Honeymoon Bay

Donnerstag, 24.03.2016

Unser erstes Tagesziel war die Honeymoon Bay. Das ist eine tolle, ruhige Bucht wo wir die Aussicht und die Sonne genossen. Das Wasser ist glasklar und man sah kleine Fische.
Überall wo Rasmus mit seiner Drone ist, sorgt er für Aufsehen und für viele Fragen.
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Wir fuhren weiter zum Coles Bay wo es außerdem einen Leuchtturm gibt. Kristof, Rasmus und ich liefen verschiedene, kleine Pfade entlang und genossen die genialen Aussichten. Es ist schön von oben auf das blaue Meer zu schauen und die Natur auf Tasmanien ist atemberaubend.

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Einem Geheimtipp folgten wir auf der Suche nach einer neuen Schlafgelegenheit. Gut, dass das Auto ein Allradantrieb ist. Über eine schmale Sandpiste ging es den Hang herunter und nach zwei Mal verfahren, standen wir an einem perfekten Platz. Daneben im Wald versteckt war das teure Luxushotel „Saffir“.
Kein Mensch war weit und breit zu sehen und wir hatten einen einsamen Strand für uns allein. So gabs wieder Abendessen mit Meerblick und mit dem Hintern im Sand. Vom Zelt aus kann man die Sterne sehen, wenn man die Plane aufklappt. So stelle ich mir einen Campingurlaub vor. Mit dem Meeresrauschen im Hintergrund schauten wir noch einen Film.

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Liebe Grüße vom Tasmanien
Nadine

Evil Tasmanian Devil

Mittwoch, 23.03.2016

Das Wetter war sehr gut, als wir aus dem Zelt krabbelten. Mich weckte der Duft von frischen Pfannkuchen, die Rasmus schon gemacht hatte. Mit Nutella schmeckten diese sehr gut. So ein Luxuscampen.

Wir ließen uns viel Zeit, packten alles zusammen und brachen in Ruhe auf.
In Wikicamps hatte Rasmus einen Platz gefunden wo man Kängurus streicheln konnte und die tasmanischen Teufel sehen. Leider wussten wir nicht, dass es sich dabei um einen Zoo handelte. Dieser kostete dann auch noch stolze 25$ Eintritt. Wir wollten mal schauen, wie der Zoo aussieht und liefen an den Eingang. Dort stand kein Kassierer und die Jungs liefen einfach durch. Ich zögerte noch und wartete. Als nach ein paar Minuten keiner kam, tat ich es den Jungs nach und ging auch rein. So sparten wir uns ingesamt 75$. Diese wären es auch nicht Wert gewesen. Die Nature-World war nur sehr klein und es war gar nichts los. Zuerst schlossen wir uns einer Führung an. Der Pfleger stellte uns den berühmten Tasmanian Devil vor. Das ist ein Beuteltier welches es nur auf Tasmanien gibt. Leider sterben diese langsam in freier Wildbahn aus, weil es eine schlimme Krankheit gibt, die keiner in den Griff bekommt. Die Geräusche die zwei kämpfende Tiere machen, sind unbeschreiblich. Sehr laut und eine Mischung aus Kindergeschrei, Lachen, Katzengeschrei und keine Ahnung was. Die Tiere bekamen Fleisch und stritten darum. Der Pfleger meinte die sind ganz schön gefährlich und außer ihm geht keiner ins Gehege.
Kristof und Rasmus wollten unbedingt ein Känguruselfie. Ich fand es total witzig wie die beiden jedem Känguru hinterher rannten und es zum stehen bleiben bringen wollten. Leider hatte ich keine Kamera dabei, sonst hätte ich das gerne festgehalten.
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Tasmanian Devils

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Wir gingen auf die Jagt nach Schnabeltieren, Eulen, noch mehr Tasmanian Devils und Wallabys. Außerdem wurden wir ständig von Enten und Gänsen attackiert.
Auch die sogenannten Carochen sahen wir
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Das war ein Spaß in diesem Zoo und die Jungs hatten ständig Angst, dass wir erwischt werden. Selbst Schuld ! Ihr wolltet keinen Eintritt bezahlen…
Der nächste Stopp war das berühmte „Blow-Hole“. Das ist eine Felsspalte und wenn große Wellen kommen, spritzt das Wasser dort raus. Das sieht faszinierend aus und teilweise ist das Wasser meterhoch. Dort fragten uns Japaner nach dem Weg und unsere Konversation mit diesen war total lustig.

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Auf der Fahrt zum nächsten overnight-Stopp schlief ich seelenruhig vor mich hin. Rasmus und Kristof wollten sich einen Spaß mit mir erlauben, was ihnen ordentlich gelang. Rasmus haute mitten auf der Straße eine Vollbremsung rein, die beiden schrien wie blöd und filmten mich, als ich aufwachte. Ich dachte echt wir hätten einen Autounfall und fand das natürlich gar nicht lustig. Die beiden wurden von mir eine Weile mit Verachtung gestraft bis ich mich wieder ein bisschen beruhigt hatte. Da muss ich mir eine gute Revange ausdenken.
Der nächste Platz sah ein bisschen aus wie ein Campingplatz und es waren sehr viele Leute da. Obwohl es noch nicht mal Abend war, waren fast schon alle Plätze belegt. Leider konnten wir nicht direkt am Strand stehen, aber der Platz im Wald war ok.
An diesem Abend gab es Spagetthi Bolognese für die Jungs und ich machte mir einen Hamburger mit Gemüse statt Fleisch.
Abends wurde es wieder sehr kalt, weswegen wir schon früh ins Zelt krochen und wieder einen Film anschauten.
So ging noch ein sehr toller Tag zu Ende. Ok, bis auf meinen Herzstillstand und Adrenalinschock.

Liebe Grüße
Nadine

Motorbike on the Beach

Dienstag, 22.03.2016

Ich bin mir sicher, dass dieser Campingtrip unvergesslich wird und ich bin froh, mit den Jungs unterwegs zu sein.
Nachts hatte es ein bisschen geregnet, aber es war sehr angenehm. Zu dritt im Zelt war es auch nicht zu kalt. Ich hatte befürchtet, dass ich friere, aber das war gut.
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Wir standen zeitig auf, frühstückten gemütlich und dann hatten wir Spaß am Strand.
Ausgestattet mit zwei Actionkameras, einer Spiegelreflexkamera, zwei Kompaktkameras, drei Smartphones und einer Drone, war das Filmteam perfekt. Außerdem hat Kristof ein Dirtbike. Das ließ natürlich mein Motorradherz höher schlagen. Kristof ist ein Motorcrossfahrer und richtig gut. Mit Vollspeed raste er durch den Sand, machte Wheelis (fahren auf dem Hinterrad) und coole Sprünge. Rasmus und ich filmten und fotografierten fleißig. Wir hatten Spaß wie kleine Kinder und das Wetter war perfekt. Man konnte es gut im T-Shirt aushalten und die Sonne schien.DSC_0011 (FILEminimizer) DSC_0016 (FILEminimizer)IMG_7282 (FILEminimizer) P1060042 (FILEminimizer) DSC_0025 (FILEminimizer)

Kristof fragte mich, ob ich auch fahren wollte. Ich war mir nicht so sicher, weil ich noch nie im Sand gefahren bin, aber er meinte es kann nichts passieren. So schwang ich mich auf die viel zu große KTM und bekam eine Einweisung. Ich fühlte mich wie auf Wolke 7 und hatte unglaublich viel Spaß. Das Schwierige war nur das Umdrehen, weil die Maschine so schwer ist. Vor allem im Sand ist das nicht einfach. So fuhr ich einfach immer ins Meer um zu drehen. Das war so genial. Einmal hatte ich nicht genug Schwung, blieb im Sand stecken und fiel wie in Zeitlupe um. Die Jungs lachten und es passierte nichts. Kristof musste das Motorrad wieder aufheben. Es gab einen kleinen Hügel über den ich drüber sprang – was ein Spaß !

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Wir packten alles zusammen und fuhren ins nächste Nachtlager, das nur wenige Minuten entfernt war. Unterwegs kauften wir ein und Rasmus holte sich ein neues Pärchen Flip Flops.
Das nächste Nachtlager war wieder am Strand und super schön. Es waren fast keine Leute da, bis auf ein Pärchen die zwei Katzen dabei hatten. Ja, richtig gelesen. Die beiden reisen quer durch Australien und haben ihre jungen Katzen dabei. Diese werden immer an der Leine ausgeführt, bzw. dürfen hin laufen wo sie wollen und der Mann folgt ihnen. Rasmus war nicht beliebt, aber auf Kristof hatten es die Katzen abgesehen.
So kochten wir gemütlich zusammen und machten uns auf zu einem Spaziergang über die Klippen. Wir lagen eine Weile auf den warmen Steinen und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen.
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Wir guckten den wunderschönen Sonnenuntergang über dem Meer an. Die Jungs hatten ein Feuer gemacht und es war kuschelig warm davor. Wenn die Sonne weg ist, kühlt es extrem ab und wird feucht und man hält es fast nicht aus. Es war wieder ein total toller Abend. Wir hörten Musik, starrten aufs Meer und tranken von dem guten Alkohol den die Jungs von einer Brennerei bekommen hatten.

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Es war spät als wir uns ins Zelt kuschelten und zufrieden einschliefen.

Grüße vom Campingtrip
Nadine

Music makes the people come together

Sonntag, 20.03.2016

Man soll das beste aus jedem Tag machen, aber selbst in einem Lied heißt es: „Today I don`t feel like doing anything, I just want to lay in my bed“.
Nach diesem Motto verbrache ich den heiligen Sonntag. Ich hatte viele Dinge zu organisieren und so lag die meisten Zeit mit meinem Laptop im Bett und arbeitete fleißig wie ein Bienchen vor mich hin. Zumal es immer noch kalt und total bewölkt ist.
Vor dem Hostel hörte ich eine Gitarre und folgte dem Klang. Einige Backpacker saßen zusammen und musizierten mit Gitarre und Ukulele. Die Stimmung war super und wir alle hatten sehr viel Spaß zusammen zu singen.
Im Zimmer lernte ich eine 67 jährige Backpackerin kennen. Sie will derzeit raus finden, wo sie alt werden möchte und reist deshalb um die Welt. Diese Frau hat mich absolut fasziniert und inspiriert . Es ist unglaublich was sie schon gesehen und erlebt hat und wir haben in vielem die selben Sichtweisen. Es war so schön mit ihr zu reden und mag diese Frau sehr. Außerdem finde ich es total mutig mit 67 in ein Backpacker Hostel zu gehen und sie meinte sie liebt es und alle sind freundlich zu ihr. Keiner behandele sie als wäre sie alt. Sie legte mir nahe mal auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten, da man viel von der Welt sehen kann und das bestimmt was für mich wäre. Sie sagte, dass an diesem Tag hier ein Schiff anlegen solle, sie die Leute dort kenne und ich sie mich dort vorstellen könne. Die Idee fand ich super, aber leider fand ich die Frau danach nicht mehr im Hostel und so wurde daraus leider nichts.

Gut, dass ich noch Reste vom indischen Essen vom Vortag hatte, weil ich sogar zu faul zum kochen war und jeden Tag essen zu gehen ist viel zu teuer.

Abends als es mir zu langweilig wurde, ging ich wieder ins Foyer. Dort spielten die selben Leute immer noch Musik. Es gab zwei Gitarren und ein Sänger aus Israel war unglaublich. So eine tolle Stimme habe ich selten gehört. Es war so genial wie er singen konnte und er zog alle in seinen Bann. Ich sagte ihm, er solle es als Sänger versuchen und er freute sich über das Kompliment. Alle dachten er sei von Amerika, weil sich sein Akzent so anhört. Das ist das Schöne am Hostelleben. Wenn man will kann man seine Ruhe haben und wenn einem danach ist, ist man in bester Gesellschaft. Es war sehr kalt, weil wir draußen saßen, aber ich war ewig dabei und kam wieder mit Leuten aus der ganzen Welt ins Gespräch. Es war ein total toller Abend mit viel zu lachen.

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Da ich nun die letzten Tage genug geschlafen hatte, ging ich spät ins Bett.

Musizierende Grüße

Nadine

Night out

Samstag, 19.03.2016

Um halb 12 morgens (mittags) in aller Frühe wurde ich von der Putzfrau geweckt, die saugte. Ich fragte mich wie ich so lang schlafen konnte, aber war total erholt.

Ich setzte mich gemütlich in die Lobby, aß Toast, trank einen Kaffee und updatete meinen Blog.

Irgendwie scheinen die Leute hier nicht so kommunikativ zu sein und bis auf ein paar Zimmergenossinen habe ich noch niemanden kennen gelernt. Das finde ich aber gar nicht schlimm und es ist ok auch mal allein zu sein und Zeit für sich zu haben.

Eigentlich wollte ich auf den berühmten Salamanka Market der jeden Samstag ist, aber leider macht dieser schon um 3 zu, was ich nicht wusste und es war bereits 2. Darüber ärgerte ich mich den ganzen Tag. Naja, der nächste Samstag kommt bestimmt.

Heute regnete es zum Glück nicht, aber war immer noch kalt. Zu Fuß suchte ich wieder was zu Essen und fand ein tolles indisches Restaurant. An einem Tag türkisch, dann griechisch, dann indisch und australisch und deutsch. Alles wird probiert 🙂

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Ich lernte einen netten DJ kennen der meinte ich sollte am Abend in seine Disco kommen. Naja mal schauen…

Zurück im Hostel saß ich vor dem TV als zwei Jungs neben mir eine Karte auf Papier aufmalten. Ich sprach sie an, aber leider hatten sie ihren Trip durch Tasmanien schon fertig. Trotzdem kamen wir ins Gespräch und Lenny und Andre sind super lustige Typen. Ich fragte, ob sie Lust hätten Abends weg zu gehen und sie war begeistert. Irgendwann kam noch ihr Kumpel Michael dazu, der Bier mitbrachte.

Als ich wieder zurück kam vom umziehen, bekam ich viele Komplimente der Jungs, was mich rot werden ließ 😀

Um 9 machten wir uns auf ins New Sydney Hotel. In diesem Pub spielte ein junger Mann mit seiner Gitarre und die Livemusik war echt gut. Wir tranken ein paar Bier und hatten einen super witzigen Abend. Lenny lernt gerade Deutsch und klaute mein Handy um meine Freunde auf Deutsch anzuschreiben. Es war einiges los im Pub und es gab sogar einen Kamin vor den wir uns setzten.

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Beim zurück laufen zum Hostel war es sehr kalt. Weniger als 10 Grad und ich hatte eine kurze Hose an. Die drei Jungs aus England waren richtige Gentlemans und zogen alle ihre Shirts aus und gaben sie mir. So mussten alle oben ohne rum laufen und frieren. Ich fands lustig.

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Wir saßen noch eine Weile gemütlich im Hostel zusammen und dann gingen wir alle ins Bett.

Liebe Grüße von Hobart

Nadine

Sleeping

Freitag, 18.03.2016

Die Nacht war sehr schlecht und ich habe fast nicht geschlafen. Es war unbequem und sehr kalt und ich hatte Rückenschmerzen. Der Boden war definitiv nicht bequem.
Es stürmte und regnete wie verrückt und hörte nicht auf. So blieb ich einfach liegen und machte einen „Faulen“. Ich las ein Buch und genoss den ruhigen Tag.
Meine Bleibe
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Im Internet buchte ich ein Hostel, zu dem ich mich um 3 aufmachte. Dieses war nur 15 min. zu Fuß weg und der Regen ließ nach. Trotzdem war es schwer mit einem großen Backpack, einem kleinen, einer schweren Tragetasche und einer Handtasche. Ich beeilte mich und freute mich als ich da war.
Das Hostel „Transit Backpackers“ ist ok und mit 20$ die Nacht auch vom Preis her gut. Ich schlafe in einem 16 Personen Mädchenzimmer im Obergeschoss. Man bekam Bettlaken mit was ich gut finde, denn so weiß man wenigstens, dass man ein sauberes Bett hat.
Ich machte mich zu Fuß auf um ein bisschen in Hobart rum zu schauen. Ich schlenderte durch die Einkaufsstraßen, aber es war sehr kalt. Nur ein bisschen über 10 Grad. In einem griechischen Restaurant bestellte ich einen vegetarischen Gyros und setzte mich rein um diesen zu Essen.
In einer Shoppingmall fand ich Donuts und hatte einen guten Nachtisch. Das waren dann alle drei Mahlzeiten in einem.
Das Wetter war nicht gerade motivierend, mehr von der kleinen, verschlafenen Hafenstadt zu sehen und so war ich schon früh wieder im Hostel.
Schon um 5 fiel ich in einen komatösen Schlaf, wachte erst um 11 Abends wieder auf, ging ins Bad und schlief weiter. Ich war total erledigt und hab den Schlaf echt gebraucht.

Schläfrige Grüße
Nadine

How to survive a Fastboat

Donnerstag, 25.06.2015

Unser Bus zum Hafen sollte zwischen 7 und 7:30 Uhr kommen. So hätte es noch zum Frühstück gereicht. Als wir um 15 vor 7 gerade dort hin wollten, war der Fahrer schon da. Schnell in den Frühstückraum, Servietten geholt und Schokocroissants eingepackt.
Der Bus war nagelneu und hatte cremefarbene Ledersitze. Nachdem wir dort gegessen hatten, war es natürlich nicht mehr so sauber.
Nach einer Weile Fahren, wurden wir irgendwo raus geschmissen und wunderten uns. Der Fahrer begleitete uns zum Office wo wir warten mussten. Nach einer Stunde Wartezeit ging es mit ganz vielen anderen Leuten zu Fuß zum Strand und dann auf ein kleines Fastboat. Bisher habe ich ja schon viele Transportmittel ausprobiert aber ein solches war noch nie dabei. Als es los fuhr, konnte man in die sehr erschrockenen Gesichter (unsere nicht ausgeschlossen) der anderen blicken. Es ist wie in der Achterbahn und macht Schläge bei denen man denkt, das Boot zerbricht gleich in alle Einzelteile. Um Himmels willen, dachten wir und es traf uns alle paar Sekunden ein Adrenalinstoß im Bauch. Das Boot ist förmlich geflogen und immer wieder stark auf den Wellen aufgekommen. Ganz geheuer war das glaub ich niemandem und wir waren froh, dass es nach einer halben Stunde vorbei war, wir die Insel Nusa Lembongan erreichten und niemandem schlecht wurde.
Das Wetter hatten wir wiedermal perfekt erwischt.

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Zuerst liehen wir uns in einer ungeheuren Straße in einem kleinen Hinterhof einen Roller aus. Zwei viel zu große Helme mit kaputten Verschlüssen gab`s gratis dazu. Wir zahlten trotz fleißigem Handeln immer noch 20$, aber egal.
Saskia ist nun schon die 4. die sich bei mir auf der Reise hinten drauf setzt – ein gutes Zeichen für mich 😉
Auf einer sehr engen „Straße“ wo es rechts steil zum Strand runter ging (ohne Zaun) balancierte ich den Roller wie ein Seiltänzer zur Hauptstraße.

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Die Insel ist sehr klein, die Wege schmal und wer Straßen sucht, sucht diese sehr lange. Es gibt nämlich nur ganz schlechte Holperpisten durch den Wald mit mehr Löchern als Schotter und man bekommt da schnell Kopfweh.

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So „preschten“ wir mit Höchstgeschwindigkeiten von 30 km/h an vielen Einheimischen, Bambushütten, Kühen, Straßenhunden, Shops und anderen Rollern vorbei zum Dream Beach.
Dieser erfüllte unsere Erwartungen nicht ganz, war sehr klein und nicht besonders schön.

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Dann weiter zum angeblich schöneren Mushroombeach (Pilzstrand). Dieser war größer aber es hatte viele Boote und es war einiges los. Trotzdem legten wir uns eine Weile in die Sonne und genossen das Leben. Auf Reisen wird einem bewusst, dass man jede Sekunde genießen muss. Die Zeit geht einfach viel zu schnell vorbei.

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Dann wollte Saskia fahren. Zugegeben war ich anfangs sehr skeptisch, zumal sie bisher nur auf Feldwegen gefahren ist und ich mich außer bei meinem Bruder noch bei niemandem drauf gesetzt hab. Nach einer (laut Saskia viel zu ausführlichen) Einweisung düsten wir los. Zitat: „Ich bin doch nicht blöd !“ Schnell entspannte ich mich aber und Saskia machte es richtig gut. Ich filmte sogar nebenher mit meiner Actioncam und genoss die schöne Landschaft.

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Leider vergeblich suchten wir lange nach einem Spot wo Klippenspringen statt findet und obwohl in der Inselbroschüre stand, dass man sich nicht verlaufen kann, fuhren wir ewig durch einen Wald und der Trampelpfad wurde immer schlechter.
Unterwegs trafen wir eine super coole deutsche Familie (Eltern und Tochter). Das Mädel war auch 14 Monate in Australien und zum Abschluss reist sie mit ihren Eltern durch Indonesien. Sie kamen aus Potsdam, die Mutter lernt ein bisschen indonesisch und wir unterhielten uns sehr nett und lange über alles mögliche.
Irgendwann ging es über die „Suspension Bridge“ die nur ein schmaler Holzsteg ist, wo nicht mal 2 Roller aneinander vorbei passen. Es war sehr lustig da drüber zu fahren.
Auf der Insel „Ceningan Island“ (der kleinere Teil der zwei Inseln) war es ebenfalls sehr schön und gab viel zu sehen.
Der „Panorama-Point“ war einfacher zu finden und man hatte eine gigantische Sicht aufs Meer. Ein indonesisches Mädchen unterhielt sich nett mit uns und machte Fotos.

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Bevor wir den Roller abgaben, setzen wir uns in ein nettes Café und unterhielten uns bei Eiskaffee und Eistee mit dem coolen Besitzer. Noch schnell getankt und weiter.

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Bei der Abgabe empfing uns an der Straße ein Mann der uns den Roller abnehmen wollte. Natürlich trauten wir ihm nicht und fuhren weiter. Er lief neben uns her und behauptete er ist der Besitzer der Vermietung – kann ja jeder sagen ! Als er uns seine Visitenkarte zeigte, war es uns peinlich und wir ließen den Roller stehen und verschwanden gleich. Er checkte nicht mal, ob wir getankt hatten.

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Nach dem Warten in einem Restaurant setzten sich auf einmal alle in Bewegung. Ohne zu wissen, ob es das richtige Boot ist, liefen wir hinterher und stiegen in ein anderes als auf der Hinfahrt. Dieses war leider genau so achterbahnmäßig und es gab wieder eine halbe Stunde voller Adrenalin. Wir wussten nicht, ob wir weinen oder lachen sollten und mussten uns festhalten, dass es uns nicht herum schleuderte.

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Als wir sicher auf der anderen Seite ankamen, fühlte sich erst kein Fahrer für uns zuständig. Wir erklärten wir haben auch für den Heimtransport bezahlt und nach viel hin und her saßen wir im Kleinbus. Der Fahrer kannte aber nicht mal unser Hotel. Mitten auf der Fahrt hielt er auf der Hauptstraße an und sagte uns wir sollen dort auf den richtigen Fahrer warten, der unterwegs ist. Da machten wir aber einen Aufstand. Zwei blonde Mädels, in der Dämmerung, in Indonesien, am Straßenrand einer viel befahrenen Hauptstraße und wir wussten nicht mal ob uns wirklich jemand abholt und falls ja, dieser jemand uns auch findet – vieeeel zu gefährlich !
Zum Glück erbarmte sich der Fahrer und wartete mit uns. Unsere Mitfahrer somit leider auch, wofür wir uns 1000 mal entschuldigten. Wir fahren froh, als uns der neue Fahrer der ein paar Minuten später kam, sicher am Hotel absetzte.
Wie immer ging’s in unser Stammrestaurant und danach fielen wir müde in unser Ehebettchen.

Durchgeschüttelte Grüße
Nadine

Last day in South-East-Asia

Montag, 04.05.15

Leider ist das mein letzter Tag in Süd-Ost-Asien, aber ich freue mich andererseits wahnsinnig auf Australien.
Jetzt hatte ich schon so lange nichts mehr, dass es langweilig wurde und deshalb hat sich mein Körper wieder eine Ohrenentzündung ausgedacht. Kommt bestimmt wieder vom Tauchen, ist aber zum Glück nicht so schlimm wie letztes Mal.
Mit den beiden Kanadiern von gestern Abend ging’s erst zur Post. Dort war es sehr lustig und es wurde um jedes Milligramm gefeilscht, weil die beiden ihr überflüssiges Zeug heim geschickt haben. Und mit 15€ ist das wesentlich günstiger als das Paket das ich für 45€ von Laos aus verschickt habe.
Mit dem MRT haben wir uns auf den Weg nach Sentosa Island gemacht. Die Jungs waren faul und haben sich auf mein Orientierungs- und Organisationstalent verlassen 😀
Es gab tolle Strände, viele Attraktionen, Meer und vieles mehr. Leider alles (auch die Universal Studios) war zu teuer, dass uns nach einer Stunde die Ideen für Unternehmungen aus gingen.
Den Jungs war das Aquarium für 25€ zu teuer und wie alles hier ist der Preis echt übertrieben. Da es aber das größte der Welt ist, gönnte ich mir den Spaß allein und das S.E.A. Aquarium (http://www.rwsentosa.com/Homepage/Attractions/SEAAquarium) hält was es verspricht. Bunte Fische, Quallen, Haie, Delfine, ein Riesenbecken und viel mehr. Es hat sich total gelohnt und ich verbrachte lange Zeit dort. Als neuer Taucher macht es umso mehr Spaß die Fische genauer anzuschauen, die man sonst in der Tiefe sieht.

Mit 3 Bahnen und einem Bus ging es weit außerhalb der Stadt zum Zoo. Der Busbahnhof ist hier wie alles super organisiert, es gibt auch Terminals, gute Beschriftungen, Schilder, für jeden Bus ein Gate und wie die Bahn auch, funktioniert dieser mit Chipkarten, damit keiner schwarz fährt und alle sofort sehen, wie oft man noch fahren darf, bis das Guthaben aus ist.
Das nächste Teure aber lohnenswerte Erlebnis das lange in Erinnerung bleibt, war somit die Nightsafari im „Singapore Zoo“ (http://www.zoo.com.sg/). Dieser ist ein „Open Zoo“ das heißt, dass die meisten Tiere in großen, offenen Gehegen gehalten werden. Oft sind nur Wassergräben dazwischen und es gibt keine Gitterstäbe. Die 2500 Tiere so frei zu sehen war der Hammer. Mit dem Bummelbähnchen fuhren wir über komplett dunkle, schmale Wege und konnten die Tiere in weitläufiger, sehr natürlicher Umgebung beim Suhlen, Fressen, Spielen und Rennen beobachten. Jedes Gehege hat eine Art Flutlicht, das aber nicht zu hell ist und so, dass es die Tiere nicht stört. Sonst gab es nicht mal am Zug ein Licht, man durfte auch kein Handylicht oder Blitz haben und es hatte was total schönes bei warmen Temperaturen die Tiere hautnah zu sehen. Wie immer hatte ich Glück und als um halb 11 schon fast keine Leute mehr da waren, wanderte ich allein die Pfade im komplett Dunklen entlang, als ich einen Tierpfleger sah. Dieser fütterte alle Tiere, ich folgte ihm einfach und konnte allein in Ruhe mit ansehen, wie die Bären Früchte, die Tiger und Löwen Fleisch, die Elefanten Gras, die Hyänen Chicken und viele andere Tiere anderes verdrückten. Als der Tiger gerade nur durch eine dünne Glasscheibe von mir getrennt und wenige cm entfernt, sein Fleisch zerfetzte, gesellte sich ein australisches Ehepaar zu mir. Debbie und Tom waren total beeindruckt, dass ich allein um die Welt reise und luden mich nach einem langen Gespräch zu sich nach Sydney ein.
Ich stellte fest, dass wir nur noch 10 min hatten, bis der letzte Bus in die Stadt fuhr und als wir am Busbahnhof ankamen erfuhren wir, dass der Letzte bereits eine halbe Stunde davor gefahren ist. Nach langem hin und her, Ratlosigkeit und viel Gefrage, bestellte uns jemand ein Taxi und zu Dritt mit Debbie und Tom ging es dort sehr lustig zu. Die beiden erzählten mir und dem Taxifahrer lustige Geschichten über Australien und ihre Tochter und als ich früher als sie aussteigen musste und einen Teil des Taxis zahlen wollte, haben sie mir es verboten. Mit viel Danke und schlechtem Gewissen verabschiedete ich mich. Auf jeden Fall werde ich sie besuchen.
Das war wieder mal ein gehfreudiger Tag mit vielen tollen Erlebnissen und genialen Sachen.
Es war schon 1 als ich im Hostel ankam und ich stellte fest, dass ich nicht genug Zeit habe von Brisbane nach Melbourne zu fahren, wenn ich schon am 18. anfangen soll zu arbeiten und Saskia von der ich das Auto kaufe noch ein paar Tage bis zur Übergabe braucht. Somit buchte ich den Flug von Brisbane nach Melbourne um, was viele Vorteile hat und außerdem kostenlos war
– Zeitersparnis
– Spritersparnis
– Saskia hat ihr Auto länger
– ich lande morgens um 8 und nicht nachts um 1
– ich bin über Weihnachten in Brisbane (wo ich eingeladen wurde) und müsste die Strecke sonst 2x fahren
– ich kann in Australien alles in Ruhe organisieren
– ich hab ein paar Stunden länger in Singapur

Somit fliege ich morgen (5.5.) um 22:40 Uhr nach Melbourne.

Letzte Süd-Ost-Asien Grüße
Nadine

Post
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Moschee
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MRT Station

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Essen von Durian Früchten verbotenDSC_0079 (FILEminimizer)

Sentosa Island
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Reiseschäfchen on Tour

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Der südlichste Punkt Asiens
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Merlion (Fisch und Löwe)
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Bahn auf Sentosa
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Universal Studios leider zu teuerDSC_0109 (FILEminimizer)FHD0044 (FILEminimizer)

S.E.A. Aquarium

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Hard-Rock-Cafè

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Einzige 2 Bilder der Nachtsafari, da zu dunkel

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Trip to the hospital

Freitag, 27.03.2015

Nach einer nicht enden wollenden, qualvollen Nacht, ließ ich mich von Chris dazu überreden, ins Krankenhaus zu gehen. Sogar Kauen konnte ich nicht vor Schmerzen und es pulsierte und hämmerte trotz vieler Schmerzmittel in meinem rechten Ohr.
Leider mussten wir Jaela und Rylan verabschieden, die Richtung Heimat aufgebrochen sind. Es war sehr cool zu 6. den Tauchkurs zu machen und ein Stück zu reisen und es war immer total lustig zusammen. Jaela und Rylan: wish you a good journey home, get well soon, we will all miss you and we had a wonderful time together. Take care of yourselfes and see you next year in Canada ! 🙂
Danach sind die Anderen mit den Rollern zu einem Strand gecruist und ich hab mich auf die Suche nach einem Krankenhaus gemacht.
Zuerst musste ich Geld für die Behandlung abheben, aber hab wie so oft hier keinen Cent am Automaten bekommen. Zum Glück hatte ich noch Euro dachte ich mir und wollte es wechseln. Die Dame sagte mir ohne Reisepass ginge gar nichts, aber der lag als Pfand im Bungalow. Da mir nichts anderes übrig blieb und die anderen schon lang weg waren und kein Handy dabei hatten, verließ ich mich auf Kartenzahlung im Krankenhaus.
Meine Hoffnung das Western Hospital zu finden wo es englisch sprechende Ärzte gibt, hab ich nach langer Suche zerschlagen und statt dessen bin ich nach 100 mal Fragen mitten im Urwald in einem anderen Krankenhaus raus gekommen. Ich hielt es vor Schmerzen kaum aus. Doof nur, dass überall nur thailändische Schriftzeichen waren und ich nicht mal die Anmeldung fand. 3 Jungs aus Russland halfen mir. Dem einen ist ein Hund vor den Roller gelaufen und ihn hat es hin gehauen. Er sah noch schlimmer aus als Jaela und Rylan und er kommt seit einer Woche jeden Tag zum Wunden säubern. Der Hund ist wohl unbeschadet davon gekommen aber auch der Russe darf viel Geld für den Roller zahlen.
Zuerst sollte ich einen Zettel ausfüllen mit sämtlichen Daten, unter anderem Religion, Partei, usw. Einen Reisepass oder Perso wollte niemand sehen.
Glück nur, dass ich sofort dran kam. Im „Flur“ wurde ich gewogen und der Blutdruck wurde gemessen. Das Krankenhaus ist für thailändische Verhältnisse „sauber“ und ist halb offen, also es gibt keine richtigen Türen. Dann sollte ich zum Arzt der Gott sei Dank einigermaßen englisch verstand. Er guckte ins Ohr, schickte mich zu den Krankenschwestern und sagte ich solle danach wieder kommen. Mit einem Zettel in der Hand wurde ich in den Notfallraum auf eine Liege geschickt. Wie in den US Filmen liegen da alle nebeneinander, es gibt nicht mal Vorhänge und viele Schwestern sitzen rum und tun nichts. Die „Liegen“ sind harte Pritschen und die Wände alles andere als weiß aber auch hier war es nicht dreckig. So lag ich auf der Pritsche und wusste nicht was kommt, weil keine der Schwestern englisch konnte. Als ich dann was heißes nasses in meinem Ohr spürte, wusste ich nicht, ob es weh tat oder nicht. Sie wiederholte die Spülung ein paar Mal und zeigte mir, was raus kam. Sehr viel Eiter und Dreck was nicht besonders appetitlich aussah. Für kurze Zeit gab mein Ohr tatsächlich Ruhe.
Die Schwester schob mich ohne ein Wort, weiter ins Kassierzimmer und ich sollte 24€ bezahlen. Als ich ihr klar machen wollte, dass der Arzt mich nochmal sehen will, stand ich mit 5 Schwestern da, die mich ratlos anschauten und wild auf thailändisch diskutierten. Selbst Zeichensprache brachte nichts und sie wurden alle immer wütender. Erst als Krankenschwester Nummer 6 dazu kam, fand ich mich endlich beim Arzt wieder. Dieser leuchtete mir nochmal ins Ohr, meinte es ist alles vereitert und dass es morgen wegen der Spülung schlimmer werden wird. Er verschrieb Antibiotika und betonte ausdrücklich, dass ich diese sofort nehmen sollte.
Als es ums Zahlen ging, dann der Schock: keine Kreditkartenzahlung möglich und 700 Baht zu wenig dabei. Ich solle es nochmal am Automaten versuchen. Auf die Frage, wo der nächste Geldautomat sei, nur Gelächter. Mit einem pochenden Ohr musste ich die ganze Stecke durch den Urwald zurück in die Stadt fahren, mit dem Hintergrundgedanke wieder kein Geld zu bekommen. Liebe Eltern: vielen Dank, dass ich euer Gemüt geerbt habe. Ich glaube sonst wäre ich in dieser Situation ausgeflippt. Wer mich kennt weiß, dass mich so schnell nichts aus der Ruhe bringt und ich hatte sogar Glück und ein Automat gab mir Geld.
Das Antibiotika bekam ich gleich im Krankenhaus mit. Der Gesamtpreis von 26€ war ok, aber ich wünsche trotzdem niemandem, einmal im Ausland krank zu werden. Die Verhältnisse sind doch teilweise abenteuerlich. Da hab ich eine komplette Reiseapotheke mit allem drum und dran dabei, aber für sowas war ich natürlich nicht gewappnet. Natürlich bin ich sehr froh, dass ich nichts schlimmes habe, sonst wäre ich hier aufgeschmissen.
In der Stadt erledigte ich noch Sachen wie: Passfotos für das Vietnam-Visum machen, im Internetcafe nach Flügen suchen, Sachen in der Apotheke kaufen, ein bisschen bummeln, usw.
Die zulässige Tagesdosis an Schmerzmitteln war erreicht und besser wurde es nicht, aber ich wartete trotzdem 2 Stunden auf die anderen um auf dem gleichen Markt wie gestern erneut zu schlemmen.
Nach dem Einkauf unseres Outfits für die Halbmondparty in Neonfarben wollten wir uns gerade mit den Rollern auf den Heimweg machen, als sich ein Straßenhund in den Fußraum meines Rollers setzte. Davor hatte ich noch keinerlei Kontakt zu ihm, aber er war auch nicht runter zu bewegen. Also nahm ich ihn ein großes Stück mit und ließ ihn am Stadtrand in der Bevölkerung „raus“.
Zurück heizten wir wieder durch die Nacht. Unsere Tachos gehen nicht, Geschwindigkeitsbegrenzungen gibts nicht, genau so wenig wie Polizei oder Vekehrsregeln. Die Eltern fahren hier mit dem Roller ihre 3 Kinder spazieren und Autos sind eher selten.
Im Bungalow angekommen, wollte ich nur noch schlafen und die anderen machten das Selbe wie die Abende davor.
Ich hoffe das Antibiotika hilft und es geht mir morgen wieder besser. Vielen Dank hiermit an Jan der sich als gelernter Krankenpfleger immer um mich kümmert, mir Tips und Medikamente gibt und mich ermahnt, wenn ich irgendwas nicht richtig mache 😉 danke auch Chrissy und Chris, dass ihr so lieb zu mir seid und mir helft 🙂 ihr 3 seid super !

Geplagte Grüße
Nadine

Krankenhaus außen

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Krankenhaus innen

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Bungalow und Anlage

 

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Straßen von Koh Phangan

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Müllberg vom Essen

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