4 hours to go. Border Vietnam to Cambodia

Mittwoch, 08.06.2016

Als ich aufwachte, schien die Sonne und es war ein herrlicher Tag. Es war halb 8 und GoogleMaps sagte mir, dass wir bereits in Ho Chi Minh wären. Nach ein paar Minuten Stadtgegurke kamen wir am Busbahnhof an. Davor hatte ich einen Anruf auf vietnamesisch bekommen, dass mein Bike bereit zur Abholung wäre – Gott sei dank ! Der zweite Busfahrer übersetzte mir dies.

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Die Busfirma sieht mehr aus wie ein großes Paketlager und die Nachtbusse nehmen auch immer Päckchen mit. Keine Ahnung wo ich hin musste und helfen wollte mir keiner. Ein nettes Mädel sah meinen ratlosen Blick und sie konnte zum Glück englisch und half mir. Ich musste meine Namen auf einen Zettel schreiben, in eine Box werfen und wurde dann aufgerufen. Die Box machte keinen Sinn, denn es kamen ja immer mehr Zettel drauf und die Beamten zogen die Zettel von oben. Als ich an der Reihe war, ging das Mädchen mit mir mit und ich stand in einem großen Lagerraum. Nach ein paar Minuten wurde mir tatsächlich Emma hergeschoben. Ich konnte es nicht glauben, dass es geklappt hat, denn hier darf man nichts als selbstverständlich ansehen. Nur denken die Vietnamesen nicht so gut mit. Ein braunes Klebeband klebte quer über dem Sitz und trotz rubbeln, bekamen es die Männer nicht mehr gut weg. Außerdem: wie hätte es anderes sein sollen? fehlte mein Spiegel ! Da ich ziemlich genau 10 Min. später den ersten Interessenten für mein Motorrad hatte und das sehr doof aussieht, machte ich Druck. Drei Busfahrten, jedes Mal ist was anderes kaputt und jedes Mal bezahle ich die Reparatur. Keiner fühlte sich verantwortlich, aber ich gab nicht nach. Endlich kamen sie mit einem anderen Spiegel der zwar nicht meiner war, aber besser als nichts. Total provisorisch schraubten sie ihn fest und er wackelte wie Kuhschwanz. Ich war unter enormen Zeitdruck, weil ich den Interessenten versprochen hatte gestern schon da zu sein was ja nicht ging und sie heute schon auf Tour wollten. Außerdem hatte ich sage und schreibe 4 Stunden um mein Motorrad zu verkaufen, meinen Reisepass bei der Behörde abzuholen, meine deponierten Klamotten bei Jodie abzuholen und ein Busticket um halb 1 nach Phnom Penh zu buchen. Knappe Sache. Nach der Spiegelsache fuhr ich los, aber kam nicht weit. Mein Motorrad ließ sich nicht mehr schalten. Kein bisschen! So drehte ich um und hieß die Angestellten alles. Selbst wenn sie kein Englisch verstehen, mir doch egal ! Sie guckten mich alle mit großen Augen an und als der eine mit mir zur Werkstatt ging erklärte ich ihm, dass ich keinen Cent dafür zahlen würde. Das Problem war, dass sich der Schalthebel in den Seitenständer gerammt hatte (beim Transport). Mit Hammer und Meißel stand der Mechaniker 10 Min. da und musste alle Kraft aufwenden um es wieder hinzubekommen. Der Mensch vom Busunternehmen zahlte es und ich war viel zu spät dran.

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Zumindest wurde dieses Mal mein Sprit drin gelassen und das Hostel des Interessenten war nur 10 Min. weg. Somit fand ich mich das erste Mal im unglaublichen Verkehr von Ho Chi Minh City wieder. Wie überall in Vietnam gilt auch hier die Devise: Wer bremst hat ein Problem. Also einfach fahren ohne Rücksicht auf Verluste und nicht schauen. Das klappte gut und irgendwann fand ich das Hostel der Jungs. Ho Chi Minh ist mit großem Abstand die Stadt mit dem chaotischsten Verkehr in Vietnam (oder in der Welt).

Tanken in Vietnam

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Der eine Typ brauchte ewig bis er vors Hotel kam und der andere kam gar nicht mit. Da der 19 jährige Engländer noch nie zuvor ein Motorrad gesehen hat, geschweige denn eins gefahren ist, konnte er nicht viel sagen. Probefahrt war also auch nicht. Er guckte Emma an, ich erklärte ihm alles und er fragte, ob wegen dem Wechselkurs auch 290 statt 300$ okay wären. Ja wie? Kann das denn wahr sein? Kann ich denn schon wieder so viel Glück haben? Gibts das? Andere Leute versuchen wochenlang ihre Bikes zu verkaufen, müssen sie dann an Mechaniker verschleudern und ich hab 4 Stunden Zeit und der erste Interessent nimmt es. Das beste: Ich habe 200$ bezahlt und 290$ bekommen. Zwar habe ich auch viel reingesteckt, aber bin im Endeffekt einmal kostenlos 4 Wochen durch Vietnam gefahren. Mit dem Bus zahlt man pro Fahrt ja schon 20-30 $ egal wohin. Erst mein Auto in Australien mit dem ich Null auf Null raus komme, dann mein Motorrad in Australien mit dem ich Geld gut mache und nun das ! Ich sollte Fahrzeughändlerin werden.

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Der Freund von dem Motorradkäufer war nun auch gekommen und zusammen gingen wir frühstücken. Nun hatten beide ein Motorrad, überhaupt keine Ahnung wie man es fährt und wollten sofort los fahren. Auf meine Fahrstunden verzichteten sie. Das Frühstück war witzig, ich wünschte den beiden viel Glück und war super traurig meiner Emma (Lemon) ein für alle Mal tschüss sagen müssen. Es war eine coole Zeit die ich nicht missen will, trotz 14 maligem Werkstattbesuch. Ich verkaufe sie nun in dem Zustand wie ich sie gerne gekauft hätte.

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Schnell stoppte ich ein Taxi und ließ mich zur Behörde fahren, zu der ich vor einigen Tagen meinen Reisepass geschickt hatte. Das war mir gar nicht recht gewesen, weil man ja nicht weiß was die damit machen, aber da ich drei Tage länger hier bleibe als mein Visa es erlaubt, hatte ich keine Chance. Leider erfuhr ich erst später, dass das eine Woche zum Verlängern dauert und ich ja heute gehen muss. So musste ich den Pass unbearbeitet wieder holen und alles war umsonst. An der Grenze müsse ich eine Strafgebühr von 10$ am Tag zahlen (somit 30$ insg.) und bei der Verlängerung wären es 35$ gewesen. Also bin ich jetzt günstiger dran. Der Taxifahrer wartete und brachte mich schnell zu Jodies Haus. Diese war arbeiten, aber ihr Security wusste Bescheid und die Putzfrau ließ mich rein. Alles war noch da, aber ich erschrak wie viel das ist. Wo um Himmels willen soll ich das hin packen? Der Taxifahrer lachte mich aus als ich mit dem ganzen Gepäck zurück kam. Das passte fast nicht in den Kofferraum. Über das Internet buchte ich ein Ticket nach Phnom Penh für 19 $ mit dem Unternehmen Giant Ibis. Diese holten mich an einem Hostel ab zu dem ich mich vom Taxifahrer bringen ließ. Mitten auf der Straße saß ich dann und versuchte mein Gepäck umzuräumen und irgendwie unterzubekommen. Bestimmt ein Bild für die Götter und ich zog viele Blicke auf mich. Ein Vietnamese der da stand wollte mir helfen, aber ich dachte er will was klauen. Als ich merkte, dass es der Security ist, ließ ich mir gerne helfen und wir schafften es irgendwie mit viel Gewalt den Rucksack zu schließen. Trotzdem hatte ich nun einen großen und zwei kleine Rucksäcke, eine volle Tüte, einen Hut, meinen Helm und eine kleine Tasche. Woher kommt das alles? Das muss schnell aussortiert werden.

Kaputt

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Der Grenzübergang mit dem Bus von Ho Chi Minh (Vietnam) nach Phnom Penh (Kambodscha)
Ich hatte Horrorstories in Blogs gelesen, Leute hatten mir abgeraten, die Unfallstatistiken nichts Gutes verraten und es gibt die abenteuerlichsten Geschichten vom Grenzübergang. Da ich aber nicht 100$ oder mehr für einen Flug ausgeben wollte, bereitete ich mich seelisch und moralisch auf das Schlimmste vor.
Zu Fuß wurde ich vom Eco Hostel von einem Mann abgeholt und wir liefen zum Bus.
Der Reisebus Bus Giant Ibis ist einer der besten und man zahlt zwar mehr, bekommt aber auch mehr. Man hat sehr viel Platz, der Bus ist groß, es gibt Steckdosen an jedem Sitz, eine Leselampe und sogar kostenloses WLAN. Außerdem wurden 2 Croissants, ein süßes Stückchen und eine kleine Flasche Wasser verteilt und es wird mit Anschnallgurten geworben. Mit an Board war ein englischsprachiger Tourguide der uns alles erklärte. Die Fahrt sollte 7 Stunden dauern und wir würden zweimal anhalten. Leider gab es im Bus keine Toilette und die Steckdosen waren sehr wackelig, aber die Klimaanlage war sehr gut. Wir waren in dem großen Bus nur ca. 15 Leute und hatten allen Platz der Welt.

Als ich im Bus saß konnte ich überhaupt nicht glauben, dass ich das alles in 4 Stunden geschafft hatte. Wie ist mir ein absolutes Rätsel und ich hatte mir schon Tage vorher den Kopf darüber zerbrochen. Mir fiel ein großer Brocken vom Herzen.
Der erste Stopp war nach ca. 2 Stunden zur Ausreise aus Vietnam. Wir mussten im Vorfeld ein Ausreiseformular ausfüllen und unsere Pässe beim Guide abgeben. Wir wurden aufgefordert unsere Wertsachen mitzunehmen und geschlossen in das Gebäude zu gehen. Keiner außer unserem Bus war da und es ging sehr schnell. Nacheinander wurden unsere Namen aufgerufen, wir kamen nach vorne und bekamen einen Ausreisestempel. Bei mir machten sie ein Drama wegen meiner Visa-Überziehung und der Tourguide fragte mich viele Fragen und warum ich das denn gemacht hätte. Ich erklärte ihm, dass ich Vietnam so mag. Dumme Frage. Er war richtig genervt. Zum Glück war es wirklich damit getan, dass ich die 30$ bezahlte und dann durfte auch ich das Land verlassen.

Bilder an der Grenze allerstrengstens verboten. Darauf wurde ich oft hingewiesen

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Wir fuhren noch eine weitere halbe Stunde bis wir die Grenze zu Kambodscha erreichten. Diese macht um 18 Uhr zu, aber bis dahin war noch viel Zeit. Hier dasselbe Spiel: Wir waren die Einzigen, mussten in verschiedenen Reihen anstehen und da ich bereits vorbildlich mein eVisa beantragt hatte kam ich gleich dran und zahlte auch nichts mehr, weil das alles online ging. Hier erneut Tam Tam. Wegen meinem Umlaut in meinem Nachnamen (ä), dachte der unfreundliche Mensch am Schalter da wäre ein Rechtschreibfehler. Damit machen die keine Witze. Mit Händen und Füßen und deuten auf seine Tastatur versuchte ich ihm die Geschichte mit ae anstelle von ä zu erklären, aber er verstand das nicht. Bin ich hier die erste mit einem Umlaut im Namen? Dieses Problem hab ich aber öfter, ich bin’s gewohnt. Nach einer Ewigkeit kam er wieder und ich bekam endlich den Einreisestempel. Auch der Guide war wieder nicht gut auf mich zu sprechen.

Wieder Bilderverbot – mir egal !

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Im Internet stand, dass man sein ganzes Gepäck zur Kontrolle über die Grenze tragen muss, aber davon wollte hier keiner was wissen.
Statt dessen konnten wir in einem guten Restaurant mit normalen Preisen neben dem Duty free Shop essen.

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Bus

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Somit war das Horrorszenario Grenzübergang aus meinem Kopf gebannt und einfacher hätte es wohl nicht gehen können. An jedem Flughafen ist das komplizierter.
Der Guide gratulierte uns, dass wir nun in Kambodscha wären. Hinter mir saßen 3 Engländer mit denen ich mich die ganze Zeit super unterhielt und auch sonst waren wir nur Touris im Bus. Die Straße in Kambodscha ist sehr schlecht und total ruckelig und der Fahrer machte mich verrückt, obwohl fast kein Verkehr herrschte. An die Süd-Ost-Asiatische Fahrweise kann und will ich mich nicht gewöhnen. Wegen dem starken Regen war es Mittags noch sehr überflutet und ich hoffte der Regen würde verschwinden.

Bilder: Facebook

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Nach ziemlich genau 7 Stunden erreichten wir dann Phnom Penh und ich schnappte mir gleich ein Tuk Tuk. Diese sind die beste (wenn auch nicht Sicherste) Erfindung in Süd-Ost-Asien. Motorräder ziehen ein Gespann wo ca. 4 Leute reinpassen. Von 5$ konnte ich auf 3$ runter handeln, aber das war bestimmt noch zu viel. Vietnam hat keine Tuk Tuks und ich habe es total vermisst ! Der Fahrer der gut englisch konnte, fand das Hostel ewig nicht und wollte mir eine Stadtrundfahrt andrehen. Ich fragte einfach Leute nach dem Weg und guckte auf die Straßenschilder bis wir es fanden. Er sagte, wenn ich ihn morgen nochmal buchen würde könne er sich seine Englischschule leisten und gab mir seine Nummer. Mir fiel gleich auf, dass hier im Gegensatz zu Vietnam fast keiner einen Helm trägt und der Tuk Tuk Fahrer musste 6$ Strafe zahlen, weil er ohne erwischt wurde.

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Das Hostel „Base Villa“ das Lena rausgesucht hatte, sah im Dunkel sehr schön aus und hat einen Pool. Lena kenne ich von Zuhause vom Reiten und sie kommt ursprünglich aus meinem Nachbardorf, deswegen sah man sich immer auf vielen Festen und Reitturnieren. Als sie vor ein paar Monaten hörte, dass ich nach Kambodscha will, buchte sie einen Flug, was ich total cool fand. Schon die ganze Zeit freute ich mich auf sie und wo es erst noch 90 Tage waren, ist sie jetzt schon da. Sie kam wenige Stunden vor mir mit dem Flieger aus Deutschland hier an. Lena war auch schon mal in Süd-Ost-Asien und Australien und kennt sich mit dem Reisen aus.
Als ich ins Zimmer kam, freuten wir uns total uns zu sehen. Außerdem hatte sie mir meine GoPro Hero 4 und mein neues Objektiv mitgebracht, das ich übers Internet gekauft hab und nach Hause schicken ließ.
Wir beide hatten Hunger, bestellten Essen im Hostel und stießen ganz traditionell mit ein paar Bier auf die deutsche Wiedervereinigung an. Wir hatten uns sehr viel zu erzählen und es war ein witziger Abend unter Schwaben. Ich glaube das werden coole kommende Wochen. Wir redeten bis wir uns nicht mehr wach halten konnten und ins Bett gingen.

Liebe Grüße aus Kambodscha
Nadine

Puppetshow, Rooftopbar and welcome of a Rat

Sonntag, 08.05.2016

Liebe Mütter (vor allem natürlich meine): Ich wünsche euch alles Liebe zum Muttertag, lasst euch verwöhnen und es euch gut gehen!
Judy musste zur Arbeit gehen. Sie arbeitet trotz Frührente als Englischlehrerin. Ich wollte eigentlich bei den heißen Temperaturen in den Pool springen. Leider ging die Türe zum Außenbereich nicht auf und so war das Schwimmen gestrichen. Bei Judy gibt es im 10. Stock nämlich einen Rooftop-Pool von dem aus man eine geniale Aussicht hat.
Ich nutzte die Waschmaschine bei Judy aus, machte Wäsche und erledigte einige Sachen bis Judy um 12 wieder kam.
Wir fuhren mit Judys Roller in ein sehr gutes Restaurant, das zu der Kette gehört bei der wir am Vorabend schon waren. Für mich gabs Gemüselasagne und ich fand es ein bisschen schade, dass ich schon wieder Essen aus dem Westen hatte. Zum Glück werde ich noch Zeit haben, viel vietnamesisch zu probieren.

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Plötzlich fing es aus heiterem Himmel wieder an zu regnen und goss 15 Min. aus Kübeln. Danach war es wieder umso heißer.
Anschließend zeigte mir Judy ihr Viertel. Hier wohnen viele Reiche, es hat sehr schicke Restaurants, gute Unis, internationale Schulen wie die australische, britische, deutsche,.. und sehr teure Villen. Irgendwie finde ich es schade, dass auch hier große Ketten und Hotels Einzug finden. Überall gibt es Fastfoodketten wie KFC, Mc Donalds usw. Das zerstört die vietnamesische Kultur und verdrängt all die kleinen Restaurants die ums Überleben kämpfen. Außerdem passen die großen Luxushotels und edlen Gebäude gar nicht hier her ! Leider gibt es dieses Phänomen überall.
Die Tour war echt schön, ich sah viel, ich genoss den Fahrtwind auf dem Roller hintendrauf und ich sah vieles was ich sonst nicht gesehen hätte. Wir kamen an den „Slums“ vorbei, wo auch viele arme Leute wohnen, aber diese scheinen glücklich zu sein. Generell finde ich Vietnam für ein Land in Süd-Ost-Asien sehr „kultiviert“. Es gibt nicht viele Obdachlose, es liegt nicht übermäßig viel Müll rum, es gibt nicht viele Straßenhunde und die Frauen werden hier nicht unterdrückt. Die Frauen dürfen anziehen was sie wollen und man sieht oft Frauen Roller fahren und die Männer sitzen hinten drauf.
Zum Glück wohnt Judy hier, denn sie bot mir an die Sachen die ich nicht brauche bei ihr zu lassen. Da ich ja mit dem Motorrad reisen will, ließ ich einiges bei ihr. Der Securityguard von Judys Wohnung bestellte mir ein Taxi und ich verabschiedete mich nett von Judy. Es war richtig nett, dass sie eine Fremde bei sich aufgenommen hat und so herzlich zu mir war.
Die Taxifahrt in die Stadt dauerte ewig und ich muss immer noch die Luft anhalten, wenn ich denke wie knapp die Motorräder immer vorbeirauschen. Daran kann man sich einfach nicht gewöhnen. Genau so wenig wie an die drückende, schwüle Hitze. Unterwegs sahen wir ein schreckliches Bild das mich lange beschäftige: Ein Motorrad lag auf dem Boden mitten auf der Fahrbahn, die Handtasche und der Helm noch dran. Nebenan eine riesige Blutlache und davor ein Van. Die komplette Rückscheibe des Vans fehlte und die Rückseite war sehr beschädigt. Hoffentlich hat die Person auf dem Roller diesen Unfall überlebt. Die Fahrt kostete mich gerade mal 4 Euro und ich stieg am Puppentheater aus.

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Mit Nina und Rebecca traf ich mich vor dem Theater. Die beiden waren davor schon was essen, aber mir hat es leider nicht gereicht. Echt schade, dass wir nicht zusammen reisen können… Für ca. 7 Euro Eintritt hatten wir am Vortag die Karten für das Waterpuppetheater erstanden. Das Golden Dragon Water Puppet Theater ist auf vietnamesisch und wir alle verstanden überhaupt nicht worum es ging. Es gab viele verschiedene Puppen die alle schön gemacht waren. Alle konnten sich schnell bewegen. Eine 6 köpfige Band spielte dazu und lieh Puppen ihre Stimmen. Das hörte sich interessant an und war so witzig, dass wir dauernd lachen mussten. Nach 50 Min. war das witzige Spiel vorbei und die Puppenspieler kamen um sich zu verbeugen. Insgesamt war es auf jeden Fall lustig und interessant das Mal gesehen zu haben, auch wenn wir nichts verstanden haben.

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Zu Fuß ging es 20 Min. durch die Stadt, wo wir im Backpackerviertel landeten. Mit meinem Gepäck die Straße zu überqueren war nicht ohne und mir fiel einmal mein Backpack auf der vielbefahrenen Straße um. Wir setzten uns in eine tolle Skybar die Nina rausgesucht hatte. Das Ambiente war toll und im 9. Stock konnte man einiges der Stadt sehen. Es reichte noch für ein Bier und einen Crepe und dann bestellte ich mir ein Uber-Taxi zum Flughafen. Das klappte super und die Securitys von der Skybar halfen mir. Schade, dass ich mich von den Mädels verabschieden musste und es hätte bestimmt gut geklappt, wenn wir zusammen gereist wären…

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Die Fahrt dauerte eine halbe Stunde und ich musste nur 4 Euro trotz 1.3 fachem Nachtzuschlag zahlen. Am Flughafen herrschte das absolute Chaos. Sowas hab ich noch nie gesehen. An meiner Airline VietJet war eine Schlange bis nach Timbukdu zum Einchecken. Ständig kam eine Angestellte, erzählte was in vietnamesisch und dann kamen Leute von ganz hinten und übersprangen die Schlange. So musste ich noch länger warten und es dauerte 45 Min. bis ich dran war. Es hatte ausschließlich asiatische Leute und ich war die Einzige Weiße. Der Mann am Schalter war sehr unfreundlich und konnte fast kein Englisch. Die Bestätigungsmail hatte ich auch auf vietnamesisch bekommen. In der Wartehalle war unbeschreiblich viel los und auch hier fand man nur Asiaten. Diesen Flug vom Süden Vietnams in den Norden buchte ich, weil ich mich im Juni mit Lena in Kambodscha treffe und Kambodscha an den Süden Vietnams grenzt. So reise ich vom Norden in den Süden, was mehr Sinn macht. Mein Flug wäre um 11 gegangen, aber auf einem Schild wurde diese Zeit durchgestrichen und der Flug alle paar Minuten später angekündigt. Ich war total müde und schlief in der Wartehalle ein. Der Flug war der Letzte des Tages und hatte insgesamt eineinhalb Stunden Verspätung. Der Flieger war fast leer und ausgerechnet ich saß neben 2 Leuten und konnte mich nicht hinlegen. Mich hat es sehr gewundert, aber ich war so müde, dass ich ohne meine Wunderpillen sofort einschlief und erst kurz vor der Landung in Hanoi wieder aufwachte.

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Der Flug ging nur 2 Stunden und ich war super müde. Gut, dass das Gepäck schnell da war und ich bestellte wieder ein Uber Taxi zum Hotel das schnell kam. Schon gleich habe ich gemerkt, dass in Hanoi nicht so viel los ist wie in Ho Chi Minh. Der Taxifahrer fand mein Hostel nicht und ließ mich irgendwo raus. So stand ich da mit meinem Gepäck in einer verlassenen, dunklen Seitenstraße. Freundlich wurde ich gleich von einer riesigen Ratte begrüßt die mir fast über die Füße rannte. Zum Glück fand ich das Hostel irgendwann. Der Mann von der Rezeption wusste nichts von meiner Buchung. Ich zeigte ihm die Mail, aber er suchte und suchte. Ich wurde böse, weil ich nur noch ins Bett wollte und sogar am selbem Tag reserviert hatte. Er konnte auch fast kein englisch. Irgendwann hatte er es und ich fuhr mit dem Aufzug in den 6. Stock. Natürlich schliefen die anderen 7 im Zimmer schon und ich weckte sie, obwohl ich leise war. Am Eingang stolperte ich gleich über ein Paar Schuhe. Es war schon nach 4 als ich endlich im Bett war und ich schlief schnell ein.

Müde Grüße von Hanoi
Nadine

Sad History of the Vietnam War

Samstag, 07.05.2016

Ich wachte schon um 5 auf, weil mein Körper auf die australische Zeit eingestellt ist. Zum Frühstück gab es nur ein Ei und dafür, dass das Hostel mit kostenlosem Frühstück wirbt ist das wenig.
Nina und ich machten aus, uns am Kriegsmuseum zu treffen. Ich wollte mal ein Motorradtaxi ausprobieren und für ein paar Cent fuhr mich mein Fahrer zum Museum. Wenn man auf Adrenalin steht, ist so ein Motorradtaxi genau das richtige, aber für schwache Nerven kann ich es nicht empfehlen. Ich saß hinten drauf und der Verkehr ist noch schlimmer, wenn man mitten drin steckt. Ich dachte schon die Tuk Tuks in Bangkok sind gefährlich, aber das hier übertrifft alles. Die Fahrer fahren mitten durch fahrende Autos durch und die Autofahrer schauen auch nicht, ob da ein Roller neben ihnen ist. Ein paar Mal dachte ich, wir werden über den Haufen gemäht.
Für ca. 60 Cent kommt man ins War Remnants Museum. Vor dem Museum waren einige Panzer und Flieger ausgestellt.
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Das Kriegsopfermuseum selbst ist thematisch aufgebaut und jeder Raum nummeriert. Was man dort sieht, muss man erst mal verarbeiten. Es gibt viele Fotos und Geschichten dazu. So natürlich auch viele Bilder von verstümmelten Menschen, Leichen und leider auch vielen Kindern. Man fühlt sich mittendrin und wenn man darüber nachdenkt was vor nicht langer Zeit passiert ist, läuft einem ein eiskalter Schauer über den Rücken. Auch die Chemie Orange Agent verstümmelte viele Menschen und es wurden viele behinderte Kinder geboren. Das alles anzusehen, geht sehr an die Substanz, aber ist ein wichtiger Teil der Geschichte und ich finde, man muss es sich auf jeden Fall anschauen.
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Es fand gerade ein Fest statt und es waren Sänger da und die Soldaten wurden geehrt. Um 12 Uhr ist Mittagszeit und plötzlich ertönte ein Horn, die Lichter gingen aus und wir mussten gehen. Das war sehr seltsam. Nach 2 Stunden verließen wir das Museum also wieder und liefen zur Cathedrale.
Leider sieht man hier auch sowas
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Die Notre-Dame Cathedral Basilica of Saigon war leider geschlossen, aber sieht auch von außen sehr beeindruckend aus.
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Da alles in Laufweite ist, ging es danach zum Saigon Central Post Office. Das alte Postgebäude ist sehr schön und dort gibt es immer noch eine Post drin.
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Wir bummelten durch die Nguyen Hue Street, wo auch das Reichenviertel auf der Dong Khoi Street ist. Hier gibt es Läden wie Gucci, Prada, Armani usw. Im Springbrunnen konnten wir uns bei der abartigen Hitze ein bisschen abkühlen.
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DSC_0563 (FILEminimizer) Ein altes Gebäude bekam unsere Aufmerksamkeit. Von außen war es fast nicht zu erkennen, aber es handelte sich um verschiedene Restaurants. In jedem der kleinen Wohnungen war eines. Wir liefen die Treppen im Haus hoch, landeten im 4. Stock und trauten unseren Augen nicht. Wie in einer anderen Welt sah das englische Teehaus aus, in das wir uns rein setzten. Unsere Schuhe mussten wir in einer Art Hasenkäfig lassen. Vom Balkon aus hatte man einen guten Blick auf die Stadt. Wir entschieden uns für einen Innenplatz mit Klimaanlage und bestellten einen Tee. Eigentlich trinke ich keinen Tee, aber wenn man schon mal im Teehaus ist… Es gab viele Chinesen und alles war in schönen Pastellfarben liebevoll dekoriert. Unsere Teetassen und den Tee durften wir selbst aussuchen. Es gab eine Sanduhr, sodass man wusste, wann der Tee fertig ist. Es war so süß im Partea Teehaus, dass wir eine Weile da saßen.
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Wir machten einen kleinen Abstecher an den Fluss Saigon River, aber dieser ist sehr dreckig und nicht gerade ästhetisch.
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Wir stoppten am Kartenverkauf um uns Karten für die berühmte Puppetshow am nächsten Tag zu kaufen und liefen dann zurück, um die Notre Dame nochmal von innen zu bestaunen. Dafür hätten die Leute sich mehr Mühe geben können, denn es hatte nur ein traditionelles Kirchenfenster in diesem riesigen Gebäude.
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Opera House
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Nina und ich verabschiedeten uns und ich ging mal wieder auf die Suche nach meinem Hostel. Dort duschte ich nur schnell und als ich in den Spiegel schaute der Schock: Überall rote Flecken auf meiner Haut. Da ich das vor einem Jahr in Thailand schon hatte wusste ich gleich, dass es sich um Bedbugs (Bettwanzen) handelte. Obwohl das Hostel und das Bett sehr sauber aussehen, war ich voller Bisse. Ich beschwerte mich an der Rezeption, die mich auslachten. Super witzig ! Das ist ein mega Aufwand die Viecher wieder loszuwerden, mann muss alles kochen und desinfizieren. Sie gaben mir ein neues Bett, aber damit war ich auch nicht zufrieden.
Mit der Australierin Judy die ich auf meinem Flug hierher kennen gelernt hatte, verabredete ich mich im Rex Hotel. Als ich davor stand, staunte ich nicht schlecht. Das ist ein 5* Luxushotel und sieht beeindruckend aus. Überall standen Empfangsdamen in weißen Kleidern. Mit dem Aufzug fuhr ich in den 8. Stock und die Aussicht auf Ho Chi Minh City ist genial. Judy wartete schon und hatte bereits einen Cocktail. Wir saßen da, hatten super Gespräche und beobachteten das wilde Treiben auf der Straße am Samstagabend. Die Straße ist Abends am Wochenende sogar extra für den Verkehr gesperrt. Die Happy-Hour nutzten wir aus.
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Weil wir beide Hunger hatten, gingen wir in Judys Lieblingsrestaurant. Dieses gehört einem Australier und es hat eine große Karte. Auch das Restaurant ist sehr gehoben und die Kellner trugen Anzüge. Ich kam mir ein bisschen underdressed vor. Das Essen schmeckte super lecker und wir hatten einen schönen Abend.
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Judy bot mir an bei ihr zu schlafen und so fuhren wir mit dem Taxi zu meinem Hostel und ich holte meine Sachen, während der Fahrer und Judy warteten. Natürlich hatte ich überhaupt nichts gepackt und musste in aller Eile meine Sachen zusammen suchen. Ich beeilte mich, aber bekam schon einen Anruf von Judy, dass der Fahrer ungeduldig wurde. An der Rezeption musste ich dann rum diskutieren. Leider verstand der junge Mann auch nicht viel Englisch, was es nicht einfacher machte. Ich wollte nichts für meine Nacht zahlen, weil ich den Aufwand mit den Bedbugs habe. Außerdem drohte ich damit, eine schlechte Bewertung zu schreiben. Weil ich erst so spät auschecke, muss er mir die kommende Nacht berechnen. Ich dachte ich spinne. Mein Checkout war ja nur so spät, wegen den Tierchen. Weil ich wusste, dass ich keine Zeit zum Diskutieren hatte und der Typ meinen Reisepass hatte, zahlte ich 2 Nächte und verließ verärgert das Saigon237.
Judy hatte sich Sorgen gemacht, aber dann war ja alles gut. Ich war fix und fertig als ich im Taxi saß und mein Adrenalinspiegel war sehr hoch. Der arme Taxifahrer!

Judy lebt ganz außerhalb der großen Stadt im Bezirk 7, wo auch viele reiche Leute sind. Im Haus hat es einen Securityguard und es gibt 10 Stockwerke. Auf dem Dach hat es einen Pool und ein Fitnessstudio und ich fühlte mich wie im Hotel. Auch die Wohnung ist total modern und passt gar nicht zu Vietnam. Ich habe mein eigenes Zimmer mit riesigem Bett und mal wieder total Glück gehabt.
So lässt es sich aushalten. Müde von den 12 km Laufen in der prallen Hitze und von den vielen Eindrücken, schlief ich schnell ein.
Das war wieder ein toller Tag in Ho Chi Minh City

Liebe Grüße
Nadine

Markets, heat and good Coffee

Freitag, 06.05.2016

Nach dem ersten Kulturschock gestern, ging es auf zu einem neuen Abenteuer in der 10 Mio. Stadt (größte Stadt Vietnams) Ho Chi Minh. Eigentlich wollte ich auschecken, aber hatte nicht genug Geld zum Zahlen. So lief ich los und suchte einen ATM (Geldautomaten). Die Frau von der Rezeption konnte mir nicht helfen, weil sie kein Englisch sprach. Auf dem Weg entdeckte ich ein verstecktes, kleines Restaurant und setzte mich. Die netten Angestellten konnten zwar auch kein Englisch, aber ich bestellte einen Kaffee. Vietnam ist bekannt für den guten Kaffee und tatsächlich war dieser sehr gut und stark und schmeckte nach Kaffeebohnen. Die Vietnamesen trinken ihn meistens mit Kondensmilch, aber darauf verzichtete ich. Auf meine Nachfrage, ob es was zu Essen gäbe, kam der Junge vom Nachbarrestaurant und brachte mir die Karte. Dort gab es nämlich nur Getränke. Ich bestellte gebratenes Tofu und der Junge brachte mir sogar das Essen von seinem Restaurant an meinen Tisch. Außerdem bekam ich eine große Portion Nudelsuppe dazu und einen Ananassaft. Das schmeckte alles sehr lecker.

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Im Hostel checkte ich noch die Dachterrasse ab und wunderte mich, wo das Wasser am Boden her kommt. Da ich mitten in der Regenzeit (Monsun) hier bin, ist es nicht ungewöhnlich, dass es einfach unvermittelt zu regnen anfängt. Es goss aus Kübeln für 5 Min. und danach war es nur noch tropischer. Man hält es fast nicht aus und bei 80% Luftfeuchtigkeit und 36 Grad schwitzte ich ordentlich.

Nach dem Bezahlen verließ ich das Hostel, weil es einfach keine anderen Backpacker gibt. Ich schleppte mein ganzes Zeug durch die geschäftigen Straßen und war am Ende. In einer Bar saßen 4 Leute und boten mir Wasser an. Die netten Australier wollten, dass ich mich zu ihnen setzte, was ich natürlich gerne machte. Sie sind insgesamt zu 8. und fast alle haben Zuhause eine Harley. Da gab es ordentlich Gesprächsthemen und ich wurde bewundert, dass ich allein reise. Zwei Väter boten mir gleich ihre Söhne zur Heirat an. Die Aussies sind lustig !

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Wir tauschten Facebooknamen aus und sie bezahlten mir gegen meinen Willen mein Getränk. Ewig quatschten wir und dann ging die Truppe shoppen und ich quälte mich weiterhin durch die Hitze. Gut, dass mein neues Hostel einen Aufzug hat, denn ich bin im 5. Stock. Ich dachte das darf nicht wahr sein, als sich anstatt Backpacker nur alte Leute zwischen 60 und 80 in meinem Zimmer befanden. Sehr nett, aber nicht, wenn man Anschluss sucht. Deswegen bin ich ja eigentlich umgezogen

Da ich es nicht schlimm finde allein zu reisen, ging ich ohne Begleitung zu Fuß los. In einer Backpackergruppe in Facebook hatte ich gefragt, ob jemand was unternehmen will. Mein erster Stopp war in einem Spa. Dort gönnte ich mir eine Pediküre und eine Fußmassage und es war sehr entspannend und günstig. Noch während meine Füße auf Vordermann gebracht wurden, stand Nina da. Sie hatte meinen Post in der Facebookgruppe gelesen und wir machten aus, zusammen los zu ziehen. Im Spa waren noch einige Schweizerinnen und Nina ist aus Österreich. So waren Deutschland, Vietnam, Österreich und die Schweiz vertreten.

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Nina und ich zogen durch die Straßen von Ho Chi Minh wo immer mehr los ist, wenn es dunkel wird. Wir suchten den Markt, bummelten rum und ich kaufte mir einen neuen Ruckack, wie die Herren am Flughafen mir geraten hatten. Für 12 Euro bekam ich einen sehr guten Deuter Rucksack und war glücklich. Leider schlossen die Stände um uns rum bereits und wir liefen weiter zum Essensmarkt. In diesem gab es natürlich nur Essen und wir konnten uns gar nicht entscheiden, was wir probieren sollten. Wir entschieden uns für Reiscurry, was eine gute Idee war. Zum Nachtisch gabs Eis an einer Art Waffel. Hier kann man richtig gut essen und alles ist super günstig.

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Um 9 macht der Nachtmarkt neben dem Foodmarket auf und bis dahin schauten wir in viele Reisebüros rein, weil wir Touren buchen wollten. Es lohnt sich sehr die Preise zu vergleichen und zu handeln. Nach einer Tour kamen wir wieder zum ersten Büro zurück und entschieden uns eine Tour für den nächsten Tag dort zu buchen. Wir hatten schon alles ausgefüllt als wir nachfragten, ob auch wirklich alles inklusive sei. Der Eintritt und Essen war nicht dabei, was das Teuerste war. Niedergeschlagen verließen wir das Reisebüro ohne Tour wieder.

Der Nightmarket ist nicht besonders groß und irgendwie sind doch alle Märkte dasselbe. Es gab viele Klamotten, Schuhe, usw. und der Markt ist unter freiem Himmel. Leider kühlt es auch nachts keinen Deut ab und mir floss der Schweiß runter. Die Leute schieben hier ihre Stände zum Aufbau mit den Rollern rum. Das ist sehr beeindruckend.

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Was für mich hier sehr ungewohnt ist, ist der Verkehr auf der „falschen“ Seite. Die ganze Zeit war ich den Verkehr von Australien gewohnt und nun gucke ich immer zuerst rechts, wenn ich die Straße überqueren will. Beim Taxifahrer am Flughafen stieg ich auch gleich mal auf die falsche Seite ein. Bei der Luft hier ist es kein Wunder, dass die Leute alle mit OP-Masken herumlaufen. Und das ständige Hupen geht mir echt auf die Nerven.

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Nina und ich trennten uns, weil ihr Hostel am anderen Ende der Stadt ist und ich begab mich auf die endlose Suche nach meinem. Da ich ja jetzt eine vietnamesische SIM Karte habe, kann ich googleMaps benutzten. Leider funktioniert das hier gar nicht und schickte mich 100 Mal im Kreis. Nach über einer Stunde hatte ich es immer noch nicht gefunden und alles hier sieht gleich aus. Außerdem macht es nicht viel Spaß sich durch den Verkehr zu quälen und die Straße zu überqueren. Dass ich noch nicht überfahren wurde ist grad alles.. Ich machte mein Handy aus und wieder an und es sagte mir, dass es noch über einen Kilometer weit sei. Aaaaaah! Als ich ganz in der Nähe war, suchte ich mir eine Rooftop Bar und genoss die Aussicht auf das wilde Treiben. Rebecca, die auch auf den Post in der Facebookgruppe reagiert hatte, kam dazu. Sie ist auch aus Österreich und wir verstanden uns super. Ich probierte mein erstes vietnamesisches Bier (Bia Saigon), für gerade mal 1,50 Eur. Das schmeckte gut und wir hatten einen coolen Abend. Die Bedienung kam her und fragte mich, ob ich ihr Englischreferat korrigieren würde, das sie am nächsten Tag in der Schule halten muss. Das machte ich gerne und dafür bekam ich ein kostenloses Bier.

Wie schon erwähnt, leben hier ca. 10 Mio. Menschen. Die Australier die ich kennen gelernt habe, haben ihr Hotel am ganz anderen Ende von Ho Chi Minh. Trotzdem liefen wir uns den ganzen Tag über drei ! Mal über den Weg und das an komplett anderen Orten. Was ist das für ein Zufall?

Es war schon nach 1 als ich in mein Bett fiel und den schönen Tag Revue passieren ließ.

Grüße von Ho Chi Minh

Nadine

Loud, smelly, chaotic, big and busy: Ho Chi Minh City

Donnerstag, 05.05.2016

Der 05.05.2015. Der Tag an dem ich nach Australien kam. Nach genau einem Jahr musste ich dieses atemberaubende Land nun verlassen. Es ist sehr traurig. Trotzdem freue ich mich auf das neue Abenteuer.
Die Tabletten haben wie immer ganz ihren Zweck erfüllt, mich total ausgeknockt und ich bin erst wieder „zum Leben erwacht“, als das Flugzeug bereits am Boden aufsetzte.
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Mein Aufenthalt in Kuala Lumpur sollte 3 Stunden sein. Also genug Zeit um einen Drucker zu suchen. Es war 4 in der Nacht und trotzdem einiges los auf dem riesigen Flughafen. Mit den beiden Deutschen Jungs die ich getroffen hatte, ging ich auf die lange Suche. In einem Hotel konnte ich für umgerechnet 2$ mein Visum ausdrucken. Leider wurden nur Malaysische Ringgit akzeptiert. Umtauschen hätte zu viel extra gekostet. So beließ ich es und hoffte, dass ich nicht die erste ohne ausgedrucktes Visa bin. Mein Magen knurrte, aber als ich mir was zu Essen kaufen wollte hatte ich wieder das Geld-Wechselproblem. Also musste ich mit leerem Magen durch diese endlos langen Gänge mit drei Jacken, einer großen Kamera und einem Rucksack laufen. Mein Gate war ganz am Ende und ich legte einige Kilometer zurück. Bis ich das fand, musste ich mich ein paar Mal durchfragen.
Pünktlich konnten wir boarden und ich saß wieder am Fenster. Neben mir zwei nette Mädels aus Malaysia. Der zweistündige Flug verlief ohne Probleme und war ruhig.
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Als wir im Landeanflug waren, freute ich mich total auf Vietnam. In Ho Chi Minh (ehemals Saigon), lief ich erst mal gegen eine Wand, als ich aus dem Flieger stieg. Wir mussten eine Sicherheitskontrolle (die 5. auf dieser Reise) passieren und dann an der Passkontrolle anstehen. Die Schlange war abartig lang und ich musste ewig warten. Ich lernte einen anderen Deutschen kennen, der nur 4 Tage hier ist. Wir machten aus uns ein Taxi zu teilen. Als ich an der Reihe war, wollte der Mann mein Rückflugticket sehen. Da ich mit dem Bus nach Kambodscha fahre, habe ich keins. Er meinte, dass ich keine 4 Wochen hier bleiben kann und mir rutschte mein Herz in die Hose. Er sagte, ich bräuchte ein Visa. Zum Glück war das nur ein Missverständnis, weil ich ja ein Visa hab und ich wurde zum Visa-Office geschickt.
Die Leute da waren sehr unfreundlich, aber keiner sagte was, dass ich das Visa nicht ausgedruckt hatte. Ich musste ein Formular ausfüllen, ein Passfoto abgeben und warten. Dann bekam ich einen Stempel und musste mich nochmal in der langen Passkontroll-Schlange anstellen. Dort traf ich einen jungen Mann aus Kalifornien der hier arbeitet und mir einiges erklärte und einen Deutschen der auf Geschäftsreise ist. Beide waren sehr nett. Ich atmete auf, als das mit dem Visa erledigt war. Mein Koffer stand bereits mutterseelenallein neben dem Gepäckband. Schnell holte ich Geld am Automaten und diese Währung ist lustig. Die vietnamesischen Dong haben ganz viele Nullen und man muss viel rechnen. Gut, dass ich eine nützliche App habe. Was haben die Leute nur ohne Smartphones gemacht?
Die Australierin vom Flieger schrieb mir 2 Taxiunternehmen auf, die gut sind und nichts am Taxameter tricksen. Als ich aus dem Flughafen raus kam, wurde ich erschlagen. Die Menschenmassen waren wie bei einem Konzert und hunderte Leute warteten auf Sitzen auf Leute die raus kamen. Leider fand ich den Deutschen nicht mehr mit dem ich mir ein Taxi teilen wollte. Ein Taxifahrer kam auf mich zu und zeigte mir seinen Ausweis. Da das das empfohlene Taxiunternehmen der Australierin war, sagte ich zu und wir liefen zu seinem Auto. Dort war keine Beschriftung, was mich verwirrte. Auf dem Weg sahen wir viele Taxis vom gleichen Unternehmen, die alle beschriftet waren. Die Fahrt dauerte über eine halbe Stunde. Mir wurde bereits viel vom Verkehr in Vietnam berichtet. In Wirklichkeit ist das nochmal krasser. Es gibt unendlich viele Roller und Motorräder und Verkehrsregeln kennt niemand. Nur an roten Ampeln wird angehalten. Die Leute fahren in die falsche Richtung, auf dem Gehweg und Spuren kennen die Vietnamesen nicht. Ein heilloses Durcheinander und alles erinnerte mich an Bangkok nur schlimmer. Hupen muss man um durchzukommen und wenn man einfädeln will, gestikuliert man einfach wild mit den Händen. Zu meiner Verwunderung trugen aber alle Erwachsenen einen Helm. Teilweise sitzen die Leute hier zu 4. auf dem Roller und haben ihre Kinder dabei und davon trägt keines einen Helm.
Am Hostel angekommen, wollte der Fahrer einen horrenden Preis von mir. Ich hatte gelesen, dass die Fahrt ca. 7 Euro kostet und ich zahlte 4 Euro mehr, was hier total viel ist. Ok, für Europäer ist das nix. Davon kann der Fahrer bestimmt eine Woche leben und deswegen regte ich mich nicht groß auf. Er hatte nicht mal einen Taxameter und sein Ausweis war bestimmt gefälscht.
Das Hostel ist im dritten Stock und es geht eine sehr enge Treppe hoch. Mit meinen letzten Energiereserven schleppte ich mein Gepäck hoch und checkte ein. Eigentlich wäre erst um 2 Checkin gewesen, aber ich durfte schon um 11 ins Zimmer. Dieses ist zum Glück gut klimatisiert. Es hat ein vegetarisches Restaurant im Erdgeschoss, wo ich sofort hin ging, weil ich es vor Hunger nicht mehr aushielt. Ich probierte ein sehr scharfes, mir unbekanntes Gemüse was sehr lecker war und einen Fruchtshake.
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Da ich total fertig vom Reisen war, schlief ich in meinem gemütlichen Bett ein. Es war ziemlich bewölkt, aber fast 40 Grad heiß und die Luftfeuchtigkeit liegt gefühlt bei 100%. Da im Hostel fast keine Leute sind und ich niemanden fand, zog ich allein los. Meine Tasche steckte ich unter mein T-Shirt, weil überall vor Rollerfahrern gewarnt wird, die im vorbeifahren klauen. Man soll auch während dem Laufen nie sein Handy in der Hand haben. Die geschäftigen Straßen von der Großstadt Ho Chi Minh sind echt überwältigend. Es ist laut, stinkt, ist dreckig, chaotisch und hektisch. Mir gefällt es hier trotzdem irgendwie. Schon nach einigen Sekunden hatte ich eine Reizüberflutung. So viele Leute, Gerüche, Verkehr und Geräusche. Das Überqueren der Straße grenzt mehr an Selbstmord und Fußgängerampeln sind ein Fremdwort. Schon bald hatte ich den Clue raus. Einfach laufen und nicht auf die Roller schauen. Obwohl es nicht so aussieht, passen die Fahrer auf einen auf. Man muss nur sehr selbstbewusst über die Straße laufen und ein Tempo beibehalten. Die Australierin sagte, man solle ja nicht rennen, da sonst keiner einschätzen kann wo man hin will. Teilweise hängte ich mich beim Überqueren einfach dicht an die Vietnamesen, die wissen wies geht.
Ich setzte mich in ein Restaurant und wollte was Vegetarisches bestellen. Das Einzige was es gab war Spaghetti mit Tomatensoße. Also gleich am ersten Tag westliches Essen (Schande über mich). Zum Nachtisch gab es frozen Joghurt, was mich zusammen nur 2,50 Euro kostete.
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Ich wollte auf die berühmte Backpackerstraße Bui Vien. Meine Orientierung ist richtig schlecht und ich verlief mich total. Eine nette Amerikanerin und eine Malaysierin mussten dort sowieso hin und zeigten mir den Weg. Wir unterhielten uns super und da die beiden hier arbeiten, bekam ich noch mehr nützliche Insidertipps. Auf der Bui Vien ist alles noch überwältigender als ohnehin schon. Es gibt unzählige Massagestudios, Restaurants, Bars, Friseure, Supermärkte, Shoppingläden und vieles mehr. Es war gut andere Backpacker zu sehen, obwohl ich mit niemandem in Kontakt kam. Vielleicht muss ich morgen das Hostel wechseln um Anschluss zu finden. Da ich sowieso schon lange zum Friseur wollte, erledigte ich dies. Ich bekam eine Kopfmassage mit Shampoo, Hand- und Armmassage und mir wurden die Spitzen geschnitten. Das ging eine Stunde, war total super und kostete mich insgesamt nicht mal 8 Euro. Also super fürs Backpackerbudget.
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Ich bummelte noch eine ganze Weile herum und es war bereits dunkel. Die Lichter bei Nacht sehen sehr cool aus und es war viel los. Für ein paar Cent erstand ich einen Adapter für die Steckdose und eine Simkarte fürs Handy.
Eigentlich wusste ich es vorher, aber leider hatte ich keinen Plan wo ich hin musste. Da hier nicht viele Leute englisch sprechen, war es sehr schwer sich durchzufragen. Wie bekloppt irrte ich in der Millionenstadt herum. Wie sicher es hier in den Nebenstraßen im Dunkeln ist, wusste ich auch nicht. In einem Hotel konnte man mir erklären wo ich hin muss ich war froh nach fast einer Stunde rumirren wieder im Hostel zu sein und atmete auf.
An diesem Abend machte ich nicht mehr viel und chillte nur um mich zu erholen.

Liebe Grüße vom chaotischen Ho Chi Minh
Nadine