Koala Hospital

Dienstag, 08.09.2015

Sehr früh um halb 6 klingelte der Wecker und um 7 startete der Aufbruch Richtung Port Macquarie (http://www.portmacquarieinfo.com.au/).

Es dauerte ewig, bis wir uns durch den sehr krassen Berufsverkehr gekämpft hatten. Das war sehr anstrengend und nervenaufreibend. Irgendwann hatten wir es aber aus Sydney raus geschafft.

Auf der 4 stündigen Fahrt durchs Niemandsland über den Pacific Highway ging es wieder sehr lustig zu. Leider sahen wir viele tote Kängurus am Straßenrand.

Papa war sehr begeistert von den Road Trains. Die bis zu 35,5 m langen, bis zu 132 Tonnen schweren und bis zu 500 PS starken Lastwagenkombinationen die mit 100 km/h an uns vorbei rauschten, schafften Eindruck.

Außerdem machten wir uns über das Führerscheinsystem schlau. Die Fahranfänger ab 16 müssen den Buchstaben „L“ an ihrem Auto haben, was für „learner permits“ steht. Damit sind sie erlaubt Fahren zu lernen Mit dieser Lizenz müssen 120 Fahrstunden absolviert werden, die aber auch z.B. mit den Eltern (mit gültigem Führerschein) gemacht werden können. Wenn die Leute sich sicher fühlen und die Mindestfahrstunden erledigt haben, können sie sich für die „probationary licence“ bewerben, wobei sie dann das „P“ auf dem Auto haben. Anscheinend ist der Führerschein günstiger als in Deutschland, aber hier habe ich keine offiziellen Informationen. Die Probezeit ist ca. 4 Jahre und innerhalb von dieser gibt es auch verschiedene Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Fahrer.

Auf jeden Fall wussten wir dann, was das „L“ und „P“ auf den Autos heißt.

Bei sehr schönem Wetter fuhren wir das Koala-Hospital in Port Macquarie an. Dieses gibt es seit 42 Jahren und es werden verletzte und alte Koals aufgenommen, die Leute finden. So waren in all den Jahren schon ca. 1300 dieser Tiere da. Leider gibt es einige schlimme, unheilbare Koalakrankheiten und einige sind auch blind. Es ist aber absolut schön zu sehen, wie sich die insgesamt 170 ehrenamtlichen Helfer um die Beutelbären kümmern. Alles wird nur durch Spenden finanziert und da gibt man auch sehr gerne was. Jeder der wolligen Tiere hat ein eigenes Gehege mit täglich frischem Eukalyptus. Von den 900 Eukalyptusarten, essen die Koalas nur 60. Deswegen ist extra ein Mann eingestellt, der die Tiere mit dem richtigen Essen versorgt. Ganz viele Koals werden durch Buschfeuer oder Hunde verletzt und nur wenige überleben das. Das nach dem Känguru am weitesten verbreitete Symbol Australiens schläft bis zu 20 Stunden am Tag. Wir hatten sehr viel Glück und ein Koala spazierte auf allen Vieren im Gehege rum und war total goldig. Wir waren fast die Einzigen im Krankenhaus und konnten das Weibchen lange beobachten. Eine Frau die mehrmals die Woche kommt, meinte, dass es sehr selten ist das zu sehen.

Um 3 Uhr gabs eine Fütterung und die süßen Tiere wurden mich Milch aus einer Spritze versorgt, was ihnen sehr zu gefallen schien. Der nette Guide der mit Herz und Seele sein Wissen weiter gab, vermittelte uns viel Nützliches. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Hier der Link zur Website: http://www.koalahospital.org.au/

In einem schönen Cafè direkt daneben, genossen wir einen guten Kaffee in der Sonne.

Im Roto-House, ein Haus das noch Original wie in 1891 eingerichtet ist, findet man sogar original Tagebücher und Klamotten. Dort war es sehr interessant. Hier der Link:

http://www.nationalparks.nsw.gov.au/things-to-do/historic-buildings-places/Roto-House

Unser Motel „John Oxley Motel“ ist sehr schön, das Zimmer groß und wir sind im Neubau untergekommen. Auch das Bad ist sehr komfortabel. Erst konnten wir unsere Zimmertüre nicht aufschließen und fragten uns schon, ob das an uns liegt. Der nette Besitzer kam aber dann mit einem neuen Schlüssel und dann hatten wir wieder Zutritt zu unserem Raum.

Beim Einkauf des Frühstücks für den nächsten Tag im Aldi stellten Oma und Papa fest, wie günstig vieles hier ist. Viele Sachen sind sogar billiger als daheim.

Ein weiteres Kulturerlebnis das man in Australien nicht verpassen darf, ist „Dominos Pizza“. Viele Pizzen kosten dort vor 9 abends nur 5$ (3,10 Euro). An einem Monitor an der Wand sieht man genau wie weit die bestellte Pizza ist und die Leute arbeiten sehr schnell. So konnten wir trotz vieler anderer Gäste unsere Pizza 10 min. später mit nehmen. Im Motel verzehrten wir sie. Uns 3 haben die Pizzen sehr gut geschmeckt, sie waren groß und das war nicht das letzte Mal, dass wir dort bestellt haben.

Beim Shoppingbesuch im Coles davor kauften wir Batterien und Papa versuchte zurück im Motel die Fernbedienung für die Zentralverriegelung von Brissie (die bei mir noch nie funktionierte) wieder zum Laufen zu bringen. Leider gelang ihm das nicht, aber als er kurz draußen war, nahm Oma die Sache in die Hand. Sie drückte überall rum, klopfte ein paar mal drauf und siehe da – das Licht leuchtete. Das Auto ging erst damit nur auf und nicht mehr zu, aber Papa wandte sich ihr noch mal zu und dann hatte ich ein paar Minuten später eine funktionierende Zentralverriegelung. Außerdem füllten wir schon Öl, Spritzwasser und Kühlflüssigkeit nach und bald wechseln wir noch einen Reifen. Es ist echt praktisch, wenn man einen Papa hat, der sich mit Autos auskennt. Da hatte ich mal wieder richtig Glück und Brissie freut sich darüber bestimmt auch. Sonst ist er genau so begeistert wie ich von meinem Auto.

Ich muss hier Oma und Papa viel erklären. So zum Beispiel das man bei den Steckdosen einen Schalter umlegen muss, dass sie angehen, dass man beim über die Straße laufen erst nach rechts gucken muss, dass ein Kaffee mit Milch ein „Flat White Coffee“ ist, dass die Uhr nur von 12-11 geht dass man um die Hoteltüre abzuschließen innen einen Knopf rein drücken muss und vieles mehr. Ich lache die beiden immer aus und generell gibt es bei uns Schwaben viel zu lachen. Manchmal stellen wir uns alle drei ein bisschen dämlich an und finden das alle witzig.

Liebe Grüße aus Port Macquarie

Nadine

Frühstück

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Koala Hospital

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Roto House

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Unser Zimmer

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Papa repariert die Fernbedienung

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