Rocking Halfmoon Party

Samstag, 28.03.2015

Irgendwie wurde das Ohr nicht besser, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es nochmal wird.
Wir sind früh aufgestanden und zu 4. mit den Rollern los. Es ging über sehr gute, breite, ausgebaute Straßen (sogar mit Fahrbahnmarkierung) durch den Dschungel und die Strecke war wie die Schwarzwaldhochstraße nur, dass links und rechts Urwald war.
Ganz ohne Vorwarnung fing es plötzlich an sehr heftig zu regnen und es fühlte sich im Gesicht an wie große, peitschende Hagelkörner. Eine kleine, überdachte Hütte im Urwald schaffte Abhilfe und der Regen verschwand genau so schnell wieder wie er kam.
Vorbei an einer Art Müllhalde und Slums ging es wieder Richtung Bevölkerung, wo wir anhielten und uns in einem Café Frühstück bestellten. Die thailändische Mentalität kann einen teilweise echt fertig machen. Unsere Sitznachbarn bestellten nach uns und bekamen davor und als die Bedienung alles nacheinander im 5 Minuten Abstand brachte (zuerst alle Getränke dann das ganze Essen), bekamen wir uns nicht mehr vor Lachen. Hier ticken die Uhren sehr langsam und man sollte in Thailand auf nichts angewiesen sein.
Anschließend ging’s zu einem sehr sehr tollen Strand auf der Ostseite wo wir faul da lagen und ich mein Ohr schonte. Chris hatte seine Hängematte dabei und zwischen 2 Bäumen aufgespannt hatte das den totalen Wohlfühlfaktor.
Zum Abendessen ging es wieder auf die andere Inselseite zum Markt. Zu Chrissys und Jans Abschluss aßen sie nochmal alle wie die Könige und kosteten das günstige Essen aus.
In der Apotheke kaufte ich stärkere Ibuprophen und auf Anraten von Jan noch einen Magenschutz da mein Magen durch die viele Chemie in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Um 10 ging es dann zum Warm-Up von der Halfmoon-Party, das in unserer Anlage statt fand. Wir hatten Spaß wie kleine Kinder uns mit der gekauften, bunten Leuchtfarbe gegenseitig zu bemalen und um halb 11 war eine halbe Stunde happy Hour, was die anderen natürlich ausnutzen.
Es war halb 1 als uns alle ein Jeep-Taxi in den Dschungel fuhr. Es gab Rabatt für alle im Hotel, aber wir saßen wieder wie Schweine im Tiertransporter da drin und hatten Angst hinten raus zu fallen bei der sehr rasanten Fahrweise.
Nachdem wir die umgerechnet 28€ Eintritt bezahlt hatten (inkl. Bucketgutschein) fanden wir uns mitten im Dschungel wieder.
Es gab einen großen Turm wo der DJ oben saß, 2 Tanzflächen und einige Bars. Alles war schön dekoriert und mit unseren Neon Farben passten wir super ins Konzept.
Die Musik war gut und wir tanzten eine Weile. Als nach ein paar Stunden der DJ wechselte, leerte sich der Festivalplatz weil die Musik richtig schlecht wurde. Es gab eine Aussichtsplattform von der wir alles gut beobachten, reden und chillen konnten. Während die anderen die Gutscheine ausnutzten, hielt ich mich schön an mein Wasser aber man kann ja bekanntlich auch ohne Alkohol viel Spaß haben 🙂 Zwischendrin sahen wir uns Feuershows an und trafen nette Leute. Irgendwann beschwerte sich Chrissy beim DJ Gehilfen über die Musik, aber das brachte auch nicht viel…
Als es schon fast wieder hell wurde, nahmen wir wieder ein Jeep-Taxi heim und diesmal fuhr der Fahrer zum Glück angemessen.
Müde fielen wir danach alle in unsere Betten.

Halbmondige Grüße
Nadine

 

Urwald

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Flucht vor dem Regen

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Abgelegener Strand

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Chris und seine Hängematte

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Der hatte es total drauf und konnte alle Tricks

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Halfmoon Party

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Trip to the hospital

Freitag, 27.03.2015

Nach einer nicht enden wollenden, qualvollen Nacht, ließ ich mich von Chris dazu überreden, ins Krankenhaus zu gehen. Sogar Kauen konnte ich nicht vor Schmerzen und es pulsierte und hämmerte trotz vieler Schmerzmittel in meinem rechten Ohr.
Leider mussten wir Jaela und Rylan verabschieden, die Richtung Heimat aufgebrochen sind. Es war sehr cool zu 6. den Tauchkurs zu machen und ein Stück zu reisen und es war immer total lustig zusammen. Jaela und Rylan: wish you a good journey home, get well soon, we will all miss you and we had a wonderful time together. Take care of yourselfes and see you next year in Canada ! 🙂
Danach sind die Anderen mit den Rollern zu einem Strand gecruist und ich hab mich auf die Suche nach einem Krankenhaus gemacht.
Zuerst musste ich Geld für die Behandlung abheben, aber hab wie so oft hier keinen Cent am Automaten bekommen. Zum Glück hatte ich noch Euro dachte ich mir und wollte es wechseln. Die Dame sagte mir ohne Reisepass ginge gar nichts, aber der lag als Pfand im Bungalow. Da mir nichts anderes übrig blieb und die anderen schon lang weg waren und kein Handy dabei hatten, verließ ich mich auf Kartenzahlung im Krankenhaus.
Meine Hoffnung das Western Hospital zu finden wo es englisch sprechende Ärzte gibt, hab ich nach langer Suche zerschlagen und statt dessen bin ich nach 100 mal Fragen mitten im Urwald in einem anderen Krankenhaus raus gekommen. Ich hielt es vor Schmerzen kaum aus. Doof nur, dass überall nur thailändische Schriftzeichen waren und ich nicht mal die Anmeldung fand. 3 Jungs aus Russland halfen mir. Dem einen ist ein Hund vor den Roller gelaufen und ihn hat es hin gehauen. Er sah noch schlimmer aus als Jaela und Rylan und er kommt seit einer Woche jeden Tag zum Wunden säubern. Der Hund ist wohl unbeschadet davon gekommen aber auch der Russe darf viel Geld für den Roller zahlen.
Zuerst sollte ich einen Zettel ausfüllen mit sämtlichen Daten, unter anderem Religion, Partei, usw. Einen Reisepass oder Perso wollte niemand sehen.
Glück nur, dass ich sofort dran kam. Im „Flur“ wurde ich gewogen und der Blutdruck wurde gemessen. Das Krankenhaus ist für thailändische Verhältnisse „sauber“ und ist halb offen, also es gibt keine richtigen Türen. Dann sollte ich zum Arzt der Gott sei Dank einigermaßen englisch verstand. Er guckte ins Ohr, schickte mich zu den Krankenschwestern und sagte ich solle danach wieder kommen. Mit einem Zettel in der Hand wurde ich in den Notfallraum auf eine Liege geschickt. Wie in den US Filmen liegen da alle nebeneinander, es gibt nicht mal Vorhänge und viele Schwestern sitzen rum und tun nichts. Die „Liegen“ sind harte Pritschen und die Wände alles andere als weiß aber auch hier war es nicht dreckig. So lag ich auf der Pritsche und wusste nicht was kommt, weil keine der Schwestern englisch konnte. Als ich dann was heißes nasses in meinem Ohr spürte, wusste ich nicht, ob es weh tat oder nicht. Sie wiederholte die Spülung ein paar Mal und zeigte mir, was raus kam. Sehr viel Eiter und Dreck was nicht besonders appetitlich aussah. Für kurze Zeit gab mein Ohr tatsächlich Ruhe.
Die Schwester schob mich ohne ein Wort, weiter ins Kassierzimmer und ich sollte 24€ bezahlen. Als ich ihr klar machen wollte, dass der Arzt mich nochmal sehen will, stand ich mit 5 Schwestern da, die mich ratlos anschauten und wild auf thailändisch diskutierten. Selbst Zeichensprache brachte nichts und sie wurden alle immer wütender. Erst als Krankenschwester Nummer 6 dazu kam, fand ich mich endlich beim Arzt wieder. Dieser leuchtete mir nochmal ins Ohr, meinte es ist alles vereitert und dass es morgen wegen der Spülung schlimmer werden wird. Er verschrieb Antibiotika und betonte ausdrücklich, dass ich diese sofort nehmen sollte.
Als es ums Zahlen ging, dann der Schock: keine Kreditkartenzahlung möglich und 700 Baht zu wenig dabei. Ich solle es nochmal am Automaten versuchen. Auf die Frage, wo der nächste Geldautomat sei, nur Gelächter. Mit einem pochenden Ohr musste ich die ganze Stecke durch den Urwald zurück in die Stadt fahren, mit dem Hintergrundgedanke wieder kein Geld zu bekommen. Liebe Eltern: vielen Dank, dass ich euer Gemüt geerbt habe. Ich glaube sonst wäre ich in dieser Situation ausgeflippt. Wer mich kennt weiß, dass mich so schnell nichts aus der Ruhe bringt und ich hatte sogar Glück und ein Automat gab mir Geld.
Das Antibiotika bekam ich gleich im Krankenhaus mit. Der Gesamtpreis von 26€ war ok, aber ich wünsche trotzdem niemandem, einmal im Ausland krank zu werden. Die Verhältnisse sind doch teilweise abenteuerlich. Da hab ich eine komplette Reiseapotheke mit allem drum und dran dabei, aber für sowas war ich natürlich nicht gewappnet. Natürlich bin ich sehr froh, dass ich nichts schlimmes habe, sonst wäre ich hier aufgeschmissen.
In der Stadt erledigte ich noch Sachen wie: Passfotos für das Vietnam-Visum machen, im Internetcafe nach Flügen suchen, Sachen in der Apotheke kaufen, ein bisschen bummeln, usw.
Die zulässige Tagesdosis an Schmerzmitteln war erreicht und besser wurde es nicht, aber ich wartete trotzdem 2 Stunden auf die anderen um auf dem gleichen Markt wie gestern erneut zu schlemmen.
Nach dem Einkauf unseres Outfits für die Halbmondparty in Neonfarben wollten wir uns gerade mit den Rollern auf den Heimweg machen, als sich ein Straßenhund in den Fußraum meines Rollers setzte. Davor hatte ich noch keinerlei Kontakt zu ihm, aber er war auch nicht runter zu bewegen. Also nahm ich ihn ein großes Stück mit und ließ ihn am Stadtrand in der Bevölkerung „raus“.
Zurück heizten wir wieder durch die Nacht. Unsere Tachos gehen nicht, Geschwindigkeitsbegrenzungen gibts nicht, genau so wenig wie Polizei oder Vekehrsregeln. Die Eltern fahren hier mit dem Roller ihre 3 Kinder spazieren und Autos sind eher selten.
Im Bungalow angekommen, wollte ich nur noch schlafen und die anderen machten das Selbe wie die Abende davor.
Ich hoffe das Antibiotika hilft und es geht mir morgen wieder besser. Vielen Dank hiermit an Jan der sich als gelernter Krankenpfleger immer um mich kümmert, mir Tips und Medikamente gibt und mich ermahnt, wenn ich irgendwas nicht richtig mache 😉 danke auch Chrissy und Chris, dass ihr so lieb zu mir seid und mir helft 🙂 ihr 3 seid super !

Geplagte Grüße
Nadine

Krankenhaus außen

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Krankenhaus innen

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Bungalow und Anlage

 

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Straßen von Koh Phangan

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Müllberg vom Essen

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Scooter day

Donnerstag, 26.03.2015

Ausschlafen, gemütliches Frühstück, Roller ausleihen. Viele Bilder und Videos davon gemacht, weil man hier überall verarscht wird. Heute ne fette Ohrenentzündung und gleich Tropfen rein gemacht.
Die Tour war Mega genial und der Zenit hat gebrannt wie Feuer.
Das ist ein absolutes geniales Gefühl von Freiheit. Ohne Helm, der Wind weht durch die Haare, man sieht die ganze Insel, fährt am Strand entlang, die Sonne scheint, unsere Roller gingen sehr gut ab und zu 6. macht es super viel Spaß.
Leider haben wir uns irgendwann verloren und waren dann nur jeweils zu 3. Jan, Chrissy und ich sind an einer total coolen Wasserparty vorbei gekommen, wo es Rutschen gab, bei denen man meterweit durch die Luft geflogen ist. Es ging ein Stück durch den Urwald, vorbei am ausgetrockneten Wasserfall und mitten drin sind wir an einem Filmstrand gestrandet: der Sand war wie gesiebt, dass Wasser kristallklar und es gab einen Palmenwald drum rum.
So heizten wir ewig weiter über die 2. größte Insel Thailands.
Als wir am anderen Ende waren, sahen wir Jaela. Sie und ihr Bruder Rylan fuhren zusammen auf einem Roller um eine Kurve mit Sand, die eine Bremse funktionierte nicht richtig und sie fielen mit dem Roller hin. Jaela war überall aufgeschürft und blutete und Rylans Rücken war ganz offen. Jeala stand unter Schock und Chris wollte mit seinem Roller Rylan ins Krankenhaus fahren. Als Chris wieder kam, sagte er uns, dass er kein Krankenhaus gefunden hatte. Die beiden Geschwister nahmen ein Taxi ins Krankenhaus und wir stellten den total zerkratzen und verschrammten Roller auf die Seite.
Nach dem Schock fuhren wir anderen aber noch weiter zur Amsterdam Bar. Es lief Raggae Musik und der Ausblick über das Meer war gigantisch. Bei Essen und Fruitshakes schauten wir den tollen Sonnenuntergang an und fuhren in der Dunkelheit zu einem Markt. Die anderen aßen sich von vorne bis hinten durch die total gut aussehenden, günstigen kulinarischen Hochgenüsse von Vorspeise, über Hauptgericht bis Nachtisch und ich kaufte solang schöne Souvenirs.
Beim Heimweg sahen wir Rylan und Jaela. Sie mussten beide genäht werden und sollen umgerechnet 400€ für den Roller bezahlen. Von dem Rollerverleih wurden sie nur ausgelacht. Richtig krass und total dumm, dass sowas passieren musste. Das nahm uns alle mit. Hoffentlich zahlt wenigstens die Krankenversicherung für die teure Behandlung im Krankenhaus.
Es war schon halb 10 als wir zurück kamen und ich hatte solche Schmerzen, dass ich gleich schlafen wollte. Die anderen gingen noch zum Strand, Pool, einkaufen und spielten Billard, um den letzten Abend der Geschwister gemütlich ausklingen zu lassen. Als Chris um 3 wieder kam, konnte ich immer noch nicht schlafen und wir guckten noch eine Weile Tatort an 🙂

Liebe Grüße
Nadine

Scootercrew

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Chrissy und Jan

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Scooter Posing 🙂

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Flugrutsche

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Relax 😉

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der schöne Strand

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Krabbe

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Amsterdam Bar

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Auf dem Markt gibts alles

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Advanced Adventure Diving Day 1

Montag, 23.03.2015

Zu einer gesegneten Zeit (10 Uhr) starteten wir beim Frühstück am Strand mit Theorie des Advanced Adventure Kurses in den Tag. Die Tauchschule „Big Blue Diving“ kann ich total empfehlen. Meine Ohren sind seit 5 Tagen zu, aber mein neuer Instructor „Phil“ sagte, dass das nicht schlimm sei. Wir haben viel über den Tauchcomputer, Atemtechniken, Auftrieb und Navigation gelernt und mussten mit Hilfe des Kompasses im Viereck laufen.
Um 12 Uhr ging es mit dem Boot zur „Shark Island“. Die Wellen waren noch höher als das letzte Mal und ein paar wurden ein bisschen Seekrank. Das fertig machen der Ausrüstung geht mittlerweile ganz allein und ohne Probleme und auch der Buddycheck mit meinem neuen Buddy Chris, der auch aus Deutschland ist, funktionierte super. Diesmal mussten wir uns wieder rückwärts vom Boot fallen lassen, aber auch das geht einfach.
Der Abstieg ohne Seil war auch gut und ich hatte nicht mal Probleme mit den Ohren. Zu Viert schwammen wir wieder hinter unserem Instructor her und genossen alles. Beim „Buoyancy Training“ wurde es, wie angekündigt, sehr verwirrend. Übungen wie: Schneidersitz über dem Boden, Kopfstand, Frosch Kick mit den Flossen, umwerfen eines Gewichtes kopfüber mit der Nase, schweben mit abgeknickten Beinen, flach liegen usw. sorgten für wildes Durcheinander und so entstand ein Knäuel aus Tauchern. Mit der Zeit klappte es aber besser und Phil war zufrieden mit uns.
Beim nächsten Tauchgang kamen dann der Computer und Kompass zum Einsatz. Erst mussten wir mit unserem Buddy mit Hilfe des Kompasses ein paar Meter schwimmen, 180 grad drehen und dann genau am selben Punkt zurück kommen und dann ein großes Rechteck schwimmen, bis man die Gruppe nicht mehr gesehen hat. Wenn man noch nie einen Kompass gesehen hat, ist das gar nicht so leicht: Man sieht unter Wasser nur ein paar Meter weit, muss auf der selben Tiefe bleiben, ohne Worte mit dem Buddy kommunizieren, auf Fische und Korallen aufpassen und dann zur Gruppe zurück finden. Auch das war für uns aber machbar und dann kam die große Steigerung: Phil verließ uns komplett und wir mussten nun mit einer auf einem Brett aufgezeichneten Karte und dem Kompass zurück zum Boot finden. Man muss dabei an so vieles denken: Ist noch genug Luft in der Flasche?, Strömungen, Richtung, richtige Tiefe, zusammen bleiben, gefährliche Fische, Tauchzeit, usw.
Gleich am Anfang ist uns ein Triggerfish begegnet und ich hab mich an Chris festgehalten. Zum Glück hat der Fisch uns nicht bemerkt. Als wir nach einigen Minuten dachten wir sind in der Nähe vom Boot, ließen wir unsere Sicherheitsflagge aufsteigen, machten unseren Sicherheitsstopp und stiegen langsam auf zur Oberfläche. Direkt am Boot sind wir zwar nicht rausgekommen, aber ganz in der Nähe. Das hat total viel Spaß gemacht. Ohne Instructor und selbstständig die Tiefen des Meeres zu erkunden ist was total tolles und wenn man es geschafft hat, freut man sich total. Unser 4er Team hat gut zusammen gehalten.
Nach einer Pizza an Bord und einem traumhaften Sonnenuntergang ging es 2 Stunden später wieder ins Wasser zum Nachttauchen. Jeder von uns hatte eine Taschenlampe aber man sieht trotzdem nicht weit. Viele Fische sind nachtaktiv und so sahen wir viel, was man bei Tag nicht sieht. Es war total interessant und als wir bei 20m im Sand knieten, unsere Taschenlampen aus machten und mit den Händen wedelten, sah man den Plankton in einem wunderschönen Grün glitzern. Man fühlt sich wie im Weltall und alles sieht unrealistisch aus, aber irgendwie hatte ich ein sehr sicheres Gefühl. Das Tauchen bei Dunkelheit war kein Problem für uns und war eine super gute Erfahrung und Mega genial.
Nachdem wir alles ausgefüllt, aufgeräumt und gewaschen hatten, tranken wir noch ein paar Bier und gingen früh ins Bett.

Tauchergrüße
Nadine

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Open water licence

Samstag, 21.03.2015

Heute stand unser großer Tag an: um halb 6 klingelte der Wecker und um halb 7 war Abfahrt Richtung „South West Pinnacle“ wo der Weg eine Stunde lang war. Nachdem das ganze Zeug gepackt, verladen, ausgepackt und angezogen war, bekamen wir nochmal ein Briefing. Denja warnte uns vor ein paar Sachen, aber diesmal mussten wir keine Skills machen und konnten uns auf die Unterwasserwelt konzentrieren. Heute war auch ein Filmer dabei, der alles dokumentierte.
Nach dem Buddycheck ging es wieder mit einem riesigen Schritt mitten in den Ozean. Wie immer mussten wir nachdem wir die Westen aufgeblasen hatten, rückwärts eine Weile zur Boje schwimmen. Da fühlt man sich wie eine hilflose Schildkröte auf dem Rücken und denkt man kommt nicht vorwärts. Die Wellen waren so hoch, dass wir ohne bestimmt ertrunken wären 😛
Am Seil entlang ging es runter auf 18m und das Wasser war mit 29 Grad wieder sehr warm. Leider gab es bei mir wieder Probleme mit den Ohren, sodass sie weh taten und ich konnte mich nicht am Seil festhalten, weil die Wellen so arg waren. Auf dem Meeresgrund war das alles aber wieder vergessen. Die Fische waren noch toller als gestern, die Korallen in einem kräftigen rosa, der Lichteinfall von oben total schön und die Sicht klar. Alle konnten diesen Tauchgang total genießen und die vielfältige Unterwasserwelt betrachten, weil wir uns nicht mehr so auf alles andere konzentrieren mussten. Unter anderem haben wir Nemo und Fische gesehen, die wie Haie aussahen. Nach 30 min war der geniale Tauchgang leider zu Ende und den Aufstieg habe ich wieder nicht mit bekommen. Ich war wieder die erste nach unserer Instructorin Denja, schwamm einfach immer hinterher und plötzlich waren wir an der Oberfläche. Ich bekam wieder starkes Nasenbluten, aber der Kapitän vom Schiff war sehr nett und brachte mir Tücher und Eiswürfel.
Dann sind die Jungs nochmal von ganz oben vom Boot gesprungen und ich war erst skeptisch. Da es mich aber so gejuckt hat, bin ich auch hinterher gesprungen. Es hat total viel Spaß gemacht und es ist ein gigantisches Gefühl, wenn man sich was traut, wovor man Respekt hatte.
Beim Briefing vom 2. Tauchgang in „Shark Island“ machte uns Denja nicht gerade Mut. Wir sollten noch 2 Skills machen, ohne Boje und Seil abtauchen, sie meinte das sei ein schwieriges Tauchgebiet, es gibt Triggerfishs die gefährlich sind, Strömungen (weswegen wir dicht zusammen bleiben sollten) und sie war schon sehr lange nicht mehr in diesem Tauchgebiet.
Diesmal mussten wir uns rückwärts vom Boot fallen lassen, was ein komisches Gefühl ist, weil man die Orientierung verliert.
Der Abstieg ohne Boje klappte erst nicht so gut, weil ich zu leicht war und nicht runter kam. Denja musste mich runter ziehen und mir noch ein Gewicht dran machen. Meine Ohren taten nicht mehr so weh und der Druckausgleich funktionierte viel besser. Auf 15m saßen wir wieder im Sand und sollten erst die Masken ausziehen, wieder anziehen und das Wasser raus lassen und dann Luft in unsere Weste pumpen und wie eine Gini im Schneidersitz ein paar Zentimeter über dem Boden schweben. Das war gar nicht so einfach und man musste ruhig und gerade sitzen bleiben.
Der angenehmere Teil war dann die Erkundung des Tauchgebietes. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man nur mit Hilfe der eigenen Lunge im Wasser auf und absteigen kann. Das ist wie ein Ballon den man aufbläst und Luft raus lässt und wenn man es raus hat, schwebt man über die Korallen hinweg und ist total schwerelos. Die Arme darf man beim Tauchen sowieso nicht benutzen, weil es viele gefährliche Tiere und spitze Korallen gibt. Unsere Gruppenformation hat wieder super funktioniert und wir konnten auf dem Rücken und auf der Seite schwimmen um alles genau anzuschauen. Alles war gut, bis plötzlich eine komische Szene passierte:
Ein Triggerfish attackierte Denja und die haben sogar Zähne und mögen es absolut nicht, gestört zu werden. Aufsteigen darf man auch nicht, weil sie dadurch noch aggressiver werden. Die Fische sind sehr groß und Denja lieferte sich einen Kampf mit diesem Fisch, schlug wild mit den Flossen, wir alle hatten absolut keine Ahnung was wir tun sollten und ihr war die leichte Panik anzusehen. Ich schwamm dann ein bisschen zur Seite und die anderen folgten mir. Denja zog ganz heldenhaft eine Flosse aus, haute dem Triggerfish auf den Kopf bis dieser ohne zu beißen ab ließ. Wir alle hatten einen Schock und auch Denja war sichtlich froh den Fisch besiegt zu haben. Riesen-Drückerfische erreichen etwa eine Länge um die 75 Zentimeter und ein Gewicht von !zehn Kilogramm.

Die Sicht war auch dieses Mal teilweise sehr klar und es gab wieder eine Menge zu entdecken: Aale, Stachelrochen, Seesterne und vieles mehr. Nach 50 min war der letzte Tauchgang beendet und Denja war total beeindruckt. Sie war super zufrieden mit ihrer Gruppe und meinte es gibt sehr selten so optimale Bedingungen wie wir sie hatten. Auch der andere Instructor war begeistert von dem Tauchgang. Alle 25 Leute auf dem Schiff waren froh, bestanden zu haben und nun können wir uns ganz offiziell: Open Water Diver nennen und überall bis 20 m Tiefe allein tauchen.
Mit einem Bier und gutem Essen im Restaurant begossen wir unseren Schein und waren alle sehr stolz und happy es geschafft zu haben.
Dann chillten wir noch den restlichen Tag, weil wir um 12 schon zurück waren und abends guckten wir das Video an, das total gut geworden ist.
Ich bin so froh, dass ich das gemacht habe, ich liebe meine Gruppe, Denja war die beste Lehrerin die man sich wünschen kann und hat uns totale Sicherheit vermittelt, die Gruppe hat total gut zusammen gehalten und wir haben sehr viel im Meer erlebt.
Unser ganzer Kurs ging dann noch zum Feiern des Ereignisses an den Strand und es war total gut. Alle hatten Spaß, wir guckten wieder die Feuershows, veranstalteten wieder unsere eigene Poolparty und alle 20 feierten die ganze Nacht.

Freudige Grüße
Nadine

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Amazing diving day

Freitag, 20.03.2015

Der Tag startete gemütlich um 8 beim Frühstück nebst Theorie. Da wurde mein geliebtes Mathe wieder präsent: wir mussten unter anderem ausrechnen wie viele Tauchgänge und wie lange wir machen können, ohne dass es gefährlich wird. Alle waren gespannt auf den nachfolgenden schriftlichen Test. Zeit hatten wir unbegrenzt und die 50 Fragen in englisch waren kein Problem. Ich hatte sogar eine Frage richtig die die Jungs falsch hatten 😛 mit 98% konnte sich auch das Ergebnis sehen lassen 🙂
Nach dem wir im Tauchshop in der Stadt verschiedene Tauchbrillen aufprobiert hatten, wurde nach der Mittagspause unsere Ausrüstung zusammen gestellt. Um halb 1 wurde es ernst: mit dem Longtailboot wo wir durchs Wasser waten und kompliziert rauf klettern mussten, wurden wir zum großen Schiff gebracht. Das war neu, total gut ausgestattet, es gab Kaffee, Tee, Kekse, Wasser und Obst for free und es war sehr groß. Es fanden heute schließlich 60 Leute dort Platz.
Selbstständig mussten wir unsere Ausrüstung anziehen, alles kontrollieren, uns bereit machen, unseren Tauchbuddy checken und dann ans Ende vom Boot kommen. Das klappte bis dahin alles gut. Mit einem großen Schritt, musste ich als Erste unserer Instructorin Denja vom Boot folgen. Das Gefühl von Sicherheit gab uns eine Boje, an dessen Seil wir Denja nach einigen Metern schwimmen in die Tiefen des Thailändischen Golfs folgten. Ich hatte große Probleme beim Druckausgleich der total wichtig ist und alle hinter mir mussten warten, weil ich solche Schmerzen hatte, bis ich den Druckausgleich hin bekam. Langsam suchten wir am Seil entlang den Weg in 12m Tiefe. Hier konnten wir uns aber alle nicht wirklich auf die Fische konzentrieren, weil wir so damit beschäftigt waren, Luft in unsere Westen zu lassen und nicht zu schnell auf oder ab zu steigen. Das war ein großes Kunstwerk und schwieriger als wir alle gedacht hatten. Entweder schwamm ich mit dem Bauch an den Riffen oder ich stieg zu schnell auf und bekam Ohrenweh. Die 40 min. vergingen viel zu schnell und ich folgte Denja langsam zurück an die Oberfläche. Dort mussten wir noch ein paar Übungen machen, wie: Weste ausziehen, Bleigürtel ausziehen, unseren Buddy hinterher ziehen, usw. Zurück auf dem Schiff analysierten wir alles genau, Denja zeigte uns die Fische die wir gesehen haben und alle waren zufrieden mit dem ersten Tauchgang, der am Japanese Garden statt fand.
Nur eine kurze Zeit später mussten wir uns wieder allein vorbereiten, wobei Denja aber alles nochmal kontrollierte, unseren Buddy kontrollieren und dann ging es am „Twin“ (eine schönere Stelle) wieder ins Wasser. Ich war wieder die Erste und diesmal klappte es besser mit dem Druckausgleich, aber ich hatte immer noch Schmerzen im Ohr. Ich hatte aber ein Gewicht weniger am Bleigürtel und war absolut begeistert. Wir haben soooooooo viele gigantische Fische, Korallenriffe, Muscheln und vieles mehr gesehen. Seit November war die Sicht wohl nicht mehr so klar (25m Sicht), Denja zeigte uns sehr viele tolle Sachen und es fiel mir total leicht auf der selben Höhe zu bleiben (nur mit Hilfe der Atmung), zu atmen und ich konnte alles total genießen. Dann saßen wir auf dem Meeresgrund im Sand und mussten die Übungen vom Pool wiederholen: Wasser aus der Maske entfernen, auf und ab schweben mit Hilfe der Lunge, dem Partner mit Luft aushelfen, unser Atemgerät weg tun und wieder holen usw. Das klappte so gut, dass ich von den Jungs anerkennende Blicke bekam. Wir blieben wieder 40 min. unter Wasser und das Gefühl ist einfach unbeschreiblich. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt, ist schwerelos, die Fische lassen sich nicht stören und schwimmen einem entgehen, die Sonne bricht sich im Wasser und man ist einfach nur ruhig und genießt alles. An einer großen Muschel sollten wir klatschen, dann ging sie auf und zu und kleine Fische saugten sich überall an mir fest. Außerdem sahen wir mehrere „Triggerfische“ die, wenn man sie berührt gefährlich sind. Denja hat uns allen das Gefühl von Sicherheit vermittelt und wir konnten trotz der vielen vielen Dinge auf die wir achten mussten, den Tauchgang total genießen. Den Aufstieg hab ich irgendwie gar nicht mit bekommen und es ist ein komisches Gefühl plötzlich wieder an der Oberfläche zu sein. Ich hatte danach zwar sehr stark Nasenbluten, Ohrenweh und Blasen von den Schwimmflossen aber das alles war das zu 100% Wert. Denja meinte das Nasenbluten kann von meiner Erkältung kommen und der Kapitän kam und brachte mir Taschentücher, weil es gar nicht mehr aufhörte.
Zurück im Boot räumten wir das Equipment auf und die Jungs sprangen ein paar Mal vom Schiff aus ins Wasser. Wir haben so eine tolle Gruppe, bekommen alles super hin und die Jungs sind „ihrem Küken“ gegenüber sehr hilfsbereit, nett und rücksichtsvoll. Ich hätte es mit allem mal wieder nicht besser erwischen können. Wir redeten auf dem Schiff noch mit einigen anderen die Anfangs ein wenig Angst vor dem Tauchen hatten und ich war umso stolzer auf mich, dass ich das geschafft habe. Heute darf ich mich nun „Scuba Diver“ nennen.
Beim Sonnenuntergang ging es zurück und wir alle saßen noch bei einigen Bier gemütlich im Restaurant am Strand und redeten über den genialen Tag.

Tauchfreudige Grüße
Nadine

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Unser Boot

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Pool Diving Day

Donnerstag, 19.03.2015

Gechillt konnte ich morgens direkt im Resort am Strand mit Meerblick mein Frühstück genießen und dann in aller Ruhe um halb 9 zum Übungspool kommen, wo die erste Tauchstunde auf dem Programm stand.

Nach viel Theorie mussten wir beweisen, dass wir schwimmen können und 14 Bahnen schwimmen und anschließend 10 min. auf einer Stelle. Als die ganze viele Ausrüstung zusammen gestellt und angezogen war, wurde es ernst. Das erste Mal sollten wir unter Wasser mit der Flasche atmen. Es klappte bei allen super und unsere 5 köpfige Truppe, unser Hilfsguide Fabi und unsere Tauchlehrerin Denja waren zufrieden. Neben 2 Deutschen, einem Kanadier und einem halb Deutschen/halb Spanier bin ich das einzige Mädel, aber wir haben eine total tolle Truppe. Nach ein paar weiteren Übungen, wie: Retten unseres Tauchbuddys, ohne Flasche 3 Meter tauchen, Schnorcheln, auf und ab schweben mit Hilfe der Weste, Brille und Gewichte im Wasser abnehmen, Druckausgleich, schnelles und langsames Abtauchen, Wasser aus der Brille lassen und vielem mehr, schwirrten mir die vielen Fachbegriffe auf englisch durch der Kopf. Hinzu kam noch, dass ich wegen meiner Erkältung den Druckausgleich nicht richtig machen konnte und Ohrenweh bekam. Das gab sich aber wieder. Erst übten wir alles im flachen, dann im tiefen Wasser. Denja war sehr zufrieden, wir waren schnell und so konnten wir um 1 unser Zeug reinigen, abgeben und zum Hauptgebäude laufen, wo es nochmal Videos gab. Dort orderten wir Essen und konnten das während der Videos verspeisen.

Anschließend gab es nochmal eineinhalb Stunden Theorie, wo wir viel über beißende Fische, bunte Pflanzen, Haie, usw. gelernt haben. Um die Theorie zu festigen, bekamen wir wieder Hausaufgaben. Um 4 war dann nach 7 Stunden Ende. Nach dem heutigen Tag darf ich mich nun „Indoor Diver“ nennen.

Ich holte noch meine Sachen aus der Reinigung die für umgerechnet nicht mal 3 Euro blitz sauber waren, hob Geld für den Kurs ab, schlenderte durch Koh Tao und traf viele Leute die ich kannte, mit denen ich noch hier und da ein Schwätzchen hielt. Ja die Insel ist so klein, dass man sich hier öfter begegnet.

Das gute Abendessen (Fried-Rice) genoss ich beim traumhaften Sonnenuntergang am Strand. Ich bin fertig wie Schnitzel und ich fand das heute anstrengender als unsere Bergwanderung und das Joggen, aber es macht total viel Spaß und ich freue mich total aufs Tauchen morgen im Meer.

Schnitzelfertige Grüße
Nadine

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Goodbye to Vroni

Mittwoch, 18.03.2015

Als Abschluss für Vroni ging es heute wieder königlich am Strand frühstücken. Wir leisteten uns ein tolles Buffet für 7€ wo es von Obst, über alle möglichen Eier bis hin zu Pad-Thai und Fried Rice alles gab was unser Herz begehrt.
Vronis letzter Wunsch 😀 war es, vor dem Hostel zu chillen und so saßen wir wieder ewig auf der Terrasse und unterhielten uns mit vielen Leuten.
Um nicht alleine umzuziehen, begleiteten mich Vroni und Saskia in mein neues Domizil: das Big Blue Diving Resort. Wir staunten alle nicht schlecht, als ich mein Zuhause für die nächsten 4 Tage aufschloss. Ein großes Hotelzimmer, sauber, mit eigener Toilette, Marmorboden, neu renoviert und das beste: Mit Pool direkt vor der Tür, den man bis 9 Uhr abends nutzen darf. Ich muss nur aus dem Zimmer raus fallen und liege im Pool. Das nenne ich Luxus. Außerdem schlafen in meinem Zimmer nur 3 andere Leute. Ich glaube ich hab das beste Zimmer im ganzen Resort und das für lau. Hier werde ich eine Weile bleiben und meinen Tauchschein machen. Auch Saskia bleibt auf der Insel, aber im Hostel.
Danach kam der schlimmste Teil der ganzen Reise: Wir mussten Vroni zum Reisebüro begleiten, von wo aus sie nach Bangkok fährt. Der Abschied war sehr emotional. Wir waren ein total tolles Team. Aus Fremden wurden enge Freundinnen und wir haben zweieinhalb absolut gigantische Wochen miteinander verbracht. DANKE Vroni!! Ich werde dich sooooooo unglaublich arg vermissen. Wir haben 24h am Tag miteinander verbracht, sind wie selbstverständlich miteinander aufgestanden und ins Bett gegangen, haben gigantische Sachen gesehen, Nächte durchgefeiert, konnten über alles reden, über vieles lachen, waren uns immer einig, es gab nie Zickereien (Zitat von Saskia: Wir passen auch alle so gut zusammen, weil wir keine Tussis sind und ihr so unkompliziert seid) und wir konnten in der Zeit einiges lernen. Die nächsten Tage werden sehr komisch und ich bin total froh, dass ich Saskia habe und es morgen gleich mit dem Tauchen los geht. Ich werde deine Aussagen: Ja mei, ja schau, basst eh, der Wahnsinn, eh klar und ja guad total vermissen und wünsche dir eine gute Heimreise und pass auf dich auf !!! Fühl dich von uns gedrückt 🙂
Nach dem Abschied guckten Saskia und ich uns ein Hostel an (wo Saskia hin ziehen möchte), dann setzten wir uns in ein Restaurant ans Meer, schrieben Postkarten, aßen und redeten bis ich zur Tauchschule musste.
Es erwartete mich ein eineinhalb stündiges Video über das Tauchen und eine 6 seitige Hausaufgabe (natürlich alles auf Englisch). Morgen beginnt das Tauchen im Pool und dann hab ich in 4 Tagen hoffentlich meinen „Open Water“ Tauchschein.
Beim Weg vom Klassenzimmer ins Resort kaufte ich mir Pad Thai und hatte das erste Mal hier richtig Angst. Ich musste durch einen Wald der komplett dunkel und verlassen war, wusste den Weg nicht richtig und dachte an die vielen ungeklärten Morde hier in letzter Zeit. Der Weg kam mir ewig vor und ich musste immer aufpassen nicht über die Wurzeln zu stolpern. Im Resort traf ich keinen Mensch an und ich hab hier nicht mal Internet. Am Pool saß ich dann mutterseelenallein, aß das Pad Thai und hatte zum ersten Mal in diesem Urlaub Stille. Trotzdem fühlte ich mich nicht allein, weil ich wusste ich würde beim Tauchen neue, nette Menschen kennen lernen.
Dann ging ich noch an die Strandbar, wo die Hölle los war, bloggte und lernte meine richtig netten Zimmerkollegen kennen, die den Kurs schon hinter sich haben und nun den Fortgeschrittenen Kurs besuchen.
Liebe Grüße
Nadine

Luxusfrühstück vom Buffet

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Pool und Sprungbrett von der Poolparty (vier Meter)imageimage

Man beachte: links der Backpack von dem Londoner und rechts der kleine rote von Vroni. Da sagt noch einmal jemand, dass Frauen mehr Gepäck brauchen 😛image

Mittagessen am Strand

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Welpe gefunden

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Unsere bisherige Route (8 ist Koh Tao)image

St. Patricks Day

Dienstag, 17.03.2015

Der After-Pubcrawl-Tag fing für uns gemütlich an. Nach dem Pad-Thai-Frühstück auf der Terrasse, fuhren wir dank dem Tip von Sascha mit dem Longtailboot zum „Freedom Beach“ auf der anderen Inselseite. Wir hätten uns den Strand zwar noch schöner vorgestellt, aber es hatte nette Fische, Muschelkunstwerke in den Bäumen, schönen Sand und total glasklares Wasser. Zu 3. verbrachten wir den ganzen Tag da, spielten mit dem Hund und ließen es uns gut gehen.

Dem Sonnenuntergang entgegen fuhren wir auf der Laderampe eines Jeep-Taxis wieder Richtung Hostel zurück. Man sah sowohl au dem Boot als auch im Taxi viel von der Insel was Spaß gemacht hat.

Das gute Abendessen beim Thailänder (Fisch, Frühlingsrollen und Tofu süß-sauer) schmeckte total gut.

Abends sind wir zum St. Patricks Day gegangen, der den ganzen Tag überall auf der Insel war. Eigentlich waren wir zu Dritt, aber wie das hier so ist schließen sich viele Leute an und dann waren wir zu 10. Der Abend war super, wir saßen wieder im Sand, schauten die Feuershows an, tanzten Limbo und als die Musik aus war, veranstalteten wir eine eigene Poolparty.

Direkt am Strand war ein Pool und zu Viert sprangen wir mit samt unseren Klamotten ins warme Nass. Eine Weile chillten wir dort auf den Luftmatratzen und waren die Einzigen. Dann entdeckten wir ein Sprungbrett in 4 Metern Höhe. Vroni war die Erste und ich folgte ihr beim runter springen. Es war total lustig und die Jungs machten das Gleiche nach.

Leider war das Vronis letzter Abend 😦 aber der war nochmal super spaßig und mit netten Leuten.

Liebe Grüße

Nadine

Longtailboot

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Freedom Beach

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Feuershow am St. Patricks Day

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Vroni beim Limbo

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Poolparty

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Sporty Wellness Woman day

Montag, 16.03.2015

Um unserem faulen Backpackeralltag zu entfliehen, ließen wir uns heute was anderes einfallen.

Zuerst joggten wir eine sehr schöne Runde am Strand und ich könnte mir am Morgen nichts tolleres vorstellen als früh aufzustehen, durch den weichen Sand zu laufen, die Sonne und das Meer zu genießen, sich einfach auszupowern und anschließend mit voller Montur ins Meer zu springen.
Um den gesunden Tag weiter zu führen, gab es frisches Obst, Müsli und Naturjoghurt auf der Hostelterasse. Dann ließen wir uns in einem edel Spa Salon zu dritt eine Stunde durchkneten und es gab 20% Rabatt. Die Thais gaben uns lustige Anzüge in denen wir aussahen wie Sumoringer. Es ging sehr lustig zu und alle lachten.


Trotz Abraten vom sportlichen Sascha wagten wir uns dann auf den Fußmarsch zum Aussichtspunkt „Mango View“. In der Mittagshitze ging es bei praller Sonne und 35 Grad eine 1:45 min. sehr sehr steile Wege hoch, aber Saskia, Vroni und ich motivierten und gegenseitig und freuten uns auf die Aussicht. Wir hatten schon das Ziel vor Augen aber leider war es nur ein Zwischenstopp. Dort bekamen wir, wie von vielen, mitleidige Blicke, kalte Tücher und Getränke.
Ein Autofahrer bot kostenlos an uns mit zu nehmen, aber wir wollten das durchziehen.
Oben angekommen wussten wir, wofür unser Muskelkater sein wird. Die Aussicht war natürlich wieder genial und wir saßen bis zum Sonnenuntergang auf der Terrasse, redeten mit anderen Bayern, einem Mädel aus Singapur und einem aus Hessen über Politik, Wirtschaft, Medien, die vielen Morde in letzter Zeit auf Koh Tao und aßen Reis und Pad Thai. Es war ein sehr schöner Nachmittag, Vroni freute sich endlich wieder bayerisch reden zu können (Saskia und ich verstanden kein Wort) und diskutierte schlagfertig mit den Jungs. Als die Sonne langsam hinterm Horizont verschwand, sah die Aussicht noch genialer aus.
Netterweise nahmen uns die restlichen drei Jungs auf ihren Rollern mit runter und wir hatten auf der sandigen Schotterpiste ein bisschen Angst.
Dann hieß es schnell schnell, weil wir uns zum „Pub Crawl“ angemeldet hatten. In Rekordzeit unter die Dusche, Bikini an, Klamotten drüber und in den ersten Pub, direkt neben dem Hostel. Das ist das was ich hier so liebe. Keine Schminke, keine Frisur, nicht zum Feiern fahren müssen und einfach gehen wie man ist.
Der erste Pub war urig und die Jungs hatten schon Buckets für uns geholt, die beim Eintritt von 11€ dabei waren. Zuerst wurde mit Edding unsere Namen auf unsere Arme geschrieben und es gab einen Willkommensshot.
Beim Pub-Crawl zieht man in vorgegebener Zeit als eine Gruppe von Pub zu Pub, die Organisatoren managen das und man bekommt ein paar Freigetränke.
Danach bewegte sich die ganze Meute mit ihren Pub Crawl T-Shirts durch Koh Tao zur Poolbar. Wer nackt in den Pool gesprungen ist, bekam 2 Shots und wer es mit Klamotten gemacht hat, einen Shot. Das ließen Saskia, Vroni und ich uns nicht zwei mal sagen und sprangen (natürlich im Bikini) rein. Wir waren die einzigen Mädels die sich getraut haben, aber es war total spaßig. Es wurde danach auch ohne Handtuch überhaupt nicht kalt. Zwei haben sich sogar ohne Klamotten getraut. Die Temperaturen sind hier immer sehr warm.
Nach der tollen Poolparty ging es zur Ladyboy-Show. Die war total gut gemacht und die Männer machten eine Modenschau und tanzten. Danach wurden ein paar Jungs vom Publikum geholt und mussten in Boxershorts mit Perücken tanzen und die Meute bekam sich nicht mehr ein vor Lachen. Nächster Stopp war eine tolle Bar in der richtig geniale Livemusik aus den 90ern gespielt wurde und bei „Wonderwall“ gaben die Leute alles. Schon total genial wie die Musik auf der ganzen Welt die gleiche ist und 120 junge Leute so alte Songs mit singen können. Die Stimmung war total genial und es war eine mega Gaudi.
Bei der letzten Bar direkt am Strand, lagen wir im Sand, beobachteten den genialen Sternenhimmel und ließen den wieder mal hammer Abend gemütlich ausklingen. Schon interessant, dass die Leute überall auf der Erde die selben Sterne sehen 😉
Langsam frage ich mich, wann ich aus diesem total schönen Traum aufwache und mein Glück vorbei ist. Bis dahin genieße ich jede einzelne Sekunde und bin so dankbar, dass ich die tollste Zeit meines Lebens haben darf.

Begeisterte Grüße

Nadine

Echse beim Joggen gesehen

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Dehnen ist wichtig

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tolle Aussicht beim Joggen

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Nach dem Joggen ausruhen

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