Day 1 Halong Bay: Nothing is what it seems

Mittwoch, 11.05.2016

Wir hatten eine 2-Tagestour zur berühmten Halong Bay gebucht und wurden um 8 am Hostel abgeholt. Der Bus war richtig klein und es war nirgends Platz. Die großen Menschen mussten ihre Beine auf den Gang strecken. Ja die Vietnamesen sind nicht auf große Leute vorbereitet. Wir stoppten noch einmal und dann war der Bus bis auf den letzten Platz belegt. Alle 22 Leute (und 2 Kinder) vom Bus sollten auf dasselbe Schiff kommen. In der dreieinhalb stündigen Fahrt ging es durch Städte und außerhalb der Blechlawinen zogen schöne Landschaften, Felder und Reisterrassen an uns vorbei.
Unterwegs machten wir eine Pause und diese erinnerte mich an eine Kaffeefahrt in der Türkei. Man wird durch einen riesigen Laden mit allem Möglichen geschleppt, es gibt alles von Jacken über Seidenschals bis zu Möbeln zu viel zu überteuerten Preisen. Die Masche funktioniert, denn einige kauften Süßigkeiten und Getränke. Der Bus wartete geschickt an der anderen Seite, sodass man durchlaufen musste.
„Die Halong-Bucht (vietnamesisch: Vịnh Hạ Long) ist ein rund 1500 km² großes Gebiet im Golf von Tonkin im Norden Vietnams. Nach offiziellen Angaben ragen 1969 Kalkfelsen, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen, zum Teil mehrere hundert Meter hoch aus dem Wasser. Das Kalksteinplateau, das die Bucht beheimatet, versinkt. 1994 erklärte die UNESCO die Bucht zum Weltnaturerbe.“ (Quelle: Wikipedia)
Am Bootsanleger in Halong mussten wir in ein kleines Boot steigen. Da wir über Nacht bleiben, hatten wir unser ganzes Gepäck dabei. Die Fahrt war kurz und wir wurden zum großen Boot Monkey Island Cruise gebracht. Dieses sieht anders aus als auf dem Prospekt und ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Trotzdem ein schönes Boot und auch unser Zimmer ist nett und hat ein Bad. Ich teilte mir das Zimmer mit Daniel von meinem Hostel. Der ist aus Kanada und super nett.
Wir trafen uns zum Mittagessen im Restaurant. Das Essen war reichlich und da ich vegetarisches Essen im Voraus bestellt hatte, wurde ich auch satt. Von Reis bis Pommes, Gemüse und gebratenem Tofu gab es alles. Es schmeckte gut und wir alle waren zufrieden.

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Daniel mein MitbewohnerDSC_0743 (FILEminimizer) DSC_0745 (FILEminimizer) DSC_0746 (FILEminimizer) DSC_0752 (FILEminimizer) DSC_0753 (FILEminimizer) DSC_0754 (FILEminimizer) DSC_0755 (FILEminimizer) DSC_0756 (FILEminimizer) DSC_0757 (FILEminimizer) DSC_0759 (FILEminimizer)

Beim Essen lernten wir das erste Mal richtig unsere Gruppe kennen. Und: nichts ist so wie es scheint: Die beiden australischen Freundinnen Kath und Sharon wurden für Mutter und Tochter gehalten, Tochter Clementine und ihr Vater (aus Frankreich) für ein Ehepaar, die beiden kanadischen Geschwister Carli und Scott für ein Pärchen und Daniel aus Amerika und ich ebenfalls. Wir lachten alle, als sich die richtigen Kombinationen herausstellten. Nichts ist so wie es scheint. Dies fing damit an, dass Clementine und ihr Vater ein Doppelbett bekommen hatten weil jeder dachte sie sind verheiratet.
Unsere Gruppe ist super cool. Die Länder Brasilien, Argentinien, Wales, Irland, Dänemark, Frankreich, Kanada, Amerika, Australien, Holland und Deutschland sind vertreten und wir sind ein bunter Mix aus jungen und 2 jung gebliebenen Leuten. Außerdem ist eine Familie mit 2 kleinen Mädels (5+8) dabei.
Mit dem kleinen Boot fuhren wir zu einer anderen Stelle der Halong Bay. Dort bekamen wir Pärchenweise ein Kanu und ohne Einweisung durften wir 45 Min. allein in der Bucht herum paddeln. Dabei konnten wir durch kleine Höhlen durch und manchmal boxten wir mit anderen zusammen. Es war richtig spaßig und wir hatten viel zu lachen.

Unser Guide
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Das nächste Highlight war die Cave Thien Cung. Diese Tropfstein-Höhle ist riesig und gigantisch beleuchtet. Es war richtig nass und viele Leute rutschten aus. Zum Glück passierte nichts.
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Mit dem kleinen Boot ging es zurück ins große Boot und dann war es auch schon Zeit für den Sonnenuntergang. Leider ist es hier die ganze Zeit so bewölkt, dass sich die Sonne nicht wirklich zeigte. Trotzdem war es super schön, dass wir alle zusammen saßen und auch unser Tourguide Can (Ken) kam dazu. Wie schon gesagt ist unsere 22 köpfige Gruppe echt super und wir verstehen uns alle schon jetzt richtig gut.

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Als die Sonne schon untergegangen war, kam das nächste Highlight: Wir durften schwimmen gehen. Bei den Temperaturen wurde das natürlich schon sehnsüchtig erwartet, vor allem von den Kindern. Das Wasser hier ist total dreckig. Das Meer ist eine einzige braune Brühe und es liegt unglaublich viel Müll drin. Wir fuhren an eine „saubere“ Stelle, aber diese war auch nur minimal besser. Die anderen sprangen alle vom Boot rein, welches sehr hoch war. Ich wusste ich will nicht schwimmen gehen. Da kam dann aber der bekannte Gruppenzwang ins Spiel. Selbst das 8 jährige Mädchen sprang von dem hohen Boot und außerdem die jung gebliebene Sharon. Die Blöße nicht zu springen wollte ich mir nicht geben. Ohne nachzudenken, hüpfte ich auch in den Ölteppich. Das ist Adrenalin pur und ich war froh es gemacht zu haben. Alle applaudierten. So schwammen wir alle in der Dreckbrühe, bis Scott plötzlich aufschrie. Er wurde von einer Qualle verbrannt. Wir alle gingen schnell wieder aufs Boot nur der Clementines Vater blieb drin und schwamm Bahnen. Scotts Bein sah richtig schlimm aus und alles war rot. Clementine sagte, dass es hilft Rasierschaum drauf zu machen und dann abzukratzen um das Gift raus zu bekommen. Ich fühlte mich nach dem Wasser total dreckig und freute mich auf eine Dusche.
Nach diesem Schrecken gab es Abendessen. Can hatte uns versprochen, dass wir einen Kochkurs machen würden. Er hielt Wort und wir saßen an Tischen, hatten Reispapier und Gemüse vor uns und er erklärte uns, wie man Frühlingsrollen macht. Ich packte Reisnudeln, Karotten, Gurken, Sojasoße und Ei in das Reispapier und es schmeckte richtig genial. Wir dachten das war alles, als noch viel mehr kam. Für 10 Min. hörte es gar nicht mehr auf und die Kellner brachten immer mehr Essen. Von Kohl, über geröstete Erdnüsse, Aubergine bis hin zu viel Fleisch und Fisch für die anderen gab es alles was das Herz begehrt. Wir hatten alle schon lange keinen Hunger mehr, aber aßen trotzdem weiter.
Nach dem Essen verlagerte sich unsere vollgegessene Gruppe ans Deck vom Boot. Die Cocktails und das Bier sind hier sehr günstig. Außerdem gab es eine Happy Hour: Kaufe 2, trinke 3. Christian und Rasmus hatten Karten mitgebracht. So kamen wir natürlich um Trinkspiele nicht herum. Wenn so viele verschiedene Kulturen aufeinander treffen, gibt es immer viel Gesprächsstoff und lustige Spiele. Der Abend war einfach unbeschreiblich witzig und es ist als wären wir alle beste Freunde. Fast jeder spielte mit und auch die beiden jung gebliebenen machten mit. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen als mit einer so coolen Gruppe bei warmen Temperaturen an Deck eines schönen Bootes zu sitzen, Cocktails zu trinken und mitten in einer der schönsten Buchten zu sein. Das war ein Abend den ich lange nicht vergessen werde ! Auch als die Meisten schon im Bett waren, ging der Gesprächsstoff nicht aus und wir lachten, bis wir nicht mehr konnten. Weil die Gruppe so cool ist und alle anderen bleiben, verlängerten Daniel und ich noch eine Nacht.

Als Letzte gingen wir ins Bett. Ab 9 abends funktioniert die Klimaanlage und das ist echter Luxus! Selbst Nachts ist es noch total heiß.
Die Betten sind bequem und wir haben ein Fenster mit Meerblick. So lässt es sich aushalten und entspannt schlief ich ein.

Liebe Grüße von meiner ersten Nacht auf einem Boot
Nadine

Ja Hanoi

Dienstag, 10.05.2016

Um möglichst viel zu sehen, stehe ich hier früh auf. Beim Frühstück kann man aus drei Optionen wählen und ich entschied mich für dieselbe Variante wie am Vortag. Auf der Dachterrasse vom Hostel sein Frühstück zu genießen hat auf jeden Fall was und die Aussicht ist super. Das Hostel Downtown Backpackers Old Quarter ist sowieso richtig gut, alle Angestellten sprechen Englisch und einem wird gerne bei jedem Anliegen geholfen.
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Mit zwei anderen Mädels zog ich los, um nochmal die Stadt anzuschauen. Außerdem brauchte ich neue Schuhe, weil meine aus Thailand nach nun einem Jahr den Geist aufgegeben hatten. Wir guckten in viele nette Läden, liefen durch die kleinen süßen Gässchen und hatten einen schönen Tag.
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Wir trafen uns mit Sophie vom Hostel und zum Essen setzten wir uns in ein gutes, familiäres Restaurant und ich bekam Reis und Kohl. Das schmeckte zwar nach nicht viel, aber war bestimmt gesund. In Vietnam ist es als Vegetarier nicht gerade einfach und die Vietnamesen verstehen das Wort auch nicht wirklich. So hab ich mir jetzt den vietnamesischen Satz dafür aufgeschrieben.
Nachdem wir wieder einen langen Abstecher im Nikon-Laden machten, weil ich auch eine neue Linse will, liefen wir zurück zum Hostel.

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Mit dem amerikaner Daniel buchte ich eine Tour für den nächsten Tag in die berühmte Halong Bay.
Der Kanadier wartete schon auf mich und zeigte mir sein Motorrad. Im Hostel hatte ich einen Zettel ausgehängt, dass ich nach Travelmates für eine Motorradtour durch Vietnam suche. Daraufhin hatte der Kanadier geschrieben, dass er ein Motorrad zu verkaufen hätte. Hier hat keiner eine richtige, große Maschine, sondern alle haben die Chinesenmotorräder „Honda Win“. Diese haben nur 110 ccm und sind damit ein besserer Roller, aber andere Motorräder sind zu teuer und keiner kann sie reparieren, falls was kaputt geht. Die Honda kann jeder Vietnamese richten und die Teile sind sehr günstig. Das erste Mal saß ich nun also in Vietnam auf einem Motorrad und sollte Probe fahren. Es ist für mich sehr ungewohnt, wieder in den Rechtsverkehr zu finden.

Außerdem landete ich auf der großen Straße und musste gucken, wo ich hin fahre. Alles ging gut und das Bike sagte mir zu.

Im Hostel war ein anderer Deutscher der über Facebook sein Motorrad verkaufte. Wir trafen uns in der Bar zum Freibier. Dienstags ist Ladys Night und alle Mädels bekamen einen kostenlosen Cocktail. Außerdem gab das Hostel eine Runde Schnaps aus. Trunz und ich spielten eine Runde Tischfußball und dann wollte er mir sein Motorrad zeigen. Leider werden diese bei Nacht irgendwo rein gestellt und wir fanden weder die Tiefgarage noch jemand der uns helfen konnte. So hatte ich keine Chance, einen Blick auf dieses Motorrad zu werfen, was sehr schade war.
Wir hatten einen guten Abend in der Bar im Hostel, aber ich ging früh ins Bett. Für die Halong-Bay Tour wollte ich fit sein und ich wusste wir müssen früh aufstehen.

 

Skypen mit der Familie

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Liebe Grüße aus Hanoi
Nadine

Walking Hanoi

Montag, 09.05.2016

Beim Frühstück setzte ich mich zu meinen beiden Zimmerkolleginnen. Es gab Crepe mit Schokosoße, Spiegelei, Zuckerbrot und eine Banane. Alles hier ist so süß. Das Toastbrot, der Kaffee und alles andere. Hansje aus Holland und ich schlossen uns der kostenlosen Walking-Tour um 10 Uhr vom Hostel aus an. Es war eine große Gruppe und mit 3 Angestellten vom Hostel ging es durch das Old Quarter von Hanoi. Hier ist es finde ich nicht ganz so drückend wie im Süden, aber es läuft einem immer noch der Schweiß runter. Der Verkehr ist wie erwähnt nicht ganz so krass und irgendwie ist die Stadt hier gemütlicher. Es gibt viele enge Gassen und nicht viele Wolkenkratzer. Zuerst machten wir einen Stopp an dem Tempel, wo wir leider nicht rein konnten. Dann besichtigten wir die schöne Kirche.
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Im Old Quarter gibt es einen großen See, an dem wir auch Halt machten. Anschließend liefen wir zum großen Markt von Hanoi.
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Die Verkäufer waren total unfreundlich und sagten, dass sie uns nichts verkaufen würden. Unsere vietnamesische Guidin Vivien redete mit den Verkäufern, aber diese wurden richtig sauer.
Vivien brachte uns zu einem keinen Cafè das leider voll war. Beim Nächsten setzten wir uns und bekamen den berühmten Egg-Coffee „ca phe trung“ (Eikaffee) serviert. Dieser schmeckte nach Eierlikör und nicht nach Kaffee und war sehr süß, aber gut.

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Vor dem Hostel endete unsere lange Walking-Tour und es war sehr interessant. Ich bekam einen guten ersten Eindruck vom Old Quarter in Vietnam.
Zurück im Hostel fand ich einige Leute die noch ein bisschen rumbummeln wollten. Ich schloss mich an und wir liefen den Part ab, den wir noch nicht gesehen hatten.

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DSC_0652 (FILEminimizer) DSC_0653 (FILEminimizer) DSC_0655 (FILEminimizer)DSC_0645 (FILEminimizer) DSC_0649 (FILEminimizer) DSC_0650 (FILEminimizer) DSC_0651 (FILEminimizer) DSC_0641 (FILEminimizer) DSC_0644 (FILEminimizer) DSC_0620 (FILEminimizer) DSC_0626 (FILEminimizer) DSC_0628 (FILEminimizer) DSC_0634 (FILEminimizer)Außerdem probierte ich das erste Mal Banh my. Das ist ein vietnamesisches Baguette mit Spiegelei, Gemüse und Salat drauf und wahlweise mit Fleisch. Das war sehr gut und günstig.

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Mit der Norwegerin Sophie und ihrem amerikanischen Freund George ging ich in den Nikon-Laden um für die beiden ein neues Objektiv zu kaufen. Diese sind hier sehr günstig.
Abends saßen wir in der Bar auf dem Dach des Hostels, denn von 7-8 gibt es kostenloses Bier. Da ich hier jetzt einige Leute kenne, war es sehr witzig, wir saßen zusammen und hatten Spaß. Anschließend liefen wir zu einer anderen Bar mit Freibier. Die anderen sind alle gut im Salsa-Tanzen und zeigten mir wie das ging. Der Abend war richtig gut. Als keiner mehr Lust hatte zu tanzen, setzten wir uns in eine super süße Taccobar und aßen mexikanisch. Die Decke war so niedrig, dass man sich den Kopf anstieß, wir saßen auf dem Boden und mussten unsere Schuhe ausziehen. Die Taccos schmeckten sehr gut.

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Die Anderen zogen weiter, aber ich lief zurück und ging ins Bett.

Liebe Grüße vom ersten Tag in Hanoi
Nadine

Impressive Sydney with rain

Sonntag, 23.08.2015

Nach dieser langen Nacht wollte keiner früh aufstehen. So ruhten wir ewig im Bett und machten uns um 1 Uhr auf den Weg zum Sightseeing.
Das Opera-House und die Harbour-Bridge sind nicht weit vom Hostel weg und so gab es einen day-after-Fußmarsch um wieder fit zu werden.
Glücklicherweise blieb der angekündigte Regen aus, aber es war bewölkt. Der riesige botanische Garten durch den es ging ist sehr schön angelegt und obwohl es hier Winter ist, wachsen schöne Pflanzen und Blumen. Das Regierungshaus ist ebenfalls atemberaubend. Man kann einen Blick ins Innere erhaschen und dort sieht es aus wie in einem Schloß.
Als wir auf das Opera-House zugelaufen sind, war ich noch mehr beeindruckt. Es ist viel größer als ich es mir vorgestellt habe und wunderschön. Ich dachte immer es ist weiß, aber es ist auch ein bisschen grau/braun mit drin, sodass es ein bisschen alt aussieht.
Von der Oper aus hat man einen gigantischen Blick aufs Meer und die riesige Harbour-Bridge und kann die Schiffe und Boote beobachten. Eine überdimensionales Kreuzfahrtschiff stand da, die sehr viel Platz einnimmt. Da konnte man rauf, was wir aber nicht machten.
Weil ich meine vermissten 950$ zurück bekommen habe, haben wir uns ein gutes Essen gegönnt. Das Restaurant mit perfektem Blick auf die Oper und die Brücke, sah erst nach „unbezahlbar“ für uns Arme Backpacker aus. Als der geschickte Manager uns aber die Karte zeigte und alles dran setzte uns in das fast volle Restaurant zu bekommen, ließen wir uns an einem schönen Tisch unter freiem Himmel nieder. Mein Spargel-Auberginen-Auflauf war sehr lecker und Sarahs Burger und Sams Fleisch mundeten wohl auch super. Dazu gabs guten Weißwein und Käsekuchen zum Nachtisch. Ewig saßen wir im Restaurant und redeten über alles mögliche.
Auf dem Rückweg guckten wir uns die gute Show eines Entfesslungsküntlers an, wo viel gelacht wurde.
Zurück im Hostel legten die anderen sich nochmal aufs Ohr und ich packte meine Sachen zusammen.
Als ich mich endlich auf den Weg machte war es schon dunkel und pisste aus Kübeln. Dummerweise hatte ich nur einen Pulli an und sehr dünne Ballerinas die schnell durchnässt waren. Irgendwie harmonierten mein google maps und ich nicht so gut und so lief ich hundert mal im Kreis, bis ich die Bushaltestelle fand. Die ersten beiden angekündigten Busse fuhren einfach vorbei und ließen mich als begossenen Pudel zurück. Der Bus der stoppte war leider nicht meiner und der Fahrer sagte mir ich muss den nächsten nehmen.
In diesen stieg ich dann auch ein und fragte nach einer Weile wann ich aussteigen muss. Der Fahrer sagte ich wäre in die komplett falsche Richtung unterwegs – Mist !
Gut, dass die Aussis so überaus hilfsbereit sind und ein netter Mann mir idiotensicher den Weg zum richtigen Bahnhof erklärte und sogar ausstieg um es besser erklären zu können.
Nach über einer Stunde saß ich endlich im richtigen Zug nach Windsor und auf der über einstündigen Fahrt konnte ich mich gut von den Strapazen erholen.
Leider ist dort die Klimaanlage immer an und nass wie ich war, war mir ordentlich kalt. Für das, dass ich meine Schuhe auszog, erntete ich merkwürdige Blicke 😀
Von Windsor aus wo ich mein Auto kostenlos gelassen hatte, ging’s dann noch eine halbe Stunde im Auto zurück zur Farm. Dabei muss man immer auf die Kängurus aufpassen, die nachts über die Straße rennen. Zum Glück habe ich keins gesehen. Zurück auf der Farm schlief ich gleich ein.

Wochenendgrüße von Sydney
Nadine

 

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Botanical Garden

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Regierungshaus

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Ich, Sam, Sarah

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Meer

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Das berühmte Opera-House

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Harbour-Bridge

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Essen am Hafen

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Weekend Trip to Sydney

Samstag, 22.08.2015

Gleich am ersten Samstag bin ich noch vor dem Füttern mit dem Zug von Windsor nach Sydney gefahren. Mit Auto, Zug, 2 Straßenbahnen und zu Fuß, dauerte es über 2 Stunden. Sarah, Jona, Sam und die anderen waren noch im Hostel und ganz unauffällig hab ich mich ins Zimmer geschlichen, um nix bezahlen zu müssen. Es war kein Bett mehr frei, aber Sarah „lieh“ mir ihr Bett für die Nacht. Da es ein Ereignis zu feiern gab, dass mit Geld zu tun hatte, gönnten wir uns statt Goon Bier und stießen freudig an. Sehr spät zogen wir dann in einer riesigen Gruppe Richtung Kings Cross zum feiern.
Unterwegs kamen wir an einer Hausparty vorbei und beschlossen kurz halt zu machen. Nette Gäste luden uns gleich ein. Ein junger Mann fragte, woher wir kommen. Deutschland, Dänemark, England, Wales, Australien, Amerika, Finnland, so die Antwort. Das fand er genial und bat uns ins Haus. Wir waren noch nicht mal drin, da kam die Hausherrin ein junges Mädel. Sie war gar nicht begeistert und schickte uns sehr böse weg. Ihr Freund kam und versuchte sie umzustimmen. Bevor sie was sagen konnte, kam die Polizei angefahren. Wir hörten, dass sich jemand wegen Ruhestörung beklagt hatte und gingen ganz schnell weiter, bevor es noch mehr Ärger gab.
Die erste Bar kostete zwar keinen Eintritt, aber dafür waren wir dort auch die Einzigen. Es war nicht einfach einen Club/Bar zu finden, weil alle über 20$, teilweise sogar 30$ Eintritt verlangten. Es war schon nach 12 als wir uns wie letzte Woche in unserer WorldBar wieder fanden. Da der Eintritt das letzte Mal bei 10$ lag, gingen wir von diesem Preis aus. Leider kostete es auch hier am Wochenende 25$ und wir waren geschockt, aber ich ließ mich überreden und zahlte schweren Herzens auch. Es war dafür wieder genau so genial wie das letzte Mal, aber viel voller und man hatte nicht viel Platz. Trotzdem feierten wir ausgelassen und hatten sehr viel Spaß. Die Leute mit denen ich unterwegs war, waren auch total nett und cool. Die Hälfte ging schon früher, aber ich blieb mit den anderen bis die Lichter an und die Musik aus ging und dann machten wir uns langsam auf den Heimweg. Es regnete und ich zog meine Schuhe aus, weil die so durchnässt waren, was es nicht besser machte. Ich war froh, als ich im warmen Hostebettchen lag.

Grüße vom Wochenende in Sydney

Nadine

New Workplace again

Donnerstag, 20.08.2015

Mein IPhone-Alarm riss mich nach gerade mal 2 Stunden Schlaf unsanft aus den Träumen. Im Parkhaus wo Brissie stand gab es eine Nachtparkflatrate für 10$, aber die endete um 6. Für jede Stunde sollte ich 20$! bezahlen. Neee liebes Parkhaus ! Da parke ich lieber um 6 Uhr morgens nach einer durchgefeierten Nacht mein Auto persönlich um. Also zu Fuß auf den Weg gemacht und Auto ein paar Meter weiter auf einen günstigen Parkplatz mit Parkuhr gefahren. Da ging gerade die Sonne auf. Die vielen Business-Menschen haben mich nicht gerade würdevoll angeguckt als ich mit Chillerhose und verschmiertem Makeup an ihnen vorbei ging.

Dann schnell wieder ins warme Bett gekrabbelt und Äuglein erneut zu gemacht.

Ich konnte noch mal eine Weile schlafen, bis der Lärm im Zimmer zu laut wurde. Das sind halt eindeutig die Nachteile im Hostel. Da wird keine Rücksicht auf Schlafende genommen.

Nach dem Frühstück sind die anderen zum Sightseeing bei sehr warmen, sonnigen Wetter aufgebrochen und ich saß mal wieder in Brissie und suchte nach einem noch günstigeren Parkplatz. Nach über einer halben Stunde gab ich auf. Die Parksituation in Sydney ist grauenvoll. Ein Problem mit Brissie ist auch die Höhe. Sie ist 2,10 m hoch und viele Parkhäuser sind nur bis 1,90m. Also hab ich mich auf den Weg zur Farm gemacht.

Der Verkehr war wieder schlimm und es ging nur sehr schleppend voran. Eine Entschädigung für alles war aber definitiv folgendes: Ich fuhr so nichtsahnend den Blechmassen hinter, als ich meinen Augen nicht traute: Ich war mitten auf der Harbour-Bridge ! Damit hatte ich nicht gerechnet und ich staunte Bauklötze. Die Aussicht von der gigantischen Brücke war atemberaubend. Bei strahlender Sonne versuchte ich das Opera-House zu erspähen, aber konnte es leider während dem Fahren nicht ausfindig machen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit mit dem eigenen Auto über diese Weltberühmte Brücke zu fahren.

Die fast eineinhalb Stunden Fahrt kamen mir ewig vor. Als ich dann mitten im Nirgendwo auf der Farm ankam, freute ich mich total. Die 3 Hofhunde begrüßten mich freundlich. Als erstes lernte ich Saphia und Matthew kennen, die seit 2 Monaten hier arbeiten. Das nette französische Pärchen zeigte mir gleich alles und stellte mich meinem Chef Andrew vor. Diesem half ich ein Feuer zu machen, weil er derzeit alle Holzreste verbrennt. Zum Glück zündete er es an, weil ich nicht so der Held im Feuer machen bin. Auf Toms Farm musste das schon immer Sophia machen.

Dann hatte ich Zeit meine Sachen auszupacken. Ich wohne in einem Wohnwagen und daneben Saphia und Matthew in einem anderen. Die Küche ist in einem Container wie auf Davids Farm. Außerdem ist dort eine Dusche mit drin. Zähne putzen müssen wir im Spülbecken, aber man gewöhnt sich ja an alles 😉

Die Springpferde stehen hier alle auf sehr großen Sandpaddocks und haben das Paradies. Es gibt 17 Reitpferde, darunter 5 Einsteller, 1 Fohlen und nochmal 9 junge Pferde die auf einer Koppel in einer Herde leben. Meine andere Chefin Jenny die durch ganz Australien fährt um Reitunterricht zu geben, war nicht da. Es gibt einen großen Springplatz, einen Waschplatz, 2 überdachte Plätze zum satteln der Pferde und einen Walker (Laufband für Pferde). Vor Andrews und Jennys Haus gibt es sogar einen Pool, wo wir auch rein dürfen.

Andrew geht regelmäßig auf Springturniere und er und Jenny sind in ganz Australien weit bekannt, weil sie erfolgreich bis in die hohen Klassen sind.

Saphia und Matthew nahmen mich dann gleich zum Füttern mit. Das machen wir mit einem Quad mit Anhänger dran. So ist das sehr cool und macht total viel Spaß. Jedes Pferd hat seinen eigenen Eimer und nach 40 min. alle ihr Futter.

Nach dem Abendessen räumte ich noch mein Zeug im Wohnwagen um und ging früh ins Bett meines coolen Wohnwagens.

Schöne Grüße von der tollen neuen Farm

Nadine

Sydney here we go

Mittwoch, 19.08.2015
Irgendwie glaubt mir das zu Hause sicher keiner, aber hier bin ich die Mutti. Ich organisiere alles, wecke meine Kindlein und erziehe Jona 😛 Die jungen Leute nennen es spießig, die „ältere“ Generation vernünftig 😉 So machte ich mich unbeliebt als ich wie der Feldmarschall persönlich alle aus den Betten holte und Feuer unterm Hintern machte. Jona, der immer der Langsamste ist, wollte sich nicht so recht motivieren lassen, aber um 12 waren wir on the road.
Die Kilometerzahl bis nach Sydney wurde immer weniger und es lief super. Die Landschaft war sehr abwechslungsreich und es gab viel zu sehen. Flüsse, Seen, Kühe, Schafe und Pferde zogen an uns vorbei, während sich flache Straßen mit Hügeln abwechselten. Es war auch hier sehr beeindruckend, wie weitläufig dieses tolle Land einfach ist und wie man kilometerweit fahren kann, ohne Zivilisation zu sehen. Auch Autos waren hier nicht oft vorzufinden. Wir hingen jeder unseren Gedanken nach und genossen die beeindruckende Landschaft, während sich Sydney näherte.
Nach dem Mittagessensstopp an einer Raststätte, hatten wir es fast geschafft.

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Unterwegs buchten wir bereits ein Hostel, welches wir gleich ansteuerten. Der Verkehr wurde immer dichter, die Bäume und Kühe verwandelten sich in Blechlawinen und Hochhäuser und mein Tempomat wurde durch die unzähligen Ampeln gebremst. Erst mal sahen wir nichts außer Tunnel, aber als wir auf die Skyline von Sydney zu fuhren, waren wir alle sprachlos. Es sieht total gigantisch aus und fühlt sich gut an, auf so eine Weltstadt zu zu steuern.
Nachdem wir uns durch den Verkehr gekämpft hatten, fanden wir sogar einen kostenlosen Parkplatz direkt vor dem Hostel.

Geschafft – endlich in Sydney!

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Nach dem Einchecken wurde erst mal Goon (Billigwein und Hauptgetränk der Backpacker) besorgt und auf den erfolgreichen Roadtrip angestoßen.

Davor musste ich aber noch Brissie in ein Parkhaus stellen. Der Parkplatz war nur für eine Stunde. Zum Glück gibt`s hier eine Nachtparkflat, sonst wäre ich arm geworden.

Wir waren sehr im Feiermodus und so zog es uns mit einer Finnin und einem Engländer vom Hostel in die „World-Bar“. Das ist ein sehr cooler, kleiner Club in Kings Cross, wo man vom Hostel aus zu Fuß hin kommt. Wir feierten die ganze Nacht und tranken viel Bier und Teepots (Eine Teekanne voller Schnaps den man in Schnapsgläser füllt).

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Die erst sehr schüchterne Finnin Saija stellte sich als echte Partyqueen heraus und als die anderen schon gingen, blieben Jona, sie und ich noch da und feierten ausgelassen weiter. Die Musik auf dem Hip-Hop-Floor war sehr gut und so tanzten wir zu den Backstreet-Boys und vielen mehr. Als dieser Floor schloss, mussten wir in den „Drogen-Floor“ wechseln, wo wir bestimmt die Einzigen waren die nichts genommen hatten. Die Musik war grauenhaft und hatte nicht mal eine Melodie. Wir machten das Beste draus und hatten trotzdem sehr viel Spaß.
Beschwingt vom Alkohol traten wir sehr spät den Weg zum Hostel an.

Grüße aus Sydney
Nadine

Awesome Roadtrip

Dienstag, 18.08.2015

Mitten in der Nacht kam Jona zu mir ins Auto gekrochen, dem es im Zelt zu kalt wurde. Auch das machte es nicht besser, dass es bei der Außentemperatur von -2° viiiiel zu kalt zum schlafen war. Obwohl ich so dick eingepackt war, hab ich total gefroren und machte fast kein Auge zu.

Als ich dann aber aufwachte, war es viel zu heiß. Ich zog alle Schichten bis aufs T-Shirt aus und machte die Autotüren auf. Die Sonne hatte Brissie so aufgeheizt, dass ich es nicht mehr aushielt und früh aus dem Bett krabbelte.

Die anderen schliefen sehr lange und Jona machte Nudeln mit Ei zum Frühstück.

Irgendwie vertrödelten wir den Tag und verbrachten lange Zeit mit Packen. Diesmal hatten wir mehr Struktur und verschnallten alle Backpacks sicher auf dem Dach.

Jona und ich wollten nur kurz an den See laufen, aber wir entdeckten einen Spielplatz mit Riesensprungkissen und tobten uns sehr lange aus. Wie kleine Kinder hatten wir Spaß und Jona machte Fitnessübungen an den Geräten. Der See ist total schön und die Landschaft drum rum ebenfalls. Wir hatten mit diesem genialen Campingplatz echt eine gute Entscheidung getroffen und ich hoffe ich kann im Sommer wieder kommen. Außer uns und dem Ehepaar war der Platz sonst nämlich leer.

Eigentlich sollte man bis 10 Uhr auschecken aber als wir los kamen war es schon 2. Niemand sagte etwas und somit starteten wir Tag 2 unseres Roadtrips.

Zuerst stoppten wir an einem alten Kriegsschiff, das sehr beeindruckend war.

Die Stimmung war super, die Musik auch und das Wetter traumhaft. So hab ich mir das vorgestellt. Wir fuhren also der Freiheit entgegen und freuten uns immer mehr auf Sydney. Nur war ich sehr müde und nach 3 Stunden Fahrt hielten wir pünktlich zum Sonnenuntergang in Gundagai. Das ist eine relativ große Stadt mit vielen Motels und Restaurants. Im Hungry Jacks (wie Burger King in Deutschland) war ich erstaunt, dass es einen Veggieburger gab und allen schmeckte es gut.

Frisch gestärkt begaben wir uns auf die (lange) Suche nach einem Motel und checkten zu 4. in ein schönes, gemütliches und vor allem warmes Zimmer ein. Für 105$ die Nacht zu 4. auch echt ok.

Nach dem Einkauf im Woolworth gabs Essen im Bett, ein paar Bier und ich schlief früh ein.

Grüße vom Roadtrip

Nadine

 

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Freedom & bad luck

Montag, 17.08.2015

Um 8 klingelte der Wecker. Für mich kein Problem. Für die anderen nach einer durchzechten Nacht schon 😀 Mann bin ich gemein, dachte ich, als ich meine Meute zur Motivation drängte. Was muss das muss. Das Hostelfrühstück (Cornflakes & Toast) ließen wir uns trotzdem nicht entgehen. Geschenkt ist geschenkt. In Laos hat ja schon meine erste Essensmutprobe (Durian) statt gefunden. Auch hier ist das Pflicht, nur dass man Vegemite essen muss. Das ist der australische Brotaufstrich. Es sieht aus wie Teer, riecht auch so und schmeckt wie Maggie. Mit ganz dick Butter auf dem Toast hab ich eine ganze Scheibe runter bekommen, aber öfter werde ich das wohl nicht essen.

Frisch gestärkt stand schon die erste Aufgabe bevor: How to pack a Jeep? Gestern hat mich Sarah gefragt ob es ok ist einen jungen Mann vom Hostel mit auf die große Tour zu nehmen. Ich war gar nicht begeistert weil unsere Sachen so schon nicht in Brissie gepasst haben. Als wir dann in aller Frühe vor meinem Auto standen und versucht haben, es bis unters Dach vollzupacken, sank meine Laune in den Keller. Ich setzte mich auf den Fahrersitz, ließ die anderen machen und erklärte Sarah, dass ich ihr gleich gesagt hatte, dass das eine schlechte Idee war. Ganz stolz erklärten mir die Jungs, dass sie alles verstaut hätten. Es wäre lebensmüde gewesen, wenn wir mit der ungesicherten Ladung auf meinem Dach losgefahren wären. Also machte sich die Fachfrau ans Werk und ich zurrte alles mit Gurten und Gummibändern fest. Endlich konnte es los gehen. Ich bin mir zwar sicher, dass Brissie nun zu voll beladen war, aber stehen lassen konnte ich den jungen Mann ja auch nicht.

Aus Melbourne draußen verriet mein Navi mir, dass es nun 800km gerade aus gehen würde. Auf den 2 spurigen Highways ist maximale Geschwindigkeit von 110 km/h. Also setzte ich den Tempomat auf exakt diese Geschwindigkeit und mit guter Musik und genialer Stimmung machte das Fahren Spaß. Unser neuer Mitreisender „Sam“ stellte sich als total nett heraus und wir lernten ihn auf der Fahrt näher kennen. Wir kamen in einen sehr heftigen Regen und zwischen vielen Trucks konnte ich gar nichts sehen. Diesen ließen wir zum Glück nach kurzer Zeit hinter uns und hofften, dass Sams Backpack auf dem Dach wasserdicht ist.

Der Highway war propevoll und das Fahren haben die Aussies definitiv nicht erfunden. Eigentlich herrscht Linksfahrgebot, aber davon scheinen auch die unendlich vielen Trucker noch nie was gehört zu haben. Da musste man dann schon mal links überholen. Gut, dass das die Polizei nicht sah, die vor uns einen Truck aus dem Verkehr zog. Wir redeten eine Weile über die hohen Geldstrafen in Australien und ich erzählte den anderen, dass ich Angst habe, auch mal erwischt zu werden und deswegen immer exakt die richtige Geschwindigkeit fahre. Auch an vielen Blitzern sind wir vorbei gekommen, aber mein Tempomat lässt mich glücklicherweise nicht im Stich.

Gerade, als ich wieder einen dieser nervigen Trucks überholte, saß ich im Rückspiegel ein Blaulicht. Ganz brav fuhr ich auf den Standstreifen und stieg aus. Die Polizisten wollten meinen Führerschein sehen und ich musste in ein Alkoholgerät pusten. Natürlich hatte ich (wie bei den letzten beiden Kontrollen auch) 0,0 Promille. Sie fragten mich, wie lange ich schon in Australien wäre und wie lange ich noch vor hätte zu bleiben. Außerdem wollten sie wissen, ob es einen Grund für das heutige rasen gäbe. Ganz selbstbewusst konterte ich, dass ich nicht gerast wäre, sondern nur einen Truck überholen wollte. Das hätten sie gesehen, sie hätten an der Rastätte gewartet, so die Antwort. Auf die nächste Frage hin ob ich Australien bisher mögen wurde, konnte ich nur antworten: „Ja, bis ich die Strafe hierfür sehe“. Ich musste auf der Stelle anfangen zu heulen, als ich hörte, dass ich 300$ für 12 km/h zu schnell zahlen soll. Vielleicht hat irgendwas in mir drin gehofft, dass die Polizisten Mitleid mit mir haben werden, aber dem war leider nicht so. Sie rieten mir zu einem Zahlungsplan, wenn ich das Geld nicht auf einmal zahlen könne. Die besaßen auch noch die Frechheit in mein Auto zu gucken und zu sagen, dass die anderen ja auch was zahlen können. Ich erklärte nur, dass ich zu schnell gefahren bin und nicht meine Mitfahrer. Auch wegen der Verfrorenheit der beiden Polizisten geriet ich sehr in Rage und erklärte den beiden, dass ich gestern zu Hause geblieben bin und nichts getrunken habe, weil ich die Verantwortung für die Leute in meinem Auto trage, ich seit über 5 Stunden meinen Tempomat auf genau 110 km/h habe und ich mich frage, warum ich nur weil ich einen LKW überholt habe und für 10 Sekunden 122 km/h hatte, so immens viel Geld zahlen soll. „Das ist verf*** unfair“, sagte ich dazu. Wir haben nicht gezählt wie oft ich das Wort „verf**“ gesagt habe, aber es war sehr oft. Gut, dass mir keine Beschimpfungen raus gerutscht sind. Bestimmt sind die solche Reaktionen gewohnt und machen Gelassenheitsschulungen. Jedenfalls ließen die mich stehen und fuhren davon. Ich musste mich erst mal ins Gras am Standstreifen legen und tief durchatmen. Hoffentlich werde ich in nächster Zeit mehr Glück mit dem Geld haben. Zum Glück hab ich nicht noch eine Strafe für die Ladung bekommen.

Sehr lange habe ich mich noch darüber aufgeregt und auch die anderen meinten, dass es verdammtes Pech wäre, aber als wir anfingen Witze über Strafen zu machen, konnte ich wieder lachen. Außerdem kam blauer Himmel zum Vorschein und wir fuhren der Sonne entgegen. Als ich meinen Kaugummi zum Fenster raus warf, sagte Sam, dass ich aufpassen muss, keine Strafe zu bekommen.

Zufällig kamen wir an Benalla vorbei und ich fuhr die Ausfahrt raus. Leider konnte ich meine Adresse bisher nicht übers Internet ändern und musste persönlich vorbei kommen um das zu tun. Ich bekam bereits 2 Briefe für Maut auf Toms Farm geschickt, die er mir leider nicht weiter leitete. Zum Glück konnte ich endlich die Adresse endlich auf die neue Farm ändern. Eine große Sorge weniger.

Es dämmerte schon langsam als wir an einem großen Schild mit „Holiday Park“ vorbei fuhren. Ich folgte den weiteren Schildern und wir kamen an einem wunderschönen, sehr ruhig gelegenen Campingplatz raus. Für 7,50$ pro Person und Nacht, bekamen wir einen Stellplatz mit Strom.

Als Brissie komplett ausgeräumt, das Essen im Kühlschrank verstaut und das Zelt aufgebaut war, kam das Tageshighlight. Wir durften mit dem Ranger die Tiere füttern gehen. Neben Gänsen, Llamas, Schafen und Rehen, fraß uns auch ein Känguru aus der Hand. Jona konnte somit den Punk „Känguru sehen“ auf seiner Bucketlist abhaken und wir waren alle sehr beeindruckt und hatten viel Spaß mit den Tieren. Der Campingplatzbesitzer nimmt kranke und verletzte Tiere auf und peppelt sie auf. Auf dem Campingplatz läuft ein Strauß rum, der uns ständig verfolgte und uns nicht ganz geheuer war.

Jona, Sarah und Sam kochten und ich ruhte mich aus. Es gab Gnocci, Ratatoullie, Nudeln, Maiskolben und Reis und wir ließen es uns alle schmecken. Der Campingplatz hatte total geschickte Grillplatten, auf denen man alles grillen konnte.

Ein ganz nettes, älteres Ehepaar setzte sich eine Weile zu uns und die beiden redeten lange mit uns. Sie schenkten uns eine große Packung Vanilleeis und Gefriergemüse. Vor einem warmen Feuer in der Mitte vom Aufenthaltsraum, genossen wir unser Eis, hörten Musik, tranken Goontee (Tee mit Billigwein = Eigenkreation) und ließen den wunderschönen ersten Tag unseres Roadtrips gemütlich ausklingen. So hab ich mir das vorgestellt und die Verärgerung über die Strafe war längst verflogen. Ich freute mich einfach nur hier sein zu dürfen und so gigantische Erfahrungen machen zu können.

Leider wurde es affig kalt und keiner wusste wie wir die Nacht im Auto und Zelt überleben sollten. Sobald man einen Meter vom Feuer weg war, hielt man es nicht mehr aus. Sarah und Sam beschlossen vor dem Feuer zu schlafen und Jona wagte sich ins Zelt. Ich zog ein T-Shirt, 2 Pullover, 2 dicke Jacken, Mütze, Schal, Handschuhe und Wollsocken an und wagte mich in Brissie zum schlafen. Die Sonnenblenden machte ich hin, dass die nicht vorhandene Wärme drin bleibt, aber ich wusste, dass das nicht viel bringt. Zitternd vor Kälte versuchte ich einzuschlafen. Ja, auch in Australien kann es im Winter sau kalt werden.

Liebselige Grüße

Nadine

 

Erster Roadtrip

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Jona macht Straußselfies

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Natürlich campt mein Schaf auch mit

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Brissie voll gepackt

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Tiere füttern

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Drei Leute kochen – eine macht Bilder

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Sarah sortiert um

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Lecker essen

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Goontee, Vanilleeis und Feuer – so lässt sichs aushalten

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Stolen Cheese, smelling Hostelrooms and turkish music

Sonntag, 16.08.2015

Als ich nach 88 Tagen wieder in einem Hostelstockbett aufwachte, fühlte ich mich tiefenentspannt. Bei 15 Stunden Schlaf auch kein Wunder. Halt, Stopp 15 Stunden?! Es war 1 Uhr mittags und ein Schock traf mich beim Blick auf Hugo (mein Iphone). Da hatte ich wohl sehr gut geschlafen. Vielleicht brauchte das mein Körper nach der 2 monatigen, anstrengenden Farmarbeit und täglichem 4 Uhr-aufstehen einfach mal. Ach wie hatte ich es vermisst in einem stickigen, stinkigen Raum neben 7 fremden (teils sehr mysteriösen) Leuten aufzuwachen, die außerdem lautstark mitten in der Nacht nach Hause kamen – NICHT ! Da war das mit dem Privatcontainer auf den Farmen schon ein Luxus.
Jona zauberte zum „Frühstück“ Nudeln mit Tomatensoße. Backpacker sind ja u.a. für ihr Improvisationstalent bekannt. So wurden aus Töpfen Teller, aus Klopapier Servietten, aus Suppenkellen Besteck und aus dem kleinen Raum mit mini-TV ein Kinosaal/Restaurant.
Auch nicht vermisst habe ich die vielen Elstern im Hostel. Wenn es um Essen geht, versteh ich keinen Spaß. Irgend ein Mitbewohner klaute rotzfrech meinen neu erworbenen Käse. Dieser kostet hier sage und schreibe 7$!! und somit war ich sehr böse. Nicht gerade beispielhaft aber aus reiner Notwehr, stibizte ich dafür einen anderen Käse. Soll doch einfach jeder bei seinem Zeug bleiben, dann gibt’s keine Probleme. Auch unsere neue Butter war weg, aber die ist wenigstens nicht so teuer.
Zur Erholung vom Schlaf schauten wir im TV-Raum neben dem 5* Menü, eng zusammen gekauert auf der verratzten Couch eine DVD nach der nächsten.
Der suspekte Drogendealer aus unserem Raum der den ganzen Tag nur in seinem Bett liegt, bot uns was von seinem heiligen Zeug an – Neeee danke, wir brauchen sowas nicht ! Gut, dass Sarah, Jona und ich uns da vollkommen einig sind !
Der Tag neigte sich schon dem Ende zu, als wir es schafften uns in die Dusche zu schleppen. Ohne Flip-Flops hätte ich mich dort nie rein getraut – iiiih!
Bei (für Melbourne) angenehmen Temperaturen, wanderten Jona und ich im Sonnenuntergang zum Pier. Das Highlight vieler Touris ist die abendliche Pinguinparade in St. Kilda. Ich hatte das ja schon ein mal gesehen, aber für Jona war es ein Erlebnis. Sobald die Sonne hinterm Horizont verschwindet, kommen die kleinen süßen Pinguine aus ihren Verstecken und präsentieren sich. Die Laute die sie dabei von sich geben sind total goldig. Ganz Massentourismus trifft man auf viele Japaner und Chinesen mit Selfiesticks, möchtegern-Models die gerne die Pinguine hoch heben wollen und Pärchen die (vergeblich) auf einen romantischen Abend zu 2. hoffen.
Im Hostel das gleichzeitig einen Pub beherbergt, gab es Livemusik. Der Sänger (Backpacker aus Schottland) hatte ein beeindruckendes Musik-Reportai. Von Red-Hot-Chilli-Peppers, über Freddie Mercury bis hin zu türkischer Partymusik konnte man sich alles wünschen. Neben ein paar (vielen) Bier, hatten wir viel zu Lachen und einen super tollen Abend in Freiheit. Außerdem kam ich mit einem Aussie und 2 Franzosen ins Gespräch die das selbe Problem im Job hatten.
Zum Abendessen gönnte ich mir einen Veggieburger im Pub-Restaurant, der für 5$ nicht nur unbeschreiblich günstig, sondern auch total lecker war.
Sarah und Jona waren so vom Bier beschwingt, dass sie wieder in einen Club gehen wollten. Ganz verantwortungsbewusst entschied ich mich schweren Herzens für mein Bett, weil es morgen auf große Fahrt geht.

Hostelgrüße
Nadine

 

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Teller, Besteck ? Braucht man nicht !

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