Rescue us

Donnerstag, 16.06.2016

Da es uns schon nach einem Tag auf der einsamen Insel zu langweilig wurde und wir die Zivilisation vermissten, nahmen wir die Fähre um 10 zurück zum Festland. Zumal es schon wieder regnete und ein Strandtag auch sprichwörtlich ins Wasser gefallen wäre. Zum Glück waren die Leute so flexibel unsere Buchung zu stornieren.
Im Restaurant frühstückten wir noch was bevor wir auscheckten und am Pier ewig auf die Fähre warten mussten.
Die Fähre war wesentlich schneller und komfortabler als die Nussschale und an Deck ließ es sich gut aushalten. Sogar der Regen ließ nach. Die Fahrt zog sich trotzdem ewig und so schnell war das Schiff dann wohl doch nicht.
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Was eine totale Touristenverarsche ist: das Boot hält an einem Pier in einem Armenviertel weit weg vom Schuss. Also nicht da wo wir vor ein paar Tagen los gefahren sind. Die Tuk Tuk Fahrer machen bestimmt viel Geld die ganzen Reisenden in die Stadt zu karren. Wir handelten eine Fahrt für 5$ aus was bestimmt immer noch zu teuer ist, aber laufen wäre zu weit gewesen und es regnete noch.
Dieses Tuk Tuk war anders als alle die ich bisher gesehen hatte. Es war ein Auto mit Aufsetzdach und groß und komfortabel. Selbst mit unseren Backpacks hatten wir zu 4. noch Platz.
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Wir stoppten an dem Büro über das wir unsere Tickets nach Battambang gebucht haben um diese dort abzuholen. Für 16$ pro Person bekamen wir den Nachtbus der am selben Abend fahren sollte.
Eine Pizzeria warb mit 5$ Pizza die dazu noch richtig gut aussah. Wir bestellten uns jeder eine und wurden nicht enttäuscht. Die Pizzen waren so riesig, dass sie kein Mensch aufessen kann und es gab Brot mit Dips davor. Wir ließen es uns schmecken und nahmen den Rest als Wegzehrung mit.
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Sara checkte in einem Hostel daneben ein, weil sie leider eine andere Route wie wir plant. In dieses Hostel setzen wir uns und taten was wir gut können: chillen!

Bald hat meine Tablettengeschichte ein Ende
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Als das zu langweilig wurde liefen wir los und suchten die Affen die es hier geben sollte, aber fanden keine unserer Artgenossen.
Wir machten einen Ausflug zum Strand von Sihanoukville den ich ja bisher noch nicht gesehen hatte. Dort wird man von unzähligen Leuten genervt die einem eine Massage, Armbändchen oder Essen andrehen wollen. Schon nach kurzer Zeit wurde das zu anstrengend. Wir setzten uns in ein Café mit Meerblick und erholten uns vom enormen, fast nicht auszuhaltenden Stress der letzten 2 Tage. Hach, das Leben kann so anstrengend sein.
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Zurück in Saras Hostel dem „Monkey Republic“ saßen wir zusammen, redeten und beschäftigten uns mit unseren elektronischen Geräten bis wir um 18:30 Uhr zum Büro gingen wo uns unser Bus abholen sollte. Zuvor hatten wir uns wie die Geier aufs WLAN gestürzt, weil es echt schwer war einen Tag ohne auszukommen und es sich wie eine Ewigkeit anfühlte.
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Mit Sara hatten wir unser eigenes Abschiedskommitee, denn sie wartete mit uns bis der Bus uns abholte. Es war echt cool die Tage zusammen zu reisen und wir hatten definitiv viel Spaß! Schade, dass wir nicht zusammen weiter reisen können!
Der Nachtbus war zum Glück auch ein solcher und hatte Betten. Mein Bett suchte ich nur leider vergeblich, denn als wir die Tickets gebucht hatten wurde für uns einfach ein „Doppelbett“ gebucht.
Viele andere hatten ihr Bett für sich allein und es war so wenig Platz, dass wir uns fragten wie wir das zu zweit machen sollten. Außerdem konnte man die Klima an unserem Bett nicht ausschalten und mit meinen Mandeln will ich nichts riskieren. Wir konnten wenigstens das Bett tauschen und die Klima ausstellen. Bis wir uns im Bett organisiert und sortiert hatten, dauerte es eine ganze Weile, aber wir hatten total viel Spaß und kriegten uns nicht mehr vor lachen. So lagen wir Fuß an Kopf und hatten mehr Platz als gedacht. Es war ziemlich bequem und es gab sogar einen kleinen Vorhang. Nur unsere Leselampe funktionierte nicht und das WLAN auch nicht. Ewig standen wir herum, warteten auf andere Leute und der Bus fuhr immer nur ein paar Meter vor und zurück. Bis wir richtig los kamen dauerte es und wir aßen solange zum Abendessen unsere Pizza vom Mittag die auch kalt schmeckte.
Sehr früh schlief ich dank den Ohrstöpseln von Lena ein. Ca. 14 Stunden später sollten wir in Battambang ankommen.
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Liebe Grüße vom Nachtbus
Nadine

Stranded on a lonely island

Mittwoch, 15.06.2016

Kannst du dir vorstellen auf einer einsamen Insel zu stranden? Mit einer Nussschale bei krassem Wellengang dort hin gebracht zu werden? Ohne Internet, Strom, Wasser, dafür mit vielen kleinen Mitbewohnern? In dieses Abenteuer wollten wir Mädels uns stürzen.

Koh Rong
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Morgens konnten wir nur chillen, weil die einzige Fähre die an diesem Tag fuhr (wegen Nebensaison) erst um 2 ging. Naja Fähre ist übertrieben, denn es war wie gesagt eine bessere (oder schlechtere) Nussschale. Wir dachten ständig diese kippt um, denn die Wellen erwischten das Ding von der Seite. Das Einzige um was ich mir Sorgen machte war mein Gepäck. Es regnete in Strömen und ein Dach suchte man hier natürlich vergebens. Andere Länder, andere Standards… Die Fahrt zog sich ewig und wir waren froh, als wir durchgeschaukelt auf der einsamen Insel Koh Rong Samloem strandeten.
Leider waren wir ein bisschen schockiert wie abgegrenzt man hier tatsächlich ist. Ganz so krass hätten wir das nicht erwartet. Hinzu kam auch noch, dass man bei dem Regen natürlich nicht mal an den Strand liegen kann. Wieso genau hatten wir nochmal 2 Nächte hier gebucht? Der Bungalow Eco Sea Dive zieht eigentlich hauptsächlich wie der Name schon sagt Taucher an. Eigentlich war mein Plan auch die Unterwasserwelt zu erkunden, aber bei diesem Wetter ist die Sicht auch unter Wasser dementsprechend… Trotzdem hatte dieser Bungalow wenigstens ein gutes Dach und wir hofften diese Nacht trocken zu bleiben. Das Stromaggregat läuft nur von 20-00 Uhr und die Dusche ist mit Regenwasser.
Lena und ich hatten am ganzen Körper rote Punkte und bei mir wurde es immer schlimmer. Da ich ja schon mal Bettwanzen hatte und wir in Südostasien sind, konnten wir nicht ausschließen, dass es sich wieder darum handelte. Sara hatte nichts und wir machten alle eine richtige Panik. Fragen kamen auf: Was macht man denn mit dem Backpack, wenn er infiziert ist? Den kann man ja nicht kochen. Wie kann man alle Klamotten waschen wenn man ja immer irgendwelche Klamotten anhat? Muss man einen Kammerjäger holen, wenn man Bettwanzen mit nach Hause bringt? Ewig saßen wir da und zerbrachen uns darüber den Kopf. Sowas ist doch unnötig.
Es ist schrecklich, wenn man Kindern in der heutigen Zeit das Handy weg nimmt und so fühlten wir uns auch. Was macht man nur abgeschnitten von der Außenwelt und ohne Internet? Da es aber aufhörte zu regnen und ich gerne mein neues Objektiv für meine Kamera ausprobieren wollte, beschlossen wir am schönen, total verlassenen Strand ein Fotoshooting zu machen. Wie man sieht hatten wir dabei total viel Spaß.
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Vom Bungalow aus meldeten wir uns für ein Grillen an das am Abend stattfinden sollte. Bis das Essen fertig war vertrieben wir uns die Zeit mit Karten spielen und Sara brachte uns ein neues Spiel bei.
Für mich gab es vegetarische Spieße, Reis und Salat und die Mädels hatten Meeresfrüchte. Es war super lecker, aber wir waren die Einzigen weit und breit. Es ist echt schade, dass hier so wenig los ist und es ist einsam. Nicht mal die Leute die dort arbeiteten aßen das Essen und wir kamen uns komisch vor, dass der ganze Aufwand mit dem Grillen nur wegen uns betrieben wurde.
Sara und Lena liefen noch in das Dorf, aber ich war zu müde. Als sie zurück kamen, hatten sie interessante Geschichten zu erzählen. Lena stolperte über einen Stein und jetzt ist ihr Zeh lila, es ist überall alles vermüllt und in diesem Dorf war wohl noch mehr der Hund begraben als hier – geht das denn? Bei schönem Wetter ist das hier bestimmt das Paradies auf Erden, aber bei Regen kann man hier einfach nichts machen.
Als wir ins Bett gingen regnete es schon wieder, aber das Dach schien dicht zu sein *aufHolzklopf*.

Liebe Grüße vom total verlassenen, menschenleeren Koh Rong Samloem
Nadine