First day with the motorbike is a huge disaster

Samstag, 14.05.2016

Den heutigen Tag kann ich noch gar nicht richtig in Worte fassen. Es war einfach so ein großes (gefühls) Chaos.
Eigentlich wollten mein Reisepartner Patrick aus der Schweiz und ich um 10 los, aber durch viele Umstände wurde es schon halb 12. Trotz GoogleMaps fand ich Patrick’s Hostel nicht und fuhr 100 Mal im Kreis. Zum Glück entdeckte ich es irgendwann und es konnte los gehen.
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Ich wollte unbedingt das Objektiv kaufen das ich mir rausgesucht hatte und wir fuhren dort hin. Leider sieht hier alles gleich aus und ich fand den kleinen, versteckten Laden nicht mehr. Unterwegs brach dann plötzlich Patrick’s Halterung für den Backpack vom Motorrad ab. Wir fuhren hin und her, fragten viele Leute und ein netter Mann von einem Motorradverleih fuhr schließlich vorne weg in eine Werkstatt. Es sollte eine halbe Stunde dauern es zu schweißen und so lief ich nochmal los um den Shop für das Objektiv zu suchen. Leider erfolglos. Der Tag war wieder abartig heiß und mir floss der Schweiß in Strömen. Außerdem hatte ich nichts gefrühstückt und mein Magen knurrte. Ich musste über die große, 8 spurige Hauptstraße und wusste nicht, wie ich da heil drüber kommen sollte. Zum Glück schaffte ich es es unbeschadet.
Der Mechaniker war schnell und endlich konnte es los gehen. Patrick hatte seinen Backpack im Hostel gelassen und dort wollten wir hin um diesen zu holen. Unterwegs herrschte total krasser Verkehr und wir verloren uns. Sich in so einer riesigen Stadt wieder zu finden ist unmöglich, zumal Patrick derzeit kein Handy hat. Ich wollte ihm über Facebook schreiben, aber dieses öffnete sich nicht. Das Letzte was sich öffnete war die Nachricht von Patrick, dass er allein los gefahren sei.
Leider blieb mir nichts anderes übrig als auch allein aufzubrechen. So schwer kann das ja nicht sein, dachte ich. Da hab ich wohl falsch gedacht. Das Fahren hier ist gar nicht so schwer und wenn man sich einbläut, dass man einfach fahren muss ohne Rücksicht auf Verluste und die Hupe der beste Freund ist, dann geht alles.
Als ich anhielt um mein Handy zu laden, stand ich neben einem Restaurant, wo mich junge Männer freundlich empfingen. Ich fragte nach einem vegetarischen Essen und wurde doof angeschaut. Trotzdem bekam ich Reis mit Ei und eine Suppe. Der 28 jährige Chae setzte sich zu mir und fragte mich einiges. Sein Englisch war fast nicht zu verstehen und ich hatte alle Mühe. Er wollte unbedingt Selfies mit mir machen um es seinen Freunden zeigen zu können. Es sei sehr weit zum Nationalpark sagte er.

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Mein Tagesziel war nämlich der einstündig entfernte Nationalpark Ba Vi.
Es ging eine Weile über die Autobahn und die Landschaft war sehr schön. Es hatte fast keine Autos oder Roller und ich konnte mich vom Verkehr in Hanoi erholen. Leider nicht lange. Denn schon ein paar Kilometer außerhalb der Stadt, stotterte meine Emma und ging aus. Der Tank war nicht ganz leer und ich hoffte trotzdem, dass das das Problem sei. Ein junger Mann kam und nach vielem hin und her setzte ich mich hinten auf seinen Roller und sein Freund den wir anschoben, „lief“ mit meinem Motorrad hinterher. In einer kleinen Hinterhofwerkstatt waren um die 20 Männer versammelt, die mich neugierig anstarrten. Der Mann schraubte kurz was rum und dann ging es wieder. Sie wollten ganze 500.000 Dong haben (ca. 20€), was für Vietnam ein totaler Wucher ist, aber mir blieb leider nicht anderes übrig als das zu zahlen.
Meine Gestikulierungsversuche eine Tankstelle zu beschreiben schlugen fehl und ich fand weit und breit keine Tankstelle. Wieder auf dem Highway fuhr ich ein paar Kilometer und hatte dasselbe Problem. Emma hatte wieder den Geist aufgegeben. Ich stand unter einer Brücke auf den Standstreifen und wurde ausgehupt. Viele Vietnamesen sind sehr unfreundlich und keiner wollte helfen. Irgendwann sprang Emma wieder an und es ging weiter. Ich fand eine Tankstelle und hoffte, dass das Problem damit gelöst sei. Leider nicht, denn wir blieben wieder stehen. In einem Dörfchen suchte ich nach einem Mechaniker. Über eine Rampe fuhr ich mitten ins HAUS von einer Dame. Diese wollte 10.000 Dong und ich fragte wofür, weil sie es sich ja noch gar nicht angeschaut hatte. Sie dachte ich will in den benachbarten Tempel und bei ihr parken. Das fand ich nach 15 Min. Zeichensprache raus. So ging ich wieder und fand endlich eine Werkstatt. Ich hätte nichts anderes erwartet, aber auch hier gab es große sprachliche Barrieren. Anders als in vielen anderen Ländern von Süd-Ost-Asien sprechen hier nur die Wenigsten auch nur ein kleines bisschen Englisch. Ich tippte mein Anliegen in GoogleÜbersetzer und der Mann verstand das was da auf vietnamesisch ausgegeben wurde wohl. Er nahm das Bike auf eine lange Testfahrt und schraubte anschließend eine ganze Weile herum. Um mich herum saßen viele Vietnamesen die mich alle anstarrten. Ein älterer Mann saß neben mir und redete ohne Punkt und Komma in vietnamesisch. Er wollte nicht verstehen, dass ich nicht weiß wovon er redete. Seine Stimme wurde lauter, dann haute er mir ständig gegen meinen Arm und irgendwann war ich richtig genervt. Die Leute drum herum lachten die ganze Zeit. Ich will nicht wissen, was er gesagt hat. Eine Frau kam und bot mir eine Frucht an, die ich aß (mit Salz). Geschmeckt hat es nicht, aber ich habe es probiert. Eine Frucht steckte sie mir in den Rucksack. Ich war mir sicher, dass ich dafür zahlen müsse. Ich war heilfroh, dass der 30 jährige Mechaniker mein Motorrad repariert hatte und wollte es anschmeißen. Das ging nicht und er schraubte nochmal und machte es an.

Dann passierte das unfassbare:

Plötzlich stieg eine riesige Flamme auf. Er wollte es löschen, aber die Flamme wurde noch größer. Es brach eine Panik bei den Leuten aus und die Kinder weinten. Alle rannten durcheinander und die ganze Straße war auf den Beinen. Einige schrien und keiner wusste sich zu helfen.

Eine Frau holte Maisblätter und wollte das Feuer ausschlagen, aber dann kam eine Stichflamme. Ich stand wie gelähmt da und dachte ich bin im falschen Film. Mit ansehen zu müssen wie das Motorrad und mein Gepäck, also mein komplettes Hab und Gut abbrennen, war verstörend. Hilflos, allein und der vietnamesischen Sprache nicht mächtig stand ich da und konnte mich nicht bewegen. Ich habe gehofft ich wache schnell aus diesem Alptraum auf.

Ein Nachbar rannte mit einem Wassereimer her und mittlerweile war eine noch größere Massenpanik ausgebrochen. Überall rannten Menschen rum. Der Mann goss Wasser über Emma und die Flamme wurde kleiner.

Mit dem zweiten Eimer Wasser war das Feuer aus und zum Glück ist mein Motorrad sowieso schwarz. Wie durch ein Wunder bekam auch mein Backpack hinten drauf nicht viel ab. Irgendwie hatte ich meine Gefühle nicht mehr im Griff und die Tränchen flossen. Meine Nerven machten so ein Theater nicht mit. Ich war fix und fertig und fragte mich, warum sowas mir passiert. Jemanden zum Reden hatte ich auch nicht.

Danach war es als wäre nichts gewesen, ich zahlte meine 300.000 Dong (ca. 12€) und fuhr davon.

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Keine 8 Kilometer später blieb ich nun schon zum vierten Mal stehen. Ich wusste nie, ob ich Vollgas geben sollte um schneller voran zu kommen, oder langsam fahren sollte, dass Emma länger durchhält. Irgendwas hatte der Mann in der Werkstatt verpfuscht, denn nun funktionierte nicht mal mehr mein Kickstarter. Meine Verzweiflung wuchs mit jeder Sekunde und ich wusste ich kann es vor Sonnenuntergang nicht mehr zum Nationalpark schaffen. Ich wollte Emma anmachen, aber es passierte nichts. Kein Mux. So stand ich da am Straßenrand und war mit den Kräften und Nerven total am Ende.

Keiner wollte anhalten und helfen und ich fühlte mich total hilflos. Allein in einem fremden Land, mitten im Nirgendwo, mit einem kaputten Motorrad, wo keiner englisch kann, keiner hilft, keiner das Motorrad reparieren kann und man hat keinen Schlafplatz. Ideale Situation ! Irgendwann hielt ein Mann der viel auf vietnamesisch plapperte. Er gestikulierte wild, aber ich verstand nicht was ich machen sollte. So fing ich an, Emma zu schieben. Es ging steil den Berg hoch und ich hatte alle Mühe. Der Mann kam zurück und nun verstand ich was er meinte. Er schob mich an, ich fuhr Berg runter, ließ die Kupplung los und Emma erwachte wieder zu Leben. Da das so nicht weiter gehen kann, tuckerte ich nochmal zurück in Richtung Werkstatt. Leider fand ich diese nicht mehr und gab auf, da es schon langsam dunkel wurde. Ich fragte nach einem Hotel, aber trotz GoogleÜbersetzer verstand mich keiner. In Gedanken schlief ich schon auf der Straße..

Zumindest die Landschaft ist schön

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Auf dem Weg zurück hatte ich dann Zusammenbruch Nummer 5. Diesmal direkt an einer Bushaltestelle wo ein Taxifahrer und ein Mann standen. Sie versuchten es, aber bekamen mein Zweirad nicht mehr an. Aus dem Bus stieg ein hochschwangeres Mädel in meinem Alter. Ihr Freund holte sie mit dem Roller ab. Zum Glück konnte das Mädel ein bisschen englisch und half aus. Der eine Mann machte eine Schnur an mein Bike und schleppte mich ab. Wir fuhren ein ganz schönes Stückchen. In Deutschland bekommt man ewig lange Einweisungen wie man abschleppt und hier geht das ganz einfach. Das Pärchen fuhr mit ihrem Roller vorne weg. Das Problem ist auch, dass es sehr schwer ist, Emma in neutral, also den Leerlauf zu bekommen. Der Kickstarter funktioniert aber nur in neutral und so ist das ein ewiges Rumgemache, bis sie in neutral ist.

An einer Werkstatt schraubte der nun dritte Mechaniker an Emma herum. Sie ging wieder und das Mädel sagte ich müsse nichts zahlen. Da freute ich mich total und bedankte mich bei den Männern von der Werkstatt 100 Mal. Keine Ahnung wieso, aber da musste ich wieder heulen. Ich fuhr dem Pärchen hinterher zu einem Hotel. Die Rezeptionistin guckte ständig in meine roten Augen und redete lange mit dem Pärchen. Wir verließen das Hotel wieder und ich hatte Angst doch draußen schlafen zu müssen. Verstanden hab ich natürlich nicht was da geredet wurde. Nebenan war noch ein Hotel und dort sah es besser aus. Mit umgerechnet 12 € zahlte ich für Vietnam einen viel zu hohen Preis, aber das war mir egal. Hauptsache ein Bett ! Dem Pärchen wollte ich Geld für ihre Hilfe und für den Aufwand zahlen, aber sie wollten nichts. Naja, außer einem Selfie mit ihrem nagelneuen Iphone 6 😉 Das Mädel sagte ich sei bei der Chefs vom Hotel zum Abendessen eingeladen. Da diese aber auch kein englisch können und ich weiß wie schwer es ist zu sagen, dass ich Vegetarierin bin, lehnte ich die nette Einladung dankend ab. Außerdem hatte ich vor Aufregung sowieso keinen Hunger mehr. Ich befreite mein Gepäck vom Motorrad und musste es mit den letzten Energiereserven in den 3. Stock schleppen. Der Rezeptionist kam mit, sagte nur wie schwer das aussähe, aber half auch nicht. Das Zimmer ist riesig, ich habe ein eigenes Bad, eine Klima und einen Ventilator. Da sah die Welt doch schon ein kleines bisschen besser aus. Ich war der einzige Gast im Hotel.

Den ganzen Tag hatte ich versucht Patrick über Facebook zu erreichen aber das geht schon gar nicht auf und der Messenger funktioniert auch nicht.
Meine Mutter ist auf die Idee gekommen, dass mein Facebook nicht funktioniert, weil die Regierung es gesperrt hat. Tatsächlich ergab eine Internetrecherche, dass viele Leute in Vietnam derzeit nicht auf Facebook zugreifen können. Mit dem Programm UltraSurf, kommt man durch ein Hintertürchen herein und ich konnte endlich Patrick schreiben. Dieser schrieb nicht zurück und ich war echt sauer. Ich hoffe für ihn, dass er derzeit auch kein Facebook hat! Von den ganzen Strapazen war ich sehr müde und ich muss mir überlegen was ich mit dem Motorrad mache, denn so kann das nicht weiter gehen. Als ich am Hotel angekommen war, ging es nämlich schon wieder aus.

Ganz verheult rief ich meinem Papa an der Geburtstag hatte. Ich konnte vor lauter heulen keinen richtigen Satz zustande bringen und meine ganze Familie die drum herum saß tat mir leid. Die waren auch hilflos und hatten Mitleid und mir tat es echt leid, dass ich sie damit belästigte.
Meine Stimmung war schon wieder ein bisschen besser als ich einschlief.

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Strapazierte Grüße
Nadine

Day 3 Halong Bay: We can’t go back because of the hurricane

Freitag, 13.05.2016

Keiner wusste so genau warum, aber wir mussten bereits um 7 auschecken. In der Hotelbroschüre stand 11. So ein Stress und das im Urlaub 😉 Über Nacht hatte es geregnet und ich hatte meinen Backpack zum auslüften draußen gelassen. Dieser war sehr nass.
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Um halb 8 gab es dann schon Frühstück und dieses war richtig super. Wir bekamen frisch zubereitete Pfannkuchen, Omlette, Gemüse, Obst, Kaffee, Säfte, Brot und vieles mehr. Jeder schlug bei diesem Buffet ordentlich zu.
Guide Can erzählte uns, dass wir die Insel an diesem Tag nicht verlassen könnten, weil ein schwerer Orkan käme. Einige Leute protestierten, weil sie Flug-, oder Zugtickets hatten oder weiter mussten. Ich fand es nicht schlimm. Irgendwann löste Can den Spaß auf und sagte, dass der uns nur verarscht hatte. Erleichterung machte sich bei vielen breit.
Voll gegessen rollten wir zum Strand, wo wir auf das Boot warteten. Es ging ein ordentlicher Wellengang und wir wurden im Boot rum geschleudert. Die Fahrt war schnell vorbei und mit dem ganzen Gepäck mussten wir auf ein großes Boot. Bevor wir dieses erreichten, boxte es mächtig ans andere Boot heran. Eila fiel auf den Boden, weil es so rutschig war. Zum Glück passierte nichts und wir kamen alle sicher am anderen Boot an. Ich war die Letzte die vom Boot ging und das Boot machte sich selbstständig und schwamm davon. Gerade noch schaffte ich es, einen großen Sprung zu machen und im Boot und nicht im Wasser zu laden.
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Unterwegs fuhren wir an einer Siedlung vorbei, wo Leute ihre Häuser auf Holzstegen im Wasser hatten. Kinder spielten in Booten und es gab viele Hunde.

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An Land wollte ich kurz auf die Toilette. Eine Frau wollte 5000 Dong von mir dafür, die ich nicht bei mir hatte. Ich wusste alle warten im Bus auf mich und verhandelte mit der Frau. Mein Tourguide redete mit ihr und sie einigten sich auf 2000 Dong die er mir gab. Irgendwie war sie damit aber auf einmal doch nicht einverstanden. Mir wurde das zu doof und ich lief einfach an ihr vorbei und wollte mich in die Toilette einsperren. Sie rannte hinterher und packte mich ordentlich fest am Arm. Das ließ ich mir natürlich nicht gefallen und packte zurück. Meine Stimme war bestimmt als ich ihr klar machte, sie solle mich nicht anfassen. Ich tat so als würde ich raus gehen und schlich mich schnell ins Männerklo. Als ich wieder raus kam, schrie sie mir hinter und ich rannte weg. So ein unfreundliches Erlebnis das ich leider lange negativ in Erinnerung behalten werde. Die anderen Leute meiner Gruppe konnten es nicht glauben. Ich fand es sehr unverschämt. Überall wird mit Touristen Geld gemacht.
Die Busfahrt dauerte eine Weile und es gab keine Klima, was die Sache nicht einfacher machte.

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Zum gefühlt 100sten Mal sollten wir wieder in ein kleines Boot einsteigen. Der Himmel war stark bewölkt und wir hofften, dass das Wetter halten würde. Die Fahrt zog sich wieder wie Kaugummi und die beiden 5 und 8 jährigen Mädels haben das echt gut gemacht. Die sind so geduldig. Wir legten am gleichen Boot an, auf dem wir am Vortag übernachtet hatten. Cali und Kath machten Yoga und fast alle machten mit. Da zuzuschauen, war sehr interessant und alle waren gut darin.

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Gefühlte 10 Min. nach dem Frühstück gab es dann schon Mittagessen Es wurde wieder reichlich viel aufgetischt und ich war immer noch satt. Das Essen hier ist echt super und es gab viel Gemüse, Reis und Ei für mich.
Nach einem Gruppenbild verließen wir zum letzten Mal das Boot (wie traurig), weil wir bereits in Halong City angelegt hatten. Zum Glück ist nun die ganze Gepäckschlepperei vorbei, weil das Umsteigen echt nervte. In drei Tagen sind wir insgesamt 12 Mal in andere Booten gestiegen.
Ein bisschen Wehmut war dabei, als wir das letzte Mal in unseren sehr engen Bus (diesmal mit Klima) stiegen und zurück nach Hanoi fuhren. Ich kann nicht verstehen, wie alle im Bus schlafen konnten, denn ich habe ein bisschen Angst um mein Leben, wenn der Busfahrer haarscharf an anderen Bussen vorbeifährt, ständig Vollbremsungen macht, es durch riesige Schlaglöcher geht oder er immer fast einen Motorradfahrer mitnimmt. Nach über dreieinhalb Stunden erreichten wir wieder das Hostel.
Es war traurig dieser coolen, netten Gruppe tschüss zu sagen und ich hätte mir keine besseren drei Tage in der Halong Bay vorstellen können. Sharon werde ich auf jeden Fall besuchen, wenn ich wieder in Australien bin und wer weiß: Vielleicht sehe ich den einen oder anderen Mal wieder… Zum Glück gingen Rasmus, Christian, Cali, Scott und Daniel mit ins Hostel und wir teilten uns ein 6er Zimmer was super cool war.
Mein Herz machte einen Aussetzer, als Trunz von dem ich das Motorrad kaufen wollte mir schrieb, dass er es bereits verkauft hatte. Wir hatten bereits ausgemacht, dass ich um 5 zurück komme und es kaufe. Keine Ahnung wie er auf die Idee kam es einfach jemand anderem zu geben und das, obwohl ich am nächsten Tag los wollte. Sofort setzte ich mich an den Laptop und suchte nach Alternativen.
Zum Glück fand ich 3 Leute und machte Termine aus. Nach der Happy Hour mit Freibier im Hostel traf ich mich mit einer Italienerin die mir ihr Bike zeigte. Wir gingen Taccos essen und ich fuhr es. Leider ruckelte es stark und das weist auf die Kupplung hin, weshalb ich es nicht nahm. Ein Schwede war bereits in Thailand und seine Freunde die es mir zeigen wollten, meldeten sich nicht. Ein anderes Bike von einem Deutschen war perfekt, fuhr gut, aber kostete zu viel für mein Budget. Meine Hoffnung schwand, als sich kurzfristig noch ein Däne meldete, der kurzfristig konnte. Mit den Leuten von der Tour bzw. Zimmer saß ich schon mitten in Hanoi zum Bier trinken, als der Däne dort hin kam.

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Ich fuhr das Bike Probe, es war super und ich schlug sofort ein, weil auch der Preis stimmte. Sofort kam mir der Name „Emma“ in den Sinn und mit Bier wurde mein Kauf begossen. Der Schweizer Patrick mit dem ich am nächsten Tag meine Motorradtour starten will hat sein Bike bereits und er kam, sodass wir uns kennen lernen konnten. Es ging ihm nicht so gut und deswegen blieb er nicht lange. Der Däne fuhr nochmal in sein Hostel um den Helm zu holen und die anderen machten sich in der Zwischenzeit mit dem Taxi schon auf zum Pubcrawl.
Als der Däne kam, strahlte ich übers ganze Gesicht und war super froh, ein Motorrad zu haben. Natürlich war ich stolz wie Harry und freute mich auf meinen Trip. Nach meiner Honda Hornet 600 cc und meiner Honda Shadow 600cc habe ich nun meine dritte Honda und zwar eine Win 110cc. Diese ist aus China und fast alle Backpacker haben ein solches Motorrad. Der Tacho funktioniert bei keiner, sie sind alle günstig zu reparieren und jede Person in Vietnam kann eine Win reparieren. Das Motorrad ist natürlich nicht mit meinen zwei großen zu vergleichen, aber ideal zum Fahren in Vietnam und günstig. Außerdem haben fast alle einen Gepäckträger und es kommt ein Helm dazu.
Mit dem Taxi fuhr ich zu dem Club wo die anderen schon waren. Am Freitagabend war einiges los. Viele Vietnamesinnen waren da, die alle wollten, dass ich mit ihnen tanze. Wir hatten einen richtig coolen Abend, zogen von Club zu Club und genossen alle den letzten gemeinsamen Abend und somit Abschluss von unserer Tour.
Spät gingen wir ins Bett und meine Vorfreude auf meinen Trip am nächsten Tag war gnadenlos.

Liebe Grüße von der neuen stolzen Motorradbesitzerin
Nadine

Day 2 Halong Bay: How many boats did we go on?

Donnerstag, 12.05.2016

Eigentlich war ausgemacht, dass wir uns alle zum Sonnenaufgang an Deck treffen. So klingelte mein Wecker um halb 6, aber Daniel wollte liegen bleiben. An Deck fand ich nur den Argentinier vor, der wartete. Den Grund fand ich schnell heraus: Es gewitterte, regnete und den Sonnenaufgang wird man wohl nicht zu sehen bekommen. So ging ich wieder ins Bett und schlief noch eine Stunde.

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Eine laute Glocke verriet uns, dass das Frühstück fertig ist. Es gab Ei, Toast, Marmelade und Kaffee und frisch gestärkt packten wir unser Zeug zusammen.
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Um 9 wurde alles aufs kleine Boot geladen und damit ging es an Land. Wir nahmen einen sehr kleinen Bus auf den wir ewig warten mussten an eine andere Stelle der Halong Bay.
Wir sind es ja schon gewohnt, dass wir so viel Transport haben, denn wieder mussten wir unser Gepäck auf ein mittelgroßes Boot schleppen. Von dort aus ging es auf ein Kleineres und wir legten endlich auf Cat Ba an.
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Alle mussten auf ihre Zimmer noch eine Weile warten, aber wir die in letzter Sekunde verlängert hatten, durften schon rein. Dazu bekamen wir noch das allerbeste Zimmer auf der ganzen, schönen Anlage (Monkey Island Resort). Wir hatten eine Luxusdusche, zwei große Betten, einen Balkon mit Liegen, einen TV und die Suite war sehr komfortabel und sogar mit Meerblick.
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Die anderen hatten kleine Bungalows die sehr eng waren, aber auch schön aussahen.
Dann gab es auch schon bald Mittagessen das wieder reichlich war und alle wurden satt.
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Was ganz gut war: Wir hatten danach Zeit zu entspannen, konnten an den Strand, baden (hier ist das Wasser sauber) und nur abschalten. Can hatte gesagt es gäbe kostenlose Kanus und wir könnten auf die andere Seite der Insel, Monkey Island fahren, wo wir die Chance hätten Affen zu sehen. Zu 6. fragten wir an der Rezeption und nach langem hin und her fanden sich lediglich 2 Kanus. Zwei Paddel von den 4 waren kaputt, aber so musste es trotzdem gehen. Die Fahrt war nicht lange und wir hatten Spaß bei dem Wellengang mit den Kanus.

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Die Insel Monkey Island ist sehr schön und es hat weißen Strand. Leider sahen wir keinen Affen, aber wir badeten ein bisschen und paddelten dann zurück.
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Die anderen liefen zum Aussichtspunkt, aber ich wollte noch ein bisschen Schreiben nachholen. Um 7 gab es Abendessen und diesmal durften wir uns am reichlichen Buffet bedienen. Beim Essen haben wir auch immer super Gespräche und alle ließen sich viel Zeit.. Wir bestellten ein paar Cocktails und saßen gemütlich zusammen. Alle waren noch total fertig vom Vortag und wir hielten es nicht lange aus.

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Ich ging zum Strand wo der Rest unserer Gruppe saß. Der Vater der Familie hatte ein paar Tage vorher Geburtstag und es gab Grund zum Anstoßen. Ich bin jetzt schon traurig, wenn wir morgen alle wieder getrennte Wege gehen, denn diese Gruppe ist unbeschreiblich gut. Den Abend ließen wir also entspannt am Strand ausklingen.
Da man es ausnutzen muss, wenn man einen TV hat, machte ich diesen an, aber schlief schnell ein.
Es gab sowieso nur vietnamesische Sender 😉

Liebe Grüße von Cat Ba
Nadine

Day 1 Halong Bay: Nothing is what it seems

Mittwoch, 11.05.2016

Wir hatten eine 2-Tagestour zur berühmten Halong Bay gebucht und wurden um 8 am Hostel abgeholt. Der Bus war richtig klein und es war nirgends Platz. Die großen Menschen mussten ihre Beine auf den Gang strecken. Ja die Vietnamesen sind nicht auf große Leute vorbereitet. Wir stoppten noch einmal und dann war der Bus bis auf den letzten Platz belegt. Alle 22 Leute (und 2 Kinder) vom Bus sollten auf dasselbe Schiff kommen. In der dreieinhalb stündigen Fahrt ging es durch Städte und außerhalb der Blechlawinen zogen schöne Landschaften, Felder und Reisterrassen an uns vorbei.
Unterwegs machten wir eine Pause und diese erinnerte mich an eine Kaffeefahrt in der Türkei. Man wird durch einen riesigen Laden mit allem Möglichen geschleppt, es gibt alles von Jacken über Seidenschals bis zu Möbeln zu viel zu überteuerten Preisen. Die Masche funktioniert, denn einige kauften Süßigkeiten und Getränke. Der Bus wartete geschickt an der anderen Seite, sodass man durchlaufen musste.
„Die Halong-Bucht (vietnamesisch: Vịnh Hạ Long) ist ein rund 1500 km² großes Gebiet im Golf von Tonkin im Norden Vietnams. Nach offiziellen Angaben ragen 1969 Kalkfelsen, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen, zum Teil mehrere hundert Meter hoch aus dem Wasser. Das Kalksteinplateau, das die Bucht beheimatet, versinkt. 1994 erklärte die UNESCO die Bucht zum Weltnaturerbe.“ (Quelle: Wikipedia)
Am Bootsanleger in Halong mussten wir in ein kleines Boot steigen. Da wir über Nacht bleiben, hatten wir unser ganzes Gepäck dabei. Die Fahrt war kurz und wir wurden zum großen Boot Monkey Island Cruise gebracht. Dieses sieht anders aus als auf dem Prospekt und ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Trotzdem ein schönes Boot und auch unser Zimmer ist nett und hat ein Bad. Ich teilte mir das Zimmer mit Daniel von meinem Hostel. Der ist aus Kanada und super nett.
Wir trafen uns zum Mittagessen im Restaurant. Das Essen war reichlich und da ich vegetarisches Essen im Voraus bestellt hatte, wurde ich auch satt. Von Reis bis Pommes, Gemüse und gebratenem Tofu gab es alles. Es schmeckte gut und wir alle waren zufrieden.

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Daniel mein MitbewohnerDSC_0743 (FILEminimizer) DSC_0745 (FILEminimizer) DSC_0746 (FILEminimizer) DSC_0752 (FILEminimizer) DSC_0753 (FILEminimizer) DSC_0754 (FILEminimizer) DSC_0755 (FILEminimizer) DSC_0756 (FILEminimizer) DSC_0757 (FILEminimizer) DSC_0759 (FILEminimizer)

Beim Essen lernten wir das erste Mal richtig unsere Gruppe kennen. Und: nichts ist so wie es scheint: Die beiden australischen Freundinnen Kath und Sharon wurden für Mutter und Tochter gehalten, Tochter Clementine und ihr Vater (aus Frankreich) für ein Ehepaar, die beiden kanadischen Geschwister Carli und Scott für ein Pärchen und Daniel aus Amerika und ich ebenfalls. Wir lachten alle, als sich die richtigen Kombinationen herausstellten. Nichts ist so wie es scheint. Dies fing damit an, dass Clementine und ihr Vater ein Doppelbett bekommen hatten weil jeder dachte sie sind verheiratet.
Unsere Gruppe ist super cool. Die Länder Brasilien, Argentinien, Wales, Irland, Dänemark, Frankreich, Kanada, Amerika, Australien, Holland und Deutschland sind vertreten und wir sind ein bunter Mix aus jungen und 2 jung gebliebenen Leuten. Außerdem ist eine Familie mit 2 kleinen Mädels (5+8) dabei.
Mit dem kleinen Boot fuhren wir zu einer anderen Stelle der Halong Bay. Dort bekamen wir Pärchenweise ein Kanu und ohne Einweisung durften wir 45 Min. allein in der Bucht herum paddeln. Dabei konnten wir durch kleine Höhlen durch und manchmal boxten wir mit anderen zusammen. Es war richtig spaßig und wir hatten viel zu lachen.

Unser Guide
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Das nächste Highlight war die Cave Thien Cung. Diese Tropfstein-Höhle ist riesig und gigantisch beleuchtet. Es war richtig nass und viele Leute rutschten aus. Zum Glück passierte nichts.
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Mit dem kleinen Boot ging es zurück ins große Boot und dann war es auch schon Zeit für den Sonnenuntergang. Leider ist es hier die ganze Zeit so bewölkt, dass sich die Sonne nicht wirklich zeigte. Trotzdem war es super schön, dass wir alle zusammen saßen und auch unser Tourguide Can (Ken) kam dazu. Wie schon gesagt ist unsere 22 köpfige Gruppe echt super und wir verstehen uns alle schon jetzt richtig gut.

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Als die Sonne schon untergegangen war, kam das nächste Highlight: Wir durften schwimmen gehen. Bei den Temperaturen wurde das natürlich schon sehnsüchtig erwartet, vor allem von den Kindern. Das Wasser hier ist total dreckig. Das Meer ist eine einzige braune Brühe und es liegt unglaublich viel Müll drin. Wir fuhren an eine „saubere“ Stelle, aber diese war auch nur minimal besser. Die anderen sprangen alle vom Boot rein, welches sehr hoch war. Ich wusste ich will nicht schwimmen gehen. Da kam dann aber der bekannte Gruppenzwang ins Spiel. Selbst das 8 jährige Mädchen sprang von dem hohen Boot und außerdem die jung gebliebene Sharon. Die Blöße nicht zu springen wollte ich mir nicht geben. Ohne nachzudenken, hüpfte ich auch in den Ölteppich. Das ist Adrenalin pur und ich war froh es gemacht zu haben. Alle applaudierten. So schwammen wir alle in der Dreckbrühe, bis Scott plötzlich aufschrie. Er wurde von einer Qualle verbrannt. Wir alle gingen schnell wieder aufs Boot nur der Clementines Vater blieb drin und schwamm Bahnen. Scotts Bein sah richtig schlimm aus und alles war rot. Clementine sagte, dass es hilft Rasierschaum drauf zu machen und dann abzukratzen um das Gift raus zu bekommen. Ich fühlte mich nach dem Wasser total dreckig und freute mich auf eine Dusche.
Nach diesem Schrecken gab es Abendessen. Can hatte uns versprochen, dass wir einen Kochkurs machen würden. Er hielt Wort und wir saßen an Tischen, hatten Reispapier und Gemüse vor uns und er erklärte uns, wie man Frühlingsrollen macht. Ich packte Reisnudeln, Karotten, Gurken, Sojasoße und Ei in das Reispapier und es schmeckte richtig genial. Wir dachten das war alles, als noch viel mehr kam. Für 10 Min. hörte es gar nicht mehr auf und die Kellner brachten immer mehr Essen. Von Kohl, über geröstete Erdnüsse, Aubergine bis hin zu viel Fleisch und Fisch für die anderen gab es alles was das Herz begehrt. Wir hatten alle schon lange keinen Hunger mehr, aber aßen trotzdem weiter.
Nach dem Essen verlagerte sich unsere vollgegessene Gruppe ans Deck vom Boot. Die Cocktails und das Bier sind hier sehr günstig. Außerdem gab es eine Happy Hour: Kaufe 2, trinke 3. Christian und Rasmus hatten Karten mitgebracht. So kamen wir natürlich um Trinkspiele nicht herum. Wenn so viele verschiedene Kulturen aufeinander treffen, gibt es immer viel Gesprächsstoff und lustige Spiele. Der Abend war einfach unbeschreiblich witzig und es ist als wären wir alle beste Freunde. Fast jeder spielte mit und auch die beiden jung gebliebenen machten mit. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen als mit einer so coolen Gruppe bei warmen Temperaturen an Deck eines schönen Bootes zu sitzen, Cocktails zu trinken und mitten in einer der schönsten Buchten zu sein. Das war ein Abend den ich lange nicht vergessen werde ! Auch als die Meisten schon im Bett waren, ging der Gesprächsstoff nicht aus und wir lachten, bis wir nicht mehr konnten. Weil die Gruppe so cool ist und alle anderen bleiben, verlängerten Daniel und ich noch eine Nacht.

Als Letzte gingen wir ins Bett. Ab 9 abends funktioniert die Klimaanlage und das ist echter Luxus! Selbst Nachts ist es noch total heiß.
Die Betten sind bequem und wir haben ein Fenster mit Meerblick. So lässt es sich aushalten und entspannt schlief ich ein.

Liebe Grüße von meiner ersten Nacht auf einem Boot
Nadine

Ja Hanoi

Dienstag, 10.05.2016

Um möglichst viel zu sehen, stehe ich hier früh auf. Beim Frühstück kann man aus drei Optionen wählen und ich entschied mich für dieselbe Variante wie am Vortag. Auf der Dachterrasse vom Hostel sein Frühstück zu genießen hat auf jeden Fall was und die Aussicht ist super. Das Hostel Downtown Backpackers Old Quarter ist sowieso richtig gut, alle Angestellten sprechen Englisch und einem wird gerne bei jedem Anliegen geholfen.
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Mit zwei anderen Mädels zog ich los, um nochmal die Stadt anzuschauen. Außerdem brauchte ich neue Schuhe, weil meine aus Thailand nach nun einem Jahr den Geist aufgegeben hatten. Wir guckten in viele nette Läden, liefen durch die kleinen süßen Gässchen und hatten einen schönen Tag.
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Wir trafen uns mit Sophie vom Hostel und zum Essen setzten wir uns in ein gutes, familiäres Restaurant und ich bekam Reis und Kohl. Das schmeckte zwar nach nicht viel, aber war bestimmt gesund. In Vietnam ist es als Vegetarier nicht gerade einfach und die Vietnamesen verstehen das Wort auch nicht wirklich. So hab ich mir jetzt den vietnamesischen Satz dafür aufgeschrieben.
Nachdem wir wieder einen langen Abstecher im Nikon-Laden machten, weil ich auch eine neue Linse will, liefen wir zurück zum Hostel.

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Mit dem amerikaner Daniel buchte ich eine Tour für den nächsten Tag in die berühmte Halong Bay.
Der Kanadier wartete schon auf mich und zeigte mir sein Motorrad. Im Hostel hatte ich einen Zettel ausgehängt, dass ich nach Travelmates für eine Motorradtour durch Vietnam suche. Daraufhin hatte der Kanadier geschrieben, dass er ein Motorrad zu verkaufen hätte. Hier hat keiner eine richtige, große Maschine, sondern alle haben die Chinesenmotorräder „Honda Win“. Diese haben nur 110 ccm und sind damit ein besserer Roller, aber andere Motorräder sind zu teuer und keiner kann sie reparieren, falls was kaputt geht. Die Honda kann jeder Vietnamese richten und die Teile sind sehr günstig. Das erste Mal saß ich nun also in Vietnam auf einem Motorrad und sollte Probe fahren. Es ist für mich sehr ungewohnt, wieder in den Rechtsverkehr zu finden.

Außerdem landete ich auf der großen Straße und musste gucken, wo ich hin fahre. Alles ging gut und das Bike sagte mir zu.

Im Hostel war ein anderer Deutscher der über Facebook sein Motorrad verkaufte. Wir trafen uns in der Bar zum Freibier. Dienstags ist Ladys Night und alle Mädels bekamen einen kostenlosen Cocktail. Außerdem gab das Hostel eine Runde Schnaps aus. Trunz und ich spielten eine Runde Tischfußball und dann wollte er mir sein Motorrad zeigen. Leider werden diese bei Nacht irgendwo rein gestellt und wir fanden weder die Tiefgarage noch jemand der uns helfen konnte. So hatte ich keine Chance, einen Blick auf dieses Motorrad zu werfen, was sehr schade war.
Wir hatten einen guten Abend in der Bar im Hostel, aber ich ging früh ins Bett. Für die Halong-Bay Tour wollte ich fit sein und ich wusste wir müssen früh aufstehen.

 

Skypen mit der Familie

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Liebe Grüße aus Hanoi
Nadine

Walking Hanoi

Montag, 09.05.2016

Beim Frühstück setzte ich mich zu meinen beiden Zimmerkolleginnen. Es gab Crepe mit Schokosoße, Spiegelei, Zuckerbrot und eine Banane. Alles hier ist so süß. Das Toastbrot, der Kaffee und alles andere. Hansje aus Holland und ich schlossen uns der kostenlosen Walking-Tour um 10 Uhr vom Hostel aus an. Es war eine große Gruppe und mit 3 Angestellten vom Hostel ging es durch das Old Quarter von Hanoi. Hier ist es finde ich nicht ganz so drückend wie im Süden, aber es läuft einem immer noch der Schweiß runter. Der Verkehr ist wie erwähnt nicht ganz so krass und irgendwie ist die Stadt hier gemütlicher. Es gibt viele enge Gassen und nicht viele Wolkenkratzer. Zuerst machten wir einen Stopp an dem Tempel, wo wir leider nicht rein konnten. Dann besichtigten wir die schöne Kirche.
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Im Old Quarter gibt es einen großen See, an dem wir auch Halt machten. Anschließend liefen wir zum großen Markt von Hanoi.
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Die Verkäufer waren total unfreundlich und sagten, dass sie uns nichts verkaufen würden. Unsere vietnamesische Guidin Vivien redete mit den Verkäufern, aber diese wurden richtig sauer.
Vivien brachte uns zu einem keinen Cafè das leider voll war. Beim Nächsten setzten wir uns und bekamen den berühmten Egg-Coffee „ca phe trung“ (Eikaffee) serviert. Dieser schmeckte nach Eierlikör und nicht nach Kaffee und war sehr süß, aber gut.

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Vor dem Hostel endete unsere lange Walking-Tour und es war sehr interessant. Ich bekam einen guten ersten Eindruck vom Old Quarter in Vietnam.
Zurück im Hostel fand ich einige Leute die noch ein bisschen rumbummeln wollten. Ich schloss mich an und wir liefen den Part ab, den wir noch nicht gesehen hatten.

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DSC_0652 (FILEminimizer) DSC_0653 (FILEminimizer) DSC_0655 (FILEminimizer)DSC_0645 (FILEminimizer) DSC_0649 (FILEminimizer) DSC_0650 (FILEminimizer) DSC_0651 (FILEminimizer) DSC_0641 (FILEminimizer) DSC_0644 (FILEminimizer) DSC_0620 (FILEminimizer) DSC_0626 (FILEminimizer) DSC_0628 (FILEminimizer) DSC_0634 (FILEminimizer)Außerdem probierte ich das erste Mal Banh my. Das ist ein vietnamesisches Baguette mit Spiegelei, Gemüse und Salat drauf und wahlweise mit Fleisch. Das war sehr gut und günstig.

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Mit der Norwegerin Sophie und ihrem amerikanischen Freund George ging ich in den Nikon-Laden um für sie ein neues Objektiv zu kaufen. Diese sind hier sehr günstig.
Abends saßen wir in der Bar auf dem Dach des Hostels, denn von 7-8 gibt es kostenloses Bier. Da ich hier jetzt einige Leute kenne, war es sehr witzig, wir saßen zusammen und hatten Spaß. Anschließend liefen wir zu einer anderen Bar mit Freibier. Die anderen sind alle gut im Salsa-Tanzen und zeigten mir wie das ging. Der Abend war richtig gut. Als keiner mehr Lust hatte zu tanzen, setzten wir uns in eine super süße Taccobar und aßen mexikanisch. Die Decke war so niedrig, dass man sich den Kopf anstieß, wir saßen auf dem Boden und mussten unsere Schuhe ausziehen. Die Taccos schmeckten sehr gut.

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Die Anderen zogen weiter, aber ich lief zurück und ging ins Bett.

Liebe Grüße vom ersten Tag in Hanoi
Nadine