Life ain’t no ponyfarm

Donnerstag, 01.10. – Samstag 03.10.2015

Aylin und ich sind ein sehr gutes Team. Ich sage ihr immer was sie machen „soll“ und achte darauf, dass wir beide gleich viel machen. Ich hole die Pferde, putze und sattle sie und Aylin bringt die anderen Pferde aufs Laufband und wäscht die Pferde nach dem Reiten am Abspritzplatz. So funktionierte alles super. Unsere Chefin Jenny war da und wie ich schon erwähnt habe, ist diese immer sehr fleißig. So hatten wir wieder fast keine Pause und mussten sehr viel Arbeiten.
An den 3 Tagen hatten wir Sage und Schreibe jeweils 12 Stunden-Tage ! Das nennt man meiner Meinung nach moderne Sklaverei. Vor allem für das Geld. Außerdem kann man es unserer Chefin nie recht machen. Und umso mehr man macht, desto mehr kritisiert sie einen. So weiß ich nicht ob es besser ist, weniger zu machen oder mehr. Ihr fallen auch immer ganz abenteuerliche Aufgaben ein, dass wir ja nie rechtzeitig fertig werden.
An einem Tag wollten wir wie immer um halb 5 füttern. Wir kamen mit dem beladenen Quad an ihr vorbei als sie uns stoppte. Sie gebe gerade Reitunterricht und will, dass wir mit dem Füttern warten.
Ihr fiel dann ein, dass sie noch ein Pferd reiten muss. Dieses sollten wir satteln und auch ein anderes das ich reiten sollte. Als ich aufsteigen wollte fragte sie mich, ob ich das Pferd nun reiten will. Ja das hatte sie mir doch gerade gesagt ? Auf jeden Fall bin ich das eine Pferd geritten (das ich schon mal geritten bin) und sie das andere. Das war gut, aber als wir fertig waren dämmerte es schon. Also Pferde absatteln, abduschen und schnell weg bringen. Das Dumme ist, dass man eigentlich im Dunkeln nicht füttern kann. Außerdem mussten wir jedem der 20 Pferde beide Decken für die Nacht drauf machen. Da die 4-Beiner ja alle auf Paddocks stehen, gibt es kein Licht und im Dunkeln mussten wir die Pferde und die Decken finden. Das Gefährliche ist auch die Fohlenkoppel. Diese ist sehr groß und die Kleinen sehr wild. Wenn man nichts sieht und mit dem Quad da drin rum fahren muss, ist das nicht spaßig. Zum Glück wurde niemand verletzt. Es war schon 7 als wir endlich fertig waren und wir waren sehr sauer. Das mit dem Reiten hätte unserer Chefin auch früher einfallen können und war bestimmt eine Strafe. Außerdem hat keiner der beiden geholfen und statt dessen hat unser Chef den Reitplatz mit dem Traktor durchgefahren.
Am Freitag war es das erste Mal so warm, dass wir in den Pool konnten. Wir hatten zwar nicht viel Zeit, aber zwischen der „normalen Arbeit“ und dem Füttern kühlten wir uns kurz ab. Der Tag war schön sonnig, aber das Wasser noch sehr kalt. Ganz Vegetarier und Tierfreund war ich, als ich alle Marienkäfer die unfreiwillig baden gingen aus dem Pool rettete. Unsere Chefs verschwanden irgendwann und dann konnten wir mal früher füttern und auch endlich einkaufen. Dazu fehlte die letzten Tage die Energie.
Brissie kam morgens zum Nachbar in die Werkstatt, weil ein Licht blinkte in einer Anzeige. Dieser sagte er habe alles gecheckt, aber das Auto ist einwandfrei. Er wollte nicht mal Geld dafür. Trotzdem kaufte ich ihm Bier.
Dann hab ich noch erfahren, dass in der Nacht vom 3. auf 4. Oktober Zeitumstellung ist. Jungs aus Aylins altem Hostel haben ihr das gesagt. Erst glaubte ich das nicht, aber Google bestätigte diese Aussage. Nun sind es in dem Staat New South Wales wo ich bin sage und schreibe 9 Stunden Zeitverschiebung zu Deutschland und wenn in Deutschland Winterzeit ist, sogar 10. Echt nervig und sehr schwer so Kontakt zu Deutschland zu halten.
Im TV kam an einem Abend eine Reportage über das Oktoberfest in München. Ich musste total lachen, als der australische Reporter sich an deutschen Wörtern versuchte und von allem fasziniert war.
Ein Pferd steht hier seit einigen Wochen, damit Jenny testen kann, ob es lieb genug für seine neue Besitzerin ist. Diese hatte den Fuchs noch nie gesehen und Jenny wollte ihr Bilder schicken. Erst ritt sie und sprang ihn ein bisschen. Dann sollte ich drauf sitzen. Ich dachte sie will nur Standbilder machen, aber dann sollte ich antraben, angaloppieren und schließlich über ein Kreuz springen. Aus diesem wurde dann ein ganzer Parcours und der Wallach ist ein Traum. Obwohl ich schon ewig nicht mehr richtig gesprungen bin, hatte ich sehr viel Vertrauen zu ihm und er machte alles perfekt. Das war das erste Mal, dass ich ihn geritten bin und die Hindernisse waren ca. A-Höhe. Jenny bekam gute Bilder und ich war glücklich, dass ich ihn reiten durfte.

Liebe Grüße
Nadine

Backpacker-Essen 😛

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Aylin und Hund Stumpy

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Reitplatz

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Jennys Ergebnis. Das Foto für die neue BesitzerinIMG_1938 (FILEminimizer)

Mystery Flip Flops

Eines der wichtigsten Dinge unter Backpackern sind wohl die guten alten Flip Flops. Hier 17 Fakten. Darf gerne in den Kommentaren ergänzt werden 🙂

1.) Flip Flops gehen immer: bei Sonne, am Strand, beim Feiern, bei Regen, beim Fliegen, im Restaurant, die Flippis sind ein MUSS

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2.) Ein Backpacker besitzt in seinem Leben durchschnittlich 5-6 Paar
3.) Etliche Reparaturversuche, wie Blatt Papier, Toastbrotverschluss oder andere, sind meist nur von kurzer Dauer.

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4.) Flip Flops sind der Inbegriff von Wanderlust
5.) Das Zitat: „I travelled the world in Flip Flops“ trifft auf die meisten Backpacker zu
6.) Mit den geliebten Flippies kann man Berge bezwingen, Urwaldtrekking machen und vieles mehr.
7.) Sie werden erst weg geschmissen, wenn es wirklich gar nicht mehr anders geht und dann weint das Herz mit.
8.) Diese Schuhe haben viele Vorteile: günstig, bequem, praktisch, leicht, passen überall rein, gibts in allen Farben, fast nie hat jemand die selbe Ausführung, man bekommt sie (fast) überall
9.) Man kann keine Blasen und Käsefüße bekommen, dafür Hornhaut
10.) Sie sind der perfekte Begleiter in Hostelduschen
11.) Auch sehr viele Einheimische lieben diese Schuhe
12.) Die Flip Flops bekamen ihren Namen weil sie beim Laufen Flip, Flop, Flip Flop machen
13.) In Ländern wo man überall die Schuhe ausziehen muss, sind Flip Flops praktisch.
14.) Der Name flip-flop wurde von Triathletin Stefanie Schulze 1997 patentiert (Quelle: Wikipedia)
15.) Jedes Jahr werden über 200.000 Paare verkauft (Quelle: Wikipedia)
16.) In vielen Ländern heißen sie einfach nur: sandals
17.) Eine gern gesehene, weniger ästhetische Version ist die mit Socken drunter.
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