To the moon and back in one day – NASA Cape Caneveral

Montag, 29.05.2017

Eine Reise vom Mars zum Mond

Wir wussten, dass der Tag sehr hart werden würde. Um alles schaffen zu können, standen wir wieder um 7 Uhr auf und waren um 8 unterwegs.
Bisher klappt alles super und jeder hat beim Fahren seine Aufgabe. Wir wechseln uns ab mit dem Fahren und haben die Offline-Karten von GoogleMaps runter geladen, die uns überall hin bringen, ohne dass wir ein teueres Navi zahlen müssen. Der Beifahrer navigiert und der hinten, ja was macht der hinten? Der schläft meistens 🙂
Die Fahrt von Orlando zum Kennedy Space Center in Cape Caneveral (https://www.kennedyspacecenter.com/) dauerte nur 45 Min. und so waren wir wieder vor der Öffnung um 9 Uhr da.

Es versprach wieder ein sehr heißer Tag zu werden und die Sonne brutzelte uns schon am frühen Morgen wie Brathähnchen.
Der Eintritt ist mit 50$ ohne Steuern auch hier wieder sehr happig, aber es sollte sich lohnen.
Schon der Eingang der NASA ist sehr schön gestaltet und es gibt viel zu sehen. Das Space Center ist nach dem EX-Präsidenten John F. Kennedy benannt, von dem es ein Zitat am Eingang gibt.


Um gleich der Hitze zu entfliehen, schauten wir uns einen Film in 3-D an, wo wir wieder die witzigen Brillen bekamen. Im Film „Eyes on the Universe“, erlebt man eine Reise durch Zeit und Raum durch die Augen von NASA Weltraum-Teleskopen. Mit vielen guten Sound- und 3-D-Effekten fühlte man sich tatsächlich als wäre man im All.


In der Halle „Heroes and Legends“, befindet sich  auch die Astronauts Hall of Fame, wo an Astronauten erinnert und diese geehrt werden. Hier ist alles sehr gut gemacht und
man bekommt viele interessante Infos und Bilder. In dieser Halle erlebt man außerdem den Beginn des Weltraumzeitalters in 4-D, wo viele interessante Originalaufnahmen gezeigt werden. Generell ist das Space Center definitiv auch was für Leute, die sich (wie wir) nicht auskennen und bisher nicht groß für die Raumfahrt interessiert haben. Es ist so faszinierend wie und mit was für einem Aufwand das alles möglich ist.
Im Raketengarten sind viele beeindruckende Raketen ausgestellt, zu denen es Infos gibt.


Ein sehr großes Highlight war definitiv die Atlantis, die nur so vor Rekorden strotzt. Vor der Halle stand eine Nachbildung der riesigen Raumfähre, welche schon beeindruckend war. Innen bekam man einen nachgestellten Film von der Geschichte der Atlantis zu sehen. Es war total interessant wie die Idee angefangen hat, wie alles umgesetzt wurde, wie viele Tests immer wieder schief gingen und sich die Bauzeit auf insgesamt 30 Jahre hin zog. Trotz vieler Rückschläge, wurde die Atlantis fertig gestellt und im Oktober 1985 mit viel Spannung das erste Mal ins All entlassen. Es waren sehr spektakuläre Originalaufnahmen vom Start zu sehen und alle fieberten mit. Es wurde die Atlantis in groß auf der Leinwand gezeigt und dazu die stolzen Astronauten und Ingenieure, die Interviews gaben. Dieses Shuttle verblasste immer mehr, dann hob sich der Vorhang und plötzlich stand sie vor einem: die Atlantis live und in Original ! So ein beeindruckendes, riesiges Raumschiff. Das war so ein großer WOW-Moment mit dem keiner gerechnet hat. So ein Teil das man nur aus dem TV kennt plötzlich vor sich zu haben, war sehr krass. Hier zur besseren Vorstellung die Fakten:

Gewicht: 69 t
Länge: 37.2 m
Höhe: 17.2 m
Spannweite: 23.7 m
Stärke: 37 Mio.! PS

Eine Weile bestaunten wir dieses Space Shuttle und es war sogar einer der Ingenieure da, der alle Fragen beantwortete. Seit dem die Atlantis 2011 wegen Sicherheits-und Kostengründen nicht mehr fliegt, ist sie im Museum ausgestellt.


Ein weiteres Highlight war, dass man in einem Flugsimulator die Atlantis, die startet wie eine Rakete und landet wie ein Segelflieger, selbst landen konnte. Wir brauchten ein paar Anläufe und es ist sehr viel Feingefühl gefragt, aber schlussendlich landeten wir sicher auf der Erde.
Dann kam der traurige Teil des Space Centers. Die Gedenkstätte der 14 Astronauten die bei den Unglücken der Challenger und Columbia ums Leben kamen. Zu jedem Astronaut ist eine Geschichte vorhanden und persönliche Gegenstände sind ausgestellt. Außerdem wird die Geschichte der beiden Unglücke nacherzählt und Briefe von damaligen Schülern die ihre Trauer bekundet haben, vorgelesen. Das ist sehr ergreifend und es sind außerdem übrig gebliebene Teile der beiden Raumschiffe ausgestellt.
Danach ging es mit dem Bus zur Kennedy Space Center Explore Tour. Das NASA Areal ist gigantisch groß und die Busfahrt gibt einen guten Einblick hinter die Kulissen. Ein erfahrener Guide fährt vorbei an den Abschussrampen, dem Startkomplex und dem großen Kontrollzentrum. Es ist wirklich erstaunlich, wie nah man überall hin kommt und was für ein exklusiver Blick hinter die Kulissen gewährt wird. Die Tour ist super interessant und im Eintrittspreis enthalten. Nur leider machen das frühe Aufstehen, die vielen Erlebnisse und das Wechseln zwischen klimatisierten Räumen und 35 Grad Sonne jeden einmal müde. Jedem von uns fielen immer wieder kurz die Augen zu und wir dachten jeder, dass es keiner von den anderen gemerkt hat. Hinterher stellten wir fest, dass es uns allen Drei so gegangen war. Trotzdem erfuhren wir viele interessante Fakten und Dinge über die Raumfahrt.


Mit dem Bus wird man dann ins Apollo/Saturn Center gebracht, wo wir uns erst mal hin setzten und mit Blick auf die Mondrakete Saturn V zu Mittag aßen. Die Preise waren auch hier ok und für eine Pizza zahlte ich 6$.
Im Lunar Theater erlebt man die erste Mondlandung und hört die Originalszenen von damals. Außerdem ist ein Stück vom Mond ausgestellt, das man anfassen kann.
Die Apollo 8 und der Abschussraum waren ein weiteres, unglaubliches Erlebnis. In einem 4-D Kino ist man hautnah beim Start der Saturn V in 1968 dabei. Man hat Blick auf die original Überwachungskonsolen und sieht im Film an welchem Platz welches Kommando gegeben wurde. Alle Wände wackelten und es herrschte ein ohrenbetäubender Lärm, als die Rakete in einem großen Spektakel zum Mond entlassen wurde. Ein einzigartiges Erlebnis für uns alle!


Zum Abschluss erfuhren wir alles über NASAS Projekte heute und in der Zukunft, z.B. über das Leben auf dem Mars, was sehr aufschlussreich war. So ging dieser total geniale Besuch im Kennedy Space Center für uns zu Ende.

Es loht sich auf jeden Fall dort hinzufahren und sich über die Geschichte der Raumfahrt zu informieren. Alles ist, wie in den Universal Studios, total gut und modern gemacht und es ist für jedes Alter und jeden Erfahrungsstand etwas dabei.

Berni meldete sich diesmal freiwillig zum Fahren und ich navigierte. Wir hatten einen langen Weg vor uns, denn wir wollten an die Westküste nach Tampa. Unterwegs sahen wir sehr heftige Buschbrände und es stank trotz geschlossener Fenster bestialisch nach Rauch. Das war ein beklemmendes Gefühl und hoffentlich kommen weder Menschen, noch Tiere bei diesem Brand zu schaden.


Auf der Autobahn gab es Stau und wir kamen das erste Mal mit der Toll (Maut) in Berührung. Gefühlt alle paar Meter muss man am Schalter halten und immer unterschiedliche
Beträge zwischen 1 und 2$ zahlen.
Die Fahrt zog sich lange und es war schon Abend als wir beim AirBnB in Tampa ankamen. Jetzt nur noch in den Pool und dann schlafen!


Leider ging dieser Plan nicht auf. Die Besitzer vom AirBnB die in China wohnen, hatten uns geschrieben, dass der Schlüssel für die Wohnung in einer Schlüsselbox sei.
Hätten wir doch mal der Bewertung im Internet mehr Glauben geschenkt, in der Leute über eine Stunde den Schlüssel gesucht hatten. Wir liefen x Mal durch das komplette Parkhaus und suchten die Schlüsselbox – ohne Erfolg. Jeden Stein drehten wir um und fragten drei Nachbarn, die zwar sehr hilfsbereit waren, uns aber nicht helfen konnten. Das riesige Gebäude hat 500 ! Wohnungen und das machte die Suche nicht leichter. Wir waren ratlos und hatten auch kein WLAN, um den Vermietern zu schreiben. Außerdem war es in China bestimmt mitten in der Nacht. Alle waren müde und das machte es nicht gerade besser. Der Schlüssel ließ sich nicht finden.
Hilft ja nix! Also ab ins Auto um nach WLAN zu suchen. Im Hooters wo wir mit dem Auto davor standen, bekamen wir WLAN und Vroni schrieb den Chinesen.
Mit einer genauen Beschreibung fuhren wir zurück zum Wohnkomplex. Das hätten wir nie gefunden! An einem Fahrrad, das an der Wand hing, war ein großes Schloss mit Zahlencode befestigt, den wir einstellten und es öffnete sich. Darin war der Schlüssel für die Wohnung versteckt. Die Wegbeschreibung zur Wohnung bekamen wir per Nachricht.
Wir lachten uns halb kaputt, denn wie hätten wir das finden sollen? Zumal wir ohne Code das Schloss ja sowieso nicht öffnen hätten können.


Endlich waren wir in der Wohnung und wurden belohnt. Die Wohnung ist groß und wir haben ein Doppelbett und eine Couch. Außerdem gibts hier eine Waschmaschine und wir warfen gleich eine Ladung voll Wäsche rein. Leider gab es keinen Platz um alles aufzuhängen und wir suchten Kleiderbügel und verteilten unsere Wäsche quer in der Wohnung. Wenn das die Vermieter wüssten… Vroni und Berni kühlten sich im Pool ab und ich kümmerte mich um meinen Blog.


Da wir alle mal in das berühmte Restaurant Hooters (das bekannt ist für die wohlgeformten und knapp bekleideten Bedienungen), wollten und damit Berni auch mal was zu gucken hat, liefen wir dort hin und ließen uns das Abendessen nach diesem sehr schönen, anstrengenden Tag ordentlich schmecken.

Die Bedienung war super nett und so übertrieben wie in Filmen laufen die Hooters-Damen gar nicht rum. Lediglich die Hotpants sind ein bisschen eng. Unsere 21 jährige Bedienung kam am Ende noch her und quatschte eine Weile mit uns. Sie wohnt hier und meinte, dass Hooters ein sehr guter Arbeitgeber ist, bei dem man fair behandelt wird. Wenn ein Gast zu nahe kommt, bekommt er Ärger mit dem Chef. Nach dieser guten Unterhaltung liefen wir zurück zur Wohnung, wuschen noch mehr Wäsche und schliefen schnell ein.

Das war also ein weiterer genialer Tag auf einer unglaublich guten Reise.

Liebe Grüße aus Tampa
Nadine

Ride The Movies – Universal Studios Orlando

Sonntag, 28.05.2017

Auf den Spuren von Harry Potter, den Simpsons, Shrek & Co.

Für uns begann ein weiterer, genialer Tag mit dem Sonnenaufgang um 6 Uhr. Die Sonne stieg gerade über dem Pool auf, was super schön aussah.


Zum Frühstück gab`s Bagels und Bananen und meinen lang ersehnten Kaffee. Pünktlich um 8 saßen wir im Auto, um in die Universal Studios Florida zu fahren. Universal Studios Florida® (https://www.universalorlando.com/web/en/us/index.html) ist ein echtes Film- und Fernsehstudio, in dem Gäste „auf dem Set“ eines beliebigen, voll ausgestatteten Filmgeländes in ihre Lieblingsfilme und Fernsehsendungen einsteigen können. Die Fahrt dauerte nur 10 Min. und wir waren damit noch vor der Parkeröffnung um 9 Uhr da. Ganz deutsche Pünktlichkeit eben. Leider hatten diese Idee nicht nur wir, denn im Parkhaus „King Kong“, war bereits die Hölle los. Es findet von Freitag bis Montag das „Memorial Day Weekend“ statt. Der Memorial Day (übersetzt Gedenktag) ist ein US-amerikanischer Feiertag, der jedes Jahr am letzten Montag im Mai zu Ehren der im Krieg für das Vaterland Gefallenen begangen wird. Die 20$ Parkgebühren fanden wir happig.
Auch vor dem Eingang tummelten sich ordentlich Menschen. Außerdem hatte am 25.5. der neue Wasserpark Volcano Bay eröffnet. Zuerst muss man wieder durch eine große Sicherheitskontrolle wie beim Flughafen durch. Zum Glück hatten wir unsere Tickets bereits übers Internet gekauft und mussten diese nur noch am Schalter drucken lassen. Der Park hatte seine Türen schon früher geöffnet und vor 9 fanden wir uns schon in diesem riesigen Spielplatz für Erwachsene wieder.
Der Eintritt ist mit 135$ pro Person (ohne Universal’s Islands of Adventure, wo auch die Harry-Potter Welt ist) zwar verdammt teuer, aber wenn man mal in diesem Park war, weiß man auch, warum man so einen hohen Preis zahlt.
Weil dies so beliebt sein soll und wir der Schlange entkommen wollten, besuchten wir zuerst Harry Potter. Bei der Achterbahn „Harry Potter and the Escape from Gringotts“, mussten wir nicht lange anstehen und die kurze Wartezeit wurde nicht langweilig. Man läuft durch die große Marmor-Lobby der Bank und sieht die Goblins bei der Arbeit. Es gibt unzählige Hologramme, die so echt aussehen, dass wir uns fragten, wie das gemacht wurde. Wir bekamen 4-D Brillen und fanden uns in der rasanten Achterbahn wieder. Die 4-D Effekte sind unglaublich gut gemacht. Die Achterbahn ist schnell und man fährt durch gefährlich, unterirdische Gewölbe. Auf dem Weg begegnet man Harry, Ron und Hermine, die täuschend echt aussehen. Man muss dem Zorn der bösartigen Schurken Voldemort und Bellatrix entgehen, sowie Trollen und andere Kreaturen, die zwischen einem stehen, bis man sicher zur Diagon Alley zurück kehrt. Diese Achterbahn voller Effekte und Nervenkitzel, war das erste große Highlight an diesem Tag und auch Vroni und Berni waren so fasziniert wie ich. Wir freuten uns schon mit dem Hogwarts-Express fahren zu können, aber wir erfuhren, dass der Eintritt in den Park „Universal’s Islands of Adventure“ (wo der Hogwarts-Express inkl. ist) nochmal 35$ kosten sollte, die wir aber nicht investieren wollten.
Trotzdem konnte man durch die echten Läden laufen, wo Harry sein Schulzeug kaufte und viele Leute dort zaubern sehen. Die Kulisse ist sehr gut gemacht und originalgetreu.


Mit Adrenalin ging es weiter zur nächsten Attraktion: TRANSFORMERS: The Ride-3D. Hier begleitet man Optimus Prime und Bumblebee dabei die Welt zu retten. In diesem Simulator wo man gar nicht weiß, was Realität ist und was nicht, fällt man Hochhäuser runter, entkommt einem Vorschlaghammer und vielem mehr. Man erlebt das hautnah mit und dank der vielen Effekte, duckten wir uns ein paar Mal, so echt war das.
Bei der einzigen Achterbahn draußen „Hollywood Rip Ride Rockit“, erklärte ich Vroni und Berni gleich, dass ich diese nicht fahren werde. Die sah zu spektakulär aus. Vroni die noch nie so etwas gefahren ist, sagte sie würde das fahren und so hatte ich keine Ausrede mehr zu kneifen. Da mache ich doch tatsächlich einen Skydive und habe Angst vor einer Achterbahn. Ich sagte auch noch, dass es bestimmt so schön wird, dass wir nochmal fahren wollen.
Nach der kurzen Wartezeit, saßen wir alle schon fest verschnallt in dem Ding. Man kann seine eigene Musik auswählen, was ich aber leider nicht gleich verstanden hab. So dröhnte mir sehr laut irgendein schreckliches Hard-Rock-Lied in den Ohren. Tja, einmal auf den falschen Knopf gedrückt…
Mit 104 km/h ist die Achterbahn nicht gerade langsam und es geht anfangs im 90 Grad Winkel 51m in die Höhe. Dabei schrie Vroni: „Nein, Nein, Nein“, was aber leider zu spät kam. Da gab es schon kein Zurück mehr. Schon stürzten wir rasend schnell senkrecht nach unten. Mit dem weltweit ersten non-inverting loop (nicht invertierende Schleife), ist die Achterbahn ein Rekordbrecher. Außerdem gibt es einen Looping und einen Helix. Nach 1:45 Min. und 1200 Metern Länge, war Vronis Gesicht bleich, aber wir hatten es geschafft und die Achterbahn überlebt. Die Adrenalinausschüttung ist natürlich maximal und es ging ab wie die Post. Weil es so schön war, wollten wir die Achterbahn tatsächlich alle nochmal fahren, was wir am Ende auch taten. Da wählen wir uns dann aber gute Musik aus und ich hatte die Black Eyed Peas als Begleitung, was besser war.


Als nächstes stand Shrek auf dem Programm. Dank der guten App vom Park die sich Berni im kostenlosen WLAN herunter geladen hatte, wussten wir immer wo man wie lange anstehen musste und konnten planen. Auch die Wartezeit wird einem überall verkürzt, weil es Filme, Animationen, Quizze usw. gibt. So wird es nie langweilig und nach den Mottos der Achterbahnen wird auch der Wartebereich gestaltet.
Bei der „MEN IN BLACK™ Alien Attack“, kam Berni ganz auf seine Kosten, denn man muss auf Aliens schießen und bekommt dafür Punkte. Wir hatten alle Spaß wie die kleinen Kinder. Und wer gewann? Na Berni natürlich ! Vroni und ich versagten kläglich.
Shrek 4-D ist ein 4-D Kino, das aussieht wie ein normales Kino. Dieses ist aber dank der Brillen und vielen Effekten, wie Wind, Wasser und Rütteln alles andere als ein normales Kino. Fiona wird von Lord Farquaad entführt und man ist dabei wie sie von Shrek und dem Esel gerettet wird. Der Durchsager vom Kino sagte zu Beginn, dass man die Gurte schließen sollte und jeder suchte nach seinem Gurt. Irgendwann sagte er, dass es nur ein Spaß war und alle lachten. Auch diese Attraktion war sehr gut gemacht.
In der Horror Make-Up Show war ein berühmter Maskenbildner da, der sehr echt einen abgehackten Arm und viel Blut nachstellte. Außerdem sah man, wie Leute in Filmen in Monster und Zombies verwandelt werden. Er klärte auf wie alles funktioniert und die Show war echt witzig. Ein kleiner Junge rannte raus, weil er es nicht mehr sehen konnte. Bei der Show gab`s viel zu Lachen und es war super interessant.
Auch die Show „Animal Actors On Location!“ (tierische Schaupspieler) war super interessant. Die Trainer zeigten, wie Filmtiere trainiert werden und wir lernten den Originalhund von „Marley und ich“ und den Mops von Men in Black kennen und sahen Filmszenen dazu. Auch Tauben, Schweine, Adler, Katzen und viele mehr waren vertreten und man sah deutlich, dass man Tiere zu nichts zwingen kann und alle ihren eigenen Willen haben. Es war sehr lustig und die Tiere schienen alle total viel Spaß an der Arbeit zu haben und ist ist faszinierend wie gut man selbst Katzen trainieren kann.


Das Mittagessen war, sagen wir mal, interessant. Es ist eine große Kantine, in der es verschiedene Restaurants gibt. Man stellt sich in einer riesigen Schlange an und bekommt eine Karte in die Hand gedrückt. Dann kann man bestellen wo man will und wird von einem Mitarbeiter an einen Tisch begleitet. Die Preise sind für einen Freizeitpark in Amerika noch in Ordnung und ich zahlte für einen riesigen Burger mit Pommes und einem Milchshake 23$. Ja, billig ist es in den Staaten eben nicht. Das Essen war aber sehr gut und frisch gestärkt ging es weiter mit den Minions.


Beim „Despicable Me Minion Mayhem“, wird man von Gru, Margo, Edith und Agnes zum Minion ausgebildet und in der 4-D Achterbahn geht es durch die gesamte Welt der Minions. Auch hier steckt viel Liebe im Detail und es fühlt sich wirklich an, als würde man mit einer Achterbahn fahren.


Der Simpsons Ride sah erst relativ harmlos aus, aber stellte sich schon bald als viel mehr heraus. Man sitzt zu 6. in einem Simulator und erlebt ohne Brille, ein 4-D Erlebnis der besonderen Art. Erst wird man ein paar Meter hochgefahren und dann geht der Spaß los. Man fährt mit der Achterbahn durch Krustyland und man entkommt der genmanipulierten Maggie. Es geht hoch und runter und fühlt sich total echt an.


Die letzte Attraktion war die „Revenge of the Mummy“ (Rache der Mumie), wo es mit einer Highspeed-Achterbahn vorwärts und rückwärts durch das Dunkle geht. Man wird verfolgt von Insekten-Schwärmen, Kriegern, Mumien und Feuer das so intensiv ist, dass man die Hitze spürt. Auch hier war Nervenkitzel garantiert und wir waren alle total geflashed von so vielen genialen Attraktionen, die so schnell hintereinander kommen.
Zum Abschluss schauten wir uns die Parade an, bei der viele Filmfiguren mit Autos und großen Wägen vertreten waren.


Noch kurz waren wir auf dem Citywalk shoppen, aber nach den fast 10 gelaufenen Kilometern an diesem Tag, hatten wir schnell keine Lust mehr.
Der Freizeitpark ist wirklich nur zu empfehlen. Nach LA war es nun schon mein zweites Universal Studio und obwohl fast alle Attraktionen gleich sind, war es trotzdem genial und es wird nicht langweilig. Alles ist super gut organisiert, wir mussten trotz vieler Besucher nie lange anstehen (nur bei den Minions eine Stunde) und neben jeder Attraktion gibt es Spinde, wo man per Fingerabdruck kostenlos seine Sachen einschließen kann. Man merkt, dass überall auf jedes Detail geachtet wird und auch auf Kinder, Ältere und Behinderte wird überall und immer Rücksicht genommen. Es gibt einen sogenannten „Child-Swap“, wo erst der eine Elternteil etwas fahren kann, dann das Kind „getauscht“ wird und direkt der andere Elternteil ohne Anstehen die gleiche Achterbahn fährt. Überall stehen Wasserspender, wo man kostenlos trinken und seine Wasserflaschen auffüllen kann und es wurde durchgesagt, dass man viel trinken soll, weil es ein besonders heißer Tag ist. Fast alle Attraktionen sind drinnen und das Anstehen ist im Schatten und klimatisiert. So hatten wir auch an dem 35 Grad heißen Tag an dem die Sonne knallte, kein Problem mit einem Sonnenstich. Mit 45 Hektar (so groß wie die Insel Mainau am Bodensee) ist der Park groß und er hat sogar bis 22 Uhr offen.


Es stritt sich keiner darum, zurück zum Hotel zu fahren, aber mir machte es nichts aus zu fahren. Noch kurz hielten wir im Supermarkt und kauften Fertiggerichte die wir im Hotel aufwärmten.
Um 22 Uhr waren wir zurück und sprangen noch in den warmen Pool bei einer sternklaren Nacht. Melli war inzwischen auch angekommen und sie schläft für eine Nacht auch hier und geht morgen in die Studios.
Wir waren fix und fertig nach so viel Action und der Schlaf ließ nicht lange auf sich warten.

Zitat des Tages: „Wo müssen wir hin?“       – „Zum Ausgang!“

Liebe Grüße von den Universal’s in Orlando
Nadine