Australia I will miss you !

Mittwoch, 04.05.2016

Da es bis um 9 Frühstück gab, stand ich schon relativ früh auf. Es hatte Müsli, Toast, Säfte und Kaffee und ich genoss dieses mit Meerblick. Das Wetter war super, die Sonne schien, ich hörte das Meer und es hatte um die 30 Grad. Da keiner was sagte, ließ ich mein Gepäck im Zimmer und ich glaube auch nicht, dass da heute jemand eincheckt.
Leider ging mein Rucksack einen Tag vorher kaputt und ich musste immer Angst haben, dass was raus fällt. Ich lief durch ganz Coolangatta um jemanden zu finden, der ihn repariert. In einem Surfshop war ein super netter Mann der eine Zange hatte. Nach über 10 Min. hatte ich wieder einen funktionierenden Reißverschluss und er wollte nicht mal Geld dafür.
Am letzten Tag in Australien musste ich noch einige Dinge organisieren. Ich versuchte nochmal meine Superannuation (wie Riesterrente) zu kündigen, schrieb Postkarten an meine australischen Freunde und beantragte ein Visa für Myanmar. Außerdem überwies ich mein Geld vom australischen aufs deutsche Konto. Hierfür benutzte ich Transferwise. Das britische Unternehmen hat eine Methode entwickelt, wie man kostengünstig Geld zwischen verschiedenen Ländern verschickt. Leider ist mein Tageslimit niedriger als der Betrag den ich überweisen wollte, aber dann muss ich morgen von unterwegs aus den Rest überweisen.
Ich bummelte noch eine Weile durch die Stadt und genoss die letzten gemeinsamen Stunden mit meinem Australien.
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Zum Sonnenuntergang ging ich an den Strand von Coolangatta und konnte richtig schöne Fotos machen.
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Im Mc Donalds holte ich mir einen Wrap und wollte dann noch Geld abheben. Leider gilt das Tageslimit auch fürs Abheben und der Automat gab mir kein Geld mehr. Na super ! Mit 2$ komme ich nicht mehr weit…
Bilder vom Hotel Kumune Resort:
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Im Hostel packte ich noch meine Sachen zusammen und bestellte mir dann ein Uber. Dieses private Taxiunternehmen ist sehr geschickt. Ich hatte einen super netten Fahrer und bezahlte nicht viel.
Da ich grundsätzlich sehr früh am Flughafen bin, hatte ich wieder Zeit und der Schalter war noch nicht mal offen. Ich lernte 2 super nette australische Eltern kennen, die früher auch Backpacker waren. Sie hatten immer noch ihre Rucksäcke von 1990 dabei und ein schlechtes Gewissen ihre 21 und 22 Jahre alten Töchter Zuhause zu lassen, während sie 2 Wochen in Kambodscha sind.
Bei verschiedenen Reisebloggern habe ich gelesen, wie man kostenlos an ein Upgrade für die Businessclass kommen kann. Deswegen war ich dementsprechend schick angezogen, aber hatte meine Jogginghose dabei, falls es nicht klappen sollte. Leider war die Businessclass komplett ausgebucht – wie schade ! Naja, ein Versuch wars wert.
Ich laß nochmal zur Sicherheit die E-Mail mit meinem Visa für Vietnam. Mein Herz blieb stehen: Man muss das Visa ausdrucken. Das war mir nicht neu, weil Lena mit der ich Kambodscha bereise, es mir extra noch gesagt hat. Sie wusste es nicht als sie dort war und musste dann überall nach einem Drucker suchen. Ich ärgerte mich total über mich selbst, weil ich die ganze Zeit noch dran gedacht hatte und Lena mich dran erinnert hatte. Im ganzen Flughafen gab es nirgends einen Drucker. So ein Mist ! Am Gold Coast Flughafen musste ich durch 2 Sicherheitskontrollen. Diesmal wollten sie es ganz genau wissen und das Gerät piepste bei mir. Alle meine Ladekabel, Festplatte, usw. mussten aus dem Rucksack raus und ich musste meine Schuhe ausziehen. Außerdem machten sie einen Sprengstofftest mit mir. Das ist mir auch noch nie passiert. Alle Angestellten waren aber super lustig drauf, es war sonst kein Mensch da und von 3 Leuten bekam ich zu hören, dass ich einen größeren Rucksack bräuchte. Vielleicht ist da was dran?
Das boarding war pünktlich und da ich immer ein paar Euro mehr zahle um einen Fensterplatz zu bekommen, konnte ich auch dieses mal wieder raus gucken. Der Sitz in der Mitte war frei und daneben saß eine super nette Australiern. Diese bekam mit 47 Jahren Frührente und wohnt nun in Ho Chi Minh. Zum Glück hatten wir so lange Zeit, denn natürlich hatte sie mir unendlich viele Insidertipps und sagte mir wo ich vorsichtig sein sollte. Erst letzte Woche hatte sie einen Rollerunfall.
Ich war traurig, Australien verlassen zu müssen und guckte mich nochmal genau um. Die letzten Minuten auf dem 5. Kontinent. Hier hatte ich so viel erlebt. 365 Tage Spaß gehabt, neue Leute kennen gelernt, viele Sachen erlebt, gearbeitet und viele (australische) Freunde gefunden. Dadurch, dass ich hier wie ein Australier gelebt habe fühlt es sich so an, als würde ich mein Zuhause verlassen. Ein neues Kapitel meiner Reise fängt nun an, auf das ich mich natürlich genau so freue. Zum Glück habe ich meine 88 Tage Farmarbeit absolviert und kann zurück kommen und nochmal 1 Jahr hier leben und arbeiten. Das wird also nicht das letzte Mal in diesem Land sein.
Beim Starten machte das Flugzeug komische Geräusche und ich war stolz auf mich, dass ich nicht gleich in Panik ausbrach. Das Geräusch war ohrenbetäubend. Außerdem blieben die Anschnallzeichen eine Stunde lang an und auch die Stewardessen standen nicht auf. Sehr lange stieg das Flugzeug und erreichte ewig die Flughöhe nicht. Das war natürlich wieder nicht sehr förderlich für meine Flugangst. Ausnahmsweise hatte ich aber keine schwitzigen Hände. Es wird besser, hoffe ich. Da es 10 Uhr Abends war und ich schlafen wollte, schmiss ich mir eine meiner Wunderpillen gegen die Angst beim Fliegen ein. Bevor ich darüber nachdenken konnte, fiel ich in einen tiefen Schlaf.

Liebe Grüße das letzte Mal aus Australien
Nadine

bye bye

Dienstag, 03.05.2016

Heute reise ich ein Jahr und 2 Monate 🙂
Mein Wecker klingelte früh, ich packte und machte mich fertig und Adel schlief immer noch. Er geht wohl immer spät in die Arbeit. Da er mit mir noch zum Frühstücken gehen wollte, raffte er sich auf und wir liefen los.
In einem kleinen, gemütlichen Restaurant setzten wir uns in den Garten. Die deutsche Bedienung erzählte uns, dass im Restaurant am Tag davor ein australischer Film gedreht wurde. Ich aß Brot mit Ei, Tomaten und Pilzen und Adel bestellte einen Lammburger. Wir unterhielten uns wieder gut und ich bin froh, dass Adel mein Host ist. Außerdem zahlte mir auch noch mein Frühstück, was mir sehr unangenehm war. Ich weiß ja, dass ich immer Glück hab, aber diesmal hats wieder funktioniert. Meinen Helm, Jacke und Handschuhe fürs Motorrad fahren bin ich nicht los geworden. Ich wusste aber, dass mich meine Fluggesellschaft Tigerair mit dem Helm in der Hand nicht durch lassen würde. In letzter Minute meldete sich eine Frau auf mein Internetinserat und wollte sogar noch 15 Dollar mehr zahlen, als ich bezahlt hatte. Adel nahm den Helm mit ins sein Büro, gab mir das Geld im Voraus und ich hoffte die Frau würde wirklich kommen um ihn dort abzuholen.
Obwohl ich wie immer zeitig dran war, verquatschten wir uns und ich musste noch zur Post um mein Handgepäck zu wiegen. Schock: es hatte wieder 10,5 kg, erlaubt sind 7. Eigentlich wollte ich ja die öffentlichen Verkehrsmittel zum Flughafen nehmen, aber das war nun zu spät. Adel fuhr mit mir mit der Bahn zum Southern Cross und wir verabschiedeten uns nett. Von dort aus musste ich dann den Skybus nehmen, der 18$ kostet. Mit diesem bin ich schon ein paar Mal gefahren, aber das ist einfach zu viel Geld und reine Abzocke !
Wie beim letzten Mal flog ich mit Tigerair. Diese sind wie erwähnt sehr sehr kleinlich, wenn es um Übergepäck geht. Mein großer Backpack war auch zu schwer und ich nahm raus, was ging. Damit war mein Problem nicht gelöst, denn mein kleiner Rucksack war ja sowieso schon zu schwer. Außerdem wollte das automatische Koffersystem wie letztes Mal meinen Backpack nicht durch lassen. Diesmal war aber eine Angestellte da und gemeinsam schafften wir es nach einiger Zeit.
Die Sicherheitskontrollen sind jedes Mal eine Tortur für mich. Da ich drei Jacken, eine Motorradjacke, einen Rucksack und eine kleine Handtasche mitschleppe ist es ein Akt das immer aus- und anzuziehen und den Laptop raus zu wurschteln.
Da man wenn man so viel reist sehr kreativ wird, kam ich um das Zahlen vom Übergepäck rum. Alle meine schweren Bücher und meinen Schlafsack steckte ich in meine Motorradjacke. Somit sah ich aus wie ein Sumoringer und als ob ich 100 kg wiegen würde. Atmen konnte ich so auch nicht gut und war froh als ich durchgekommen war und im Flieger alles ausziehen konnte.
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Diesmal hatte ich mir keinen Platz reserviert und musste am Gang sitzen. Der Flug war angenehm, obwohl es in Melbourne ordentlich windete und das Flugzeug ein bisschen wackelte.
Nach 2 Stunden waren wir an der Gold Goast. Diese empfing mich mit über 30 Grad und Sonne. Mit der App Uber, wo Privatleute als Taxifahrer fungieren, bestellte ich mir einen Fahrer. Dieser war sehr nett und brachte mich direkt ins Komune Beach Resort in Coolangatta. Er trug mir sogar mein Gepäck ins Hostel und ich musste wegen einem Gutscheincode nicht mal was für die Fahrt zahlen.
Für 30$ hatte ich ein Bett in einem 4er Zimmer gebucht. Eigentlich wollte ich nach Surfers Paradise, aber der Weg dort hin wäre 40 Min. gewesen. Das hätte sich für einen Tag nicht gelohnt und die Fahrtkosten wären zu hoch gewesen. In meinem Raum waren ein Mädel aus Kalifornien und eine Angestellte aus Neuseeland. Diese machten nicht viel und so machte ich mich allein zu Fuß auf um Coolangatta zu erkunden. Es war nicht viel los und vieles schloss bereits. Fast drei Stunden war ich unterwegs und guckte mir alles an. Ich fand ein offenes, indisches Restaurant und bestellte mir guten Käse mit Buttersoße und Naan. Der Besitzer war sehr nett und ließ mir sogar den Dollar nach, den ich zu wenig hatte.
Im Hostel, das eigentlich ein gutes Hotel ist, gibt es eine Bar, einen Pool und einen Whirlpool. Da es immer noch warm war und der Whirlpool sowieso beheizt, setzte ich mich da rein und genoss die Stille. Im Hotel ist nämlich nichts los und man muss nach Leuten suchen.
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Der letzte Abend in Down-Under war also nochmal schön und ich bin gespannt was mich morgen erwartet.

Liebe Grüße aus dem Whirlpool
Nadine