Sad History of the Vietnam War

Samstag, 07.05.2016

Ich wachte schon um 5 auf, weil mein Körper auf die australische Zeit eingestellt ist. Zum Frühstück gab es nur ein Ei und dafür, dass das Hostel mit kostenlosem Frühstück wirbt ist das wenig.
Nina und ich machten aus, uns am Kriegsmuseum zu treffen. Ich wollte mal ein Motorradtaxi ausprobieren und für ein paar Cent fuhr mich mein Fahrer zum Museum. Wenn man auf Adrenalin steht, ist so ein Motorradtaxi genau das richtige, aber für schwache Nerven kann ich es nicht empfehlen. Ich saß hinten drauf und der Verkehr ist noch schlimmer, wenn man mitten drin steckt. Ich dachte schon die Tuk Tuks in Bangkok sind gefährlich, aber das hier übertrifft alles. Die Fahrer fahren mitten durch fahrende Autos durch und die Autofahrer schauen auch nicht, ob da ein Roller neben ihnen ist. Ein paar Mal dachte ich, wir werden über den Haufen gemäht.
Für ca. 60 Cent kommt man ins War Remnants Museum. Vor dem Museum waren einige Panzer und Flieger ausgestellt.
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Das Kriegsopfermuseum selbst ist thematisch aufgebaut und jeder Raum nummeriert. Was man dort sieht, muss man erst mal verarbeiten. Es gibt viele Fotos und Geschichten dazu. So natürlich auch viele Bilder von verstümmelten Menschen, Leichen und leider auch vielen Kindern. Man fühlt sich mittendrin und wenn man darüber nachdenkt was vor nicht langer Zeit passiert ist, läuft einem ein eiskalter Schauer über den Rücken. Auch die Chemie Orange Agent verstümmelte viele Menschen und es wurden viele behinderte Kinder geboren. Das alles anzusehen, geht sehr an die Substanz, aber ist ein wichtiger Teil der Geschichte und ich finde, man muss es sich auf jeden Fall anschauen.
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Es fand gerade ein Fest statt und es waren Sänger da und die Soldaten wurden geehrt. Um 12 Uhr ist Mittagszeit und plötzlich ertönte ein Horn, die Lichter gingen aus und wir mussten gehen. Das war sehr seltsam. Nach 2 Stunden verließen wir das Museum also wieder und liefen zur Cathedrale.
Leider sieht man hier auch sowas
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Die Notre-Dame Cathedral Basilica of Saigon war leider geschlossen, aber sieht auch von außen sehr beeindruckend aus.
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Da alles in Laufweite ist, ging es danach zum Saigon Central Post Office. Das alte Postgebäude ist sehr schön und dort gibt es immer noch eine Post drin.
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Wir bummelten durch die Nguyen Hue Street, wo auch das Reichenviertel auf der Dong Khoi Street ist. Hier gibt es Läden wie Gucci, Prada, Armani usw. Im Springbrunnen konnten wir uns bei der abartigen Hitze ein bisschen abkühlen.
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DSC_0563 (FILEminimizer) Ein altes Gebäude bekam unsere Aufmerksamkeit. Von außen war es fast nicht zu erkennen, aber es handelte sich um verschiedene Restaurants. In jedem der kleinen Wohnungen war eines. Wir liefen die Treppen im Haus hoch, landeten im 4. Stock und trauten unseren Augen nicht. Wie in einer anderen Welt sah das englische Teehaus aus, in das wir uns rein setzten. Unsere Schuhe mussten wir in einer Art Hasenkäfig lassen. Vom Balkon aus hatte man einen guten Blick auf die Stadt. Wir entschieden uns für einen Innenplatz mit Klimaanlage und bestellten einen Tee. Eigentlich trinke ich keinen Tee, aber wenn man schon mal im Teehaus ist… Es gab viele Chinesen und alles war in schönen Pastellfarben liebevoll dekoriert. Unsere Teetassen und den Tee durften wir selbst aussuchen. Es gab eine Sanduhr, sodass man wusste, wann der Tee fertig ist. Es war so süß im Partea Teehaus, dass wir eine Weile da saßen.
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Wir machten einen kleinen Abstecher an den Fluss Saigon River, aber dieser ist sehr dreckig und nicht gerade ästhetisch.
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Wir stoppten am Kartenverkauf um uns Karten für die berühmte Puppetshow am nächsten Tag zu kaufen und liefen dann zurück, um die Notre Dame nochmal von innen zu bestaunen. Dafür hätten die Leute sich mehr Mühe geben können, denn es hatte nur ein traditionelles Kirchenfenster in diesem riesigen Gebäude.
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Opera House
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Nina und ich verabschiedeten uns und ich ging mal wieder auf die Suche nach meinem Hostel. Dort duschte ich nur schnell und als ich in den Spiegel schaute der Schock: Überall rote Flecken auf meiner Haut. Da ich das vor einem Jahr in Thailand schon hatte wusste ich gleich, dass es sich um Bedbugs (Bettwanzen) handelte. Obwohl das Hostel und das Bett sehr sauber aussehen, war ich voller Bisse. Ich beschwerte mich an der Rezeption, die mich auslachten. Super witzig ! Das ist ein mega Aufwand die Viecher wieder loszuwerden, mann muss alles kochen und desinfizieren. Sie gaben mir ein neues Bett, aber damit war ich auch nicht zufrieden.
Mit der Australierin Judy die ich auf meinem Flug hierher kennen gelernt hatte, verabredete ich mich im Rex Hotel. Als ich davor stand, staunte ich nicht schlecht. Das ist ein 5* Luxushotel und sieht beeindruckend aus. Überall standen Empfangsdamen in weißen Kleidern. Mit dem Aufzug fuhr ich in den 8. Stock und die Aussicht auf Ho Chi Minh City ist genial. Judy wartete schon und hatte bereits einen Cocktail. Wir saßen da, hatten super Gespräche und beobachteten das wilde Treiben auf der Straße am Samstagabend. Die Straße ist Abends am Wochenende sogar extra für den Verkehr gesperrt. Die Happy-Hour nutzten wir aus.
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Weil wir beide Hunger hatten, gingen wir in Judys Lieblingsrestaurant. Dieses gehört einem Australier und es hat eine große Karte. Auch das Restaurant ist sehr gehoben und die Kellner trugen Anzüge. Ich kam mir ein bisschen underdressed vor. Das Essen schmeckte super lecker und wir hatten einen schönen Abend.
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Judy bot mir an bei ihr zu schlafen und so fuhren wir mit dem Taxi zu meinem Hostel und ich holte meine Sachen, während der Fahrer und Judy warteten. Natürlich hatte ich überhaupt nichts gepackt und musste in aller Eile meine Sachen zusammen suchen. Ich beeilte mich, aber bekam schon einen Anruf von Judy, dass der Fahrer ungeduldig wurde. An der Rezeption musste ich dann rum diskutieren. Leider verstand der junge Mann auch nicht viel Englisch, was es nicht einfacher machte. Ich wollte nichts für meine Nacht zahlen, weil ich den Aufwand mit den Bedbugs habe. Außerdem drohte ich damit, eine schlechte Bewertung zu schreiben. Weil ich erst so spät auschecke, muss er mir die kommende Nacht berechnen. Ich dachte ich spinne. Mein Checkout war ja nur so spät, wegen den Tierchen. Weil ich wusste, dass ich keine Zeit zum Diskutieren hatte und der Typ meinen Reisepass hatte, zahlte ich 2 Nächte und verließ verärgert das Saigon237.
Judy hatte sich Sorgen gemacht, aber dann war ja alles gut. Ich war fix und fertig als ich im Taxi saß und mein Adrenalinspiegel war sehr hoch. Der arme Taxifahrer!

Judy lebt ganz außerhalb der großen Stadt im Bezirk 7, wo auch viele reiche Leute sind. Im Haus hat es einen Securityguard und es gibt 10 Stockwerke. Auf dem Dach hat es einen Pool und ein Fitnessstudio und ich fühlte mich wie im Hotel. Auch die Wohnung ist total modern und passt gar nicht zu Vietnam. Ich habe mein eigenes Zimmer mit riesigem Bett und mal wieder total Glück gehabt.
So lässt es sich aushalten. Müde von den 12 km Laufen in der prallen Hitze und von den vielen Eindrücken, schlief ich schnell ein.
Das war wieder ein toller Tag in Ho Chi Minh City

Liebe Grüße
Nadine

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