Happy Halloween

Samstag, 31.10.2015

Endlich konnten wir entspannt schlafen und waren erholt als wir aufwachten.
Aylin und ich ließen uns viel Zeit mit Duschen und frühstücken. Als wir dann auf die Uhr schauten der Schock: in 15 min hätten wir zur gebuchten Tour da sein sollen, aber mussten noch zusammen packen und da hin fahren.
Mit ein mal Verfahren kamen wir um Punkt 10 am Hafen an (15 vor war Treffpunkt). Die mitt-sechziger im Boot und die beiden Kapitäne zeigten Verständnis und warteten geduldig.
Auf der sogenannten „Eco Rainforest River Cruise“ mit kostenlos Kuchen, Kaffee und Tee war es wie im Bilderbuch. Der Fluss „Brunswick River“ führt durch den Regenwald und wir waren auf dem kleinen Boot nur 6 Passagiere und 2 Kapitäne.
Wir lernten sehr viel über die Natur, Pflanzen und Tiere, sahen traumhafte Landschaften und viele Fische, Rochen und Vögel, unter anderem Adler. Jeder bekam ein Fernglas und ein Vogelbuch und so konnten wir uns genau informieren. In denen im Endeffekt fast 2 Stunden Fahrt ging es durch den Cape Byron Marine Park und es war super toll. Die Firma hat nicht umsonst so gute Bewertungen auf Trip-Advisor: es blieben keine Wünsche offen, unsere Guides wussten sehr viel, es war entspannt und wir lernten eine Menge. Es heißt auch nicht umsonst Eco-Cruise: die Kapitäne sammelten jedes Müllstück ein das sie fanden.
Hier ein Link zu diesem empfehlenswerten Erlebnis:
http://www.byronbaycruises.com.au/
Wir bedankten uns und dann ging’s zum Aussichtspunkt „Lions Lookout“. Von diesem aus sieht man die unendlichen Weiten des Ozeans und ganz Byron Bay. Es war traumhaft schön da.
Leider mussten wir einen Umweg über den Campingplatz machen, weil ich nach meiner Zeltplane fragen wollte. Kein Mitarbeiter hat diese gesehen und das heißt, dass sie geklaut wurde. Sehr ärgerlich. So fuhren wir über den ganzen Platz und suchten nach der Plane und den Zeltstangen. Ich war sauer, als wir diese nicht fanden, zumal jeder so eine graue Plane hat.
Im MC Donalds-WLAN suchten wir nach einem Park-, oder Campingplatz an der Gold Coast. Leider ist das hier schwierig bis unmöglich und so mussten wir ins Hostel. Der günstigste Campingplatz kostete 50$ und das Hostel 29$ die Nacht. Wir hatten totales Glück mit dem Hostel. Es wurde sogar eine Halloweenparty angeboten und so fiel die Entscheidung leicht.
Wir kamen im „Surf n Sun“ (http://www.surfnsunbackpackers.com) in Surfers Paradise in einem guten 6-Bett Zimmer unter. Direkt neben dem Strand und wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt hat es die perfekte Lage. Der Besitzer ist total freundlich und machte Scherze mit uns.
Mit Katie aus Kanada die in unserem Zimmer ist, kauften wir uns ein bisschen was kostümartiges. Um 8 ging das gemütliche Beisammensein im Hostel los und am Pool genossen wir einige Getränke.
Mit dem Bus wurde die große Partymeute in die Stadt gebracht und der Club-Crawl (http://www.goldcoastbackpackers.net/the-backpackers-big-night-out/) startete. Einmalig zahlte man 30$, bekam freien Eintritt in 4 Clubs und 4 Freigetränke. Der erste Club „Melbas“ war sehr gut. Irgendwie verloren wir die Gruppe, bzw. sie löste sich auf. Nils der aus Deutschland ist und im Hostel arbeitet, führte uns zum anderen Club dem „Beergarden“. Da war es sehr schlecht und eine Band spielte viel zu krassen Rock. Die anderen 4 mit denen wir unterwegs waren, verabschiedeten sich dann und Aylin und ich waren allein. Wir hatten keinen Plan welche beiden anderen Clubs noch freien Eintritt enthielten und schrieben Nils. Er gab uns die Namen von zwei weiteren Clubs aber als wir da waren, erfuhren wir, dass es die falschen sind und somit nicht kostenlos waren. 20$ hätten wir nochmal zahlen sollen. Wir hatten Glück und kamen in den Club „Vanity“ trotzdem for free rein. Die Stimmung dort war der Hammer, es war krass voll und der DJ hat die beste Musik gespielt. Viele verkleidete Leute tanzten bei der Halloweenparty und wir hatten total viel Spaß.
Dank Google Maps fanden wir den Weg „nach Hause“ und schliefen gegen halb 4 nach einem gigantischen Abend glücklich ein.

Gruselige Halloween Grüße
Nadine

 

„Flusskreuzfahrt“

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Rochen

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Unser Boot und Guide

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Selfie

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Aussichtspunkt

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Teufel

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Zwei Teufel

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Alle zusammen

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Stunning Wales and danger on the highway

Dienstag, 15.09.2015

Heute ließen wir es gemütlicher angehen und sogar Oma schlief länger. Nach dem Frühstück checkten wir aus und brachen gemütlich zum Hafen auf.
Heute stand eins der Highlights auf unserem Trip an. Wir freuten uns alle wie Schnitzel ! Bei bestem Wetter und warmen Temperaturen warteten wir am Hafen.
Um 11 ging’s los. Wir bekamen ganzkörper-Regenmäntel und die neusten Schwimmwesten vom Markt an.

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Das supermoderne kleine Rennboot war bis auf den letzten Platz belegt. Trotz Wochentag und ohne Schulferien. Als es startete, fingen Oma und Papa laut an zu lachen. Der Wellengang war abartig und das Boot flog übers Meer. Wie auf Bali auch schon bekam man ständig Adrenalinschocks, wenn das Boot meterhoch über die Wellen schanzte. Gut, dass Oma und Papa vorher Tabletten gegen Seekrankheit genommen hatten. Zwei nervige Mädels schrien die ganze Zeit und ich überlegte mir sie über Bord zu werfen. Die Fahrt machte total Spaß und das schnellste Boot im ganzen Staat New South Wales machte seinem Ruf alle Ehre.
Im ständigen Funkkontakt zu anderen Booten stehend, hielt unser Steuermann dann an.
Alle waren gespannt und zückten die Kameras. Dann plötzlich eine Wasserfontäne und eine gigantische Flosse. Wie in Zeitlupe bewegte der schwarze Wal sein Ende aus dem Wasser. Es war absolut atemberaubend nur ein paar Meter weg von so einem gigantischen Tier zu sein. Dann noch ein schwarzer Rücken. Der Guide erklärte uns, dass es Mutter und Kind (Kalb) seien. Die Wale kommen von der Antarktis und schwimmen bis zu 20.000 Kilometer. Der Mutterwal war größer als unser Boot und wir alle waren total fasziniert. Noch nie hab ich so etwas Schönes gesehen. Etwa alle 4 Minuten tauchten die beiden woanders auf und man musste genau gucken, um nichts zu verpassen. Irgendwann waren sie weg und unser Guide fuhr weiter um sie zu suchen. Ca. 150 m weg von uns dann wieder die Flossen und eine Fontäne. Der Steuermann fuhr noch näher hin und plötzlich tauchten sie nochmal direkt vor uns auf. Nur ca. 50 m weg von uns konnten wir die riesigen Säugetiere hautnah betrachten. Das war ein einzigartiges Erlebnis ! Ganz bekamen wir sie nie zu sehen, aber das machte gar nichts. Anhand der Rücken konnte man die Ausmaße sehen.

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Beim Rückweg gings genau so turbulent zu und zum Glück wurde niemand seekrank. Der Wellengang war wegen dem starken Wind abnormal und Papa saß auf der falschen Seite. Ständig platschte ihm eine ordentliche Ladung Wasser ins Gesicht und er sah aus wie ein begossener Pudel.
Die letzten paar Meter zeigte uns der Guide was das Boot drauf hat und fuhr krasse Kurven. Alle lachten und es machte auch Oma und Papa viel Spaß.

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Eigentlich wollte ich nach diesem unvergesslichen Erlebnis Paragliding machen, aber Oma sagte ich soll mir nichts brechen, solange sie da sind und dann ließ ich es.
Mit der übrig gebliebenen Dominos Pizza machten wir es uns am Meer in der Sonne gemütlich und beobachteten die Pelikane.

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Unsere geplante Strecke nach Gosford sollte eigentlich in dreieinhalb Stunden (315 km) erledigt sein. Die erste Hälfte lief außer den üblich vielen Baustellen (die Highways sind eine einzige Baustelle) sehr gut und dann tauschten Papa und ich und er setze sich ans Steuer. Ich döste gerade so vor mich hin als das Auto sich total komisch anfühlte und Papa laut fluchte. Mitten auf dem viel befahrenen Highway hatten wir einen Reifenplatzer und fuhren auf den Standstreifen.

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Dieser war so schmal, dass Papa ganz an den Rand fahren musste und das Auto somit ein bisschen am Hang stand. Das Problem war dann, dass der Wagenheber zu kurz war. Diesen suchten wir mit Hilfe der Gebrauchsanweisung zuvor ewig – na toll ! Natürlich kam alles zusammen und es fing an zu dämmern. Weder eine Warnweste noch ein Warndreieck fanden sich in Brissie. Papa musste sie wieder eben hinstellen, womit er fast auf dem Highway lag, beim Versuch Brissie erneut hochzubocken. Er sagte zu Oma sie solle das Werkzeug wieder ins Auto räumen, sodass wir danach gleich los fahren können. Er war gerade dabei den neuen Reifen zu holen, als Omas Bewegung Brissie erneut runter krachen ließ. Wir wurden alle immer verzweifelter, es wurde dunkler und es war sau gefährlich direkt am Highway einen Reifen zu wechseln. Die vorbeifahrenden Autos und Trucks taten trotz Warnblinklicht nicht langsamer und ich hatte echt Angst um den halb unter dem Auto liegenden Papa. Der Wagenheber wollte einfach nicht halten und so rief ich den NRMA (wie bei uns ADAC) an. Der Mann am Telefon sagte, dass ich zuerst übers Telefon eine Mitgliedschaft abschließen müsse, anderenfalls würde er nichts machen. Ich machte ihn total zur Sau, schrie ihn an und sagte dass es lebensgefährlich wäre nachts auf einem engen Standstreifen am Highway ohne Warnweste zu stehen und dass er sofort was machen solle. Fluchen auf Englisch ist voll mein Ding 😉 er sagte er schickt jemand und dass er mich weiter verbindet um meinen Standort durchzugeben. Ich war 5 min in der Warteschleife und dann hörte ich nur tut tut tut… Wir waren alle total ratlos, bis Oma ein Wohnhaus über einer Brücke entdeckte. Alle Versuche zuvor, Autos anzuhalten, scheiterten und keine Sau wollte helfen.

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Ich musste die Autobahnbrücke hochklettern (im Minirock und Sandalen) und mich durch Sträucher kämpfen. Oben angekommen war das letzte Hindernis die Überquerung einer viel befahrenen Straße im Dunkeln. Ich war schon mal froh, dass ich das überlebt hatte.
Im Haus brannte Licht, aber ich fand keine Klingel. Ein etwa 14 jähriger Junge kam mir entgegen und ich erklärte das Problem. Er holte seinen Bruder der in etwa in meinem Alter war. Wir hatten Glück im Unglück und dieser hatte eine Werkstatt am Haus. Er schnappte 2 große Bretter, einen Ziegelstein und folgte mir.
Während ich ein paar Meter hinter dem Auto stand und mit meiner Handytaschenlampe die Autos und Trucks aufforderte langsamer zu fahren, wurde mir ganz anders. Ich stand so nah am Highway, dass ich drauf wartete überfahren zu werden. Die wenigsten Trucks wechselten auf die andere Spur um auszuweichen und die anderen rauschten mit einer Affengeschwindigkeit an uns vorbei. Da konnte ich meinen Mittelfinger manchmal nicht bei mir behalten.
Auch die Bretter hoben das Auto nicht weiter hoch und so rannte der nette junge Mann nochmal zu seiner Werkstatt um einen anderen Wagenheber zu holen. In der Zwischenzeit hielt ein weiteres Auto, das Papa für die Polizei und ich für den Abschleppdienst hielten. Ein sehr muskulöser Mann um die 30 wollte uns ebenfalls helfen. In seinem Autoanhänger hatte er alles mögliche an Autozubehör und so auch einen guten Wagenheber. In der Zwischenzeit kam auch der andere Helfer wieder. Zu 3. schafften die Männer es endlich das Ersatzrad drauf zu machen und wir waren total erleichtert, dass bei dieser lebensgefährlichen Aktion niemand verletzt wurde. Bei den überaus netten Helfern bedankten wir uns alle tausend mal und drückten ihnen Geld in die Hand, das sie erst nicht annehmen wollten. Wir ließen ihnen aber keine andere Chance 😉
Endlich, schon fast mitten in der Nacht, in Gosford angekommen, gingen wir einkaufen. Papa fuhr immer noch und hat mal wieder vergessen, zuerst nach rechts zu gucken. Dann ist er auch noch auf der falschen Straßenseite gefahren, aber zum Glück kam niemand und er wechselte, als ich es ihm sagte, auf die richtige Seite.
Dann checkten wir in unser Motel ein. Dieses war wieder ein Ibis Budget, überall innen war Baustelle und unser Zimmer moderte. Gut, dass wir dort nur für eine Nacht waren.
Zum Abendessen ging’s in den MC Donalds nebenan, wo wir ja jetzt schon Stammkunden sind 😀
Spät ging ein sehr ereignisreicher Tag zu Ende.

Pannenreiche Grüße
Nadine

Crazy Motel, Funeral and lonely Beach

Montag. 14.09.2015

Wir sind morgens aufgewacht. Ja wirklich. Hätten wir abends noch nicht gedacht. In unserem Gruselmotel… Hab da eher an so einen Mord gedacht. Wie in einem Horrorfilm.

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In dem Motelprospekt wurde groß mit mega Frühstücks-Buffet geworben. Für 10$ sagten wir nicht nein. Es war auch noch nicht schlimm, als wir dafür zum anderen Hotel von gestern Abend mussten. Es wurde schlimm, als wir das Frühstück sahen. Toastbrot und Kaffee. Das wars. Sonst nix. Ich frage die nette Empfangsdame wo denn das Buffet sei. Das gäbe es heute nicht, so die Antwort. Wurde uns nicht gesagt. Also zurück in unser Motel und Geld zurück verlangt. War auch möglich. Die Dame wusste auch nicht, warum es an diesem Tag kein Buffet gibt.
Dafür wollten Oma und ich uns eine Runde im Motelpool entspannen. Wurde ebenfalls groß dafür geworben. Dieser hatte trotz eigentlichen Öffnungszeiten geschlossen. Gottseidank ! In so einen dreckigen, ekeligen Innenpool wären wir beide nicht freiwillig rein.
Auf jeden Fall sind wir dann zum Frühstücken ins Einkaufszentrum zum Mc Donalds. So lange Oma und Papa shoppen waren, hab ich mir eine Massage gegönnt. Nach der anstrengenden Arbeit auf meiner alten Farm tat das richtig gut und war bitternötig. Danach war mir schwindlig, aber das war es wert. Ich fühlte mich wie neu geboren.
Um ein bisschen unseren Übernachtungsort Grafton zu erkunden, ging’s zu Fuß los. Das verschlafene Örtchen ist gemütlich und es gibt einen schönen, kleinen Memorial-Park mit vielen Denkmälern an z.B gefallene Soldaten.

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Daneben fließt gemächlich der kristallblaue Clarence-River. Im Internet stand, dass die Stadt mit ihren Häusern aussieht wie eine Westernstadt. Das fanden wir alle drei nicht und so waren wir nicht wirklich beeindruckt. Es gibt aber sehr alte Häuser, teilweise von 18 Hundert und diese sehen toll aus.

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Die Kirche „St Marys Church“ ist schön und als wir dort ankamen fand gerade ein Gottesdienst statt. Wir stellten uns dazu und entdeckten eine Collage. Leider fanden wir heraus, dass es sich um eine Beerdigung handelte und die vielen Leute haben schon gar nicht mehr in die Kirche gepasst. Ich hatte den ganzen Tag die Bilder der Collage des erst 22 jährigen, (so alt wie ich) verstorbenen im Kopf. Es sind aber keine Tränen geflossen und es war niemand schwarz gekleidet. Vielleicht ist das hier unüblich. Ich war jedenfalls sehr geschockt und mitgenommen und wir sind dann ganz schnell gegangen.

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Sonst gabs in Grafton nicht viel zu besichtigen und auch wegen des strengen Zeitplans machten wir uns auf zum Highway.
Das nächste Ziel war wieder unser geliebtes Port Macquarie. Papa fuhr und Oma und ich schliefen ein bisschen.
Als wir an einem vielversprechenden Schild vorbei kamen googelte ich den Ort und beschloss, dass der 30 minütige Umweg lohnenswert ist. Oma schrie plötzlich Halt und Papa fuhr links ran. Auf der Wiese bei 2 Pferden entdeckte sie 2 Kängurus. Leider waren diese ganz schnell wieder weg. Mit offenen Augen ging’s weiter und tatsächlich hielten wir nochmal. Bestimmt 20 Kängurus waren auf einer anderen Pferdekoppel. Ganz vorsichtig öffnete ich die Autotüre um Bilder zu machen, aber sie waren genau so schnell weg wie die anderen. Ein paar Bilder hatte ich schon aus dem Auto raus gemacht.

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Der Umweg nach „Minnie Water & Woolie“ hat sich sonst aber kaum gelohnt. Dort war absolut der Hund begraben und es gab gerade mal 30 Häuser. Dafür wurden wir mit einem gigantischen, langen Sandstrand belohnt den wir menschenleer vorfanden.

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Nach kurzer Zeit gingen wir aber wieder und das Navi schickte uns kompliziert im Kreis.
Nach insgesamt 3 (endlosen) Stunden Fahrt (245 km), erreichten wir bei Sonnenuntergang das selbe Motel wie das letzte Mal in Port Macquarie. Der Besitzer vom John Oxley Motel empfing uns wieder sehr freundlich, gab uns dasselbe Zimmer und fragte, wie unser Trip war – ja die netten Aussies eben ❤
Nach dem Wäsche waschen ging’s zu Fuß nochmal zum Dominos Pizza.
Papa hatte so viel Hunger, dass er gleich 2 Pizzen bestellte.
Im Motel machten wir es uns gemütlich und es schmeckte genau so gut wie beim letzten Mal. Natürlich schaffte Papa nur eine Pizza und das musste er sich den ganzen Abend noch von uns anhören.
Spät ging’s ins Bett und wir waren alle müde von der langen Fahrt.

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Liebe Grüße aus Port Macquarie
Nadine

Scary Movie

Sonntag, 13.09.2015

Wie auch die letzten Tage fing dieser mit einem Frühstück im Motel an.

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Das Leben aus dem Koffer wird nun auch für Oma und Papa immer mehr zur Gewohnheit und gepackt ist schnell. So verließen wir Brisbane früh am Morgen.

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Nach nur 77 km erreichten wir das berühmte Surfers Paradise an der Gold Coast und fanden gleich einen kostenlosen Parkplatz.

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Das Stadtbild ist total interessant und außergewöhnlich. Ähnlich wie in Brisbane findet man hinter den gigantischen Wolkenkratzern einen kilometerlangen wunderschönen Sandstrand und das blaue Meer. Oma war glücklich, als wir wieder durch den weichen Sand gelaufen sind. Dort war auch gerade eine Surfschule anzutreffen und wir beobachteten wie die Leute das erste mal versuchten auf den Brettern zu stehen.

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Nach dem Cappuccino und Eis im MC Donalds schlenderten wir gemütlich über die Einkaufsstraßen von Surfers. Das Wetter wurde nach anfänglichen Wolken perfekt und die Sonne schien. (Hier hatte ich zuerst „scheinte“ stehen, aber mein Microsoft Word korrigierte mich 😛 Schwaben eben).

Es gab viele Straßenkünstler und unter anderem eine Frau die Akkordeon spielte, sang und mit ihrer guten Laune die ganze Fußgängerzone unterhielt. Dieser gaben wir gerne was.

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Ein weiteres Kulturerlebnis das meine beiden Schwaben nicht verpassen durften, war ein Besuch im Pie Face. Dort gibt es die australische Nationalspeise „Pie“. Meistens mit Fleisch (aber auch vegetarisch) und Bratensoße ist die gefüllte Teigtasche ein beliebtes Fast-Food Gericht. Beliebt zumindest bei den Australiern. Papa fand es nicht so lecker und aß es nicht mal auf und Omas Begeisterung hielt sich auch in Grenzen. Dazu gabs Nudelsalat, aber wenigstens der schmeckte. Was der Bauer nicht kennt das frisst er nicht und so ging mein Versuch die beiden ein wenig zu Australiern zu machen in die Hose. Die müssen mal abwarten, bis sie Vegemite probieren 😉

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Irgendwie haben wir es dann mal wieder geschafft uns im Einkaufszentrum zu verirren und Papa wartete wie so oft sehr geduldig. Nach kurzer Zeit merkten wir aber, dass das keine so gute Idee ist, wenn draußen die Sonne scheint.

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An der Fußgängerzone entdeckten wir ein 7-D Kino. Papa weigerte sich komplett und Oma hatte ich nach ein paar Überredungsversuchen im Schlepptau. Für 15$ bekamen wir die 3-D Brillen aufgesetzt, saßen allein in einem Wagen und schnallten uns an. Die nette Dame erklärte uns wie wir auf uns aufmerksam machen sollten, wenn uns schlecht werden würde. Unser Film hieß „Wall of China“ (chinesische Mauer). Wir fuhren mit einem Tuk Tuk die komplette Mauer entlang und gerieten außer Kontrolle. So flogen wir auch meterweit runter, überschlugen uns und fuhren rückwärts. Effekte wie Wasser, Seifenblasen, Wind und Nebel gaben uns das Gefühl wirklich in China zu sein. Die Fahrt war sehr rasant und Oma und ich hatten sehr viel Spaß. Papa konnte unsere Gesichter draußen auf einem Monitor live mitverfolgen. Uns wurde nicht schlecht und wir waren froh diese große Gaudi mitgemacht zu haben.

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Leider ließ es unser straffer Zeitplan nicht zu noch länger zu bleiben und Papa drängte uns, weil wir noch einen weiten Weg vor uns hatten.

Bei aller bestem Wetter verließen wir so den traumhaften Sandstrand von Surfers Paradise.

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In der 3 stündigen Fahrt ging es nach Grafton. Das Fahren teilte ich mir mit Papa und mit einer Pause gingen die knapp 250km schnell vorbei. Wieder wurden wir die ganze Zeit durch die unendlich vielen Baustellen ausgebremst und Papa fluchte ständig. Als wir dann pünktlich zum wunderschönen Sonnenuntergang in dem kleinen Grafton ankamen, gingen wir erst mal einkaufen.

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Irgendwie fährt Papa ständig zu weit links und wenn ich ihn drauf hinweise, werde ich angezickt 😛 An einer Kreuzung guckte Papa zuerst links statt rechts und wenn ich nicht noch gerade rechtzeitig „Halt“ geschrien hätte, wäre Brissie (und wahrscheinlich alle anderen) verletzt gewesen. Zum Glück ging es gut und an jeder weiteren Kreuzung erinnerte ich Papa ans rechts Gucken. Dummer Linksverkehr…

Im Supermarkt Coles gingen wir wie immer an die selbstscann-Kasse. Diese sieht ganz genau, ob man noch Sachen im Wagen hat und wo man seine Tüten hin packt. Oma war dadurch sehr verwirrt. Ein Mitarbeiter musste 4 Mal kommen und die Kasse neu aktivieren, weil Oma so oft hin und her geräumt hat und so die Kasse blockiert wurde.

Dank des Kassenzettels von Coles konnten wir wie immer 4ct pro Liter sparen und tankten für 1,20$/Liter voll.

Als wir im Motel ankamen und unsere Namen durchgaben, waren wir verwirrt. Die Frau fand uns im System nicht. Meine Vermutung uns im falschen Motel zu befinden, bestätigte sich dann leider. Uuuups, peinlich !

Im richtigen Motel wollten wir nur noch einchecken. Obwohl auf der Seite von booking.com stand, dass die Rezeption unseres gebuchten Motels bis 22 Uhr offen hat, fanden wir um 19 Uhr niemanden vor. Ein Zettel an der Türe teilte uns mit, dass wir zum Nachbarhotel gehen sollten.

Dort war es genau so verlassen und die Rezeption leer. Kein Mensch war da und so gingen wir wieder zurück in unser Motel, das immer noch so einsam war. Nirgends brannte Licht, kein Auto stand auf dem Parkplatz, aber ein Schild verriet uns, dass es ausgebucht sei. Wir kamen uns vor wie in einem sehr schlechten Horrorfilm und es war sehr gruselig. Wir versuchten die Nummer anzurufen, die an der Türe stand, aber bekamen nur den Anrufbeantworter zu hören. Die andere Nummer von der Seite von booking.de funktionierte ebenfalls nicht. Dort stand aber, dass das Geld bereits von unserer Kreditkarte abgebucht wurde, also konnten wir auch nicht einfach abhauen. Es wurde immer gruseliger und wir fragten uns, wo die versteckte Kamera sei. Eine Notfallhotline warnte uns vor Missbrauch dieser und dass wir sonst eine Strafe zahlen müssten. War uns egal und endlich meldete sich dort ein Mann. Dieser gab mir die Anweisung zu einem Safe zu gehen der an der Wand hing. Er nannte mir den Code und mit Hilfe einer Anleitung daneben, öffnete ich den magischen Sesam. Perfekt vorbereitet fanden wir einen Briefumschlag mit unserem Namen, dem Schlüssel darin, einen Willkommensbrief und einen Plan wo sich unser Zimmer befindet. Wir mussten alle total laut los lachen und haben gesagt, dass wir da auch selbst drauf kommen hätten können. Den Code hätten wir aber ja sowieso nicht gewusst…. Jedenfalls hatten wir dann Glück und das Zimmer war total groß und schön.

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Nach dem Verstauen unserer Sachen setzten wir uns auf den Balkon und aßen Vesper.

Irgendwann kamen auch noch andere Leute und ich fragte mich, ob sie was sagen würden, weil Oma den Tisch und die Stühle vor deren Zimmer „geklaut“ hatte. Die Leute sagten nichts und wir waren froh im verlassenen Gruselmotel nicht allein schlafen zu müssen.

Spät gingen wir ins Bett.

Grüße von Scary Movie

Nadine

Skyscrapers, Lagoons and white Sand in the city

Samstag, 12.09.2015

Natürlich begann der Tag wieder sehr früh mit einem guten Frühstück auf dem Motelbalkon. Das Wetter war besser als vorausgesagt und so zogen wir los.

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Direkt neben unserem Motel ist eine Bushaltestelle und wir nahmen den Bus in Richtung City. Für stolze 17$ für uns drei fuhren wir gerade mal 5 km.

Der erste Besichtigungspunkt war der Botanical Garden in mitten von Brisbane. Dieser ist sehr schön angelegt es hat viele Pflanzen und Blumen und wir sahen sogar Echsen rum rennen. Diese sonnten sich und waren richtig groß und gar nicht schüchtern. Als eine davon Papas Weg kreuzte, erschrak er sich zu Tode. Keine Ahnung was es genau für Reptilien waren (vielleicht Bartagamen?), aber sie waren sehr cool.

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Das Lustige ist, dass hier Grünanlagen in mitten der Stadt sind. Die 2,2 Mio. Einwohnerstadt ist die 3. größte von Australien. So ist es ein krasser Anblick in mitten der unendlich vielen Wolkenkratzern einen großen Fluss und viele Parkanlagen zu finden.

Um ein bisschen was von der Stadt zu sehen, entschieden wir uns für eine Flussrundfahrt. Das Ticket für 16$ für 3 Leute galt für 3 Stunden und war somit sehr günstig. Wir sahen viele Brücken, tausende von privaten Bootsanlegestellen und ein schönes Flussufer. Die Fähre hatte richtig Power und ging ordentlich vorwärts. Das Wetter spielte wider erwarten sehr gut mit und wir konnten sogar unsere Jacken ausziehen, weil es so warm wurde.

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Bei einem Mittagessen im Hungry Jacks wo es sehr chaotisch zu ging, bekamen wir eine Cola, einen Veggieburger und eine Pommes zu viel, weil die Schalterdame es nicht drauf hatte.

Dann gab es eine Schwabenvereinigung. Leo die ich schon sehr lange kenne, kommt aus meinem Ort und ist vor 2 Wochen in Brisbane angekommen. Mit ihrem Kumpel Sven zeigte sie uns die Stadt. Jetzt habe ich die ganze Zeit so perfektes Hochdeutsch geredet, aber in der Woche hab ich meinen Dialekt zurück bekommen und freue mich, dass ich wieder schwäbisch schwätze kann. Zuerst gings über die Queen Street. Das ist eine sehr schöne Shoppingstraße mit vielen Läden und Restaurants. Es hat gerade das Brisbane Orchester gespielt und es war die Hölle los.

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Das Highlight von Brisbane ist meiner Meinung nach die South Bank (http://www.visitbrisbane.com.au/south-bank?sc_lang=en-au). „South Bank ist Brisbanes führende Lifestyle- und Kulturdestination, beheimatet am südlichen Ufer des Brisbane River. Seine 17 Hektar grüne Parklandschaft , Weltklasse-Restaurants, der atemberaubende Blick auf den Fluss und hunderte von reizvollen Veranstaltungen machen es das ganze Jahr über den perfekten Ort zum Entspannen und Erholen.”

Dort ist auch der gigantische Stadtstrand „Streets Beach“. Es ist Australiens einziger Innenstadtstrand, künstlich angelegt und dieser hat eine Lagune umgeben von weißen Sandstränden und tropischen Pflanzen und ist sogar kostenlos. Einige Leute trauten sich sogar bei diesen Temperaturen ins Wasser. Es ist total genial gemacht und hat sogar Bademeister.

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Leo und Sven führten uns auch über den wunderschönen Künstlermarkt.
Der Weg durch einen sehr grünen, tollen Park war der Abschluss einer coolen Sightseeingtour von Leo und Sven. Dort standen auch 2 weiße Stretchlimous und wir sahen einige Bräute und Brautjungfern.

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Die beiden brachen dann in die andere Richtung auf und wir fuhren mit dem Bus zurück zum Motel. Es war total cool, dass ich mich mit Leo treffen konnte und auch mit Sven war es sehr lustig. Bestimmt sehen wir uns in Australien nochmal irgendwann. Schließlich war es jetzt nach Yara und Saskia die 3. Schwäbin mit der ich mich in Down-Under verabredet hab.

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Papa taten die Füße ordentlich weh, nachdem wir den ganzen Tag in der großen Stadt rum gelaufen sind. Er meinte es waren bestimmt 15 km. Als ich meine schlaue App befragte sagte sie mir, dass es gerade mal 5 km waren.
Eigentlich wollten wir noch Abendessen einkaufen, aber standen um 15 nach 5 vor verschlossenen Coles-Türen. Ich dachte wir sind in Brisbane?! Eine nette Australierin beschrieb uns den Weg zum nächsten Supermarkt, aber der war zu weit weg.
Dann ging’s eben ohne Abendessen ins Bett.
Im Zimmer skypten wir ewig mit meinem Bruder-<3 und Tante Sandra. Außerdem planten wir mit Hilfe von Google Maps und drei Reiseführern die Route zurück Richtung Sydney.
Ich lache Oma und Papa immer aus, weil sie alles so lustig aussprechen. So wird aus „Brisbane“ „Brisbeen“, aus der „Harbour-Bridge“ die „Harbr Pritsch“ und aus „Byron Bay“ „Bairon Bee“.

Liebe Grüße
Nadine

With the church around the village

Freitag, 11.09.2015

Oma weckte uns wieder mit einem tollen Frühstück auf unserem Motelbalkon mit Poolblick.

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Ein Anruf bei der Rezeption ergab leider, dass wir unseren Aufenthalt nicht verlängern können, da ausgebucht.
Also haben wir uns früh auf den Weg zum Sightseeing in Byron Bay gemacht.
Für 7$ ergatterten wir einen Parkplatz direkt neben dem Leuchtturm Cape Byron Light. Man sieht die endlosen Weiten des Ozeans und wir standen da und guckten in die Ferne. Dann plötzlich eine Fontäne: Ein Delfin tummelte sich im Meer ! Ewig beobachteten wir den wunderschönen Ozean und sahen sogar Wale, Haie und mehr Delfine. Es war richtig beeindruckend und ein total schönes Erlebnis. Dann kam eine Frau und fragte, ob wir an einer kostenlosen Besichtigung des Leuchtturms interessiert wären. Natürlich ließen wir uns das nicht entgehen und so folgten wir dem ehrenamtlichen Guide die 71 Stufen bis ganz nach oben. Er erklärte uns alles über die Technik dieses Turms und die Leute die früher dort arbeiteten. Die Wale bekommen ihre Jungen in Whitsundays und kommen immer in die Gegend von Byron. Wir hatten Glück und der Cape Byron hatte nach einer langen Restaurationsphase erstmals wieder geöffnet. Das Highlight war aber, als wir oben angekommen waren. Zur Türe gings raus und dann hatten wir eine gigantische Sicht aufs Meer. Hier konnten wir die Haie, Delfine und Wale noch besser beobachten und auch Papa und Oma kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Der nette Guide ließ uns eine ganze Weile gucken. Irgendwann mussten wir aber leider wieder nach unten 😦 Das war auf jeden Fall sehr lohnenswert und ist zu empfehlen. Unten im Leuchtturm war ein kleines Marinemuseum mit der Geschichte der Soldaten und einigen Ausstellungsstücken. Dann gings weiter mit dem Sightseeing.

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Eine google-Suche ergab, dass man die Schokoladenfabrik besichtigen sollte. Als wir dort vor dem Tor standen und uns ein kleiner Hund anbellte, sah das nach nicht viel Zivilisation aus. Als ein nicht gerade freundlicher Mann (ja es gibt auch sehr selten mal unfreundliche Aussies) uns erzählte, dass man seine Fabrik nicht besichtigen könne, waren wir sehr enttäuscht.
Dafür wollten wir dann ins Crystal Castle fahren und Kristalle besichtigen. Es ging ewig durch den Wald, über holprige Serpentinenstraßen und mir wurde schlecht, obwohl ich gefahren bin. Lange lange führte uns Google Maps durch den Dschungel und dann standen wir auf einem Parkplatz. Als ich nach dem Eintritt fragte, schluckte ich: 22$ Pro Person für ein paar Kristalle? Nein danke ! Da waren wir uns alle einig wieder umzudrehen. Das hieß aber leider auch, den ganzen Weg wieder zurück zu fahren.
Papa dachte er hätte eine schöne Abkürzung und da mein Google Maps im Wald kein Empfang hatte, hörte ich auf ihn. Die Strecke zurück war noch viel länger, wir hatten nicht mal Telefonempfang und fragten uns, ob wir jemals wieder raus finden würden. Also kurvten wir gefühlt den halben Tag weiter durch den Urwald. So sind wir also mit der Kirche ums Dorf, äääääh mit Brissie um Byron Bay gefahren. Irgendwann fanden wir aber wieder den Pacific Highway und konnten unsere Route wie gewünscht fortsetzten.
Die Suche nach einer Tankstelle gestaltete sich ebenfalls schwierig. Am Highway war ein Tankstellenschild an einer Ausfahrt und da es direkt am diesem keine Tankstellen gibt, fuhr ich die Ausfahrt raus. Danach hörten die Beschilderungen auf und nur mein Google Maps half mir, Trinken für Brissie zu finden.
Natürlich durfte auch der obligatorische Stopp im Mc Donalds nicht fehlen. Dort buchten wir auch gleich im WLAN unsere nächste Bleibe. Danach gabs ein Sandwich bei Subway und dann mussten wir uns beeilen. Überall herrschte Stau und wiedermal zeigte sich, dass die Australier einfach nicht Auto fahren konnten. So musste ich öfter links überholen. Die Rezeption schloss um 5 und es war schon nach 4. Neben dem Highway sahen wir viele Achterbahnen die dem Freizeitpark „Dreamworld“ angehören. Die Preise auf der Homepage (106$ pro Person) hielten uns aber davon ab, diesen in unsere Planung aufzunehmen.

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Kurz vor Brisbane hatten wir dann die 1.000 km Marke auf unserer Reiseroute erreicht. Rechtzeitig checkten wir im Motel „Tottenham Court Accomodation“ direkt neben dem Highway ein. Es ist trotzdem sehr leise, es gibt ein großes Shoppingcenter direkt daneben, wir haben Balkon und Küche und es ist sauber.
Oma und Papa sind noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen gegangen, aber ich hab mir ein kleines Schläfchen gegönnt. Fahren macht müde.

Liebe Grüße aus Brisbane
Nadine

Rain, Roadworks and Reception

Donnerstag, 10.09.2015

Oma kann einfach nicht ausschlafen. Somit fegte sie wieder um 6 durchs Zimmer. Leider hatten wir in diesem weder Tische noch Stühle und mussten auf dem Bett essen (also ich finde Frühstück im Bett ja super).

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Frisch gestärkt ging es (leider bei bewölktem Himmel und einer Brise) zum Hafen. Irgendwie verarschte mich mein google Maps und wir landeten an einem Fluss mit Sandstrand. Nicht das was wir wollten…
Beim 2. Versuch klappte es und wir waren an einem schönen kleinen Yachthafen mit vielen Booten. Ganz gemütlich schlenderten wir einen wunderschönen Weg am Meer entlang, wo es einen steilen Hügel rauf ging. Vom Muttonbird Island Natur Reserve hatte man eine atemberaubende Aussicht auf den Hafen und aufs Meer. Und wer glaubts: sogar WLAN fand man hier vor.

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Dann verließen wir die 45.580 Einwohner große Küstenstadt in New South Wales.
In der 3 stündigen Fahrt (240 km) gings nach Byron Bay. Die Strecke war gesäumt von unendlich vielen Baustellen und die 40, 60 und 80 km/h Schilder gaben sich die Hand. Es war sehr nervig dort zu fahren. Unterwegs sagte Papa ich soll anhalten. Mitten auf einem Highway-Parkplatz stand er dann da und baute meine neu gekaufte Antenne provisorisch ein. Das hieß dann, dass sie nicht außen am Auto steckte, sondern quer über Brissies Armaturenbrett lag. Er ist einfach ein leidenschaftlicher Hobbymechaniker 😉

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Leider empfing uns Byron Bay nicht gerade freundlich und es regnete. Dafür hatten wir ein wunderschönes Motel mit einem riesigen Zimmer mit Küche und Balkon, einer großen Gartenanlage, sehr freundlichem Personal und einem Pool. Das „Sunseeker Motel“ (http://www.byronsun.com.au/) hat uns also gleich voll zugesagt.

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Da es schon Abend war und sich das Wetter auch nicht bessern wollte, entschieden wir uns zu einem Ausflug zum Italiener (http://www.earthnseapizzabyronbay.com.au/). Sowohl meine Pasta Carbonara ohne Speck, Omas Mozzarella-Pizza und Papas Lasagne schmeckten sehr gut und bei frisch gezapften Bier aus Byron Bay, ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.

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Zum shoppen von Frühstücksartikeln gings anschließend in den Aldi und Coles.
Hundemüde fiel ich sehr früh ins Bett.

Liebe Grüße aus Byron Bay

 

 

I can’t see the Sea

Mittwoch, 09.09.2015

Der Tag begann um 6 bei strahlendem Sonnenschein und einem guten Frühstück, liebevoll im Motel von Oma zubereitet.
Wir verabschiedeten uns nett vom Besitzer und sagten, dass wir vielleicht wieder kommen werden.
Dann ging’s für uns an einen wunderschönen Sandstrand, wo Surfanfänger trainierten auf ihren Brettern zu stehen. Das Wasser war frisch, aber mit den Füßen konnte man gut rein. Natürlich wurden unsere Hosen wieder nass. Eine Weile schauten wir den vielen Surfern zu und genossen die Sonne.
Nächster Stopp war das Supercheap Auto. Dort bekommt man sehr günstig alles rund ums Auto und so war ich um Scheibenwischer, eine Antenne und Duftbäumchen reicher. Papa montierte die Scheibenwischer gleich noch an Ort und Stelle.
Oma kann es nicht sehen, wenn etwas dreckig ist und so bestand sie drauf in die Autowaschanlage zu fahren. Beim selbst-waschen war die Zeit auf 2:50 min begrenzt und so beeilten wir uns ordentlich. Wir wechselten uns alle ab und sorgten mit vollem Körpereinsatz dafür, dass Brissie wie neu aussah. Selbst mit Tempos standen wir da und putzten alles perfekt.
Oma ist schuld ! Das wissen wir jetzt 😀 sie wollte unbedingt am Meer entlang fahren. In Google Maps suchten wir also eine Route aus, die am Wasser entlang führte. Das erste Abenteuer war eine Autofähre zum Überqueren des Flusses „Hastings River“. Diese kostete 5$ und brachte uns in 3 Min Fahrtzeit sicher ans andere Ufer. Oma traute sich nicht die Autotüre auf zu machen, weil sie dachte das Autos vorbei fahren. Als wir ihr sagten, dass wir auf einer Fähre sind, mussten wir alle lachen. Neben uns war ein Mann im Auto der sich seine Chips mit seinem Hund teilte. Der nette junge Fährmann riet uns nach links zu fahren, aber die ausgesuchte Route verlief nach rechts. Unsere Gesichter waren filmreif, als wir an einem Schotterweg raus kamen. Gut, dass ich einen Jeep gekauft habe. Mit sage und schreibe 50 km/h fuhren wir über die Holperpiste. Natürlich suchten wir vergeblich nach dem Meer. Dieses war versteckt hinter meterhohen Büschen und Bäumen und man konnte es nicht mal erahnen. So ging das eine Weile, aber dann nahm unsere Route eine Wende: wir landeten in einer Sackgasse! Geradeaus befand sich ein sehr schmaler Sandpfad und links war ein großes Tor. Wir mussten alle total laut lachen. Hilft ja nix ! Also wieder umgedreht und Gleiche nicht vorhandene Straße zurück gefahren. Problem: Brissie hatte Durst. Und war fast bis zum letzten Tropfen leer.
Papa wollte sich nicht die Blöße geben und zum gleichen Fährmann zurück. Also haben wir die andere Strecke ausprobiert. Im Niemandsland gabs wieder eine Fähre und so warteten wir. Und wenn sie nicht verhungert sind, dann warten Sie noch heute, würde an dieser Stelle hier stehen, wenn nicht ein netter Bauarbeiter zu uns gekommen wäre und uns gesagt hätte, das die Fähre nicht fährt.
Leider blieb uns gar nix anderes übrig als die selbe Fähre wie hin, auch wieder zurück zu nehmen und lustige Kommentare vom Fährmann einzuheimsen. Papa dem das sehr peinlich war, versteckte sich unauffällig hinterm Auto. Fazit: 10$ Fährengebühr und 1 Stunde Zeit verloren, Meer nicht gesehen und an Erfahrung gewonnen: nicht alle Wege führen nach Rom, äääh Coffs Harbour !
Natürlich lassen sich die Schäfers durch sowas nicht unterkriegen. So ging’s dann endlich über den Pacific Highway Richtung nächstes Ziel und Brissie bekam gerade noch rechtzeitig was zu trinken. Oma musste sich den ganzen Tag anhören, dass sie Schuld am Umweg wäre. Unterwegs wurde ich so müde, dass Papa fahren musste. Für ihn war der Linksverkehr am Anfang sehr ungewohnt und er betätigte oft den Scheibenwischer statt dem Blinker, aber sonst klappte alles sehr gut.
Zwei Stunden später kamen wir an der Hauptattraktion der „Big Banana“ in Coffs Harbour an. Das ist einfach nur eine große Betonbanane mit Bananenplantagen und einem kleinen Freizeitpark drum herum. Alles hatte schon zu und wir guckten den Bauarbeitern zu, die gerade dem neuen Wasserpark den letzten Schliff verliehen.
Sonst ist in diesem kleinen Örtchen nicht viel geboten. Somit gingen wir ins Shoppingcenter, kauften Sachen fürs Frühstück, ich ließ mir die Spitzen und das Pony schneiden (normalerweise gehe ich nicht zum Frisör) und wir gönnten uns Eis und Kaffee im MC Donalds.
Erneut fanden wir uns dann in einem Ibis Budget Hotel wieder. Das Zimmer war nur minimal größer als das in Sydney, fürs WLAN musste man zahlen und in der Dusche floss das Wasser nicht ab.
Nicht weit weg vom Hotel fanden wir einen Thailänder und unsere großen Nudelboxen verspeisten wir noch dort.
Im Hotel spülte ich das Geschirr das schon eine Weile in meinem Auto lag und Oma kramte einen Lappen aus ihrem Koffer. Sogar im Urlaub will sie immer und überall putzen 😛
Früher als die letzten Tage ging’s dann ins Bett.

Liebe Grüße aus Coffs Harbour
Nadine

 

Town Beach in Port Macquarie

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Oma und ich

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Autoglücksbringer von Oma und Tante Sandra – danke ❤

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Autoladen

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Papa montiert die Scheibenwischer

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Brissie wird geputzt

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Autofähre
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Sackgasse:

schmaler Sandpfad…

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…oder Tor?

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ratlose Blicke

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Papa fährt

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So transportieren die ihre Kühe

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Bananenplantagen

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Big Banana

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Koala Hospital

Dienstag, 08.09.2015

Sehr früh um halb 6 klingelte der Wecker und um 7 startete der Aufbruch Richtung Port Macquarie (http://www.portmacquarieinfo.com.au/).

Es dauerte ewig, bis wir uns durch den sehr krassen Berufsverkehr gekämpft hatten. Das war sehr anstrengend und nervenaufreibend. Irgendwann hatten wir es aber aus Sydney raus geschafft.

Auf der 4 stündigen Fahrt durchs Niemandsland über den Pacific Highway ging es wieder sehr lustig zu. Leider sahen wir viele tote Kängurus am Straßenrand.

Papa war sehr begeistert von den Road Trains. Die bis zu 35,5 m langen, bis zu 132 Tonnen schweren und bis zu 500 PS starken Lastwagenkombinationen die mit 100 km/h an uns vorbei rauschten, schindeten Eindruck.

Außerdem machten wir uns über das Führerscheinsystem schlau. Die Fahranfänger ab 16 müssen den Buchstaben „L“ an ihrem Auto haben, was für „learner permits“ steht. Damit sind sie erlaubt Fahren zu lernen Mit dieser Lizenz müssen 120 Fahrstunden absolviert werden, die aber auch z.B. mit den Eltern (mit gültigem Führerschein) gemacht werden können. Wenn die Leute sich sicher fühlen und die Mindestfahrstunden erledigt haben, können sie sich für die „probationary licence“ bewerben, wobei sie dann das „P“ auf dem Auto haben. Anscheinend ist der Führerschein günstiger als in Deutschland, aber hier habe ich keine offiziellen Informationen. Die Probezeit ist ca. 4 Jahre und innerhalb von dieser gibt es auch verschiedene Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Fahrer.
Auf jeden Fall wussten wir dann, was das „L“ und „P“ auf den Autos heißt.

Bei sehr schönem Wetter fuhren wir das Koala-Hospital in Port Macquarie an. Dieses gibt es seit 42 Jahren und es werden verletzte und alte Koals aufgenommen, die Leute finden. So waren in all den Jahren schon ca. 1300 dieser Tiere da. Leider gibt es einige schlimme, unheilbare Koalakrankheiten und einige sind auch blind. Es ist aber absolut schön zu sehen, wie sich die insgesamt 170 ehrenamtlichen Helfer um die Beutelbären kümmern. Alles wird nur durch Spenden finanziert und da gibt man auch sehr gerne was. Jeder der wolligen Tiere hat ein eigenes Gehege mit täglich frischem Eukalyptus. Von den 900 Eukalyptusarten essen die Koalas nur 60. Deswegen ist extra ein Mann eingestellt, der die Tiere mit dem richtigen Essen versorgt. Ganz viele Koalas werden durch Buschfeuer oder Hunde verletzt und nur wenige überleben das. Das nach dem Känguru am weitesten verbreitete Symbol Australiens schläft bis zu 20 Stunden am Tag. Wir hatten sehr viel Glück und ein Koala spazierte auf allen Vieren im Gehege rum und war total goldig. Wir waren fast die Einzigen im Krankenhaus und konnten das Weibchen lange beobachten. Eine Frau die mehrmals die Woche kommt meinte, dass es sehr selten ist das zu sehen.

Um 3 Uhr gabs eine Fütterung und die süßen Tiere wurden mich Milch aus einer Spritze versorgt, was ihnen sehr zu gefallen schien. Der nette Guide der mit Herz und Seele sein Wissen weiter gab, vermittelte uns viel Nützliches. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Hier der Link zur Website: http://www.koalahospital.org.au/

In einem schönen Cafè direkt daneben, genossen wir einen guten Kaffee in der Sonne.

Im Roto-House, ein Haus das noch Original wie in 1891 eingerichtet ist, findet man sogar original Tagebücher und Klamotten. Dort war es sehr interessant. Hier der Link:

http://www.nationalparks.nsw.gov.au/things-to-do/historic-buildings-places/Roto-House

Unser Motel „John Oxley Motel“ ist sehr schön, das Zimmer groß und wir sind im Neubau untergekommen. Auch das Bad ist sehr komfortabel. Erst konnten wir unsere Zimmertüre nicht aufschließen und fragten uns schon, ob das an uns liegt. Der nette Besitzer kam aber dann mit einem neuen Schlüssel und dann hatten wir wieder Zutritt zu unserem Raum.

Beim Einkauf des Frühstücks für den nächsten Tag im Aldi stellten Oma und Papa fest, wie günstig vieles hier ist. Viele Sachen sind sogar billiger als daheim.

Ein weiteres Kulturerlebnis das man in Australien nicht verpassen darf, ist „Dominos Pizza“. Viele Pizzen kosten dort vor 9 abends nur 5$ (3,10 Euro). An einem Monitor an der Wand sieht man genau wie weit die bestellte Pizza ist und die Leute arbeiten sehr schnell. So konnten wir trotz vieler anderer Gäste unsere frische Pizza 10 min. später mit nehmen. Im Motel verzehrten wir sie. Uns 3 haben die Pizzen sehr gut geschmeckt, sie waren groß und das war nicht das letzte Mal, dass wir dort bestellt haben.

Beim Shoppingbesuch im Coles davor kauften wir Batterien und Papa versuchte zurück im Motel die Fernbedienung für die Zentralverriegelung von Brissie (die bei mir noch nie funktionierte) wieder zum Laufen zu bringen. Leider gelang ihm das nicht, aber als er kurz draußen war, nahm Oma die Sache in die Hand. Sie drückte überall rum, klopfte ein paar mal drauf und siehe da – das Licht leuchtete. Das Auto ging erst damit nur auf und nicht mehr zu, aber Papa wandte sich ihr noch mal zu und dann hatte ich ein paar Minuten später eine funktionierende Zentralverriegelung. Außerdem füllten wir schon Öl, Spritzwasser und Kühlflüssigkeit nach und bald wechseln wir noch einen Reifen. Es ist echt praktisch, wenn man einen Papa hat, der sich mit Autos auskennt. Da hatte ich mal wieder richtig Glück und Brissie freut sich darüber bestimmt auch. Sonst ist er genau so begeistert wie ich von meinem Auto.

Ich muss hier Oma und Papa viel erklären. So zum Beispiel das man bei den Steckdosen einen Schalter umlegen muss, dass sie angehen, dass man beim über die Straße laufen erst nach rechts gucken muss, dass ein Kaffee mit Milch ein „Flat White Coffee“ ist, dass die Uhr nur von 12-11 geht dass man um die Hoteltüre abzuschließen innen einen Knopf rein drücken muss und vieles mehr. Ich lache die beiden immer aus und generell gibt es bei uns Schwaben viel zu lachen. Manchmal stellen wir uns alle drei ein bisschen dämlich an und finden das alle witzig.

Liebe Grüße aus Port Macquarie

Nadine

Frühstück

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Koala Hospital

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Roto House

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Unser Zimmer

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Papa repariert die Fernbedienung

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Bali here I come

Mittwoch, 17.06.2015

Als ich mich aus dem Bett raffte, war es noch dunkel. Die Uhr sprach 5 und zu Fuß machte ich mich auf den Weg zur Stadtbahn. Diese fuhr mich zur Southern Cross Station. Ein komisches Gefühl nach einem Monat wieder am Bahnsteig 2 1/2 vorbei zu laufen wo ich erst noch zum Zug Richtung Violet Town gerannt bin. Die Zeit vergeht so schnell. Dann wieder ein de-ja-vu: mit dem Skybus die Fahrt zum Flughafen. Schlappe 18$ hab ich wieder hingelegt.
Natürlich war ich wie immer sehr rechtzeitig dort. Meine Sparmaßnahmen haben zur Folge, dass ich diesmal nur mit Handgepäck fliege. Hoffentlich kommt mein Backpack auch als solches durch, dachte ich die ganze Zeit.

 

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Nach einem guten Frühstück ging es durch die Sicherheitskontrolle, die hier viel genauer ist, was ich gut finde.

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Zu dritt muss man an Tische und wird von Kopf bis Fuß mit einer Kelle durchleuchtet. Auch das Handgepäck wird gut abgesucht. Dann muss man wie sonst auch durch die Personenkontrolle und das Gepäck durchs Röntgen. Auffällige Leute müssen in einen geschlossenen Ganzkörperscanner. Eine Frau diskutierte ewig mit dem Security, weil sie ihr 80$ teures Shampoo weg werfen musste – tja, besser vorher informieren ! (ich musste auch schon was weg werfen). Generell ist der Flughafen in Melbourne total gut organisiert, alles geht super schnell und es stehen überall Security die einen zum schnellen aufrücken in den Schlangen motivieren.

Als ich an Board war, war ich total erleichtert mit meinem Backpack als Handgepäck durchgekommen zu sein, der eigentlich zu groß ist. Bestimmt war er auch zu schwer – gut, dass es niemand kontrolliert hat – 80$ für Gepäck gespart ! Diesmal hatte ich leider nicht meinen Lieblingsplatz, weil ich zu spät gebucht hatte und saß in der vorletzten Reihe im Mittelteil.

Pünktlich erhob sich der Airbus 330-300 in die Lüfte. Wie immer war das Wetter in Melbourne nicht so toll. Ich hätte es wissen müssen, aber nun hatte ich das erste mal meine Tabletten gegen die Flugangst nicht dabei und schon kamen wir in Turbulenzen. Normalerweise hätte ich mir beim ersten Ruckeln eine eingeworfen. Immer noch nicht zu vergleichen mit meinem Horror-Flug weswegen ich die Angst habe, aber schon ziemlich wackelig. Also leuchteten mich gleich über eine Stunde lang die Anschnallzeichen an. Ich bekam natürlich nasse Hände, einen schnellen Puls und Ohrensausen und es war, als würde mir die Luft weg bleiben. Aber irgendwie habe ich das Gefühl ich werde mit jeden Turbulenzen stärker und hab weniger Angst. Als es endlich vorbei war, gab es auch Essen (Reis mit Tofu, aber nicht zu genießen) und ich hatte mich erst mal wieder beruhigt.

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Leider sollte das nicht alles gewesen sein und es ging trotz Sonnenschein wieder von vorne los. Diesmal konzentrierte ich mich auf das Schreiben und meine Atmung und hatte die Angst und den Puls besser unter Kontrolle. Vielleicht wird Fliegen ja irgendwann mal ein schönes Erlebnis für mich, wer weiß… Zumindest weiß ich jetzt, dass ich einen turbulenten Flug auch ohne Wunderpillen überleben kann.

Ich wusste nur nicht, dass AirAsia kein Entertainment-System hat (Billigairline halt) und schrieb gegen die Langeweile den ganzen Flug über neue Blogartikel. Mit meinen Sitznachbarn (ein Ehepaar das mit den 3 Kindern Urlaub in Bali macht), unterhielt ich mich auch lange super nett.

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Kurz vor der Landung die sich irgendwie ewig hin zog, gab es ein lautes Geräusch im Flugzeug und alle guckten aus dem Fenster. Ich konnte nur das Meer sehen und als der Vogel aufsetzte, dachte ich, dass wir auf dem Meer gelandet sind. Ich bekam Herzrasen aber stellte fest, dass wir nach sechseinhalb Stunden endlich auf dem sonnigen Bali angekommen sind.

Da ich nicht aufs Gepäck warten musste, konnte ich direkt zum Visa-Schalter. Da Deutsche aber seit dem 13. Juni für das Visum nichts mehr zahlen müssen, ging es nachdem ich eine Sicherheitskontrolle passiert hatte, zum Taxistand. Die 20 minütige Fahrt kostete 21$, was ok war. Der junge Taxifahrer trug meinen Rucksack zum Taxi und unterhielt sich während der Fahrt nett mit mir. Nach dem Geld wechseln war ich reich, denn meine 80$ verwandelten sich in 800.000 Rupiah.

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Vor dem Hotel wartete schon Saskia und zeigte mir alles. Die Wiedersehensfreude war natürlich riesig und ich freute mich total, dass wir hier zusammen „Urlaub“ machen können.

Den restlichen Tag verbrachten wir am Rooftop-Pool bei bestem Wetter. Die Sonne scheint, es hat 30 Grad und das Hotel ist super. Außerdem drehten wir Videos zum Geburtstag von Saskias Schwester und ihrer Freundin.

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Saskia und ich

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Weil wir zu faul und zu müde waren essen zu gehen, bestellten wir wie die Könige unser Essen aufs Zimmer und es gab Nasi-Goreng, Pizza und Bananen-Pfannkuchen für sehr wenig Geld und wir ließen es uns schmecken.

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Sehr übermüdet schlief ich glücklich ein.

Indonesische Grüße

Nadine