben dem Hostel. Das ist das was ich hier so liebe. Keine Schminke, keine Frisur, nicht zum Feiern fahren müssen und einfach gehen wie man ist.
Der erste Pub war urig und die Jungs hatten schon Buckets für uns geholt, die beim Eintritt von 11€ dabei waren. Zuerst wurden mit Edding unsere Namen auf die Arme geschrieben und es gab einen Willkommensshot.
Beim Pub-Crawl zieht man in vorgegebener Zeit als eine Gruppe von Pub zu Pub, die Organisatoren managen das und man bekommt ein paar Freigetränke.
Danach bewegte sich die ganze Meute mit ihren Pub Crawl T-Shirts durch Koh Tao zur Poolbar. Wer nackt in den Pool gesprungen ist, bekam 2 Shots und wer es mit Klamotten gemacht hat, einen Shot. Das ließen Saskia, Vroni und ich uns nicht zwei mal sagen und sprangen (natürlich im Bikini) rein. Wir waren die einzigen Mädels die sich getraut haben, aber es war total spaßig. Es wurde danach auch ohne Handtuch überhaupt nicht kalt. 2 haben sich sogar ohne Klamotten getraut. Die Temperaturen sind hier immer sehr warm.
Nach der tollen Poolparty ging es zur Ladyboy-Show. Die war total gut gemacht und die Männer machten eine Modenschau und tanzten. Danach wurden ein paar Jungs vom Publikum geholt und mussten in Boxershorts mit Perücken tanzen und die Meute bekam sich nicht mehr ein vor Lachen. Nächster Stopp war eine tolle Bar in der richtig geniale Livemusik aus den 90ern gespielt wurde und bei „Wonderwall“ gaben die Leute alles. Schon total genial wie die Musik auf der ganzen Welt die gleiche ist und 120 junge Leute so alte Songs mit singen können. Die Stimmung war total genial und es war eine mega Gaudi.
Bei der letzten Bar direkt am Strand, lagen wir im Sand, beobachteten den genialen Sternenhimmel und ließen den wieder mal hammer Abend gemütlich ausklingen. Schon interessant, dass die Leute überall auf der Erde die selben Sterne sehen 😉
Langsam frage ich mich, wann ich aus diesem total schönen Traum aufwache und mein Glück vorbei ist. Bis dahin genieße ich jede einzelne Sekunde und bin so dankbar, dass ich die tollste Zeit meines Lebens haben darf.

 

Begeisterte Grüße

Nadine

Echse beim Joggen gesehen

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Dehnen ist wichtig

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tolle Aussicht beim Joggen

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Nach dem Joggen ausruhen

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life as it is supposed to be – Gastbeitrag von Vroni

Montag, 9.3.2015

Gastbeitrag von Vroni

Was macht man nun den ganzen Tag, nachdem man endlich auf der lange ersehnten Insel gestrandet ist und schon den ein oder anderen Strand durchgebadet hat? Wenn man einigermaßen verrückt ist, leiht man sich ganz einfach einen Roller für 200 Baht (ca. 6 EUR) und brettert damit über die Insel.

In unserem Fall wurde diese Verrücktheit belohnt: Wo und wann sonst sieht man freie Affen und Elefanten am Straßenrand? Und hat Jungel und Mee(h)r gleichzeitig?

Zugegebenermaßen sind die Straßen hier auf Koh Lanta in einem sehr abenteuerlichen Zustand und es existieren sicher auch bessere Helme für kleine deutsche Köpfchen, aber Nadines sehr sicherer Fahrstil und der gute Roller waren schon mal eine super Basis. Außerdem sind wir beide vom Reiten viel gewöhn. Das erste Mal durfte Nadine sich schon mal an den Linksverkehr heran wagen.

Dadurch dass jeder hier auf Koh Lanta vom Bamboo Beach schwärmt, jagten wir stundenlang diesem Mythos nach… bis uns dann eine andere Deutsche an einem anderen, wunderschönen Strand gesagt hat, dass Bamboo Beach definitiv kein non plus ultra ist- zu steinig und zu weit weg. Wir ließen uns dann sogar kurzzeitig von diesem Plan abbringen, doch wer uns und unsere Neugierde kennt….

Am Ende des Rollerausflugs landeten wir dann tatsächlich noch am Bamboo Beach… natürlich hatte die andere Touristin Recht- zumindest was den Strand betrifft. Aber noch viel unglaublicher als jeder Strand sind Affen, die einfach am Straßenrand sitzen und einen mit ihren Kulleraugen anschauen oder Elefanten, die einfach doppelt oder drei mal so groß wie wir waren. Auf Reisen erlebt wahrscheinlich jeder seine kleinen Wunder, diese wilden und doch so freundlichen Tiere zu sehen ist definitiv eines von meinen.

Durch die Hitze, die Sonne und all diese schönen Eindrücke haben wir mal wieder total vergessen, etwas zu Essen. Das holten wir dann abends bei Thailändischem Essen nach und ließen diesen perfekten Tag auf der Terrasse unseres Hostels mit Musik von kanadischen Travellern ausklingen.

Solche Tage sind genau der Grund dafür, die kleinen Strapazen des Reisens wie Jahre mit Nebenjobs und Horrorbusfahrten auf sich zu nehmen- man gewinnt Eindrücke, die man nie mehr vergessen wird. Momentan verwirklichen wir nun den Traum, für den wir so hart gearbeitet haben- oder einfach gesagt: das Leben wie es sein sollte!

Scooter-Tour

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schöne Strände

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unser Roller

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Enten

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Dschungel

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Affen am Straßenrand

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Lange Kleidung wegen dem Sonnenbrand

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Unsere Elefantenfreunde

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