Trip to the hospital

Freitag, 27.03.2015

Nach einer nicht enden wollenden, qualvollen Nacht, ließ ich mich von Chris dazu überreden, ins Krankenhaus zu gehen. Sogar Kauen konnte ich nicht vor Schmerzen und es pulsierte und hämmerte trotz vieler Schmerzmittel in meinem rechten Ohr.
Leider mussten wir Jaela und Rylan verabschieden, die Richtung Heimat aufgebrochen sind. Es war sehr cool zu 6. den Tauchkurs zu machen und ein Stück zu reisen und es war immer total lustig zusammen. Jaela und Rylan: wish you a good journey home, get well soon, we will all miss you and we had a wonderful time together. Take care of yourselfes and see you next year in Canada ! 🙂
Danach sind die Anderen mit den Rollern zu einem Strand gecruist und ich hab mich auf die Suche nach einem Krankenhaus gemacht.
Zuerst musste ich Geld für die Behandlung abheben, aber hab wie so oft hier keinen Cent am Automaten bekommen. Zum Glück hatte ich noch Euro dachte ich mir und wollte es wechseln. Die Dame sagte mir ohne Reisepass ginge gar nichts, aber der lag als Pfand im Bungalow. Da mir nichts anderes übrig blieb und die anderen schon lang weg waren und kein Handy dabei hatten, verließ ich mich auf Kartenzahlung im Krankenhaus.
Meine Hoffnung das Western Hospital zu finden wo es englisch sprechende Ärzte gibt, hab ich nach langer Suche zerschlagen und statt dessen bin ich nach 100 mal Fragen mitten im Urwald in einem anderen Krankenhaus raus gekommen. Ich hielt es vor Schmerzen kaum aus. Doof nur, dass überall nur thailändische Schriftzeichen waren und ich nicht mal die Anmeldung fand. 3 Jungs aus Russland halfen mir. Dem einen ist ein Hund vor den Roller gelaufen und ihn hat es hin gehauen. Er sah noch schlimmer aus als Jaela und Rylan und er kommt seit einer Woche jeden Tag zum Wunden säubern. Der Hund ist wohl unbeschadet davon gekommen aber auch der Russe darf viel Geld für den Roller zahlen.
Zuerst sollte ich einen Zettel ausfüllen mit sämtlichen Daten, unter anderem Religion, Partei, usw. Einen Reisepass oder Perso wollte niemand sehen.
Glück nur, dass ich sofort dran kam. Im „Flur“ wurde ich gewogen und der Blutdruck wurde gemessen. Das Krankenhaus ist für thailändische Verhältnisse „sauber“ und ist halb offen, also es gibt keine richtigen Türen. Dann sollte ich zum Arzt der Gott sei Dank einigermaßen englisch verstand. Er guckte ins Ohr, schickte mich zu den Krankenschwestern und sagte ich solle danach wieder kommen. Mit einem Zettel in der Hand wurde ich in den Notfallraum auf eine Liege geschickt. Wie in den US Filmen liegen da alle nebeneinander, es gibt nicht mal Vorhänge und viele Schwestern sitzen rum und tun nichts. Die „Liegen“ sind harte Pritschen und die Wände alles andere als weiß aber auch hier war es nicht dreckig. So lag ich auf der Pritsche und wusste nicht was kommt, weil keine der Schwestern englisch konnte. Als ich dann was heißes nasses in meinem Ohr spürte, wusste ich nicht, ob es weh tat oder nicht. Sie wiederholte die Spülung ein paar Mal und zeigte mir, was raus kam. Sehr viel Eiter und Dreck was nicht besonders appetitlich aussah. Für kurze Zeit gab mein Ohr tatsächlich Ruhe.
Die Schwester schob mich ohne ein Wort, weiter ins Kassierzimmer und ich sollte 24€ bezahlen. Als ich ihr klar machen wollte, dass der Arzt mich nochmal sehen will, stand ich mit 5 Schwestern da, die mich ratlos anschauten und wild auf thailändisch diskutierten. Selbst Zeichensprache brachte nichts und sie wurden alle immer wütender. Erst als Krankenschwester Nummer 6 dazu kam, fand ich mich endlich beim Arzt wieder. Dieser leuchtete mir nochmal ins Ohr, meinte es ist alles vereitert und dass es morgen wegen der Spülung schlimmer werden wird. Er verschrieb Antibiotika und betonte ausdrücklich, dass ich diese sofort nehmen sollte.
Als es ums Zahlen ging, dann der Schock: keine Kreditkartenzahlung möglich und 700 Baht zu wenig dabei. Ich solle es nochmal am Automaten versuchen. Auf die Frage, wo der nächste Geldautomat sei, nur Gelächter. Mit einem pochenden Ohr musste ich die ganze Stecke durch den Urwald zurück in die Stadt fahren, mit dem Hintergrundgedanke wieder kein Geld zu bekommen. Liebe Eltern: vielen Dank, dass ich euer Gemüt geerbt habe. Ich glaube sonst wäre ich in dieser Situation ausgeflippt. Wer mich kennt weiß, dass mich so schnell nichts aus der Ruhe bringt und ich hatte sogar Glück und ein Automat gab mir Geld.
Das Antibiotika bekam ich gleich im Krankenhaus mit. Der Gesamtpreis von 26€ war ok, aber ich wünsche trotzdem niemandem, einmal im Ausland krank zu werden. Die Verhältnisse sind doch teilweise abenteuerlich. Da hab ich eine komplette Reiseapotheke mit allem drum und dran dabei, aber für sowas war ich natürlich nicht gewappnet. Natürlich bin ich sehr froh, dass ich nichts schlimmes habe, sonst wäre ich hier aufgeschmissen.
In der Stadt erledigte ich noch Sachen wie: Passfotos für das Vietnam-Visum machen, im Internetcafe nach Flügen suchen, Sachen in der Apotheke kaufen, ein bisschen bummeln, usw.
Die zulässige Tagesdosis an Schmerzmitteln war erreicht und besser wurde es nicht, aber ich wartete trotzdem 2 Stunden auf die anderen um auf dem gleichen Markt wie gestern erneut zu schlemmen.
Nach dem Einkauf unseres Outfits für die Halbmondparty in Neonfarben wollten wir uns gerade mit den Rollern auf den Heimweg machen, als sich ein Straßenhund in den Fußraum meines Rollers setzte. Davor hatte ich noch keinerlei Kontakt zu ihm, aber er war auch nicht runter zu bewegen. Also nahm ich ihn ein großes Stück mit und ließ ihn am Stadtrand in der Bevölkerung „raus“.
Zurück heizten wir wieder durch die Nacht. Unsere Tachos gehen nicht, Geschwindigkeitsbegrenzungen gibts nicht, genau so wenig wie Polizei oder Vekehrsregeln. Die Eltern fahren hier mit dem Roller ihre 3 Kinder spazieren und Autos sind eher selten.
Im Bungalow angekommen, wollte ich nur noch schlafen und die anderen machten das Selbe wie die Abende davor.
Ich hoffe das Antibiotika hilft und es geht mir morgen wieder besser. Vielen Dank hiermit an Jan der sich als gelernter Krankenpfleger immer um mich kümmert, mir Tips und Medikamente gibt und mich ermahnt, wenn ich irgendwas nicht richtig mache 😉 danke auch Chrissy und Chris, dass ihr so lieb zu mir seid und mir helft 🙂 ihr 3 seid super !

Geplagte Grüße
Nadine

Krankenhaus außen

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Krankenhaus innen

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Bungalow und Anlage

 

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Straßen von Koh Phangan

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Müllberg vom Essen

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Scooter day

Donnerstag, 26.03.2015

Ausschlafen, gemütliches Frühstück, Roller ausleihen. Viele Bilder und Videos davon gemacht, weil man hier überall verarscht wird. Heute ne fette Ohrenentzündung und gleich Tropfen rein gemacht.
Die Tour war Mega genial und der Zenit hat gebrannt wie Feuer.
Das ist ein absolutes geniales Gefühl von Freiheit. Ohne Helm, der Wind weht durch die Haare, man sieht die ganze Insel, fährt am Strand entlang, die Sonne scheint, unsere Roller gingen sehr gut ab und zu 6. macht es super viel Spaß.
Leider haben wir uns irgendwann verloren und waren dann nur jeweils zu 3. Jan, Chrissy und ich sind an einer total coolen Wasserparty vorbei gekommen, wo es Rutschen gab, bei denen man meterweit durch die Luft geflogen ist. Es ging ein Stück durch den Urwald, vorbei am ausgetrockneten Wasserfall und mitten drin sind wir an einem Filmstrand gestrandet: der Sand war wie gesiebt, dass Wasser kristallklar und es gab einen Palmenwald drum rum.
So heizten wir ewig weiter über die 2. größte Insel Thailands.
Als wir am anderen Ende waren, sahen wir Jaela. Sie und ihr Bruder Rylan fuhren zusammen auf einem Roller um eine Kurve mit Sand, die eine Bremse funktionierte nicht richtig und sie fielen mit dem Roller hin. Jaela war überall aufgeschürft und blutete und Rylans Rücken war ganz offen. Jeala stand unter Schock und Chris wollte mit seinem Roller Rylan ins Krankenhaus fahren. Als Chris wieder kam, sagte er uns, dass er kein Krankenhaus gefunden hatte. Die beiden Geschwister nahmen ein Taxi ins Krankenhaus und wir stellten den total zerkratzen und verschrammten Roller auf die Seite.
Nach dem Schock fuhren wir anderen aber noch weiter zur Amsterdam Bar. Es lief Raggae Musik und der Ausblick über das Meer war gigantisch. Bei Essen und Fruitshakes schauten wir den tollen Sonnenuntergang an und fuhren in der Dunkelheit zu einem Markt. Die anderen aßen sich von vorne bis hinten durch die total gut aussehenden, günstigen kulinarischen Hochgenüsse von Vorspeise, über Hauptgericht bis Nachtisch und ich kaufte solang schöne Souvenirs.
Beim Heimweg sahen wir Rylan und Jaela. Sie mussten beide genäht werden und sollen umgerechnet 400€ für den Roller bezahlen. Von dem Rollerverleih wurden sie nur ausgelacht. Richtig krass und total dumm, dass sowas passieren musste. Das nahm uns alle mit. Hoffentlich zahlt wenigstens die Krankenversicherung für die teure Behandlung im Krankenhaus.
Es war schon halb 10 als wir zurück kamen und ich hatte solche Schmerzen, dass ich gleich schlafen wollte. Die anderen gingen noch zum Strand, Pool, einkaufen und spielten Billard, um den letzten Abend der Geschwister gemütlich ausklingen zu lassen. Als Chris um 3 wieder kam, konnte ich immer noch nicht schlafen und wir guckten noch eine Weile Tatort an 🙂

Liebe Grüße
Nadine

Scootercrew

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Chrissy und Jan

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Scooter Posing 🙂

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Flugrutsche

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Relax 😉

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der schöne Strand

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Krabbe

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Amsterdam Bar

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Auf dem Markt gibts alles

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