Grapes finished

Donnerstag, 10.03.2015

Als ich morgens aufstand, regnete es immer noch. Ich wollte trotzdem aufs Feld, aber Brian und Helen sagten bei Regen macht das keinen Sinn.
So saßen wir im Haus und tranken Kaffee und es wollte nicht hell werden und nicht aufhören zu regnen.
Ich guckte unter die Plane wo meine Sachen lagen und bekam fast die Kriese. Alles war nass und nichts war auch nur ansatzweise trocken geblieben. So hatte ich nicht mal mehr Klamotten und musste mir was von Helen leihen. Gut, dass nichts wertiges draußen war…
Jetzt kam zu der Hitze noch, dass es abnormal schwül war und das atmen schwer fiel. Ich pickte nun in den selben Reihen wie Sandy und Chris. Brian machte morgens eine Kontrolle aller Reben, weil die Trauben durch Regen normalerweise stark geschädigt werden. Alles war in Ordnung. Die Trauben waren sehr nass und man musste aufpassen, nicht mit dem Messer abzurutschen. Da es keinen Platz auf den Racks (Gestellen) mehr hatte, sollten wir nur noch insgesamt 150 Eimer picken und uns die Schönsten raus suchen. Das gefiel mir, weil man die fetten Trauben pflücken konnte und der Eimer schnell voll war. Einige Trauben war an den Reben schon zu Rosinen geworden und die Reben ließen die Blätter hängen, weil es die ganze Zeit so trocken war. Die Pause mit Sandy und Chris war wieder sehr lustig und die beiden fluchen zu hören, verunsichert mich immer. Keiner weiß ob sie das böse meinen, oder nur Spaß machen.
Wir drei waren optimistisch und dachten, 50 Buckets pro Person haben wir schnell zusammen. Als Chris sie zählte und es erst 80 waren, stöhnten wir alle. Ab da musste jeder von uns die zukünftigen Buckets zählen. Irgendwann gingen die leeren Eimer aus und ich lief zur Farm und mir von Brian Neue geben zu lassen.
Brian und Helen waren sehr müde, weil sie nachts nicht geschlafen hatten. Es hatte die Plastikplane die um die Racks hängt weg geweht und sie mussten diese zu zweit bei Orkanböhen und strömendem Regen wieder hin machen. Ich sagte, dass sie mich das nächste Mal wecken sollen.
Der Wind an diesem Tag war wieder so stark, dass es die Plastikplane erneut von den Racks wehte. Brian, Helen, Luke und ich versuchten sie wieder hin zu machen. Das war ein großer Kraftakt. Ständig kam der Wind und wir hatten Mühe die meterlange Plane zu halten. Mit großen Klemmen befestigten wir sie am Dach vom Rack und legten Ziegelsteine ans Ende. Gut, dass irgendwann auch noch Sandy und Chris kamen. Zu 6. bekamen wir es irgendwie hin und die Plane war nach einer Stunde wieder an Ort und Stelle.
Während wir uns um die Plane gekümmert hatten, hatten Sandy und Kris die restlichen Trauben gepflückt und wir kippten alle Eimer mit den Trauben auf die Racks, verteilten sie und sortierten die Blätter aus. Ich freute mich, dass ich nie wieder Trauben pflücken muss, aber es fehlten noch 10 Eimer. So fuhren Helen und ich nochmal aufs Feld und pflückten eine Weile. Alle guten Trauben waren nun schon weg und man musste die Trauben echt suchen, was es lange dauern ließ.
Als diese Trauben dann auch versorgt waren, waren es zwei Eimer zu viel, aber das machte nichts.
Somit war die Traubenernte vorbei und Brian war glücklich, dass es dieses Jahr so viele waren.

Die Moskitos fressen mich hier auf. Ich hab schon 5 verschiedene Sprays ausprobiert und nichts hilft. Brian gab mir alle Sprays die er hatte, aber keins wirkte. Die Fenster im Auto muss ich aber aufmachen, weil es zu heiß wird. Eine Frau sagte, dass ich Bananen essen soll, weil die Insekten das nicht mögen. So ging ich in den kleinen Supermarkt direkt gegenüber von der Farm und kaufte ein Bündel Bananen. Ich hob sie gerade aus dem Regal da machte es einen lauten Knall. Das Regal war auseinander gefallen und viele Glasdosen lagen auf dem Boden. Ein Glas zerbrach. Mir tat das sehr leid und ich hatte ein schlechtes Gewissen. Die Frau vom Laden meinte das passiert ständig und das sei nicht schlimm.
Ich bekam wieder ein Abendessen von Brian und Helen und ging glücklich ins Bett, mit dem Wissen nicht um halb 7 aufstehen zu müssen.

Traubige Grüße
Nadine

 

Die ganze Ernte komplett. Brian, Helen und ich

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Heat-record

Donnerstag,03.03. (Jubiläum) – Mittwoch, 09.03.2016

Nachdem ich letzte Woche noch gesagt habe, dass die Temperaturen angenehm sind, hat sich das nun drastisch geändert. Über eine Woche lang hatte es jeden Tag über 40 Grad ! Das ist ein Rekord für diese Gegend. Erst erlebe ich den kältesten Winter hier (bis zu -2 Grad) und jetzt den heißesten Herbst. Die Hitze war nicht mehr auszuhalten. Zwar war die Luftfeuchtigkeit niedrig, was es nicht so schwül machte, aber es war trotzdem nicht mehr normal. Nachts konnte ich trotz offenen Autotüren nicht schlafen, weil es da immer noch 30 Grad hatte und selbst morgens war es schon heiß. Ich stand oft auf dem Feld bevor die Sonne aufging, aber dann hab ich nicht gesehen, wo die Trauben sind. Auch die Zeit wollte nicht rum gehen. Jeden Morgen fragte ich mich, ob Brian und Helen meinen „Morning-Tea“ vergessen hätten, dabei war es noch gar nicht 9. Nach dem Mittagessen machte ich dann meistens gar nicht mehr weiter. Das hätte keinen Wert gehabt und Helen hätte mich auch nicht gelassen. Selbst in der Hitze pflückte sie noch manchmal mit. Es gibt ein Wasserrad wo wir unsere Hemden und Hüte nass machten, damit es ein bisschen kühler ist. Diese trockneten aber innerhalb von Sekunden wieder. Außerdem gibt mir Helen zwar immer gefrorenes Wasser mit und wickelt die Flasche in ein Tuch, dass es nicht so schnell warm wird, aber man kann die Flasche nicht ständig mit sich herum tragen und bis ans Ende der Reihe laufen wo die Flasche liegt, mache ich bei der Hitze auch nicht.
Jeden Tag kam ich näher an die Reihen von Aborigini-Frau Sandy und ihrem Mann Chris. Diesem stelle ich mich an einem Tag vor, als es zu heiß wurde und ich aufhörte. Die beiden sind ein sehr lustiges Paar. So viele Schimpfwörter und Fluche habe ich noch nie in einem Satz gehört wie von denen beiden. Chris war im Vietnamkrieg und ist schon 66. Er hilft Sandy mit dem Pflücken, damit sie mehr Geld verdient. Oft kommen die beiden einfach nicht zum Pflücken und melden sich nicht. Zwei mal hatten wir mit den beiden unseren „Morning-Tea“ was sehr interessant war. Sandys Tochter hat in dieser Woche ihr Baby bekommen und Sandy die nun zweifache Oma ist, zeigte mir stolz Fotos. Sie ist total lieb und redet viel mit mir wenn wir uns mal sehen.

Manchmal kochte ich, weil Helen mir immer Zucchini und Knoblauch aus ihrem Garten brachte. Einmal hatte ich Lust auf Pizza und nebenan gibt es ein Restaurant von dem mir jeden Tag der gute Duft in die Nase steigt. Die Inderin die dort arbeitete war super unfreundlich. Ich wollte die Pizza im Restaurant essen und bekam nur den Karton vor die Nase geknallt. Die Pizza war schwarz und total trocken. Ich aß nur die Hälfte und am anderen Tag die andere Hälfte. Als Brian die Pizza sah, konnte er nicht glauben was da serviert wird. Er regte sich total drüber auf und wollte noch am gleichen Tag rüber und sich beschweren.

An einem Tag freute ich mich besonders, als es 12 war und ich endlich aufhören konnte. Brian und Helen fragten mich, ob ich ihnen mit den Racks helfen würde. Meine Motivation hielt sich in Grenzen, aber ich denke mir, wenn die beiden sich nicht beschweren, habe ich erst recht in meinem Alter keinen Grund dazu. Brian ist sage und schreibe 74 Jahre alt, arbeitet 7 Tage die Woche von morgens bis Abends und teilweise nachts. Neben der Farm repariert er Autos und LKWs. Helen ist schon lange in Rente und arbeitet trotzdem gleich viel wie Brian. Und dann bleibt für die beiden gerade mal so viel Geld, dass sie sich ein altes Haus und was zu Essen leisten können. Da half ich natürlich gerne, wo ich konnte. Sie meinten ich würde Stundenlohn dafür bekommen, aber das wollte ich gar nicht. Bei fast 43 Grad standen wir in der prallen Sonne und versuchten das alte Rack wieder in Schuss zu bringen. Das wurde seit über 10 Jahren nicht genutzt, weil es nie genügend Trauben gab. Wir mussten den ganzen Müll und Schrott drum herum weg räumen, darunter rechen und das ganze Unkraut weg machen das in den Racks gewachsen war. Das war Schwerstarbeit und ich fragte mich, wie Helen und Brian das aushielten. Nach ein paar Stunden sah das Gestell endlich wie neu aus und ich war fertig für den Tag. Helen und Brian arbeiteten bis spät Abends, aber wollten nicht, dass ich ihnen noch mehr helfe, bevor ich kollabiere.

Doof ist halt auch, das ich mittags kein Geld verdienen kann. Machen kann ich halt in dieser Zeit auch nichts, was ein bisschen schade ist, weil so vergeude ich meine restliche Zeit in Australien einfach. Im Stich lassen will ich die beiden aber auch nicht, das wäre unfair.

Das Thermometer ist im Schatten in einer Box

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Mittags konnte ich immer nur nichts tun, weil ich sonst eingegangen wäre. Helen brachte mir einen Rasensprinkler und ließ ihn den ganzen Tag laufen, sodass es ein bisschen „abkühlte“. Ich legte mich da oft drunter und las ein Buch. Es geht unglaublich an die Substanz, wenn es nicht mal nachts abkühlt und man die ganze Nacht schweiß gebadet ist. Wenigstens entdeckte ich einen Zelt-Ventilator der noch von Saskia stammt. Diesen hatte ich neben meinem Gesicht. Machte es zwar auch nicht wirklich erträglich, aber angenehmer.
Am Sonntag nahm mich Helen wieder nach Swan Hill mit. Erst waren wir bei ihrer Tochter, wo eine andere Tochter eine Schuhparty veranstaltete. Das war wie eine Tupperparty und es waren ein paar Leute da. Das Haus hat einen riesigen Pool, wo ich mit den beiden Kindern badete. Selbst das Wasser war so warm, dass es keine Abkühlung war. Deswegen schließen die Australier alle Vorhänge und sperren sich im Haus mit Klimaanlage ein bei diesen Temperaturen. Die 11 jährige Lucie wollte alles über Deutschland wissen, dachte es sei eine Stadt in London und war erstaunt, dass der Staat Victoria größer als Deutschland ist und wir so viele Landesgrenzen haben. Ja, Australien ist halt eine Insel..
Danach fuhren Helen und ich zum Kindergeburtstag von Bailey. Dieser ist ihr Urenkel und wurde 5. Die Feier fand in einem Wasserpark statt und die Kinder hatten Spaß. So konnte ich nun auch mal einen typisch, australischen Kindergeburtstag sehen. Es gibt eine sogenannte „Pinjata“. Wie man das aus Spanien kennt hängt diese an einer Schnur und die Kinder müssen mit einem Schläger nacheinander versuchen diese zum Platzen zu bringen. Das war ein Spaß und alle freuten sich über die Süßigkeiten die raus kamen. Außerdem gab es „Fairy-Bred“ (Feenbrot) . Das ist ungetoasteter Toast, viel Butter und bunte Streusel drauf. Klingt einfach, schmeckt aber super genial. Auch der Schokokuchen schmeckte gut und die typischen australischen Platten mit Käse, Dips, Crackern, Obst und Gemüse sowieso.
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Um noch ein bisschen was zu sehen, fuhren wir zum Riverside Park, der ebenfalls in Swan Hill liegt. Dieser ist wunderschön und alles grünt. Da es zu heiß war, machten wir keinen Spaziergang.

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Wir hielten an einem Pionier-Siedlungsmuseum und guckten uns von außen alles an.

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An einem Abend kam ein Junge vorbei, dessen Auto Brian gerade repariert. Wir kamen ins Gespräch und Patrick ist auch von Deutschland. Ewig saßen wir da und redeten über Gott und die Welt. Er ist sehr nett und bereits in seinem zweiten Jahr in Australien. Irgendwie bekommt es Brian nur seit Wochen nicht hin Patricks Auto fertig zu machen. Zumal der Mechaniker Luke manchmal auch einfach nicht kommt und auch nicht bescheid sagt.
Mittlerweile darf ich ins Haus von Helen und Brian (hört sich an wie ein Hund 😉 ). Wenn es zu warm ist, sagen sie ich soll unter die Klimaanlage kommen, wenn die Nachrichten kommen, holen sie mich und an einem Abend kochte Helen für mich mit. Es gab Gemüse mit Kartoffelbrei. Außerdem legte sie eine DVD über den Norden Australiens ein, wo es faszinierend aussieht.
An einem Abend brachten Brian und Helen ein Auto zu einer Kundin und ich fuhr mit. Sie lebt ganz weit außerhalb auf einer Farm und alles ist verdörrt.
Am Mittwoch fuhr ich nach Nyah-West um einen Zettel für eine Mitfahrgelegenheit in dem Hostel auszulegen. Auf dem Rückweg sah ich Pferde und hielt an. Eine Frau war da und stellte sich als Coleen vor. Außerdem gibt es 4 große Hunde die sehr lieb waren. Ich erklärte, dass ich das Reiten und die Pferde vermisse. Coleen die gerade sowieso dabei war zeigte mir ihre 8 Pferde und sagte das würde ihr alles privat gehören. Ihre 18 jährige Tochter ist ein Jockey und fast nie da und sie macht alles allein. Es fühlte sich gut an nach so langer Zeit wieder ein Pferd zu streicheln. Eine Weile verbrachte ich dort und hatte tolle Gespräche mit Coleen.
Als ich zurück zur Farm kam, hatte sich der Himmel total zu gezogen. Ich legte schnell eine große Plastikfolie über meine Sachen, die alle auf der Wiese lagen. Helen kam gleich um mir zu helfen meine Wertsachen ins Auto zu bringen. Dann fing es von der einen auf die anderen Sekunde an, richtig heftig zu regnen. Es goss in Strömen und Brian musste noch irgendwas draußen machen. Helen sagte ich solle ins Haus kommen und Brian war total begossen und tropfte als er rein kam. Es hörte nicht mehr auf und kühlte aber auch nicht wie erhofft ab. So konnte ich die Autofenster nachts mal wieder nicht aufmachen, weil es sonst rein geregnet hätte. Das war dann noch eine schlaflose Nacht im Sauna-Auto.

Ich hoffe echt, dass die Hitze bald vorüber ist, denn alles ist ausgetrocknet und es hat davor seit Wochen nicht geregnet. Gut, dass wenigstens der Regen kam.

Hitzige Grüße
Nadine

I think I spider

Donnerstag, 25.02. – Mittwoch, 02.03.2016

Jeden Morgen stand ich um 7 auf dem Feld. Wenn ich aus dem Auto krabble ist es immer noch dunkel, weshalb das Aufstehen schwer fällt. An einem Morgen wachte ich auf und sah, dass es schon hell war. Mein Iphone verriet mir, dass es bereits nach halb 8 war. Wie eine Furie sprang ich aus dem Bett, schaufelte mein Müsli quasi „on the go“ rein und beeilte mich. Helen kam ganz gemütlich um die Ecke und sagte sie hätte mich schlafen gesehen, aber nicht wecken wollen. Mein Körper hätte den Schlaf gebraucht, so ihre Aussage. Sie fragte, ob ich denn gefrühstückt hätte, denn das sei wichtig. Ohne Frühstück lässt sie mich nicht aufs Feld.
Ich durfte mir meine Reihen aussuchen, aber weiß nicht welche „gut“ sind. So gibt es die jungen Reben die sind niedrig, die mittelalten die sind mittelhoch und die alten die sind sehr hoch. Umso mehr Blätter dran sind, desto schwieriger ist es die Trauben zu finden, aber diese sind von der Sonne geschützt und die Bündel und Trauben groß. Die ohne Blätter sind schnell geerntet, aber weniger an einem Bündel und die Trauben kleiner und teilweise schon Rosinen. Deswegen bin ich mir nicht sicher, wo ich schneller bin.
Brian fragte mich ob ich wüsste, was eine Demeter-Farm ist. Irgendwo hatte ich das schon mal gehört. Demeter ist sogar noch besser als Bio und es werden keine chemischen Stoffe oder Düngemittel verwendet. Seit Brians Vater vor vielen Jahren durch Chemikalien auf der Farm umgekommen ist, wird alles nur Natur belassen. Der Name Demeter kommt von der gleichnamigen griechischen Göttin.
Das Picken fiel mir leicht und die Zeit geht rasend schnell rum. Wenn Helen und Brian mit dem Quad kommen, wundere ich mich immer, ob es schon so weit für eine „Cuppa“ (Cup of Tea – Tasse Tee) ist. An einem Tag hatte ich richtig Muskelkater in den Oberschenkeln und täglich habe ich Rückenschmerzen, aber das ist nicht so schlimm. Manchmal haben wir unseren „Tea“ (Kaffee) im Garten, aber sehr oft auf dem Feld. Ein Mal habe ich beim zurück Laufen meine Handschuhe und Messer vergessen. Ich habs erst gemerkt als ich auf dem Feld war und durfte den gaaaanzen Weg zurück laufen. Mit Musik im Ohr picke ich immer ein bisschen schneller, aber wirklich schnell bin ich nicht. Im Schnitt schaffe ich aber meine 100 Eimer am Tag. Helen hilft mir jeden Tag. Manchmal ein paar Minuten und manchmal schon eine Stunde. Ich habe immer ein schlechtes Gewissen und sage sie soll nicht so viel arbeiten, aber weil sie schon ihr Leben lang pickt, macht sie es gerne. Obwohl sie Rentner ist, arbeitet sie sehr viel und 7 Tage die Woche. Manchmal kommt der Mechaniker Luke einfach nicht und dann hilft Helen sogar in der Werkstatt. An einem Tag an dem sie mir nicht beim Picken half, hatte ich nur 70 Eimer und das machte sie ganz traurig. Sie meinte sie weiß ja, dass ich das Geld brauche. Wir haben so tolle Gespräche beim Picken und sind uns immer gegenüber. Dann bin ich automatisch schneller, weil ich mit Helen mithalten will und sie ist sehr gut. Die Temperaturen sind mit um die 30 Grad auch sehr angenehm. Da lässt es sich gut aushalten. Nachts wird es ziemlich kühl und morgens muss ich mit einer dicken Decke am Frühstück sitzen, weil ich total friere. Die Moskitos verstechen mich total und kein Fliegenmittel will helfen. Wenigstens hats beim Picken kaum Fliegen und auch keine Bienen.
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Ich wollte alles ganz genau wissen und ging nach Feierabend mit um die Eimer auf dem Feld einzusammeln. Brian und Helen zeigten mir, wie man die Trauben auf den „Racks“ (Gestellen) verteilt. Wir kippten die vollen Eimer da drauf und sortierten alle Blätter aus. Es hat richitig viele Bienen und man muss aufpassen nicht gestochen zu werden. Um die Racks kommt eine riesige Plastikfolie drüber und dann können die Trauben innerhalb einer Woche zu Rosinen werden.

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Diese werden von einem LKW abgeholt und auf dem Markt verkauft. Manche Trauben werden als Weintrauben verkauft. Außerdem hat Brian eine eigene Internetseite erstellt auf der er auch Produkte verkauft (http://www.farmhousedirect.com.au/bdlewis/biodynamic-dried-sultanas-q6e). Er meinte aber, dass kaum jemand was bestellt wegen den zu hohen Portokosten. Die beiden waren sehr begeistert, dass ich so viel wissen wollte. Sie sagten, dass alle anderen immer nur ihr Geld wollen und sich für nichts interessieren.
Die beiden Hunde sind meine besten Freunde geworden. Blue wird nachts vor den alten Traktoren an eine Laufleine gemacht und soll Einbrecher abhalten. Er würde das anscheinend gut machen und ist von klein auf als Wachhund trainiert worden. In die Nähe von seiner Hütte darf keiner kommen, sonst rennt man am besten schnell um sein Leben. Umso mehr wundert es Brian und Helen, dass Blue mein bester Freund ist. Er kommt immer her und will gestreichelt werden und wenn wir auf dem Traktor sitzen, will er schmusen. Die beiden meinten dass er das außer bei Brian noch bei niemand gemacht hätte. Beide Hunde lieben Brian und folgen ihm aufs Wort. Keine Fahrt mit dem Quad verpasst der blinde Red.

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Ich weiß nicht warum, aber seit ein paar Wochen habe ich keinen Hunger mehr. Dann esse ich natürlich auch nichts. Ist total praktisch, weil ich noch gar nicht einkaufen musste seit ich hier bin. Außerdem habe ich nun in fast drei Wochen nur 2$ ausgegeben, was die Reisekasse freut. Nur meine australische Oma kann das nicht sehen. Am Anfang hat sie immer noch gefragt was es bei mir zu Mittag gibt, aber mittlerweile fragt sie schon nicht mehr. Aus dem Garten holt sie immer 2 Nektarinen und sagt ich soll sie essen, dass ich Kraft zum Arbeiten habe. Nach der Arbeit macht sie manchmal Cracker mit Käse und Tomaten und kein anderer darf diese essen, weil sie weiß ich esse sonst nichts. Sie ist so süß und guckt immer nach mir. Mir ist das schon unangenehm. Meine Wäsche holt sie immer ab und wäscht und bringt mir jeden Tag Boxen wo ich mein Zeug aus dem Auto verstauen kann, macht oft Kaffee, putzt meine Schuhe und ist einfach nur total fürsorglich.
An einem warmen Abend fragte sie mich, ob ich noch Energie hätte. So machten wir einen Spaziergang zum Fluss. Der Murray River ist die Grenze zu New South Wales und stolze 2375 km lang. Er ist einer der Wasserreichsten in Australien und es gab schon oft schwere Überflutungen. Es war richtig schön dort entlang zu laufen. Einige Boote waren unterwegs und sehr viele Wohnwagen waren anzutreffen. Es ist erlaubt dort kostenlos zu campen. Außerdem gibt es eine ehemalige Trabrennbahn, einen Tennisplatz und zwei Kriegsdenkmäler. Ein Denkmal wo die Schule in Nyah war, ist Brians Vater gewidmet. Der Abend war total schön und ich lernte viel über das 400 Einwohner Dorf Nyah und Australien.

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Ist der Himmel nun grau oder blau?

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Brian und Helen sind total gebildet und wollen alles wissen. Sie haben ein dickes Buch über Australien und schlagen alles nach was sie nicht wissen. Weil ich erzählt habe, dass ich nach Tasmanien gehe, suchten sie mir Fähren raus, zeigten mir viele Bilder als sie dort waren, empfahlen mir Orte und vieles mehr.
Außerdem habe ich über eine Facebook-Gruppe mein Auto verkauft 😦 eigentlich gut, aber ich werde Brissie so unglaublich vermissen. So viele Erinnerungen hängen an dem Auto. Die Käufer sind auf Tasmanien und als ich heraus fand, dass die Fähre für eine Strecke fast 300$ ! kostet, sagte ich den Käufern sie müssen nach Melbourne kommen. Gut, dass sie einstimmten. Am 17.03. heißt es dann für immer: goodbye Brissie !
Brian und Luke machten dann einen Service und das RWC (wie TÜV). Alles war gut und nur die Antriebswelle war kaputt, was mich fast 300$ kostete. Da muss ich fast 300 Eimer dafür pflücken 😀 Selbst Abends sehe ich überall Trauben und träume schon davon. Ich werde langsam verrückt.

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An einem Abend sind wir in die nächst größere Ortschaft Swan Hill (Schwanenhügel) gefahren. Die beiden haben mich zum Essen eingeladen, was mir sehr unangenehm war. Sie haben selbst kein Geld und sparen an jedem Ende. Sogar das Haus ist sehr alt und total baufällig. Das fällt bestimmt bald in sich zusammen. Auch Urlaub können sie sich nicht leisten, dabei würden sie so gerne reisen. Nächstes Jahr wollen sie nicht mal mehr Trauben anbauen, weil es sich gar nicht loht. Die Förderungen vom Staat lassen sehr nach in der Farmindustrie. Wir hatten ein leckeres Abendessen und als ich mir den Rest einpacken lassen wollte, sagten die im Restaurant mir, dass das aus hygienischen Gründen nicht gehe. Hab ich jetzt auch noch nie gehört.

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Nach dem Essen und Einkaufen fuhren wir zu einem von Helens Söhnen. Er hat mit seiner Frau und den Kindern eine Kuhfarm. Der junge Labrador begrüßte mich freundlich und außerdem haben sie eine Katze, Krabben und eine Blindschleiche. Die Familie ist super lieb und wir blieben eine Weile. Bei einer Tochter von Helen stellten wir eine Box Trauben vor die Tür.

Und wenn in Zukunft jemand Trauben oder Rosinen von Australien isst oder australischen Wein trinkt, bitte genießt es. Vielleicht stand ich auf dem Feld und habe die Trauben liebevoll gepflückt 🙂

So waren also die ersten Tage vom Fruitpicking.

Und wenn sie nicht verzweifelt sind, dann picken sie noch heute…
Nadine

Fruitpicking

Donnerstag, 25.02.2016

Um 7 morgens hatte ich gefrühstückt und war bereit anzufangen. Helen erwartete mich schon. Sie gab mir Handschuhe und ein Messer und lief mit mir aufs Feld. Das ist ca. 500 m vom Haus weg. Es gibt hier nummerierte Reihen mit vielen Weinreben. Helen erklärte mir, das ich mit dem Messer immer die Trauben von den Reben abschneiden und dann in einen Eimer werfen muss. Pro vollem Eimer verdiene ich 1,22 $, das sind 5ct pro Eimer mehr als der Mindestlohn. Dadurch dass so viele Trauben an einem Bündel hängen (so wie man das aus dem Supermarkt kennt) wird ein Eimer relativ schnell voll. Helen war so nett und half mir eine ganze Weile mit dem Pflücken. Ihre Eimer zählten als meine, was meinem Verdienst natürlich zu Gute kam. Das fand ich eine sehr nette Geste. Generell verhält sie sich total wie eine Oma. Sie sagt ich soll hier und da aufpassen, gibt mir Tipps wie es schneller geht und sorgt sich um mich. Wichtig ist nur, dass ich den Eimer direkt unter die Reben stelle, dass die Trauben gleich rein fallen und ich sie nicht aufheben muss und dass ich den Eimer bis oben hin voll mache. Außerdem müssen die vollen Eimer an der Seite stehen, dass wenn Brian kommt und diese mit dem Traktor einsammelt, sie nicht überrollt. Ein Plastikeimer kostet nämlich fast 20$ zu kaufen. Als ich das ein paar Mal vergaß, erinnerte mich Helen ganz lieb und geduldig daran und meinte, dass es ja auch viel zu merken sei am Anfang. Eigentlich ja nicht 😀 Ich solle so viele Trauben essen wie ich möchte, so die Beiden. Wenn man diese aber den ganzen Tag pflückt, denkt man gar nicht daran sie zu essen.
Als Helen weg war, war ich ganz allein. Sandy (die Aborigini) ist ganz woanders auf dem Feld und ich sehe sie gar nicht. So hatte ich viel Zeit über alles Mögliche nachzudenken und pickte fleißig Trauben vor mich hin. Da ich weder mein Handy noch eine Uhr hatte, verging die Zeit sehr schnell. Um 9 kamen Brian und Red (der Hund) mit dem Traktor um meine Eimer einzusammeln. 51 zählte er und das sei wohl ganz okay für einen Morgen. Da lernte ich auch Luke kennen. Er arbeitet mit Brian in der Werkstatt und sammelt die Eimer mit ihm ein. Er ist 24 und wohnt hier in Nyah mit seiner Freudin und den beiden Kindern.
Helen entschuldigte sich, dass Brian viel zu tun hat. Sie hatte einen Picknickkorb mitgebracht. So saßen wir in den Weinreben auf dem Boden, sie schenkte Kaffee ein und wir aßen ihren selbstgemachten Kuchen. Das nennt man in Australien „Morning-Tea“ und ich finde das eine sehr gute Idee. Wir unterhielten uns gut und dann ging ich wieder an die Arbeit. Ich fragte mich, wann ich mir das erste Mal in den Finger schneiden würde, aber hab ja zum Glück Handschuhe an. Außerdem soll ich ein langes Baumwollhemd und eine lange Baumwollhose tragen, damit ich keinen Sonnenbrand bekomme und mich nicht an den Reben aufritze. Mein Hut ist auch ganz wichtig. Die Temperaturen waren sehr angenehm und mit nicht mal 30 Grad perfekt zum Picken.
Um 12 kamen Brian und Red auf dem Quad um mich abzuholen. Helen und Luke saßen schon am Gartentisch und machten Mittagspause. Ich hatte keinen Hunger und trank nur was. Helen konnte das als gute Oma nicht mit ansehen und meinte ich brauche Energie. Sie brachte mir einen Pfirsich und machte mir Kaffee. Sie ist einfach so goldig. Nach ca. 30 Minuten lief ich wieder zum Feld und machte weiter. Ich hatte überhaupt keine Ahnung wie viele Eimer ich gepickt hatte und ob ich schnell oder langsam war.
Um 4 kam dann nochmal Helen mit dem Picknickkorb. Diesmal war Afternoon-Tea angesagt und wir machten dasselbe wie am Morgen. Sie fragte mich, ob ich genug hätte oder noch weiter picken will. Bis ca. 5 machte ich noch weiter und dann beschloss ich, dass das für diesen Tag reichen müsste.
Dank der Hilfe von Helen hatte ich an diesem Tag etwas über 100 volle Eimer und somit mehr als 100$ verdient. Leider gehen immer noch 13% Steuern weg.
Nach Feierabend saßen wir zusammen, ich bekam noch einen Kaffee und wir ließen meinen ersten Arbeitstag ruhig ausklingen.
Helen bot mir an meine Sachen zu waschen, wenn ich es bräuchte und gab mir eine neue gefrorene Flasche für meine Kühlbox. Diese steht in meinem „Camp“ und ist total geschickt. Jeden Tag wird eine volle Wasserflasche eingefroren und dort rein gelegt. So bleibt auch ohne Strom alles kühl und frisch. Gar nicht so doof die Australier. Auch am Morgen hatte ich eine gefrorene Wasserflasche fürs Feld bekommen. So hat man den ganzen Tag kühles Wasser und es taut relativ schnell auf, sodass man es auch trinken kann.
In meinem Camp habe ich sogar Strom und eine Lampe. Somit habe ich eine kostenlose Unterkunft und kann das ganze Geld was ich hier verdiene, sparen.
Ich war gar nicht so fertig wie ich dachte und mir tat nichts weh. So ging ich erst spät ins Bett. Vom Auto aus hört man die lauten Trucks (LKW) die hier vorbei donnern. Die Farm ist nämlich direkt an der Hauptstraße und obwohl Nyah nur 300 Einwohner hat, führt der Highway hier mitten durch.

Liebe Grüße von der neuen Fruitpickerin
Nadine

 

Brian und Red-dog

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Blue-dog

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Blue muss an die Kette wenn jemand kommt

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Garten

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Haus von Brian und Helen

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Der blinde Red

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Mittagspause Helen und Brian

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Mein Campingplatz

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Meine „Küche“

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Weg zu den Weinreben

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Warm and sad farewells

Sonntag, 10.01. – Donnerstag (Morgen), 14.01.2016

Am Sonntag war dann mein erster Tag „in Freiheit“. Ich hatte meinen Aufenthalt bei James noch um ein paar Tage verlängert, weil ich überhaupt keinen Plan hatte was ich machen sollte. Eigentlich wollte ich in den drei Wochen bevor Tante Sandra kommt die Küste hoch bis nach Cairns fahren. Wegen der Cyclon-Season regnet es dort aber nur und so sagte ich das ab. Leider hatte ich bereits einen Flug von Cairns nach Sydney gebucht den ich nun auch verfallen lassen muss. Auf der Farm konnte ich auch nicht länger bleiben, weil ich James schon rechtzeitig gesagt hatte, dass ich gehe und er natürlich schon jemand neues hat, die gleich am Montag anfing.
Joshs` Familie überredete mich, mit zum Geburtstag der Oma zu gehen. Eigentlich wollte ich packen, weil ich vor hatte am nächsten Tag zu gehen und noch einige andere Sachen organisieren, wie z.B. meine Route planen. Außerdem kannte ich die Oma und den Rest der Familie ja gar nicht. Bei den „Rooks“ ist man da aber relativ machtlos und so gab ich mich „geschlagen“. Wir fuhren ins einstündig entfernte „Dalby“. Die andere Seite der Familie hat ebenfalls eine Farm und einen riesigen, total tollen Garten mit einem großen Pavillion. Es gab Snacks und wir saßen bei über 30 Grad und Sonne da und unterhielten uns gut. Auch hier spürte ich die Gastfreundlichkeit der Aussies wieder. Es war als gehörte ich schon immer dazu und auch die Oma freute sich über Besuch aus Deutschland. Wie Esme (Oma von Brett) ist auch diese ältere Dame super fit. Ich hätte niemals gedacht, dass sie 85 ist.
Was bei den Australiern auch total geschickt ist: Man feiert die Geburtstage wann es passt. Die Oma hatte zwar erst am Montag, aber es wurde gratuliert, Geschenke geöffnet usw. als wäre es schon Montag. Es konnte keiner glauben als ich erzählte, dass es in Deutschland Unglück bringt, wenn man vorher gratuliert. Hier bringt auch jeder seine alkoholischen Getränke selbst in der Kühlbox mit. Das finde ich super. Jeder macht aufwendige Salate und so muss der Gastgeber nur Fleisch kaufen.
Natürlich wurde gegrillt und mit den 100 verschiedenen Salaten und Kartoffelgerichten wurde ich glücklich. Der Nachtisch war auch super gut.
Den ganzen Tag verbrachten wir da und die Kinder hatten Spaß mit einer Wasserrutsche im Garten.
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Abends schrieb ich James gerade eine SMS und fragte, ob ich eine weitere Nacht bleiben kann, weil es zu spät zum Packen war und ich immer noch keinen Plan hatte wo ich hin sollte, als er zurück schrieb. Sein Bruder aus dem Norden sei zu Besuch und sie alle wollten mich in den Pub einladen. Nach dem Essen den ganzen Tag bekam ich nichts runter, aber freute mich über die Einladung und einen letzten gemeinsamen Abend mit der Familie. Auch Lori kam mit und sein Zwillingsbruder war total nett. Wir hatten nochmal einen wunderschönen Abend und ich bin sehr traurig, wenn ich diese tolle Familie bald verlassen muss. Ich spielte mit den Kindern und diese wollen auch nicht, dass ich gehe.

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Am nächsten Morgen versank ich dann im Chaos beim Packen. Wenn man bedenkt, dass ich mit drei T-Shirts und zwei Hosen hier her gekommen bin und jetzt mein Chaos sieht, ist das ein großer Unterschied. Die ganze Zeit konnte ich mein Zeug ins Auto schmeißen, aber wenn ich jetzt nach Reisepartnern suchen will, brauche ich Platz. Nach ca. 4 Stunden hatte ich drei Tüten gepackt die nach Toowoomba und zwei die nach Deutschland gehen sollen. Meine Tante muss her halten und alles mit nehmen. Vieles, wie meine Wintersachen und Arbeitsklamotten brauche ich jetzt nicht mehr.

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Einige Sachen flogen raus und ich war sehr froh, als sich das Chaos legte. Irgendwann ging mir die Geduld aus und Josh fragte, ob ich zum Abendessen kommen will. Das war eine gute Ausrede und die erste Frage seiner Familie war, ob ich fertig gepackt habe. Sie lachten mich alle aus und fragten, was ich denn den ganzen Tag gemacht hätte.
Bei den Rooks gibt es immer ein großes, aufwendiges Abendessen und viel Nachtisch. Ein paar Familienmitglieder sind immer noch da und das Haus somit voll. Das ist so eine tolle Familie. Die witzeln ständig alle rum und haben Spaß. So wurde es wieder sehr spät und ich probierte einige australische Speisen und Getränke die ich nicht kannte. Netterweise wurde mir wieder das Gästezimmer angeboten und ich blieb da.
Am nächsten Tag musste ich dann endlich fertig packen und fuhr zurück zur Farm. Gut, dass alles ins Auto passte. Ich putzte meinen Container sauber und aß ein letztes Mal mit der Familie zu Abend.
Das einzige was ich nicht vermissen werde ist das Heu bzw in Deutschland würde man Stroh sagen. Jeden Tag musste ich einen der großen Rundballen mit der Mistgabel auseinander nehmen, das Heu ins Quad laden und es verfüttern. Das kostet Kraft und ist der Grund für meine Muskeln. Außerdem kommt der Wind immer aus einer anderen Richtung und bläst mir alles ins Gesicht. Das Heu ist dann überall und geht auch nicht mehr aus den Klamotten.
Ich werde die Familie so vermissen. James ist ein sehr guter und fairer Boss, Kate war immer so herzlich zu mir und die fröhliche, lustige Art der Kinder die mir immer ein Lächeln ins Gesicht zauberten werden mir fehlen. Auch die Pferde die für Rennpferde sehr gute Manieren haben (vorallem so junge Pferde) werde ich vermissen. Natürlich finde ich es schade nicht mehr vom Hahn geweckt zu werden, nicht mehr mit dem Kakadu reden zu können, nicht mehr die Katze um meine Beine streichen zu haben und nicht mehr den Wellensittich Pfeifen zu hören. Am aller meisten werde ich aber Wombat vermissen. Sie rennt schon immer weg, wenn ich nur kurz weg fahre und sucht mich. Zum Glück ist noch nichts passiert, wenn sie über den Highway rennt. Sie hat immer so toll auf mich aufgepasst, alle Pferde Weg gescheucht, vor meinem Container geschlafen und mich bewacht und hat mich keine Sekunde aus den Augen gelassen. Dieser Hund ist unglaublich.

Solche Nachrichten hat James immer den Kindern gegeben um mir zu bringen. Total witzig.

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Ich, Kate, James, Percy, Penny, Sidney

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leerer Container

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Ich hatte sehr gute 66 Tage hier in dem kleinen süßen 250 Personen Dorf Kumbia. Nun habe ich meine 88 Farmtage komplett und das heißt dass man von der Regierung ein Second year Visa „geschenkt“ bekommt. So zu sagen als Belohnung, dass man den Farmen und somit der Wirtschaft hilft. Das heißt nun also, dass ich ein zweites Jahr kommen und nochmal arbeiten und reisen kann. Das finde ich sehr gut und freue mich, dass es sowas gibt.
Das war nun also die vierte Farm auf der ich in Australien gearbeitet habe. Ich habe sehr viel gelernt, konnte einiges mitnehmen, habe an Lebenserfahrung gewonnen und sehr viele tolle Menschen kennen gelernt. Nun freue ich mich auf weitere 4 tolle Monate in diesem faszinierenden Land.
Mit viel Gewinke und sehr warmen Verabschiedungen verließ ich also sehr schweren Herzens zum letzten Mal die Farm und bin echt traurig.

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Danach machte ich mich (mal wieder) auf den Weg zu der Rook-Familie. Eine Freundin von Josh war da und obwohl ich schon gegessen hatte, kam ich natürlich um den Nachtisch nicht rum. Die Mutter will gar nicht, dass ich gehe und so war es wieder ein gemütlicher Abend im Garten auf den Campingstühlen mit ein paar Bier.
Hier ist es einfach so schön. Die Familie arbeitet zwar den ganzen Tag auf der Farm und ich kann nicht helfen, aber sie zeigen mir alles, lassen mich mit John dem Harvester auf der großen Maschine mit fahren, wir laufen mit den 4 Hunden die fürs Kühe treiben da sind und ich hab eine schöne Zeit auf der Farm. Außerdem durfte ich mit Josh Motorrad fahren. Er hat zwei Dirtbikes und nach über einem Jahr saß ich endlich wieder auf dem Zweirad. Mann hab ich gestrahlt. Über die ganze Farm wollte mich Josh aber nicht fahren lassen und so saß ich bei ihm vorne drauf. Ich durfte Gas geben und das war ein komisches Gefühl. Zusammen sind wir über die Felder geprescht und haben einen gigantischen Sonnenuntergang gesehen. Das war ein total tolles Erlebnis. Zurück mussten wir durch einen kleinen See fahren. Nur mit Rock, Flip Flops und (wieder mal) ohne Helm war das sehr spaßig und ich sah aus wie ein Schwein. Josh ist nun schon der zweite Australier bei dem ich mich aufs Dirtbike hinten drauf traue.

Josh und sein Haustier: Truthahn Turks

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Josh und seine Hündin Juno

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Zwar hatte ich Zwischenzeitlich echt schon Angst, der Familie auf die Nerven zu fallen, zumal ich hier kostenlos essen und schlafen kann, aber Nachdem sie mich fast schon zwangen, noch zu bleiben, blieb ich gerne noch eine Nacht. Alle zusammen gehen sie immer in den „German Club“ nach Brisbane. Das ist wie das Hofbräuhaus und es gibt deutsches Bier und traditionelles Essen. Sie schwärmten von Käsesepätzle und ich beschloss, welche zu machen. Es dauerte fast zwei Stunden bis wir von Hand die Spätzle für die große Familie geschabt hatten, aber jeder wollte mal „ran“ und alle hatten Spaß daran. Sie alle waren total begeistert von den Käsesepätzle und hauten ordentlich rein. Als der Papa von Josh die Käsesepätzle mit Tomatensoße und Josh sie mit Knoblauch essen wollte, schüttelte es mich. Gut, dass sie es bleiben ließen. Das war nun schon das dritte Mal, dass ich dieses deutsche Essen in Australien kochte. Zum Nachtisch ließ ich sie deutsche Weihnachtsschokolade probieren, die mir meine Familie geschickt hatte. Alle liebten es. Beim Versuch „Pfeffernüsse“ auszusprechen, lag ich vor lachen auf dem Boden. Das hörte sich total lustig an. Auch an diesem Abend saßen wir mit Bier draußen auf der Hängematte und lachten viel.
Am nächsten Morgen beschloss ich dann endlich zu gehen. Es wäre zwar echt toll gewesen, noch eine Weile zu bleiben, aber ich wollte der Familie auch keine Umstände machen. Zwar half ich so gut es ging im Haushalt (was die Mutter nie wollte), aber hatte trotzdem ein schlechtes Gewissen.
Obwohl sie arbeiten sollte, saß Joshs` Mutter lange mit mir da, schlug mir Routen vor, zeigte mir schöne Orte auf der Karte und verriet mir Insider-Tipps. Auch der Papa der Komedian sein könnte, brachte sich mit ein und half mir viel.
Von meiner Chefin bei Sydney hatte ich ein Foto aufs Handy geschickt bekommen. Mich traf der Schlag. Obwohl ich noch nie einen Brief bekommen hatte, sollte ich nun 300$ Strafe zahlen, weil ich meine Maut nicht bezahlt hätte. Hier bekomnmt man immer Briefe und muss dann die Maut überweisen.
Wir fuhren zu Joshs` Schwester die ihre Farm nebenan hat. Diese kennt sich damit gut aus. Erst riefen wir bei der Polizei an, von der der Brief kam und dann sollten wir eine Stellungsnahme schreiben. Diese schickte ich gleich ab und hoffe, dass ich nur die Maut von immerhin 50$ zahlen muss. Ich war Louise so unendlich dankbar, dass sie sich die Zeit genommen hatte mir zu helfen.
Danach verabschiedete ich mich von allen und war traurig zu gehen. Hier ist es so schön und alle sind so unbeschreiblich nett. Sie luden mich für den 30. Januar in den „German Club“ ein. Die Mutter war total traurig, dass ich „schon“ gehe.

Grüße von der wunderschönen Rook’s Farm

Nadine

Stuck in the mud, dumb cows, a visitor, sightseeing, cinema and flood

Sonntag, 03.01. – Samstag, 09.01.2016

Diese Woche hatte ich das Gefühl, dass Lori (Bruder meines Chefs) mich „strafen“ will. An einem Tag schüttete es mal wieder aus Kübeln und der Regen tat sogar schon weh, so stark war er. Seit ich hier bin musste ich das noch nie machen, aber er sagte ich solle das Heu in der Stutenkoppel zusammen rechen und anderen Pferden geben. Diese hatten aber alle noch Heu. Ich sagte ich mache es nach dem Regen und er meinte ich solle das gleich machen. Das fand ich nicht so cool. Außerdem rief er dann James an und sagte, dass ich den Pferden zu wenig Heu füttere. Bisher gab`s damit aber nie Probleme. Wenn das ganze Heu aber im Matsch steckt, weil es regnet, ist klar, dass es weniger aussieht. James sagte mir dann, dass ich mehr füttern solle. Ich schob Lori`s Stimmung auf das Rennen. In Brisbane stand ein sehr wichtiges Rennen an, bei dem sein Pferd startete. Er fragte mich 1000 Fragen was ich seinem Pferd füttere, was er für Bewegung hat, wo er schläft, wie er schläft und vieles mehr. Das fand ich verständlich, so würde es mir vielleicht auch gehen.
In dem Futter sind Sonnenblumenkerne drin. Lori stellte fest, dass diese leer sind. Mir ist das zugegebener Maßen nicht aufgefallen. Das gefiel ihm gar nicht und so fuhr er am selben Tag in die Stadt und kaufte eigenes Futter für sein Pferd. Ab da fütterte er ihn selber, mistete ihn, bewegte ihn usw. Das war mir gerade recht. Obwohl mein Chef ein paar Tage vorher noch gesagt hat, dass ich mit den Pferden alles richtig mache, weil sie alle sehr gut sind, seit ich da bin. Auch Loris Pferd gewann die letzten beiden Rennen und wurde zweiter in einem sehr wichtigen Rennen.
Es hörte an zwei Tagen keine Minute auf zu regnen und hier war Land unter. Selbst in die Boxen ist das Wasser geflossen und die Pferde standen im Matsch. Einige Male bin ich mit dem Quad festgesteckt und es war überall geflutet.
Am Montag besuchte mich Brett (bei dem ich Weihnachten feierte) mittags. Ich zeigte ihm die Farm, ließ ihn mit dem Quad fahren, die Hühner, den Kakadu, den Wellensittich die Katze und den Hund füttern und eine Box misten. Man merkt, dass er ein waschechtes Stadtkind ist. Er stellte sich ein bisschen lustig an und wir mussten beide lachen. Außerdem hatte er gute Schuhe an, obwohl ich ihn gewarnt hatte. Es war immer noch matschig.
Zusammen wollten wir in den Pub zum Abendessen. Brett wurde total nervös und ließ mir keine Zeit mich zu richten, weil er Angst hatte, mit seinem Auto nicht mehr von der Farm zu kommen. Er rannte ums Auto und meinte wir müssen schnell los, bevor der Regen stärker wird. Das raus kommen war aber gar kein Problem. Wenigstens muss ich bei dem Wetter nicht die Blumen gießen.
An diesem Tag waren wir die Einzigen im Pub und gingen nach einer Pizza und zwei Bier früh wieder. Brett schmiss mich auf der Farm raus und machte sich dann wieder auf den Weg nach Toowoomba.

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Am Dienstag wollte der Regen wieder nicht aufhören. Ausgerechnet da sollte der Tierarzt kommen. Wie in Deutschland auch, sind diese total unpünktlich. Da ich von meinem Container aus nicht in den Stall sehen kann, musste ich geschlagene zwei und halb Stunden im Regen auf Dr. Bob (John) warten. Es war kalt und ekelig. John hatte wie immer super Laune und das stimmte mich ein bisschen besser. Im größten Matsch musste ich ein Pferd vortraben und hatte sowieso schon total Kopfweh. Er konnte nicht erkennen, wo das Pferd lahmt und ich musste gefühlte hundert Mal über die Koppel rennen. Ich wurde viele Fragen gefragt, z.B. wie alt das Pferd ist, seit wann er lahmt und wie stark usw. Er gab dem Pferd dann Schmerzmittel und erklärte mir ganz genau was er hat. Zu meinem Erstaunen verstand ich alles und konnte gut wiederholen was John mir sagte. Ich solle dem Pferd jeden Tag Schmerzmittel verabreichen. Ein anderes Pferd von Lori brauchte ein Zertifikat dass es nicht zur Auktion kann. Dieses dauerte ewig, weil John es von Hand schrieb. Da ist der echt sehr altmodisch. Eine Ewigkeit redete der nette Tierarzt mit mir, wünschte mir alles Gute und weg war er. Ich war froh, dass ich den Tierarzttermin alleine so gut hinbekommen hatte und James alles genau erzählen konnte.
Als ich abends fütterte, hatten es die Kühe geschafft in den Reitplatz zu kommen. Ich wollte sie raus treiben und blieb unterwegs mit dem Quad stecken. Beim Versuch dieses zu befreien, schlitterte es noch mehr und blieb am Tor hängen. Es ging nicht mehr vor und zurück. Diese dummen Kühe guckten mich ratlos an. Eine Ewigkeit versuchte ich das Quad zu befreien, aber es grub sich nur noch tiefer ein. Ich war kurz vor dem heulen und schrie sogar schon die Kühe an, die her kamen und mich nervten. Diese versuchte ich raus zu treiben, weil ich dachte sie können das Tor weiter öffnen, sodass ich raus kann, aber ohne Erfolg. Eine geschlagene Stunde stand ich im Regen, war patsch nass und stocksauer. Das Wort fu***** ist hier ziemlich legal und es sagt fast jeder. So gibt es Aussagen wie „fu***** great“, fu***** bad, usw. Ich habe nicht gezählt, wie oft ich dieses Wort an diesem Tag gesagt hab, aber es war oft. Meine Fluche waren bestimmt noch in der nächsten Stadt zu hören. Dann kam endlich Lori dem ich eine SMS geschrieben hatte. Wir hängten den Anhänger ab, zogen ihn mit vereinten Kräften aus dem Matsch und machten das selbe mit dem Quad. Das dauerte ewig und Lori war nicht gerade begeistert. Er fragte mich 100 Mal wie ich geschafft hatte, das Quad fest zu fahren. Eigentlich wollte ich an diesem Abend ins Kino, aber bis ich dann fertig war, war es viel zu spät.

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An diesem Tag war Lori morgens schon mal da gewesen und da hatte es aufgehört zu regnen. Trotzdem fiel ihm nach der Quad-Befreiung ein, dass wir die Stute decken lassen müssen. So standen wir im größten Matschloch, waren nach wenigen Minuten noch nasser als sowieso schon und hatten diese verrückte Stute. Ich konnte sie partout nicht halten und schlitterte nur. Lori griff den Strick und gab mir den Hengst, der bereits auf der Stute war. Er rief mir zu ich solle dem Hengst sein „Ding“ in die Stute stecken. Nein, das war zu viel für mich ! Ganz sicher mache ich sowas nicht. Lori wurde sehr ungeduldig und verstand nicht, dass ich das nicht machen wollte. So ging die Hälfte vom Hengst daneben. Das war mir aber relativ egal. Ich hatte sowieso schlechte Laune. So froh war ich noch nie, dass ein Tag vorbei war. Früh ging ich ins Bett und fror.
Normalerweise fange ich immer früh an, aber am Neujahrstag hätte ich garantiert nicht um 6 im Stall stehen können. Lori meinte daraufhin ich würde zu spät anfangen und solle künftig täglich um 6 starten. Obwohl ich ihm erklärte, dass wir mit James in letzter Zeit aller frühestens um halb 7, eher aber später angefangen haben, musste ich dann immer so früh im Stall stehen.
Lori muss mir immer helfen das Heu für die Pferde auf der großen Koppel mit dem Traktor dort hin bringen. Leider kann ich nicht mit dem Traktor fahren. Außerdem muss er die großen Rundballen in den Heuschuppen bringen, sodass ich die anderen Pferde mit dem Quad füttern kann. An einem Tag waren zwei Ballen so dicht nebeneinander, dass ich echte Probleme hatte, das Heu raus zu bekommen. Bestimmt war es keine Absicht, aber sowas fällt dann halt auf. Zumal das zuvor noch nie ein Problem war. Der Heuschuppen ist groß genug.
An einem Tag rannte mir ein Pferd weg, dass ich mit dem Quad wieder einfangen musste. Es ist aber nichts passiert. Hier rennen öfter Pferde weg.
Mittwochs wollte ich mittags eigentlich was mit Yvette vom Pub machen, aber die fragte komischerweise Matt nach seinem Auto. Dann nicht, dachte ich mir und begab mich Mittags in den Pub. Die Besitzerin Michelle hatte mir nämlich freundlicherweise das WLAN Passwort gegeben. So muss ich nicht mehr extra 60 km nach Kingaroy fahren. Ich buchte noch Flüge usw. Michelle lud mich für den Abend zum Grillen ein.
So fuhr ich zurück zur Farm, fütterte die Pferde und kam wieder. Es gab Kartoffelauflauf und viele Salate und es schmeckte super. Einige Leute waren da und wir saßen gemütlich zusammen. Der Regen hatte nach Tagen endlich aufgehört und wir konnten auf der großen Terrasse vom Pub sitzen. Michelle hatte die Idee Cricket zu spielen. So parkten wir die Autos um und verwandelten den Parkplatz zum Cricket-Feld. Jung und alt spielten zusammen und wir hatten total viel Spaß. Als es schon später wurde, fingen wir an Karaoke zu singen. Auf youtube findet man alle möglichen Lieder zum mit singen und es gibt einen großen Flatscreen und Mikrofone im Pub. Michelle sagte ungefähr 10 Mal, dass es der letzte Song ist, als es schon spät war. Irgendwann hatte sie die Idee ein Spiel zu machen. Jede Runde musste jeder einen Namen ziehen und dann mit dieser Person singen. Wir gaben „random 80`s Karaoke“ in die youtube-Suche ein und es war nicht erlaubt ein Lied zu überspringen. Einige Lieder kannte keiner und es war sehr lustig diese trotzdem zu singen. Die Nachbarn taten mir leid und es hörte sich mehr an wie Katzenjammer. Der Abend war super genial und wir hatten mega viel Spaß. Michelle bat mir mittags schon an im Pub zu schlafen, weil dieser auch ein Hotel ist und ein Zimmer frei war. Das Angebot nahm ich gerne an und spät fiel ich ins Hotelbett.

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Auch die Kinder durften singen

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Yvette, ich, Paige, Joe

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Ich, Paige, Yvette

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Der Pub morgens um halb 6

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Leider musste ich am nächsten Tag um 6 auf dem Pferd sitzen, was mir nicht gerade leicht fiel. Trotzdem: Der Spaß am Abend war es Wert ! Dieses Pferde sollte nämlich am Wochenende zum Rennen und es ist zu gefährlich, wenn ich es ohne Aufsicht reite. So solle ich fertig mit reiten sein bis Lori kommt, dass er sieht, dass nichts passiert ist.
Am Donnerstag holte mich abends Josh vom Pub ab. Wir fuhren nach Kingaroy ins Kino. Unterwegs öffnete ich einen an mich adressierten Brief. Ich freute mich so unbeschreiblich unglaublich arg, als eine Weihnachtskarte von meinen besten Freundinnen drin war. Außerdem legten sie einen total süßen Talismann dazu. Die ganze Zeit musste ich grinsen und freue mich, so tolle Freunde zu haben. Der Schlüsselanhänger fand natürlich gleich einen Platz an meinem Autoschlüssel. Silvi, Tati: Ich danke euch dafür von ganzen Herzen ! Ihr seid die besten !!

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Leider kamen wir zu spät zum Film und mussten über alle Leute drüber steigen. Was ich nicht wusste: Hier gibt es salziges Popcorn. Sehr ungewöhnlich aber gut. Für 7,50 Euro Eintritt und 2 Euro fürs Popcorn war es auch echt günstig. Das Kino war klein aber voll. Der Film „Daddys Home“ ist super witzig. Es gab viel zu lachen. Seit fast einem Jahr war ich nun nicht mehr im Kino.
Hier gibt es auch keine festen Sitzplätze. Man sitzt wo es frei ist.

Bei einem tollen Pizzarestaurant gönnten wir uns eine super Pizza.

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Danach gab mir Josh noch eine Nacht-Sightseeing-Tour durch Kingaroy. Bisher hatte ich hier ja nur den MC Donalds und den Woolworths gesehen. Nachts hat man einen gigantischen Ausblick vom Apex Lookout und von einer anderen Aussichtsplattform. Außerdem sah ich die Erdnussfabrik. Kingaroy ist nämlich DIE Erdnussstadt Australiens und man hat ständig den Geruch in der Nase.
Wir fuhren durch ganz Kingaroy und Josh erzählte mir viel. Wir sahen große Spinnen, gefährliche Kröten, eine Schlange, Eulen und viele außergewöhnliche Käfer.
Danach fuhr Josh mit mir ein Mal um seine Farm herum. Er zeigte mir wie der Mais angebaut wird, wie sie die Kühe mit den Hunden treiben und ich durfte in die riesige Landmaschine steigen, die die größte und modernste auf dem Markt ist. Das war total interessant und lehrreich.

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Es war spät als er mich heimfuhr, aber diese Tour hatte sich definitiv gelohnt. Und nein, auch wenn es sich so anhört war es kein Date 😉
Weil ich schon so lange hier bin und noch fast nichts in der Umgebung gesehen habe, fuhren Josh und ich am Freitag in die „Bunya Mountains“. Diese sind nur eine halbe Stunde von der Farm weg. Es sieht fast genau so aus wie auf der Schwarzwald-Hochstraße, nur dass es einen Regenwald gibt und die Straße noch schmaler und schlechter ist. Wir wanderten auf einem 6 Kilometer langen Pfad. Der Regenwald war sehr schön es hatte tolle Aussichtspunkte und eine tolle Landschaft. Anschließend genossen wir unser Mittagessen in einem Restaurant und dann musste ich wieder zur Farm um die Pferde zu füttern.

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Dort kamen gerade James und die Familie an. Ich half das Auto auszuladen und bei Wassermelonen saß ich mit den Kindern auf der Terrasse und ließ mir alles vom Urlaub genau erzählen. Der mittlere Sohn Sidney ist von einem Felsen gerutscht und brach sich die Hand. Er musste noch im Urlaub operiert werden. Der arme.
James bedankte sich, dass alles so gut geklappt hat und er meinte es ist schön sich auf jemanden verlassen zu können, wenn er nicht da ist. Seine Eltern sind aber noch nicht zurück und den Garten muss ich noch ein paar weitere Tage gießen.

Smoky & Wombat

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Die Kleinste Penny

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Der Größte Percy

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Wombat, Smoky und ichIMG_4538 (FILEminimizer)

Samstag war außerdem mein letzter Arbeitstag. Eigentlich sollte ich ein paar Pferde reiten, aber ich glaube dann ist James eingefallen, dass es mein letzter Tag ist und es sich nicht mehr lohnt jetzt noch was anzufangen. So fingen wir auch erst um 6:30 Uhr an. Es gab nur ein paar kleine Aufgaben für mich und das Typische und dann war ich schon um 10 fertig. Das war ein sehr guter letzter Tag. Ich werde die Arbeit hier vermissen. Es hat (fast) immer viel Spaß gemacht. Außerdem hatte das riesen Pferd das ich die letzte Woche geritten bin ein großes Rennen. Dieses war in Ipswich und wurde im TV übertragen. Kate, die Kinder, Lori und ich saßen davor und verfolgten es gespannt. „Bolt“ rannte gleich los wie verrückt und führte bis etwa 50 Meter vor dem Ziel. Kopf an Kopf wurde er leider noch von zwei anderen Pferden geschlagen. Das war ein tolles Rennen. Natürlich war ich ein bisschen stolz, dass das Pferd so gut abgeschnitten hat, wo ich es alleine geritten bin, gepflegt, gefüttert und geputzt hab.

Josh mit dem ich ja nun schon ein paar Ausflüge gemacht habe, lud mich zum Abendessen mit seiner Familie ein. Diese ist super nett. Josh hat vier ältere Schwestern die alle bereits Kinder haben. Da am Sonntag die Oma ihren 85. Geburtstag feiert, war die komplette Familie auf der Farm und es war volles Haus. Es ist eine Maisfarm und außerdem haben sie Kühe und einige Bohnensorten.

Wir hatten einen schönen Abend und alle empfingen mich total freundlich und es gab viel zu lachen. Ich durfte das erste mal selbstgemachten „Plumpudding“ probieren der sehr lecker ist. Weil die Oma noch nicht da war (sie wohnt woanders) bot mir die Familie ein, in ihrem alten Zimmer zu schlafen. Das Angebot nahm ich gerne an und so konnte ich auch mit der Familie anstoßen.

Plumpudding

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Zufriedene Grüße
Nadine

First race as a strapper

Samstag, 02.01.2016

James kam morgens kurzzeitig zurück vom Urlaub. Eigentlich wollte er „ein paar Pferde“ reiten, aber trug dann mir auf, den Neuen, großen Fuchs zu reiten. Dieser wurde seit er hier ist noch nicht geritten und ist mir am Tag zuvor weg gerannt, weil er beim Führen gebockt und sich losgerissen hat. James meinte das Pferd wäre faul und ich müsste vorsichtig sein, weil er immer stolpert. Mit Hilfe eines Bierkastens stieg ich dann auf dieses 1,75 m große Tier. James hatte halb Recht. Faul war dieses Getier nicht, aber es ist so oft gestolpert, dass es uns ein paar Mal fast auf die Nase gehauen hat. In der Dressur würde man dann ein bisschen mit den Zügeln im Maul spielen und mehr mit dem Bein treiben, aber das versteht ein Rennpferd natürlich nicht. So musste ich den Riesen am halblangen Zügel seine Runden traben lassen.
Um halb 12 kam die Besitzerin von Bon Bon, dem Pferd das rennen sollte. Diese ist total nett und wir unterhielten uns super. Zu dritt fuhren wir nach „Bell“. Dieses ist nur 40 min. weg.
Es herrschte schon reger Trubel und man fand viele Pferde vor. Da Bon Bon einfach nicht ruhig am Anbindeplatz stehen wollte, musste ich sie fast die ganze Zeit rum führen. Es hatte über 30 Grad und die Sonne knallte. Ich war froh, als wir endlich den Sattel drauf machen konnten. Bis dahin wusste ich nicht, dass ich Bon Bon „strappen“ sollte. Aufgabe eines „Strappers“ ist, das Pferd zu führen und dann dem Jockey beim Aufsteigen zu helfen. Natürlich war ich ein bisschen perplex, aber freute mich. In Australien ist das nämlich ein großes Ding und eine „Ehre“.
Nach einer sehr kurzen Kurzeinweisung hatte ich dann den Strick in der Hand und lief im Kreis. Dieser war ca. 20 Meter im Durchmesser und wir konnten uns gerade mal um die eigene Achse drehen. Hier wurde das Pferd schon sehr nervös und ich merkte das deutlich. Ein Mann stand da mit seinem Schimmel und da dieses Pferd nicht mal in dem Rennen war, gehörte er da nicht hin. Der Schimmel war genau so nervös wie Bon Bon und machte Theater. Da mein Pferd nur um mich herum trabte und ich wenig Einfluss darauf hatte wo wir hin gingen, kamen wir dem Schimmel immer näher. Ich versuchte Bon Bon weg zu ziehen, dann kam das andere Pferd in Richtung uns und kickte wie verrückt. Mein Herz blieb stehen und natürlich standen James und die Besitzerin von Bon Bon daneben. Diese wussten aber auch, dass ich nichts dafür konnte. Zum Glück verfiel das dumme Pferd meines um Zentimeter und es passierte nichts. Das wäre der Super-GAU gewesen. Der Mann vom Schimmel schrie mich an und meinte, dass ich doch sehen würde, dass sein Pferd spinnt, usw. Alle anderen Zuschauer des „Spektakels“ warfen dem unfreundlichen Mann nur strenge Blicke zu. Er ist falsch und nicht ich, außerdem hat sein Pferd ausgeschlagen.
Dann ging es zu zwei Männern, die guckten ob die Pferde korrekt gesattelt sind, die angegebene Ausrüstung an haben, usw. Diese winkten mich weiter ins Viereck. Im TV sieht das immer so einfach aus, wenn die Strapper auf gut asphaltierten, großen Straßen laufen, aber dieses Viereck war winzig. Es befanden sich 11 Pferde darin. Die Kulisse war überwältigend. Menschenmassen drängten sich an den Zaun um die Pferde zu sehen, auf die sie gewettet haben oder noch last-minute-Wetten abschließen wollten. Leider verhielt sich Bon Bon nicht gerade vorbildlich und ich hatte große Probleme sie zu halten. Meine Energiereserven schwanden immer weiter. Sie tänzelte nur rum und wollte ständig zu anderen Pferden und legte böse die Ohren an. Eigentlich sollte man in der Startreihenfolge laufen, aber es herrschte pures Durcheinander. James kam dann um mir zu helfen, Jockey „Hanna“ hoch zu schmeißen. Diese musste ich dann noch ein paar weitere Runden führen. Auch sie stellte fest, dass das Pferd heute außergewöhnlich nervös war und selbst mit ihr drauf, ging das Führen nicht besser. Als eine Glocke läutete, sollten wir in der Reihenfolge die Jockeys auf die Rennbahn führen. Als ich den Strick weg machen wollte, schlug Bon Bon mit dem Kopf und ich bekam den Karabiner nicht auf. So mussten wir eine Extrarunde laufen und Hanna erklärte mir, was ich machen sollte. Wir brachten damit die ganze Reihenfolge durcheinander und das war vor so vielen Leuten echt peinlich. Man konnte mein Aufatmen bestimmt auf der Farm noch hören, als die Beiden endlich auf der Rennbahn waren. Sehr peinlich, wenn da so viele Leute zugucken, wie man mit einem Pferd überfordert ist.
Leider fand ich James und die Besitzerin nicht, aber stellte mich an den Zaun zum gucken. Die ganze Zeit war Bon Bon Vorletzte und ein paar Meter vor dem Ziel holte sie ordentlich auf und kam Zweite.
Nach dem Rennen müssen die ersten beiden Pferde in eine Art Anbindeplatz, es gibt Fotografen, Schleifen und alles mögliche. Ich stand mittendrin, hatte das Pferd am Strick und mal wieder keinen Plan, was ich machen sollte. Die Jockeys satteln aber die Pferde an Ort und Stelle ab und dann durfte ich mit Bon Bon gehen.
Nach dem Abduschen musste ich noch eine ganze Weile mit ihr laufen (diesmal konnte ich in den Wald, da war es kühler und hatte Platz) und dann war mein Amt als „Strapper“ erledigt.
Wir verluden Bon Bon und fuhren zurück zur Farm.
Im Auto meinte die Besitzerin, dass sie mich die ganze Zeit beobachtet hätte und ich das sehr gut gemacht habe. Sie sagte, dass Bon Bon das normalerweise nicht macht und sie kenne das gar nicht, aber ich hätte mich gut geschlagen. James sagte nicht viel und ich wusste, dass das nicht gerade eine Glanzleistung war. Die Besitzerin meinte auch, dass der Mann mit dem kickenden Schimmel total unmöglich war.
Beide waren aber sehr zufrieden mit dem Rennen.
Auf der Farm angekommen musste ich nur noch füttern und war dann fertig für den Tag. Ich war echt froh, dass ich das „überlebt“ hatte.

Strapperische Grüße
Nadine

Brauner Riese

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Bon Bon war langweilig

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Ready to go

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Da kommen sie

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Bon Bon ist die Braune mit der weißen Trense

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