Another chance for Vientiane

Donnerstag, 02.04.2015

Heute bekam Vientiane eine neue Chance, da ich das verschlafene Örtchen nicht so schnell aufgeben wollte.

Ausgeschlafen gings gleich zum Mittagessen im schönen Restaurant „Drop Zone Laos“. Das Pad-Thai schmeckte super und war reichlich.

Die anderen sind an den Pool und da ich lieber was von der Stadt sehen wollte, bin ich allein durch die Straßen gebummelt. Genau wie in Thailand fühlte ich mich hier als Frau absolut sicher.

Leider hat sich seit gestern nicht viel geändert und so steppte auch heute hier nicht gerade der Bär. Die Lao in den Touristengebieten sind nicht gerade sehr aufgeschlossen, verstehen noch weniger englisch als die Thais und generell hatte ich nicht das Gefühl wirklich willkommen zu sein.

Nach einer günstigen und guten Massage die ein wenig anders und noch härter als die Thaimassage war, schaute ich mir ein paar kleine Läden an und hatte eine sehr nette Begegnung mit einem Deutschen und einem Amerikaner, die vor 4 Jahren nach Chiang Mai ausgewandert sind. Wir hatten nette Gespräche, aber auch sie hatten keinen ultimativen Tipp für weitere Unternehmungen.

Gerne wäre ich zum Buddha-Park, aber dieser ist 24 km weit weg und man muss zu 4. sein, um hingefahren zu werden. Leider hatten die anderen keine Lust.

Die beiden gekauften Reiseführer (Lonely Planet und Stefan Loose) verrieten auch nichts neues.

Ein bisschen mit Stolz kann ich sagen, dass ich vom anderen Ende von Vientiane ohne Karte und fragen problemlos zum Hotel zurück gefunden habe. Die Orientierung wird halt doch mit der Zeit hier besser 😉

Da ich wenig Zeit habe und es hier nichts mehr zu tun gibt, buchte ich für morgen früh ein Busticket nach Vang Vieng. Für 4 Stunden Fahrt zahle ich nicht mal 4 Euro.

Alle anderen waren schon zurück und nach dem gemeinsamen Abendessen haben wir den Nachtmarkt unsicher gemacht. Dieser ist sehr groß und man kann hauptsächlich Kleider, Schmuck und Sonnenbrillen, aber auch Essen kaufen. Es war zu 6. sehr lustig und die Jungs shoppten komischerweise mehr als wir 😉 Eine halbe Ewigkeit verbrachten wir da und steigerten den Umsatz der Lao gewaltig. Der Markt ist direkt am Fluss Mekong und man sieht Thailand von dort aus sehr gut. Nur dieser Fluss trennt die beiden Länder und ich finde, dass hier alles ziemlich ähnlich als in Thailand ist.

Nach dem gemütlichen Ausklang vor dem Hotel gingen wir alle ins Bett.

Dörflerische Grüße

Nadine

Straßen von Vientiane

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Pad-Thai

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Gutes Restaurant

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Mein Hotel „DHAKA“

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Nightmarket

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New Country, new experiences (Laos)

Mittwoch, 01.04.2015

Um 7 krabbelte ich aus meinem Bett und wusste gar nicht, wo wir waren. War das noch Thailand oder schon Laos? Die Landschaft war sehr karg aber das Wetter war toll. Eine Weile ließ ich die Landschaft an mir vorbei ziehen und der Zug tuckerte langsam vor sich hin.
Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich meinen Backpack liebe ? Wenn es Stufen gibt, keine Straßen hat oder es eng ist, schnall ich ihn auf den Rücken und sonst zieh ich ihn gemütlich hinterher. Ich empfehle jedem so einen Kompromiss.
Das Antibiotika ist leer und mein Ohr immer noch nicht ganz gut. Ich hab’s mit dem MP3 Player getestet und höre rechts fast nichts. Es pocht noch, aber tut zum Glück nicht mehr weh und ich kann wieder normal kauen.
Mit 45 min. Verspätung kamen wir in Nong Khai an und ich musste mir erst den Ausreisestempel geben lassen. Mein Visa wäre nur noch bis morgen gültig gewesen – das war knapp. Ich lernte ein französisches Paar und einen englischen jungen Mann kennen, der in Bangkok Lehrer ist und sein Visa Run alle paar Monate machen muss, weil es für Thailand kein Arbeitsvisum gibt.
Dort kaufte ich für 80 c’t ein Zugticket nach Thanaleng. Dieser fuhr 30 min später und nach 15 min Fahrt war ich dann in Laos.
In Thanaleng musste ich am Bahnhof mein Visum beantragen. Leider hatte ich nur Baht, weil ich nirgendwo Geld wechseln konnte und man sollte mit $ zahlen. In Baht war es möglich, kostete aber 20€ mehr. Zum Glück leihte das französische Pärchen mir die 30$. Einen Schein wollte die Visabehörde aber nicht akzeptieren, da er einen kleinen Riss hatte. Die haben aber auch € akzeptiert und so habe ich einen besseren Deal gemacht.
Nach dem 45 minütigen Prozess konnten wir mit Visum weiter.
Für 6€ fuhren wir mit dem Van zu 4. in die Hauptstadt Vientiane.
Der Rechtsverkehr war anfangs wieder total ungewohnt und ich dachte immer, der Fahrer fährt falsch.
Hier ist alles französisch angehaucht, es hat französische Straßennamen, viele Franzosen, und französische Baustile, da es früher unter Franzosen-Hand war. Mit 350.000 Einwohnern ist es nicht gerade groß und die Mentalität sehr entspannt.
Zu 4. suchten wir eine Unterkunft und ich hatte schnell ein passendes Hostel für 3€ die Nacht inkl. Wasser und Kaffee, aber die anderen zogen weiter.
Ganz nach dem Motto: selbst ist die Frau, spazierte ich nach dem Mittagessen erst allein durch die Stadt und fuhr dann mit dem Tuk Tuk zum Pha That Luang (Große Stupa), was das nationale Heiligtum und Wahrzeichen von Laos ist.
Ich freute mich, dass dort keine Menschenseele anzutreffen war und schaute mir in Ruhe die großen, schönen Tempel und die gepflegten Grünanlagen an.
Ganz ehrlich: mein erster Eindruck von Laos war nicht gerade beeindruckend. Irgendwie sogar ziemlich durchschnittlich. Außerdem ist in Vientiane der Hund begraben und die Hauptstadt erinnert eher an ein kleines Kaff.
Im Tempel lernte ich einen netten jungen Mann aus Malaysia kennen. Wie es der Zufall so will, kündigte er gleichzeitig mit mir seinen Job als Mediengestalter um zu reisen. Mit einem Mädel aus Bangkok die er kennen gelernt hatte, erkundeten wir als einzige Menschen die Umgebung und fanden heraus, dass wichtiger Besuch aus dem Ausland da war. Kein Wunder, dass man überall gut angezogene Menschen, die Presse und viele Mönche im großen Gebäude antraf. Die Anlage aus Gold war ziemlich beeindruckend und ist sehr sehenswert. Bei 37 Grad und praller Sonne, waren wir aber froh, wieder im Tuk Tuk zu sitzen.
Vor dem Hostel war bei meiner Rückkehr nun schon mehr los und zusammen mit 2 Engländern ging’s zum Abendessen. Der eine ist Schwul und wie die Klischee-Engländer sind beide total verrückt und mega cool drauf. Die beiden Vögel waren mir auf Anhieb sympathisch.
Essen und Trinken ist hier noch günstiger als in Thailand aber man zahlt mit Kip, was doof ist, weil ich mich gerade an das Umrechnen mit Baht gewöhnt hatte.
Aus mir allein wurden dann nach einiger Zeit 7 Leute (2x Australien, 2x England, 3x Deutschland) und nach dem Auskosten der Ladys Night in einer Bar ging es Bowlen.
Die Bowlingbahn sieht fast aus wie in Deutschland, nur nicht ganz so modern und barfuß, bei lauter Partymusik hauten wir die Kegel um, tanzten, es war eine ausgelassene Stimmung dort und wir hatten alle viel Spaß. Gleich beim ersten Wurf schmiss ich alle Kegel um 😉
Zu der Musik der 80er wurde am Ende der Sieger gekürt, der in diesem Fall ich war 😀
Der Heimweg gestaltete sich sehr schwierig und obwohl der Ort nicht groß war und nicht viel los, kamen wir auch nach öfterem Fragen nicht ans Ziel. Ein Tuk Tuk Fahrer brachte uns letztendlich zurück und singender Weise wurde die Fahrt wieder super lustig.
Um 2 bin ich super müde ins Bett gefallen.

Laotische Grüße
Nadine

Zugticket
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Ausreise aud Thailand
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Bahnstation Nong Khai

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Beantragung des Visums
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Erste Station in Laos

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Entlang der Schienen in Laos

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Der Mekong

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Der Zug

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Sitzen im Café in Vientiane

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Fest aufgrund des Auslandsbesuches

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Pha That Luang
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That Luang (den Rock musste ich anziehen)

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Patou-Say (Triumpfbogen)

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Straßen von Vientiane

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Mein Hostelzimmer (bin ganz allein)

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Quetschen im Tuk Tuk

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Sarahs eigene Art zu bowlen (Sie hat auch einmal alle umgehauen)

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Gruppen-Kegelfoto

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