In the middle of nowhere

Mittwoch, 24.02.2016

Stef kam mitten in der Nacht ins Auto gekrabbelt, weil es doch kalt wurde und ich wachte auf, weil ich fror. Nachdem alle Fenster und Türen zu waren, konnte ich aber auch nicht besser schlafen. Lag vielleicht am Vollmond.
Mit Stef die genau so gerne fotografiert wie ich, machte ich aus, dass wir zum Sonnenaufgang aufstehen würden. Beide glaubten wir nicht daran es tatsächlich zu machen, aber bei der tollen Landschaft fiel das Aufstehen einfach. Es war noch nicht mal 7 als wir unsere Kameras platzierten und der Sonne zu schauten, wie sie hinter den Bergen vor kam und den ganzen See beleuchtete. Die Farben waren so kräftig und alles so schön, dass sich das Aufstehen definitiv gelohnt hatte.
DSC_0084 (FILEminimizer)

DSC_0112 (FILEminimizer)

DSC_0127 (FILEminimizer)

DSC_0142 (FILEminimizer)

DSC_0144 (FILEminimizer)

DSC_0151 (FILEminimizer)

DSC_0166 (FILEminimizer)
Statt gemütlichem Frühstück gabs aber nur Cornflakes im Stehen, weil Stef ordentlich Stress machte. Sie müsse ins Büro, so ihre Aussage. Dabei erzählte sie uns einen Tag vorher noch sie habe keinen Job. Nils ließ sich nicht stressen und hatte Zeit, Stef drängelte und wurde immer ungeduldiger und ich wusste nicht was ich davon halten sollte. Ich hatte kein Stress und fand es schade so gedrängelt zu werden. Während wir am Frühstück waren, schmiss Stef alle Sachen irgendwie ins Auto und Nils und ich fanden nichts mehr. Schon um 9 waren wir dann auf dem Weg gen Melbourne. Ich schlug den beiden vor sie an einer Bahnstation raus zu schmeißen, die auf meinem Weg liegt. Nils wollte aber mit mir bis in die Stadt fahren und Stef sogar bis vor ihre Haustüre. An diesem Tag waren die Temperaturen wieder abnormal und die Klimaanlage ging leider immer noch nicht. Für mich war das ein rieeeesiger Umweg, aber ich erbarmte mich missmutig bis nach Melbourne und noch weiter zu fahren.
Auf dem Highway hatte es nicht mal Radioempfang und weil beide schliefen war mir langweilig. Auch an der trockenen Landschaft hatte sich nichts geändert. Nach 4 Stunden erreichten wir Stefs Zuhause und sie verabschiedete sich nett im Stress und beschwerte sich, dass die Tankrechnung die wir durch 3 teilten zu hoch sei. Dabei wollte sie mir mehr Geld dafür geben, dass ich sie nach Hause fahre. Davon sah ich dann nix.
Nils war dabei dann in Nachteiligkeit geraten und ich fuhr ihn zwar nicht nach Melbourne rein (noch mehr Umweg), aber bis zu einer Bahnstation. Auch er bedankte sich nett für die zwei tollen Tage.

karte
Nun war ich allein und wusste, dass es bis zu der Farm noch weitere 4 Stunden Fahrt sein würden. Ich bereute es bereits einen so großen Umweg gefahren zu sein. Die ganze Zeit kam mir kein Auto entgegen und das bedeutete bestimmt auch keine Polizei. So schickte ich Sprachnachrichten mit den Lieben Zuhause hin und her und vertrieb mir die Langeweile. Meinen Tempomat auf 110 km/h gesetzt ging es immer gerade aus. Wenn man das Handy in Australien in der Hand hat, kostet das nämlich 400$ und 3 Punkte. Und da beschwert sich nochmal jemand über 40 Euro in Deutschland.
Die Fahrt zog sich ewig und ich dachte ich bekomme einen Hitzschlag. Mein Trinkwasser war so heiß, dass ich es gar nicht trinken konnte und ich wusste nicht was besser ist: Fenster auf oder zu. Es kam nur heiße Fönluft rein.

IMG_6108 (FILEminimizer)
Als ich endlich das Dörfchen Nyah erreichte, rief ich meinen neuen Chef an. Dieser beschrieb mir den Weg zur Farm. Er und seine Lebensgefährtin standen bereits in der Einfahrt und winkten freundlich. Ich sollte mein Auto unter einem Baum im Schatten parken. Mein Chef Brian stellte sich vor und seine Lebensgefährtin Helen die auch hier wohnt umarmte mich gleich sehr herzlich. Sie sei nun meine australische Oma und passe auf mich auf, so ihre freundliche Begrüßung. Brian besitzt eine Farm mit Trauben und außerdem eine Werkstatt. Er macht also zwei Jobs gleichzeitig. Helen die bereits in Rente ist, hilft ihm mit den Trauben aus. Die beiden hatten einen Tisch vorbereitet und einiges an Campingmaterial. Es war bereits ausgemacht, dass ich in meinem Auto schlafen werde. Es gibt ein separates Klo und eine Dusche die als Anbau am Haus bzw. der Werkstatt sind.
Als die beiden hörten, dass meine Klimaanlage nicht funktioniert, tat ich ihnen leid. Das Thermometer zeigte nämlich sage und schreibe 41,7 Grad an!!
Es gibt die beiden Hunde Red (auch Red-Dog) und Blue (auch Blue-Dog) und die große Henne Speckles. Red ist schon 13 und auf beiden Augen blind. Meine Aufgabe in den nächsten Wochen hier wird sein, beim Traubenpflücken zu helfen. Sandy macht das selbe und ich durfte sie gleich kennen lernen. Sie ist eine waschechte Aborigini. Normalerweise sind die Australier nicht so gut auf diese zu sprechen, weil sie laut Klischee alle Sozialhilfe bekommen, viel trinken und nur faul in den Parks rum liegen. Sandy ist anders und hilft hier gerne. Ihr Handschlag war so fest, dass ich kurz schluckte. Sie ist sehr robust und sagt laut Helen ständig böse Schimpfworte vor sich hin, aber ich glaube ich mag sie.
Wir saßen im Garten im Schatten und unterhielten uns alle super nett. Brian und Helen wollten gleich alles über mich wissen. Sie haben immer Backpacker zur Ernte da und freuen sich über Gesellschaft. Da ich außer Sandy die Einzige bin und diese nur morgens kommt, werde ich bestimmt viel mit Brian und Helen zusammen sitzen.
Direkt neben meinem Schlafplatz ist ein öffentliches Klo und ein Grillplatz und Helen sagte, dass ich dort kochen könne, wenn ich mein Gas sparen wollte.
Nach einer wohltuenden Dusche und dem Ausräumen von Brissie, ging ich früh ins Bett um fit für meinen ersten Arbeitstag zu sein.

Liebe Grüße von der neuen Farm
Nadine

Fullmoon over the lake

Dienstag, 23.02.2016

Ich wollte um 9 schon los, aber ließ mich von einem Mitfahrer auf 10 überreden. Weil ich früh wach war und alles zusammen gepackt hatte, fuhr ich den Mc Donalds, aber aß nichts. Mein Geld wurde leider über Nacht nicht mehr.
Um 10 traf ich mich mit meinen beiden Mitfahrern an dem Redfern Bahnhof.
IMG_6063 (FILEminimizer)

Nils ist 28 und auch von Deutschland und Stef ist 27 und von England, aber lebt seit drei Jahren in Australien. Die beiden sind im Gegensatz zu den letzten Mitfahrern sehr nett. Sie redeten gleich viel, was sehr gut ist. Dann ist mir beim Fahren nicht so langweilig.
Wir hatten uns wieder einige interessante Reisegeschichten zu erzählen. Zum Beispiel war Stef schon 3 Tage in einem mexikanischen Gefängnis, weil sie an 2 korrupte Polizisten geraten war die ihren Personalausweis sehen wollten. Mitten am Tag hatte sie nur eine Kopie von diesem dabei und wurde ins 4 Stunden entfernte Gefängnis eingesperrt. Bis zwei Freunde die sie heimlich angerufen hatte sie befreiten. Nils hat in einer Baumschule gearbeitet und dort sehr viel Geld verdient. Er ist noch nicht so viel gereist wie wir Mädels.
Wir suchten uns einen Aldi, ich kratze mein letztes Geld für Tomatensoße zusammen und dann gings weiter Richtung Süden. Ich wollte so viel fahren wie es geht, sodass ich am nächsten Tag nicht mehr so viel vor mir hab. Leider hatte es fast 40 Grad und die Klimaanlage ging nicht. Auch die offenen Fenster waren keine Abkühlung. Die beiden schliefen eine Weile und mir wurde langweilig. Zum Glück war ich ausgeschlafen und fit, aber die Landschaft war karg, trocken, der Feueralarm auf der höchsten Stufe und es gab nichts interessantes auf dem Weg. Mit Tempomat auf 110 km/h tuckerten Brissie und ich so vor uns hin.

IMG_6109 (FILEminimizer)
An einer Tankstelle fragte Stef, ob man irgendwo baden könne. Der Mann sagte uns die Adresse und wir machten uns auf dort hin, weil es sowieso auf dem Weg lag. Direkt an der Grenze von New South Wales nach Victoria liegt der Hume Weir. Dieser Weier war leider nicht fürs schwimmen geeignet. Lustig ist aber, dass auf der einen Seite von der Brücke New South Wales und auf der anderen Victoria ist. Keine Ahnung wem der Fluss dann gehört. Meine Apps Wikicamps zeigte mir eine total geniale Stelle im Örtchen Huon. Am Lake Hume konnten wir kostenlos und erlaubt unser Nachtquartier aufschlagen. Bei den heißen Temperaturen sprangen wir gleich in den schönen See der richtig warm war.

DSC_0013 (FILEminimizer) DSC_0015 (FILEminimizer) DSC_0025 (FILEminimizer) DSC_0027 (FILEminimizer) DSC_0029 (FILEminimizer) DSC_0042 (FILEminimizer) DSC_0058 (FILEminimizer)

IMG_6092 (FILEminimizer) IMG_6093 (FILEminimizer)
Leider hatten wir kein Wasser und das Seewasser konnte man auch nicht trinken. Am Klo stand, dass es kein Trinkwasser sei. Neben dem See gab es ein Haus, wo eine total süße Ziege davor stand. Mit dieser freundeten wir uns gleich an. Keiner traute sich so recht, aber dann spazierten wir mit unserem Wasserkanister zu diesem Haus und suchten lange nach dem Eingang. Es gab keine Klingel, aber die Leute stiegen gerade aus dem Auto. Sie kämen auch gerade von Sydney, so der junge Mann. Er und seine Frau leben mit dem kleinen Sohn dort und haben Hühner, eine Ziege und zwei Hunde. Die Riesendogge begrüßte uns freundlich.

IMG_6100 (FILEminimizer)

Das junge Ehepaar war super nett, redete lange mit uns und bot uns an den Wasserkanister mit dem Gartenschlauch zu füllen. Wir waren froh, Wasser zu haben, weil wir sonst bestimmt verdurstet wären. Nils wollte das Wasser aber nicht so trinken und kochte es ab. Außerdem kochte ich Wasser mit dem ich meine Wäsche waschen wollte. Als Nils das kochende Wasser in meine Waschschüssel schüttete, passierte es. Er kippte sich das heiße Wasser über den Fuß ! Zwar rannte er gleich in den See, aber hatte sich ordentlich verbrannt. Ich gab ihm meine Aloe Vera Salbe und er hatte trotzdem den ganzen Abend Schmerzen.
Die Sonne verschwand gerade hinter den Bergen am See als wir da saßen, romatischer Musik lauschten und unsere Nudeln mit Tomatensoße genossen. Es war total schön und so stelle ich mir einen gelungenen Campingtrip vor.

Nils

DSC_0062 (FILEminimizer)

Nils und Stef

IMG_6076 (FILEminimizer) IMG_6078 (FILEminimizer) IMG_6079 (FILEminimizer) IMG_6080 (FILEminimizer)

Lange saßen wir zusammen, lauschten der Musik und genossen den sehr heißen Abend. Außerdem war Vollmond und es heißt in Australien ist dieser der Schönste. Tatsächlich war es gigantisch wie diese große Kugel über dem See steht und alles weiß anleuchtet.

DSC_0072 (FILEminimizer) DSC_0073 (FILEminimizer) DSC_0082 (FILEminimizer)
Stef und Nils rollten sich in ihre Schlafsäcke und schliefen unter freiem Himmel und ich machte es mir in Brissie bequem.

DSC_0110 (FILEminimizer)

So spät immer noch so heiß

IMG_6089 (FILEminimizer)

Ich bot den beiden an, dass sie ins Auto kommen könnten, falls es nachts zu kalt werden sollte. Da es aber immer noch warm war, wurde ich nur belächelt.

Seelige Grüße vom Campingtrip
Nadine

Goodbye to the amazing Laos

Freitag, 10.04.2015

Wie geplant klingelte um 5 der Wecker und der Spanier und ich wollten zum Almosengang der Monks (Mönche), was als absolutes Highlight in Luang Prabang gilt. Schnell wurde klar, dass das nichts wird, denn es goss wieder aus Kübeln und es flossen Bäche die Straßen runter.
Also wieder ins Bett und nach dem Frühstück erneut das Wetter checken. Leider keine Veränderung. Nochmal geschlafen, gepackt, gerichtet und dann: perfektes Wetter ! Da die Reisfelder jetzt nicht mehr brennen können, war der Himmel strahlend blau und ich brach allein zum Sightseeing auf. Alle wichtigen Tempel klapperte ich ab und weit oben hatte man eine gigantische Sicht über die Stadt. An einem Stand waren Babyvögel in Mini-Körben und die Frau sagte, man kann sie kaufen und frei lassen und das bringt Glück. Am liebsten hätte ich natürlich alle frei gelassen, aber für 2€ kaufte ich 2 Vögel und ließ sie in die Freiheit.
Ich bin absolut verliebt in diese Stadt mit ihrem französischen Charme, der Gemütlichkeit, der schönen Straßen, den tollen Tempeln und vielen mehr.
Um 6 sollte mein Bus nach Chiang Mai fahren und als ich um 5 zurück war, stand der Fahrer da und wartete auf mich. Es gab eine Planänderung wegen der Feiertage, so die Erklärung. Schnell das restliche Zeug zusammen gepackt, Hostel bezahlt, ausgecheckt und mit dem Minibus zum Busbahnhof.
Wir wir dann erfuhren, waren wir nur so früh da, weil der Bus einer Neuseeländerin so früh gefahren ist und mussten so noch 1:45 min. auf den Bus dort warten.
Zum Glück hatte ich diesen rechtzeitig gebucht, weil es der letzte vor Sonkran war und schnell ausgebucht. Es waren fast nur Einheimische drin, die zu ihren Familien wollten. Der Bus war nicht wirklich ein Schlafbus und Platz war auch nicht gerade. Die Lehnen konnte man nicht weit nach hinten machen und komfortabel war das Schlafen so nicht. Eine Frau lag mit ihrem Baby auf dem Boden um zu schlafen und eine andere Frau musste kotzen und traf die Frau mit dem Baby. Ungefähr 50% der Leute mussten kotzen und es war eine schreckliche Busfahrt mit Pausen alle paar Minuten. Als wir nach 14 Stunden endlich den Busbahnhof erreichten, ging es mit dem Tuk Tuk weiter zur Grenze. Dort ausstempeln aus Laos, mit dem großen Bus weiter zur thailändischen Grenze, dort neuer Stempel, mit dem Minivan weiter wo der Fahrer erst zu Hause anhalten musste. Wir sagten er soll Bier mit bringen, aber im Auto darf man wohl nicht trinken. Dann in einem Resort raus geschmissen worden, neuer Minivan und neue Fahrt. Unterwegs haben die 2 Franzosen, das belgische Pärchen und ich, die 2 kanadischen Mädels aus meinem Hostel in Luang Prabang wieder getroffen, die mit dem Slow-Boat gefahren sind und außerdem das Mädchen die in Laos mit dem früheren Bus gefahren ist. Sie war mega froh uns zu sehen und erzählte uns, dass freilaufende Hühner im Bus waren, alle Leute Schwimmwesten anhatten, auch alle gespuckt haben, niemand ihr sagen konnte, ob das der Bus nach Thailand ist und sie die einzige Touristin war.
Als große Gruppe hatten wir aber total viel Spaß, regten uns gemeinsam auf, kämpften für die Neuseeländerin die das falsche Ticket bekommen hatte und nochmal zahlen sollte und lernten gegenseitig unsere Sprachen. Der neue Minivan sollte nochmal 5 Stunden fahren. Es tobte wieder ein starkes Unwetter mit Platzregen und lautem Donner.
Als der Fahrer mitten drin wieder anhielt und sagte wir sollen nochmal das Fahrzeug wechseln, protestierten wir alle. Zum Glück wechselte dann nur der Fahrer. Bei den gefühlten 100 Stopps konnte ich mir nicht mal was zu Essen oder Trinken kaufen, weil ich keine Baht hatte und meine Kekse kamen mir zum Hals raus.
Mit dem Tuk Tuk ging’s in Chiang Mai zum Hostel und ohne Vorwarnung wurden 2 volle Eimer Wasser ins Tuk Tuk geleert (manche feiern schon jetzt Sonkran). Das hätte ich ganz witzig gefunden, wenn ich nicht meine teure Kamera, mein Handy, meine Digicam und meinen Laptop im Rucksack auf dem Schoß gehabt hätte. Zum Glück ist nichts passiert, wir waren nur alle getränkt.
Die anderen stiegen woanders aus und der Fahrer sagte ich müsse nun noch 10 min. laufen. Ich war total genervt, hatte schlechte Laune, wollte nur noch ins Hostel und hatte Angst, dass meine Sachen nass werden. Er wollte aber nicht weiter fahren. Bis ich das Hostel eine halbe Stunde später gefunden hatte, musste ich 5 Leute fragen und allein hätte ich es nie gefunden, so versteckt war es.
Die Zusammenfassung der Reise ist:
Luang Prabang (Laos) – Chiang Mai (Thailand)
25 Stunden (angekündigt waren 12)
600 Km
7 Fahrzeuge
2 Grenzen
Schrecklichste Reise ever!!
Aber: wir haben es überlebt und können nun Sonkran genießen.

Gestresste Grüße
Nadine

CIMG7146

Mekong in Luang Prabang

CIMG7141
Aufstieg zum Tempel
CIMG7142

 

 

Buddha im TempelCIMG7149 CIMG7151

Stupa
CIMG7159 CIMG7163 CIMG7168

Vögel im MinikorbCIMG7172
CIMG7176

Luang Prabang von oben CIMG7180

CIMG7182

CIMG7193

CIMG7199

CIMG7201

CIMG7202

CIMG7204

CIMG7209

CIMG7212

CIMG7228

CIMG7231

CIMG7235

CIMG7238

CIMG7239

CIMG7247

CIMG7250 CIMG7256 CIMG7257 CIMG7262 CIMG7265 CIMG7268 CIMG7269 CIMG7271
Da bin ich nun: Chiang Mai
image
Strecke laut Google Maps
image

New Country, new experiences (Laos)

Mittwoch, 01.04.2015

Um 7 krabbelte ich aus meinem Bett und wusste gar nicht, wo wir waren. War das noch Thailand oder schon Laos? Die Landschaft war sehr karg aber das Wetter war toll. Eine Weile ließ ich die Landschaft an mir vorbei ziehen und der Zug tuckerte langsam vor sich hin.
Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich meinen Backpack liebe ? Wenn es Stufen gibt, keine Straßen hat oder es eng ist, schnall ich ihn auf den Rücken und sonst zieh ich ihn gemütlich hinterher. Ich empfehle jedem so einen Kompromiss.
Das Antibiotika ist leer und mein Ohr immer noch nicht ganz gut. Ich hab’s mit dem MP3 Player getestet und höre rechts fast nichts. Es pocht noch, aber tut zum Glück nicht mehr weh und ich kann wieder normal kauen.
Mit 45 min. Verspätung kamen wir in Nong Khai an und ich musste mir erst den Ausreisestempel geben lassen. Mein Visa wäre nur noch bis morgen gültig gewesen – das war knapp. Ich lernte ein französisches Paar und einen englischen jungen Mann kennen, der in Bangkok Lehrer ist und sein Visa Run alle paar Monate machen muss, weil es für Thailand kein Arbeitsvisum gibt.
Dort kaufte ich für 80 c’t ein Zugticket nach Thanaleng. Dieser fuhr 30 min später und nach 15 min Fahrt war ich dann in Laos.
In Thanaleng musste ich am Bahnhof mein Visum beantragen. Leider hatte ich nur Baht, weil ich nirgendwo Geld wechseln konnte und man sollte mit $ zahlen. In Baht war es möglich, kostete aber 20€ mehr. Zum Glück leihte das französische Pärchen mir die 30$. Einen Schein wollte die Visabehörde aber nicht akzeptieren, da er einen kleinen Riss hatte. Die haben aber auch € akzeptiert und so habe ich einen besseren Deal gemacht.
Nach dem 45 minütigen Prozess konnten wir mit Visum weiter.
Für 6€ fuhren wir mit dem Van zu 4. in die Hauptstadt Vientiane.
Der Rechtsverkehr war anfangs wieder total ungewohnt und ich dachte immer, der Fahrer fährt falsch.
Hier ist alles französisch angehaucht, es hat französische Straßennamen, viele Franzosen, und französische Baustile, da es früher unter Franzosen-Hand war. Mit 350.000 Einwohnern ist es nicht gerade groß und die Mentalität sehr entspannt.
Zu 4. suchten wir eine Unterkunft und ich hatte schnell ein passendes Hostel für 3€ die Nacht inkl. Wasser und Kaffee, aber die anderen zogen weiter.
Ganz nach dem Motto: selbst ist die Frau, spazierte ich nach dem Mittagessen erst allein durch die Stadt und fuhr dann mit dem Tuk Tuk zum Pha That Luang (Große Stupa), was das nationale Heiligtum und Wahrzeichen von Laos ist.
Ich freute mich, dass dort keine Menschenseele anzutreffen war und schaute mir in Ruhe die großen, schönen Tempel und die gepflegten Grünanlagen an.
Ganz ehrlich: mein erster Eindruck von Laos war nicht gerade beeindruckend. Irgendwie sogar ziemlich durchschnittlich. Außerdem ist in Vientiane der Hund begraben und die Hauptstadt erinnert eher an ein kleines Kaff.
Im Tempel lernte ich einen netten jungen Mann aus Malaysia kennen. Wie es der Zufall so will, kündigte er gleichzeitig mit mir seinen Job als Mediengestalter um zu reisen. Mit einem Mädel aus Bangkok die er kennen gelernt hatte, erkundeten wir als einzige Menschen die Umgebung und fanden heraus, dass wichtiger Besuch aus dem Ausland da war. Kein Wunder, dass man überall gut angezogene Menschen, die Presse und viele Mönche im großen Gebäude antraf. Die Anlage aus Gold war ziemlich beeindruckend und ist sehr sehenswert. Bei 37 Grad und praller Sonne, waren wir aber froh, wieder im Tuk Tuk zu sitzen.
Vor dem Hostel war bei meiner Rückkehr nun schon mehr los und zusammen mit 2 Engländern ging’s zum Abendessen. Der eine ist Schwul und wie die Klischee-Engländer sind beide total verrückt und mega cool drauf. Die beiden Vögel waren mir auf Anhieb sympathisch.
Essen und Trinken ist hier noch günstiger als in Thailand aber man zahlt mit Kip, was doof ist, weil ich mich gerade an das Umrechnen mit Baht gewöhnt hatte.
Aus mir allein wurden dann nach einiger Zeit 7 Leute (2x Australien, 2x England, 3x Deutschland) und nach dem Auskosten der Ladys Night in einer Bar ging es Bowlen.
Die Bowlingbahn sieht fast aus wie in Deutschland, nur nicht ganz so modern und barfuß, bei lauter Partymusik hauten wir die Kegel um, tanzten, es war eine ausgelassene Stimmung dort und wir hatten alle viel Spaß. Gleich beim ersten Wurf schmiss ich alle Kegel um 😉
Zu der Musik der 80er wurde am Ende der Sieger gekürt, der in diesem Fall ich war 😀
Der Heimweg gestaltete sich sehr schwierig und obwohl der Ort nicht groß war und nicht viel los, kamen wir auch nach öfterem Fragen nicht ans Ziel. Ein Tuk Tuk Fahrer brachte uns letztendlich zurück und singender Weise wurde die Fahrt wieder super lustig.
Um 2 bin ich super müde ins Bett gefallen.

Laotische Grüße
Nadine

Zugticket
DSC_0221

Ausreise aud Thailand
DSC_0222

Bahnstation Nong Khai

DSC_0213

Beantragung des Visums
DSC_0236

Erste Station in Laos

DSC_0234

Entlang der Schienen in Laos

DSC_0233

Der Mekong

DSC_0225
DSC_0224
Der Zug

DSC_0215

DSC_0210

Sitzen im Café in Vientiane

DSC_0251DSC_0250

Fest aufgrund des Auslandsbesuches

DSC_0281

Pha That Luang
DSC_0280
DSC_0279

DSC_0244
DSC_0277
DSC_0266
DSC_0263
DSC_0258

DSC_0244

DSC_0283 DSC_0288 DSC_0290 DSC_0291

 

 

DSC_0293

That Luang (den Rock musste ich anziehen)

DSC_0301 DSC_0303

Patou-Say (Triumpfbogen)

DSC_0252

Straßen von Vientiane

DSC_0239
Mein Hostelzimmer (bin ganz allein)

DSC_0238

Quetschen im Tuk Tuk

CIMG6928

Sarahs eigene Art zu bowlen (Sie hat auch einmal alle umgehauen)

CIMG6939

Gruppen-Kegelfoto

CIMG6948