Stunning Wales and danger on the highway

Dienstag, 15.09.2015

Heute ließen wir es gemütlicher angehen und sogar Oma schlief länger. Nach dem Frühstück checkten wir aus und brachen gemütlich zum Hafen auf.
Heute stand eins der Highlights auf unserem Trip an. Wir freuten uns alle wie Schnitzel ! Bei bestem Wetter und warmen Temperaturen warteten wir am Hafen.
Um 11 ging’s los. Wir bekamen ganzkörper-Regenmäntel und die neusten Schwimmwesten vom Markt an.

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Das supermoderne kleine Rennboot war bis auf den letzten Platz belegt. Trotz Wochentag und ohne Schulferien. Als es startete, fingen Oma und Papa laut an zu lachen. Der Wellengang war abartig und das Boot flog übers Meer. Wie auf Bali auch schon bekam man ständig Adrenalinschocks, wenn das Boot meterhoch über die Wellen schanzte. Gut, dass Oma und Papa vorher Tabletten gegen Seekrankheit genommen hatten. Zwei nervige Mädels schrien die ganze Zeit und ich überlegte mir sie über Bord zu werfen. Die Fahrt machte total Spaß und das schnellste Boot im ganzen Staat New South Wales machte seinem Ruf alle Ehre.
Im ständigen Funkkontakt zu anderen Booten stehend, hielt unser Steuermann dann an.
Alle waren gespannt und zückten die Kameras. Dann plötzlich eine Wasserfontäne und eine gigantische Flosse. Wie in Zeitlupe bewegte der schwarze Wal sein Ende aus dem Wasser. Es war absolut atemberaubend nur ein paar Meter weg von so einem gigantischen Tier zu sein. Dann noch ein schwarzer Rücken. Der Guide erklärte uns, dass es Mutter und Kind (Kalb) seien. Die Wale kommen von der Antarktis und schwimmen bis zu 20.000 Kilometer. Der Mutterwal war größer als unser Boot und wir alle waren total fasziniert. Noch nie hab ich so etwas Schönes gesehen. Etwa alle 4 Minuten tauchten die beiden woanders auf und man musste genau gucken, um nichts zu verpassen. Irgendwann waren sie weg und unser Guide fuhr weiter um sie zu suchen. Ca. 150 m weg von uns dann wieder die Flossen und eine Fontäne. Der Steuermann fuhr noch näher hin und plötzlich tauchten sie nochmal direkt vor uns auf. Nur ca. 50 m weg von uns konnten wir die riesigen Säugetiere hautnah betrachten. Das war ein einzigartiges Erlebnis ! Ganz bekamen wir sie nie zu sehen, aber das machte gar nichts. Anhand der Rücken konnte man die Ausmaße sehen.

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Beim Rückweg gings genau so turbulent zu und zum Glück wurde niemand seekrank. Der Wellengang war wegen dem starken Wind abnormal und Papa saß auf der falschen Seite. Ständig platschte ihm eine ordentliche Ladung Wasser ins Gesicht und er sah aus wie ein begossener Pudel.
Die letzten paar Meter zeigte uns der Guide was das Boot drauf hat und fuhr krasse Kurven. Alle lachten und es machte auch Oma und Papa viel Spaß.

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Eigentlich wollte ich nach diesem unvergesslichen Erlebnis Paragliding machen, aber Oma sagte ich soll mir nichts brechen, solange sie da sind und dann ließ ich es.
Mit der übrig gebliebenen Dominos Pizza machten wir es uns am Meer in der Sonne gemütlich und beobachteten die Pelikane.

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Unsere geplante Strecke nach Gosford sollte eigentlich in dreieinhalb Stunden (315 km) erledigt sein. Die erste Hälfte lief außer den üblich vielen Baustellen (die Highways sind eine einzige Baustelle) sehr gut und dann tauschten Papa und ich und er setze sich ans Steuer. Ich döste gerade so vor mich hin als das Auto sich total komisch anfühlte und Papa laut fluchte. Mitten auf dem viel befahrenen Highway hatten wir einen Reifenplatzer und fuhren auf den Standstreifen.

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Dieser war so schmal, dass Papa ganz an den Rand fahren musste und das Auto somit ein bisschen am Hang stand. Das Problem war dann, dass der Wagenheber zu kurz war. Diesen suchten wir mit Hilfe der Gebrauchsanweisung zuvor ewig – na toll ! Natürlich kam alles zusammen und es fing an zu dämmern. Weder eine Warnweste noch ein Warndreieck fanden sich in Brissie. Papa musste sie wieder eben hinstellen, womit er fast auf dem Highway lag, beim Versuch Brissie erneut hochzubocken. Er sagte zu Oma sie solle das Werkzeug wieder ins Auto räumen, sodass wir danach gleich los fahren können. Er war gerade dabei den neuen Reifen zu holen, als Omas Bewegung Brissie erneut runter krachen ließ. Wir wurden alle immer verzweifelter, es wurde dunkler und es war sau gefährlich direkt am Highway einen Reifen zu wechseln. Die vorbeifahrenden Autos und Trucks taten trotz Warnblinklicht nicht langsamer und ich hatte echt Angst um den halb unter dem Auto liegenden Papa. Der Wagenheber wollte einfach nicht halten und so rief ich den NRMA (wie bei uns ADAC) an. Der Mann am Telefon sagte, dass ich zuerst übers Telefon eine Mitgliedschaft abschließen müsse, anderenfalls würde er nichts machen. Ich machte ihn total zur Sau, schrie ihn an und sagte dass es lebensgefährlich wäre nachts auf einem engen Standstreifen am Highway ohne Warnweste zu stehen und dass er sofort was machen solle. Fluchen auf Englisch ist voll mein Ding 😉 er sagte er schickt jemand und dass er mich weiter verbindet um meinen Standort durchzugeben. Ich war 5 min in der Warteschleife und dann hörte ich nur tut tut tut… Wir waren alle total ratlos, bis Oma ein Wohnhaus über einer Brücke entdeckte. Alle Versuche zuvor, Autos anzuhalten, scheiterten und keine Sau wollte helfen.

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Ich musste die Autobahnbrücke hochklettern (im Minirock und Sandalen) und mich durch Sträucher kämpfen. Oben angekommen war das letzte Hindernis die Überquerung einer viel befahrenen Straße im Dunkeln. Ich war schon mal froh, dass ich das überlebt hatte.
Im Haus brannte Licht, aber ich fand keine Klingel. Ein etwa 14 jähriger Junge kam mir entgegen und ich erklärte das Problem. Er holte seinen Bruder der in etwa in meinem Alter war. Wir hatten Glück im Unglück und dieser hatte eine Werkstatt am Haus. Er schnappte 2 große Bretter, einen Ziegelstein und folgte mir.
Während ich ein paar Meter hinter dem Auto stand und mit meiner Handytaschenlampe die Autos und Trucks aufforderte langsamer zu fahren, wurde mir ganz anders. Ich stand so nah am Highway, dass ich drauf wartete überfahren zu werden. Die wenigsten Trucks wechselten auf die andere Spur um auszuweichen und die anderen rauschten mit einer Affengeschwindigkeit an uns vorbei. Da konnte ich meinen Mittelfinger manchmal nicht bei mir behalten.
Auch die Bretter hoben das Auto nicht weiter hoch und so rannte der nette junge Mann nochmal zu seiner Werkstatt um einen anderen Wagenheber zu holen. In der Zwischenzeit hielt ein weiteres Auto, das Papa für die Polizei und ich für den Abschleppdienst hielten. Ein sehr muskulöser Mann um die 30 wollte uns ebenfalls helfen. In seinem Autoanhänger hatte er alles mögliche an Autozubehör und so auch einen guten Wagenheber. In der Zwischenzeit kam auch der andere Helfer wieder. Zu 3. schafften die Männer es endlich das Ersatzrad drauf zu machen und wir waren total erleichtert, dass bei dieser lebensgefährlichen Aktion niemand verletzt wurde. Bei den überaus netten Helfern bedankten wir uns alle tausend mal und drückten ihnen Geld in die Hand, das sie erst nicht annehmen wollten. Wir ließen ihnen aber keine andere Chance 😉
Endlich, schon fast mitten in der Nacht, in Gosford angekommen, gingen wir einkaufen. Papa fuhr immer noch und hat mal wieder vergessen, zuerst nach rechts zu gucken. Dann ist er auch noch auf der falschen Straßenseite gefahren, aber zum Glück kam niemand und er wechselte, als ich es ihm sagte, auf die richtige Seite.
Dann checkten wir in unser Motel ein. Dieses war wieder ein Ibis Budget, überall innen war Baustelle und unser Zimmer moderte. Gut, dass wir dort nur für eine Nacht waren.
Zum Abendessen ging’s in den MC Donalds nebenan, wo wir ja jetzt schon Stammkunden sind 😀
Spät ging ein sehr ereignisreicher Tag zu Ende.

Pannenreiche Grüße
Nadine

Crazy Motel, Funeral and lonely Beach

Montag. 14.09.2015

Wir sind morgens aufgewacht. Ja wirklich. Hätten wir abends noch nicht gedacht. In unserem Gruselmotel… Hab da eher an so einen Mord gedacht. Wie in einem Horrorfilm.

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In dem Motelprospekt wurde groß mit mega Frühstücks-Buffet geworben. Für 10$ sagten wir nicht nein. Es war auch noch nicht schlimm, als wir dafür zum anderen Hotel von gestern Abend mussten. Es wurde schlimm, als wir das Frühstück sahen. Toastbrot und Kaffee. Das wars. Sonst nix. Ich frage die nette Empfangsdame wo denn das Buffet sei. Das gäbe es heute nicht, so die Antwort. Wurde uns nicht gesagt. Also zurück in unser Motel und Geld zurück verlangt. War auch möglich. Die Dame wusste auch nicht, warum es an diesem Tag kein Buffet gibt.
Dafür wollten Oma und ich uns eine Runde im Motelpool entspannen. Wurde ebenfalls groß dafür geworben. Dieser hatte trotz eigentlichen Öffnungszeiten geschlossen. Gottseidank ! In so einen dreckigen, ekeligen Innenpool wären wir beide nicht freiwillig rein.
Auf jeden Fall sind wir dann zum Frühstücken ins Einkaufszentrum zum Mc Donalds. So lange Oma und Papa shoppen waren, hab ich mir eine Massage gegönnt. Nach der anstrengenden Arbeit auf meiner alten Farm tat das richtig gut und war bitternötig. Danach war mir schwindlig, aber das war es wert. Ich fühlte mich wie neu geboren.
Um ein bisschen unseren Übernachtungsort Grafton zu erkunden, ging’s zu Fuß los. Das verschlafene Örtchen ist gemütlich und es gibt einen schönen, kleinen Memorial-Park mit vielen Denkmälern an z.B gefallene Soldaten.

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Daneben fließt gemächlich der kristallblaue Clarence-River. Im Internet stand, dass die Stadt mit ihren Häusern aussieht wie eine Westernstadt. Das fanden wir alle drei nicht und so waren wir nicht wirklich beeindruckt. Es gibt aber sehr alte Häuser, teilweise von 18 Hundert und diese sehen toll aus.

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Die Kirche „St Marys Church“ ist schön und als wir dort ankamen fand gerade ein Gottesdienst statt. Wir stellten uns dazu und entdeckten eine Collage. Leider fanden wir heraus, dass es sich um eine Beerdigung handelte und die vielen Leute haben schon gar nicht mehr in die Kirche gepasst. Ich hatte den ganzen Tag die Bilder der Collage des erst 22 jährigen, (so alt wie ich) verstorbenen im Kopf. Es sind aber keine Tränen geflossen und es war niemand schwarz gekleidet. Vielleicht ist das hier unüblich. Ich war jedenfalls sehr geschockt und mitgenommen und wir sind dann ganz schnell gegangen.

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Sonst gabs in Grafton nicht viel zu besichtigen und auch wegen des strengen Zeitplans machten wir uns auf zum Highway.
Das nächste Ziel war wieder unser geliebtes Port Macquarie. Papa fuhr und Oma und ich schliefen ein bisschen.
Als wir an einem vielversprechenden Schild vorbei kamen googelte ich den Ort und beschloss, dass der 30 minütige Umweg lohnenswert ist. Oma schrie plötzlich Halt und Papa fuhr links ran. Auf der Wiese bei 2 Pferden entdeckte sie 2 Kängurus. Leider waren diese ganz schnell wieder weg. Mit offenen Augen ging’s weiter und tatsächlich hielten wir nochmal. Bestimmt 20 Kängurus waren auf einer anderen Pferdekoppel. Ganz vorsichtig öffnete ich die Autotüre um Bilder zu machen, aber sie waren genau so schnell weg wie die anderen. Ein paar Bilder hatte ich schon aus dem Auto raus gemacht.

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Der Umweg nach „Minnie Water & Woolie“ hat sich sonst aber kaum gelohnt. Dort war absolut der Hund begraben und es gab gerade mal 30 Häuser. Dafür wurden wir mit einem gigantischen, langen Sandstrand belohnt den wir menschenleer vorfanden.

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Nach kurzer Zeit gingen wir aber wieder und das Navi schickte uns kompliziert im Kreis.
Nach insgesamt 3 (endlosen) Stunden Fahrt (245 km), erreichten wir bei Sonnenuntergang das selbe Motel wie das letzte Mal in Port Macquarie. Der Besitzer vom John Oxley Motel empfing uns wieder sehr freundlich, gab uns dasselbe Zimmer und fragte, wie unser Trip war – ja die netten Aussies eben ❤
Nach dem Wäsche waschen ging’s zu Fuß nochmal zum Dominos Pizza.
Papa hatte so viel Hunger, dass er gleich 2 Pizzen bestellte.
Im Motel machten wir es uns gemütlich und es schmeckte genau so gut wie beim letzten Mal. Natürlich schaffte Papa nur eine Pizza und das musste er sich den ganzen Abend noch von uns anhören.
Spät ging’s ins Bett und wir waren alle müde von der langen Fahrt.

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Liebe Grüße aus Port Macquarie
Nadine

Scary Movie

Sonntag, 13.09.2015

Wie auch die letzten Tage fing dieser mit einem Frühstück im Motel an.

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Das Leben aus dem Koffer wird nun auch für Oma und Papa immer mehr zur Gewohnheit und gepackt ist schnell. So verließen wir Brisbane früh am Morgen.

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Nach nur 77 km erreichten wir das berühmte Surfers Paradise an der Gold Coast und fanden gleich einen kostenlosen Parkplatz.

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Das Stadtbild ist total interessant und außergewöhnlich. Ähnlich wie in Brisbane findet man hinter den gigantischen Wolkenkratzern einen kilometerlangen wunderschönen Sandstrand und das blaue Meer. Oma war glücklich, als wir wieder durch den weichen Sand gelaufen sind. Dort war auch gerade eine Surfschule anzutreffen und wir beobachteten wie die Leute das erste mal versuchten auf den Brettern zu stehen.

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Nach dem Cappuccino und Eis im MC Donalds schlenderten wir gemütlich über die Einkaufsstraßen von Surfers. Das Wetter wurde nach anfänglichen Wolken perfekt und die Sonne schien. (Hier hatte ich zuerst „scheinte“ stehen, aber mein Microsoft Word korrigierte mich 😛 Schwaben eben).

Es gab viele Straßenkünstler und unter anderem eine Frau die Akkordeon spielte, sang und mit ihrer guten Laune die ganze Fußgängerzone unterhielt. Dieser gaben wir gerne was.

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Ein weiteres Kulturerlebnis das meine beiden Schwaben nicht verpassen durften, war ein Besuch im Pie Face. Dort gibt es die australische Nationalspeise „Pie“. Meistens mit Fleisch (aber auch vegetarisch) und Bratensoße ist die gefüllte Teigtasche ein beliebtes Fast-Food Gericht. Beliebt zumindest bei den Australiern. Papa fand es nicht so lecker und aß es nicht mal auf und Omas Begeisterung hielt sich auch in Grenzen. Dazu gabs Nudelsalat, aber wenigstens der schmeckte. Was der Bauer nicht kennt das frisst er nicht und so ging mein Versuch die beiden ein wenig zu Australiern zu machen in die Hose. Die müssen mal abwarten, bis sie Vegemite probieren 😉

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Irgendwie haben wir es dann mal wieder geschafft uns im Einkaufszentrum zu verirren und Papa wartete wie so oft sehr geduldig. Nach kurzer Zeit merkten wir aber, dass das keine so gute Idee ist, wenn draußen die Sonne scheint.

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An der Fußgängerzone entdeckten wir ein 7-D Kino. Papa weigerte sich komplett und Oma hatte ich nach ein paar Überredungsversuchen im Schlepptau. Für 15$ bekamen wir die 3-D Brillen aufgesetzt, saßen allein in einem Wagen und schnallten uns an. Die nette Dame erklärte uns wie wir auf uns aufmerksam machen sollten, wenn uns schlecht werden würde. Unser Film hieß „Wall of China“ (chinesische Mauer). Wir fuhren mit einem Tuk Tuk die komplette Mauer entlang und gerieten außer Kontrolle. So flogen wir auch meterweit runter, überschlugen uns und fuhren rückwärts. Effekte wie Wasser, Seifenblasen, Wind und Nebel gaben uns das Gefühl wirklich in China zu sein. Die Fahrt war sehr rasant und Oma und ich hatten sehr viel Spaß. Papa konnte unsere Gesichter draußen auf einem Monitor live mitverfolgen. Uns wurde nicht schlecht und wir waren froh diese große Gaudi mitgemacht zu haben.

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Leider ließ es unser straffer Zeitplan nicht zu noch länger zu bleiben und Papa drängte uns, weil wir noch einen weiten Weg vor uns hatten.

Bei aller bestem Wetter verließen wir so den traumhaften Sandstrand von Surfers Paradise.

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In der 3 stündigen Fahrt ging es nach Grafton. Das Fahren teilte ich mir mit Papa und mit einer Pause gingen die knapp 250km schnell vorbei. Wieder wurden wir die ganze Zeit durch die unendlich vielen Baustellen ausgebremst und Papa fluchte ständig. Als wir dann pünktlich zum wunderschönen Sonnenuntergang in dem kleinen Grafton ankamen, gingen wir erst mal einkaufen.

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Irgendwie fährt Papa ständig zu weit links und wenn ich ihn drauf hinweise, werde ich angezickt 😛 An einer Kreuzung guckte Papa zuerst links statt rechts und wenn ich nicht noch gerade rechtzeitig „Halt“ geschrien hätte, wäre Brissie (und wahrscheinlich alle anderen) verletzt gewesen. Zum Glück ging es gut und an jeder weiteren Kreuzung erinnerte ich Papa ans rechts Gucken. Dummer Linksverkehr…

Im Supermarkt Coles gingen wir wie immer an die selbstscann-Kasse. Diese sieht ganz genau, ob man noch Sachen im Wagen hat und wo man seine Tüten hin packt. Oma war dadurch sehr verwirrt. Ein Mitarbeiter musste 4 Mal kommen und die Kasse neu aktivieren, weil Oma so oft hin und her geräumt hat und so die Kasse blockiert wurde.

Dank des Kassenzettels von Coles konnten wir wie immer 4ct pro Liter sparen und tankten für 1,20$/Liter voll.

Als wir im Motel ankamen und unsere Namen durchgaben, waren wir verwirrt. Die Frau fand uns im System nicht. Meine Vermutung uns im falschen Motel zu befinden, bestätigte sich dann leider. Uuuups, peinlich !

Im richtigen Motel wollten wir nur noch einchecken. Obwohl auf der Seite von booking.com stand, dass die Rezeption unseres gebuchten Motels bis 22 Uhr offen hat, fanden wir um 19 Uhr niemanden vor. Ein Zettel an der Türe teilte uns mit, dass wir zum Nachbarhotel gehen sollten.

Dort war es genau so verlassen und die Rezeption leer. Kein Mensch war da und so gingen wir wieder zurück in unser Motel, das immer noch so einsam war. Nirgends brannte Licht, kein Auto stand auf dem Parkplatz, aber ein Schild verriet uns, dass es ausgebucht sei. Wir kamen uns vor wie in einem sehr schlechten Horrorfilm und es war sehr gruselig. Wir versuchten die Nummer anzurufen, die an der Türe stand, aber bekamen nur den Anrufbeantworter zu hören. Die andere Nummer von der Seite von booking.de funktionierte ebenfalls nicht. Dort stand aber, dass das Geld bereits von unserer Kreditkarte abgebucht wurde, also konnten wir auch nicht einfach abhauen. Es wurde immer gruseliger und wir fragten uns, wo die versteckte Kamera sei. Eine Notfallhotline warnte uns vor Missbrauch dieser und dass wir sonst eine Strafe zahlen müssten. War uns egal und endlich meldete sich dort ein Mann. Dieser gab mir die Anweisung zu einem Safe zu gehen der an der Wand hing. Er nannte mir den Code und mit Hilfe einer Anleitung daneben, öffnete ich den magischen Sesam. Perfekt vorbereitet fanden wir einen Briefumschlag mit unserem Namen, dem Schlüssel darin, einen Willkommensbrief und einen Plan wo sich unser Zimmer befindet. Wir mussten alle total laut los lachen und haben gesagt, dass wir da auch selbst drauf kommen hätten können. Den Code hätten wir aber ja sowieso nicht gewusst…. Jedenfalls hatten wir dann Glück und das Zimmer war total groß und schön.

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Nach dem Verstauen unserer Sachen setzten wir uns auf den Balkon und aßen Vesper.

Irgendwann kamen auch noch andere Leute und ich fragte mich, ob sie was sagen würden, weil Oma den Tisch und die Stühle vor deren Zimmer „geklaut“ hatte. Die Leute sagten nichts und wir waren froh im verlassenen Gruselmotel nicht allein schlafen zu müssen.

Spät gingen wir ins Bett.

Grüße von Scary Movie

Nadine