Markets, heat and good Coffee

Freitag, 06.05.2016

Nach dem ersten Kulturschock gestern, ging es auf zu einem neuen Abenteuer in der 10 Mio. Stadt (größte Stadt Vietnams) Ho Chi Minh. Eigentlich wollte ich auschecken, aber hatte nicht genug Geld zum Zahlen. So lief ich los und suchte einen ATM (Geldautomaten). Die Frau von der Rezeption konnte mir nicht helfen, weil sie kein Englisch sprach. Auf dem Weg entdeckte ich ein verstecktes, kleines Restaurant und setzte mich. Die netten Angestellten konnten zwar auch kein Englisch, aber ich bestellte einen Kaffee. Vietnam ist bekannt für den guten Kaffee und tatsächlich war dieser sehr gut und stark und schmeckte nach Kaffeebohnen. Die Vietnamesen trinken ihn meistens mit Kondensmilch, aber darauf verzichtete ich. Auf meine Nachfrage, ob es was zu Essen gäbe, kam der Junge vom Nachbarrestaurant und brachte mir die Karte. Dort gab es nämlich nur Getränke. Ich bestellte gebratenes Tofu und der Junge brachte mir sogar das Essen von seinem Restaurant an meinen Tisch. Außerdem bekam ich eine große Portion Nudelsuppe dazu und einen Ananassaft. Das schmeckte alles sehr lecker.

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Im Hostel checkte ich noch die Dachterrasse ab und wunderte mich, wo das Wasser am Boden her kommt. Da ich mitten in der Regenzeit (Monsun) hier bin, ist es nicht ungewöhnlich, dass es einfach unvermittelt zu regnen anfängt. Es goss aus Kübeln für 5 Min. und danach war es nur noch tropischer. Man hält es fast nicht aus und bei 80% Luftfeuchtigkeit und 36 Grad schwitzte ich ordentlich.

Nach dem Bezahlen verließ ich das Hostel, weil es einfach keine anderen Backpacker gibt. Ich schleppte mein ganzes Zeug durch die geschäftigen Straßen und war am Ende. In einer Bar saßen 4 Leute und boten mir Wasser an. Die netten Australier wollten, dass ich mich zu ihnen setzte, was ich natürlich gerne machte. Sie sind insgesamt zu 8. und fast alle haben Zuhause eine Harley. Da gab es ordentlich Gesprächsthemen und ich wurde bewundert, dass ich allein reise. Zwei Väter boten mir gleich ihre Söhne zur Heirat an. Die Aussies sind lustig !

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Wir tauschten Facebooknamen aus und sie bezahlten mir gegen meinen Willen mein Getränk. Ewig quatschten wir und dann ging die Truppe shoppen und ich quälte mich weiterhin durch die Hitze. Gut, dass mein neues Hostel einen Aufzug hat, denn ich bin im 5. Stock. Ich dachte das darf nicht wahr sein, als sich anstatt Backpacker nur alte Leute zwischen 60 und 80 in meinem Zimmer befanden. Sehr nett, aber nicht, wenn man Anschluss sucht. Deswegen bin ich ja eigentlich umgezogen

Da ich es nicht schlimm finde allein zu reisen, ging ich ohne Begleitung zu Fuß los. In einer Backpackergruppe in Facebook hatte ich gefragt, ob jemand was unternehmen will. Mein erster Stopp war in einem Spa. Dort gönnte ich mir eine Pediküre und eine Fußmassage und es war sehr entspannend und günstig. Noch während meine Füße auf Vordermann gebracht wurden, stand Nina da. Sie hatte meinen Post in der Facebookgruppe gelesen und wir machten aus, zusammen los zu ziehen. Im Spa waren noch einige Schweizerinnen und Nina ist aus Österreich. So waren Deutschland, Vietnam, Österreich und die Schweiz vertreten.

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Nina und ich zogen durch die Straßen von Ho Chi Minh wo immer mehr los ist, wenn es dunkel wird. Wir suchten den Markt, bummelten rum und ich kaufte mir einen neuen Ruckack, wie die Herren am Flughafen mir geraten hatten. Für 12 Euro bekam ich einen sehr guten Deuter Rucksack und war glücklich. Leider schlossen die Stände um uns rum bereits und wir liefen weiter zum Essensmarkt. In diesem gab es natürlich nur Essen und wir konnten uns gar nicht entscheiden, was wir probieren sollten. Wir entschieden uns für Reiscurry, was eine gute Idee war. Zum Nachtisch gabs Eis an einer Art Waffel. Hier kann man richtig gut essen und alles ist super günstig.

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Um 9 macht der Nachtmarkt neben dem Foodmarket auf und bis dahin schauten wir in viele Reisebüros rein, weil wir Touren buchen wollten. Es lohnt sich sehr die Preise zu vergleichen und zu handeln. Nach einer Tour kamen wir wieder zum ersten Büro zurück und entschieden uns eine Tour für den nächsten Tag dort zu buchen. Wir hatten schon alles ausgefüllt als wir nachfragten, ob auch wirklich alles inklusive sei. Der Eintritt und Essen war nicht dabei, was das Teuerste war. Niedergeschlagen verließen wir das Reisebüro ohne Tour wieder.

Der Nightmarket ist nicht besonders groß und irgendwie sind doch alle Märkte dasselbe. Es gab viele Klamotten, Schuhe, usw. und der Markt ist unter freiem Himmel. Leider kühlt es auch nachts keinen Deut ab und mir floss der Schweiß runter. Die Leute schieben hier ihre Stände zum Aufbau mit den Rollern rum. Das ist sehr beeindruckend.

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Was für mich hier sehr ungewohnt ist, ist der Verkehr auf der „falschen“ Seite. Die ganze Zeit war ich den Verkehr von Australien gewohnt und nun gucke ich immer zuerst rechts, wenn ich die Straße überqueren will. Beim Taxifahrer am Flughafen stieg ich auch gleich mal auf die falsche Seite ein. Bei der Luft hier ist es kein Wunder, dass die Leute alle mit OP-Masken herumlaufen. Und das ständige Hupen geht mir echt auf die Nerven.

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Nina und ich trennten uns, weil ihr Hostel am anderen Ende der Stadt ist und ich begab mich auf die endlose Suche nach meinem. Da ich ja jetzt eine vietnamesische SIM Karte habe, kann ich googleMaps benutzten. Leider funktioniert das hier gar nicht und schickte mich 100 Mal im Kreis. Nach über einer Stunde hatte ich es immer noch nicht gefunden und alles hier sieht gleich aus. Außerdem macht es nicht viel Spaß sich durch den Verkehr zu quälen und die Straße zu überqueren. Dass ich noch nicht überfahren wurde ist grad alles.. Ich machte mein Handy aus und wieder an und es sagte mir, dass es noch über einen Kilometer weit sei. Aaaaaah! Als ich ganz in der Nähe war, suchte ich mir eine Rooftop Bar und genoss die Aussicht auf das wilde Treiben. Rebecca, die auch auf den Post in der Facebookgruppe reagiert hatte, kam dazu. Sie ist auch aus Österreich und wir verstanden uns super. Ich probierte mein erstes vietnamesisches Bier (Bia Saigon), für gerade mal 1,50 Eur. Das schmeckte gut und wir hatten einen coolen Abend. Die Bedienung kam her und fragte mich, ob ich ihr Englischreferat korrigieren würde, das sie am nächsten Tag in der Schule halten muss. Das machte ich gerne und dafür bekam ich ein kostenloses Bier.

Wie schon erwähnt, leben hier ca. 10 Mio. Menschen. Die Australier die ich kennen gelernt habe, haben ihr Hotel am ganz anderen Ende von Ho Chi Minh. Trotzdem liefen wir uns den ganzen Tag über drei ! Mal über den Weg und das an komplett anderen Orten. Was ist das für ein Zufall?

Es war schon nach 1 als ich in mein Bett fiel und den schönen Tag Revue passieren ließ.

Grüße von Ho Chi Minh

Nadine

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