First Footy-match (AFL)

Samstag, 30.04.2016

Ich weiß gar nicht, warum ich zur Zeit so viel schlafe. Jedenfalls lag ich noch im Bett, als um 11 das Mädel von der Rezeption rein kam. Sie fragte, ob ich wisse, dass ich heute auschecken muss. Verdammt ! Natürlich nicht. Um 10 war eigentlich Checkout und zum Glück sind die im Hostel hier nicht streng. Woanders zahlt man extra. So gab ich nur schnell den Schlüssel ab und schaffte nach und nach mein ganzes Zeug in den Gepäckraum. Mittlerweile bin ich schon im ganzes Hostel rum gekommen. Das Hostel ist immer ausgebucht und wenn ich kurzfristig verlängere ist nie mein Zimmer frei.
Wir saßen alle wie immer gemütlich im Hostel zusammen und ich wollte mit den Jungs Longboarden. Da kamen einige andere mit geschminkten Gesichtern vorbei. Sie sagten sie wollten zum Footy-Spiel und fragten, ob ich mit wolle. Da das seit einem Jahr auf meiner Bucketlist steht und ich unbedingt ein Spiel sehen will, bevor ich gehe, schloss ich mich an. Wir waren 4 Jungs und 3 Mädels und die anderen sind alle von England. Mit der Tram gings an die Southern Cross Station und direkt daneben befindet sich das Ethiad Stadium. Für günstige 25$ erstanden wir Sitzplätze. Wir waren spät dran, kauften noch schnell Bier und suchten uns dann gute Plätze. Schon allein die Kulisse war den Preis wert. Das Stadion fasst sage und schreibe 100.000 Leute und war sehr voll. Ich habe gehört, dass die Spiele nie ausverkauft sind, aber es ist auch viel zu groß. Das Feld beim australischen Football (Footy) ist oval und größer als beim Fußball (Soccer). Nirgendwo auf der Welt ist Footy so groß wie in Australien. Die Spieler in sehr engen Shirts und kurzen, knappen Hosen müssen sich den Football gegenseitig zuwerfen oder kicken und dann ins hohe Tor schießen, das aus 4 Pfosten besteht.
Die Australian Football League (AFL) ist die höchste Spielklasse des Australian Football in Australien und die einzige Profiliga in dieser Sportart. In der AFL spielen derzeit 18 Mannschaften.
Schon der Einmarsch war sehr spektakulär. An der Bande haben animierte Herzen geschlagen und der Sound der Herzen war cool. Als die Spieler kamen, rastete das Publikum aus jubelte. Die Spieler liefen durch eine große Papierwand und nach einem lauten Ton war Anstoß.
Das Spiel war total gut und wir feuerten die Mannschaft von St. Kilda an, weil wir da gerade wohnen. Eigentlich ist der Gegner Melbourne auch die stärkere Mannschaft und führte eine Weile. Jede Halbzeit sollte eigentlich 20 Min. gehen, aber ging ca. eine halbe Stunde. Somit waren wir mit allem drum und dran über 3 Stunden im Stadion. Die Stimmung war gut, aber jeder sagt beim Fußball ist es besser. Ich war noch nie bei einem Fußballspiel im Stadion, deswegen kann ich da nicht mit reden. Der Song von unserer Mannschaft war: Oh when the Saints go marching in… und wir sangen das die ganze Zeit, vor allem als ein Tor fiel. Die Melboune Fans neben uns fanden das nicht so cool, aber das war uns egal. In einer Halbzeit durften die Kinder in ihren Mannschaften auf dem Feld spielen, was ich eine super Idee finde.
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Es war ein spannendes Spiel und St. Kilda führte am Ende die ganze Zeit. Im Endeffekt gewann St. Kilda auch mit 20:15 und wir jubelten und so auch viele Leute im Station. Natürlich wurde danach wieder das Lied unserer Mannschaft gesungen. Das war Gänsehautfeeling und total beeindruckend so viele frohe Fans zu sehen.
Die beiden englischen Mädels mit denen ich unter anderem da war, wollten unbedingt ein Foto mit einem Spieler machen. Wir rannten von Security zu Security und guckten diese mit unserem Hundeblick an, aber überall wurden wir weg geschickt. Wir versuchten alles und ein Mann verarschte uns und schickte uns in die Tiefgarage. Keiner hatte Verständnis für Backpacker-Fans und jeder meinte es ist unmöglich einen Spieler zu treffen.
Ich suchte mir noch was zu essen und die anderen fuhren zurück.

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Im Hostel feierten wir unseren Sieg und saßen alle zusammen. Die anderen gingen Feiern, aber ich war nicht motiviert und blieb im Hostel. Dort war bis tief in die Nacht viel los. Einige spielten wieder Gitarre und wir sangen.

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Das war wie so oft ein total gelungener Tag und ich bin super froh, dass ich die Chance hatte noch ins Stadion zu gehen.

Grüße von den Saints
Nadine

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