Rainy Cradle Mountain

Samstag, 02.04.2016

Morgens war das Wetter noch ok und die Sonne zeigte sich.
Wir nahmen uns vor, früh aufzubrechen, was tatsächlich klappte.
Eine Stunde fuhren wir zum berühmten Cradle Mountain. Dieser liegt im Nordteil des Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalparks, erreicht eine Höhe von 1.545 m und ist wegen seiner Schönheit eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Tasmanien. Der Berg besteht aus Diabassäulen, ähnlich wie andere Berge in dieser Region. Der Berg erhebt sich über den von Gletschern geformten Seen Dove Lake, Lake Wilks und Crater Lake.
Die Besteigung des Gipfels sparten wir uns, weil das Wetter nicht mehr mit machte. Vom Parkplatz am Dove Lake nimmt der anstrengende Weg laut Wikipedia (einschl. Rückweg) 6,5 Stunden in Anspruch. Als wir auf dem Parkplatz ankamen, nieselte es, hatte nur 3 Grad (laut Wetter gefühlt -2) und ein ordentlicher Wind wehte. Ganz nach dem Motto: es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung, strackselten (Wort von den Jungs) wir los. Es gibt verschiedene kurze Wanderungen, wo es an dem schönen Dove Lake entlang geht. Die Natur war auch hier sehr imposant. Überall wuchs Moos, es gab schöne Bäume und große Pfützen die glitzerten. Unterwegs wurde der Regen viel stärker und es war sehr unangenehm. Wir liefen noch ein Stück und kehrten dann um.
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Es gab eine Hütte wo wir uns kurz unterstellten, bis der Regen nach ließ. Kristof und ich kletterten beim nächsten Wanderweg auf einen Felsen und Rasmus machte von unten Bilder. Wie immer machte Kristof nur Faxen und es gab kein normales Bild. Bei einem fiel er vor mir auf die Knie.
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Rasmus stand unten mit einer Frau und die beiden kamen zu uns. Das erste was die Frau sagte, war: Glückwunsch ! Die dachte echt, dass Kristof mir einen Heiratsantrag gemacht hätte und fragte mich, ob ich ja gesagt hätte. Meine Antwort war: Neeee, wir würden es nicht lang miteinander aushalten. Daraufhin machte sie ein total enttäuschtes Gesicht und war traurig. Bestimmt dachte die: wie kann man so einen tollen Antrag ablehnen ? Sofort danach fragte ich, ob sie ein Gruppenbild von uns machen könnte. Ich glaube das verwirrte sie nur noch mehr. Vor allem, dass es Kristof anscheinend nichts ausmachte, dass ich ablehnte.

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Wir fuhren noch zu zwei anderen Stellen vom Cradle Mountain, machten sehr kurze Wanderungen und gingen schnell wieder ins warme Auto um uns aufzuwärmen.

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Auch Wombats waren unterwegs

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Wir stoppten im Wald, wo die Jungs Holz sammelten und aufs Dach packten. Damit fuhren wir auf dem Highway.
Als wir am schönen Platz in Penguin ankamen, zeigte sich sogar die Sonne. Es war ein genialer Platz direkt am Strand und bis auf den Nachbar der Krach mit seinem Aggregat machte, waren wir allein. Wir hatten das Vorzelt aufgebaut wo wir uns zurückziehen hätten können, falls es mehr Regen gegeben hätte.
Die Jungs bauten den Grill auf, spalteten Holz mit ihrer Axt und sägten es und dann gabs wieder ein schönes Feuerchen. Natürlich durfte ein dickes Stück Fleisch für die Jungs nicht fehlen. Ich hielt mich an die Pizzabrötchen vom Vortag.

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Rasmus der genau so gern fotografiert wie ich, begleitete mich an den Strand um Bilder vom Sonnenuntergang zu machen. DSC_0142 (FILEminimizer) DSC_0081 (FILEminimizer) DSC_0103 (FILEminimizer) DSC_0104 (FILEminimizer) DSC_0110 (FILEminimizer) DSC_0122 (FILEminimizer) DSC_0125 (FILEminimizer) DSC_0136 (FILEminimizer) DSC_0141 (FILEminimizer)DSC_0128 (FILEminimizer) P1100243 (FILEminimizer) P1100242 (FILEminimizer) P1100248 (FILEminimizer)

Der Wind war total stark und es wurde viel zu kalt, als es dunkel wurde. Zum Glück hatten wir das Feuer und als es nur noch Glut gab, schauten wir im Zelt einen Film.

Liebe Grüße vom Meer
Nadine

Happy Easter Hike

Sonntag, 27.03.2016

Zuerst einmal wünsche ich euch allen und euren Familien frohe Ostern und ein wunderschönes Fest! Ich hoffe ihr habt alle gute Feiertage und sucht fleißig Ostereier!

Von Ostern haben wir zwar nicht allzu viel mit bekommen, dafür hatten wir einen schönen Tag. Ich nervte die Jungs ständig, dass wir Ostern feiern müssen und wenigstens Schokohasen kaufen, aber die waren nicht so osterlich gestimmt. Jeder machte sein eigenes Frühstück, wobei die Jungs sagten, dass meine Bohnen mit poached Egg ekelig aussahen. Ich fands sehr lecker. Die Mädels die neben uns campten, sagten nicht mal Guten Morgen und waren sehr komisch.
Früh brachen wir auf und fuhren eine Weile zum nächsten Ziel. Die ganze Zeit suchten wir nach einem Klo und es dauerte ewig bis wir eins fanden. Wir sahen, dass der Wasserkanister im Auto ausgelaufen war und alles nass machte. So auch meine Jacke und Kristof`s Kamera. Diese funktioniert jetzt nicht mehr richtig. Sehr ärgerlich.
An dem schönen Aussichtspunkt den wir passierten, konnte man den ganzen Eaglehawk Neck sehen. Das ist eine Stadt mit großen Felsen und Blick aufs Meer.
Durch schöne Landschaften und über grün bewachsene Hügel ging es über eine Schotterpiste tief in den Wald hinein. Unser neues Camp, das „Fortescue Bay“, liegt versteckt im Wald im Tasman Peninsula National Park und wegen Ostern war einiges los. Wir bekamen den letzten Platz und zahlten insgesamt 18$ fürs übernachten. Für weitere 4$ pro Person, gab es 8 Minuten duschen dazu.
Im Wald war es sehr kalt und wir froren alle. Es waren nur zwischen 10-15 Grad, windig und schattig. Deswegen brachen wir gleich zu unserer Wanderung auf.
Wir nahmen uns den Weg zum Cape Hauy vor. Angegeben waren 4 Stunden hin und zurück und ich wunderte mich, warum man für 4,4 km so lange brauchen sollte. Erst ging es am Meer entlang durch den Wald über einen schmalen Pfad. Als ich mich fragte, wann denn die 2,2 km vorbei seien, sah ich auf dem Programm, dass es 4,4 km für eine Strecke sind. Wir trafen einen Bayer in einer Lederhose und sehr viele andere Leute die uns warnten, dass es ein schwerer Weg sei.
Auf halber Strecke fingen Stufen an. Die ganze Zeit mussten wir Stufen rauf- und runter laufen. Richtig warm wurde es leider dabei trotzdem nicht. Unterwegs sahen wir eine sehr giftige Tigersnake (Schlange), die direkt vor uns den Weg kreuzte.
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Der letzte Abschnitt den wir in der Sonne laufen konnten, war der Schönste und Schwerste. Die ganze Zeit ging es sehr steile Stufen aus Stein hoch und man musste aufpassen, wo man hin trat.
Nach 2 Stunden erreichten wir den tollen Cape Hauy. An den Felsen geht es senkrecht runter und man sieht den endlosen, azurblauen Ozean und den blauen Himmel. Wir saßen eine Weile da und genossen die Aussicht. In der Sonne wurde es sogar ein bisschen wärmer. Rasmus startete seine Drone und sorgte wieder für begeisterte Leute.
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Der Weg zurück war nicht weniger anstrengend. Beim Besteigen des Mt Amos sind die Jungs ständig vor gelaufen und mussten auf mich warten und diesmal war es umgekehrt. Die roten und verschwitzten Gesichter sagten alles, aber ich fand den Berg viel anstrengender und hatte diesmal nicht so viele Konditionsprobleme.
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Delfine haben wir auch gesehen
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Nach weiteren 2 Stunden und insgesamt 8,8 km waren wir wieder am Platz und ich freute mich auf die warme Dusche. Leider war diese nochmal eine andere Wanderung entfernt. Ich musste viele Leute nach dem Weg fragen und fast 15 min. den Berg hoch laufen. Mit den letzten Energiereserven und zitternden Beinen schleppte ich mich hungrig dort hin. Die Dusche war versteckt im Wald und viel zu heiß. Als das Guthaben aus war, kam eiskaltes Wasser. Außerdem gibt es nur eine Dusche, keinen Spiegel und man muss auf dem kalten Asphalt stehen. Da dusche ich lieber in der kalten Dusche der Jungs, da weiß ich was ich hab.
Mein Essen schmeckte an diesem Tag besonders, weil wir seit dem Frühstück um 9 nichts mehr gegessen hatten und das Wandern alle Energiereserven aufsaugte. Kristof und Rasmus hatten sogar schon gekocht und gegessen als ich kam, aber ich kochte mein eigenes Essen.
Leider (oder gottseidank) gibt’s am Platz weder Handy- noch Internetempfang. Das bedeutete, dass ich wieder den ganzen Weg zur Dusche laufen musste, um meine Familie zu skypen. Rasmus begleitete mich, weil er das gleiche vor hatte. So saßen wir am Strand und redeten mit unseren Familien. Es war schon dunkel, als ich noch meine Mama skypte und ich stand im Bad, wo es wenigstens ein bisschen Licht gab. Beim Rückweg zum Zelt hatten wir nur die Taschenlampe am Handy. Als plötzlich ein Possum aus dem Busch kam, erschreckten wir uns beide und machten einen Satz zur Seite. Der Rasmus ist so ein Beschützer… Generell hat es hier sehr viele Tiere. Wallabys, Möwen, Enten und vieles mehr kommen neben unser Zelt.DSC_0043 (FILEminimizer)

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Wir krabbelten gleich ins Zelt, weil es immer kälter wurde und schauten wie immer noch einen Film.
Es war schon fast 11 als ein Auto mit lauten Geräuschen angefahren kam. Er fuhr 100 Mal hin und her und sein Auto dröhnte in unseren Ohren. Unsere Nachbarn hauten auf irgendwas ständig drauf, was einen ohrenbetäubenden Lärm machte. Ich schrie ein paar Mal raus, aber das brachte leider nichts. Da campen wir lieber kostenlos und allein. Da stört wenigstens keiner. Unglaublich wie rücksichtslos manche Leute sind.
Müde vom Wandern, schlief ich noch während dem Film ein.

Frohe Ostergrüße
Nadine