I can’t see the Sea

Mittwoch, 09.09.2015

Der Tag begann um 6 bei strahlendem Sonnenschein und einem guten Frühstück, liebevoll im Motel von Oma zubereitet.
Wir verabschiedeten uns nett vom Besitzer und sagten, dass wir vielleicht wieder kommen werden.
Dann ging’s für uns an einen wunderschönen Sandstrand, wo Surfanfänger trainierten auf ihren Brettern zu stehen. Das Wasser war frisch, aber mit den Füßen konnte man gut rein. Natürlich wurden unsere Hosen wieder nass. Eine Weile schauten wir den vielen Surfern zu und genossen die Sonne.
Nächster Stopp war das Supercheap Auto. Dort bekommt man sehr günstig alles rund ums Auto und so war ich um Scheibenwischer, eine Antenne und Duftbäumchen reicher. Papa montierte die Scheibenwischer gleich noch an Ort und Stelle.
Oma kann es nicht sehen, wenn etwas dreckig ist und so bestand sie drauf in die Autowaschanlage zu fahren. Beim selbst-waschen war die Zeit auf 2:50 min begrenzt und so beeilten wir uns ordentlich. Wir wechselten uns alle ab und sorgten mit vollem Körpereinsatz dafür, dass Brissie wie neu aussah. Selbst mit Tempos standen wir da und putzten alles perfekt.
Oma ist schuld ! Das wissen wir jetzt 😀 sie wollte unbedingt am Meer entlang fahren. In Google Maps suchten wir also eine Route aus, die am Wasser entlang führte. Das erste Abenteuer war eine Autofähre zum Überqueren des Flusses „Hastings River“. Diese kostete 5$ und brachte uns in 3 Min Fahrtzeit sicher ans andere Ufer. Oma traute sich nicht die Autotüre auf zu machen, weil sie dachte das Autos vorbei fahren. Als wir ihr sagten, dass wir auf einer Fähre sind, mussten wir alle lachen. Neben uns war ein Mann im Auto der sich seine Chips mit seinem Hund teilte. Der nette junge Fährmann riet uns nach links zu fahren, aber die ausgesuchte Route verlief nach rechts. Unsere Gesichter waren filmreif, als wir an einem Schotterweg raus kamen. Gut, dass ich einen Jeep gekauft habe. Mit sage und schreibe 50 km/h fuhren wir über die Holperpiste. Natürlich suchten wir vergeblich nach dem Meer. Dieses war versteckt hinter meterhohen Büschen und Bäumen und man konnte es nicht mal erahnen. So ging das eine Weile, aber dann nahm unsere Route eine Wende: wir landeten in einer Sackgasse! Geradeaus befand sich ein sehr schmaler Sandpfad und links war ein großes Tor. Wir mussten alle total laut lachen. Hilft ja nix ! Also wieder umgedreht und Gleiche nicht vorhandene Straße zurück gefahren. Problem: Brissie hatte Durst. Und war fast bis zum letzten Tropfen leer.
Papa wollte sich nicht die Blöße geben und zum gleichen Fährmann zurück. Also haben wir die andere Strecke ausprobiert. Im Niemandsland gabs wieder eine Fähre und so warteten wir. Und wenn sie nicht verhungert sind, dann warten Sie noch heute, würde an dieser Stelle hier stehen, wenn nicht ein netter Bauarbeiter zu uns gekommen wäre und uns gesagt hätte, das die Fähre nicht fährt.
Leider blieb uns gar nix anderes übrig als die selbe Fähre wie hin, auch wieder zurück zu nehmen und lustige Kommentare vom Fährmann einzuheimsen. Papa dem das sehr peinlich war, versteckte sich unauffällig hinterm Auto. Fazit: 10$ Fährengebühr und 1 Stunde Zeit verloren, Meer nicht gesehen und an Erfahrung gewonnen: nicht alle Wege führen nach Rom, äääh Coffs Harbour !
Natürlich lassen sich die Schäfers durch sowas nicht unterkriegen. So ging’s dann endlich über den Pacific Highway Richtung nächstes Ziel und Brissie bekam gerade noch rechtzeitig was zu trinken. Oma musste sich den ganzen Tag anhören, dass sie Schuld am Umweg wäre. Unterwegs wurde ich so müde, dass Papa fahren musste. Für ihn war der Linksverkehr am Anfang sehr ungewohnt und er betätigte oft den Scheibenwischer statt dem Blinker, aber sonst klappte alles sehr gut.
Zwei Stunden später kamen wir an der Hauptattraktion der „Big Banana“ in Coffs Harbour an. Das ist einfach nur eine große Betonbanane mit Bananenplantagen und einem kleinen Freizeitpark drum herum. Alles hatte schon zu und wir guckten den Bauarbeitern zu, die gerade dem neuen Wasserpark den letzten Schliff verliehen.
Sonst ist in diesem kleinen Örtchen nicht viel geboten. Somit gingen wir ins Shoppingcenter, kauften Sachen fürs Frühstück, ich ließ mir die Spitzen und das Pony schneiden (normalerweise gehe ich nicht zum Frisör) und wir gönnten uns Eis und Kaffee im MC Donalds.
Erneut fanden wir uns dann in einem Ibis Budget Hotel wieder. Das Zimmer war nur minimal größer als das in Sydney, fürs WLAN musste man zahlen und in der Dusche floss das Wasser nicht ab.
Nicht weit weg vom Hotel fanden wir einen Thailänder und unsere großen Nudelboxen verspeisten wir noch dort.
Im Hotel spülte ich das Geschirr das schon eine Weile in meinem Auto lag und Oma kramte einen Lappen aus ihrem Koffer. Sogar im Urlaub will sie immer und überall putzen 😛
Früher als die letzten Tage ging’s dann ins Bett.

Liebe Grüße aus Coffs Harbour
Nadine

 

Town Beach in Port Macquarie

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Oma und ich

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Autoglücksbringer von Oma und Tante Sandra – danke ❤

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Autoladen

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Papa montiert die Scheibenwischer

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Brissie wird geputzt

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Autofähre
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Sackgasse:

schmaler Sandpfad…

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…oder Tor?

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ratlose Blicke

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Papa fährt

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So transportieren die ihre Kühe

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Bananenplantagen

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Big Banana

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