Another backpacker, trouble and much rain

Montag 03.08 – Sonntag 09.08.2015

Montags hatten Jona und ich mittags frei, aber es regnete. Wir waren total unmotiviert und saßen nur im Container rum und demotivierten uns gegenseitig. Jack sagte uns, dass er den Strom für eine Stunde abstellt. Er erwähnte nicht, dass auch das Wasser aus bleib und so konnten wir nicht einmal Nudeln kochen oder Kaffee machen. Für über 3 Stunden ging das. Um eine DVD zu gucken als der Strom wieder ging, brauchten wir 3 Fernbedienungen und mussten 3 mal Jack fragen. Das war aber auch einfach zu schwer 😛 es war total chillig beim Regen drin zu sitzen und Filme zu schauen. Obwohl ich „Pineapple Express“ (Kifferfilm) nicht so gut fand wie Jona. Abends haben wir nur einen kleinen Ausflug in den Aldi gemacht. Nach einem Tag Arbeit hatte Jack das Klo in das Backpackerbad versetzt. Das ist nun zwischen Jonas und dem anderen Container.
Am Dienstag räumten wir alle benötigten Sachen von Jacks Haus in die Backpackerküche, richteten ein Bett hin und schippten tonnenweise Kies vor die Container, die bereits im Matsch versanken.
Danach fuhren wir zusammen nach Frankston um unsere neue Backpackerin Sarah abzuholen. Sie ist 21, aus Dänemark und super nett. Wir kamen dann gleich mal zu spät zur Arbeit, aber die Leute wussten Bescheid. Jona und ich haben schon die ganze Zeit englisch miteinander geredet, dass er es schneller lernt. Sein englisch hat sich auch schon in der kurzen Zeit richtig krass verbessert. Es ist auch gut, dass Sarah da ist, dann müssen wir sowieso englisch reden. Als Sarah und ich Freunschaft auf Facebook geschlossen haben, sahen wir, dass wir 2 gemeinsame Freunde hatten. Will und Nick die ich in Laos kennen gelernt hab, haben Sarah in ihrer ersten Woche in Melbourne begleitet. Die Welt ist so klein und es gibt krasse Zufälle. Da Will auch reitet, überlegt er sich sogar sich hier auch zu bewerben.

Ich fahre immer noch jeden morgen zum 1km entfernten, neuen Stall und füttere, miste, mache die Decken runter, lade die Pferde auf den LKW und fege. Eigentlich nix besonderes, dachte ich, aber als David kam, war er begeistert, wie ich das alles manage und meinte, dass das mein eigenes kleines Projekt sei. Er hat recht. Da ich die einzige bin die dort hin kommt ist es sehr viel Verantwortung. Wenn ich z.B. eine Tür nicht richtig zu mache, haut ein Pferd ab und keiner bekommt es mit. Wenn ich vergesse ein Pferd zu füttern, wird es vielleicht zwar nicht verhungern, aber das wäre trotzdem schlecht. Auch mittags gehe ich während der Arbeit immer allein zum neuen Stall. Treuer Begleiter sind immer Hund Sam, die auf mich wartet bis ich fertig bin und dann freudig neben dem Auto herrennt und mein Range Rover, den ich ja nicht so leiden kann.

Am Dienstag bekamen wir Besuch aus meiner Heimat. Linda die ich von einer Whatsapp-Gruppe kenne und schon in Melbourne getroffen habe, kam mit ihrer Freundin Conny. Nachdem ihr Auto unterwegs mitten auf dem Highway den Geist aufgegeben hatte, sie in der Werkstatt waren, unser Gate nicht öffnen konnten und sich auf unseren Track (Sandrennbahn) verirrt hatten, waren sie 3 Stunden später als angekündigt da. In der Zwischenzeit hab ich den Teig gemacht und Jona und Sarah fleißig kiloweise Spätzle geschabt. Leider hielten es Jona und Jack nicht mehr aus wach zu bleiben und so mussten wir Mädels uns an die Käsespätzle halten. Diese kamen auch hier sehr gut an. Endlich konnte ich wieder richtig schwäbisch schwätze, was ich schon total verlernt hatte. Conny kommt zufällig aus dem Nachbardorf von Jona. Nachdem wir sehr lustige, niveauvolle Musikvideos mit Chicken und Banana-Chips gesehen haben und vor Lachen auf dem Boden lagen, ging uns trotz tonnenweise verzehrten Süßigkeiten die Energie aus. Irgendwie waren wir alle total müde und erledigt und sind früh ins Bett. Linda und Conny haben sich eine Matratze im Stockbett über mir geteilt.
Am nächsten Morgen haben wir die Beiden beneidet, weil sie ausschlafen konnten und ich das dringend nötig gehabt hätte. Ich wies ich Sarah ein und zeigte ihr alles. Jona bekam die gute Nachricht, dass er mit auf den Track (Übungsrennbahn) darf. Natürlich hab ich mich total für ihn gefreut, weil wir uns auch so super verstehen, aber fand es sehr schade, dass ich immer noch Boxen misten muss und er nach 2 Tagen „upgegradet“ wurde 😦 nicht gerade das, was ich unter „Farmarbeit in Australien“ verstanden hab, aber mir gefällt es hier ja trotzdem. Dann sollte ich zum ersten Mal nach dem Misten die „Farm“ füttern, das heißt alle Pferde und Kühe auf den Koppeln. Eigentlich sollte mir eine Kollegin zeigen wie es geht und mich begleiten, aber als es anfing zu regnen, entschied sie sich spontan um. In einer 1 sekündigen Erklärung beschrieb sie mir welche Kuh was bekommt und ich war sehr sauer. Im strömendem Regen musste ich mit dem Auto die große Farm abfahren, suchen wo ein Pferd auf einer Koppel steht, mich dran erinnern was das zu fressen bekommen soll und mich drauf konzentrieren, nicht im Matsch stecken zu bleiben. Der Regen wurde immer stärker und auch die Regenjacke und Gummistiefel halfen bald nichts mehr, weil ich ewig zu den Futterstellen auf den Koppeln laufen musste. Ich wollte mit dem Auto umdrehen, aber steckte fest und fluchte so laut, dass man es bestimmt noch in Melbourne hören konnte. Dann musste ich die 1 km lange Hofeinfahrt mit dem großen Auto bei beschlagenen Scheiben rückwärts fahren. Ich sah absolut gar nichts raus. Es gab 3 verschiedene Koppeln mit Kühen und ich war mir nicht sicher, welche ich füttern sollte. Die Säcke mit dem Futter waren so abartig schwer, dass ich sie gar nicht tragen konnte. Ich gab einfach allen das gleiche und wusste, dass das falsch war. Mir egal. Hauptsache die hatten alle was zu essen. Wenn es mir keiner zeigt, kann ich es auch nicht wissen. Ständig bin ich im Matsch ausgerutscht und bis über die Knöchel drin gesteckt. Außerdem hat es sogar seitlich in meine Gummistiefel geregnet. Die Pferde waren alle nervig und an jedem Stromzaun hab ich ordentlich eine gewischt bekommen. Einen Zaun traute ich mich nicht mehr zu zu machen, weil es so weh tat. Ich schaffte es ihn provisorisch zu zu machen und robbte unten durch. Ich wollte immer im Auto warten, bis der Regen weniger wurde, aber das brachte außer viel Zeitverlust rein gar nichts. Nachdem ich endlich fertig war sah ich aus wie ein Schwein, roch wie einen Kuh und war verärgert wie ein Stier. Als dann die da gebliebene Kollegin auch noch fragte, ob ich nass geworden sei (sah ja nicht danach aus), bin ich fast explodiert. Tja da sieht man, dass die Backpacker alle Arbeiten zu machen haben, die sonst keiner machen will. Ich habe mir geschworen, beim nächsten Mal zu sagen, dass ich die Farm nicht mehr füttern werde. Außerdem hatten alle schon Feierabend und Jona und Sarah waren schon längst drin als ich wieder da war.
Meine Laune wurde gebessert, als ich ins Haus kam und Linda und Conny gerade aufgestanden waren. Zum Frühstück gab es Brötchen und Eier und die beiden hatten zu meiner riesen Freude Nutella dabei. Das ist hier so teuer, dass ich es nie kaufe. Wir hatten viel Spaß und viel zu Lachen und Jack schaute so lange nach dem Auto. Nach dem Mittagessen (wieder Käsespätzle, die auch Jona als nicht-Schwabe schmeckten), ging es zum Autohaus, wo wir neue Zündkerzen besorgen sollten. Lindas lustiges Navi war auf englisch eingestellt und sagte z.B. dass man seine Mitfahrer nicht im Auto vergessen soll und unterhielt uns besser als so mancher Komödiant . Als wir uns verfuhren und in einem Wohngebiet landeten, beruhigte uns das Navi mit „no worries“. Wir wussten nicht, dass ein Autohaus so interessant sein kann, aber fanden viele tolle Sachen und verbrachten eine ganze Weile dort. Zurück auf der Farm baute Jack die Zündkerzen ein und sagte, dass es der Motor nicht mehr lange mit machen würde. In einer langen Krisensitzung berieten Linda und Conny sich, während wir wieder an die Mittagsarbeit gingen. Wie immer gehe ich auch mittags in den neuen Stall und Gregor kam mit, um die Pferde zu füttern. Als wir bemerkten, dass eine Box leer war gingen wir auf die Suche nach dem Pferd. Dieses hatte einen Spaziergang gemacht und stand gemütlich am anderen Ende der Farm. Es ließ sich problemlos einfangen und von mir zurück führen. Die Clips an der Türe sind ein bisschen trickreich und wenn man es falsch macht, können die Pferde die Türen öffnen. Gut, dass ich die Boxen an diesem Tag nicht zu gemacht hatte und es somit nicht meine Schuld war.
Wir verabschiedeten uns spät abends ganz nett von Linda und Conny und hoffen, dass wir uns nochmal wiedersehen. Die beiden sind sehr lustig und wir hatten viel Spaß.
Jack war mit 3 Backpackern überfordert und setzte alles daran das neue Backpackerheim so schnell wie möglich fertig zu bekommen. So mussten Jona und Sarah die neue Küche, die TV-Lounge und das neue Bad benutzen und hatten jeder ihren eigenen Wohncontainer, aber ich sollte in Jacks Haus bleiben.
An einem Tag kam Tom und brachte 2 neue Pferde.
Dummerweise regnete es die ganze Woche fast non-Stop, sodass wir nicht mal reiten konnten. Jona hatte es sowieso nach einem Mal schon aufgegeben.
Donnerstags sollte jemand anderes die Farm füttern und ich fragte ob ich mit könnte, um es beim nächsten mal richtig zu machen. Unserer Manager meinte, dass dies nicht nötig wäre. Nachdem ich ihm erklärt hatte, das es mir nie jemand richtig gezeigt hätte, meinte er, dass ich mich einfach besser konzentrieren sollte. Natürlich war ich sehr angepisst, was ich auch deutlich machte. Dann zickten die betroffene Kollegin und ich uns richtig an.
Die Woche konnte ich nicht viel schlafen, weil der Nachbar einen See leer pumpt. Die Pumpe ist direkt neben meinem Fenster und macht selbst nachts einen ohrenbetäubenden Lärm.
An einem Mittag stellten wir fest, dass die Pferdetränken nicht funktionierten. Jack musste kommen und die Wasserleitung reparieren.

Nachdem das Pferd ausgebrochen war, flexte Jack neue Türverschlüsse hin und ich pinselte sie an.

Ich bin immer noch die Einzge die den Mist mit dem Auto weg fährt und umso mehr Regen da ist, desto besser zum driften. Das macht so Spaß. Jona ist am ersten Tag gleich mal gegen einen Koppelzaun gefahren 😉
Seit wir einen neuen TV haben, geht auch der Race-Sender und Jona, Sarah und ich saßen gespannt davor, als 2 unserer Pferde an den Start gingen und wetteten um Schokolade wer gewinnt. Einmal gewann Jona und ein mal ich und eins unserer Pferde wurde 3.
Samstags war schönes Wetter und weil ich Nachmittags frei hatte, konnte ich nach genau einer Woche mein Kuhpony wieder reiten. Die beiden Mädels stehen seit letztem Samstag auf einer Koppel neben dem Reitplatz. Sonst musste ich immer 1km laufen, Gipsy holen, sie wieder weg bringen, Precious holen und wieder weg bringen und so waren das jeden Tag 6 km Laufweg.

Ich hatte mich schon drauf eingestellt und Gipsy war sehr „lustig“. Immer wollte sie bocken und los rennen und schüttelte mit dem Kopf und Precious rannte neben uns auf der Koppel her. Das war aber nie böse und für ein 4 jähriges Pferd das eine Woche nur auf der Koppel steht bei dem kalten Wetter total nachvollziehbar. Ich bin sie eine ganze Weile geritten und Kate hielt mit dem Auto an um uns zu zu gucken.
Samstag abends guckten Jona, Sarah und ich noch Filme und ich ging sehr früh ins Bett.
Sonntag war Jona`s und mein freier Tag und der einzige Tag in 2 Wochen an dem ich ausschlafen kann, nachdem ich jeden Tag um 4 aufstehen muss. Es ist bestimmt nachvollziehbar, dass ich es nicht lustig fand um 6 von Staubsaugerlärm geweckt zu werden. Als ich Jack darauf ansprach warum er das um die Uhrzeit mache müsse, entgegnete er, dass das zu seiner Routine gehört und er sowas immer gleich machen muss. Ich war nicht sehr begeistert und sagte ihm das auch.
Weil ich dann nicht mehr schlafen konnte bin ich in aller Frühe Gipsy und Precious geritten. Die waren total gut und Gipsy wieder „normal“.
Mittags beschlossen wir einen Tagesausflug ins 2 Stunden entfernte Geelong zu unternehmen. Dort fand ein Springturnier statt. Dieses war sehr ländlich und total provisorisch. Es gab 2 Rasenspringplätze nebeneinander, es gab eine Sprecherin, die für beide Plätze ansagte, es gab weder Deko, noch Pflanzen an den Sprüngen und nichts zu essen oder trinken. Dafür reisten die meisten Teilnehmer mit riesen Anhängern oder sehr großen Trucks an. Normale Pferdeanhänger gabs nicht. Dafür muss man sagen, dass das Niveau höher war, als bei unseren ländlichen Turnieren. Man sah harmonische, kontrollierte, pferdefreundliche Ritte in der Überzahl. Wir fragten eine Dame wie das denn so abläuft und ob man Mitglied sein muss um ein Turnier zu reiten. Sie brachte uns direkt zu Managerin, mit der wir uns ewig unterhielten. Wir fragten sie Löcher in den Bauch und die beantwortete uns alle Fragen gerne. Auch von der Meldestellendame erfuhren wir einiges und sie zeigte uns auch die Internetseite. Wir hatten dann schon im Kopf, unbedingt Kate fragen zu müssen, ob wir auch mal ein Turnier mitreiten könnten.
Sonst sahen Pferde und Reiter aus, wie in Deutschland auch, aber die Platzierten bekamen keine Schleifen sondern Bänder um die Pferdehälse, gleich das Preisgeld in die Hand gedrückt und es gab keine Ehrenrunde. Es war total interessant ein Turnier hier zu sehen und obwohl es sehr kalt war und keine Zuschauer hatte, freuten wir uns den Weg angetreten zu haben. Anschließend gabs den Wocheneinkauf, WLAN schnorren im Mc Donalds und The Voice im TV.

Grüße von der Farm
Nadine

Mein Lieblingskuhpony

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Doofes Wetter

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So werde ich jeden Morgen begrüßt

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Mein Dienstwagen

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Sonnenaufgang am neuen Stall

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endlich wieder Brötchen – Luxus !

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Beste Schokocroissants

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Schotter schippen

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Unsere Wohnsiedlung

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Pferd steht im Futtertrog

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Spätzle schaben

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Farm füttern – bis zum Knöchel steht man im Matsch

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Die Kühe haben hunger

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Frühstück mit Linda und Conny

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Endlich wieder Nutella 😉

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Sam

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Lindas Auto

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Führanlage

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Jona und Sarah

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Viele Backpacker auf einem Haufen

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Conny und Sam

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Das mussten wir kaufen

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was es alles gibt

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Shoppen im Autohaus kann Spaß machen

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Käsespätzle

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Regenbogen

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neue Türverschlüsse

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Jack am flexen

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Jona und Jenny

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Sehr gesundes Essen *räusper*

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After every rain comes the sun

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Meine Miste zum driften

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Sarah und ich

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Gipsy und Precious auf der neuen Koppel

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Auf zum Reitturnier

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Mein Glücksbringer Känguru

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Jona hat immer Hunger

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Reitturnier

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WLAN schnorren im MC Donals

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The Voice im TV

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Mystery Flip Flops

Eines der wichtigsten Dinge unter Backpackern sind wohl die guten alten Flip Flops. Hier 17 Fakten. Darf gerne in den Kommentaren ergänzt werden 🙂

1.) Flip Flops gehen immer: bei Sonne, am Strand, beim Feiern, bei Regen, beim Fliegen, im Restaurant, die Flippis sind ein MUSS

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2.) Ein Backpacker besitzt in seinem Leben durchschnittlich 5-6 Paar
3.) Etliche Reparaturversuche, wie Blatt Papier, Toastbrotverschluss oder andere, sind meist nur von kurzer Dauer.

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4.) Flip Flops sind der Inbegriff von Wanderlust
5.) Das Zitat: „I travelled the world in Flip Flops“ trifft auf die meisten Backpacker zu
6.) Mit den geliebten Flippies kann man Berge bezwingen, Urwaldtrekking machen und vieles mehr.
7.) Sie werden erst weg geschmissen, wenn es wirklich gar nicht mehr anders geht und dann weint das Herz mit.
8.) Diese Schuhe haben viele Vorteile: günstig, bequem, praktisch, leicht, passen überall rein, gibts in allen Farben, fast nie hat jemand die selbe Ausführung, man bekommt sie (fast) überall
9.) Man kann keine Blasen und Käsefüße bekommen, dafür Hornhaut
10.) Sie sind der perfekte Begleiter in Hostelduschen
11.) Auch sehr viele Einheimische lieben diese Schuhe
12.) Die Flip Flops bekamen ihren Namen weil sie beim Laufen Flip, Flop, Flip Flop machen
13.) In Ländern wo man überall die Schuhe ausziehen muss, sind Flip Flops praktisch.
14.) Der Name flip-flop wurde von Triathletin Stefanie Schulze 1997 patentiert (Quelle: Wikipedia)
15.) Jedes Jahr werden über 200.000 Paare verkauft (Quelle: Wikipedia)
16.) In vielen Ländern heißen sie einfach nur: sandals
17.) Eine gern gesehene, weniger ästhetische Version ist die mit Socken drunter.
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A Backpackers Life

Da ich mich seit einigen Wochen in diesem Lebensstil befinde, beschreibe ich nun mal für Außenstehende das Leben eines Backpackers:

Mich erinnert es an ein Festival oder eine Klassenfahrt ohne Lehrer:

  • man tut worauf man Lust hat
  • man hat absolut kein Zeitgefühl: „welcher Tag ist heute?“
  • man guckt nicht auf die Uhr und isst, wenn der Magen knurrt
  • einige spielen mitten am Tag Bier-Pong oder Flunkyball
  • das Grundnahrungsmittel vieler Backpacker ist Bier oder Goon 🙂
  • das ganze Hab und Gut passt in einen Rucksack und die Leute haben ihr Leben mit ca. 10kg auf dem Rücken
  • es ist scheiß egal wie man aussieht (Schminken und Haare machen wird überbewertet), es interessiert eh keinen
  • man steht auf wann man will und tut dann wonach einem ist (Pläne gibt’s in den meisten Fällen nicht)
  • Wildfremde werden in kurzer Zeit zu Freunden
  • Backpacker vertrauen sich gegenseitig und halten zusammen
  • mit einer Gruppe Backpackern lässt es sich super feiern
  • Backpacker probieren (fast) alles an Essen und Trinken und es ist egal was es ist
  • Backpacker sind minimalistisch
  • Backpacker sind sehr kreativ, weil sie meistens kein Geld haben
  • es ist egal was man für ein Hostel hat, hauptsache ein Bett
  • Waschmaschinen werden überbewertet (Wozu gibt’s Duschen und Duschgel?)
  • Das Unerwartete wird zum Normalfall
  • Backpacker lassen sich treiben und wissen oft nie, wo sie nächste Woche sein werden
  • Backpacker sind sehr spontan und offen für (fast) alles

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Great View Day

Dienstag, 21.04.2015

Heute sind wir früh aufgestanden, um Sightseeing zu machen. Leider war das Auto immer noch nicht repariert, aber mit zwei Taxis und der Bahn ging es in die Stadt.
Erster Stopp waren die Petronas Twin-Towers, die mit 375m das 8. höchste Gebäude der Welt sind. Es war sehr beeindruckend davor zu stehen und die Massivität war gigantisch. In den Türmen gibt es Bürogebäude, weswegen sehr viele gut angezogene Leute da waren und außerdem gibt es eine Shoppingmall und ein Essenscourt, wo ich typisch Malayisches Essen probiert habe. Die Preise sind hier auch günstig und so zahlte ich für eine Monsterportion, Suppe und Wasser nur 3,50€.
Die Türme werden mit der höchsten Skybridge der Welt (170m) verbunden. Die 21€ für die Sicht vom Dach haben wir uns aber gespart und wollten lieber einen Drink in der Skybar genießen. Die „Marini’s on 57“ liegt wir der Name schon sagt, im 57. Stock. Bevor es mit dem Aufzug hoch ging, musste ich meinen Hut abgeben, den der Mann nur mit 2 Fingern anfasste und der strenge, auf Schildern geschriebene Dresscode entsprach leider nicht dem, was ich an hatte. Trotzdem fanden wir uns ein paar Minuten später auf schwindelerregender Höhe wieder. Alles ist edel, es gibt Leute die den Aufzug bedienen, einem die Tür aufhalten, die Jacke abnehmen, Securitys, usw. Ich hatte schon damit gerechnet, dass man die Aussicht in den Getränken zahlt, aber für 3,50€ kühles Bier inkl. einer Schachtel Popcorn, war ich positiv überrascht. Von der überdachten Außenterrasse konnte man viele gute Bilder machen.
Danach haben wir uns das Aquarium angeschaut. Es hatte viele Fische die ich noch nie gesehen habe und viel schönere als beim Tauchen. Außerdem konnte das Aquarium große Schildkröten, gefährliche Haie, Riesenrochen und Piranhas zeigen. Bei der Fütterungsshow warfen 2 Taucherinnen den Fischen Futter hin und es sah cool aus, wie die großen Tiere in einem Schwarm um jeden Bissen kämpften. Das Aquarium war neu, sehr modern, es hatte überall Bildschirme, es gab einen riesigen Fischtunnel und sehr sehr viel zu sehen. Der Eintritt für 13€ war ok.
Bei der Rückfahrt wurden wir leider vom Taxifahrer abgezockt und zahlten mehr als doppelt so viel wie bei der Hinfahrt. Auch der Protest von Elvis nutzte nichts.
Drei Mal dürft ihr dann raten, was es zurück in der Wohnung zum Abendessen gab 😀
Fix und fertig vom vielen Laufen, fiel ich abends ins Bett.

Höhenreiche Grüße
Nadine

Gado`s und Elvis Wohnung

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Kuala Lumpur

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Twin-Towers

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Vor den Towers

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Essen

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Wasserspiele

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Aquarium

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Skybar/Rooftop-Bar

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Without Car no City

Montag, 20.04.2015

Da Gado heute eine Schulung hat, sind wir alle früh aufgestanden. Zuerst wollten wir mein Buch am Flughafen holen, das ich im Flieger vergessen hatte. Das Wetter war heute super. Nach einem langen Act habe ich erfahren, dass das Buch verschwunden ist. Lange Geschichte, aber leider mussten wir ohne Buch wieder fahren.
Die beiden Jungs lassen sich durch gar nichts aus der Ruhe bringen und so waren wir noch einkaufen, obwohl die Schulung schon seit einer halben Stunde angefangen hatte und Gado erst noch einen Kumpel holen und uns heim fahren musste.
Leider konnten wir dann nichts unternehmen, weil Elvis Auto in der Werkstatt ist und die beiden nicht direkt in Kuala Lumpur wohnen. So chillten wir den ganzen Tag, guckten TV und ich erledigte noch ein paar Sachen und machte meine Wäsche.
Abends kochte Elvis was typisch Afrikanisches: Zunge, Fischsuppe und eine Art Brei (heißt Egusi Soup and Suji). Als der ganze Fisch in der Küche rum lag, bin ich erschrocken und als Elvis auf der Zunge rum kaute, würgte es mich. Er hat ganz typisch afrikanisch mit den Händen gegessen und ich blieb wieder bei Nudelsuppe. Danach sind wir noch an den Pool der Anlage gesessen, den man kostenlos benutzen darf.
Da da WLAN hier ausnahmsweise super ist, machte ich FaceTime mit Mom, die gleich auf die Seite vom auswärtigen Amt gehen musste. Was wir da gelesen haben, war nicht gerade positiv, aber ich passe schon auf 😉 http://www.auswaertiges-amt.de/sid_DDF39871DF987DB5547DBA9A8AF7FF37/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/MalaysiaSicherheit_node.html
So ging der chillige Tag gemütlich zu Ende.

Liebe Grüße
Nadine

Anlage der Wohnung

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Elvis am Kochen

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Wohnzimmer

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Mein Zimmer

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Unser Abendessen

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Take me to Church

Sonntag, 19.04.2015

Ich wurde ganz nett von den Klängen sehr guter afrikanischer Musik geweckt. Da die Jungs nie Frühstücken und somit nichts da haben und es hier keine Bäcker gibt, kochten sie mir Nudelsuppe die ich liebe. Ich darf hier nicht mithelfen und werde bedient 😀 Auf meinen Wunsch hin, tanzten und sangen Elvis und Gadu und die beiden haben es echt drauf.
Mittags ging’s zum Fußballspiel von Gadu in die Stadt. Ich hätte mir einen Fußballplatz in Kuala Lumpur echt besser vorgestellt: die Linien waren fast nicht mehr sichtbar, die Tore alt, es gab keine Zäune, keine Ersatzbank, der Rasen ist nicht gemäht oder gepflegt, es gibt keine Umkleidekabinen und die Jungs mussten sich im Clubraum umziehen wo wir anderen alle auch waren. Ein Einlaufen erlebten wir auch nicht. Die Trikots waren nicht sauber gewaschen und jeder musste seine eigene Wasserflasche mit bringen. Es gab auch keinen Würstchenstand, o.ä. Zuschauer waren auch nicht viele da, aber ich wurde sehr freundlich empfangen und alle fragten mich woher ich komme und wie es mir gefällt. Vor dem Spiel gewitterte es heftig aber nach ein paar Minuten scheinte die Sonne. Leider verlor die Mannschaft 2:4. Nach dem Spiel duschten sich die Spieler mit Gartenschläuchen draußen 😀
Mitten in der Stadt gingen wir dann in den Gottesdienst der katholischen Kirche „St. John“. Diese war weiß, sehr groß und es waren so viele Menschen da, sodass wir draußen stehen mussten, weil wir zu spät kamen. Die Jungs sagten mir, dass normalerweise noch mehr los sei und es sogar 2 Gottesdienste am Tag gäbe. Sie gehen jeden Sonntag. Die Lieder deren Texte auf LED-Bilschirmen liefen, waren total schön, es waren viele dunkelhäutige Menschen und sehr viele verschiedene Kulturen vertreten, der Pfarrer hat es alles interessant gemacht und das beste war, als der Pfarrer das Zeichen zum Frieden gab, drehten sich alle Menschen zueinander, verbeugten sich und gaben sich die Hand. Das war ein richtiges Gänsehautgefühl, weil hier auch Fremde so viel Respekt voreinander haben.
Mit dem Auto sind wir dann durch Kuala Lumpur gefahren und im Dunkeln sieht es total schön aus. Die Gebäude sind riesig, es ist modern, sauber groß und das komplette Gegenteil von Bangkok und Vientiene. Es erinnert mich sehr an Los Angeles.
Mit 2 Freunden der beiden sind wir in einer Reggae-Bar Essen gewesen, es war sehr lecker und ich wurde eingeladen 😉 es hatte viele andere Backpacker da. Die Jungs spielten Billard und es gab Bier aus einem Bierspender was geschickt ist, weil man sich selbst kühles Bier zapfen kann, wenn man leer hat.
Zum Abschluss des Abends ging es in eine richtig schöne, große Bar auf einer Straße wo sich viele Pubs, Bars und Clubs aneinander reihen. Hier hat man eine große Auswahl, die schmale Straße ist sehr gemütlich und schön. Wir hatten alle einen sehr tollen Abend.

Kuala Lumpurische Grüße
Nadine

 

Fußballspiel

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Rechtslenker

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Kirche

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Billard spielen

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lustige Schnäpse

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„Bierbucket“

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meine Hosts (im weißen Elvis und vorne rechts Gadu) und deren Freunde

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The early bird flys to Kuala Lumpur

Samstag, 18.04.2015

Wer mich kennt weiß, dass Fliegen nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung ist. Da ich aber einen günstigen Flug gefunden hab und es einfach und schnell ist, quälte ich mich nach nur 3 Stunden Schlaf aus dem Bett um nach Kuala Lumpur (Malaysia) zu fliegen. Den Kommentar vom Rezeptionist, dass ich gut aussehe, konnte ich damit nicht ernst nehmen 😉 Das Tuk Tuk brachte mich zum Flughafen und ich war so früh da, dass ich noch nicht mal mein Gepäck aufgeben konnte. Da es aber meine Panik lindert wenn ich rechtzeitig dran bin, machte es mir nichts aus, dass ich 3 Stunden am Flughafen rum saß. Der Flughafen ist sehr klein und ich konnte mich schnell zurecht finden. Mein Geld hatte ich perfekt geplant und gab die letzten Cent für ein Frühstück aus. Beim Gepäck waren 20kg erlaubt und ich hatte 19,9 😉
Mit meinem Lieblingsplatz am Fenster an den Tragflächen für den ich 4€ investiert habe, sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Als der Pilot aber noch am Boden verkündete, dass das Wetter in Kuala Lumpur schlecht sei und der Flug „bumpy“ (unruhig/holprig) werden würde, wurde ich wahrscheinlich kreidebleich, suchte zitternd meine Wunderpillen und fragte die Stewardess panisch nach Wasser für diese. Meine Nerven lagen also schon vor dem Start blank und nach dem letzten Absturz war AirAsia auch nicht gerade meine erste Wahl.
Der Flug war aber sehr gut und die 3 Stunden vergingen schnell. Ich glaube ja die Tabletten haben nicht so gut geholfen, aber das Wetter in Kuala Lumpur war super.
Der Flughafen in Kuala Lumpur ist riesig und erinnert eher an eine Shoppingmall. So musste ich ewig das Gepäckband und den Ausgang suchen.
Ich habe einen super netten Amerikaner und seine süße Tochter kennen gelernt die mich eingeladen haben, kostenlos in deren eigenem Hotel in Bali zu wohnen. Eine andere Frau aus Thailand reist auch allein um die Welt und sie bot mir an mir die Stadt zu zeigen und mich vom Flughafen in die Stadt zu fahren, weil ihre Familie hier wohnt.
Draußen wartete aber schon Gado, bei dem ich die nächsten Tage schlafen werde. Über die Seite „Couchsurfing“ habe ich ihn kennen gelernt und da übernachtet man kostenlos bei Leuten die einem die Stadt zeigen und kocht im Gegenzug mal oder so. Er war Fußballprofi bei der FIFA, bevor er sich letztens das Knie verletzt hat und nun ist er Scout und sucht junge Spieler. Er ist in Afrika geboren und aufgewachsen und lebt seit 4 Jahren in Kuala Lumpur wegen dem Fußball.
Die Luftfeuchtigkeit ist hier höher als in Thailand und mit 34 Grad ist es drückend heiß.
Kuala Lumpur ist sehr groß und industriell. Zuerst sind wir zu Gados Freund und dessen Freundin gefahren, die eine hammer geile Wohnung im 10. Stock eines Hochhauses haben. Der Blick vom Balkon war gigantisch und wir saßen eine Weile da und redeten. Der Kumpel telefonierte dann kurz, 5min. später klingelte es an der Tür und 4 Magnum wurden uns gebracht. Das nennt man Luxus 😉
Danach waren wir zu Dritt essen und das Essen ist genau so gut wie in Thailand.
Die Wohnung ist groß, ordentlich und ich habe ein eigenes Zimmer. Die Anlage auf der sich die Wohnung befindet, sieht aus wie eine Hotelanlage, hat einen Sicherheitsdienst mit Schranke und einen kostenlosen Pool.
Der andere ebenfalls afrikanische Mitbewohner „Elvis“ ist auch total nett. Wir saßen lange auf dem Sofa, redeten, erzählten uns gegenseitig über unsere Kulturen und die Jungs fragten immer, ob es mir gut geht oder ich was brauche oder Hunger hab und waren mega cool und total gastfreundlich. Es kamen noch andere afrikanische Freunde der beiden vorbei und es war lustig. Die anderen gingen noch weg, aber ich blieb in der Wohnung, weil ich so müde war. Echt krass wie man jemandem den man ein paar Stunden kennt, seine komplette Wohnung anvertraut.

Couchsurferische Grüße
Nadine

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Ladyboys, Bed Bugs and other curiosities

Freitag, 17.04.2015

Der Tag war chillig und weil ich Kopfweh hatte, blieb ich lang im Bett, schwamm im Pool und las mein Buch weiter.
Als ich rote, juckende Punkte an meinem Körper entdeckte, war ich erst optimistisch und glaubte an Mückenstiche, aber leider hatte es mich nun auch erwischt. Nach Astrid und vielen vom Hostel, war ich nun auch von Bed-Bugs (Bettwanzen) befallen. Diese verbreiteten sich wohl schnell im Hostel und waren trotz täglicher Bettzeugreinigung und heißem Wasser nicht verschwunden. In der Apotheke gabs eine Salbe die zum Glück das Hostel zahlte. Ich bekam für die letzte Nacht auch ein Upgrade in ein Einzelzimmer mit Klimaanlage (bisher hatte ich nur Ventilator).
Abends ging’s mit Astrid und Max ins Bamboo-Restaurant, das vegetarisch ist. Astrid und mir als Vegetarierinnen schmeckte das Essen super und sogar Max war begeistert.
Mit Amanda und Jill trafen wir uns vor der Ladyboy-Show und diese war absolut gigantisch.
Die Kostüme waren aufwändig, das Make-up perfekt, die Tänze völlig synchron, die Musik stimmungsvoll, die Körper modellhaft, die Haare lang und die Show hatte alles was dazu gehört. Es wurde sehr viel gelacht, geklatscht und das Publikum war in perfekter Stimmung. Einmal wurde ein Junge aus dem Publikum geholt und betanzt und ihm wurde an seine heiligen Stellen gefasst 😛 ein anderes Mal war ein Ladyboy auf einer Seite als Frau und auf der anderen als Mann verkleidet und ein weiteres Highlight war, dass sich einer von einer Frau zum Mann rückverwandelt hat. Die Männer sahen sowohl als Männer als auch als Frauen total gut aus. Irgendwie schade, dass sich in Deutschland nicht viele Ladyboys outen. Da nervt mich doch oft das viel zu engstirnige Denken. Es können sich viele Deutschen noch eine Scheibe der Toleranz anderer Länder abschneiden.
Nach der Show lauschten wir bei ein paar Bier der gigantischen Stimme einer Sängerin bei super Livemusik mit Top-Band, wo ein Mädel aus dem Publikum auch zeitweise gesungen hat.
Nach dem Packen war es schon 2 und ich fiel müde ins Bett meines tollen, neuen Luxuszimmers (hoffentlich ohne Bed-Bugs).

Letzte Grüße aus dem tollen Thailand
Nadine

Chiang Mai

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Straßenstände

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Chiang Mai

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Ladyboy-Show

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Amanda, Max, Jill, Ladyboy, ich, Astrid

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Astrid, Jill, Ladyboy, Amanda, ich

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Band

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Flight of the Gibbon and Monk Chat

Donnerstag, 16.04.2015

Um 6 wurden Nausheen (Nashin ausgesprochen, was oft zu Verwirrungen führt, weil es sich anhört wie Nadine) und ich vom Hostel abgeholt und nach der einstündigen Fahrt waren wir im Dschungel.
Heute stand Zip-Lining auf dem Programm. Da rast man an großen Seilbahnen wie die Gibbon-Affen durch den Regenwald. Die Natur ist hier (bis auf die natürlich gehaltenen Zip-Lines) total unberührt und es sah ein bisschen aus wie im Dschungel-Camp.
Die Gruppe war total cool, wir waren zu 7. und die Australierinnen lachten wie die Hühner. Unsere sehr jungen Guides „Got“ und „Ton“ waren für jeden Spaß zu haben, zeigten uns lustige Sachen an den Seilbahnen und es war total cool, durch den Wald zu fliegen und sich alles anzuschauen. Natürlich haben wir auch freilebende Gibbon-Affen gesehen, die sehr groß sind, keinen Schwanz haben und nicht schwimmen können. Außerdem ging es über 3 sehr hohe, unstabile Hängebrücken.
Unter anderem gab es eine 800m lange Zip-Line, bei der man sau schnell wurde, ein Superman, bei dem man am Rücken aufgehängt wird und im freien Fall von der Plattform springen muss. Es gibt insgesamt 33 Stationen und 5km Zip-Lines und sehr viel Spaß. An 2 Stationen mussten wir uns umarmen und an Zip-Lines nebeneinander her fliegen. Zwei mal wurden wir auch abgeseilt und das zweite Mal von einen 40m hohen Baum, was auch viel Spaß gemacht hat. Unter anderem mimten wir bei Seilbahnen den Buddha, durften kopfüber hängen und viel mehr. Bei den Wanderungen durch den Urwald erzählten uns die Guides viel über die Natur und der eine Guide fand Nausheen ganz toll und machte ihr ständig Komplimente 😉 Zwei Frauen und ein Mann von Australien, die zusammen in einem Krankenhaus arbeiten, waren so cool drauf und super lustig und luden mich ein, sie zu besuchen, wenn ich in der Nähe bin. Nach dem 2 stündigen, coolen, actionreichen Abenteuer im Dschungel, gab es ein reichhaltiges, vielseitiges asiatisches Essen im Restaurant, das gut und im Preis mit inbegriffen war. Infos zum Flight of the Gibbon: http://www.treetopasia.com/thailand-holiday/chiang-mai
Beim anschließenden Ausflug zum Wasserfall sind wir bis ganz hoch gelaufen und hatten einen schönen Blick.
Um 12 waren wir schon wieder im Hostel und sind mit Astrid und Max los gezogen um was zu Essen zu suchen. Nach 2 Stunden fanden wir endlich was und die Hitze machte uns alle fertig.
Ein weiteres Highlight des Tages, war der Monk-Chat. Mönche die englisch lernen, stellen sich allen Fragen. „Unser“ 23 jähriger Mönch „Tiger“ erzählte uns über eine Stunde lang von seinem Leben, dem Studiengang zum Mönch, den Regeln, der Meditation und vielem mehr. Wir 4 fragten ihn Löcher in den Bauch. Interessant war, dass jeder Mensch (Frau oder Mann) Mönch werden kann, sie sich den Tempel aussuchen dürfen, nichts zahlen, Fleisch essen dürfen, beim Meditieren an nichts denken, in dem Kloster 100 Mönche Leben, die meisten Mönche nur ein paar Wochen oder Monate Mönch sind und die Kinder ab 8 in den Schulferien zum Kurzzeit-Mönch werden. Tiger lud uns ein, ihn am nächsten Tag in seinem eigenen Kloster zu besuchen und gab uns seinen Facebook-Namen. Ja: die Mönche Haben tatsächlich Facebook und Mail 😀 Wir haben sehr weise Worte gehört, andere Sichtweisen kennen gelernt, eine neue Religion verstanden und konnten alle auch persönlich viel von dem sehr intensiven Gespräch mitnehmen.
Abends ging es zum Abschied von Nausheen in eine Rooftop-Bar von der man über Chiang Mai sieht. Wir hatten alle einen tollen Abend, haben viel geredet und gelacht.
Fix und fertig sind wir tief in der Nacht ins Bett gegangen.

Ziplining Grüße
Nadine

 

Sonnenaufgang (der frühe Vogel, …)

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Restaurant beim Zip-Lining

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Unsere Guides und Nasheen und ich

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Essen mit unserer lustigen Gruppe

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Gruppenfoto

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Wasserfall

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Nasheen und ich

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Tempel des Monk-Chats

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Tiger und wir

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„Schulmönch“
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Was ist das für ein Toilettenschild ? 😀

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Blick von der Rooftop-Bar

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Astrid und Max in der Bar

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Scooter day Chiang Mai

Mittwoch, 15.04.2015

Mit Astrid (Deutschland), Max (Holland) und Nekita (Kalifornien) mietete ich mir mal wieder einen Roller und machte Chiang Mai unsicher. Nekita traute sich bei mir mit drauf und es ist immer faszinierend, dass einem fremde Menschen vertrauen, obwohl immer so viele Unfälle mit Rollern passieren. Sie lobte sogar meinen Fahrstil 😀 Hier herrscht dummerweise Helmpflicht was gefährlich ist, weil die Helme bei jeder Bodenwelle nach hinten rutschen und einen strangulieren.
Hier zu fahren ist komplett anders als auf den Inseln. Chiang Mai ist nach Bangkok die 2. größte Stadt Thailands und somit herrscht Großstadtverkehr. Die Straßen sind aber perfekt und es gibt nur eine Verkehrsregel: jeder fährt wann er will. Ampeln werden gekonnt ignoriert und auch Geschwindigkeitsbegrenzungen scheint es nicht zu geben 😛 Roller fahren gehört hier definitiv zu einen meiner Lieblingsbeschäftigungen und man kann einfach zwischen den Autos durch fahren und an Ampeln vorne stehen.
Es ging breite, perfekte Serpentinenstraßen hoch, wo es sehr schön war.
Der erste Halt war am „Doisutcap“, einer der berühmtesten Sehenswürdigkeiten hier. Nach dem Erklimmen der 300 Stufen, erwartete uns eine sehr große, gepflegte Tempelanlage und bisher auf meinem Trip die größte Touristenansammlung. Kleine Kinder in schönen Kostümen tanzten und es gab viel zu sehen, wie Buddhastatuen, Glocken, usw.
Beim Viewpoint ein paar Kilometer weiter konnte man ganz Chiang Mai sehen und das ist wirklich riesig. Außerdem hatte man Blick auf den Flughafen, von welchem aus ich fliege.
Eigentlich wollten wir danach zu den Wasserfällen, aber die waren zu teuer und der Zoo schloss eine Stunde später.
So sind wir einfach drauf los gefahren und am anderen Ende der Stadt gelandet, das seeeeehr weit weg war. Immer den Schildern zu einem anderen Wasserfall folgend, freuten wir uns schon aufs Baden. Leider führten uns alle Schilder dort hin absolut in die Irre und nach einer Stunde gaben wir auf. Nach dem Weg fragen ist in Thailand genau so unnötig, wie in Deutschland jemanden etwas über Buddha zu fragen. Zum Glück fanden wir einen weiteren schönen Tempel, in dem keine Touristen waren, dafür viele Mönche, die die Sonkran-Zeremonie abhielten. Den Sonnenuntergang hat man wegen der Wolken leider nicht gesehen, aber wir verbrachten lange Zeit ungestört im Tempel.
Beim ewigen Rückweg im Dunkeln hörten die Leute leider immer noch nicht mit Sonkran auf, sodass wir im vorbei fahren mit Buckets getränkt wurden, was sehr weh tut und wenn wir gerade wieder trocken waren, ging es von vorne los. Mein Rucksack und der Reiseführer waren trotz Schutz patschnass und zum Glück hatte ich die Kamera im Rollersitz. Irgendwann als die Leute das sogar am Highway machten, waren wir sehr genervt und sagten nicht nette Dinge. Zurück in der Stadt wurde es noch schlimmer und da das Wasser nun gar nicht mehr abfließen konnte, kämpften wir uns mit den Rollern durch Bäche. Dann verloren wir auch noch Astrid und Max und verfuhren uns wieder mal 😀 In Chiang Mai ist es definitiv nicht einfach sich zurecht zu finden.
Nachdem wir im Hostel angekommen und uns getrocknet hatten, ging es zu Fuß zum Nachtmarkt wo wir beim Abendessen den gelungenen Tag gemütlich ausklingen ließen.

Waterscooter Grüße
Nadine

Der Roller hat meine Farbe & das Schaf fährt mit 🙂
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Tempel
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Die Buddhisten müssen die Glocke berühren
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Tanzende Kinder im Tempel
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Max (Holland) Astrid (Bamberg) Nekita (Kalifornien) ich
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Aussichtspunkt im Tempel
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Chiang Mai von oben
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Tempel
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neuer Tempel weiter weg

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