A day as chaotic as Nadine – next adventure

Sonntag, 05.11.2017

Neuer Arbeitsplatz – ich komme !

04:30 Uhr: Ein schriller Alarm in meinen Ohren und ich bin alles andere als fit. Heute ist der große Tag: Ein neues Abenteuer steht an. Nun kann ich euch verraten wo es hin geht. Und zwar aufs Kreuzfahrtschiff. Als Fotografin. Für 5 Monate. Das Schiff heißt “Mein Schiff 4” und ist von TUI Cruises. Die Route verläuft über die Kanaren, Marokko und Madeira. Bei durchschnittlich 25 Grad und vielen Sonnenstunden also perfekt um dem deutschen Winter zu entfliehen. Natürlich nehme ich euch mit und lasse euch an meinem Leben an Bord dieses riesigen Dampfers Teil haben.
So nun aber wieder zum frühen Aufstehen. Pünktlich wie immer holten mich Oma und Papa um 5:15 Uhr zum Frühstücken ab. Das Hotel war so nett und erlaubte uns so früh schon was zu essen. Es gab natürlich nur eine abgespeckte Variante die aus Brötchen, Wurst und Käse bestand, aber wir hatten was im Magen.

Um 6 saßen wir nach dem Auschecken im Auto und fuhren eine Stunde zum Flughafen. Da wir noch tanken und den Mietwagen abgeben mussten, war ich erst um halb 8 am Gepäckschalter und der Flug ging um 8:40 Uhr. Zwar hatte ich am Vortag schon online eingecheckt, aber das brachte nicht viel. Es gab keinen Drop-Off um das Gepäck abzugeben und ich musste mich in der sehr langen Schlange anstellen. Um 8 sollte der Schalter zu machen und um kurz vor 8 stand ich immer noch ganz hinten. Meine Verzweiflung wuchs und via WhatsApp machte ich Papa zur Sau, dass wir zu spät los gefahren sind. Ich hatte gesagt das reicht nie. Da Oma und Papa wieder nach Deutschland flogen, waren sie an einem anderen Schalter der weiter weg war. Meine Anspannung und Ungeduld wuchs und ich war fertig mit den Nerven. Wenn ich diesen Flieger verpasse, ist das der Super-GAU. Als ich mir gerade vor nahm, mich vorzudrängeln, kam die Durchsage, dass alle die nach Madrid müssen an den Anfang der Schlange dürfen. Es dauerte nochmal ewig und ich atmete auf, als mein Koffer endlich weg war. Leider ging der Stress weiter. Mein Boarding hatte bereits 5 Min. zuvor begonnen und ich musste noch durch den ganzen Flughafen und die Sicherheitskontrolle. Ich traf mich wieder mit Oma und Papa und wir rannten. Zum Glück war wenigstens bei der Sicherheitskontrolle alles ok. Völlig im Stress verabschiedete ich mich im Rennen von Oma und Papa und rannte wie eine Verrückte durch den endlos scheinenden Flughafen von Mallorca. Memo an mich selbst: Mehr Ausdauertraining machen!
Zum Glück hatte alles Verspätung und das Boarding hatte noch nicht angefangen. Als ich dann im Flieger saß, konnte ich endlich aufatmen. Leider waren sehr dunkle Wolken am Himmel und ich ahnte schlimmes. Pünktlich zum Start  klarte der Himmel auf und ein Regenbogen kam zum Vorschein.

Die Turbulenzen wollten nicht aufhören und es wackelte wieder die ganze Zeit. Fliegen ist doof! Nach eineinhalb Stunden landeten wir in Madrid. Da konnte ich mich drei Stunden entspannen und hielt ein Schläfchen. Der zweite Flieger von „Vueling“ war pünktlich, aber das Wetter hatte sich nicht gebessert. Der Himmel wurde dunkler, die Anschnallzeichen gingen während des dreistündigen Flugs nicht aus und meine Hände waren wieder mal konstant nass. Meine Panik bessert sich wieder nicht und ich war froh, als wir Las Palmas in Gran Canaria erreichten.

Nachdem ich meinen Koffer hatte, suchte ich meinen Fahrer. In dem Gewusel traf ich einen Mann mit TUI-Crew-Schild, der aber nur eine Hannah auf seiner Liste hatte. Mein Herz rutschte mir in die Hose und er konnte weder englisch noch deutsch. Zum Glück nahm er mich trotzdem mit. Außerdem noch einen von den Philippinen und Vladimir aus der Ukraine, die ich beide gleich ausfragte. Beide sind schon viele Jahre auf dem Schiff und konnten mir meine Fragen beantworten. Erst mussten wir zur Polizei und dort ein Dokument ausfüllen und dann ging es zum Hafen.

Als wir endlich vor der „Mein Schiff 4“ standen, war ich baff. So ein riesiges Schiff. Noch nie habe ich ein Kreuzfahrtschiff aus der Nähe gesehen und nun darf ich hier die nächsten 5 Monate wohnen. 295m lang, 15 Decks, 65,95m hoch und Platz für 2506 Passagiere. Das sind Zahlen die man sich erst vorstellen kann, wenn man das mal gesehen hat. Mein Dorf hat ca. gleich viele Einwohner.

Erst ging es durch zwei Security Kontrollen die wie am Flughafen sind und dann wurden wir in den Crew-Coffeeshop gebracht. Das Gefühl als ich dieses Schiff zum ersten Mal betrat, werde ich wohl nie vergessen. Total atemberaubend! Erst musste ich ins Crew-Office um ein Foto für die Karte machen zu lassen. Dann füllten wir einen Haufen Papierkram aus und bekamen unsere Safety-Card, Namensschild, Crew-ID, einige Unterlagen und das Namenskärtchen für die Kabine.  Diese Crew-ID ist super geschickt und vereint quasi alles was man braucht: Kabinenschlüssel, Zahlungsmittel an Bord, Ausweis, Zugang um an Bord zu kommen

Aussicht vom Coffee-Shop

Dann kam meine Managerin Maike die mich freundlich empfing und mir die Kabine zeigte. Genau so wie ich sie mir vorgestellt hatte. Klein, aber alles was man braucht. Ich wohne auf Deck 1, also unter dem Wasser. Ein Fenster hat es da natürlich nicht und ich teile mir das Bad mit jemandem (Single-Share-Kabine), aber das wusste ich ja vorher. Wir haben hier wenigstens den Luxus von Einzelkabinen. Auf den älteren Schiffen teilt man sich die Kabine zu zweit, zu viert oder sogar zu sechst. Dann ging es gleich ins Büro wo Maike mir ein paar Kollegen vorstellte. So lernte ich auch gleich die Fotogalerie kennen. Maike half mir mit ein paar Eselsbrücken, dass ich mich nicht verlaufe, aber mir war gleich klar, dass ich meine Kabine und meinen Arbeitsplatz nie mehr wieder finden würde. Hier sieht alles gleich aus. Dann liefen wir zum Uniform-Store und zum Linen-Store und ich bekam meine Dienstuniform und Bettwäsche.

Nachdem mein Bett bezogen war, durfte ich auch gleich den Dienst antreten. Sonntags reisen immer die alten Gäste ab und die Neuen an und somit ist sehr viel los. Nach der Sicherheitsübung (PAX-Drill) die ich noch nicht mit machen musste, geht es ans Pooldeck auf Deck 14. Wir waren vier Fotografen und ich bekam nur kurz gesagt wo ich hin laufen muss. Dann waren die anderen verschwunden und es ging los. Da stehen hunderte Leute rum, schauen sich an wie das Schiff den Hafen verlässt und ich hab die Aufgabe diese zu fotografieren. Am Anfang fühlte ich mich leicht überfordert. Wie spricht man die Leute an? Wollen die überhaupt ein Foto? Ich lief einfach mal drauf los und fast alle Leute ließen sich von mir fotografieren. Ich war in meiner eigenen Welt und bekam nicht mal richtig mit, als wir zum Lied „große Freiheit“ von Unheilig ablegten.

Wir trafen uns, als wir alle Gäste fotografiert hatten, wieder und gingen zurück ins Büro. Alle waren mit meiner Bilderanzahl zufrieden und ich war froh, dass ich meine erste Aufgabe gemeistert hatte. Die anderen erklärten mir wie man die Bilder bearbeitet und wo man was speichert und ich fragte mich ernsthaft wie ich mir das alles merken sollte.
Es war schon nach 1 Uhr als wir fertig waren und Maike und ihr Mann Christian nahmen mich noch mit in die Crew-Bar. Da war einiges los und alle interviewten gleich „die Neue“. Nach einem Feierabendbier machte ich mich auf die Suche nach meiner Kabine die ich erwartungsgemäß nicht fand. Zum Glück sind hier alle hilfsbereit und mir half jemand meinen Schlafplatz wieder zu finden. So ließ ich mich von den Wellen in den Schlaf schaukeln. Morgen werden wir den ganzen Tag auf See sein und am Dienstagmorgen dann Marokko erreichen.

Schöne Grüße von hoher See
Nadine

Discover Hobart

Mittwoch, 30.03.2016

Ich hatte keinen Platz mehr im Zelt und flüchtete deswegen schon um 8 in die Kälte und ging, eingewickelt mit meiner Decke eine Runde spazieren.
Da hatte es noch nicht mal 10 Grad und ein kalter Wind wehte.
Die warme Dusche tat gut und so neue, moderne und saubere Duschen hab ich selten gesehen. Eine Frau erzählte mir, dass ihr Mann vor 2 Tagen gestorben sei und ich wusste gar nicht was ich sagen sollte.
Um halb 11 saßen wir bereits im Auto und fuhren in den Baumarkt und zum Motorradhändler, weil Kristof noch einiges besorgen musste.
Das berühmte Mona ist laut Reiseführer ein „Disneyland für Erwachsene“ und vereint neue und alte Kunst. Das Museum ist 75 Mio. $ teuer und die größte Touristenattraktion auf Tasmanien. Es ist komplett unterirdisch in einer Felsenhöhle und gehört David Walsh. Der Eintritt von 20$ war uns der Spaß nicht wert und so schauten wir nur drum rum, nahmen uns Sitzsäcke und setzten uns ins Gras.
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Der zweite Sightseeing Punkt war der Battery Point. Dort hat es viele Läden und wir schlenderten eine Weile durch die Straßen.
Außerdem guckten wir uns den schönen Hafen bei Sonnenschein an und besuchten den Salamanka Point, wo am Wochenende immer der gleichnamige Markt statt findet.
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Das nächste Ziel waren die Royal Tasmanian Botanical Gardens (botanische Garten). Bei aller bestem Wetter hatten wir viel Zeit uns in den 14 Hektar umzuschauen. Alles blühte und der englische Rasen vom 1818 eröffneten Garten sieht super gepflegt aus. Wir hatten total viel Spaß, saßen eine Weile auf einer Bank und genossen die tolle Natur. Da wusste ich mal wieder, dass Reisen genau das Richtige ist und die Jungs machen den Campingtrip für mich noch besser. Ich muss mich mal um nichts kümmern, mich nur ins Auto setzen und kann relaxen.
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Wir gingen auf die Suche nach einem bestimmten Baum, von dem es nur noch ca. 100 auf der Welt gibt. Es dauerte eine Weile bis wir den „Wollemi Pine“ fanden. DSC_0167 (FILEminimizer)
Wir saßen gerade im Gras als drei Babyenten auf uns zu gerannt kamen. Diese waren gar nicht schüchtern und bissen uns sogar in die Finger. Die Mama guckte nur mit Abstand zu. Die Kleinen waren total süß und wir hätten sie am liebsten mit genommen.
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Weiter ging’s mit dem Auto auf den 1270m hohen Mount Wellington. Die Landschaft erinnert an eine Mondlandschaft mit vielen Felsen. Es war eiskalt und hatte gerade Mal 3 Grad. Unsere Finger waren Eis und man kann nicht beschreiben wie verdammt kalt es war. Mitten auf dem Parkplatz kochten wir unser Abendessen, wofür wir belustigte Blicke der anderen Leute kassierten. Die Jungs gönnten sich fette Lammsteaks und einige Leute hätten diese gerne mal probiert.
Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir fertig mit Essen und brachten unsere Kameras in Position. Da es bewölkt war, sah man die Sonne leider nicht untergehen, aber die Aussicht war es definitiv wert. Die Lichter der Stadt langsam angehen zu sehen, sah von oben genial aus. Hobart wandelte sich in ein Lichtermeer und war toll beleuchtet.
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DSC_0170 (FILEminimizer)Als wir es vor Kälte nicht mehr aushielten gingen wir zurück zum Auto, machten den Abwasch und fuhren die Serpentinen im Dunkeln wieder runter.
Nach einer Stunde waren wir am Parkplatz an einem Fluss und bauten im Dunkeln das Zelt auf, was zum Glück schnell geht.
Wir waren alle zu müde für einen Film, es war schon spät und so schliefen wir sofort ein.

Liebe Grüße vom Mount Wellington
Nadine

Stunning Wales and danger on the highway

Dienstag, 15.09.2015

Heute ließen wir es gemütlicher angehen und sogar Oma schlief länger. Nach dem Frühstück checkten wir aus und brachen gemütlich zum Hafen auf.
Heute stand eins der Highlights auf unserem Trip an. Wir freuten uns alle wie Schnitzel ! Bei bestem Wetter und warmen Temperaturen warteten wir am Hafen.
Um 11 ging’s los. Wir bekamen ganzkörper-Regenmäntel und die neusten Schwimmwesten vom Markt an.

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Das supermoderne kleine Rennboot war bis auf den letzten Platz belegt. Trotz Wochentag und ohne Schulferien. Als es startete, fingen Oma und Papa laut an zu lachen. Der Wellengang war abartig und das Boot flog übers Meer. Wie auf Bali auch schon bekam man ständig Adrenalinschocks, wenn das Boot meterhoch über die Wellen schanzte. Gut, dass Oma und Papa vorher Tabletten gegen Seekrankheit genommen hatten. Zwei nervige Mädels schrien die ganze Zeit und ich überlegte mir sie über Bord zu werfen. Die Fahrt machte total Spaß und das schnellste Boot im ganzen Staat New South Wales machte seinem Ruf alle Ehre.
Im ständigen Funkkontakt zu anderen Booten stehend, hielt unser Steuermann dann an.
Alle waren gespannt und zückten die Kameras. Dann plötzlich eine Wasserfontäne und eine gigantische Flosse. Wie in Zeitlupe bewegte der schwarze Wal sein Ende aus dem Wasser. Es war absolut atemberaubend nur ein paar Meter weg von so einem gigantischen Tier zu sein. Dann noch ein schwarzer Rücken. Der Guide erklärte uns, dass es Mutter und Kind (Kalb) seien. Die Wale kommen von der Antarktis und schwimmen bis zu 20.000 Kilometer. Der Mutterwal war größer als unser Boot und wir alle waren total fasziniert. Noch nie hab ich so etwas Schönes gesehen. Etwa alle 4 Minuten tauchten die beiden woanders auf und man musste genau gucken, um nichts zu verpassen. Irgendwann waren sie weg und unser Guide fuhr weiter um sie zu suchen. Ca. 150 m weg von uns dann wieder die Flossen und eine Fontäne. Der Steuermann fuhr noch näher hin und plötzlich tauchten sie nochmal direkt vor uns auf. Nur ca. 50 m weg von uns konnten wir die riesigen Säugetiere hautnah betrachten. Das war ein einzigartiges Erlebnis ! Ganz bekamen wir sie nie zu sehen, aber das machte gar nichts. Anhand der Rücken konnte man die Ausmaße sehen.

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Beim Rückweg gings genau so turbulent zu und zum Glück wurde niemand seekrank. Der Wellengang war wegen dem starken Wind abnormal und Papa saß auf der falschen Seite. Ständig platschte ihm eine ordentliche Ladung Wasser ins Gesicht und er sah aus wie ein begossener Pudel.
Die letzten paar Meter zeigte uns der Guide was das Boot drauf hat und fuhr krasse Kurven. Alle lachten und es machte auch Oma und Papa viel Spaß.

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DSC_0358 (FILEminimizer) DSC_0359 (FILEminimizer)DSC_0361 (FILEminimizer) DSC_0362 (FILEminimizer) DSC_0363 (FILEminimizer)
Eigentlich wollte ich nach diesem unvergesslichen Erlebnis Paragliding machen, aber Oma sagte ich soll mir nichts brechen, solange sie da sind und dann ließ ich es.
Mit der übrig gebliebenen Dominos Pizza machten wir es uns am Meer in der Sonne gemütlich und beobachteten die Pelikane.

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Unsere geplante Strecke nach Gosford sollte eigentlich in dreieinhalb Stunden (315 km) erledigt sein. Die erste Hälfte lief außer den üblich vielen Baustellen (die Highways sind eine einzige Baustelle) sehr gut und dann tauschten Papa und ich und er setze sich ans Steuer. Ich döste gerade so vor mich hin als das Auto sich total komisch anfühlte und Papa laut fluchte. Mitten auf dem viel befahrenen Highway hatten wir einen Reifenplatzer und fuhren auf den Standstreifen.

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Dieser war so schmal, dass Papa ganz an den Rand fahren musste und das Auto somit ein bisschen am Hang stand. Das Problem war dann, dass der Wagenheber zu kurz war. Diesen suchten wir mit Hilfe der Gebrauchsanweisung zuvor ewig – na toll ! Natürlich kam alles zusammen und es fing an zu dämmern. Weder eine Warnweste noch ein Warndreieck fanden sich in Brissie. Papa musste sie wieder eben hinstellen, womit er fast auf dem Highway lag, beim Versuch Brissie erneut hochzubocken. Er sagte zu Oma sie solle das Werkzeug wieder ins Auto räumen, sodass wir danach gleich los fahren können. Er war gerade dabei den neuen Reifen zu holen, als Omas Bewegung Brissie erneut runter krachen ließ. Wir wurden alle immer verzweifelter, es wurde dunkler und es war sau gefährlich direkt am Highway einen Reifen zu wechseln. Die vorbeifahrenden Autos und Trucks taten trotz Warnblinklicht nicht langsamer und ich hatte echt Angst um den halb unter dem Auto liegenden Papa. Der Wagenheber wollte einfach nicht halten und so rief ich den NRMA (wie bei uns ADAC) an. Der Mann am Telefon sagte, dass ich zuerst übers Telefon eine Mitgliedschaft abschließen müsse, anderenfalls würde er nichts machen. Ich machte ihn total zur Sau, schrie ihn an und sagte dass es lebensgefährlich wäre nachts auf einem engen Standstreifen am Highway ohne Warnweste zu stehen und dass er sofort was machen solle. Fluchen auf Englisch ist voll mein Ding 😉 er sagte er schickt jemand und dass er mich weiter verbindet um meinen Standort durchzugeben. Ich war 5 min in der Warteschleife und dann hörte ich nur tut tut tut… Wir waren alle total ratlos, bis Oma ein Wohnhaus über einer Brücke entdeckte. Alle Versuche zuvor, Autos anzuhalten, scheiterten und keine Sau wollte helfen.

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Ich musste die Autobahnbrücke hochklettern (im Minirock und Sandalen) und mich durch Sträucher kämpfen. Oben angekommen war das letzte Hindernis die Überquerung einer viel befahrenen Straße im Dunkeln. Ich war schon mal froh, dass ich das überlebt hatte.
Im Haus brannte Licht, aber ich fand keine Klingel. Ein etwa 14 jähriger Junge kam mir entgegen und ich erklärte das Problem. Er holte seinen Bruder der in etwa in meinem Alter war. Wir hatten Glück im Unglück und dieser hatte eine Werkstatt am Haus. Er schnappte 2 große Bretter, einen Ziegelstein und folgte mir.
Während ich ein paar Meter hinter dem Auto stand und mit meiner Handytaschenlampe die Autos und Trucks aufforderte langsamer zu fahren, wurde mir ganz anders. Ich stand so nah am Highway, dass ich drauf wartete überfahren zu werden. Die wenigsten Trucks wechselten auf die andere Spur um auszuweichen und die anderen rauschten mit einer Affengeschwindigkeit an uns vorbei. Da konnte ich meinen Mittelfinger manchmal nicht bei mir behalten.
Auch die Bretter hoben das Auto nicht weiter hoch und so rannte der nette junge Mann nochmal zu seiner Werkstatt um einen anderen Wagenheber zu holen. In der Zwischenzeit hielt ein weiteres Auto, das Papa für die Polizei und ich für den Abschleppdienst hielten. Ein sehr muskulöser Mann um die 30 wollte uns ebenfalls helfen. In seinem Autoanhänger hatte er alles mögliche an Autozubehör und so auch einen guten Wagenheber. In der Zwischenzeit kam auch der andere Helfer wieder. Zu 3. schafften die Männer es endlich das Ersatzrad drauf zu machen und wir waren total erleichtert, dass bei dieser lebensgefährlichen Aktion niemand verletzt wurde. Bei den überaus netten Helfern bedankten wir uns alle tausend mal und drückten ihnen Geld in die Hand, das sie erst nicht annehmen wollten. Wir ließen ihnen aber keine andere Chance 😉
Endlich, schon fast mitten in der Nacht, in Gosford angekommen, gingen wir einkaufen. Papa fuhr immer noch und hat mal wieder vergessen, zuerst nach rechts zu gucken. Dann ist er auch noch auf der falschen Straßenseite gefahren, aber zum Glück kam niemand und er wechselte, als ich es ihm sagte, auf die richtige Seite.
Dann checkten wir in unser Motel ein. Dieses war wieder ein Ibis Budget, überall innen war Baustelle und unser Zimmer moderte. Gut, dass wir dort nur für eine Nacht waren.
Zum Abendessen ging’s in den MC Donalds nebenan, wo wir ja jetzt schon Stammkunden sind 😀
Spät ging ein sehr ereignisreicher Tag zu Ende.

Pannenreiche Grüße
Nadine

Crazy Motel, Funeral and lonely Beach

Montag. 14.09.2015

Wir sind morgens aufgewacht. Ja wirklich. Hätten wir abends noch nicht gedacht. In unserem Gruselmotel… Hab da eher an so einen Mord gedacht. Wie in einem Horrorfilm.

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In dem Motelprospekt wurde groß mit mega Frühstücks-Buffet geworben. Für 10$ sagten wir nicht nein. Es war auch noch nicht schlimm, als wir dafür zum anderen Hotel von gestern Abend mussten. Es wurde schlimm, als wir das Frühstück sahen. Toastbrot und Kaffee. Das wars. Sonst nix. Ich frage die nette Empfangsdame wo denn das Buffet sei. Das gäbe es heute nicht, so die Antwort. Wurde uns nicht gesagt. Also zurück in unser Motel und Geld zurück verlangt. War auch möglich. Die Dame wusste auch nicht, warum es an diesem Tag kein Buffet gibt.
Dafür wollten Oma und ich uns eine Runde im Motelpool entspannen. Wurde ebenfalls groß dafür geworben. Dieser hatte trotz eigentlichen Öffnungszeiten geschlossen. Gottseidank ! In so einen dreckigen, ekeligen Innenpool wären wir beide nicht freiwillig rein.
Auf jeden Fall sind wir dann zum Frühstücken ins Einkaufszentrum zum Mc Donalds. So lange Oma und Papa shoppen waren, hab ich mir eine Massage gegönnt. Nach der anstrengenden Arbeit auf meiner alten Farm tat das richtig gut und war bitternötig. Danach war mir schwindlig, aber das war es wert. Ich fühlte mich wie neu geboren.
Um ein bisschen unseren Übernachtungsort Grafton zu erkunden, ging’s zu Fuß los. Das verschlafene Örtchen ist gemütlich und es gibt einen schönen, kleinen Memorial-Park mit vielen Denkmälern an z.B gefallene Soldaten.

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Daneben fließt gemächlich der kristallblaue Clarence-River. Im Internet stand, dass die Stadt mit ihren Häusern aussieht wie eine Westernstadt. Das fanden wir alle drei nicht und so waren wir nicht wirklich beeindruckt. Es gibt aber sehr alte Häuser, teilweise von 18 Hundert und diese sehen toll aus.

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Die Kirche „St Marys Church“ ist schön und als wir dort ankamen fand gerade ein Gottesdienst statt. Wir stellten uns dazu und entdeckten eine Collage. Leider fanden wir heraus, dass es sich um eine Beerdigung handelte und die vielen Leute haben schon gar nicht mehr in die Kirche gepasst. Ich hatte den ganzen Tag die Bilder der Collage des erst 22 jährigen, (so alt wie ich) verstorbenen im Kopf. Es sind aber keine Tränen geflossen und es war niemand schwarz gekleidet. Vielleicht ist das hier unüblich. Ich war jedenfalls sehr geschockt und mitgenommen und wir sind dann ganz schnell gegangen.

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Sonst gabs in Grafton nicht viel zu besichtigen und auch wegen des strengen Zeitplans machten wir uns auf zum Highway.
Das nächste Ziel war wieder unser geliebtes Port Macquarie. Papa fuhr und Oma und ich schliefen ein bisschen.
Als wir an einem vielversprechenden Schild vorbei kamen googelte ich den Ort und beschloss, dass der 30 minütige Umweg lohnenswert ist. Oma schrie plötzlich Halt und Papa fuhr links ran. Auf der Wiese bei 2 Pferden entdeckte sie 2 Kängurus. Leider waren diese ganz schnell wieder weg. Mit offenen Augen ging’s weiter und tatsächlich hielten wir nochmal. Bestimmt 20 Kängurus waren auf einer anderen Pferdekoppel. Ganz vorsichtig öffnete ich die Autotüre um Bilder zu machen, aber sie waren genau so schnell weg wie die anderen. Ein paar Bilder hatte ich schon aus dem Auto raus gemacht.

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Der Umweg nach „Minnie Water & Woolie“ hat sich sonst aber kaum gelohnt. Dort war absolut der Hund begraben und es gab gerade mal 30 Häuser. Dafür wurden wir mit einem gigantischen, langen Sandstrand belohnt den wir menschenleer vorfanden.

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Nach kurzer Zeit gingen wir aber wieder und das Navi schickte uns kompliziert im Kreis.
Nach insgesamt 3 (endlosen) Stunden Fahrt (245 km), erreichten wir bei Sonnenuntergang das selbe Motel wie das letzte Mal in Port Macquarie. Der Besitzer vom John Oxley Motel empfing uns wieder sehr freundlich, gab uns dasselbe Zimmer und fragte, wie unser Trip war – ja die netten Aussies eben ❤
Nach dem Wäsche waschen ging’s zu Fuß nochmal zum Dominos Pizza.
Papa hatte so viel Hunger, dass er gleich 2 Pizzen bestellte.
Im Motel machten wir es uns gemütlich und es schmeckte genau so gut wie beim letzten Mal. Natürlich schaffte Papa nur eine Pizza und das musste er sich den ganzen Abend noch von uns anhören.
Spät ging’s ins Bett und wir waren alle müde von der langen Fahrt.

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Liebe Grüße aus Port Macquarie
Nadine

Scary Movie

Sonntag, 13.09.2015

Wie auch die letzten Tage fing dieser mit einem Frühstück im Motel an.

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Das Leben aus dem Koffer wird nun auch für Oma und Papa immer mehr zur Gewohnheit und gepackt ist schnell. So verließen wir Brisbane früh am Morgen.

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Nach nur 77 km erreichten wir das berühmte Surfers Paradise an der Gold Coast und fanden gleich einen kostenlosen Parkplatz.

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Das Stadtbild ist total interessant und außergewöhnlich. Ähnlich wie in Brisbane findet man hinter den gigantischen Wolkenkratzern einen kilometerlangen wunderschönen Sandstrand und das blaue Meer. Oma war glücklich, als wir wieder durch den weichen Sand gelaufen sind. Dort war auch gerade eine Surfschule anzutreffen und wir beobachteten wie die Leute das erste mal versuchten auf den Brettern zu stehen.

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Nach dem Cappuccino und Eis im MC Donalds schlenderten wir gemütlich über die Einkaufsstraßen von Surfers. Das Wetter wurde nach anfänglichen Wolken perfekt und die Sonne schien. (Hier hatte ich zuerst „scheinte“ stehen, aber mein Microsoft Word korrigierte mich 😛 Schwaben eben).

Es gab viele Straßenkünstler und unter anderem eine Frau die Akkordeon spielte, sang und mit ihrer guten Laune die ganze Fußgängerzone unterhielt. Dieser gaben wir gerne was.

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Ein weiteres Kulturerlebnis das meine beiden Schwaben nicht verpassen durften, war ein Besuch im Pie Face. Dort gibt es die australische Nationalspeise „Pie“. Meistens mit Fleisch (aber auch vegetarisch) und Bratensoße ist die gefüllte Teigtasche ein beliebtes Fast-Food Gericht. Beliebt zumindest bei den Australiern. Papa fand es nicht so lecker und aß es nicht mal auf und Omas Begeisterung hielt sich auch in Grenzen. Dazu gabs Nudelsalat, aber wenigstens der schmeckte. Was der Bauer nicht kennt das frisst er nicht und so ging mein Versuch die beiden ein wenig zu Australiern zu machen in die Hose. Die müssen mal abwarten, bis sie Vegemite probieren 😉

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Irgendwie haben wir es dann mal wieder geschafft uns im Einkaufszentrum zu verirren und Papa wartete wie so oft sehr geduldig. Nach kurzer Zeit merkten wir aber, dass das keine so gute Idee ist, wenn draußen die Sonne scheint.

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An der Fußgängerzone entdeckten wir ein 7-D Kino. Papa weigerte sich komplett und Oma hatte ich nach ein paar Überredungsversuchen im Schlepptau. Für 15$ bekamen wir die 3-D Brillen aufgesetzt, saßen allein in einem Wagen und schnallten uns an. Die nette Dame erklärte uns wie wir auf uns aufmerksam machen sollten, wenn uns schlecht werden würde. Unser Film hieß „Wall of China“ (chinesische Mauer). Wir fuhren mit einem Tuk Tuk die komplette Mauer entlang und gerieten außer Kontrolle. So flogen wir auch meterweit runter, überschlugen uns und fuhren rückwärts. Effekte wie Wasser, Seifenblasen, Wind und Nebel gaben uns das Gefühl wirklich in China zu sein. Die Fahrt war sehr rasant und Oma und ich hatten sehr viel Spaß. Papa konnte unsere Gesichter draußen auf einem Monitor live mitverfolgen. Uns wurde nicht schlecht und wir waren froh diese große Gaudi mitgemacht zu haben.

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Leider ließ es unser straffer Zeitplan nicht zu noch länger zu bleiben und Papa drängte uns, weil wir noch einen weiten Weg vor uns hatten.

Bei aller bestem Wetter verließen wir so den traumhaften Sandstrand von Surfers Paradise.

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In der 3 stündigen Fahrt ging es nach Grafton. Das Fahren teilte ich mir mit Papa und mit einer Pause gingen die knapp 250km schnell vorbei. Wieder wurden wir die ganze Zeit durch die unendlich vielen Baustellen ausgebremst und Papa fluchte ständig. Als wir dann pünktlich zum wunderschönen Sonnenuntergang in dem kleinen Grafton ankamen, gingen wir erst mal einkaufen.

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Irgendwie fährt Papa ständig zu weit links und wenn ich ihn drauf hinweise, werde ich angezickt 😛 An einer Kreuzung guckte Papa zuerst links statt rechts und wenn ich nicht noch gerade rechtzeitig „Halt“ geschrien hätte, wäre Brissie (und wahrscheinlich alle anderen) verletzt gewesen. Zum Glück ging es gut und an jeder weiteren Kreuzung erinnerte ich Papa ans rechts Gucken. Dummer Linksverkehr…

Im Supermarkt Coles gingen wir wie immer an die selbstscann-Kasse. Diese sieht ganz genau, ob man noch Sachen im Wagen hat und wo man seine Tüten hin packt. Oma war dadurch sehr verwirrt. Ein Mitarbeiter musste 4 Mal kommen und die Kasse neu aktivieren, weil Oma so oft hin und her geräumt hat und so die Kasse blockiert wurde.

Dank des Kassenzettels von Coles konnten wir wie immer 4ct pro Liter sparen und tankten für 1,20$/Liter voll.

Als wir im Motel ankamen und unsere Namen durchgaben, waren wir verwirrt. Die Frau fand uns im System nicht. Meine Vermutung uns im falschen Motel zu befinden, bestätigte sich dann leider. Uuuups, peinlich !

Im richtigen Motel wollten wir nur noch einchecken. Obwohl auf der Seite von booking.com stand, dass die Rezeption unseres gebuchten Motels bis 22 Uhr offen hat, fanden wir um 19 Uhr niemanden vor. Ein Zettel an der Türe teilte uns mit, dass wir zum Nachbarhotel gehen sollten.

Dort war es genau so verlassen und die Rezeption leer. Kein Mensch war da und so gingen wir wieder zurück in unser Motel, das immer noch so einsam war. Nirgends brannte Licht, kein Auto stand auf dem Parkplatz, aber ein Schild verriet uns, dass es ausgebucht sei. Wir kamen uns vor wie in einem sehr schlechten Horrorfilm und es war sehr gruselig. Wir versuchten die Nummer anzurufen, die an der Türe stand, aber bekamen nur den Anrufbeantworter zu hören. Die andere Nummer von der Seite von booking.de funktionierte ebenfalls nicht. Dort stand aber, dass das Geld bereits von unserer Kreditkarte abgebucht wurde, also konnten wir auch nicht einfach abhauen. Es wurde immer gruseliger und wir fragten uns, wo die versteckte Kamera sei. Eine Notfallhotline warnte uns vor Missbrauch dieser und dass wir sonst eine Strafe zahlen müssten. War uns egal und endlich meldete sich dort ein Mann. Dieser gab mir die Anweisung zu einem Safe zu gehen der an der Wand hing. Er nannte mir den Code und mit Hilfe einer Anleitung daneben, öffnete ich den magischen Sesam. Perfekt vorbereitet fanden wir einen Briefumschlag mit unserem Namen, dem Schlüssel darin, einen Willkommensbrief und einen Plan wo sich unser Zimmer befindet. Wir mussten alle total laut los lachen und haben gesagt, dass wir da auch selbst drauf kommen hätten können. Den Code hätten wir aber ja sowieso nicht gewusst…. Jedenfalls hatten wir dann Glück und das Zimmer war total groß und schön.

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Nach dem Verstauen unserer Sachen setzten wir uns auf den Balkon und aßen Vesper.

Irgendwann kamen auch noch andere Leute und ich fragte mich, ob sie was sagen würden, weil Oma den Tisch und die Stühle vor deren Zimmer „geklaut“ hatte. Die Leute sagten nichts und wir waren froh im verlassenen Gruselmotel nicht allein schlafen zu müssen.

Spät gingen wir ins Bett.

Grüße von Scary Movie

Nadine

With the church around the village

Freitag, 11.09.2015

Oma weckte uns wieder mit einem tollen Frühstück auf unserem Motelbalkon mit Poolblick.

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Ein Anruf bei der Rezeption ergab leider, dass wir unseren Aufenthalt nicht verlängern können, da ausgebucht.
Also haben wir uns früh auf den Weg zum Sightseeing in Byron Bay gemacht.
Für 7$ ergatterten wir einen Parkplatz direkt neben dem Leuchtturm Cape Byron Light. Man sieht die endlosen Weiten des Ozeans und wir standen da und guckten in die Ferne. Dann plötzlich eine Fontäne: Ein Delfin tummelte sich im Meer ! Ewig beobachteten wir den wunderschönen Ozean und sahen sogar Wale, Haie und mehr Delfine. Es war richtig beeindruckend und ein total schönes Erlebnis. Dann kam eine Frau und fragte, ob wir an einer kostenlosen Besichtigung des Leuchtturms interessiert wären. Natürlich ließen wir uns das nicht entgehen und so folgten wir dem ehrenamtlichen Guide die 71 Stufen bis ganz nach oben. Er erklärte uns alles über die Technik dieses Turms und die Leute die früher dort arbeiteten. Die Wale bekommen ihre Jungen in Whitsundays und kommen immer in die Gegend von Byron. Wir hatten Glück und der Cape Byron hatte nach einer langen Restaurationsphase erstmals wieder geöffnet. Das Highlight war aber, als wir oben angekommen waren. Zur Türe gings raus und dann hatten wir eine gigantische Sicht aufs Meer. Hier konnten wir die Haie, Delfine und Wale noch besser beobachten und auch Papa und Oma kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Der nette Guide ließ uns eine ganze Weile gucken. Irgendwann mussten wir aber leider wieder nach unten 😦 Das war auf jeden Fall sehr lohnenswert und ist zu empfehlen. Unten im Leuchtturm war ein kleines Marinemuseum mit der Geschichte der Soldaten und einigen Ausstellungsstücken. Dann gings weiter mit dem Sightseeing.

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Eine google-Suche ergab, dass man die Schokoladenfabrik besichtigen sollte. Als wir dort vor dem Tor standen und uns ein kleiner Hund anbellte, sah das nach nicht viel Zivilisation aus. Als ein nicht gerade freundlicher Mann (ja es gibt auch sehr selten mal unfreundliche Aussies) uns erzählte, dass man seine Fabrik nicht besichtigen könne, waren wir sehr enttäuscht.
Dafür wollten wir dann ins Crystal Castle fahren und Kristalle besichtigen. Es ging ewig durch den Wald, über holprige Serpentinenstraßen und mir wurde schlecht, obwohl ich gefahren bin. Lange lange führte uns Google Maps durch den Dschungel und dann standen wir auf einem Parkplatz. Als ich nach dem Eintritt fragte, schluckte ich: 22$ Pro Person für ein paar Kristalle? Nein danke ! Da waren wir uns alle einig wieder umzudrehen. Das hieß aber leider auch, den ganzen Weg wieder zurück zu fahren.
Papa dachte er hätte eine schöne Abkürzung und da mein Google Maps im Wald kein Empfang hatte, hörte ich auf ihn. Die Strecke zurück war noch viel länger, wir hatten nicht mal Telefonempfang und fragten uns, ob wir jemals wieder raus finden würden. Also kurvten wir gefühlt den halben Tag weiter durch den Urwald. So sind wir also mit der Kirche ums Dorf, äääääh mit Brissie um Byron Bay gefahren. Irgendwann fanden wir aber wieder den Pacific Highway und konnten unsere Route wie gewünscht fortsetzten.
Die Suche nach einer Tankstelle gestaltete sich ebenfalls schwierig. Am Highway war ein Tankstellenschild an einer Ausfahrt und da es direkt am diesem keine Tankstellen gibt, fuhr ich die Ausfahrt raus. Danach hörten die Beschilderungen auf und nur mein Google Maps half mir, Trinken für Brissie zu finden.
Natürlich durfte auch der obligatorische Stopp im Mc Donalds nicht fehlen. Dort buchten wir auch gleich im WLAN unsere nächste Bleibe. Danach gabs ein Sandwich bei Subway und dann mussten wir uns beeilen. Überall herrschte Stau und wiedermal zeigte sich, dass die Australier einfach nicht Auto fahren konnten. So musste ich öfter links überholen. Die Rezeption schloss um 5 und es war schon nach 4. Neben dem Highway sahen wir viele Achterbahnen die dem Freizeitpark „Dreamworld“ angehören. Die Preise auf der Homepage (106$ pro Person) hielten uns aber davon ab, diesen in unsere Planung aufzunehmen.

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Kurz vor Brisbane hatten wir dann die 1.000 km Marke auf unserer Reiseroute erreicht. Rechtzeitig checkten wir im Motel „Tottenham Court Accomodation“ direkt neben dem Highway ein. Es ist trotzdem sehr leise, es gibt ein großes Shoppingcenter direkt daneben, wir haben Balkon und Küche und es ist sauber.
Oma und Papa sind noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen gegangen, aber ich hab mir ein kleines Schläfchen gegönnt. Fahren macht müde.

Liebe Grüße aus Brisbane
Nadine

Rain, Roadworks and Reception

Donnerstag, 10.09.2015

Oma kann einfach nicht ausschlafen. Somit fegte sie wieder um 6 durchs Zimmer. Leider hatten wir in diesem weder Tische noch Stühle und mussten auf dem Bett essen (also ich finde Frühstück im Bett ja super).

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Frisch gestärkt ging es (leider bei bewölktem Himmel und einer Brise) zum Hafen. Irgendwie verarschte mich mein google Maps und wir landeten an einem Fluss mit Sandstrand. Nicht das was wir wollten…
Beim 2. Versuch klappte es und wir waren an einem schönen kleinen Yachthafen mit vielen Booten. Ganz gemütlich schlenderten wir einen wunderschönen Weg am Meer entlang, wo es einen steilen Hügel rauf ging. Vom Muttonbird Island Natur Reserve hatte man eine atemberaubende Aussicht auf den Hafen und aufs Meer. Und wer glaubts: sogar WLAN fand man hier vor.

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Dann verließen wir die 45.580 Einwohner große Küstenstadt in New South Wales.
In der 3 stündigen Fahrt (240 km) gings nach Byron Bay. Die Strecke war gesäumt von unendlich vielen Baustellen und die 40, 60 und 80 km/h Schilder gaben sich die Hand. Es war sehr nervig dort zu fahren. Unterwegs sagte Papa ich soll anhalten. Mitten auf einem Highway-Parkplatz stand er dann da und baute meine neu gekaufte Antenne provisorisch ein. Das hieß dann, dass sie nicht außen am Auto steckte, sondern quer über Brissies Armaturenbrett lag. Er ist einfach ein leidenschaftlicher Hobbymechaniker 😉

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Leider empfing uns Byron Bay nicht gerade freundlich und es regnete. Dafür hatten wir ein wunderschönes Motel mit einem riesigen Zimmer mit Küche und Balkon, einer großen Gartenanlage, sehr freundlichem Personal und einem Pool. Das „Sunseeker Motel“ (http://www.byronsun.com.au/) hat uns also gleich voll zugesagt.

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Da es schon Abend war und sich das Wetter auch nicht bessern wollte, entschieden wir uns zu einem Ausflug zum Italiener (http://www.earthnseapizzabyronbay.com.au/). Sowohl meine Pasta Carbonara ohne Speck, Omas Mozzarella-Pizza und Papas Lasagne schmeckten sehr gut und bei frisch gezapften Bier aus Byron Bay, ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.

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Zum shoppen von Frühstücksartikeln gings anschließend in den Aldi und Coles.
Hundemüde fiel ich sehr früh ins Bett.

Liebe Grüße aus Byron Bay